Das Jahr 2025 steht bei mir für Verschlankung. Es ist ein wunderbar dehnbarer Begriff. Ich meine damit nicht nur die überflüssigen Kilogramm, die ich mit mir herumschleppe. Gemeint sind all die Dinge, von denen ich mich bisher nicht trennen wollte oder die Sachen, die sich immer im Laufe eines Lebens ansammeln. Man legt diese einfach nur beiseite oder lässt sie im Schrank verschwinden. Ich bin mir sicher, Du kennst das auch. Man glaubt immer, diese Dinge irgendwann einmal vielleicht noch gebrauchen zu können. Das Loslassen ist manches Mal wirklich schwer.
Vor ein paar Tagen fielen mir meine alten Stickmuster aus den 1970ern in die Hände. Es ist nicht zu fassen. Ich hatte sie tatsächlich noch. Und was habe ich getan? Ich schaute mir jedes Blatt an und versank in die Zeit, in der ich leidenschaftlich gern stickte. Zum großen Teil entwarf ich die Muster selbst. Ich liebte es, meine eigenen Zeichnungen auszusticken und damit etwas ganz Individuelles zu besitzen oder auch zu verschenken.
Was hättest Du mit dem ganzen Kram gemacht? Vernünftig wäre es gewesen, das alles der Papiertonne zu übergeben. Was tat ich? Ich packte alles sorgfältig ein und räumte es wieder in den Schrank.
Als ich die kleinen Holzkunstschätzchen aus dem Erzgebirge,also unsere kleinen Holzvögel, an den Frühlingsstrauß hing, schoss mir eine Idee durch den Kopf. Ich dache an eine neue vierteilige Bilderserie, die ich in meinem knallbunten Stil malen möchte.
Ich bin mir sicher, dass meine Gedanken einen Bogen schlugen von diesem Strauß zu meinen alten Stickmustern von vor fünfzig Jahren.






Ich löste die Pigmente der Aquarellsstifte mit Wasser an, um die Leuchtkraft der Farben hervorzulocken.
Nun arbeitet mein Kopfkino, um eine gute Lösung für ein Arrangement der knallbunten Vogelschar zu finden. Noch habe ich sie nicht endgülig gefunden. Denn das soll das erste Bild der vier Jahreszeiten werden, nämlich der Frühling.

Auch das ist Frühling. Es macht mir Spaß, derartige Installationen für Fotos zusammenzustellen.
Ich liebe die kraftvollen klaren Farben dieses Bildes.
Heute ist der erste April, der Tag, an dem wir uns alle gegenseitig verklappsen und dumme Dinge erzählen. Kurz dachte ich darüber nach, auch einen solch lustigen Beitrag zu schreiben. Aber dann entschied ich mich dagegen. Warum sollte ich? Davon tropft doch jeden Tag ausreichend aus dem Äther 😉
Also passt gut auf, um heute keinem albernen Spruch auf den Leim zu gehen.
Bis zum nächsten Mal,
herzlich, Eure Petra Kolossa.







































































