Das war mein letzter Monat

Wir starten in den goldenen Oktober im wahrsten Sinne des des Wortes. Auch wenn die Prognosen weniger Sonne und weniger Temperaturen orakeln, erfreuen wir uns an diesem wunderschönen Herbsttag.

Mein Lieblingsmonat September schlich sich durch die Zeit, ohne von mir wie gewohnt die gebührende Aufmerksamkeit zu erhalten.

Ich scrollte durch meinen Bilderfundus auf dem Smartphone, um zu sehen, was sich in diesen dreißig Tagen so ereignet hat. Und selbst da musste ich feststellen, dass ich mit der von mir sonst bewusst gepflegten Galerie stiefmütterlich umging.

Ich will es probieren, den September 2026 zu reflektieren und nehme Dich dazu mit.

Die ersten wenigen Bilder im September machte ich am 03.09. Sie entstanden, als ich meine Kunstwerke einpackte, die ich mit zu unserer Ausstellung „ARTverwandt“ nach Brilon nehmen wollte. Ich schrieb bereits öfter von unserem Familienkunstprojekt „ARTverwandt“. Dieses Mal entschieden wir uns die Ausstellung nach unserem Namen zu verwenden.

Am 04.09. entstanden in Leipzig zwei Bilder, als ich Maria, meine Enkelin, an ihrem Atelier abholte, um gemeinsam nach Brilon zu reisen. Ich saß bereits hinter dem Steuer, als ich fix mein Telefon zückte. Flocke ist ihre Familienhündin und Maria verabschiedete sich von ihrem Partner. Die Ansicht der Karte ist ein Screenshot. Es zeigt den Weg von meinem Zuhause über Leipzig nach Brilon.

Der 05.09. war der Tag, an dem wir die Galerie aufbauten. Auch wenn die Synergien zwischen uns und der Inhaberin dieser Ausstellungsräume sich nicht fanden, konnten wir letztendlich doch eine recht gerundete Ausstellung installieren. An diesem Tag machte ich eine Aufnahme von zum gleichen Wochenende stattfindenden Stadtfest, das sich wahrscheinlich erst zum Abend füllen würde und eine Reihe von Bildern der fertigen Ausstellung. Aber auch hier hält sich die Menge in Grenzen.

Nach dem Aufbau der Ausstellung gönnten wir uns bei „Schnöggle“ ein ganz besonders schmackhaftes Eis. Eine schöne Idee ist das klitzekleine Eis zur Kostprobe am Espresso, statt eines Kekses oder einer anderen süßen kleinen Leckerei.

Am 06.09. war die Vernissage. Die Inhaberin dieser Ausstellungsräume setzte auf Zufallsbesucher und lud leider nicht gezielt ein. Diesen Fehler machten wir vor fünfzehn oder zwanzig Jahren und sammelten ausreichend Erfahrungen dabei. Wir wissen, wie es besser gehen kann. So unterhielten wir uns also mit der Künstlerin, die vor uns ausstellte und ihre Bilder abholte und mit der Künstlerin, die nach uns ausstellen wird und ihre Bilder brachte, zwei Gästen, die wir selbst am Vortag einluden, die Vermieter unserer Ferienwohnung, die uns besuchten sowie einer Künstlerin, die noch ein paar zwischengelagerte Bilder zusammenpackte und ins Auto lud. Wir brachten unsere eigene Musik  JANISA mit und hielten selbst die Rede zur Vernissage, weil der Chefin die inhaltlichen Worte fehlten. Ab und an lief ein Besucher von der Straße durch die Tür. So verbrachten wir die Zeit, um ein paar Gruppenbilder zu machen.

Das ist die weibliche Basis unseres Familienkunstprojektes „ARTverwandt“. v.l.n.r. Kerstin: Schwester, Tante, Großtante – Petra: Schwester, Mama, Oma – Maria: Tochter, Enkelin, Großnichte – Isabel: Mama, Tochter, Nichte

Auf dem Gruppenbild sind außen links noch Rolf (Kerstins Ehepartner) und außen rechts Jànos (Isabels Partner) zu sehen.

Wir lernten einen wunderbaren, offenen, lebensbejahenden  Menschen aus Warstein kennen. Carola begleitete uns an den zwei Tagen, wie auch an unserem Abbautag am 25.09.

Weiter geht es in meiner Bildergalerie auf dem Smartphone:

Das nächste Bild ist vom 10.09., wie ich faul auf dem Sessel in unserem Arbeitsraum / Atelier herumlungere.

Am 12.09. fanden wir endlich nach über einem Jahr den richtigen Platz für diese zwei Bretter-Kunstwerke einer lieben Künstlerkollegin.

Am 13.09.  wollte ich einen Blogbeitrag schreiben. So machte ich ein paar Selfies. Ich schrieb ihn nicht.

Ich arbeite in der Woche noch zehn Stunden bei meinem einstigen und jetzigen Arbeitgeber. Am 14.09. entstanden diese Bilder. Ich machte sie für unsere Familiengruppe auf WhatsApp. Ich war noch sooo müde.

Am 16.09. inspirierte mich ein Film, den wir in schwarz-weiß sahen. Ich bin wirklich froh, dass die Farbfilme schon bald zum Standard wurden.

Am 25.09. holten wir die Kunstwerke in Brilon ab. Die Fotos machte ich auf der Autobahn. Die spätabendliche Wolkenbildung einen Tag vor Vollmond beeindruckte mich.

So ganz nebenbei über einen längeren Zeitraum häkelte ich aus Wollresten Luftmaschenketten, um diese wiederum zu Granny Squares zu verarbeiten. Daraus entstand ein kleiner dicker Teppich. Kater Flo mag ihn nicht. So wird er unter dem Schreibtisch in der kalten Jahreszeit unsere Füße warm halten. Die Bilder sind vom 26.09.

Am 26.09. begann ich, die Kunstwerke, die von der Ausstellung in Brilon zurück sind, aufzuräumen. Dazu diese Bilder:

Gestern, am 30.09. fotografierte ich einige Werke für meine Galerie auf dieser Webseite. Hast Du die Galerie-Buttons schon entdeckt? Du findest sie im Menue.

Dazu entstand unter anderem das Bild meines „Mitarbeiters“ Kater Flo.

Das waren schon alle Bilder, die ich im gesamten Monat September aufnahm. Es ist wirklich nicht erschöpfend.

Im gerade gestarteten Monat Oktober werde ich mich wieder bewusster auf das Schreiben meines Blogs und die bildliche Dokumentieren der aktuellen Zeit konzentrieren.

Denn natürlich, war mein September gefüllt mit unglaublich vielen Aktivitäten, die mich zum Teil auch mächtig erschöpften. Jetzt hat ein neuer Monat gestartet. Ich will mich nicht weiter im September aufhalten.

Ich wünsche allen einen wunderbaren Start in den goldenen Oktober 🍁🍂☀️

Bis zum nächsten Mal, herzlich Eure Petra Kolossa.

Digitales Tagebuch, der Blog

Seit über zwölf Jahren schreibe ich meinen Blog. Seit dem März 2014, das ist zwanzig Jahre später, als der allererste Blog, ein digitales Tagebuch, in die Welt gesendet wurde. Ein Student gestaltete eine persönliche Webseite und schrieb seine täglichen Zeilen, die online gingen.

Schon zwei, drei Jahre später griffen diese Idee viele andere auf und schickten ihre Gedanken und ihr ganz normales Leben in derartigen Tagebüchern um die Welt. Welch eine Bereicherung! Wir alle konnten daran teilhaben und das Leben auf unserem Globus aus der Sicht von Menschen wie Du und ich kennenlernen. Auch dadurch lernten wir, die vorab eingeordneten und glattgeschliffenen Reportagen und Beiträge der Journalisten besser zu verstehen, können es hinterfragen und unser eigenes Bild dazu machen.

Diese Tagebücher nannte man Weblog, später dann gekürzt in Blog.

Es dauerte keine fünf Jahre und es wurden Plattformen entwickelt. Somit wurde es den Schreiberlingen, also den Bloggern einfacher gemacht, solche digitalen Tagebücher, Weblogs oder eben heute Blogs, ohne Programmierkenntnisse zu führen.

Das jedoch war auch der Startschuss für den Kommerz. Leider. Nur zehn Jahre später, nachdem das erste digitale Tagebuch in die Welt ging, vereinnahmten die, die diese Plattform rein kommerziell nutzen, die Idee der Blogs.

Blogs sind inzwischen zum großen Teil reine Verkaufsseiten, oder Sammelbecken für zusammengetragene Informationen von anderen kommerziellen Seiten zu einem Thema, sei es Elektronik, Pharma, Politik oder sonst etwas. Ach, und nicht zu vergessen die gefühlt Tausende Blogs, die uns ihr Superwissen überstülpen wollen. Ich meine die Berater, also die Coaches.

Ich bin eine „Old-School-Bloggerin“. Zum Warum schrieb ich vor zwei Jahren einen Beitrag. Da mich WordPress täglich daran erinnert, was ich am laufenden Tag in den vergangenen Jahren schrieb, fiel mir dieser heute in die Hände.

Hier ist der Link zu dem damaligen Beitrag. Klicke den einfach an, so kannst Du es lesen.

https://petra-kolossa.com/2024/08/09/unsere-blogosphaere/

Mich interessiert die Entwicklung des Bloggens. Deshalb lese ich immer wieder Artikel dazu oder höre ausgesuchte Podcasts. Die Grundidee, regelmäßig zu bloggen, ob täglich, einmal in der Woche oder im Monat, ist geblieben. Jedoch wird derzeit empfohlen, zu wissen, worüber ich bloggen will und unbedingt eine Nische finden muss, die ich als Experte bedienen will. Es wird empfohlen, sich in der Nische aufzuhalten und qualitativ hochwertige Beiträge zu schreiben, die dem potentiellen Leser einen Mehrwert geben, damit er dann wiederum das angebotene Produkt erwirbt oder zum Beispiel ein Abo abschließt, um noch tiefgreifendere Blogbeiträge zu kaufen.

Die neuesten Empfehlungen gehen dahin, die Arbeit einer KI zu übergeben, die sich um alles kümmert. Das heißt, die Recherche vornimmt, die optimierten Blogbeiträge schreibt, die passenden Bilder erstellt, die potentiellen Interessenten prüft und so weiter.

Das heißt, man überrgibt die Themen, Details, Umfang, Zeitrahmen an die KI, überprüft das Ganze nach Fertigstellung und die KI kümmert sich um alles Weitere.

Wer Kunde bei einer Onlinebank ist, weiß, wovon ich spreche. Die KI ist unglaublich ausgeklügelt und die KI-Maschine Kundenservice unbestechlich. Es gibt keine Grauzonen. Das kann einen lebendigen noch nicht komplett abgestumpften Menschen in den Wahnsinn treiben.

Nö. Das will ich nicht. Und es freut mich umso mehr zu sehen, dass inzwischen immer mehr Blogger zum Ursprung zurückkehren. So, wie die Menschen wieder beginnen, Bücher zu lesen, so entwickelt sich das Bloggeschehen. Langsam, aber hoffentlich stetig.

Lasst uns unbedingt die Blogosphäre mit Herz, Verstand und viel Empathie füllen.

Wir Blogger sind jeder einzelne für sich ein Rädchen im Ganzen. Wir sind Zeitzeugen. Wir halten das ganz normale Leben mit unserer Tastatur fest, bevor es die KI verfrühstücken und weiter verarbeiten kann. Jeder an seinem Platz und an seinem Ort irgendwo auf diesem Planeten.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Fernseh-Nostalgie

Die Morgensonne und Kater Flo waren heute am zeitigen Sonntagmorgen ein eingeschworenes Team, um mir meinen Schlaf zu klauen.

Der Sonnenaufgang gegen halb sechs und das Aufstehen um diese Zeit ist ja OK. Aber nicht heute, am Sonntag und das nach dem gestrigen Filme-Marathon, das wir uns gönnten.

Eigentlich wollten wir uns nur den ersten Teil von insgesamt sechszehn ansehen. Aber dann war es so spannend, dass der zweite auch noch auf dem Laptop flimmern durfte. Und dieser hörte wiederum an einem spannenden Punkt auf. Aber an dieser Stelle siegte kurz nach Mitternacht die Vernunft. Ich freue mich schon auf den dritten Teil.

Du möchtest wissen, was wir uns da angeschaut haben? Es ist eine Serie, die in der Zeit von 1973 bis 1979 im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Ich sah diese Filme nie. In meinem eigenen Haushalt hatte ich damals noch kein Fernsehgerät. Da hätte ich wenigsten Teil zehn bis zum Serienende schauen können. Im elterlichen Haushalt war das TV am Abend für uns Töchter tabu.

Somit komme ich jetzt dazu, nach über fünfzig Jahren, mit meinen gesammelten Lebenserfahrungen und einer komplett auf den Kopf gestellten politischen Situation, diese Serie zu sehen. 

Du weißt immer noch nicht, über welche Serie ich eigentlich rede? Es ist „Das unsichtbare Visier“. Die Filmmusik dazu hat sicher schon jeder von uns gehört. Diese komponierte Walter Kubiczeck und die ist wirklich legendär.

Ich mag Armin Müller-Stahl in der Hauptrolle. Er ist ein toller Schauspieler, auch wenn er ein steifer und ungelenker Tänzer ist, wie ich gestern beobachten konnte.

1977 übernahm dann Gunter Schoß ab dem zehnten Teil. Nachdem sein Vorgänger sich in der DDR eingeengt fühlte und letztendlich über einen Ausreiseantrag zwei Jahre später in die damalige BRD siedelte. Heute denkt der 95jährige darüber nach, in die USA auszuwandern, weil ihm das heutige Deutschland inzwischen suspekt ist. – Aber das nur am Rande.

Kennst Du diese DDR-Fernsehserie? Hast Du sie gesehen? Ich bin gespannt, was Du dazu erzählen kannst. Schreibe es doch einfach ins Kommentarfeld.

Noch fix ein Bild von jetzt für  Euch.

Habt einen erholsamen Sonntag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Wenige qm, die guttun

Der neue Monat hat sich heute Nacht mit Blitz und Donner laut krachend in den Verlauf unseres Jahres geschoben. Willkommen August!

Wir haben neunzehn Grad am frühen trüben, regnerischen Morgen. Ich staune. Denn nach den letzten heißen Tagen fühlt sich der laue Tagesstart fast kühl an.

Es ist ein Morgen, der mir Ruhe und Frieden schenkt. Möge der gesamte August so sein.

Genau jetzt entscheide ich mich, mich so zu verhalten, wie es die drei Affen tun. Nichts sehen, nichts hören, Klappe halten. Ich verweigere heute am Morgen die Realität über meinem Tellerrand. Den ganzen Trödel „da draußen“ will ich in diesem Augenblick nicht in mein Leben lassen.

Seit einem Jahr wohnen wir hier im wunderschönen Erzgebirge. Jeden Tag bin ich unendlich dankbar, hier sein zu dürfen.

So sah es vor einem Jahr noch aus. Das durch den Umzug erzeugte Chaos brachte mich wahrlich zur Verzweiflung. Ich erinnere mich daran, dass mir alles nicht schnell genug ging.

Wir verbrachten unsere Mahlzeiten und die freien Minuten auf der Terrasse. Zum Glück war es Sommer. 

Irgendwann im Spätherbst normalisierte sich unser Leben.

Und heute, wenn ich am zeitigen Morgen auf die Terrasse trete und unsere Stück für Stück frisch angelegte kleine grüne Oase betrachte, weitet sich mein Herz.

An warmen Sommertagen schnappe ich mir die Kannen und gehe zur nahen Wasserstelle, um natürliches Wasser für die Pflanzen zu schöpfen. Früh am Morgen ist noch alles still. Ich genieße diese Zeit wahrlich.

Mit dem Smartphone habe ich ein paar Bilder für Euch gemacht:

Die Wasseroase für alle Bewohner unserer Wohnanlage.

Salbei im Hochbeet. Pfefferminze im Topf. Die Annemone haben wir mit der Wohnung übernommen. Sie ist wunderschön.

Im Hochbeet: Majoran, Pflücksalat, Rote Beete, Rucola, Kräuter

Schwarze Johannisbeere. Unsere Komposter im Hochbeet. Die Konstruktionen klappen viel besser, als wir dachten.

Am Flieder befestigten wir zur Freude der verschiedensten Vögel die Futterstelle. Im Hintergrund seht ihr die bereits genannte Wasserstelle. Gegenüber machten wir den Hang urbar. Unter dem Apfelbaum, der hoffentlich im kommenden Jahr die ersten Früchte tragen wird, platzierten wir eine Vogeltränke.

Ein paar wenige Samen des wilden Knoblauchs, der mit umgezogen ist … Ein Umzugshelfer holte diese aus seiner Hosentasche. Er habe den einfach abgezupft, bevor die Reise von Baden-Württember nach Sachsen ging, sagte er. An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis, nach einem Jahr nochmals mein herzlichstes Dankeschön an alle so fleißigen hilfreichen Hände zu richten. Ohne Euch hätten wir das niemals auf diese Weise bewältigen können. – Das letzte Bild sind Löwenmäulchen.

Dieses Silber mit leuchtendem Gelb gab uns meine Schwester.  Greiskraut oder auch Silberblatt genannt. Und Lavendel, das ich so sehr liebe, pflanzten wir zwischen die Steine der Hangbefestigung.

Kulturbrombeeren, Heuchera und die bepflanzten Randsteine mit Lavendel. Ich freue mich schon, wenn diese im kommenden Jahr schöne Kissen entwickelt haben werden.

Noch ein paar Bilder vom Hang gegenüber unserer Terrasse.

Der komfortable Ein- und Ausgang unseres Seniorkaters Flo. Eine Johannisbeere und die Walderdbeeren entdeckten wir bereits im vergangenen Jahr. Wie schön, dass sie auch in diesem wiedergekommen sind.

Unsee beiden Hochbeete und das Zuhause für die Gartenstühle und Werkzeug.

Diese Rose war das erste Blühende, als wir damals im Mai hierher fuhren, um den Mietvertrag zu vollenden und die Wohnung zu übernehmen. Wir hüten und verwöhnen das zarte Geschöpf. Der Topf mit der Sukkulente durfte im Umzugswagen hierher reisen. Und unser alter Geldbaum steht in der Sommerfrische. Möge er sich erholen. Denn er nahm uns den Umzug ein bissle übel.

… ein letzter Blick am frühen Morgen, bevor die ☀️ um die Ecke kommt. Ich werde mir jetzt einen ☕️ bereiten.

Das sollte ein Foto werden. Es wurde versehentlich ein Sekunden-Video …

Heute nahm ich Euch auf eine Bilderreise in unsere nur wenige Quadratmeter goße grüne Oase mit. Ich bin davon überzeugt, dass es nicht viel braucht, sich einen solchen kleinen Platz zu schaffen, der uns guttut. Mag es der Balkon, die Terrasse oder ein Fensterbrett sein.

Bis zum nächsten Mal.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Wenn Worte eine Bedeutung haben

Ich weiß nicht, wie es Dir ergeht, wenn Du ein Wort hörst. Nehmen wir an, das Wort Elefant, Haus, Gebirge oder was auch immer, stellt unser kluges Gehirn sofort eine Verbindung her und wir sehen vor unserem inneren Auge eben genau das, was dieses Wort beschreibt, zum Beispiel einen Elefanten.

Nun ist die deutsche Sprache zwar eine komplizierte, jedoch eine ganz klare, vielseitige und genaue Sprache.

Deshalb treibt mich die generische Umschreibung von Worten und Begriffen in den Wahnsinn.

In den letzten Tagen hörten wir immer wieder von Demonstrierenden und Teilnehmenden. Was sind das für Wortkonstrukte? Die deutsche Sprache nennt das Demonstranten und Teilnehmer. Ganz einfach, denn diese Worte beinhalten alle Menschen, ob klein, dick, jung, alt, männnlich, weiblich oder sonst etwas.

Ein simples Beispiel sind die „Busfahrenden“. Bitte sagt mir, wer ist damit gemeint? Die Fahrgäste, die mitfahren oder die Busfahrer, die das Ding bewegen? Nun können die Sprachverdreher schlecht den maskulin-generischen Begriff Fahrgäste und Busfahrer verstümmeln und greifen auf Hicks, Sternchen und Co. zurück. Mit der Begründung, man wisse nicht, ob am Steuer eine Frau, ein Mann, ein Diverser oder ein sich anderen Möglichkeiten zuzuordnender Mensch (der Mensch – wieder maskulin, vielleicht besser: Wesen) sitzt, könnte eine Nichtachtung der Befindlichkeiten desjenigen erzeugen. Das alles lässt mich ungläubig zurück.

Wenn ich Texte lese, die komplett „durchgehickst“ sind, steige ich aus. Das Übersetzen aus dieser unsinnigen Sprachverstümmelung erschöpft meinen Verstand. Das war der Grund, weshalb ich das Abonnement einer Autorenfachzeitschrift kündigte, so sehr mich die Themen auch interessieren. Ich konnte mich auf den Inhalt nicht konzentrieren und das Geschreibe nicht mehr ertragen.

Ein anderes Beispiel zur Bedeutung von Worten, die nichts mit dieser unsinnigen Gendersprache zu haben, erlebte ich erst vor wenigen Tagen.

Mir wurde berichtet, dass jemand unter Zeitdruck stand und schnell weg musste, weil er Auzubis entlassen wolle.

Ich bedauerte es, dass das geschehen musste.

Die Reaktion meines Gegenüber wiederum verwunderte mich. Sie meinte, ich soll doch nicht immer so negativ sein.

Ich meinte, dass es doch nicht schön sei, wenn sich ein Betrieb von seinen Lehrlingen trennen müsse.

Wir redeten komplett aneinander vorbei. Warum? Weil das verwendete Wort nicht das beschrieb, was gemeint war.

Mir wurde erklärt, was dabei gemacht wird und sie sprach immer und immer wieder von Entlassung, weil es halt so heißt.

Es ist ein riesengroßer Unterschied, ob ich einen Auszubildenden aus einem Betrieb entlasse, oder ob ich einen Auszubildenden freispreche, also aus den Pflichten des Lehrvertrages losspreche. Dieser seinen Gesellenbrief erhält und er nun seinen eigenen Weg gehen wird.

Das geschieht in der Regel in einer feierlichen Veranstaltung und das ist ganz sicher eine positive Sache. Denn darum ging es.

Eine Entlassung hingegen … Nun, das muss ich nicht erläutern.

Aber selbst ich bin vor einigen Jahrzehnten in ein solches Fettnapf getreten, als ich eine ganze Menge Trichter bestellen wollte und immerzu von Filtern sprach. Die Dame konnte mich nicht verstehen und meinte, dass sie so etwas nicht haben. Ich bin fast verzweifelt, weil ich wusste, dass sie es haben und beschrieb das Ding, wofür es benötigt wurde. Letztendlich wurden wir uns einig. Immer, wenn wir uns wiedersahen, mussten wir über diese Situation lachen.

Die Sprache ist so unendlich wichtig und wir sollten dringend damit aufhören, diese bewusst und gezielt zu verändern. Dass sich Sprache auf natürliche Art im Laufe vieler Jahre verändert, ist völlig normal. Das ist ein schleichender Prozess. Politisch-ideologisch angeordnete Veränderungen hingegen sind Frevel.

An den beiden anderen Beispielen können wir sehen, welche Bedeutung die Worte einer Sprache haben. Sie sind die Basis und Voraussetzung für jede Kommunikation, für das inhaltliche Verstehen untereinander, ganz gleich an welchem Ort.

Ich weiß, so oft schrieb ich zu diesem Thema. Aber es bewegt mich immer wieder, weil die Bedeutung der Sprache in einer Gesellschaft unterschätzt wird. An vielen Schulen sinkt das Bildungsniveau rapide, weil die Grundlage für das Lernen, nämlich das Verstehen der deutschen Sprache fehlt.

Habt einen guten Tag.

Bis zum nächsten Mal, herzlich,

Eure Petra Kolossa.

Old school mit dem Auto unterwegs

Eine Stunde Fahrt liegt vor mir. Mein Beifahrer ist im Land der Träume. Diese Stunde gehört nun ganz allein mir.

Ich bin eine routinierte Autofahrerin und mag die Zeit hinter dem Steuer. Autofahren suggeriert mir eine diverse Freiheit und Unabhängigkeit. Es ist die Zeit, in der meine Gedanken spazierengehen dürfen. Viele Ideen wurden hinter dem Lenkrad geboren, manches Projekt entstand dort und etliche Dinge, die im Schwammigen lagen, klärten sich.

Inzwischen hat sich mein Lebensmodell geändert. Ich bin unter anderem von Baden Württemberg in das schöne Erzgebirge gezogen und bin mit dem Auto wesentlich weniger unterwegs, als noch vor fünf, sechs Jahren.

Die Fahrtstrecken sind für mich noch keine Routine. Ich muss mich mehr konzentrieren, als ich es bis vor kurzem gewohnt war. Da es mein Anspruch ist, regelmäßige Fahrten ganz ohne digitale Hilfsmittel zu bewältigen, bleibt die Navigation aus.

Zu Beginn war es so, dass ich ansagte, was ich als nächstes auf der Straße tun will und Holger, der sich etwas besser auskennt, korrigierte mich oder bestätigte mein Handeln.

Die Strecke, die ich jetzt fahre, ist inzwischen fast Routine. Dennoch muss ich lächeln. Denn ein paar Kilometer kurz vor Chemnitz auf der Autobahn spult sich in meinem Kopf folgendes ab:

Alle Schilder, auf denen Chemnitz steht ignorieren! Auch wenn ich durch Chemnitz will.

Ahh, Rottluff. Da muss ich runter. Ich weiß, ich will nicht nach Rottluff, aber das steht auch auf dem Schild. Der Künstler Karl Schmidt gab sich 1905 den zweiten Namen seines Wohnortes, als er Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Brücke“ wurde. Er hieß also seitdem Karl Schmidt-Rottluff. Das kann ich mir merken. Irgendeine Autobahnbezeichnung A72 oder so, bleibt bei mir nicht hängen.

Super. Jetzt also runter, aber nicht nach Rottluff, sondern auf der Autobahn bleiben. Nicht lange, nur ein Stück.

Ahh, Rabenstein. Das kenne ich. Nicht nach Rabenstein! Was willst du jetzt bei Jens? Gut, kann ich mir merken. Also weiter.

Denn jetzt schön aufpassen! Gleich muss etwas von Mittweida und ein Ort mit „O“ stehen. Verdammt, fällt mir gerade nicht ein. Ich war dort noch nicht. Oberlungwitz!! Da steht es!  Warum steht da nicht Stollberg? Egal. Das Nefeparkzeichen in Ferne gibt noch Anhalt. Also Oberlungwitz runter, auch wenn ich da nicht hin will.

Der Zwangspfeil führt mich dann auf die richtigte Strecke.

Ahhh, rechts das „Emils“. Ich muss links abbiegen. Dann weiter wie stricken. Erst abbiegende Hauptstraße, dann eine links, eine rechts, eine links, durch die Brücke durch und dann einfach auf der Straße bleiben. Alles Weitere ist tatsächlich Routine, bis ich unseren Wohnort erreicht habe …

So präge ich mir Wegestrecken ein, bis es ganz einfach zum Leben dazugehört, ich nicht mehr nachdenke, also Routine ist.

Wie machst Du es ohne digitale Navigation, also ganz old school? Wie prägst Du Dir neue Fahrtrouten ein?

Schreibe es einfach in die Kommentare. Ich freue mich, vielleicht andere Methoden kennenzulernen.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Vor vierzig Jahren

Durch die Medien wurde ich heute am Morgen daran erinnert, dass sich vor vierzig Jahren die Nuklearkatastrophe in Tschernobyl ereignete.

Als dies geschah, hielt ich mich keine einhundert Kilometer entfernt dort auf. Vor vier Jahren schrieb ich einen Blogbeitrag, in dem es unter anderem darum geht. Ich verlinke diesen Beitrag „Ich erinnere mich“ hier für Euch.

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Trödeln in der Markthalle Dresden

In den letzten Tagen vertiefte ich mich in kreative Projekte und war mit meinen Gedanken eher dort, als bei meiner Tastatur und dem Schreiben. Dabei liebe ich es tatsächlich.

Als ich heute mein Tablet einschaltete, an dem ich meine Blogbeiträge gern schreibe, Stand der Akku auf Null. Derart vernachlässigt habe ich mein Gerät lange Zeit nicht. So musste ich mein Schätzchen erst einmal andocken und wiederbeleben.

Also gönnte ich mir einen Kaffee aus meiner Liebslingstasse, die ich vor langer, langer Zeit von meiner lieben Freundin Petra aus der Oberlausitz erhielt …

… und überbrückte die Zeit damit, die Fotogalerie auf meinem Smartphone aufzuräumen.

Hach, was mir da alles in die Finger fiel. Seit etlichen Jahren habe ich mir angewöhnt, Dinge, die mich irgendwie berühren mit dem Phone festzuhalten. Knips und in der Kiste erst einmal gespeichert. Wer weiß, wofür es gut sein könnte. Nun, das wäre ja in Ordnung, wenn ich später auch regelmäßig meine vielen Bilder aufräumen und aussortieren würde. Dabei bin ich ziemlich nachlässig. Wie handhabst Du es? Bist Du disziplinierter als ich?

So kamen mir zum Beispiel heute am Morgen Bilder vom 28. Februar 2026 in die Hände. Wir besuchten damals bei einem Zwischenstopp die historische Markthalle in Dresden. Das, weil dort der letzte Trödelmarkt für die vergangene Wintersaison stattfand und wir einen solchen in dieser Halle noch nie sahen, war es ein willkommener Anlass, das nachzuholen.

Es ist eine imposante Vorstellung. Schließlich wurde das Gebäude Ende des neunzehnten Jahrhunderts eigens als Händlerdomizil, also als Markthalle, errichtet. Als diese im verheerenden zweiten Weltkrieg zertört wurde, holte man sie Stück für Stück aus den Ruinen in das pulsierende Leben zurück.

Ein Trödelmarkt im Freien in seiner Vielfalt und Menge der angebotenen Produkte ist ziemlich beeindruckend. Aber auf einer komprimierten Fläche in einem geschlossenen historischen Gebäude, wie dieser fantastischen Markthalle fühlte ich mich fast reizüberflutet.

Hier für Euch ein paar der Bilder, die ich im Februar aufnahm:

Ist das nicht eine imposante Markthalle?!

Eigentlich wollte ich nichts von den vielen angepriesenen Dingen mitnehmen. Aber als ich zwei Porzellanschüsseln entdeckte,  konnte ich nicht widerstehen. Sie haben eine Form, die ich so sehr liebe. Ich umschlich den Stand und letztendlich mussten diese für einen Schnäppchenpreis, den es wohl nur auf einem Flohmarkt gibt, von insgesamt nur fünfzehn Euro, mit.

Gerade räumte ich den Geschirrspüler aus. Als ich dabei die besagten Schüsseln entahm, musste ich fix ein Foto für Euch machen 😄

Wie ergeht es Dir, wenn Du auf einem Flomarkt bist? Trägst Du in der Regel eine neue Errungenschaft nach Hause?

Habt einen guten Tag.

Bis zum nächsten Mal, Eure Petra Kolossa.

Pünklich, wie die Bahn: Das Wetter

Huch, auf den Wetterbericht ist, wie auf „Die Bahn“, Verlass. Heute am Morgen rieb ich mir ungläubig die Augen. Fiel doch nicht etwa achtundvierzig Stunden später pünktlich der prognostizierte Schnee.

Seit Monaten beobachte ich verschiedene Wettervorhersagen und vergleiche diese mit der Realität. Mir ist es unbegreiflich, weshalb Wetterprognosen nicht mehr für wenigstens drei Tage möglich sein sollen. Vielleicht sollten wir doch lieber einen Frosch befragen oder einen tiefen Blick in die Glaskugel werfen.

Absurd sind die theatralisch vorgetragenen Erklärungen der wetterschlauen Interpreten an den kunterbunten digitalen Wetterkarten im Fernsehen, die auch im großen word wide web zu sehen sind. Wie wird das Wetter im März? Wie wird der Sommer 2026? Tja, wie wohl? Das Beste ist, wir schauen am Morgen vor die Haustür, halten mal den Finger in die Luft, um die Windrichtung zu prüfen, atmen tief durch, um die „gefühlte“ Temperatur festzustellen und schon wissen wir Bescheid. Ich denke, so ähnlich tut das wohl inzwischen fast jeder.

Die für die meisten Menschen langweiligste Information im Radio und Fernsehen, waren die Wasserstandsmeldungen oder Meldungen der Pegelstände. Irgendwann 2015 oder 2016 wurden diese Meldungen eingestellt. Wahrscheinlich, weil  man bemerkte, dass sich jeder, der diese brauchte aus dem Netz ziehen kann.

Die theatralischen aufgeladenen Wetter-Sketche haben sich aus meiner Sicht selbst als ad absurdum geführt.

Ich gehe davon aus, dass es gute Wetterprognosen geben wird. Dabei denke ich zum Beispiel an den Flugverkehr, Schifffahrt, Transportwesen und so weiter.

Macht es doch einfach wie mit den Pegelständen, wobei diese wahrscheinlich genau waren. Spart Euch die Fernsehvorträge und gebt den Leuten den Einblick in fundierte Prognosen.

Bis dahin werde ich mich mit „Grete“ verbünden und die Wetterlage einfach erahnen 😉

Kennst Du eine wirklich gute Wetter-App?

Bis zum nächsten Mal, Eure Petra Kolossa.

Die Künstlerin Theresia Hillebrand erschuf  meine „Grete“.

Zwischen schwarz und weiß

Kurz überlege ich, hier in meinem Blog Bilanz über das Jahr 2025 zu ziehen. Ich entschied mich, es nicht zu tun.

Denn ich denke, dass dieses 2025 nicht nur für mich, sondern wahrscheinlich für fast alle von uns ein verdammt anstrengendes und uns forderndes Jahr gewesen ist.

Das was einmal sein wird, also das, was uns das neue Jahr, das 2026, mit sich führen wird, wissen wir heute noch nicht.

Es wäre wirklich schön, wir könnten einen Blick in die mystische Glaskugel werfen und bekämen eine rationale Antwort. So bleibt uns nur, unser Wissen, unseren Verstand und unsere Erfahrungen mit einer Prise Spekulation zu verrühren, um eine vage Vorstellung von dem zu erhalten, was potentiell auf uns einströmen könnte. Also bleiben wir aufmerksam und achtsam.

Um uns daran zu erinnern, dass es zwischen schwarz und weiß eine ganze Menge Farben gibt, malte ich für Euch diese starke und optimistische „Fantafantin“ als Glücksbringer für das Jahr 2026.

In ein paar Stunden ist 2025 Geschichte. Lassen wir es los und gehen zuversichtlich ins 2026!

Ich wünsche allen meinen Lesern ein wunderbares, erfolgreiches, gesundes, glückliches neues Jahr. Mein Herzenswunsch für mich und uns alle: Möge auch dieses Jahr friedlich bleiben.

Herzlich danke ich Dir, dass Du mich sowie meine Texte und Bilder begleitest. Ich freue mich riesig, Dich auch in 2026 als treue Leserin beziehungsweise treuer Leser an meiner Seite zu wissen.

Kommt gut rein! 🎉✨️🥂

Herzlich, Eure Petra Kolossa.