Was lange währt, wird gut

In meinem Kopf hat sich ein immens großer Bienenschwarm breitgemacht. Ein Tagesseminar via Zoom, ein Webinar, strengte mich unendlich an. Dabei war es ein Thema, das mich wirklich interessierte.

Vor langer Zeit, 2016, kaufte ich das Schreibprogramm »Papyrus-Autor«. Es war die Version 8. Ich betone das, weil die Entwickler inzwischen das elfte Update auf den Markt brachten. Es liegen also ein paar Jahre dazwischen. Das Schreibrogramm verspricht, mit unendlich praktischen Tools, dem Schreibenden durch das Planen und Entwickeln von Texten, Recherchieren, Lektorieren, Sortieren, Umwandeln der Texte, Archivieren und manch anderem Schmäckerle den Rücken für die kreative Arbeit freizuhalten. Nach zwei, drei Wochen beendete ich dieses Experiment. Mich überfrachtete das Tool, fraß Zeit und blockierte meinen Schreibfluss. Mit eingezogenem Schwanz wandte ich mich wieder »Word« zu.

Ich aktualisierte nun diese Software mit der Version 11 und ich glaubte, mich mit dem Programm zu versöhnen. Sicher, Ihr ahnt es. Ich gab genervt auf. Man sagt, es gebe keine Zufälle? Einen Tag später erhielt ich das Angebot für oben erwähntes Webinar. Ich zögerte keine Sekunde und meldete mich sofort an.

… und das hier ist der erste Text, den ich nach den anstrengenden Stunden vor dem Bildschirm-Webinar in meinem »Papyrus-Autor« schreibe. Jedoch: Eine beachtliche Zeit verbrachte ich damit, ein Recherche-Add-ons zu installieren, das sich mit dieser Software verknüpft. Es soll so einfach sein und mit nur wenigen Klicks ist alles getan, problemlos, effektiv und zeitsparend zu gebrauchen. Ein Tool, das mir wirklich wichtig ist und einige Zeit ersparen würde.

Es gelang mir bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Ich setzte wieder wertvolle Stunden in den Sand. Also warf ich das Handtuch und beschloss, es zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen.

Ich denke, das sind Erfahrungen, die jeder von uns bereits gesammelt hat. So toll diese ganze digitale Technik ist, so hat sie dennoch ihre Ecken und Kanten. Vielleicht sind diese Dinge auch nur kompliziert einfach. Und natürlich ist dabei der »Fehler 99«, nämlich das Wesen, das vor der Maschine »Personal Computer« sitzt, nicht zu unterschätzen 😉

Was lange währt wird gut. Hoffentlich!

Ich werde jetzt ganz banale Dinge tun, also fast nix machen 😊


Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Erzähle doch von Deinen Erfahrungen unten im Kommentarfeld.

12 von 12 – März 2022

Es ist März. Dieser Frühlingsmonat, der eigentlich zum großen Teil ein Wintermonat ist. Früher glaubte ich immer, wenn ich Geburtstag habe, ist Frühling. Meistens war jedoch Winter. Wenn nicht noch Schnee lag, so war es meistens ein hässlich kühler und nasser Tag. Erst als ich erwachsen war, begann ich zu akzeptieren, dass der Frühling eigentich erst im letzten Drittel des März beginnt, die kalte Jahreszeit in den Winterschlaf zu schicken. OK, dieser Winter war nun tatsächhlich kein Winter, wie er sein sollte. Auch wenn in den Nächten noch immer der Frost vorbeischaut, sind die Tage schön mild und sonnig.

Und gestern war schon der 12. März. Ihr wisst, wir Blogger halten in zwölf Bildern immer am zwölften des Monats fest, was uns im Laufe des Tages über den Weg gelaufen ist. Ganz gleich, wie wichtig oder wie unwichtig uns diese Tage erscheinen. Immer wenn ich diese Bilder des Tages reflektiere, denke ich so: Mein Gott, wen wird das interessieren? Momente eines total normalen Tages. Keine Höhepunkte, nichts Wesentliches … Also hier kommen die Bilder meines 12. März 2022 🙂

Der Samstagmorgen gehört ihm. Flo. Mein Auto findet bereits allein den Weg dorthin. Tierklinik! (Ich sollte eine Bonuskarte beantragen.) – Kater im Frühling 🌷😻- Bissverletzung 🙈 – Schon wieder Flo. Bei Bobby ist es gerade verheilt. Benny ist zum Glück etwas zurückhaltend …

Fix noch mein Frühstück gleich aus dem Shak-Becher. Hm, dieser stillose Plastikbechere eigentlich nur, wenn es ganz schnell sein muss. –  Nichts „muss“! Aber das ist ein anderes Thema.

Meine Lieblingsklinik seit 2011. Damals war sie noch eine private Klinik. Heute gehört sie zum Großkonzern Evidensia. Die Atmosphäre ist irgendwie stressiger. Aber viele der bereits damals Beschäftigten sind geblieben. Ich mag ihre Herzlichkeit.  Zwischenzeitlich war ich einige Male in der etwas näher gelegenen Klinik Anicura. Für das Bezahlen der der dortigen Rechnungen brauche ich einnen dritten Job. Und ich vermisste das Gewohnte. Also fahre ich lieber ein paar Kilometer weiter. –  Ich recherchierte soeben für ein paar Links. Dabei ist mir fast der Stift aus der Hand gefallen. Unglaublich! Evidensia gehört der Nesté-Gruppe mit 2300 Kliniken in 19 Ländern. Anicura gehört der Mars-Gruppe. Und auf gleiche Art und Weise teilt sich der Tierfutterrmarkt. Hier, in diesem Link könnt Ihr es nachlesen.

Wieder zu Hause. Flo ist versorgt. Am Montag haben wir einen nochmaligen Termin. Der Abzess muss geschnitten werden. Aber jetzt erst einmal Pause, Kaffee, die News lesen …

Das ist ein Screenshot aus dem Netz. Ich kann nicht sagen, wer dieses erstellte.  Es macht mich nachdenklich. Sehr sogar. Der Friedensnobelpreisträger kann tatsächlich auf ein rühmliches Ergebnis seiner Amtszeit zurückblicken. Sein Nachfolger muss sich da schämend verkriechen. Er hat es nicht geschafft, ein einziges Land in den kriegerischen Ruin zu treiben. Aber bleiben wir mal nur bei der Obama-Amtszeit. Also der Zeit, in der Internet und Social Media bereits vollumfänglich verfügbar waren. Wo sind die Menschen in unserem Land gewesen, die ihre Profilbilder mit den Flaggen der entsprechend überfallenen Länder solidarisch schmückten? Wo sind die Menschen gewesen, um massenhaft auf die Straße zu gehen und für die Freiheit dieser Länder, für das Wohl der dort lebenden Menschen zu demonstrieren? Wo sind die Menschen gewesen, die Spendenaktionen organisierten? Erst, als alles zu spät war, sich die Kriegstreiber zurückzogen und ein komplett menschliches und wirtschaftliches Chaos hinterliesen, erst, als die Menschen in Massen flohen und Europa überschwemmten. Erst dann, als die Medien tönten, wie herzlich diese Leute aufgenommen werden sollen. Erst dann! Erst dann standen sie an den Straßenrändern und warfen Teddybären …  – Ich bemerke soeben, dass ich mich wieder verdammt ärgere und lasse das mal so im Raum zum Nachdenken stehen.
Welch eine leuchtende Farbe. Ein Farbfleck in dem noch tristen kleinen Garten. Ich war mir nicht sicher, ob es Lilien oder Veilchen sind. Ich fragte in meinem eigenen Netzwerk. Es konnte keiner helfen. Jedoch Google sei Dank. Es fiel mir ein, dass man auch Bilder zum Suchen eingeben kann, um eine Antwort zu bekommen. Es sind Netzblatt-Schwertlilien.
Die Farben der Natur geben mir ein warmes Gefühl. Ich bereite das Abendessen und mein Blick fällt auf dieses Arrangement …

… jetzt ab ins Traumland!

Am zwölften April gibt es wieder 12 von 12 😊

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Ihren Mann stehen

Heute, zum Internationan Frauentag, bekam ich viele Grüße, Glückwünsche und liebe Worte geschickt. Sie kamen allesamt von Frauen sowie Männern aus der ganzen Welt. Jedoch ist kein einziger deutscher Mann unter ihnen. Als mir das bewusst wurde, bin ich ein klein wenig verwundert und frage mich, ob das ein Stück dieser neuen *(Sternchen)*-Welt ist.

Während ich so grübele, denke ich an einen Beitrag, den ich vor zwei Jahren am Vorabend des Inernationalen Frauentages schrieb. Den habe ich noch einmal für Euch hervorgezaubert und teile diesen nun mit Euch.

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Ich gestehe, ich bin Vollweib. Ich liebe es Frau zu sein. Und niemals kam mir in den Sinn, irgendwelche männlichen Stärken mein Eigen nennen zu müssen.

Die Natur gab dem männlichen Körper andere physische Komponenten, als dem weiblichen. Und wenn ich das auf das Simpelste herunterbreche, ergibt sich eine gewisse Logik. Das Leben ist auf Wachstum ausgerichtet. Zwei Neutronen begegnen sich höflich, jedoch wird es keine Anziehung geben. Die Natur hat wohlbedacht zwei Pole geschaffen.

Morgen ist der achte März. Es ist der Internationale Frauentag. Dieses Datum motivierte mich für das heutige Blog. Ihr habt keine Ahnung, wie sehr mich das Thema „Frau“ regelmäßig aufregt und ich mich dabei so sehr machtlos fühle.

Nur mit einem Kopfschütteln und innerer Ablehnung stehe ich den Feministinnen und ihren Aktionen gegenüber.

Ich lese, sehe und höre von Beschneidungen, Vergewaltigungen, Gruppenmissbräuchen, Unterdrückungen, Prügel und Schlägen. Frauen werden klein und minderwertig gemacht. Der Urinstinkt der körperlichen Überlegenheit über das Schwächere scheint nicht auszusterben, wenn auch zum Glück flächenweise zu verkümmern. Ich mag diesen Missbrauch an Frauen unter dem Deckmäntelchen einer anderen „Kultur“ nicht akzeptieren wollen.

Nun lebe ich in Deutschland, einem kleinen, doch wirtschaftlich recht starken Land. Und ich bin tatsächlich froh, dass es so ist. Ich bin seelig, in die Kultur des Europäischen Kontinentes hineingeboren zu sein.

Mir ist bewusst, dass auch Deutschland und Europa nicht makellos sind. Hier werden zum Beispiel per Beschluss und Gesetz Frauenquoten in der Besetzung von Funktionen in Geschäftsetagen erzwungen. Es wird als Erfolg im Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen betrachtet und Druck gemacht. Und ich muss lächeln. Druck erzeugt immer Gegendruck. Und mir wirft es die Frage auf, ob eine von einer Frau quotengerecht besetzte Führungsposition, zum Beispiel im Vorstand, eine wirkliche Akzeptanz erfährt. Oder muss diese Frau insbesondere nun beweisen, dass sie „sogar“ als Frau das Handwerk beherrscht? Ich weiß es nicht.

Erst seit dem Jahr, in dem ich geboren wurde, gibt es ein Gesetz zur Gleichbehandlung von Frau und Mann. Bis dahin musste die „kleine dumme“ Frau bei ihrem Mann zum Beispiel die Erlaubnis einholen, arbeiten gehen zu dürfen. Das ist heute unvorstellbar.

Ich bin also mit dem Thema Frau und Emanzipation aufgewachsen. Es begleitet mich ein Leben lang.

Meine Wiege stand in Dresden. Ich wurde in einem Staat erwachsen, in dem das Thema Gleichberechtigung nie wirklich angezweifelt wurde. Nach dem Krieg mussten alle mit anpacken, um dieses zerrüttete Land aufzubauen. Da war es vollkommen gleichgültig, ob Mann oder Frau.

Jedoch war es, wie mit allen Dingen, die historisch gewachsen sind und von Generation zu Generation übertragen werden. Mann erinnerte sich schon daran, dass es vor einigen Jahren noch ganz anders war. Dass die Frau sich um Haus, Kind und Mann kümmerte.

Nun war es ganz anders. Die häuslichen Arbeiten wurden weitestgehend geteilt. Die Verantwortung lag auf beiden Schultern. Ich kannte nichts anderes. Es war völlig normal. Mann und Frau gingen ihrem Job nach. Frau wie auch Mann machten berufliche Karriere. Die Kinder wurden von beiden gleichermaßen betreut und aufgezogen.

Der Internationale Frauentag wurde staatlich verordnet in großem Maße mit Veranstaltungen, Blumen und Ehrungen zelebriert. Es war fast peinlich. Es motivierte die Männer, das alles mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Ich kann sie verstehen. Zumal in dieser Gesellschaftsordnung die Gleichberechtigung der Frau nicht in Frage gestellt wurde. Das Thema stand so nicht in dem nach dem zweiten Weltkrieg neu gegeründeten Staat.

Diesen „Frauentag“ lehnte ich bald ab. Es war mir unangenehm für etwas auf Händen getragen zu werden, das aus meiner Sicht ein Selbstverständnis war.

Es war normal, dass ich höflich und mit Respekt behandelt wurde im Privatleben, wie auch im Berufsleben. Ich hatte die gleichen Chancen, das zu werden, was mir möglich war. Es interessierte keinen, ob ich eine Frau oder ein Mann bin. Mir wurde die Tür aufgehalten, in den Mantel geholfen, der Stuhl zurecht gerückt, schwere Taschen abgenommen … Ich wurde als Frau wahrgenommen und nicht als Neutrum oder gar weiblicher Mann. Es war ein Nehmen und Geben.

Heute, drei Jahrzehnte weiter, sehe ich das Thema aus einem völlig anderen Blickwinkel. Die Welt hat sich geöffnet. Das Internet hat eine unwahrscheinliche Bewegung und Globalisierung ermöglicht. Informationen aus fernen und nahen Ländern, wie auch dem eigenen, können nicht mehr einfach unter den Teppich gekehrt werden.

Zum Internationalen Frauentag umarme ich symbolisch alle Frauen unseres Globus.

Alle Frauen, die sich behaupten müssen, die Leid ertragen müssen, die kämpfen müssen, alle Frauen, die etwas in ihrem Leben erreicht, alle Frauen, die sich für ein akzeptables, besseres, selbstbestimmtes Leben aller Frauen einsetzen – alle Frauen, die mit Herz und Verstand Frau sind.

Von ganzem Herzen, Eure Petra Kolossa.

Ich lade Euch ein, das Kommentarfeld unten zu nutzen. Gern lese ich Eure Gedanken.

Paloma – die Taube

Unter der Sonne sind alle Wesen gleich

Neulich saß ich auf einer Bank etwas abseits eines Gartencafés. Die Sonne lockte trotz der kalten Temperaturen kurz über Null die Leute, ihre Nase in die Sonne zu strecken. Sie bekamen ihre Kaffees mal mit, mal ohne Schaum serviert. Wie Sonnenblumen, die ihre Köpfe der Sonne entgegenrecken, saßen sie auf ihren harten Stühlen ausgerichtet. Die Beine ausgestreckt , die große Tasse wärmend in beiden Händen haltend, genossen sie die wärmenden Strahlen mit geschlossenen Augen. 

Zwei, drei Tauben hüpften um die Tische und Stühle herum und erhofften hier und da einen Leckerbissen aufpicken zu können. Ich dachte, irgendwie gehören auch sie zu den Verlierern der letzten zwei Jahre. Waren doch die Orte, an denen Menschen ihre Speisereste hinterließen, die diesen größeren Stadtvögeln Nahrung geben, von heute auf morgen verschwunden. Tauben, meistens unerwünscht, irgendwie geduldet.

Und ich musste an einen kurzen Beitrag denken, den ich neulich in den sozialen Medien las. Die duale, fast rationale und sehr ehrliche Betrachtung beeindruckte und berührte mich. Alfons Müller schrieb diese Zeilen. Ihr kennt Alfons bereits. Er veröffentliche hier auf meinem Blog als Gastautor. Kurzentschlossen kontaktierte ich ihn und fragte, ob er seinen Beitrag hier mit meinen Lesern teilen möchte. „Gib mir zwei Tage, Petra. Ich schicke Dir den Text und die Bilder. Ich freue mich!“  Gestern Nacht erhielt ich seine Email. 

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Symbol des Friedens

Ein Beitrag von Alfons Müller

Aus aktuell gegebenen Anlass habe ich hier zwei grundverschiedene Versionen von Tauben. Das eine ist eine Friedenstaube, wie man sie aktuell zu hunderten in den sozialen Medien bewundern kann.

Ein willkürliches Beispiel, wie es uns täglich mehrfach aus den sozialen Medien übermittelt wird.

Die andere ist eine Stadttaube, also Ungeziefer, eine Ratte der Lüfte, die die ganze Großzügigkeit und Güte der menschlichen Rasse zu spüren bekam. Eine Friedenstaube, die versucht hat, sich irgendwo niederzulassen.

Foto privat: von Alfons Müller

Einst wurden diese Vögel von den Menschen gezüchtet, um ihnen als Brieftauben oder auch als Nahrung zu dienen. Einige von ihnen sind ausgebüchst und haben sich in den Städten vermehrt. Und jetzt sind sie dem Menschen überflüssig und lästig. Man verordnet gesetzlich ihren Hungertod, sie werden gejagt, getreten und überfahren.

Aber das Schlimmste daran ist, dass der Mensch die heuchlerische Falschheit besitzt, diese von ihm gehassten Kreaturen, die selbst keinen Frieden von ihm erfahren dürfen, zu seinem Friedenssymbol zu machen. Eine derart falsche und hinterhältige Spezies sollte jeden Tag dankbar dafür sein, dass sie solche Vertreter ihrer Art wie Wladimir Putin hat. Auf solche Typen kann die Menschheit all ihre Bösartigkeit projizieren. Das ist ein bisschen wie im Knast, wenn der Vergewaltiger mit dem Finger auf den Mörder zeigt. Einer glaubt, weniger schlecht als der andere zu sein, doch am Ende sind beide gleich verdorben.
Solche Gedanken gehen mir durch den Kopf, wenn ich diese beiden Bilder sehe und wenn ich auf die aktuellen Ereignisse in der Welt schaue, und ich komme nicht umhin, mich für die Falschheit der verdorbenen Menschheit zu schämen.

Es mag ja sein, dass die Großen und Mächtigen dieser Welt Kriege anzetteln. Aber wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass auch der mächtigste Tyrann alleine keinen Krieg führen kann.
Der Feuerzunder dafür liefern genau solche Menschen, die in ihrem Hochmut und ihrer Ignoranz dafür Sorge tragen, dass Friedenstauben sich nirgends niederlassen können, ohne zu enden wie der bedauernswerte Vogel auf dem Bild.

Ich sage nicht, dass alle Menschen verdorben sind. Aber es sind
auch nicht nur ein paar wenige in den Kreisen der Reichen und Mächtigen, denn die könnten den Weltfrieden alleine auch nicht gefährden. Man hat eher den Eindruck, dass die menschliche Rasse von einer immer größer werdenden Zahl an heuchlerischen und durch und durch verdorbenen Vertretern
durchsträhnt wird, die in allen Ethnien, in allen Nationen und in allen Religionen sitzen wie die Flöhe im Fell eines Hundes.

Wir können für den Frieden beten, wenn der Krieg ausgebrochen ist und können hoffen, dass irgend
eine Gottheit unsere Gebete erhört und den Krieg beendet.

🔸️Oder wir können dafür sorgen, dass kein Krieg ausbricht, indem wir alle jeden Tag Frieden
leben und dafür sorgen, dass unsere Friedenstauben sich gefahrlos niederlassen können.

Dann werden Gebete genauso wenig notwendig sein wie die Gunst eines barmherzigen Gottes.

Foto privat: Alfons Müller

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PS: Pablo Picasso zeichnete für den Weltfriedenskongress 1949 in Paris eine Taube. Am Abend dieses Kongresses wurde seine Tochter geboren. Er nannte sie daraufhin Paloma – Taube. 1955 erhielt Picasso für diese von ihm entworfene Taube den Friedenspreis. Seitdem ist sie das Symbol der Friedensbewegung.

Ich erinnere mich

Brest

Vom Umspuren und Rollen ins weite Land

Es war nicht das erste Mal, dass ich die damalige UdSSR besuchte. Jedoch war es das erste Mal, dass die Reise nach Kiew ging. Es war eine Reise mit dem Freundschaftszug. Damals war ich eine der zwei Reiseleiterinnen.

Die Reise führte von Dresden über Berlin nach Brest, über Saporoshje und schließlich nach Kiew. In Brest hatten wir immer einige Stunden Aufenthalt. Die Züge müssen umgespurt werden. Unsere Schienenbreite ist etwas schmaler als die Osteuropäische. Ich habe soeben recherchiert. Die „Normalspur“ ist 1435 mm und die „Breitspur“ 1520 mm.

Es war immer wieder ein Erlebnis im Bahnhof Brest. Denn dieser etwas längere Aufenthalt von zwei bis drei Stunden wurde für die Pass- und Zollkontrolle genutzt. Wir sammelten also alle Ausweise der Reiseteilnehmer ein und begaben uns mit den Reiselisten auf dem Bahnhof zur Kontrolle. Wie viel Zeit das Umrüsten auf die andere Spur wirklich benötigte konnte keiner genau sagen. Wenn es fertig ist, ist es fertig. Dann geht es weiter. Nun, meistens kamen wir Mitten in der Nacht dort an. So zogen wir uns über den Schlafanzug irgendetwas Warmes und erledigten diesen Kontrollprozess mit dem Beamten. Dieser ruhte in sich. In aller Gemütlichkeit überprüfte er die Listen mit den Ausweisen, qualmte seine Papirossa, hakte die geprüften Namen in den Listen ab und stapelte einen Ausweis auf den anderen. Ihn schien nichts aus der Ruhe zu bringen. Unser Zug begann sich zu bewegen. Und in uns kam große Unruhe auf. Im Zug saßen unsere Leute ohne Ausweise und wir standen hier im Schlafanzug und Schlapperklamotten. Wir zeigten auf den Zug und er lachte. „Vse khorosho!“ Von wegen alles ist gut! Von anderen Reiseleitern wussten wir, dass das nicht immer gut geht und so manches Mal ein Transport mit einem PKW zum nächsten Haltepunkt organisieret wurde. Nun, wir hatten Glück. Unser Zug fuhr nur etwa hundert Meter weiter und wartete auf uns.

Brest in Weißrussland ist der erste Punkt für Bahnfahrende, an dem eine andere Mentalität zu spüren ist. Ich saß in dem Schlafwagenabteil mit den schmalen harten Doppelstockbetten, den wir uns zu viert teilten und stierte in die Dunkelheit. Keine Städte, ab und an ein kleines Licht, sonst nichts.

Die Tür wurde leise aufgeschoben. „Khochesh chayu?“, fragt mich die Deschurnaja. Oh ja, zu gern. Der russische Tee, gezapft aus dem Samowar ist unschlagbar. Das heiße aromatische Getränk tat ungemein gut. Fast jeder Zugwaggon wurde von einer unbestechlichen Deschurnaja betreut, die die Hoheit über einen Samowar besaß. Man könnte sie als Stewardess auf Schienen bezeichnen. Denn ihr Wort galt!

Der Morgen nahm die Dunkelheit mit und gab den Blick in die unendliche Weite dieses Landes frei. Der Zug rollte an Feldern, Wäldern, Wiesen und Steppen vorüber. „Welch ein großes Land.“, dachte ich. Am späten Nachmittag werden wir in Saporoshje eintreffen und zwei Nächte bleiben, bevor es nach Kiew weitergeht. Der Besuch des drittgrößten Wasserkraftwerkes am Dnepr stand auf dem Programm. Es wurde am 01. Mai 1932 eingeweiht. Es ist ein gewaltiger und beeindruckender Bau, der dem Namen WasserKRAFT mehr als die Ehre erweist. Ich fühlte mich dort als Menschlein.

Kiew

Es geschah Unglaubliches

Es ist der 25. April 1986. Wir checken im Hotel für eine Woche ein und machen uns zunächst auf den Weg, um die wunderschöne Stadt Kiew zu erkunden. Unendlich viele Kastanienbäume in voller Blüte säumten die Straßenzüge. Die Sonne strahlte, es war herrlich warm. Immer wieder fuhren Wasserwagen und besprengten die Straßen. Der Blütenstaub dieser Blütenkerzen wurde auf diese Weise etwas eingefangen. Die Größe dieser historischen und dennoch modernen Stadt beeindruckte mich. Nicht verwunderlich, dass wir uns in dem U-Bahnnetz verirrten. Waren wir doch permanent am Staunen, wie wunderschön, hochwertig und großräumig diese Untergrundbahnhöfe gestaltet waren. Auf diese Weise lernten wir so einige in Kiew kennen. Sind doch Bahnstationen, ganz gleich, ob U-Bahn, S-Bahn oder Hauptbahnhöfe, bei uns eher die übelriechenden und beschmierten Orte, die keiner besonders gern betritt.

Viele Städte der damaligen UdSSR schloss ich ins Herz. Jedoch Kiew besonders. Am Abend wurden wir in einem Kulturhaus zum Essen, Gesprächen und zum Tanz empfangen. Die Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Offenheit der Kiewer, auf die wir trafen, war unbeschreiblich. Sind wir Deutschen doch eher zurückhaltend und brauchen eine gewisse Zeit, bevor wir bereit sind, uns anderen Menschen zu öffnen, scheint bei ihnen der Gedanke, „Beweise mir, dass Du es nicht Wert bist!“, Priorität zu haben.

Es ist der 26. April 1986. Wir trafen uns im Hotel zum Frühstück. Mein Kopf war dumpf. Diese harten Getränke zum Essen war ich nicht gewohnt. Ich freute mich auf ein großes Glas Wasser und einen guten Kaffee.

In der Lobby herrschte eine eigenartige Atmosphäre. Es war zu spüren, dass die Leute, die dort den Eingang blockierten, sich sehr wichtig nahmen. Ich wischte es beiseite und ging zu den anderen. Eine Frau mit ernstem Gesicht wartete bereits mit einer Dolmetscherin auf mich.

Uns wurde gesagt, dass sie verpflichtet wurden, uns zu informieren, dass in den frühen Morgenstunden nur etwa einhundert Kilometer weiter, ein schweres Unglück in einem Kernkraftwerk in Tschernobyl geschah. Und sie seien dazu aufgefordert, uns anzubieten, in einem Krankenhaus in Kiew unseren Gesundheitszustand überprüfen zu lassen. Sie könnten leider keine weiteren Aussagen zu dem Unglück machen, da man es noch nicht wisse. Wer von uns in ein Krankenhaus wolle, sollte es sagen. Es wollte keiner. Wir unterschrieben auf einer Liste dafür, dass wir von dem Unglück informiert wurden. Das war alles.

Den Tag verbrachten wir mit Stadtbummel und kleinen Einkäufen. In Kiew schien alles normal zu sein. Am Abend besuchten wir ein Kino. Der Chef des Kinos sprach ein wenig Deutsch. Er erzählte uns, dass es die ersten Absagen für die Friedensfahrt geben würde, die am 06. Mai 1986 in Kiew starten soll. Sie hätten Angst wegen dem Unglück in Tschernobyl. Er musste lachen und meinte, dass keiner etwas merkt. Das Ding würde bald wieder geflickt und dann ginge es weiter. Hm, wir kauften, wie die anderen auch, ein Tütchen Sonnenblumenkerne um diese später aus ihrer Hülle herauszupulen und suchten unsere Plätze im Zuschauerraum.

Noch ein paar Tage in der ukrainischen Hauptstadt

Keiner von uns ahnte das gewaltige Ausmaß

Die folgenden Tage waren für uns völlig unbeschwert. Es gab kaum Berichte über das Unglück, das nur einhundert Kilometer weiter geschah. Die Leute wunderten sich nur, weshalb die Länder so zimperlich reagierten und eines nach dem anderen die Teilnahme an der Friedensfahrt absagten. Man habe doch alles im Griff.

Mich plagten starke Zahnschmerzen. So lernte ich eine der größten und modernsten Kliniken in Kiew kennen. Etwa zehn Behandlungsplätze in einem großen Saal. Es war ein unangenehmes Gefühl. Ich hasse die Geräusche der zahnmedizinischen Technik, insbesondere das „Rädeln“. Dort bekam ich es in einem virtuosen Orchester geboten. Egal wie schrecklich, die Behandlung war perfekt.

Die Vorbereitungen der Feierlichkeiten zum ersten Mai waren in vollem Gange. Ich konnte spüren, wie wichtig dieser Tag für die Menschen der damaligen Sowjetunion war. Alkohol gab es in den Geschäften nirgendwo zu kaufen. Dennoch lagen immer wieder Volltrunkene in den Parkanlagen. Ich musste lächeln. Zeigte es doch, wie unwirksam Verbote im Allgemeinen sind. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, diese zu umgehen.

Es war der erste Mai. Jeder, dem wir begegneten gratulierte zum ersten Mai. So wie wir uns frohe Weihnachten wünsche. Wir schlossen uns der Gruppe an, mit der wir vor der Nacht des Unglückes den Abend verbrachten. Keiner dachte an dieses Ereignis. Es wurde nicht darüber gesprochen. Es ist geschehen, es wurden Menschen verletzt und leider auch dabei getötet. Es sei ein furchtbares Berufsunglück. So etwas passiere hin und wieder, wie zum Beispiel im Bergbau …

Die Brücke ins Jetzt

Was einmal im Herzen verankert ist, geht nicht

Das sind Erinnerungen, die nun fast sechsunddreißig Jahre zurückliegen. Erst viel, viel später wurde mir bewusst, dass ich direkt während dieses schweren Kernkraftunglücks in unmittelbarer Nähe war und mich noch einige weitere Tage in dieser Region aufhielt. Bis zum heutigen Tage bin ich kerngesund. Ich bin nie krank, hatte keine Infektionen, keine Grippe, nur aller paar Jahre eine Erkältung. Hm, vielleicht bin ich konserviert 😉

Die Informationen der letzten Tage brachte mir diese Zeit zurück in mein Bewusstsein. Ich bin den Menschen der damaligen UdSSR sehr verbunden. Seit meinem achtzehnten Lebensjahr abonnierte ich den „Sputnik“ und las diesen bis zum letzten Heft. Mit Glasnost wurde der Vertrieb eingestellt. Ich pflegte Brieffreundschaften in Leningrad (heute St. Petersburg), Charkow, Kiew, Minsk und Odessa. Einige besuchte ich, wenn ich dort war, oder sie mich umgekehrt.

Mir tat es weh, zu sehen, was in Kiew 2014 geschah. Am meisten schmerzte mich der brutale Rechtsruck, der in dieses Land gepflanzt wurde und es in willige Abhängigkeit brachte.

Da gab es zwei Regionen, die sich nicht dieser Politik unterwerfen wollten. Sie hielten acht Jahre Stand, waren stolz und mutig, ließen sich nicht nötigen und erpressen. Diese Menschen wurden ausgeschlossen, beschossen, gequält, klein gemacht, sie waren lästig. Diese Regionen wollten selbständig sein. Die Kiewer Regierung ließ es nicht zu und führte acht!!! Jahre Krieg gegen die eigenen Menschen. Keinen hat es hier in unserem Deutschland interessiert. Keiner der Medien war das eine Nachricht wert. Wo seid Ihr gewesen, die heute für die Ukraine dicht an dicht (!) auf die Straße gehen und sich entsetzt und empört zeigen? Warum regt mich das unendlich auf? Weil das so heuchlerisch ist.  

Die Ukrainer sind wunderbare Menschen. Jedoch zweifle ich stark an der Aufrichtigkeit und Loyalität der in Kiew tätigen politischen Akteure.

Habt einen guten Start in die neue Woche und in den Monat März.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Wenn die Puste raus ist …

Es faucht der Sturm da draußen und es wollte heute nie richtig Tag werden. Ich bin froh, mit einer warmen Tasse Tee in den Händen diesen ungemütlichen, wenn auch nicht frostigen, Tag in der gemütlichen Wohnung verbringen zu dürfen.

Der Winter hat in dieser Saison nur kurz vorbeigeschaut und ist wahrscheinlich mit Blick auf das Energiedilemma voller Verständnis für uns schnell wieder abgehauen. Nun, vielleicht erinnert sich dieser Winter auch an die Aussage aus der Politik vom November. Eine geschmolzene Schneeflockenträne rollt ihm die Wange herunter und er ist voller Zweifel, ob er Deutschland vielleicht doch komplett umschiffen sollte, also mal einfach den frostigen Teil ausfallen lässt. – Wir werden sehen, wie er sich entscheiden wird. Entsprechend des kalendarischen Winters hätte er noch ein paar Wochen Zeit, sich auszutoben.

Es ist Februar. Und bald ist der 14. Februar. Ihr wisst schon, der Valentinstag. Vor zwei Jahren schrieb ich dazu einen Beitrag. Hier könnt Ihr diesen gern lesen. Auch wenn das, was Ihr in diesem Beitrag findet, seine volle Gültigkeitkeit auch heute noch hat, habe ich extra für Euch heute ein weiteres Design herausgepickt, das so fantastisch zu diesem Tag passt.

„Tal der Liebe“. So der Titel dieses Bildes. Das Original findet Ihr hier, in meinem Shop für Originale und Unikate.  –  Und Ihr könnt Euer Liebhaberstück zum kleinen Preis hier auswählen.  Zum Beispiel …

🔺️🔻 Und spätestens jetzt bemerkt Ihr, dass ich einen Beitrag, den ich vor einigen langen Tagen zu schreiben begann, erst heute zu Ende bringe. Zwischenzeitlich kam mir der 12. Februar entgegen und ich nutzte den Bloggertag „12 von 12“ und spiegelte meinen Tag in Bildern.

Es scheint so, dass es mir von Tag zu Tag schwerer fällt, leicht und unbeschwert daher zu plappern. Die äußeren Umstände blockieren meine Leichtigkeit. In meinem Leben lernte ich, sehr genau zuzuhören, zu beobachten und Schwingungen aufzunehmen. Wir tun das sicher alle, um einem diversen Selbstschutz wegen. Es steckt in uns. Bei einem mehr, beim anderen weniger.

Da ich mich seit nun über zwanzig Jahren nicht mehr aus dem Fernsehgerät beplappern lasse und die gelieferten Nachrichten aus dem Öffentlich Rechtlichen Rundfunk dosiert zwei bis drei mal am Tag konsumiere, ist mein Hirn ziemlich unbeeinflusst. Ich kann also, das Gehörte und das Gelesene sehr nuanciert verarbeiten. Es schmerzt mich unendlich, bewusst zu erleben, was mit uns getan wird, was wir mit uns machen lassen.

Ich kann es nicht mehr ertragen, von Politikern für dumm gehalten, verklappst und belogen zu werden. Ich kann es nicht mehr ertragen, von respektlosen, selbstüberschätzten, machtgierigen, Gehorsam einfordernden Akteuren an der Nase herumgeführt zu werden. Ich kann es nicht mehr ertragen, wie politisch  international arrogant auf den Pudding gehauen wird. Ich kann es nicht mehr ertragen, zu erleben, wie in unserem kleinen Land stigmatisiert wird. Das ist das größte Elend, das überhaupt von uns allen zugelassen wird. Hier wird eine riesengroße Menschengruppe von etwa dreißig!!! Millionen Menschen ins Aus gedrückt. Und wir gucken einfach zu und lassen es uns aus Angst vor Repressalien gefallen. Repressalien, die sich eine Politikerriege, die nur eine Minderheit der  Wähler wollte, anmaßt. Das Ergebnis, ein politisches Spielchen, das das Wahlgesetz hergibt, wenn die niedrigen Prozentzahlen nichtgewählter Parteien zusammengerechnet werden, eine minimalistische Mehrheit ergeben. Es lebe hoch, unsere Ampel-Regierung. Welch ein Graus!

Ich habe mich bereits sehr weit rausgelehnt. Das weiß ich. Jeder darf seine Meinung sagen. Das darf jeder Mensch auf der ganzen Welt. Natürlich. Wenn es jedoch in das jeweilige politische Narrativ nicht passt, hat man eben Pech und muss mit Konsequenzen rechnen. Selbstverständlich. Das moderne Mundtotmachen ist das Sperren der Accounts, der Webseiten, des Zugangs zu den sozialen Medien. Schrecklich für Blogger, YouTuber, Shop-Betreiber, Podcaster –  für alle, die ihr Wirken auf diese Weise nach außen tragen. Für viele geht das ans Eingemachte und es ist existenzbedrohend. Also wägt jeder sehr genau ab, was er tut, auch ich. Deshalb verwende ich diverse Wörter nicht, um den Suchmaschinen nicht in die Hände zu spielen.

Jetzt habe ich mir etwas Luft gemacht, Platz in meiner Seele geschaffen. Ganz sicher bringt es mir etwas Leichtigkeit und vor allem hoffentlich die Schreibfreude zurück.

Muss aus Dir etwas heraus? Tue es einfach. Unten im Kommentarfeld hast Du ausreichend Platz. Mache Deiner Seele Luft.

Jetzt genieße ich einen guten Kaffee, wünsche Euch einen  schönen Nachmittag, genießt Euren Sonntag ☕😊

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

12 von 12 – Februar 2022

Der Zwölfte im Februar – unglaublich! War denn nicht gerade vorgestern erst der zwölfte Januar? Auf jeden Fall erinnerte mich mein Kalender daran, das nicht zu vergessen, mich an der alten Bloggertradition zu beteiligen, an jedem zwölften im Monat  über den Tag hinweg zwölf Bilder mit der Kamera festzuhalten und mit kurzem Text zu bloggen. Für mich war es ein „Wiederaktivwerden“. War ich doch in den letzten Wochen etwas schweigsam.

Auch im Februar musste ich für mich erkennen, dass es nicht einfach ist, zwölf Bilder für diesen Zweck aufzunehmen. Das heißt, ungefähr jede Stunde eine Aufnahme 😉

Also hier nur mein 12. Februar 2022 in Bildern:

Guten Morgen, Ihr Lieben ☀️ Mit Benny auf dem Schoß und einem großen Kaffee erst einmal wirklich munter werden ☕😺
Ein wenig Zeit für Social Media … Es ist so sehr wichtig, das zu tun. Wenn ich nicht darüber spreche, wird es keiner erfahren. Hier meine Aktivitäten seit kurzem: Meine Bilder auf opensea.io für den Kryptomarkt.
Gefühlt Tausend offizielle Visitenkarten, die sich im Laufe der letzten zwanzig Jahre ansammelten. Jede einzelne sichtete ich. Letztendlich verblieb eine Handvoll. Vom Rest trennte ich mich.
Tja, da kann ich wohl nix mehr machen 🤷🏻‍♀️
Hmmm 😋 Rapünzchen, oder Feldsalat, wie es wohl meistens heißt. So werde ich wohl morgen das Frühbeet plündern für einen leckeren Salat.
Noch fix zum Supermarkt. Das schiebe ich immer bis zur letzten Minute vor mir her. Das Einkaufen macht mir seit zwei Jahren keinen Spaß. Das Masketragen ist für mich eine Qual. Auch zwei Jahre Training haben die Situation nicht erleichtert. Vor dem Tragen der Maske zwei Sprüher des Microsilver-Mundspray (bei Interesse sprich mich einfach an) und dann erst die Maske auf das Gsicht ziehen. So lässt sich der Einkauf ertragen.

Ein spätes Gute Nacht kurz nach ein Uhr 🌙💫 

Habt einen schönen, erholsamen und sonnigen Sonntag,

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Ein wenig ordnen

Ich bin mir ganz sicher. Nicht nur mir ergeht es so. Dieser Augenblick muss gereift sein. Also, es muss ein solcher Moment eingetreten sein, der die Sache fast zum platzen bringt. Aber dann muss es ziemlich schnell, ganz schnell, in die Tat umgesetzt werden.

Seit fast zwei Jahren ist mein Wirkungsort, also der Platz, an dem ich arbeite, zu etwa achtzig Prozent mein Atelier, das gleichzeitig mein Büro ist. Dafür kaufte ich vor zehn Jahren in einem schwedischen Möbelhaus einige praktische Regale. Die Fächer lassen sich vielfältig mit verschiedenem Innenleben gestalten. Das ist wirklich genial. Damals entschied ich mich unter anderem für schwarze Boxen, die ich mit dem ganzen Kram für die kreative Arbeit füllte. Nunja, im Laufe der Zeit haben diese Boxen ziemlich gelitten. Sie mussten schließlich viel aushalten.  Außerdem ist dieses Regal mein Steh-Arbeitstisch. Farbe, Gips, Gesso, Bindemittel und so manches mehr hinterließen Spuren. Das war nun nicht mehr zu übersehen.

Jeden Tag gucke ich auf dieses Regal und es begann mich zu stören. Kurz entschlossen rief ich die Webseite dieses Möbelhauses auf, um acht neue Regaleinsätze zu bestellen. Das Prozedere will ich nicht weiter ausbreiten. Es scheint dort alles etwas anders organisiert zu sein, als wir uns das in der heutigen Zeit vorstellen. Ein Liefern war nicht möglich. In den einen Filialen waren diese Einsätze verfügbar, andere in weiteren. So etwas wie ein zentrales Auslieferungslager für Kunden scheint es nicht zu geben. Es bestand nur die Möglichkeit, es direkt vor Ort abzuholen.

Ich gab auf. Am selben Tag erhielt ich einen lieben Anruf und ich erzählte meinen Jammer. – Letztendlich bestellte ich ein paar Einsätze und Boxen. Nämlich das, was zu haben war. Und das war wirklich keine große Auswahl. Und so kamen vor drei Tagen zwei große Pakete aus dem über fünfhundert Kilometer entfernten Westen zu mir in den Süden. Vielen lieben Dank, Ihr zwei Lieben, für Euren Weg dorthin, für Euer Angebot, das für mich abzuholen. Es war für diese kleine Bestellung ein unglaublicher logistischer Aufwand. Mir ist das sehr bewusst.

Und so werde ich mir noch den Sonntagnachmittag vertreiben und Ordnung machen. Es gibt seit einiger Zeit einen Trend, fast einen Wettbewerb, sich zu erleichtern, auf minimalistischste Art zu leben und sich von allem zu trennen, das nicht zum Leben notwendig ist. Ich erinnere mich zum Beispiel an eine Challange, dass man nicht mehr als einhundert Dinge benötige.

Ich mag diese „unnötigen“ Dinge. Auch, wenn ich es nicht tatsächlich brauche. Es ginge auch ohne diesen. Jedoch ist es für mich kein Ballast. Sie geben mir irgendwie ein Zuhause, Vertrautes, verbinden mich mit lieben Menschen oder sind Stupser zu meinem Vergangenen. Einige Dinge schleppe ich seit meiner Kindheit mit mir herum. Und das sind wahrlich ein paar Jahre und so einige Umzüge. Spaßeshalber gab ich soeben in die Suchmaschine „Antiminimalsmus“ ein und fand diesen interessanten Artikel, der mir aus dem Herzen spricht.

Jetzt aber genug geschwatzt.

Die Sonne strahlt durchs Fenster. Ich bereite mir jetzt einen Kaffee. Danach mache ich mich wieder ans Ordnen .

Genießt Euren Sonntag ☀️

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Welcher Typ bist Du? Minimalist oder Anti-Minimalist? Schreibe es mir einfach im Kommentarfeld. Ich bin total neugierig.

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Was steckt unter der Marmorkruste?

Es ist alles in uns, von Anbeginn. Nur tun wir es so, wie wir es selbst an uns erfahren haben, wie es unsere Eltern von ihren Eltern erlebten, wie es deren Eltern von ihren Eltern … Wir biegen und formen unsere  Kinder nach unseren bereits angepassten Vorstellungen, den gesellschaftlichen Erwartungen. Wir selbst wachsen mit unseren Kindern. Die Erfahrungen und Erkenntnisse, die wir sammeln, reifen meist erst viel später. Oftmals gelangen sie uns erst dann zum vollen Bewusstsein, wenn unsere Kinder selbst zu Eltern geworden sind.

Vor wenigen Wochen telefonierte ich mit Rika Marie Engst. Unter anderem kamen wir auf dieses Thema zu sprechen. Und sie erzählte mir, dass sie eine Begegnung mit einem jungen Menschen im Nachhinein dazu animierte, einen Text zu schreiben. Ich bat sie, mir diesen Text zu senden.

Foto: privat, Rika Marie Engst

Eigentlich wollte ich sie im Dezember für meinen Podcast „Hör Café“ interviewen. Darüber schrieb ich bereits in meinem Blogartikel im November letzten Jahres „Im Alten liegt Neues, sagt man“.  Ihre schwere Erkrankung lässt es leider nicht zu. Liebe Rika Marie, von hieraus sende ich Dir liebe Grüße in die Klinik und wünsche Dir von Herzen alles Liebe. Dein Optimismus ist Deine Herzensmedizin und wir werden unser Gespräch auf jeden Fall live nachholen.

Ich las ihren Text und mich begeisterte unter anderem der Bogen, den sie von Michelangelos David-Statue zum Kern der Sache schlägt.

Ebenso für den in Toronto, Kanada, lebenden Bob Proctor war diese Statue Ausgangspunkt für ein umfangreiches Seminar, das ich vor etwa zwanzig Jahren hörte. So machte es mich noch neugieriger, was Rika Marie dazu zu sagen hat.

Ich bat sie, ihren Text in meinem Blog aufzunehmen und mit Euch zu teilen. Sie stimmte sofort zu.

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Die Statue des Michelangelo

Text: Rika Marie Engst

Eines Tages wurde Michelangelo von einer reichen Familie beauftragt, eine Statue von außergewöhnlicher Schönheit zu erstellen. Er suchte daraufhin nach einem geeigneten Marmorblock. Nach einer ganzen Weile fand er in einer Seitenstraße einen fast vollkommen von Unkraut überwucherten Block, der dort vergessen worden war. Diesen Marmorblock ließ Michelangelo von seinen Arbeitern in sein Atelier bringen. Dann begann er damit, die Statue des David aus dem Stein zu hauen. Dafür brauchte er zwei ganze Jahre. Und zwei weitere Jahre dauerte es, bis er die Statue durch Schleifen und Polieren fertig stellte. Als die Statue feierlich enthüllt wurde, waren viele Menschen gekommen, um die unvergleichliche Schönheit des David zu bewundern. Man fragte Michelangelo, wie es ihm denn möglich gewesen war, eine so wunderschöne Statue zu erschaffen. Der Bildhauer antwortete: “Der David war immer schon da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen.” (Quelle: Wikipedia)

Wenn wir geboren werden, sind wir wie die David-Statue des Bildhauers Michelangelo, einzigartig in unserer Schönheit und Perfektion. Wortlos staunend wird das kleine Wunder Mensch angehimmelt, verklärtes Strahlen breitet sich auf allen Gesichtern aus. Wie ein Teil vom Paradies, so unvergleichlich und wunderschön sind wir, vollkommen.

Und dann, im Lauf der Jahre, mit jedem Tag, jedem Jahr, verformt man uns immer mehr, verbiegt uns, stülpt uns die Vorstellungen und Forderungen der Erwachsenen über. Wir wollen geliebt werden, also passen wir uns gerne an, wollen wir doch unsere Eltern zufrieden und glücklich machen – so unsere kindliche Überzeugung.

Sind wir böse und gehorchen nicht, schimpfen unsere Eltern zeigen uns deutlich ihren Ärger. Wir fühlen uns schuldig. Entsprechen wir nicht ihren Erwartungen, weil wir eben nur WIR SELBST sind, so machen wir sie traurig. Und fühlen uns wieder schuldig. Was können wir tun – was TUN wir? Wir ändern uns den Eltern zuliebe, sie sollen uns doch lieb haben. So packen wir auf unser eigenes ICH die Forderungs- und Erwartungspäckchen der Eltern, Lehrer, Chefs und anderer wohlmeinender Menschen, kleistern uns so lange damit zu, bis von dem süßen kleinen Kind, über das sich alle so gefreut haben, nur noch ein Schatten übrig ist.

Unsere Lebendigkeit schwindet, Herz und Körper versteinern, weil wir von uns selbst abgeschnitten sind. Die Mauern, mit denen wir uns zu schützen suchen, werden immer dicker, werden uns zur zweiten Haut. Gefühllosigkeit, Härte und Kälte, Gleichgültigkeit – wir empfinden dies als Normalität, als Symbol für unsere heutige Zeit. Wir merken nicht einmal mehr, dass wir in Mauern leben, errichtet mit Steinen aus Erwartungen und Forderungen der Menschen um uns herum, aber auch mit unseren eigenen Steinen.

Wie der wunderschöne David des Künstlers Michelangelo sind wir verborgen im Stein. Wir sind der Marmorblock. Er ist unser Ich geworden. Wir haben uns verloren. Unsere Persönlichkeit, unser ICH, wo ist es? Wie sieht es aus? Kennen wir es überhaupt noch, dieses von der Natur in Vollkommenheit erschaffene Wesen, das sich tief in uns verbirgt?

Wir werden so unvergleichlich perfekt geboren. Alles könnte aus uns werden, Erfinder, Arzt, Handwerker, Wissenschaftler – alles gemäß unseren Neigungen, Wünschen und Begabungen. Wenn man uns nur die Freiheit und den Raum dazu ließe. Von Kindesbeinen an gehört unser Leben nicht wirklich uns selbst, wir lassen uns in Schablonen pressen und umformen. Verleugnen uns selbst, entfernen uns immer mehr davon, wie und wer wir in Wahrheit sind. Kein Wunder, dass wir uns irgendwann erstarrt und traurig fühlen, einsam und wertlos, unser Dasein uns ohne Sinn erscheint.

Wir leben nicht den Sinn unseres eigenen Lebens, sondern den, den andere ihm gaben. Weshalb dürfen wir nicht wir selbst sein – ist es Unwissenheit, Ignoranz, Egoismus, Gedankenlosigkeit? Vielleicht ein bisschen von allem, ganz sicher jedoch keine Absicht, schon gar keine böse! Alle meinen es gut mit uns, wollen nur unser Bestes. Aber warum uns verändern wollen, da wir doch schon von unserem ersten Atemzug an vollkommen sind?

Alles, was wir für die Entwicklung unserer Persönlichkeit und für unser Leben benötigen, tragen wir in uns. Talente und Begabungen, Charakter und Eigenart, alles schlummert in uns und benötigt lediglich bedingungslose Liebe von Eltern und Familie. Diese Liebe ist wie eine Rankhilfe, sie gibt Vertrauen und Sicherheit, lässt achtsamen Freiraum und schenkt gleichzeitig Geborgenheit, sie respektiert und fördert die individuelle Entwicklung aus sich selbst heraus, begleitet wohlwollend das Wachsen und Gedeihen des winzigen Sprosses zur farbenprächtigen Blüte Mensch.

Doch die Realität sieht anders aus. Ist es nicht unfassbar traurig, dass man uns zurechtstutzt, verbiegt und zwingt, in Richtungen zu wachsen, die unserem Wesen nicht entsprechen, ihm sogar schaden? Dadurch verkümmert unser zartes Seelenpflänzchen, wir verlieren unsere Lebendigkeit, erstarren hinter Mauern und merken es nicht einmal.

Wenn tiefer Schmerz uns überwältigt, kommt so eine leise Ahnung in uns auf – diffus und noch nicht greifbar. Aber je öfter wir Kummer und Leid spüren, umso mehr wacht etwas in uns auf, will erlöst werden, frei sein, ans Licht kommen. Räum endlich die vielen schweren Steine um mich herum weg – schreit die Stimme in uns – befreie mich aus diesem harten, kalten Marmor! Ich bin hier drin, hörst du mich denn nicht? Ich klopfe schon so lange bei dir an, meine Finger sind ganz wund! Hast du denn mein verzweifeltes Rufen nicht gehört?

Das ist der Moment, in dem wir uns an die Arbeit machen müssen, unser lebendiges ICH aus dem Stein zu befreien. Es wird uns viel Mühe und Tränen kosten – aber der Lohn wird unermesslich reich sein. Wir finden uns selbst, werden wieder, was wir einst waren, das große Wunder Mensch. Endlich spüren wir uns wieder. Fühlen, dass wir leben.

Es ist so ein berauschendes Gefühl, sich von all dem Ballast zu befreien, sich ständig neu zu entdecken, all die Talente zu finden, die lange mehr als Ahnung denn als Gewissheit in der Tiefe unseres Seins schlummerten. Welch unbeschreiblich schönes Gefühl, wieder ganz bei sich selbst zu sein. Als würde man nach hundert Jahren Dornröschenschlaf frisch und munter erwachen, hungrig und gierig auf das Leben. Ein Orkan purer Lebensfreude fegt durch das wiedergefundene Leben und man kann nicht genug davon kriegen. Auch nicht von den Glücksgefühlen, die dein Denken und Fühlen überfluten und das Seelengeröll mit sich reißen.

Ein Wunder dieses neu gewonnene Leben – sei bereit, es anzunehmen. Nimm dich selbst an, so wie du bist. Mit all deinen Stärken und Schwächen, deinen Licht- und Schattenseiten, deinen Leidenschaften, Begabungen aber auch deinem Unvermögen und all den dunklen Untiefen in dir. Nur wenn du alles, was dich ausmacht, akzeptierst, bist du ganz.

Den Weg zu dir kann kein anderer für dich gehen, als du selbst. Du kennst den Weg. Am Anfang ist er schmal und beschwerlich, aber mit jedem Schritt wird er dir vertrauter, denn es ist dein Weg. Nur du hast die geheime Karte in dir, die dich zu deinem Schatz führt. Deinem inneren Quell des Lebens, der dort auf dich wartet. Nie wirst du ein spannenderes und aufregenderes Abenteuer erleben, als diese Reise zu dir. Nur eins ist noch schöner, diesen Weg Hand in Hand mit einem geliebten Menschen an deiner Seite zu gehen. Dann besitzt du alles was wichtig ist im Leben: Die Liebe zu dir und zu den Menschen.

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Ich weiß, wie schwer es ist, die wahnsinnig harte überflüssige Marmorschicht Stück für Stück abzubröckeln, um zum eigenen Kern zu gelangen, zu Deinem wahren Ich mit Deinen wahren Talenten, Deinem unverbogenen Wesen. Mir ist bewusst, wieviel Selbstüberwindung und wie viele Sprünge über den eigenen Schatten gemacht werden müssen. Und ich weiß es nicht, ob, wann und wie es uns tatsächlich gelingen wird. Denn es ist eine Größe, die nicht messbar ist. Es ist unsere reine eigene gefühlsmäßige Herzenssache.

In dem Sinne, herzlich Eure Petra Kolossa.

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Natürlich freue ich mich über Dein Feedback, Deine Meinung, Deine Vorschläge … Das Kommentarfeld unten ist dafür offen. Vielen lieben Dank 😊

Zwölf von Zwölf – Januar 2022

Erst neulichh hörte ich von dieser Aktion. Nämlich im Dezember letzten Jahres, als ich mich mit meinem Jahresrückblick 2021 auseinandersetzte. Unter dem Hashtag 12von12 zeigen Blogger immer am 12. eines Monats zwölf Bilder, die sie im Laufe ihres Tages gemacht haben. Diese Aktion würde bereits seit vielen, vielen Jahren laufen. Ich konnte leider nicht herausfinden, seit wann. Ich schaute mir einige dieser Posts an, die unter #12von12 zu finden sind und dachte mir so, es ist eine tolle Idee. Also nahm ich mir vor, 2022 Teil dieser Aktion zu sein.

Heute also ist der 12. Januar, also ein zwölfter. In meinem Kalender notierte ich es als eine Aufgabe für diesen Tag. Jedoch verknüpfte ich meine Termine nicht mit diesem zwölften Januar. Mein Tag lief als ein völlig normaler Einkommen generierender Geschäftstag. Ich steckte in fast zweistündigen Interviews. War gefesselt in administrativen Dingen.

Und was ich niemals glaubte: Es ist nicht einfach, mal so fix nebenbei zwölf Bilder zu machen. Ich lade Dich ein in meinen wirklich nicht spektakulären 12. Januar 2022.

Die Kamera scheint zu wissen, dass ich ohne Brille auf der Nase ein Blindfisch bin. Egal! Noch vor dem Make up erst einmal Kaffee und das erste (unscharfe) Bild von zwölf für Euch. Guten Morgen 😊☕
Ich las die News. So, so. Das Unwort des Jahres wurde gekürt. „Pushback„. Ich kann diese Wahl nicht nachvollziehen. Dieses Wort kenne ich nur vom Rollfeld auf Flughäfen. Es ist das Zurücksetzen, also Zurückschieben von Flugzeugen. Weshalb soll das ein Unwort sein? Ihr ahnt es. Als ich googelte, wurde dazu 16 Minuten zuvor ein Eintrag bei Wikipedia getätigt. Trifft dies (gemachte) „Unwort“ des Jahres des Pudels Kern? Sicher nicht.
Mittagszeit. Wie jeden Tag, bereitete ich die Mahlzeit frisch zu. Hähnchenfilet mit Gnocchi und Rosenkohl. Hmmm, es war lecker.
Seit einigen Tagen suche ich vergeblich nach einer Anlage, die ich unbedingt meiner Einkommenssteuererklärug hinzufügen muss. Es ist ein Sonderformular nur für das Coronajahr 2020. Ich las im Schwarmwissen, das ich ergoogelte. Dennoch. Dieses Dings konnte ich nicht fnden. Ich erinnerte mich an meinen Kollegen Michael, der das ebenso, wie ich, elektronisch, also über das Elster, erledigt. So telefonierte ich aus dem südlichsten Süden in den östlichsten Osten. Er konnte mir nicht helfen. Leider. Dennoch Danke, Micha, für das schöne Gespräch über Gott und die Welt. – PS: Eine Stunde später hatte ich einen Blitzgedanken. Ich fand die Anlage!
Mein 12. dieses Monats ist ein kompletter Bürotag. Und mir stehen die Haare zu Berge. Ich neige dazu, Zeit fressende Dinge vor mich herzuschieben. So lange, bis nur noch fünf Minuten Zeit verbleiben. „Laden Sie bitte ihre Abrechnung hoch.“ Das heißt, Tabellen ausfüllen, die nicht selbstrechnend sind. Mit dem Taschenrechner tipp, tipp … Jede Seite, jeden Beleg scannen, die Dateien umbenennen, abspeichern, Belege erfassen, scannen, alles in einen digitalen Ordner packen und an die Firma senden. Gute 1,5 Stunden Zeit habe ich damit verbraucht.
Jetzt ein umfangreiches Interview. Ich bin dann mal für 1,5 bis zwei Stunden weg 😉
Meine Art, zusätzliche Aufgaben in meinem Schreibtischkalender zu notieren. Wenn eine Aufgabe erledigt ist, wird sie abgestrichen. Ein gutes Gefühl 😊 Ansonsten führe ich meinen Kalender doppelt, also online und parallel in einem ganz normalen Timer. – PS: Ich schreibe Stenografie.
Ein Glas, das ich von meiner Schwester geschenkt bekam. Das bring mich gerade auf eine Blog-Idee. Aber darüber später … 😉
Diese Espresso-Tasse bemalte meine vielseitig kreativ begabte Tochter vor ungefähr fünfzehn Jahen. Ich nutze dieses Tässchen ganz vielseitig. Hier ein kleiner Snack am Abend.

Ich bin hundemüde. Es ist verdammt spät. Die Heizung im Bad ist eingeschaltet und ich freue mich auf die warme Dusche.

Es sind nur zehn Bilder, die meinen ganz normalen Tag begleiteten. Dennoch: Es ist das erste Mal und es ist ein Anfang. Bald ist Februar. Und wer weiß, was da ist 😉

Herzlich, Eure Petra Kolossa.