Ein Flaschengeist erfüllt dir einen Wunsch – welcher wäre das?
Mir fällt es wirklich schwer, mich für einen einzigen Wunsch zu entscheiden. Denn es bleibt immer die Frage: Was war zuerst da? Die Henne oder das Ei?
Wünsche ich mir Weltfrieden, so nobel und ehrenwert das auch ist, beseitigt das nicht die Ursachen. Die Menschen hauen sich die Köpfe dennoch ein, eben nur bissle anders, wie zum Beispiel mit Wirtschaftssanktionen, Einzelkämpfen wie Messerstechereien bei Glaubenskriegen, Parteien- und Machtkämpfen zum Beispiel Kontenschließung, Brandmarkung und Isolation.
Wünsche ich mir ein Ende der gesellschaftlicher Spaltung, beinhaltet das ebenso gleich mehrere Wünsche. Denn auch hier wäre es nur ein Kratzen am Lack. Gibt es die Spaltung nicht mehr, gibt es dennoch die, die spalten. Es würde bedeuten, weg mit den Parteien, weg mit der Brandmauer, weg mit den Religionen und ihrem Herrschaftsdenken, weg mit den Machtbesessenen, weg mit der Ideologie, weg mit dem erbärmlichen Neid, der Einfalt, Hörigkeit, Naivität und so weiter und so fort.
Ich überlege und glaube, dass ich umdenken muss, nämlich von den großen Dingen dieser Welt zu den kleinen gehen sollte. Denn wenn sich Menschen von ihrem Dschinn eine kleine für ihn wichtige Sache wünschen, wird die große Welt ein ganzes Stück heilen. Geht es dem Einzelnen gut, geht es den vielen anderen, dem Ganzen, gut. Auch hier zeigt sich, dass das eine das andere beeinflusst.
Was ich mir wünsche? Pssst 🤫 ich glaube, man soll es nicht laut aussprechen, sondern nur mit seinem Flaschengeist besprechen. Man sagt, es ginge sonst nicht in Erfüllung.
Wünsche Dir etwas Kleines. Am Ende wird es riesig.
Wir starten in den goldenen Oktober im wahrsten Sinne des des Wortes. Auch wenn die Prognosen weniger Sonne und weniger Temperaturen orakeln, erfreuen wir uns an diesem wunderschönen Herbsttag.
Mein Lieblingsmonat September schlich sich durch die Zeit, ohne von mir wie gewohnt die gebührende Aufmerksamkeit zu erhalten.
Ich scrollte durch meinen Bilderfundus auf dem Smartphone, um zu sehen, was sich in diesen dreißig Tagen so ereignet hat. Und selbst da musste ich feststellen, dass ich mit der von mir sonst bewusst gepflegten Galerie stiefmütterlich umging.
Ich will es probieren, den September 2026 zu reflektieren und nehme Dich dazu mit.
Die ersten wenigen Bilder im September machte ich am 03.09. Sie entstanden, als ich meine Kunstwerke einpackte, die ich mit zu unserer Ausstellung „ARTverwandt“ nach Brilon nehmen wollte. Ich schrieb bereits öfter von unserem Familienkunstprojekt „ARTverwandt“. Dieses Mal entschieden wir uns die Ausstellung nach unserem Namen zu verwenden.
Am 04.09. entstanden in Leipzig zwei Bilder, als ich Maria, meine Enkelin, an ihrem Atelier abholte, um gemeinsam nach Brilon zu reisen. Ich saß bereits hinter dem Steuer, als ich fix mein Telefon zückte. Flocke ist ihre Familienhündin und Maria verabschiedete sich von ihrem Partner. Die Ansicht der Karte ist ein Screenshot. Es zeigt den Weg von meinem Zuhause über Leipzig nach Brilon.
Der 05.09. war der Tag, an dem wir die Galerie aufbauten. Auch wenn die Synergien zwischen uns und der Inhaberin dieser Ausstellungsräume sich nicht fanden, konnten wir letztendlich doch eine recht gerundete Ausstellung installieren. An diesem Tag machte ich eine Aufnahme von zum gleichen Wochenende stattfindenden Stadtfest, das sich wahrscheinlich erst zum Abend füllen würde und eine Reihe von Bildern der fertigen Ausstellung. Aber auch hier hält sich die Menge in Grenzen.
Nach dem Aufbau der Ausstellung gönnten wir uns bei „Schnöggle“ ein ganz besonders schmackhaftes Eis. Eine schöne Idee ist das klitzekleine Eis zur Kostprobe am Espresso, statt eines Kekses oder einer anderen süßen kleinen Leckerei.
Am 06.09. war die Vernissage. Die Inhaberin dieser Ausstellungsräume setzte auf Zufallsbesucher und lud leider nicht gezielt ein. Diesen Fehler machten wir vor fünfzehn oder zwanzig Jahren und sammelten ausreichend Erfahrungen dabei. Wir wissen, wie es besser gehen kann. So unterhielten wir uns also mit der Künstlerin, die vor uns ausstellte und ihre Bilder abholte und mit der Künstlerin, die nach uns ausstellen wird und ihre Bilder brachte, zwei Gästen, die wir selbst am Vortag einluden, die Vermieter unserer Ferienwohnung, die uns besuchten sowie einer Künstlerin, die noch ein paar zwischengelagerte Bilder zusammenpackte und ins Auto lud. Wir brachten unsere eigene Musik JANISA mit und hielten selbst die Rede zur Vernissage, weil der Chefin die inhaltlichen Worte fehlten. Ab und an lief ein Besucher von der Straße durch die Tür. So verbrachten wir die Zeit, um ein paar Gruppenbilder zu machen.
Das ist die weibliche Basis unseres Familienkunstprojektes „ARTverwandt“. v.l.n.r. Kerstin: Schwester, Tante, Großtante – Petra: Schwester, Mama, Oma – Maria: Tochter, Enkelin, Großnichte – Isabel: Mama, Tochter, Nichte
Auf dem Gruppenbild sind außen links noch Rolf (Kerstins Ehepartner) und außen rechts Jànos (Isabels Partner) zu sehen.
Wir lernten einen wunderbaren, offenen, lebensbejahenden Menschen aus Warstein kennen. Carola begleitete uns an den zwei Tagen, wie auch an unserem Abbautag am 25.09.
Weiter geht es in meiner Bildergalerie auf dem Smartphone:
Das nächste Bild ist vom 10.09., wie ich faul auf dem Sessel in unserem Arbeitsraum / Atelier herumlungere.
Am 12.09. fanden wir endlich nach über einem Jahr den richtigen Platz für diese zwei Bretter-Kunstwerke einer lieben Künstlerkollegin.
Am 13.09. wollte ich einen Blogbeitrag schreiben. So machte ich ein paar Selfies. Ich schrieb ihn nicht.
Ich arbeite in der Woche noch zehn Stunden bei meinem einstigen und jetzigen Arbeitgeber. Am 14.09. entstanden diese Bilder. Ich machte sie für unsere Familiengruppe auf WhatsApp. Ich war noch sooo müde.
Am 16.09. inspirierte mich ein Film, den wir in schwarz-weiß sahen. Ich bin wirklich froh, dass die Farbfilme schon bald zum Standard wurden.
Am 25.09. holten wir die Kunstwerke in Brilon ab. Die Fotos machte ich auf der Autobahn. Die spätabendliche Wolkenbildung einen Tag vor Vollmond beeindruckte mich.
So ganz nebenbei über einen längeren Zeitraum häkelte ich aus Wollresten Luftmaschenketten, um diese wiederum zu Granny Squares zu verarbeiten. Daraus entstand ein kleiner dicker Teppich. Kater Flo mag ihn nicht. So wird er unter dem Schreibtisch in der kalten Jahreszeit unsere Füße warm halten. Die Bilder sind vom 26.09.
Am 26.09. begann ich, die Kunstwerke, die von der Ausstellung in Brilon zurück sind, aufzuräumen. Dazu diese Bilder:
Gestern, am 30.09. fotografierte ich einige Werke für meine Galerie auf dieser Webseite. Hast Du die Galerie-Buttons schon entdeckt? Du findest sie im Menue.
Dazu entstand unter anderem das Bild meines „Mitarbeiters“ Kater Flo.
Das waren schon alle Bilder, die ich im gesamten Monat September aufnahm. Es ist wirklich nicht erschöpfend.
Im gerade gestarteten Monat Oktober werde ich mich wieder bewusster auf das Schreiben meines Blogs und die bildliche Dokumentieren der aktuellen Zeit konzentrieren.
Denn natürlich, war mein September gefüllt mit unglaublich vielen Aktivitäten, die mich zum Teil auch mächtig erschöpften. Jetzt hat ein neuer Monat gestartet. Ich will mich nicht weiter im September aufhalten.
Ich wünsche allen einen wunderbaren Start in den goldenen Oktober 🍁🍂☀️
Bis zum nächsten Mal, herzlich Eure Petra Kolossa.
Wenn du dir jetzt sofort ein Tattoo stechen lassen müsstest: Was wäre es – und warum?
Vor einiger Zeit schrieb ich bereits einen Beitrag zum Thema Tattoo und Ihr kennt meine Abneigung.
Bereits bei dem Wörtchen müsstest stehen mir die Haare zu Berge. Ganz frei nach Tommy Jaud: „Einen Scheiß muss ich“.
Als ich die heutige Frage an uns Blogger las, war mein erster Gedanke: Mylady de Winter. Du erinnerst Dich an die Antagonistin in dem Roman „Die vier Musketiere“ von Alexandre Dumas? Ihr wurde auf der Schulter ein Brandmal verpasst. Eine Lilie. Diese Fleur-de-Lis wurden damals Verbrechern zur ewigen Erkennung auf der Haut eingebrannt.
Ein gruseliger Gedanke, der mir damals als junges Mädchen, als ich das Buch las, bereits Schmerzen bereitete. Zumal das Vergehen, für das sie das Ding verpasst bekam, zu ihren späteren fast lächerlich ist. Davon abgesehen, habe ich diese intelligente und schöne Frau bewundert. … Aber ich komme vom Thema ab.
Stimmt. Das ist kein Tattoo, sondern ein Brandmal. Früher hat man zum Beispiel Kühe mit einem Brandmal versehen, um denen eine Besitzzugehörigkeit zu verpassen. Später waren es Tätowierungen. Heutzutage bekommen sie Marken ins Ohr geklippt. Ich denke, dass die nächste Generation der Kennung Mikro-Chips oder ähnliches sein werden. Mit einer App auf dem Smartphone verbunden, könnten alle Daten zum Tier ausgelesen werden. Hm, vielleicht gibt es das auch schon. Das wäre in der heutigen Zeit eigentlich das „Normal“. Ich müsste mal recherchieren. Aber warum stehen die Kühe dann immer noch mit diesen hässlichen gelben Marken auf den Weiden?
Ich frage mich: Was kommt nach dem Tattoo-Wahn?
Es amüsiert mich immer, wenn ich Videoclips sehe, in denen mit viel Aufwand gezeigt wird, wie man mit speziellen Make-ups diese Stechwerke überdecken könne. Waren es einst ein, zwei oder drei solcher Kunstwerke auf der Haut, gibt es oftmals heute kaum noch Platz für ein letztes. Da würde wahrscheinlich ein kosmetisches Überdecken keinen Sinn ergeben.
Tja, was kommt danach? Womit werden perspektivisch die Menschen ihr Trendbewusstsein und ihre Zugehörigkeit dokumentieren wollen?
Ach ja die heutige Frage:
Ein Tattoo stechen? Sofort und das auch noch müssen? Nix da! Meine Haut wird nicht genadelt!
Habt einen guten Wochenstart. Bis zum nächsten Mal,
Wann hat dir ein fremder Mensch deinen Glauben an die Menschheit komplett zurückgegeben?
Die heutige Frage an uns Blogger malte etliche Fragezeichen auf meine Stirn.
Das erste: Habe beziehungsweise hatte ich überhaupt den Glauben an die Menschheit verloren? Das zweite: Welcher Fremde, soll mir diesen zurückgegeben haben; und dann auch noch komplett?
Der Mensch an sich sei gut, empathisch, lernfähig, friedlich und vernünftig, sagen die, die grundsätzlich an das Gute im Menschen stoisch glauben.
Ich sage immer, dass mir ein Mensch zunächst beweisen muss, dass er es nicht Wert ist, dass ich ihm vertraue. Da kommt es schon vor, dass es so ist, dass ich diesem Menschen mein Vertrauen verweigere. Nur: Betrifft das die Menschheit insgesamt? Nein.
Der Mensch sei von Natur aus empathisch. Es mag sein. Jedoch ist das, so glaube ich, keine angeborene Eigenschaft, sondern seine erfahrene Erziehung und Sozialisierung. Das Lebensumfeld formt den Menschen. Betrifft das die Menschheit insgesamt? Nein.
Der Mensch sei lernfähig. Das stimmt. Die Fähigkeit, zu lernen, wurde fast jedem Menschen auf seinem Weg ins Leben mitgegeben. Die Krux an der Sache ist, dass der Mensch gleichermaßen beeinflussbar ist. Er lässt sich oft von subtiler Suggestion lenken, zum handeln verleiten und gutgläubig irgendwelchen Ideologien nachzulaufen. Auch wenn mich das fast zur Verzweiflung bringt, betrifft das die Menschheit insgeamt? Nein.
Der Mensch sei friedlich. Ja, ganz sicher kommt ein Menschenwesen vollkommen mit Frieden im Herzen auf die Welt. Die meisten Menschen bleiben es in ihrem Leben auch. Aber auch hier kommt es darauf an, in welchem kulturellen und religiösen Umfeld ein Mensch geprägt wird. Betrifft das die Menschheit insgesamt? Nein.
Der Mensch sei vernünftig. Das ist aus meiner Sicht der schwierigste Punkt. Ist er das? Vielleicht entwickelt der Mensch im Laufe seines Lebens diese Vernunft. Da spielen alle anderen Faktoren mit rein. Kann der Mensch Zusammenhänge erkennen, kritisch denken, hinterfragen, logisch Entscheidungen treffen und dann sinnvoll und verantwortungsvoll handeln? Ja, er kann es. Oder besser: Er könnte es. Betrifft das die Menschheit insgesamt? Nein.
Ich habe niemals den Glauben an die Menschheit verloren.
Denn immer dann, wenn die Luft brennt, stehen die Menschen zusammen. Alle? Natürlich nicht.
Die „Menschheit“ ist ein fast abstrakter Begriff und ein großes Wort. Sorgen wir dafür, dass uns diese Menschheit nicht irgendwann als Spezies durch die Finger rinnt.
Seit über zwölf Jahren schreibe ich meinen Blog. Seit dem März 2014, das ist zwanzig Jahre später, als der allererste Blog, ein digitales Tagebuch, in die Welt gesendet wurde. Ein Student gestaltete eine persönliche Webseite und schrieb seine täglichen Zeilen, die online gingen.
Schon zwei, drei Jahre später griffen diese Idee viele andere auf und schickten ihre Gedanken und ihr ganz normales Leben in derartigen Tagebüchern um die Welt. Welch eine Bereicherung! Wir alle konnten daran teilhaben und das Leben auf unserem Globus aus der Sicht von Menschen wie Du und ich kennenlernen. Auch dadurch lernten wir, die vorab eingeordneten und glattgeschliffenen Reportagen und Beiträge der Journalisten besser zu verstehen, können es hinterfragen und unser eigenes Bild dazu machen.
Diese Tagebücher nannte man Weblog, später dann gekürzt in Blog.
Es dauerte keine fünf Jahre und es wurden Plattformen entwickelt. Somit wurde es den Schreiberlingen, also den Bloggern einfacher gemacht, solche digitalen Tagebücher, Weblogs oder eben heute Blogs, ohne Programmierkenntnisse zu führen.
Das jedoch war auch der Startschuss für den Kommerz. Leider. Nur zehn Jahre später, nachdem das erste digitale Tagebuch in die Welt ging, vereinnahmten die, die diese Plattform rein kommerziell nutzen, die Idee der Blogs.
Blogs sind inzwischen zum großen Teil reine Verkaufsseiten, oder Sammelbecken für zusammengetragene Informationen von anderen kommerziellen Seiten zu einem Thema, sei es Elektronik, Pharma, Politik oder sonst etwas. Ach, und nicht zu vergessen die gefühlt Tausende Blogs, die uns ihr Superwissen überstülpen wollen. Ich meine die Berater, also die Coaches.
Ich bin eine „Old-School-Bloggerin“. Zum Warum schrieb ich vor zwei Jahren einen Beitrag. Da mich WordPress täglich daran erinnert, was ich am laufenden Tag in den vergangenen Jahren schrieb, fiel mir dieser heute in die Hände.
Hier ist der Link zu dem damaligen Beitrag. Klicke den einfach an, so kannst Du es lesen.
Mich interessiert die Entwicklung des Bloggens. Deshalb lese ich immer wieder Artikel dazu oder höre ausgesuchte Podcasts. Die Grundidee, regelmäßig zu bloggen, ob täglich, einmal in der Woche oder im Monat, ist geblieben. Jedoch wird derzeit empfohlen, zu wissen, worüber ich bloggen will und unbedingt eine Nische finden muss, die ich als Experte bedienen will. Es wird empfohlen, sich in der Nische aufzuhalten und qualitativ hochwertige Beiträge zu schreiben, die dem potentiellen Leser einen Mehrwert geben, damit er dann wiederum das angebotene Produkt erwirbt oder zum Beispiel ein Abo abschließt, um noch tiefgreifendere Blogbeiträge zu kaufen.
Die neuesten Empfehlungen gehen dahin, die Arbeit einer KI zu übergeben, die sich um alles kümmert. Das heißt, die Recherche vornimmt, die optimierten Blogbeiträge schreibt, die passenden Bilder erstellt, die potentiellen Interessenten prüft und so weiter.
Das heißt, man überrgibt die Themen, Details, Umfang, Zeitrahmen an die KI, überprüft das Ganze nach Fertigstellung und die KI kümmert sich um alles Weitere.
Wer Kunde bei einer Onlinebank ist, weiß, wovon ich spreche. Die KI ist unglaublich ausgeklügelt und die KI-Maschine Kundenservice unbestechlich. Es gibt keine Grauzonen. Das kann einen lebendigen noch nicht komplett abgestumpften Menschen in den Wahnsinn treiben.
Nö. Das will ich nicht. Und es freut mich umso mehr zu sehen, dass inzwischen immer mehr Blogger zum Ursprung zurückkehren. So, wie die Menschen wieder beginnen, Bücher zu lesen, so entwickelt sich das Bloggeschehen. Langsam, aber hoffentlich stetig.
Lasst uns unbedingt die Blogosphäre mit Herz, Verstand und viel Empathie füllen.
Wir Blogger sind jeder einzelne für sich ein Rädchen im Ganzen. Wir sind Zeitzeugen. Wir halten das ganz normale Leben mit unserer Tastatur fest, bevor es die KI verfrühstücken und weiter verarbeiten kann. Jeder an seinem Platz und an seinem Ort irgendwo auf diesem Planeten.
Im Jahr 2020 malte ich für eine Ausstellung im Deggenhausertal in Baden Württemberg das Bild „Im Tal der Liebe“. Es war eine Homage an diesen Veranstaltungsort, das von den Einheimischen auch als das Tal der Liebe bezeichnet wird.
„Tal der Liebe“ aus dem Jahr 2020. 80 x 120 x 2 cm, Acryl auf Leinwand
Gern wollte ich zur kommenden Ausstellung im September in Brilon einen lebhaften Blickfang im Pop-Art-Stil mitnehmen. Aber das Bild ist mit unserem kleinen „Adam“ nicht kompatibel. Es ist also eine logistische Herausforderung.
So entsschied ich mich dafür, ein ähnliches Bild im Kleinformat zu malen. Letztendlich entstand ein Diptychon. Beide Bilder sind 40 x 40 cm groß, also sehr viel kleiner, als das ursprüngliche Bild aus dem Jahr 2020.
„Liebe ist“, 2026. Diptychon je 30 x 30 x 2 cm, Acryl auf Leinwand.
Hier der Größenvergleich. Das erste Bild aus dem Jahr 2020 und die kleinen Schwestern, die ich erst vor wenigen Tagen malte.
Für Euch habe ich wieder den Entstehungsprozess in einem kurzen Video zusammengefasst.
Die Morgensonne und Kater Flo waren heute am zeitigen Sonntagmorgen ein eingeschworenes Team, um mir meinen Schlaf zu klauen.
Der Sonnenaufgang gegen halb sechs und das Aufstehen um diese Zeit ist ja OK. Aber nicht heute, am Sonntag und das nach dem gestrigen Filme-Marathon, das wir uns gönnten.
Eigentlich wollten wir uns nur den ersten Teil von insgesamt sechszehn ansehen. Aber dann war es so spannend, dass der zweite auch noch auf dem Laptop flimmern durfte. Und dieser hörte wiederum an einem spannenden Punkt auf. Aber an dieser Stelle siegte kurz nach Mitternacht die Vernunft. Ich freue mich schon auf den dritten Teil.
Du möchtest wissen, was wir uns da angeschaut haben? Es ist eine Serie, die in der Zeit von 1973 bis 1979 im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Ich sah diese Filme nie. In meinem eigenen Haushalt hatte ich damals noch kein Fernsehgerät. Da hätte ich wenigsten Teil zehn bis zum Serienende schauen können. Im elterlichen Haushalt war das TV am Abend für uns Töchter tabu.
Somit komme ich jetzt dazu, nach über fünfzig Jahren, mit meinen gesammelten Lebenserfahrungen und einer komplett auf den Kopf gestellten politischen Situation, diese Serie zu sehen.
Du weißt immer noch nicht, über welche Serie ich eigentlich rede? Es ist „Das unsichtbare Visier“. Die Filmmusik dazu hat sicher schon jeder von uns gehört. Diese komponierte Walter Kubiczeck und die ist wirklich legendär.
Ich mag Armin Müller-Stahl in der Hauptrolle. Er ist ein toller Schauspieler, auch wenn er ein steifer und ungelenker Tänzer ist, wie ich gestern beobachten konnte.
1977 übernahm dann Gunter Schoß ab dem zehnten Teil. Nachdem sein Vorgänger sich in der DDR eingeengt fühlte und letztendlich über einen Ausreiseantrag zwei Jahre später in die damalige BRD siedelte. Heute denkt der 95jährige darüber nach, in die USA auszuwandern, weil ihm das heutige Deutschland inzwischen suspekt ist. – Aber das nur am Rande.
Kennst Du diese DDR-Fernsehserie? Hast Du sie gesehen? Ich bin gespannt, was Du dazu erzählen kannst. Schreibe es doch einfach ins Kommentarfeld.
Der neue Monat hat sich heute Nacht mit Blitz und Donner laut krachend in den Verlauf unseres Jahres geschoben. Willkommen August!
Wir haben neunzehn Grad am frühen trüben, regnerischen Morgen. Ich staune. Denn nach den letzten heißen Tagen fühlt sich der laue Tagesstart fast kühl an.
Es ist ein Morgen, der mir Ruhe und Frieden schenkt. Möge der gesamte August so sein.
Genau jetzt entscheide ich mich, mich so zu verhalten, wie es die drei Affen tun. Nichts sehen, nichts hören, Klappe halten. Ich verweigere heute am Morgen die Realität über meinem Tellerrand. Den ganzen Trödel „da draußen“ will ich in diesem Augenblick nicht in mein Leben lassen.
Seit einem Jahr wohnen wir hier im wunderschönen Erzgebirge. Jeden Tag bin ich unendlich dankbar, hier sein zu dürfen.
So sah es vor einem Jahr noch aus. Das durch den Umzug erzeugte Chaos brachte mich wahrlich zur Verzweiflung. Ich erinnere mich daran, dass mir alles nicht schnell genug ging.
Wir verbrachten unsere Mahlzeiten und die freien Minuten auf der Terrasse. Zum Glück war es Sommer.
Irgendwann im Spätherbst normalisierte sich unser Leben.
Und heute, wenn ich am zeitigen Morgen auf die Terrasse trete und unsere Stück für Stück frisch angelegte kleine grüne Oase betrachte, weitet sich mein Herz.
An warmen Sommertagen schnappe ich mir die Kannen und gehe zur nahen Wasserstelle, um natürliches Wasser für die Pflanzen zu schöpfen. Früh am Morgen ist noch alles still. Ich genieße diese Zeit wahrlich.
Mit dem Smartphone habe ich ein paar Bilder für Euch gemacht:
Die Wasseroase für alle Bewohner unserer Wohnanlage.
Salbei im Hochbeet. Pfefferminze im Topf. Die Annemone haben wir mit der Wohnung übernommen. Sie ist wunderschön.
Im Hochbeet: Majoran, Pflücksalat, Rote Beete, Rucola, Kräuter
Schwarze Johannisbeere. Unsere Komposter im Hochbeet. Die Konstruktionen klappen viel besser, als wir dachten.
Am Flieder befestigten wir zur Freude der verschiedensten Vögel die Futterstelle. Im Hintergrund seht ihr die bereits genannte Wasserstelle. Gegenüber machten wir den Hang urbar. Unter dem Apfelbaum, der hoffentlich im kommenden Jahr die ersten Früchte tragen wird, platzierten wir eine Vogeltränke.
Ein paar wenige Samen des wilden Knoblauchs, der mit umgezogen ist … Ein Umzugshelfer holte diese aus seiner Hosentasche. Er habe den einfach abgezupft, bevor die Reise von Baden-Württember nach Sachsen ging, sagte er. An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis, nach einem Jahr nochmals mein herzlichstes Dankeschön an alle so fleißigen hilfreichen Hände zu richten. Ohne Euch hätten wir das niemals auf diese Weise bewältigen können. – Das letzte Bild sind Löwenmäulchen.
Dieses Silber mit leuchtendem Gelb gab uns meine Schwester. Greiskraut oder auch Silberblatt genannt. Und Lavendel, das ich so sehr liebe, pflanzten wir zwischen die Steine der Hangbefestigung.
Kulturbrombeeren, Heuchera und die bepflanzten Randsteine mit Lavendel. Ich freue mich schon, wenn diese im kommenden Jahr schöne Kissen entwickelt haben werden.
Noch ein paar Bilder vom Hang gegenüber unserer Terrasse.
Der komfortable Ein- und Ausgang unseres Seniorkaters Flo. Eine Johannisbeere und die Walderdbeeren entdeckten wir bereits im vergangenen Jahr. Wie schön, dass sie auch in diesem wiedergekommen sind.
Unsee beiden Hochbeete und das Zuhause für die Gartenstühle und Werkzeug.
Diese Rose war das erste Blühende, als wir damals im Mai hierher fuhren, um den Mietvertrag zu vollenden und die Wohnung zu übernehmen. Wir hüten und verwöhnen das zarte Geschöpf. Der Topf mit der Sukkulente durfte im Umzugswagen hierher reisen. Und unser alter Geldbaum steht in der Sommerfrische. Möge er sich erholen. Denn er nahm uns den Umzug ein bissle übel.
… ein letzter Blick am frühen Morgen, bevor die ☀️ um die Ecke kommt. Ich werde mir jetzt einen ☕️ bereiten.
Das sollte ein Foto werden. Es wurde versehentlich ein Sekunden-Video …
Heute nahm ich Euch auf eine Bilderreise in unsere nur wenige Quadratmeter goße grüne Oase mit. Ich bin davon überzeugt, dass es nicht viel braucht, sich einen solchen kleinen Platz zu schaffen, der uns guttut. Mag es der Balkon, die Terrasse oder ein Fensterbrett sein.