Das Glück im Keks

Diese im Halbmond geformten Kekse, gefüllt mit Glückssprüchen oder anderen Weisheiten hat sicher jeder von Euch schon einmal geknackt.

Zum Start ins neue Jahr wurden mir solche in die Hand gedrückt. Neugierig öffne ich also diese Kekshülle. Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie vernaschen sollte, oder doch lieber sein lasse. Ich entscheide mich, den geschmacklosen Teigmantel als Bio-Umverpackung zu betrachten und mache mich daran, die beiliegenden Mitteilungen zu lesen.

„Sie haben für viele Dinge eine Begabung“ – Hmm, wer denn nicht! Und nun?  Was soll ich mit dieser Feststellung anfangen?

„Aus Fehlern kann man lernen“ – Na toll! Nur gut, dass ich daran erinnert werde! – „Fehler sind da, um gemacht zu werden!“, „Es ist dumm einen Fehler ein zweites Mal zu tun.“, „Nur wer etwas tut, macht Fehler …“ – So diskutiere ich in Gedanken mit diesem Keks.

Petra, ganz ruhig. Das sind Glückskekse! Die werden sicher einen tieferen Sinn ergeben. Also mache ich mich auf die Suche.

Mir liegt ein versöhnendes Lächeln im Gesicht. Denn ohne dieser plakativen Glückssprüche hätte ich mich wahrscheinlich nie dafür interessiert und erfahren, dass es einst Mondkuchen waren, die als strategisches Kriegsmittel im 14. Jahrhundert im von der Mongolei besetzten China benutzt wurden. Und ich hätte nie erfahren, dass diese uns heute bekannten Glückskekse in China ziemlich unbekannt sind und eigentlich in den USA kreiert wurden … Aber lest doch einfach hier unter diesem Link selbst die ganze Geschichte zu diesen Keksen.

„Man soll das Glück nicht in andere Hände legen“, „Jeder ist seines Glückes Schmied“, „Das Glück liegt auf der Straße“, „Fordere das Glück nicht heraus“ … ein paar Sprüche, die sich seit x-Jahren von Mund zu Mund transportieren.

Ja, was ist eigentlich Glück? Wie würdet Ihr das definieren?

Ich freue mich über Eure Gedanken dazu. Schreibt es einfach in das Kommentarfeld.

In diesem Sinne für Euch ein glückliches Jahr 2021.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Betörend zitrisch

Mein Messer dringt ein kleines Stück in die Orange und sofort kitzelt ein frischer zitrischer Duft meine Nase. Ich atme tief ein und schneide einen kleinen Deckel mit der Narbe der einstigen Blüte ab. Drehe diese leckere Frucht und tue das Gleiche mit dem Ende, an dem sie mit dem Ast verwachsen war. Ich ritze die Schale in gleichmäßige Stücke und nehme sie ab. Hmmm, dieser Duft! Ich schließe die Augen und vor mir öffnen sich Bilder …

Viele Jahre konnte ich keine Apfelsinen essen, ohne Atembeschwerden und Ausschlag zu bekommen. Ich hatte instinktiv keinen Appetit auf diese Früchte. Jedoch liebte ich immer den Duft. Wenn er durch den Raum zog,  machte sich Frische breit. Es war inspirierend. Meine Kollegen von damals wussten es und taten mir den Gefallen, ihre Apfelsinen nicht im Pausenraum, sondern im Büro zu schälen.

Als ich Kind war, waren Apfelsinen eine besondere Leckerei in der Weihnachtszeit. Man konnte sie kaufen, einzeln in Seidenpapier eingewickelt. Auf diesem dünnen Papier war ein Bild aus der Herkunftsregion gedruckt. Ich hob es auf und presste es in einem dicken Buch. Es war exotisch, so weit entfernt und wertvoll. Apfelsinen waren ein ganz besonderer Genuss. Eine Mandarine, die der Nikolaus neben ein paar Nüssen, einem roten Apfel, Pfefferkuchen und Plätzchen legte, roch nach der nun beginnenden Adventszeit.

Inzwischen sind Orangen im Standardsortiment jedes Supermarktes zu finden. Nannten wir sie als Kinder Apfelsinen, hat sich landläufig der Begriff Organgen breitgemacht. Ich recherchierte kurz im Netz. Hier für Euch ein Link, der das Warum erklärt.

Als ich vor ein paar Monaten eine solche Orange in den Händen hielt, bekam ich einen Heißhunger auf diese Frucht. Mir lief das Wasser im Mund zusammen. Ein Gefühl, das ich seit über dreißig Jahren nicht kannte. Ich probierte also ein Stück, später wieder eins, dann mehr. Mir ging es gut. Keine Atembeschwerden und keinen Ausschlag. Nun, seither kann ich nicht genug davon bekommen.

Die Kappen der Früchte lege ich in der Küche auf die Heizung zum Trocknen, um die harten Scheiben dann in einer Glasvase zu sammeln. Begierig verbreite ich den Duft in der Wohnung.

Ich trug die Orangenscheiben in mein Atelier, um ein paar Bilder für dieses Blog zu machen. Auf dem Tisch am Fenster liegt die Spachtelarbeit, die ich parallel zu einer Auftragsarbeit anfertige. Das ist das Farbspektrum davon. Beides verband sich so harmonisch, dass ich es letztendlich im Foto festhielt.

Heute ist der 31. Dezember, der letzte Tag in diesem Jahr 2020. 

Wie jeden Morgen, hörte und las ich auch heute die Nachrichten. Nun, diese Informationen machen mich nicht wirklich glücklich.

Morgen schon schreiben wir das Jahr 2021. Mir liegt nichts mehr auf dem Herzen, als uns allen Gesundheit, Kraft, einen klaren Kopf, Bedachtsamkeit, viel Herz, ein warmes Miteinander, Fürsorge, Achtsamkeit … zu wünschen. Möge auch das kommende Jahr friedlich bleiben.

Symbolisch sende ich Euch diese vitaminreichen zitrischen Energiespender in den Jahreswechsel 2020 / 2021.

Fühlt Euch umarmt.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Frohe Weihnachten – Merry Christmas to you all

Seit vielen, vielen Jahren begleitet mich diese Pyramide aus dem Erzgebirge in der Weihnachtszeit und soll in diesem ungewöhnlichen Jahr meine Weihnachtsgrüße sinnbildlich zu Euch weitertragen.

Ich wünsche Euch angenehme, ruhige, entspannte, gemütliche, besinnliche, liebevolle und friedliche Weihnachtstage im kleinen Kreise Eurer Lieben.

Genießt die Zeit, passt auf Euch auf und bleibt gesund.

Von ganzem Herzen, Eure Petra Kolossa.

Applaus, Applaus

Stelle Dir vor: Du bist in einem Theater. Eintrittskarten brauchtest Du selbstverständlich keine kaufen. Du nimmst Deinen Platz ein. Du schaust das Stück. Es interessiert Dich. Du bist begeisterst. Das Theaterstück ist zu Ende. Der Vorhang fällt. Die Schauspieler gehen nochmals auf die Bühne und verbeugen sich. Die Zuschauer stehen schweigend auf. Sie verlassen den Saal. Sie gehen an Tischen vorbei, auf denen passend zum soeben Gesehenen Bücher, Poster, CD’s, DVD’s und so weiter zum Kauf angeboten werden. Manch einer bleibt kurz stehen und geht weiter, auch Du.

Stelle Dir vor: Du gehst zum Konzert eines Superstars. Eintrittskarten brauchst Du nicht kaufen. Du genießt das Konzert. Die Musiker geben alles. Das Konzert ist total cool. Du genießt es. Es ist zu Ende. Die Stars grüßen ihre Fans. Diese drehen sich um und gehen. Die ausgelegten Fanartikel interessieren keinen. Sie gehen daran vorbei und fahren nach Hause.

Stelle Dir vor: Du gehst zu einer Eröffnung einer Kunstausstellung. Eintritt brauchtest Du nicht bezahlen. Du genießt die Kunstwerke. Du genießt die Musik, den Sekt und die Snacks, die die Künstler für Dich gekauft haben und für Dich gern bereitstellen. Du genießt die Wärme des Raumes und die interessanten Gespräche mit den Künstlern, die von ihrer Arbeit erzählen und Dir Deinen Tag bereichern. Du ziehst Deinen Mantel über und verlässt still den Raum.

Stelle Dir vor: Du liest die Beiträge der Blogger hier im Internet. Die Texte bereichern Dein Leben, sie regen Dich zum Nachdenken an und Du findest sie absolut spannend und interessant. Du musst dafür keinen Cent bezahlen. Du kommst … und Du gehst.

Warum schreibe ich diese Zeilen? Kein Akteur kann ohne Feedback, ohne eine Resonanz seines Gegenübers leben. Es ist seine Motivation, weiter zu agieren, weiterhin seine vielen Stunden für das Schreiben zu investieren. Es ist seine Motivation, weiterhin seine kreativen Einflüsse in die Fotografie, in die Bildbearbeitung und Gestaltung zu investieren. Es ist seine Motivation, weiterhin die Jahresbeiträge für die gehosteten Seiten zu bezahen. Es ist seine Motivation für ein weiteres Handeln.

Mein Appell richtet sich an Dich: Bitte gehe nicht als stiller Leser. Dein Like, Dein Däumchen, Dein Kommentar, Deine Meinung, eine Diskussion ist das Signal, das Du an mich sendest und mir sagt, wie Du zu meinen Texten stehst. Es ist komplett egal, ob Du mich im Kommentarfeld ausbuhst und kritisierst, oder ob Du mir Dein Kompliment aussprichst. Jeder Blogger, wie auch, ich braucht ein Feedback, Deine Meinung.

Wenn Du im Beitrag, also im Blog einen Link siehst, schaue einfach rein. Du findest auf meiner Seite rechts Links zu meinen Büchern, zu meinen Kunstwerken, zu meinen Drucken. Sieh es Dir an. Dir gefällt etwas, so freue ich mich, wenn Du es erwirbst, also kaufst. Das ist meine Möglichkeit, mich selbst zu finanzieren.

Du hast die Möglichkeit, meinen Blog mit Deiner Email-Adresse zu abonnieren. Auch dazu gibt es auf der rechten Seite einen Button. So wirst Du von mir immer dann informiert, wenn es einen neuen Beitrag gibt.

Ein wenig „Applaus“ ist einfach das Brot für uns Blogger, für die Künstler. Unsere Seiten werden im World Wide Web besser wahrgenommen.

Das bedeutet: Je mehr Leser meine Seite abonnieren, je mehr Kommentare und Diskussionen und je mehr Likes ein Blog / eine Webseite hat, desto spannender ist diese für die Suchmachmaschinen wie Google & Co.

Es hilft mir, mehr Leser zu bekommen. Und diese weiteren Leser sind wiederum meine potentiellen Kunden für die Produkte, die Du hinter den Links findest.

Nun, das lag mir heute auf der Zunge und ich musste es einfach mal loswerden.

Ich freue mich auf viele weitere Blogs und danke Dir von ganzem Herzen, dass Du zu meinen Lesern gehörst.

Herzlich, Deine Petra Kolossa.

Surreal

Seit langer Zeit mache ich meine allgemeinen Einkäufe immer samstags gegen zwanzig Uhr. Geschuldet ist das aus der Zeit, als ich noch sehr viel geschäftlich unterwegs war und die Einkäufe meistens irgendwie nebenbei auf dem Heimweg erledigte. Der Supermarkt war um diese Zeit ruhig und ich konnte das ohne Stress tun. Ich mag keine flüchtigen und hastigen Einkäufe. Irgendwie ist das bis heute dabei geblieben, dass ich Samstagabend zum Einkauf fahre. Nun, einmal testete ich das zur Mittagszeit, denn schließlich bin ich seit Mitte März im „lockdown“, also im „home office“ und kann meinen Tag anders planen, dachte ich. Was soll ich dazu sagen? Diese Einkaufszeit überlasse ich gern den Müttern mit ihren kleinen herumdüsenden Kindern, den älteren Menschen, die zu zweit breit und gemütlich die Gänge belagern und den vielen Monteuren und Handwerkern, die sich mittags ihren Snack besorgen.

Gestern Abend riss mich ein Blick auf die Uhr völlig aus dem Rhythmus. Es war kurz vor halb sieben am Abend. Verdammt! Ich musste mich beeilen. Ich sprang also in meine Stiefel, schnappte den Autoschlüssel und fuhr zum Supermarkt. Denn: Um zwanzig Uhr musste ich wieder zurück sein. Unsere Regierung hier in Baden-Württemberg legte eine Ausgangssperre ab zwanzig Uhr fest und erwartet unter anderem auch damit eine Reduzierung des Covid19. Bis dahin muss ich also zurück sein, um nicht potentiell eine Strafe auferlegt zu bekommen.

Und ich muss lächeln. Als Jugendliche bekam ich regelmäßig ein paar hinter die Ohren,  wenn ich nicht punkt um zu Hause war. Nun, das vorher Erlebte war damit hinfällig und in mir als Sechszehn-, Siebzehn- und sogar noch als achtzehnjährige baute sich eine unwahrscheinliche Trotzreaktion auf. Immerzu war ich beschäftigt, nicht die Uhrzeit aus den Augen zu verlieren, da ich mit sechszehn Jahren um zwanzig Uhr zu Hause sein musste, mit siebzehn um zweiundzwanzig Uhr und so lange ich die Beine unter den Tisch meiner Eltern steckte, mit dem achtzehnten Lebensjahr um Null Uhr. So war die Kontrolle vorprogrammiert …  Einen Wohnungsschlüssel besaß ich nie. – Als ich neunzehn Jahre alt war jedoch; nämlich meinen eigenen.

Inzwischen sind fünfundvierzig Jahre ins Land gegangen und diverse Strafen regeln sich nun über Geld und immer noch die Angst. Angst, Vorschriften nicht einzuhalten, Angst, denunziert zu werden, Angst, den Ansprüchen nicht zu genügen, Angst, etwas nicht richtig zu machen, Angst, von dem wenigen Geld eine Strafe zahlen zu müssen …

Und ich frage mich: Welchen Unterschied gibt es zu damals? Die patriarchalische Erziehung, die uns Mädchen permanent ängstlich hielt und in uns Abwehr und Trotz hervorrief zu dem heutigen Handeln in den gesellschaftspolitischen Entscheidungen? In mir regt sich eine diverse Abwehr gegenüber Dingen, die mir schwammig entgegenkommen und einer diversen Logik entbehren, aber die Menschen tun es, weil sie Angst vor den Folgen haben, wenn sie den Anordnungen nicht gerecht werden. Auch ich tue es, um dem Stress der Folgen zu entgehen. Das lernte ich als Kind und Jugendliche.  Und das machen wahrscheinlich die meisten Menschen. Es ist ein Teufelskreis …

Auf dem Parkplatz schob ich meinen Chip in den Einkaufswagen, gebe die leeren Plastikflaschen in den Automaten, zupfe den Bon und schiebe den Wagen zum Eingang. Aus meiner Tasche nehme ich mein Smartphone und rufe die App „scan and go“ auf. Bevor ich die Schranke passiere, halte ich mein Telefon auf einen Code und scanne den für den Start meines Einkaufes. Mit dem Smartphone scanne ich die Barcods auf den Waren, die ich in den Einkaufswagen lege und tippe die Anzahl noch ein. Meine Einkaufsliste ist abgearbeitet. Zum Schluss scanne ich noch den Bon der zurückgegebenen Flaschen und gehe zur entsprechenden Kasse. Dort halte ich mein Smartphone an das Gerät. Mir wird der Preis angezeigt. Mit meiner Kreditkarte bezahle ich den Einkauf. Die Schranke öffnet sich und ich kann meinen Einkauf ins Auto packen.

Während der gesamten Zeit tappsten wir Kunden wie die  Zombies durch den Supermarkt. Jeder machte sein eigenes Ding. Begegnete man sich, gingen die Leute  im Bogen aus dem Weg. Die Kommunikation fand mit den Augen statt. Manches Mal gesellte sich ein kleines Nicken dazu.

Ich saß im Auto, nahm mir die feuchte Maske vom Gesicht und fühlte mich leer. Als ich das Auto anließ, schaltete sich automatisch das Radio ein. Mein Gott, was ist denn das, was ich gerade höre? Eine neue Corona-Variante könnte für den dramatischen Anstieg der Infektionen in Südengland verantwortlich sein.

Eine unendliche Geschichte bahnt sich an!

In manchen Minuten möchte ich nur noch eins: Augen zu und dieser surrealen Welt entfliehen in meine bunte Welt. Ich möchte alles abstreifen und nichts an mich heranlassen. Meine Gedanken sind bei meinen aktuellen Projektideen, die in meinem Kopf reifen und auf die Umsetzung lauern. Welch ein angenehmes Gefühl sich in mir mit dieser Ablenkung breit macht …

Heute ist bereits der vierte Advent. Wir alle werden diese Adventszeit wahrscheinlich nie vergessen, sie wird in uns Spuren hinterlassen.

Möget Ihr zur Ruhe kommen.

Habt einen angenehmen Adventssonntag.

Passt gut auf Euch auf.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

„Bollos“ – schnelle Weihnachtskekse

Ich versprach Euch ein weiteres schnelles und unkompliziertes Rezept aus der Weihnachtsbäckerei. Mein eigenes Repertoire hält sich in Grenzen, deshalb bat ich mein Netzwerk um Unterstützung.

Heute testete ich die „Bollos“ – ein Rezept, das mir Heide aus Schriesheim (Rregion Rhein-Neckar) schickte. Vor fünfunddreißig Jahren entdeckte sie dieses in einer Beilage der „Hörzu“ „und seitdem gehört das zum festen Bestandteil für’s weihnachtliche Hüftgold“ (Zitat Heide)

(diese Fotos sandte mir Heide)

Was wird benötigt?

  • 250 g gemahlende Mandeln
  • 250 g Zucker
  • 250 g Mehl
  • 250 g Buttter
  • 6 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL gemahlender Zimt
  • ca. 80 geschälte Mandeln
  • Orangenmarmelade (Ich verwendete Sanddornmarmelade.)
  • Backzeit: 20 Minuten
  • Temperatur: 150 Grad (vorgeheizt) Umluft

In eine Rührschüssel gab ich die gemahlenen Mandeln und Zucker. Verrührte alles mit einem Löffel, gab das Mehl dazu, die Eigelb und die Butter. Streute die Prise Salz und das Zimt darüber. Heide lässt alles praktisch in einer Küchenmaschine verkneten. Nun, solch ein Dings hat sich in meinem Haushalt noch nicht verirrt. Also knetete ich die Masse mit meinen Händen kräftig durch. Dabei blitzte der Gedanke „Backpulver!“ auf. Irgendwie stand das nicht bei den Zutaten. Aber ohne Backpulver 🤔 Hmm, falsch kann man da nix machen, dachte ich und gab einfach noch welches dazu 🙈 Den fertigen Teig wickelte ich in Folie und ließ ihn eine viertel Stunde ruhen. Auf zwei Backbleche legte ich Backpapier, heizte den Backofen auf 150 Grad Umluft vor. Aus dem Teig formte ich knapp achtzig Kugeln, die Bollos. Legte sie in größerem Abstand auf die Bleche. Heide sagte mir, dass diese Bollos etwas breit laufen beim Backen. Zum Schluss drückte ich eine Mandel auf jede Kugel und schob die Bleche für zwanzig Minuten in den Backofen.

Mein Blick eilte voller Sorge immer wieder zum Backofen. Ich durfte beobachten, wie die Bollos von Minute zu Minuten zu breiten, flachen Flundern mutierten. Hmm, das Backpulver!!! Es war keine gute Idee. 😅 Also bitte, lasst das weg.

Inzwischen erhitzte ich die Sanddornmarmelade in einem kleinen Topf. Damit bestrich ich nach dem Backen die Bollos.

Wow! Die Kekse sind total lecker! Es ist ein köstlicher Winterkeks. Dieses gehaltvolle Gebäck passt zum Tee oder Kaffee wunderbar in die kalte Jahreszeit.

Und alles in allem ging es sehr schnell. Für die Zubereitung brauchte ich dreißig Minuten, fünfzehn Minuten für das Ruhen des Teiges und zwanzig Minuten für das Backen. Die Bedingung „einfach und schnell“ wurde erfüllt.

Euch wünsche ich viel Spaß beim Ausprobieren dieses Rezeptes. Und wie immer, freue ich mich sehr über Euer Feedback. Schreibt mir einfach unten im Kommentarfeld.

Das nächste Rezept erhielt ich von Karola. Lasst Euch überraschen!

Genießt den dritten Advent und seid herzlich gegrüßt von Eurer

Petra Kolossa.

Oma Ralfs Quarkstollen

Ihr wisst ja, ich koche sehr gern, aber es muss schnell gehen.  Backen ist so eine Sache. Ich bin da nicht besonders geübt, wahrscheinlich, weil ich es nicht oft genug tue. Und irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass Backen ein unendlicher Aufwand ist.  Nun, vor einer Woche fragte ich auf meiner Facebook-Seite meine Freunde nach einfachen und schnellen Rezepten für die Weihnachtsbäckerei. Einige wollte ich auswählen, selbst ausprobieren und Euch hier davon berichten.

Als erstes Rezept entschied ich mich für „Oma Ralfs Quarkstollen“. Dirk aus dem fernen Norden, aus Neumünster, schickte mir eine Zutatenliste. Er erzählte mir, dass er diesen Stollen seit vierzig Jahren so backe und dieser immer gelinge. Also machte ich mich gestern Abend an den Test.

Ich gab zunächst in eine Rührschüssel:

  • 500 g Mehl (1 Pfund)
  • 150 g Zucker
  • 250 g Quark
  • 2 Eier (M)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Tütchen Vanillezucker
  • 6 Tropfen Bittermandelaroma
  • eine Prise Salz
  • 150 g Butter (statt der Margarine)

Mit einem Rührgerät verarbeitete ich diese Masse, bis es ein guter Teig wurde. Ich bnutzte zunächst die Rührstäbe, stellte aber fest, dass die Knethaken dafür besser geeignet sind. Also lieber gleich die Knethaken benutzen.

Dann gab ich die anderen Zutaten zum Teig.

  • 150 g Rosinen
  • 100 g gehackte Mandeln

Das knetete ich kräftig durch, gab dem ganzen eine Form, wickelte es in eine Folie und ließ den Teig für zwanzig Minuten ruhen. Den Backofen heizte ich auf 180 Grad Umluft, legte den geformten Teig auf ein Backblech, schob ihn auf die mittelste Schiene und ließ es sechszig Minuten backen. Als der Stollen ausgekühlt war, bestäubte ich diesen mit etwas Puderzucker.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Stollen schmeckt wirklich lecker. Es lässt sich fix vorbereiten und ist vollkommen unkompliziert umzusetzen. Für die Zubereitung habe ich zwanzig Minuten benötigt, plus zwanzig Minuten Teig ruhen und sechszig Minuten Backzeit.

Nun muss ich jedoch als gebürtige Dresdnerin, die mit dem Dresdner Stollen groß geworden ist, sagen, dass ich dieses Gebäck eher als Quark-Rosinen-Kuchen bezeichnen würde. Ganz sicher lässt sich dieses Rezept nach den eigenen Vorstellungen zum Beispiel mit Zitronat, Orangenat, Wallnüssen, vielleicht sogar mit Apfelstücken und vielen anderen Dingen modifizieren. Ohne Abstriche: Das Grundrezept ist einfach köstlich!

Probiert es einfach mal aus. Ich bin sehr neugierig über Eure Berichte. Schreibt mir einfach unten in das Kommentarfeld. Ich freue mich riesig auf Feedback. Und ich freue mich auch, wenn Ihr mir Eure sehr schnellen und einfachen Backrezepte verratet.

In der nächsten Woche probiere ich ein Keks-Rezept von Heide aus. Ihr dürft gespannt sein.

Bei uns hier im südlichsten Süden Deutschlands hat es soeben wieder begonnen zu schneien. – Wie passend!

Ich schicke Euch einen lieben Nikolausgruß. Macht es Euch gemütlich und genießt den zweiten Advent.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Einmeterfünfzig!

„Ahh, unsere Begegnungsstühle!“, denke ich und schaue mir die Fotos auf meinem Smartphone an, die ich nach dem Aufbau unserer letzten Ausstellung im Rathaus Deggenhausertal machte. Eine Idee, einst geboren von der Schweizer Künstlerin Stefanie Seiler-Saste. In unserer Künstlergruppe „seeArt“ griffen wir den Grundgedanken auf. Wir Künstler/innen haben alle einen oder mehrere solcher Begegnunsstühle gefertigt. In jeder Ausstellung, bei jeder Aktion, wo wir sind, sind auch unsere Begegnungsstühle dabei. Künstlerisch gestaltete Stühle laden ein, sich niederzulassen, sich zu setzen, sich kennenzulernen, zu kommunizieren, zu lachen, sich näher, einfach ins Gespräch zu kommen …

Auf unseren Ausstellungen wurden die Stühle gerne belegt. Die Menschen rückten zusammen, ruhten sich auf diesen aus, diskutierten und genossen die Zeit.

Nun, bei unserer aktuellen Ausstellung, die wir Mitte Oktober sang- und klanglos ohne Besucher und ohne Vernissage eröffneten, stehen nur drei dieser Stühle und ein Tisch. Für mehr war nicht Platz. Der Abstand zwischen den Stühlen von mindestens 1,50 Metern musste eingehalten werden. So die momentane „Covid19-Vorschrift“.

Ein Paradoxon. Die Begegnungsstühle mutierten zu Distanzstühlen. – Sagten wir noch vor dem März dieses Jahres: „Kommen Sie näher. Setzen Sie sich zu uns!“ Denken heute die meisten Menschen: „Halten Sie Abstand! Kommen Sie mir nicht zu nah!“

Es ist mir klar, dass auf diesen Stühlen keiner Platz nehmen und schon gar nicht mit einer anderen Person mit der Maske im Gesicht laut über diesen Abstand auf der Chefetage sich eine Unterhaltung zuwerfen wird.

Unsere nun bereits dritte Ausstellung in dem Rathaus ist eine reine Sympathie-Kunstschau. Ich war etliche Male dort in den letzten Tagen und sah mir die Situation vor Ort an. Ich traf einen einzigen Touristen, der eine Radfahrerkarte wünschte. Die Gänge sind leer. Die Menschen vermeiden Wege, die aus ihrer Sicht nicht sein müssen. Viele Dinge lassen sich online oder auch am Telefon erledigen. Nun, und der Bürgermeister scheint ebenso zwischen den Stühlen zu stehen. Kann er im Gemeindeblatt oder der Webseite des Rathauses die Bewohner dazu aufrufen, ihre Wohnung zu verlassen und sich auf die Strümpfe zum Rathaus zu machen? Es scheint, er kann es nicht. Ein Weg zum Rathaus muss einen triftigen Grund haben, die eigenen vier Wände zu verlassen. 

Und eine Kunstausstellung ist es wahrscheinlich für die meisten Menschen nicht, das Rathaus aufzusuchen. Und so sind unsere einstigen Begegnunsstühle reine Dekoration, wie auch die Werke unserer Künstler, die noch bis Anfang Januar 2021 dort zu bestaunen sind. Nach dem Aufbau unserer Ausstellung machte ich ein kleines Video. Ihr findet es auf meinem YouTube-Kanal. Hier ist der —->>> Link zu dem Video. Klickt es einfach an. Wenn Ihr meinen Kanal besuchen wollt,  findet Ihr diesen unter www.youtube.com/petrakolossa.

Wer in der Nähe des Deggenhausertals ist, packt Eure Maske ein, schaut einfach mal auf der Rathausstraße 1, in Wittenhofen im Rathaus vorbei. (Tippt in die Navigation Schulstraße 1 ein.) Schaut aber bitte zuvor hier in die Öffnungszeiten.

Mein Wesen kämpft gegen diese aufgesetzte Distanz. Wenn ich in größeren Abständen den Weg zum Supermarkt unternehme, bemerke ich jedes mal ein gesteigertes Distanzverhalten. Die derzeitige Corona-Situation verändert die Menschen.

Man sagt: Alles, was ich dreißig Tage immer wieder tue, höre, sage, lebe … verfestigt sich im Unterbewusstsein. Kurz gesagt, es brennt sich in unsere Festplatte ein. Nun, und wenn das Ganze zur Sicherheit noch ein paar Monate länger trainiert wird, ist es schwierig, mal eben so einen Sprung in das Einst zu tun. Es wird nicht mehr so sein, wie es einmal war! Und ich bin so verdammt froh, vor zwanzig Jahren den Stecker des Fernsehgerätes gezogen zu haben …

Passt auf Euch auf!

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

o. T. – ohne Titel

Ihr schaltet das Radio ein.

Nichts. Keine Musik. Kein gesprochenes Wort. Kein Text. Nichts.

Ihr kauf Euch eine Zeitschrift. Nichts. Weiße Blätter. Keine Fotografie, keine Beiträge. Nichts.

Ihr geht in den Supermarkt. Stille. Keine Hintergrundmusik. Nichts.

Ihr seid im Auto unterwegs und schaltet gewohnheitsgemäß Euer Radio ein. Nichts. Stille. Keine Musik, keine Worte. Nichts.

Ihr greift nach einem Buch. Nichts. Leere Seiten …

Ihr schaltet Euer Fernsehgerät ein. Nichts. Keine Filme, keine Konzerte, keine Serien … Nichts.

Ihr weicht zu Netflix, Spotify & Co. … aus. Nichts lässt sich streamen …

Keine Galerien, keine Bilder, keine Skulpturen … kein Theater, kein Kino, keine Bücher, keine Konzerte, keine Zeitschriften, kein TV … Nichts …

Ohne Kunst und Kultur wird es still!

Als systemunrelevant werden Kunst und Kultur beiseite geschoben, als Normalität hingenommen. Weil sie eh schon immer viel gaben und wenig nahmen, schickt man diese nun auf den erniedrigenden Weg zum Sozialamt. Diese Menschen haben keinerlei Schuld an diesen politischen Entscheidungen des lockdowns! Diese Künstler/innen und Kulturschaffenden sind meistens Freiberufler oder zum Teil unter Zeitarbeitsverträgen. Hier gibt es kein Kurzarbeitergeld. Die Hilfe vom Staat gewährt ihnen keine soziale Absicherung. Sie können von dieser Hilfe Betriebsausgaben bezahlen, also Geschäftsräume, betriebliche Kredite usw., aber kein Brötchen beim Bäcker. Sie werden auf Nachfragen zum Sozialamt geschickt. Dort müssen sie sich „nackt machen“, um Hilfe zu bekommen.

Werden Kurzarbeitergelder abhängig von der finanziellen Situation des Arbeitnehmers gezahlt? Nein. Sicher nicht. Künstler und Kulturschaffende werden ins soziale Aus geschoben. Und das ohne ihr eigenes Verschulden. Diese Branche hat Hygienekonzepte vom Feinsten erstellt und in die Umsetzung investiert … Es gibt keinerlei Nachweise, dass von dort irgendwelche gesundheitsschädlichen Übertragungen geschehen sind. Ich will es hier nicht weiter ausführen. Ihr werdet all die Dinge selbst bereits verfolgt, gelesen, gehört oder gesehen haben.

Heute bekam ich einen Aufruf der Münchener Philharmoniker, des Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks, der Bayrischen Staatsoper … und vielen anderen mehr für eine Aktion geschickt

für den Montag, den 02. November 2020, 20:00 Uhr.

„Wir haben folgende Aktion geplant.
Leite es gerne an jeden Kulturschaffenden weiter. Je mehr mitmachen, desto lauter wird die Stille.

Ohne Kunst wirds still.

Um unserem Unmut über den Umgang mit Kunst und Kultur Ausdruck zu verleihen, werden wir am Montag, den 02.11.2020 um 20 Uhr Videos, Livestreams und Beiträge unter dem Hashtag #SangUndKlanglos auf allen verfügbaren Medien veröffentlichen, die individuell dargestellt Stille zeigen. Von den großen Kulturinstitutionen bis zum einzelnen Künstler sind alle herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

„Alarmstufe Rot“ wird uns dabei unterstützen.

„Wir, die Münchner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bayrische Staatsoper und viele andere Orchester werden beispielsweise zum Konzert auftreten, aber nichts spielen. Und nach ca. 20 Minuten Stille wieder abtreten.
Seid gerne kreativ. Ob Livestream aus dem Proberaum, Wohnzimmer… oder nur ein Stillleben (Notenständer, Staffelei, Ballettschuhe…..).“

Alle die in der Kunst und Kultur involvierten Menschen und Sympathisanten rufe ich hiermit auf: Seid dabei, zeigt laut Eure Stille. Nehmt es nicht einfach als gegeben hin und glaubt nicht, es sei nutzlos und ergebe keinen Sinn.  Jeder Tropfen höhlt den Stein!

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

homepART und Magic

In einem meiner letzten Blogs schrieb ich über G.G. Cross, meine australische Freundin und Musikerin. Und ich erzählte Euch von der Idee, mein homepART-Design mit ihrem Magic-Song zu begleiten. Den ersten kleinen Clip möchte ich Euch nicht vorenthalten. Denn wir mögen diesen wirklich. Es ist eine Symbiose: Ihr kraftvoller Song und mein farbintensives Design.

Schaut selbst —–>>>

Nun, der Anfang ist getan. In den nächsten Tagen und Wochen gibt es für mich viel zu tun. Und ich freue mich schon heute, Euch bald in meinen neuen Online-Shop für die Unikate, also meine Originalprodukte, einzuladen. Selbstversändlich findet Ihr dort auch die Einzelstücke aus der „homepART“-Serie.

Hach, und jaaaa! Die Eröffnung werden wir mit einer kleinen Einweihungsparty zelebrieren.

Um etwas Geduld muss ich Euch jedoch bitten. Ihr werdet es hier rechtzeitig erfahren.

Apropos rechtzeitig: Habt Ihr schon meinen Blog abonniert? Super! Wenn nicht, dann macht es ganz schnell einfach mit Eurer E-Mailadresse. Dann verpasst Ihr keinen meiner Beiträge 😊

Und natürlich freue ich mich sehr über Euer Feedback. Schreibt es einfach unten in das Kommentarfeld. Vielen lieben Dank.

Aber für heute genug …

Herzlich, Eure Petra Kolossa.