Wie lernst du auf Reisen am besten neue Leute kennen?
Ich nenne es einfach nur Begegnungen. Wie es oftmals so schön offeriert wird „auf Reisen Land und Leute kennenlernen“ ist eine banale Umschreibung von unbeschwertem, sorgenfreiem Urlaubmachen.
Wenn ich unterwegs bin, treffe ich überall auf Leute und bin mit diesen schnell im Gespräch, ohne einer Strategie zu folgen oder etwas von diesen Menschen zu wollen oder zu erwarten. Ich will sie nicht kennenlernen. Es sind Momentaufnahmen, Gespräche, geboren aus der augenblicklichen Situation.
Wir reden miteinander, trinken vielleicht einen Kaffee zusammen, wünschen uns einen schönen Tag und jeder macht sein Ding. Ich gehe mit einem Lächeln und nehme das Erlebte in meinem Herzen mit. Manches Mal bleibt es dort, manches Mal liest Du es hier in meinem Blog.
Es sind wahrscheinlich einmalige Berührungspunkte mit diesen Leuten. Manchmal auch nicht. Es heißt: Man sehe sich immer zweimal im Leben. Wer weiß es schon 😉
Wenn morgen Aliens landen würden: Was würdest du sie als Erstes fragen?
… Deine wievielte Reise auf unseren blauen Planeten ist das?“
Als ich die heutige Frage von WordPress las, war das tatsächlich mein erster Gedanke zu diesem Schwurbelthema von Verschwörungstheoretikern und Aluhutträgern.
Welche Fähigkeit fürs Leben wird deiner Meinung nach total unterschätzt?
Aus meiner Sicht ist es etwas ganz Simples, nämlich Etikette.
Ich spreche nicht von verstaubten Benimmregeln des letzten oder vorletzten Jahrhunderts. Ich meine damit die elementarsten Dinge des höflichen, achtsamen und respektvollen Miteinanders in allen Lebenssituationen.
Das ist ein Thema, zu dem ich mich stundenlang auslassen könnte. Aber keine Angst, ich verschone Dich mit meinem Geplapper.
Dennoch wird dieses Wissen „Etikette“ völlig unterschätzt. Meine Beobachtungen zeigen eine Egalität, die Besitz von den Menschen nahm. Mir fällt eine würdelose Gleichmacherei auf, die die Menschen in Neutrums wandelt, wie auch ein abschätziges, respektloses, oft würdeloses Miteinander.
Etikette ist ganz sicher kein Bestandteil des Lernstoffes in der Schule. Es ist etwas, das wir unseren Kindern und Enkeln auf den Weg ins Leben mitgeben müssen.
Blöd nur, wenn die, die es wissen müssten, nicht mehr kennen und können (wollen).
Nach welchem persönlichen Mantra oder welcher Lebensphilosophie lebst du?
„In der Ruhe liegt die Kraft.“ – Das ist tatsächlich eine meiner ganz persönlichen Lebensphilosopien. Es gibt da noch ein, zwei weitere. Jedoch schrieb ich darüber bereits einmal zu einem früheren Zeitpunkt.
In der Ruhe liegt die Kraft. Damals, als mich angstbesoffen und völlig aufgelöst der Vater meiner Schulfreundin festhielt, umarmte und mich mit diesem Satz tröstete, war es nur ein Satz den ich als Kind zu diesem Zeitpunkt inhaltlich nicht verarbeiten konnte. Jedoch manifestierte er sich in mir. Wann ich den letztendlich in mein Leben ließ, daran kann ich mich nicht erinnern.
Da ich nicht immer zu meinem Vorteil zu spontanen Reaktionen neige, lernte ich im Laufe der Jahre, auf diesen tatsächlich wirksamen Satz zu vertrauen. Nun gut, es passiert mir auch heute noch hin und wieder, dass mein Herz auf der Zunge liegt und mir etwas zu schnell über die Lippen huscht. So, dass ich das Gesagte im nächsten Augenblick bereue, es nicht durch meine Mantra-Sicherheitsschleuse geleitet zu haben. Aber es geschieht, je älter ich werde, sehr, sehr selten.
Welches Mantra begleitet Dein Leben?
Habe einen wunderbaren herbstlich-sonnigen Wochenstart 🍂🍁☀️
Früher, ganz früher, also vor dem digitalen Zeitalter, kauften wir uns Reiseführer von den Städten, die wir besuchen wollten. Bereits ein paar Wochen zuvor gingen wir mit dem Finger auf den Seiten durch die Städte spazieren. Wir machten uns Notizen über das, was wir auf jeden Fall besuchen wollten und schauten auf den Stadtkarten, welche Wege zu unseren Wunschzielen führen
könnten. Dieses Prozedere schuf eine diverse Vorfreude, die bekanntlich eine der schönsten Freuden ist, auf die Reise in die noch unbekannte Stadt.
Heute schauen wir vorab im weltweiten digitalen Netz, speichern uns Routen, machen Screenshots und bitten die KI um entsprechende Tourenvorschläge ganz nach unseren Vorstellungen. Den Rest können wir vor Ort jeden Tag, zu jeder Zeit, beim Frühstück oder wo auch immer, mit Hilfe der digitalen weltweiten Systeme aktualisieren. So gerüstet, gehen wir im Heute auf Städtetour.
Wenn ich auf Reisen bin, mag ich es, mein Auto, ganz gleich, ob das eigene oder einen Mietwagen, in der Nähe zu wissen. Es gibt mir Sicherheit und Unabhängigkeit. Deshalb bin ich bei der Erkundung von Städten mit meinen Füßen und dem Auto unterwegs.
Eines vielleicht noch: Wenn es sich anbietet, nehme ich eine Stadtrundfahrt gern an, mag aber keine Gruppentouren oder Gruppenausflüge. Das Individuelle ohne Abhängigkeit und Rücksichtnahme auf die Befindlichkeiten der anderen sind mir wichtig. Ich genieße es, zu zweit, oder mit wenigen lieben Menschen, die Details wahrzunehmen und auf mich wirken zu lassen, ohne es mit anderen debattieren zu müssen.
Wie handhabst Du es? Schreibe es doch einfach ins Kommentarfeld.
Ein Flaschengeist erfüllt dir einen Wunsch – welcher wäre das?
Mir fällt es wirklich schwer, mich für einen einzigen Wunsch zu entscheiden. Denn es bleibt immer die Frage: Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?
Wünsche ich mir Weltfrieden, so nobel und ehrenwert das auch ist, beseitigt das nicht die Ursachen. Die Menschen hauen sich die Köpfe dennoch ein, eben nur bissle anders, wie zum Beispiel mit Wirtschaftssanktionen, Einzelkämpfen wie Messerstechereien bei Glaubenskriegen, Parteien- und Machtkämpfen zum Beispiel Kontenschließung, Brandmarkung und Isolation.
Wünsche ich mir ein Ende von gesellschaftlicher Spaltung, beinhaltet das ebenso gleich mehrere Wünsche. Denn auch hier wäre es nur ein Kratzen am Lack. Gibt es die Spaltung nicht mehr, gibt es dennoch die, die spalten. Es würde bedeuten, weg mit den Parteien, weg mit der Brandmauer, weg mit den Religionen und ihrem Herrschaftsdenken, weg mit den Machtbesessenen, weg mit der Ideologie, weg mit dem erbärmlichen Neid, der Einfalt, Hörigkeit, Naivität und so weiter und so fort.
Ich überlege und glaube, dass ich umdenken muss, nämlich von den großen Dingen dieser Welt zu den kleinen gehen sollte. Denn wenn sich Menschen von ihrem Dschinn eine kleine für ihn wichtige Sache wünschen, wird die große Welt ein ganzes Stück heilen. Geht es dem Einzelnen gut, geht es den vielen anderen, dem Ganzen, gut. Auch hier zeigt sich, dass das eine das andere beeinflusst.
Was ich mir wünsche? Pssst 🤫 ich glaube, man soll es nicht laut aussprechen, sondern nur mit seinem Flaschengeist besprechen. Man sagt, es ginge sonst nicht in Erfüllung.
Wünsche Dir etwas Kleines. Am Ende wird es riesig.
Wir starten in den goldenen Oktober im wahrsten Sinne des des Wortes. Auch wenn die Prognosen weniger Sonne und weniger Temperaturen orakeln, erfreuen wir uns an diesem wunderschönen Herbsttag.
Mein Lieblingsmonat September schlich sich durch die Zeit, ohne von mir wie gewohnt die gebührende Aufmerksamkeit zu erhalten.
Ich scrollte durch meinen Bilderfundus auf dem Smartphone, um zu sehen, was sich in diesen dreißig Tagen so ereignet hat. Und selbst da musste ich feststellen, dass ich mit der von mir sonst bewusst gepflegten Galerie stiefmütterlich umging.
Ich will es probieren, den September 2026 zu reflektieren und nehme Dich dazu mit.
Die ersten wenigen Bilder im September machte ich am 03.09. Sie entstanden, als ich meine Kunstwerke einpackte, die ich mit zu unserer Ausstellung „ARTverwandt“ nach Brilon nehmen wollte. Ich schrieb bereits öfter von unserem Familienkunstprojekt „ARTverwandt“. Dieses Mal entschieden wir uns die Ausstellung nach unserem Namen zu verwenden.
Am 04.09. entstanden in Leipzig zwei Bilder, als ich Maria, meine Enkelin, an ihrem Atelier abholte, um gemeinsam nach Brilon zu reisen. Ich saß bereits hinter dem Steuer, als ich fix mein Telefon zückte. Flocke ist ihre Familienhündin und Maria verabschiedete sich von ihrem Partner. Die Ansicht der Karte ist ein Screenshot. Es zeigt den Weg von meinem Zuhause über Leipzig nach Brilon.
Der 05.09. war der Tag, an dem wir die Galerie aufbauten. Auch wenn die Synergien zwischen uns und der Inhaberin dieser Ausstellungsräume sich nicht fanden, konnten wir letztendlich doch eine recht gerundete Ausstellung installieren. An diesem Tag machte ich eine Aufnahme von zum gleichen Wochenende stattfindenden Stadtfest, das sich wahrscheinlich erst zum Abend füllen würde und eine Reihe von Bildern der fertigen Ausstellung. Aber auch hier hält sich die Menge in Grenzen.
Nach dem Aufbau der Ausstellung gönnten wir uns bei „Schnöggle“ ein ganz besonders schmackhaftes Eis. Eine schöne Idee ist das klitzekleine Eis zur Kostprobe am Espresso, statt eines Kekses oder einer anderen süßen kleinen Leckerei.
Am 06.09. war die Vernissage. Die Inhaberin dieser Ausstellungsräume setzte auf Zufallsbesucher und lud leider nicht gezielt ein. Diesen Fehler machten wir vor fünfzehn oder zwanzig Jahren und sammelten ausreichend Erfahrungen dabei. Wir wissen, wie es besser gehen kann. So unterhielten wir uns also mit der Künstlerin, die vor uns ausstellte und ihre Bilder abholte und mit der Künstlerin, die nach uns ausstellen wird und ihre Bilder brachte, zwei Gästen, die wir selbst am Vortag einluden, die Vermieter unserer Ferienwohnung, die uns besuchten sowie einer Künstlerin, die noch ein paar zwischengelagerte Bilder zusammenpackte und ins Auto lud. Wir brachten unsere eigene Musik JANISA mit und hielten selbst die Rede zur Vernissage, weil der Chefin die inhaltlichen Worte fehlten. Ab und an lief ein Besucher von der Straße durch die Tür. So verbrachten wir die Zeit, um ein paar Gruppenbilder zu machen.
Das ist die weibliche Basis unseres Familienkunstprojektes „ARTverwandt“. v.l.n.r. Kerstin: Schwester, Tante, Großtante – Petra: Schwester, Mama, Oma – Maria: Tochter, Enkelin, Großnichte – Isabel: Mama, Tochter, Nichte
Auf dem Gruppenbild sind außen links noch Rolf (Kerstins Ehepartner) und außen rechts Jànos (Isabels Partner) zu sehen.
Wir lernten einen wunderbaren, offenen, lebensbejahenden Menschen aus Warstein kennen. Carola begleitete uns an den zwei Tagen, wie auch an unserem Abbautag am 25.09.
Weiter geht es in meiner Bildergalerie auf dem Smartphone:
Das nächste Bild ist vom 10.09., wie ich faul auf dem Sessel in unserem Arbeitsraum / Atelier herumlungere.
Am 12.09. fanden wir endlich nach über einem Jahr den richtigen Platz für diese zwei Bretter-Kunstwerke einer lieben Künstlerkollegin.
Am 13.09. wollte ich einen Blogbeitrag schreiben. So machte ich ein paar Selfies. Ich schrieb ihn nicht.
Ich arbeite in der Woche noch zehn Stunden bei meinem einstigen und jetzigen Arbeitgeber. Am 14.09. entstanden diese Bilder. Ich machte sie für unsere Familiengruppe auf WhatsApp. Ich war noch sooo müde.
Am 16.09. inspirierte mich ein Film, den wir in schwarz-weiß sahen. Ich bin wirklich froh, dass die Farbfilme schon bald zum Standard wurden.
Am 25.09. holten wir die Kunstwerke in Brilon ab. Die Fotos machte ich auf der Autobahn. Die spätabendliche Wolkenbildung einen Tag vor Vollmond beeindruckte mich.
So ganz nebenbei über einen längeren Zeitraum häkelte ich aus Wollresten Luftmaschenketten, um diese wiederum zu Granny Squares zu verarbeiten. Daraus entstand ein kleiner dicker Teppich. Kater Flo mag ihn nicht. So wird er unter dem Schreibtisch in der kalten Jahreszeit unsere Füße warm halten. Die Bilder sind vom 26.09.
Am 26.09. begann ich, die Kunstwerke, die von der Ausstellung in Brilon zurück sind, aufzuräumen. Dazu diese Bilder:
Gestern, am 30.09. fotografierte ich einige Werke für meine Galerie auf dieser Webseite. Hast Du die Galerie-Buttons schon entdeckt? Du findest sie im Menue.
Dazu entstand unter anderem das Bild meines „Mitarbeiters“ Kater Flo.
Das waren schon alle Bilder, die ich im gesamten Monat September aufnahm. Es ist wirklich nicht erschöpfend.
Im gerade gestarteten Monat Oktober werde ich mich wieder bewusster auf das Schreiben meines Blogs und die bildliche Dokumentieren der aktuellen Zeit konzentrieren.
Denn natürlich, war mein September gefüllt mit unglaublich vielen Aktivitäten, die mich zum Teil auch mächtig erschöpften. Jetzt hat ein neuer Monat gestartet. Ich will mich nicht weiter im September aufhalten.
Ich wünsche allen einen wunderbaren Start in den goldenen Oktober 🍁🍂☀️
Bis zum nächsten Mal, herzlich Eure Petra Kolossa.
Wenn du dir jetzt sofort ein Tattoo stechen lassen müsstest: Was wäre es – und warum?
Vor einiger Zeit schrieb ich bereits einen Beitrag zum Thema Tattoo und Ihr kennt meine Abneigung.
Bereits bei dem Wörtchen müsstest stehen mir die Haare zu Berge. Ganz frei nach Tommy Jaud: „Einen Scheiß muss ich“.
Als ich die heutige Frage an uns Blogger las, war mein erster Gedanke: Mylady de Winter. Du erinnerst Dich an die Antagonistin in dem Roman „Die vier Musketiere“ von Alexandre Dumas? Ihr wurde auf der Schulter ein Brandmal verpasst. Eine Lilie. Diese Fleur-de-Lis wurden damals Verbrechern zur ewigen Erkennung auf der Haut eingebrannt.
Ein gruseliger Gedanke, der mir damals als junges Mädchen, als ich das Buch las, bereits Schmerzen bereitete. Zumal das Vergehen, für das sie das Ding verpasst bekam, zu ihren späteren fast lächerlich ist. Davon abgesehen, habe ich diese intelligente und schöne Frau bewundert. … Aber ich komme vom Thema ab.
Stimmt. Das ist kein Tattoo, sondern ein Brandmal. Früher hat man zum Beispiel Kühe mit einem Brandmal versehen, um denen eine Besitzzugehörigkeit zu verpassen. Später waren es Tätowierungen. Heutzutage bekommen sie Marken ins Ohr geklippt. Ich denke, dass die nächste Generation der Kennung Mikro-Chips oder ähnliches sein werden. Mit einer App auf dem Smartphone verbunden, könnten alle Daten zum Tier ausgelesen werden. Hm, vielleicht gibt es das auch schon. Das wäre in der heutigen Zeit eigentlich das „Normal“. Ich müsste mal recherchieren. Aber warum stehen die Kühe dann immer noch mit diesen hässlichen gelben Marken auf den Weiden?
Ich frage mich: Was kommt nach dem Tattoo-Wahn?
Es amüsiert mich immer, wenn ich Videoclips sehe, in denen mit viel Aufwand gezeigt wird, wie man mit speziellen Make-ups diese Stechwerke überdecken könne. Waren es einst ein, zwei oder drei solcher Kunstwerke auf der Haut, gibt es oftmals heute kaum noch Platz für ein letztes. Da würde wahrscheinlich ein kosmetisches Überdecken keinen Sinn ergeben.
Tja, was kommt danach? Womit werden perspektivisch die Menschen ihr Trendbewusstsein und ihre Zugehörigkeit dokumentieren wollen?
Ach ja die heutige Frage:
Ein Tattoo stechen? Sofort und das auch noch müssen? Nix da! Meine Haut wird nicht genadelt!
Habt einen guten Wochenstart. Bis zum nächsten Mal,
Wann hat dir ein fremder Mensch deinen Glauben an die Menschheit komplett zurückgegeben?
Die heutige Frage an uns Blogger malte etliche Fragezeichen auf meine Stirn.
Das erste: Habe beziehungsweise hatte ich überhaupt den Glauben an die Menschheit verloren? Das zweite: Welcher Fremde, soll mir diesen zurückgegeben haben; und dann auch noch komplett?
Der Mensch an sich sei gut, empathisch, lernfähig, friedlich und vernünftig, sagen die, die grundsätzlich an das Gute im Menschen stoisch glauben.
Ich sage immer, dass mir ein Mensch zunächst beweisen muss, dass er es nicht Wert ist, dass ich ihm vertraue. Da kommt es schon vor, dass es so ist, dass ich diesem Menschen mein Vertrauen verweigere. Nur: Betrifft das die Menschheit insgesamt? Nein.
Der Mensch sei von Natur aus empathisch. Es mag sein. Jedoch ist das, so glaube ich, keine angeborene Eigenschaft, sondern seine erfahrene Erziehung und Sozialisierung. Das Lebensumfeld formt den Menschen. Betrifft das die Menschheit insgesamt? Nein.
Der Mensch sei lernfähig. Das stimmt. Die Fähigkeit, zu lernen, wurde fast jedem Menschen auf seinem Weg ins Leben mitgegeben. Die Krux an der Sache ist, dass der Mensch gleichermaßen beeinflussbar ist. Er lässt sich oft von subtiler Suggestion lenken, zum handeln verleiten und gutgläubig irgendwelchen Ideologien nachzulaufen. Auch wenn mich das fast zur Verzweiflung bringt, betrifft das die Menschheit insgeamt? Nein.
Der Mensch sei friedlich. Ja, ganz sicher kommt ein Menschenwesen vollkommen mit Frieden im Herzen auf die Welt. Die meisten Menschen bleiben es in ihrem Leben auch. Aber auch hier kommt es darauf an, in welchem kulturellen und religiösen Umfeld ein Mensch geprägt wird. Betrifft das die Menschheit insgesamt? Nein.
Der Mensch sei vernünftig. Das ist aus meiner Sicht der schwierigste Punkt. Ist er das? Vielleicht entwickelt der Mensch im Laufe seines Lebens diese Vernunft. Da spielen alle anderen Faktoren mit rein. Kann der Mensch Zusammenhänge erkennen, kritisch denken, hinterfragen, logisch Entscheidungen treffen und dann sinnvoll und verantwortungsvoll handeln? Ja, er kann es. Oder besser: Er könnte es. Betrifft das die Menschheit insgesamt? Nein.
Ich habe niemals den Glauben an die Menschheit verloren.
Denn immer dann, wenn die Luft brennt, stehen die Menschen zusammen. Alle? Natürlich nicht.
Die „Menschheit“ ist ein fast abstrakter Begriff und ein großes Wort. Sorgen wir dafür, dass uns diese Menschheit nicht irgendwann als Spezies durch die Finger rinnt.