Holunderblüten – Konfitüre

Holunderblüten in einer Konfitüre zu verarbeiten ist vielleicht nicht das Gewöhnlichste. Die meisten haben das noch nie probiert und viele haben davon noch nichts gehört. Dabei ist es sehr, sehr lecker und es ist ruck-zuck zubereitet.

Ich wurde um das Rezept gebeten und dachte, es ist sicher auch für Dich interessant.

Denn die Holunderblüten stehen zur Zeit in voller Pracht. Der Duft ist so verführerisch, dass man den gern mit den Blüten nach Hause trägt.

Was brauchst Du dazu? Du wirst staunen. Nicht viel. Für diese sieben Gläschen habe ich folgendes verwendet:

  • 700 g reife Äpfel
  • 100 g Holunderblüten (das sind etwa 10 Blütendolden)
  • 400 g Gelierzucker 2:1

Es passen auch Pfirsiche sehr gut. Erdbeeren wachsen zur gleichen Zeit. Es könnte sein dass es zusammenpasst. Ich probierte es noch nicht aus und bin mir wirklich nicht sicher, ob diese Kombination ideal ist. Vielleicht kann mir einer von Euch über ein solches Experiment berichten. 

Und so wird es gemacht: Die Blüten gründlich waschen und von den Stielen abzupfen. Dann die Äpfel schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Äpfel in eine Schüssel (mit Deckel) geben und die Holunderblüten darüber streuen. Den Gelierzucker abwiegen, dazugeben und unterrühren. Mit dem Deckel die Schüssel schließen und eine Stunden ziehen lassen.

Wenn Ihr nach einer Stunde den Deckel abnehmt, werdet Ihr von einem umwerfenden Duft empfangen. Der Zucker hat sich zu einem Sirup verwandelt.

Und so geht es weiter: Alles gut umrühren und in einen Topf geben. Die Masse erhitzen, bis es kocht. Ungefähr zwei oder drei Minuten köcheln lassen und den Herd ausschalten. Noch unter geschlossenem Deckel zwei oder drei Minuten ziehen lassen. Ihr kennt das bereits aus meinen anderen Rezepten. Lasst bitte nichts stundenlang totkochen. Unter dem Deckel garen die Früchte zu Ende. Äpfel brauchen nicht lange. Nehmt nun einen Stampfer und drückt das gegarte Obst in eine gefällige Konsistenz. Ich mag die Konfitüre etwas stückig. Nun noch einmal kurz aufkochen, sofort Herd ausschalten und alles in die ausgespülten Gläschen füllen.

Dazu noch ein Tipp. Ich befülle das Glas, wische mit einem Küchentuch den Rand trocken, drehe sofort den Deckel darauf und stelle das Glas kopfüber. Erst wenn es komplett ausgekühlt ist, drehe ich es um. Es entsteht ein Vakuum im Glas, das es absolut dicht verschließt.

Eine Portion gebe ich immer in ein dekoratives Glas zum sofortigen Naschen. Damit beim Einfüllen die Hitze das Glas nicht auseinanderspringen lässt, lege ich einen Edelsthahllöffel in das Glas. So wird die Wärme vom Boden nach außen geleitet. Und nix geht kaputt.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Ausprobieren. Und erzählt mir von Euren Experimenten. Ich bin ganz neugierig.

Jetzt ein Stück Baguett, lekere frisch gezauberte Konfitüre und einen Kaffee …

Euch gefällt meine Tasse? Sie ist ein Design aus meiner „Caligari“-Serie. Schaut einfach —->>> hier

Herzlich,

Eure Petra Kolossa.

Ein kleiner Nachtrag: Zwei Tage später zauberte ich noch einmal diese Konfitüre. Dieses Mal verwendete ich Pfirsiche. Um den Kontrast zu den weißen kleinen Blüten zu erhöhen, habe ich hier und da einen klitzekleinen roten Rest der Pfirsichschale gelassen.

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