Das Glück im Keks

Diese im Halbmond geformten Kekse, gefüllt mit Glückssprüchen oder anderen Weisheiten hat sicher jeder von Euch schon einmal geknackt.

Zum Start ins neue Jahr wurden mir solche in die Hand gedrückt. Neugierig öffne ich also diese Kekshülle. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie vernaschen sollte, oder doch lieber sein lasse. Ich entscheide mich, den geschmacklosen Teigmantel als Bio-Umverpackung zu betrachten und mache mich daran, die beiliegenden Mitteilungen zu lesen.

„Sie haben für viele Dinge eine Begabung“ – Hmm, wer denn nicht! Und nun?  Was soll ich mit dieser Feststellung anfangen?

„Aus Fehlern kann man lernen“ – Na toll! Nur gut, dass ich daran erinnert werde! – „Fehler sind da, um gemacht zu werden!“, „Es ist dumm einen Fehler ein zweites Mal zu tun.“, „Nur wer etwas tut, macht Fehler …“ – So diskutiere ich in Gedanken mit diesem Keks.

Petra, ganz ruhig. Das sind Glückskekse! Die werden sicher einen tieferen Sinn ergeben. Also mache ich mich auf die Suche.

Mir liegt ein versöhnendes Lächeln im Gesicht. Denn ohne dieser plakativen Glückssprüche hätte ich mich wahrscheinlich nie dafür interessiert und erfahren, dass es einst Mondkuchen waren, die als strategisches Kriegsmittel im 14. Jahrhundert im von der Mongolei besetzten China benutzt wurden. Und ich hätte nie erfahren, dass diese uns heute bekannten Glückskekse in China ziemlich unbekannt sind und eigentlich in den USA kreiert wurden … Aber lest doch einfach hier unter diesem Link selbst die ganze Geschichte zu diesen Keksen.

„Man soll das Glück nicht in andere Hände legen“, „Jeder ist seines Glückes Schmied“, „Das Glück liegt auf der Straße“, „Fordere das Glück nicht heraus“ … ein paar Sprüche, die sich seit x-Jahren von Mund zu Mund transportieren.

Ja, was ist eigentlich Glück? Wie würdet Ihr das definieren?

Ich freue mich über Eure Gedanken dazu. Schreibt es einfach in das Kommentarfeld.

In diesem Sinne für Euch ein glückliches Jahr 2021.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

3 Gedanken zu “Das Glück im Keks

  1. Nun ja, ich glaube, wir haben das Privileg, zu wissen, was Glück für uns bedeuten könnte. Das ist, denke ich, das Wesen eines Künstlers. Wir möchten unser bewegtes Inneres zum Ausdruck bringen, so, daß wir verstanden werden. Wenn wir von unserer Kunst noch leben könnten, damit wir unsere Zeit nicht mit lukrativen, aber oft ungeliebten Tätigkeiten verschwenden müssten, ich glaube, dann wären wir glücklich. Schade, daß viele Menschen glauben, ihr Lebensglück läge in der schnöden Anhäufung materieller Güter, daß sie dabei spüren müssen, wie sie immer leerer werden, ohne irgendeine Ahnung zu haben, warum.

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