Old school mit dem Auto unterwegs

Eine Stunde Fahrt liegt vor mir. Mein Beifahrer ist im Land der Träume. Diese Stunde gehört nun ganz allein mir.

Ich bin eine routinierte Autofahrerin und mag die Zeit hinter dem Steuer. Autofahren suggeriert mir eine diverse Freiheit und Unabhängigkeit. Es ist die Zeit, in der meine Gedanken spazierengehen dürfen. Viele Ideen wurden hinter dem Lenkrad geboren, manches Projekt entstand dort und etliche Dinge, die im Schwammigen lagen, klärten sich.

Inzwischen hat sich mein Lebenmodell geändert. Ich bin unter anderem von Baden Württemberg in das schöne Erzgebirge gezogen und bin mit dem Auto wesentlich weniger unterwegs, als noch vor fünf, sechs Jahren.

Die Fahrtstrecken sind für mich noch keine Routine. Ich muss mich mehr konzentrieren, als ich es bis vor kurzem gewohnt war. Da es mein Anspruch ist, regelmäßige Fahrten ganz ohne digitale Hilfsmittel zu bewältigen, bleibt die Navigation aus.

Zu Beginn war es so, dass ich ansagte, was ich als nächstes auf der Straße tun will und Holger, der sich etwas besser auskennt, korrigierte mich oder bestätigte mein Handeln.

Die Strecke, die ich jetzt fahre, ist inzwischen fast Routine. Dennoch muss ich lächeln. Denn ein paar Kilometer kurz vor Chemnitz auf der Autobahn spult sich in meinem Kopf folgendes ab:

Alle Schilder, auf denen Chemnitz steht ignorieren! Auch wenn ich durch Chemnitz will.

Ahh, Rottluff. Da muss ich runter. Ich weiß, ich will nicht nach Rottluff, aber das steht auch auf dem Schild. Das kann ich mir merken. Der Künstler Karl Schmidt gab sich 1905 den zweiten Namen seines Wohnortes, als er Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Brücke“ wurde. Er hieß also seitdem Karl Schmidt-Rottluff. Das kann ich mir merken. Irgendeine Autobahnbezeichnung A72 oder so, bleibt bei mir nicht hängen.

Super. Jetzt also runter, aber nicht nach Rottluff, sondern auf der Autobahn bleiben. Nicht lange, nur ein Stück.

Ahh, Rabenstein. Das kenne ich. Nicht nach Rabenstein! Was willst du jetzt bei Jens? Gut, kann ich mir merken. Also weiter.

Denn jetzt schön aufpassen! Gleich muss etwas von Mittweida und ein Ort mit „O“ stehen. Verdammt, fällt mir gerade nicht ein. Ich war dort noch nicht. Oberlungwitz!! Da steht es!  Warum steht da nicht Stollberg? Egal. Das Nefeparkzeichen in Ferne gibt noch Anhalt. Also Oberlungwitz runter, auch wenn ich da nicht hin will.

Der Zwangspfeil führt mich dann auf die richtigte Strecke.

Ahhh, rechts das „Emils“. Ich muss links abbiegen. Dann weiter wie stricken. Erst abbiegende Hauptstraße, dann eine links, eine rechts, eine links, durch die Brücke durch und dann einfach auf der Straße bleiben. Alles Weitere ist tatsächlich Routine, bis ich unseren Wohnort erreicht habe …

So präge ich mir Wegestrecken ein, bis es ganz einfach zum Leben dazugehört, ich nicht mehr nachdenke, also Routine ist.

Wie machst Du es ohne digitale Navigation, also ganz old school? Wie prägst Du Dir neue Fahrtrouten ein?

Schreibe es einfach in die Kommentare. Ich freue mich, vielleicht andere Methoden kennenzulernen.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Spaß oder stillos?

Was sind deine Lieblings-Emojis?

Es sind zwei, die ich gern nutze.

Zum einen verwende ich dieses Smiley 😉. Meistens, um potentielle Fehlinterpretationen meiner geschriebenen Worte zu vermeiden. Damit sollte auch der letzte Leser verstanden haben, dass meine Worte in dem notierten Zusammenhang eine ironische Note, ein Augenzwinkern, in sich tragen

Das zweite ist das 🫶. Ein mit zwei Händen geformtes Herz soll bei dem Empfänger signalisieren, dass es von meinem Herzen kommt, ich von Herzen danke, dem anderen alles von Herzen wünsche und so weiter. Diesem Herz liegt aus meiner Sicht keinerlei Intimität inne.

Es gibt noch ein drittes Emoji, das ich häufig einzeln der Situation angepasst verwende. Es sind die drei Affen. Nicht hören, nicht sehen, nicht reden, also die hier: 🙈🙉🙊 Mit denen drücke ich gern mein diverses Entsetzen, Erstaunen, oder ein eigenes dämliches Handeln aus.

Man sagt, es sei stillos, Emojis zu verwenden. Dass Menschen, die derartige benutzen ihren Worten einen billigen Touch überziehen würden. Es mag sein. Dennoch mag ich es, insbesondere in Kurznachrichten und lasse mir den Spaß nicht nehmen.

Welche Emojis begleiten Dein schriftliches Leben?

Habt einen wunderbaren Tag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Vor vierzig Jahren

Durch die Medien wurde ich heute am Morgen daran erinnert, dass sich vor vierzig Jahren die Nuklearkatastrophe in Tschernobyl ereignete.

Als dies geschah, hielt ich mich keine einhundert Kilometer entfernt dort auf. Vor vier Jahren schrieb ich einen Blogbeitrag, in dem es unter anderem darum geht. Ich verlinke diesen Beitrag „Ich erinnere mich“ hier für Euch.

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Wer kann noch „diskutieren“?

Über welche Themen diskutierst du gerne?

Wer kann heutzutage tatsächlich noch diskutieren? Ich denke, das haben wir Menschen längst verlernt.

Wer kann dem anderen wirklich zuhören? Ich beobachte das schon viele Jahre. Meistens ist dein Gegenüber, wärend du noch sprichst, bereits in seinen Gedanken, damit beschäftigt, wie und was er Dir selbst als nächstes sagen will. Er kann nicht zuhören und fällt Dir sogar ins Wort, um auf seiner Meinung zu beharren. Nicht das Diskutieren um einen vernünftigen Konsens zu erlangen ist in heutigen Diskussionen das Ziel, sondern recht zu behalten. Und das um jeden Preis.

Das wird den Leuten in den Fernseh-Talkshows vorgelebt, in denen keiner ausreden darf. Man sich permanent unterbricht und keine Meinung zulässt, als der suggerierten vermeintlich guten und richtigen. Letztendlich geht es nur um das „Rechthaben“.

Wir dürfen es in den Interviews erleben, in denen die Journalisten nicht mehr in der Lage sind, eine neutrale Gesprächskulisse aufzubauen. Sie erhöhen sich selbst und zwingen ihre eigene Meinung dem Interviewpartner auf, wenn dieser einer anderen ist. Der wiederum wird in eine Rechtfertigungssituation gedrängt, die aus meiner Sicht unwürdig und erniedrigend ist.

Ich könnte noch viele Beispiele nennen. Aber das ist nicht die heutige WordPress-Frage.

Beantworten kann ich diese nur so: Ich diskutiere keine Themen gern.

Diskussionen unter den heute von außen antrainierten Standards ermüden und laugen mich aus. Ich habe absolut keinen Bock, mich diesen unwürdigen auf Meinungen beharrenden egozentrischen, zu nichts führenden Schlagabtauschen, die alles andere als Diskussionen sind, auszusetzen.

So, nun erst einmal ein Käffchen. Habt einen wunderbaren, sonnigen Sonntag.

Bis zum nächsten Mal.

Herzlich,Eure Petra Kolossa.

Hopp oder top

Wann bist du das letzte Mal ein Risiko eingegangen? Wie ist es ausgegangen?

Mal von den kleinen alltäglichen Risiken, die man bereits täglich mit jeder Bewegung eingeht, wie stolpern, verschlucken, ausrutschen, gegen eine Wand rennen, von einem Auto erfasst, einem Blitz erschlagen, einem Vogel bekäckert zu werden, unter dem Bettzipfel zu ersticken, von der Teppichkante zu stürzen und so weiter, war mein letztes wirkliches Risiko Mitte April des vergangenen Jahres.

Hopp oder top. Zehn Tage später kam das Top. Und bis zum heutigen Tag bin ich unglaublich froh, seelig und dankbar, es riskiert zu haben.

Worum es dabei ging, willst Du wissen? Psssst 🤫 Das ist mein Geheimnis.

Wie ist es bei Dir? Wann bist Du zuletzt ein Risiko mit welchem Ergebnis eingegangen?

Habt einen wunderbaren sonnigen Tag.

Bis zum nächsten Mal, Eure Petra Kolossa.

Trödeln in der Markthalle Dresden

In den letzten Tagen vertiefte ich mich in kreative Projekte und war mit meinen Gedanken eher dort, als bei meiner Tastatur und dem Schreiben. Dabei liebe ich es tatsächlich.

Als ich heute mein Tablet einschaltete, an dem ich meine Blogbeiträge gern schreibe, Stand der Akku auf Null. Derart vernachlässigt habe ich mein Gerät lange Zeit nicht. So musste ich mein Schätzchen erst einmal andocken und wiederbeleben.

Also gönnte ich mir einen Kaffee aus meiner Liebslingstasse, die ich vor langer, langer Zeit von meiner lieben Freundin Petra aus der Oberlausitz erhielt …

… und überbrückte die Zeit damit, die Fotogalerie auf meinem Smartphone aufzuräumen.

Hach, was mir da alles in die Finger fiel. Seit etlichen Jahren habe ich mir angewöhnt, Dinge, die mich irgendwie berühren mit dem Phone festzuhalten. Knips und in der Kiste erst einmal gespeichert. Wer weiß, wofür es gut sein könnte. Nun, das wäre ja in Ordnung, wenn ich später auch regelmäßig meine vielen Bilder aufräumen und aussortieren würde. Dabei bin ich ziemlich nachlässig. Wie handhabst Du es? Bist Du disziplinierter als ich?

So kamen mir zum Beispiel heute am Morgen Bilder vom 28. Februar 2026 in die Hände. Wir besuchten damals bei einem Zwischenstopp die historische Markthalle in Dresden. Das, weil dort der letzte Trödelmarkt für die vergangene Wintersaison stattfand und wir einen solchen in dieser Halle noch nie sahen, war es ein willkommener Anlass, das nachzuholen.

Es ist eine imposante Vorstellung. Schließlich wurde das Gebäude Ende des neunzehnten Jahrhunderts eigens als Händlerdomizil, also als Markthalle, errichtet. Als diese im verheerenden zweiten Weltkrieg zertört wurde, holte man sie Stück für Stück aus den Ruinen in das pulsierende Leben zurück.

Ein Trödelmarkt im Freien in seiner Vielfalt und Menge der angebotenen Produkte ist ziemlich beeindruckend. Aber auf einer komprimierten Fläche in einem geschlossenen historischen Gebäude, wie dieser fantastischen Markthalle fühlte ich mich fast reizüberflutet.

Hier für Euch ein paar der Bilder, die ich im Februar aufnahm:

Ist das nicht eine imposante Markthalle?!

Eigentlich wollte ich nichts von den vielen angepriesenen Dingen mitnehmen. Aber als ich zwei Porzellanschüsseln entdeckte,  konnte ich nicht widerstehen. Sie haben eine Form, die ich so sehr liebe. Ich umschlich den Stand und letztendlich mussten diese für einen Schnäppchenpreis, den es wohl nur auf einem Flohmarkt gibt, von insgesamt nur fünfzehn Euro, mit.

Gerade räumte ich den Geschirrspüler aus. Als ich dabei die besagten Schüsseln entahm, musste ich fix ein Foto für Euch machen 😄

Wie ergeht es Dir, wenn Du auf einem Flomarkt bist? Trägst Du in der Regel eine neue Errungenschaft nach Hause?

Habt einen guten Tag.

Bis zum nächsten Mal, Eure Petra Kolossa.

Tattoo – ja oder nein?

Welches Tattoo möchtest du und an welcher Körperstelle?

Ich bin höchstwahrscheinlich das Relikt einer einstigen Zeit.

„Zu meiner Zeit“, hach, wie verstaubt und altmütterlich das klingt, trugen Tätowierungen in der Regel Seefahrer, solche aus dem Knast oder sonstige Gestrandete.

Tattoos der zur See fahrenden Männer bildeten eine Einheit. Das gehörte irgendwie dazu, denn die Motive bauten eine Brücke zu deren Leben.

Gruselig hingegen fand ich schon als Kind die zum Teil dilettantisch genadelten Symbole auf der Haut der Menschen, die damit eine Zugehörigkeit zu diversen Gruppierungen dokumentierten.

Vor meinen Augen sehe ich noch heute eine Frau mit tätowierten Tränen im Gesicht. Es war an einer Straßenbahnhaltestelle, an der sie immer mit anderen von Kopf bis Fuß tätowierten Männern lungerte. Selbst wenn sie in schallendes Lachen ausbrach, sah sie skuril unglücklich aus. Ich konnte das nie verstehen. Noch heute, über fünfzig Jahre später erinnere ich mich daran.

Ich erinnere mich auch noch an eine junge tätowierte Frau, die gerade mit ihrem zweiten Kind schwanger war, die ich vor wenigen Jahren interviewte. Im Laufe des Gespräches traf sie ganz nebenbei eine Aussage, die in mir noch lange nachhallte. Sie erwähnte, dass das Tattoostechen süchtig mache. Es sei ein euphorisches Gefühl, diesen Akt am eigenen Körper zu spüren. Wer einmal damit beginne, will es immer und immer wieder.

Die allerwenigsten Tattoos auf menschlicher Haut erwecken in mir ein gutes, sympathisches Gefühl.

Mir ist bewusst, dass Tattoos, auch als Körperkunst bezeichnet, eine uralte Geschichte haben. Selbst an dem alten Ötzi (ca. 3.300 v. Chr.) wurden einundsechszig Tätowierungen entdeckt.

Vereinzelte, sehr, sehr wenige Tattoos auf einem Körper empfinde ich als schön. Wenn, dann auf einem muskulösen Arm, zum Beispiel. Bei zarten Mädchen tut es mir fast weh und bei schwammigen Körpern … Ach, lassen wir das.

Immer weniger Menschen, die ich kenne, tragen keine Tattoos.

Die heutige Frage an uns Blogger geht mit einem Selbstverständns ans Werk, als müsse es so sein, dass jeder ein solches Stechwerk am Körper wolle.  Die Frage ist nämlich nur: Welche Tattoos und wo.

Meine Antwort: Keine und nirgendwo!

Genießt Euren Freitag ☀️

Bis zum nächsten Mal,

Eure Petra Kolossa.

Nur ein Wort

Nenne ein Wort, das dich beschreibt.

FRAU

Hätte ich mir nicht selbst vorgenommen, die täglichen Fragen an uns Blogger zu beantworten, würde ich die heutige ignorieren.

Kann  man einen Menschen mit einem einzigen Wort beschreiben?

Seit dem frühen Morgen denke ich immer wieder darüber nach. Mir will es nicht gelingen. Aber eines beschreibt mich sicher. Das ist das Wort „Frau“.

Könntest Du Dich mit einem einzigen Wort beschreiben?

Schreibe es doch einfach ins Kommentarfeld.

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Der Kitt im Miteinander

Was war das schönste Kompliment, das du bekommen hast?

Komplimente sind Balsam für die Seele, das Herz und schmeicheln das Ego. Sie sind der Kitt im Miteinander. Wir genießen Komplimente gleich eines besonderen Bonbons.

Ich selbst bekam Komplimente erst, als ich sechszehn oder siebzehn Jahre alt war. In meinem Elternhaus war es nicht üblich, Lob oder gar Komplimenten zu verteilen. Nach dem Motto: Nicht getadelt ist halb gelobt.

Als ich mit den ersten Schmeicheleien, wie ich glaubte, konfrontiert wurde, wusste ich damit nicht umzugehen. Erst viel, viel später lernte ich, Komplimente einzuordnen und inzwischen dankbar anzunehmen.

Von einem „schönsten Kompliment“ kann ich nicht erzählen. Komplimente stehen immer im Kontext einer Situation und ich liebe diese netten Worte alle, nehme sie dankbar an und  behalte sie warm in meinem Herzen.

Ich selbst verschenke gern ein Kompliment, ganz gleich wie klein, nebenbei oder groß es sein mag. Schon eine kleine nette Bemerkung nebenbei ausgesprochen, wird ein Lächeln ins Gesicht meines Gegenübers und auch in meins zaubern und unseren Tag etwas heller scheinen lassen.

Die Wiesen sind von der kalten Nacht noch gefroren. Jedoch hat sich inzwischen die wärmende Sonne in den zeitigen Morgen geschoben und wird uns einen wunderschönen Tag schenken.

Habt alle eine solchen ☀️🌷

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Übers Land

Du gehst auf eine Überlandreise. Reist du per Flugzeug, Bahn, Bus, Auto oder Fahrrad?

Ich muss ein wenig schmunzeln. Das Flugzeug schließt sich bei einer „Überlandreise“ aus. Die Erklärung liegt bereits im Wort.

Eine solche Reise geht über das Land, abenteuerlich in eher abgelegene Regionen. Ein robustes Fahrzeug, ein stabiles Fahrrad und gute, feste Schuhe wären hierbei meine Wahl.

Jedoch werde ich eine solche Tour auf keinen Fall unternehmen. Camping oder andere rustikale Wohnsituationen, wenn auch nur temporär, stressen mich. Und bei einer solchen Überlandreise, kommt man da wohl nicht drumrum 😉

Magst Du Überlandreisen?

Habt einen wunderbaren Tag.

Bis zum nächsten Mal,

Eure Petra Kolossa.