Übers Land

Du gehst auf eine Überlandreise. Reist du per Flugzeug, Bahn, Bus, Auto oder Fahrrad?

Ich muss ein wenig schmunzeln. Das Flugzeug schließt sich bei einer „Überlandreise“ aus. Die Erklärung liegt bereits im Wort.

Eine solche Reise geht über das Land, abenteuerlich in eher abgelegene Regionen. Ein robustes Fahrzeug, ein stabiles Fahrrad und gute, feste Schuhe wären hierbei meine Wahl.

Jedoch werde ich eine solche Tour auf keinen Fall unternehmen. Camping oder andere rustikale Wohnsituationen, wenn auch nur temporär, stressen mich. Und bei einer solchen Überlandreise, kommt man da wohl nicht drumrum 😉

Magst Du Überlandreisen?

Habt einen wunderbaren Tag.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Petra Kolossa.

Solche und solche

Wer ist die selbstbewussteste Person, die du kennst?

In meinem Leben traf ich etliche selbstbewusste Menschen. Lernte ich sie etwas näher kennen, bemerkte ich, dass sie charakterstark sind und genau wissen, was sie können. Die meisten von ihnen versprühen keine Arroganz. Sie haben es nicht nötig, sich über andere zu erheben. Derartige Menschen wertschätzen den anderen, stehen mit beiden Beinen im Leben und lernen immer wieder hinzu. Oftmals konnte ich beobachten, dass hinter einem selbstbewussten Menschen eine feinfühlige Seele steckt.

Aber heute werden wir nach der selbstbewusstesten Person, die wir kennen, gefragt. Und diese Person verbirgt sich nicht unter der eben genannten Gruppe.

Selbstbewusstsein muss nicht dringend mit Intelligenz verknüpft sein. Leider.

Die selbstbewussteste Person, die ich kenne, ist tatsächlich eine solche, auf die eben genau das zutrifft. Ich kenne einige von ihnen und alle verbindet eine ähnliche Charakteristik.

Es sind solche Menschen, bei denen sich jegliche Diskussion ausschließt, weil sie nie fruchten wird, da sie von sich und ihrer Meinung unabdingbar überzeugt sind. Je mehr sich eine solche Person in die Enge getrieben fühlt, desto lauter, bestimmter und zum Teil auch aggressiver wird sie. Man würde seine Energie abgeben, sein Gegenüber damit füttern und später sich abgesaugt, müde und leer fühlen. Es ist aus meiner Sicht vergebliche Liebesmühe, seinen Fokus auf sie zu lenken.

Ich frage mich in solchen Fällen immer: „Mein Gott, woher nimmt diese Person nur ihr Selbstbewusstsein.“ Ich lasse solche Leute, wenn möglich, in Ruhe und ziehe mich höflich zurück.

Konntest Du ähnliche Erfahrungen machen? Lasse es uns wissen und schreibe es doch einfach ins Kommentarfeld.

Bis zum nächsten Mal,

herzlich Eure Petra Kolossa.

Filme x-mal anschauen?

Welche Filme oder Fernsehserien hast du mehr als fünf Mal gesehen?

Keinen einzigen. Das kann ich mit Sicherheit sagen. Wenn ich einen Film mehrfach gesehen habe, aber niemals fünf mal oder gar noch mehr, wie „Sister Act“, „Cinderella 80“ oder Märchenfilme, so war es mit Kindern oder anderen gemeinsam, die den Film noch nicht sahen.

Wenn ich einen Film oder eine Serie sehe, tue ich es sehr intensiv. Ich bin also tief eingetaucht, komplett konzentriert und bei der Handlung und der filmischen Umsetzung. Es ist mir unerklärlich, warum ich mir einen gleichen Film fünf mal und mehr ansehen sollte.

Wahrscheinlich liegt es daran, weil ich kein Fernsehen schaue und das seit über fünfundzwanzig Jahren. Wenn ich einen Film sehe, tue ich es bewusst. Ich wähle einen Film aus, gehe ins Kino , nutze einen Datenträger oder streame einen.

Bei mir laufen keine Filme irgendwie nebenbei, wobei ich quatsche, Hausarbeit nebenher mache, am Mobilphone scrolle, telefoniere, oder, oder, oder. Da kann ich mir tatsächlich vorstellen, dass man einen Film fünf mal und mehr sehen muss, um sich die einzelnen Puzzleteile zusammenfügen zu können, um letztendlich einen gesamten schlüssigen Film vor Augen zu haben.

Sicherlich kann es lohnenswert sein, einen Film ein zweites, vielleicht ein drittes Mal zu sehen, um weitere Details zu entdecken, die man beim ersten Mal nicht bemerkte. Aber fünf mal und mehr? Nö.

Zu der heutigen Frage von WordPress an uns Blogger interessiert mich Deine Meinung. Vielleicht hast Du eine ganz andere? Schreibe es doch bitte einfach in das Kommentarfeld.

Habt einen wunderbaren Tag ☀️

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Ein klitzekleines bisschen

Bist du abergläubisch?

Ja, ein klein wenig.  Und Du?

Schuhe auf dem Tisch bringen Unglück, auch wenn sie noch so neu sind. Niemals würde ich das tun.

Schwarze Katze von links, da blinks. Schwarze Katze von rechts, da pechts. Nun gut, das nehme ich zur Kenntnis, glaube jedoch  nicht daran. Ich liebe schwarze Katzen.

Beim Begrüßen oder Verabschieden von mehreren Leuten achte ich peinlich darauf, dass sich die Hände niemals mit anderen überkreuzen. Es soll wohl Unglück bringen.

Die Zahl 13 soll Unglück bringen. Ich glaube, sie bringt eher Glück. In Kombination mit einem Freitag soll das Pech noch verstärkt werden. Morgen ist wieder ein Freitag der 13., so, wie auch im letzten Monat. Ja, natürlich, ich nehme das wahr, wie wahrscheinlich fast alle von uns. Dennoch glaube ich nicht daran.

Eine liebe Bekannte aus dem Schwarzwald schenkte mir vor langer Zeit einen Bergkristall. Sie meinte, er würde das „Böse“ abwenden, wenn ich diesen ins Fenster lege. Er liegt von anfang an auch in unserer neuen Wohnung dort. Wer weiß, was geschieht, wenn ich den von dort wegnehme?!

Die ersten sechs Lebensjahre wuchs ich bei meiner Omi auf. Immer wenn sie ein Käuzchen in der Nacht hörte, sagte sie: „Horch, Mausi, das Käuzchen ruft. Bald stirbt wieder jemand.“ Ich mag den Ruf dieses kleinen Eulenvogels bis heute nicht, weil ich immer etwas Trauriges damit assoziiere.

Das ist eine kleine Aufzählung von Dingen, die mir spontan einfielen.

Bist Du ein wenig abergläubisch?

Schreib es einfach ins Kommentarfeld 😊

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Auf vier Pfoten

Mit welchem Tier würdest du dich vergleichen und warum?

Mit einem schwarzen Panther, hätte ich als junge Frau sofort geantwortet. Inzwischen sind etliche Jahre durchs Land gegangen und ich fühle mich wahrlich nicht mehr, wie ein geschmeidiger schwarzer Panther.

Heute vergleiche ich mich mit einem Bernhardiner. Seine Wesenszüge entsprechen nun eher den meinen.

Man sagt ihnen nach, sie seien eher leise, gutmütig, feinfühlig und strahlen Ruhe aus. Sie brauchen ihren täglichen Spaziergang und sie seien gemütlich, sehr aufmerksam und nicht aggressiv. Nun ja, sie seien stur und haben einen ausgeprägten Willen.

Sie vertragen Hitze nicht gut, haaren stark und müssen wegen ihrer Gelenke vor Belastungen geschützt werden.

Tja, was soll ich sagen? Jeder Punkt passt. Wäre ich kein Mensch, so wäre ich wahrscheinlich ein Bernhardiner, eine uralte Rasse vom St. Bernhard, aus den Schweizer Alpen 😉

Bis zum nächsten Mal.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Einen Punkt habe ich ausgelassen. Bernhardiner sappeln … Definitiv: Das trifft nicht zu 😅

Geplapper mit meinem alten Ich

Schreibe einen Brief an dein 100-jähriges Ich.

Hey Du, mein altes Ich. Deine liebe Post erhielt ich vor ein paar Tagen. Ich habe mich riesig gefreut, als ich meinen digitalen Posteingang prüfte und Deine Zeilen vorfand. Heute nun endlich will auch ich Dir ein paar Zeilen senden.

Es ist wirklich toll, dass Du Dich der rasanten technischen und digitalen Entwicklung nicht verweigerst und all das nutzt, was Dir Dein Leben leichter macht. Deine Hände wollen den Stift nicht mehr ruhig halten. Du sprichst Deine Briefe einfach in das Mikrofon. Den Rest macht Deine App. Weißt Du, dass ich früher nie solche langen und interessanten Briefe von Dir erhalten habe? Das ist keine Kritik. Ich bin stolz auf Dich, dass Du Deinen Alltag so gut meisterst.

Wenn Du meinen Brief bekommen hast, denke bitte daran, die Schrift zu vergrößern, damit Du besser lesen kanst. Du weißt ja wie es geht. Wenn’s nicht so gut klappt, rufe mich einfach an. Ich helfe Dir dabei. Schließlich kann man sich nicht alles merken.

Wer weiß, wie fit ich in gut dreißig Jahren sein werde. Ich bin wirklich froh, dass die Medizin inzwischen richtig gut ist. Diese Drei-Klassen-Medizin war doch ein Elend. Mensch ist Mensch. Ein einziges gesundheitliches Versorgungssystem brachte den Sinn der Medizin zurück. Wir werden ganz sicher Deinen nächsten runden Geburtstag feiern können.

Ach ja, worum ich Dich bitten wollte, Du musst mir unbedingt zeigen, wie Du das tolle Häkelmuster für die Küchengardine gemacht hast, die Du mir zu meinem Geburtstag geschickt hast. Ich staune wirklich, dass Dir Deine Hände so gut bei den Handarbeiten gehorchen. Ich bin begeistert.

Du fragtest mich, ob ich mein Buch mit autobiographischen Zügen fertigstellen konnte. Nein, mein liebes altes Ich, noch immer habe ich es nicht geschafft. Fast schäme ich mich dafür. Ich möchte viel stärker und konsequenter sein. Immer wieder bremst mich etwas aus.

Aber die Vorbereitungen zur Galerie-Ausstellung mit Deinem künstlerischen Lebenswerk steht vor dem Abschluss. Das mediale Interesse ist unglaublich groß. Es wird eine großartige Ausstellung sein. Da bin ich mir sicher. Hoffentlich geht es Dir am Tag der Vernissage gut und Du kannst dabei sein.

Und was ich Dir noch erzählen wollte …

Einhundert Jahre alt zu werden ist eine große Herausforderung. Klopfen doch die Zipperlein hier und da bereits heute an der Tür. Ich wünsche mir insbesondere auch im (hoffentlich) hohen Alter einen fitten Kopf und klaren Verstand zu haben. 

So, für heute genug geplappert.

Bis zum nächstten Mal,

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Vom Kind zur Frau

Welchen Rat würdest du deinem Teenager-Ich geben?

Das ist eine wirklich interessante Frage. Zumal sie aus der heutigen Sicht betrachtet wird. Den heutigen Lebenserfahrungen, der heutigen Gesellschaftsform, denn auch diese veränderte sich.

Hinzu konmt, dass die wenigen Jahre zwischen dem dreizehnten und neunzehnten Lebensjahr, also den Teenagerjahren, eine unglaublich große Entwicklungsspanne junger Menschen ist. Es ist der Weg vom Kind zum Erwachsenen.

Diese Zeit prägte mich unglaublich stark. Noch heute, nach fünfzig  Jahren, habe ich hin und wieder an den verbliebenen Phantomschmerzen zu knabbern.

Einen Rat darf ich meinem Teenager-Ich geben: „Vergiss nie: Du bist ein wunderbarer Mensch. Bewahre Deine Seele. Ganz gleich, wohin Du auch gehen wirst, gehe mit Deinem ganzen Herzen.“

Der Leitgedankte von Konfuzius: „Wohin Du auch gehst, gehe mit Deinem ganzen Herzen.“ begleitet auch diesen, meinen Blog.

Das Bild ist ein Schnappschuss von heute. Denn, als ich Teenager war, hatten die allerwenigsten Leute eine Farbbildkamera. Deshalb wählte ich diesen Filter.

Was würdest Du Deinem Teenager-Ich raten?

Bis zum nächsten Mal. Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Pünklich, wie die Bahn: Das Wetter

Huch, auf den Wetterbericht ist, wie auf „Die Bahn“, Verlass. Heute am Morgen rieb ich mir ungläubig die Augen. Fiel doch nicht etwa achtundvierzig Stunden später pünktlich der prognostizierte Schnee.

Seit Monaten beobachte ich verschiedene Wettervorhersagen und vergleiche diese mit der Realität. Mir ist es unbegreiflich, weshalb Wetterprognosen nicht mehr für wenigstens drei Tage möglich sein sollen. Vielleicht sollten wir doch lieber einen Frosch befragen oder einen tiefen Blick in die Glaskugel werfen.

Absurd sind die theatralisch vorgetragenen Erklärungen der wetterschlauen Interpreten an den kunterbunten digitalen Wetterkarten im Fernsehen, die auch im großen word wide web zu sehen sind. Wie wird das Wetter im März? Wie wird der Sommer 2026? Tja, wie wohl? Das Beste ist, wir schauen am Morgen vor die Haustür, halten mal den Finger in die Luft, um die Windrichtung zu prüfen, atmen tief durch, um die „gefühlte“ Temperatur festzustellen und schon wissen wir Bescheid. Ich denke, so ähnlich tut das wohl inzwischen fast jeder.

Die für die meisten Menschen langweiligste Information im Radio und Fernsehen, waren die Wasserstandsmeldungen oder Meldungen der Pegelstände. Irgendwann 2015 oder 2016 wurden diese Meldungen eingestellt. Wahrscheinlich, weil  man bemerkte, dass sich jeder, der diese brauchte aus dem Netz ziehen kann.

Die theatralischen aufgeladenen Wetter-Sketche haben sich aus meiner Sicht selbst als ad absurdum geführt.

Ich gehe davon aus, dass es gute Wetterprognosen geben wird. Dabei denke ich zum Beispiel an den Flugverkehr, Schifffahrt, Transportwesen und so weiter.

Macht es doch einfach wie mit den Pegelständen, wobei diese wahrscheinlich genau waren. Spart Euch die Fernsehvorträge und gebt den Leuten den Einblick in fundierte Prognosen.

Bis dahin werde ich mich mit „Grete“ verbünden und die Wetterlage einfach erahnen 😉

Kennst Du eine wirklich gute Wetter-App?

Bis zum nächsten Mal, Eure Petra Kolossa.

Die Künstlerin Theresia Hillebrand erschuf  meine „Grete“.

Ein Tag mit nix

Heute ist einer dieser Tage, die nicht Tag werden wollen. Dunkle, schwere, schneeträchtige Wolken hängen über uns, die sich hoffentlich bald leeren werden. Die Wetterprognosen ändern sich fast stündlich. Soeben schaute ich noch noch einmal. Sollte es doch heute bereits um zehn Uhr, dann um zwölf, dann um dreizehn, dann vierzehn, schließlich um achtzen Uhr aber nun soll es wohl um neunzehn Uhr schneien. Wir können keinen Tag korrekt das Wetter vorhersagen. Aber wir glauben zu wissen, wie das Klima in fünfzig Jahren sein wird. Nun gut, ich werde morgen früh sehen, ob ich in eine erfrischende Winterlandschaft schauen werde.

Die Müdigkeit hängt mir wie Blei auf meinem Körper. Eigentlich wollte ich dies und das und noch so viel mehr tun. Ich kann mich nicht aufrappeln. Mir fehlt die Konzentration. Es zieht mir die Augen zu. Total verrückt! Was ist das nur für ein Samstag?

Kennst Du solche Tage, an denen nichts wirklich geht?

Inzwischen machte ich Abendessen. Ich sah in die Wettervorhersage. Der Schnee soll nun um dreiundzwanzig Uhr kommen.

Ich werde mich jetzt einfach bettfein machen, noch ein paar Seiten lesen bis mir die Augen zufallen.

Morgen ist ein neuer, frischer, gereinigter, lebendiger Tag. Ganz sicher! 😉

Bis morgen ✨️

Petitesse – Randnotiz – 2026-01-23

Beschmutze nicht Dein eigenes Nest!

Es ist ein Selbstverständnis, so glaubte ich bisher. Ein ungeschriebenes globales Gesetz, das so etwas, wie Ehre, Stolz und Liebe mit sich führt.

Nur charakterschwache, eitle, blasierte, selbstgefällige Menschen erheben sich über andere und führen diese vor Fremden vor.

So geschehen auf dem World Economic Forum 2026 in Davos.

Noch nie habe ich erlebt, dass ein Staatsoberhaupt sein eigenes Volk vorführt oder sich gar über seine Landsleute beklagt. Und das Ganze außerhalb seiner Staatsgrenzen in einem anderen Land.

Im Gegenteil, diese sprechen von ihren großartigen Landsleuten, fleißigen, starken Menschen und so weiter.

Was macht der deutsche Bundeskanzler? Er beschwert sich auf dem World Economic Forum vor allen hohen Staatsrepräsentanten über die Faulheit der Deutschen. Sie würden zu wenig arbeiten. Wo doch die Schweizer zweihundert Stunden mehr im Jahr arbeiten. Er hinterfragt es polemisch, sinngemäß, ob denn die Genetik der Deutschen so viel anders sei. Als ich das hörte, wuchs mein Groll noch mehr an.

Ganz am Rande möchte ich erwähnen, dass zweihundert Stunden im Jahr etwa vierzig Minuten pro Tag länger arbeiten bedeutet. Die Schweizer haben grob gerundet durchschnittlich 1500 Euro mehr monatliches Netto-Einkommen, als die Deutschen. Hinzu kommen die wesentlich geringeren Steuerlasten für die Bürger. In Deutschland zahlt ein Alleinstehender 47,8 % Steuern, in der Schweiz 23,4 %. Oder das Beispiel einer Familie, also zwei Erwachsene und zwei Kinder: In Deutschland 40,8 % und in der Schweiz 17,7 %. Hier könnt Ihr gern nachlesen.

Unserem Bundeskanzler scheinen die faulen Deutschen seit kurzem als Sündenböcke in den Sinn gekommen sein. Die, die ständig blau machen und sich krankschreiben lassen, die faulen Säcke, die nicht ausreichend Stunden schrubben, die Alten, die mal nicht so faul ihre Rente einsacken, sondern sich weiter irgendwo verdingen sollten.

So referierte er neulich auf innerdeutschen Veranstaltungen und ereiferte sich darüber. Auch das ist nicht die feine englische Art. Aber soll er sich von mir aus, seinen aufgestauten Frust von der Seele reden. Jedoch ein internationales Treffen der Weltelite zu nutzen, und sich über sein eigenes Volk zu beschweren und dieses als faul vorzuführen, macht mich mehr als sprachlos.

Wenn wir manches Mal im Spaß sagen: Lehrer ohne Schüler wäre ein entspannter Job oder Verkäufer ohne Kunden und so weiter, denke ich, unser Bundeskanzler wäre glücklich, ein König ohne Volk zu sein. Nur wer wäre dann der Sündenbock für all den Trödel, für all das, was nicht rund läuft?