Zurück zum Faustkeil?

Dein Leben ohne Computer: Wie würde es aussehen?

Musstest Du über die heutige Frage auch lächeln? Wie würde Dein Leben ohne Deinem Computer aussehen?

Die Frage könnte ich ganz einfach abbügeln und sagen: Kein Problem, so nehme ich eben Tablet, Smartphone, Notebook und so weiter. Ich gehe davon aus, dass diese Frage auch derlei Dinge einschließen soll.

Das Verrückte ist, dass ich noch nie einen klassischen Computer besaß. Also solch ein Ding, das aus mehreren Teilen besteht, wie  Bildschirm, Tastatur, dem eigentlichen Rechner, der meistens unter dem Schreibtisch steht. Meine Computer waren und sind immer Laptops oder Notebooks.

Meinen ersten Laptop kaufte ich im Jahr 2000. Ich habe ihn geliebt und jahrelang mit mir herumgeschleppt.

Denken wir an Computer, wird wohl sofort die Brücke zum Digitalen, also zum Internet geschagen. Wir vergessen oft, dass diese Dinger perfekte „Schreibmaschinen“ mit einem riesigen Speicher sind. Und das wäre schon blöd, hätte ich auch das nicht mehr.

Ich komme aus der Generation, die auf mechanischen Schreibmaschinen herumhackte. Die komplette Entwicklung bis hin zum heutigen Computer durfte ich miterleben. Welch ein Privileg!

Wie sähe mein Leben ohne Computer aus? Hm, wahrscheinlich so, wie vor dem Jahr 2000. Ich ginge wieder in die Bibliotheken, um Recherchen zu betreiben. Würde meine Bücherschränke mit gedruckten Lexika und anderen Nachschlagewerken füllen. Die gesammelten Zeitungen und Zeitschriften würden sich irgendwo stapeln. Ich würde die Auskunft mit dem Telefon anrufen, um Fahrpläne zu erhalten. Im Auto säße ich mit Straßenkarten, die ich immerzu umknicken muss und oftmals würde ich die Scheibe herunterlassen, um Leute auf der Straße nach einem detaillierten Weg zu fragen.

Ich würde wieder Kohle- und Durchschlagpapier benötigen, um meine getippten Seiten wenigstens drei- oder viermal vervielfätigt zu wissen. Mein Schreiben und Arbeiten an schriftlichen Dingen wäre wieder konzentrierter. Wer noch niemals mit einer Schreibmaschine schrieb, weiß nicht, wie umständlich es ist, einen Fehler zu korrigieren. Heute ist es völlig egal. Es wird sich vertippt und korrigiert, was das Zeug hält.

Fix mal eine Zahlenreihe markiert oder eine Formel in die Exelleiste geschrieben und zack, schon steht das Ergebnis da. Das würde mir wirklich fehlen. Nun gut, zurück zum Rechenschieber ist vielleicht nicht notwendig, den Taschenrechner gibt es ja auch noch.

Das sollen nur wenige Beispiele sein. Unser Leben ohne Computer und dem dazugehörigen Internet wäre bewegter und aktiver, weil nicht alles sofort bequem erreichbar ist. Dennoch wäre es entschleunigt. Wir Menschen wären nicht zu einer elektronischen Nummer verkommen, weniger gläsern, bis in alle Details kontrollierbar und weniger angreifbar.

Manches Mal frage ich mich, ob das Nachdenken über dieses Thema wirklich so abstrakt ist. Was wäre, wenn unsere digitale vernetzte Welt plötzlich nicht mehr wäre?

…  mein Blog würde mir wirklich fehlen. Der Kontakt zu den vielen Menschen, die ich ohne meinem Computer und ohne dem Internet nie hätte.

Ich danke Euch, dass Ihr mich begleitet.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.