Von alten Stickmustern zu neuen Kunstwerken: Ein kreativer Prozess

Das Jahr 2025 steht bei mir für Verschlankung. Es ist ein wunderbar dehnbarer Begriff. Ich meine damit nicht nur die überflüssigen Kilogramm, die ich mit mir herumschleppe. Gemeint sind all die Dinge, von denen ich mich bisher nicht trennen wollte oder die Sachen, die sich immer im Laufe eines Lebens ansammeln. Man legt diese einfach nur beiseite oder lässt sie im Schrank verschwinden. Ich bin mir sicher, Du kennst das auch. Man glaubt immer, diese Dinge irgendwann einmal vielleicht noch gebrauchen zu können. Das Loslassen ist manches Mal wirklich schwer.

Vor ein paar Tagen fielen mir meine alten Stickmuster aus den 1970ern in die Hände. Es ist nicht zu fassen. Ich hatte sie tatsächlich noch. Und was habe ich getan? Ich schaute mir jedes Blatt an und versank in die Zeit, in der ich leidenschaftlich gern stickte. Zum großen Teil entwarf ich die Muster selbst. Ich liebte es, meine eigenen Zeichnungen auszusticken und damit etwas ganz Individuelles zu besitzen oder auch zu verschenken.

Was hättest Du mit dem ganzen Kram gemacht? Vernünftig wäre es gewesen, das alles der Papiertonne zu übergeben. Was tat ich? Ich packte alles sorgfältig ein und räumte es wieder in den Schrank.

Als ich die kleinen Holzkunstschätzchen aus dem Erzgebirge,also unsere kleinen Holzvögel, an den Frühlingsstrauß hing, schoss mir eine Idee durch den Kopf. Ich dache an eine neue vierteilige Bilderserie, die ich in meinem knallbunten Stil malen möchte.

Ich bin mir sicher, dass meine Gedanken einen Bogen schlugen von diesem Strauß zu meinen alten Stickmustern von vor fünfzig Jahren.

Ich löste die Pigmente der Aquarellsstifte mit Wasser an, um die Leuchtkraft der Farben hervorzulocken.

Nun arbeitet mein Kopfkino, um eine gute Lösung für ein Arrangement der knallbunten Vogelschar zu finden. Noch habe ich sie nicht endgülig gefunden. Denn das soll das erste Bild der vier Jahreszeiten werden, nämlich der Frühling.

Auch das ist Frühling. Es macht mir Spaß, derartige Installationen für Fotos zusammenzustellen.

Ich liebe die kraftvollen klaren Farben dieses Bildes.

Heute ist der erste April, der Tag, an dem wir uns alle gegenseitig verklappsen und dumme Dinge erzählen. Kurz dachte ich darüber nach, auch einen solch lustigen Beitrag zu schreiben. Aber dann entschied ich mich dagegen. Warum sollte ich? Davon tropft doch jeden Tag ausreichend aus dem Äther 😉

Also passt gut auf, um heute keinem albernen Spruch auf den Leim zu gehen.

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Die Fasnet: Tradition und Handwerk in Süddeutschland

Die schwäbisch-alemannische Fasnet ist hier bei uns im südlichsten Süden Deutschlands ein nicht wegzudenkendes Brauchtum, das bis in die heutige Zeit gehegt und gepflegt wird. Ich selbst bin ja nur eine Zugezogene und in dem ganzen bunt-historischen Treiben nicht involviert. Aber ich bewundere die bunte Vielfalt wirklich.

Und ich denke, dass die Fasnet nicht mit dem Karneval oder Fasching vergleichbar ist. Hier haben die unzähligen Vereine jeweils ihre eigenen Kostüme , die Häs genannt werden. Diese Kostüme sind einmalig, bleiben den einzelnen Vereinen erhalten und an die nachfolgenden Generationen weitergegeben.

Mich faszinieren insbesondere die Plätzler. Diese Kostüme, oder besser: Häs, gibt es in vielen verschiedenen Vereinen und kunterbunten Farben. Hier ist ein Beispiel der Plätzlerzunft Altdorf-Weingarten. diese Kostüme bestehen aus unendlich vielen kleinen Stoffscheibchen. Wieviele Stunden Arbeit wohl in diesen stecken?

Was all diese vielen verschiedenen Zunften und Vereine aber ganz besonders machen, sind die Masken. Es ist eine einmalige handwerkliche Holzkunst. Jede geschnitzte Maske ist ein Unikat und ein kleiner Schatz für den Besitzer. Zur Fasnetzeit werden die liebgewonnen Stücke herausgeholt und auf den vielen Umzügen, hier sagt man Narrensprünge gezeigt.

Ein solcher Narrensprung stand auch für eine liebe Bekannte die dem Narrenverein Fronhofen e. V. angehört, an. Sie bat mich, ihre Maske zu restaurieren, die doch in den vielen vorherigen Jahren ziemlich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Viel Zeit hatte ich nicht. Nämlich eine ganze Nacht.

Hier ein paar Bilder, die ich am Abend aufgenommen habe.

Die Aufnahmen machte ich spät am Abend auf meiner Staffelei unter einer Tageslichtbeleuchtung, da diese am Morgen bereits der Besitzerin übergeben wurde.

Und die beiden Bilder unten schickte mir die Besitzerin dieser Maske mit der Genehmigung, diese zu veröffentlichen. Vielen Dank, liebe Carina.

Ich hatte wirklich Spaß dabei, diesem hölzernen Kunstwerk eine Verjüngungskur zu schenken und einen klitzekleinen Beitrag zum Erhalt der alten Tradition beizutragen.

Lebst Du eine der Traditionen aus dem Karneval, Fasching, der Fastnet oder ähnlichem? Schreibe es doch einfach ins Kommentarfeld.

Habt eine gute Zeit. Bis zum nächsten Mal

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Caligari-V: Ein Farbenspiel der Architektur in Düsseldorf

Letztes Wochenende stellte ich das fünfte Bild für meine „Caligari“-Serie fertig.

In meinen „Caligaris“ greife ich verschiedene Details einer Stadt auf und verarbeite diese komprimiert auf der Leinwand und gebe kräftig Farbe dazu. Die Linien sind komplett mit der Hand gezogen, es gibt nix gerades; die Perspektiven sind unkorrekt. Letztendlich ergben diese Städtelandschaften ein stimmiges Ganzes.

Jedes Bild hat einen Hintergrund, einen Impuls. So natürlich auch das aktuelle „Caligari“.

Vor etwa zwei Jahren begann ich auf YouTube eine Fernsehserie zu schauen, die schon lange nicht mehr produziert wurde. Ich spulte diese Serie, die fast täglich zwanzig Jahre lang im deutschen Fernsehen lief, in etwa einem Jahr im Nachhinein ab. Das war ein spannendes Stück deutsche Geschichte in vielerlei Facetten. Ich erlebte komprimiert die Entwicklung des Mobiltelefons, der Computer, Notbooks, der Technik überhaupt, die Entwicklung der Sprache, des Zusammenlebens, der Wichtung der politisch-gesellschaftlichen Themen und so vieles mehr. Das hatte mich total gefesselt. Diese Serie lief vom 02.01.1995 bis zum 26.06.2015. Als ich die letzte Folge sah, habe ich es wirklich bedauert, dass die Geschichte nicht weitergesponnen wurde. Es war die Fernsehserie „Verbotene Liebe“. Der Titel klingt kitschiger, als es die Serie ist. Sie war spannend gemacht und zum Teil schon fast ein Krimi. Aber was erzähle ich. Ich war ganz sicher die einzige in unserem Land, die sich diese Folgen eingesaugt hat 😉

Aber was hat das mit meinem neuen „Caligari“ zu tun?

Die Folgen für diese Serie wurden in Düsseldorf gedreht. Es gab immer wieder Einblendungen zum dortigen Medienhafen. Mich beeindruckte die Architektur. Es passt irgendwie nicht wirklich dorthin. Das Häuserensemble wirkt separiert und mächtig, wie vorübergehend abgestellt. Damals, Ende der 1990er wurde der neu zu errichtende Zollhof international ausgeschrieben. Der kanadisch-US-Amerikaner Frank Gehry erhielt den Zuschlag. Nach seinen Ideen wurde das Ganze errichtet.

Während die letzte Folge der Serie lief, machte ich einen Screenshot vom Medienhafen. Dieser diente letztendlich als Idee.

Ich griff mir einige Elemente heraus und schon ging es los mit meiner eigenen farbigen Interpretation im „Caligari“-Stil.

Caligari V – Düsseldorf, 100 x 70 cm, Acryl auf Leinwand

Caligari V - Düsseldorf

Hier kommen nun die anderen bisher entstandenen Bilder. Jedes Bild 100 x 70 cm, Acryl auf Leinwand.

Caligari I – Fort Lauderdale, Caligari II – Miami, Caligari III – Ravensburg, Caligari IV – Chemnitz

Insgesamt habe ich bisher 3,5 qm Leinwand allein nur mit meinen Caligaris bemalt. Ich habe noch nie berechnet, wieviele Quadratmeter Fläche alle meine Bilder ergeben.

Spannend wäre es, zu erfahren, wieviel Fläche es ergäbe, würden wir sämtliche Bilder aller Künstler unseres Globus eng an eng legen.

Eine wunderbare kraftvolle Vorstellung 🙂

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Phone-ART III: Unendlichkeit und Emotionen auf Leinwand

Der heutige Novembertag ist wieder ein solcher, der nicht hell werden möchte. Es ist windig, hin und wieder regnet es und der Himmel ist dunkelgrau. Immerhin zeigt das Termometer neun Grad. Es fühlt sich jedoch viel kälter an.

Es ist kurz nach fünfzehn Uhr und es ist immer noch oder schon wieder, dunkel. Ich entscheide mich, das Licht einzuschalten und hoffe, damit etwas wacher zu werden.

Um etwas Sinnvolles zu tun, beginne ich, mein Atelier aufzuräumen. Kennst Du das, wenn die Müdigkeit in Trägheit übergeht? Ich beginne dann meistens irgendetwas zu tun, um kein schlechtes Gewissen wegen meiner Faulheit zu bekommen. Meistens sind es Handgriffe von links nach rechts oder umgekehrt.

Mein Blick fällt auf mein aktuelles Bild „Phone-ART III“. Es steht auf der Staffelei und ist nun durchgetrocknet. Ich mache ein Foto davon und nehme es herunter, um einer neuen Leinwand Platz zu machen.

Phone-ART III, Acryl auf Leinwand, 30 x 30 cm

Als ich das Foto machte, musste ich ein wenig lächeln. Las ich doch erst vor drei oder vier Wochen von „Doodle Art“. Hast Du schon einmal etwas davon gehört? Neugierig ging ich der Sache auf die Spur und fragte Google, was Doodles seien.

Folgendes konnte ich lesen:

„Definition der Kritzelkunst: Diese Zeichnungen, die manchmal eine bestimmte gegenständliche Bedeutung haben, manchmal aber auch nur zufällige Linien oder Formen sind, entstehen in der Regel beiläufig, oft während der Künstler mit seinen Gedanken ganz woanders ist.“ (Zitat Google)

Die Bilder meiner Phone-ART-Serie, die ich 2023 begann, entstanden durch Kritzeleien. Das erste war ein Telefonat mit meiner Schwester. Über Emotionen während eines Gespräches mit anderen Menschen und das Umsetzen dieser Gefühle durch den Stift auf die Leinwand schrieb ich bereits in diesem Beitrag. Auch das zweite Bild entstand auf diese Weise.

Das dritte, also das aktuelle Bild aus dieser Serie zeichnete ich zum späten Abend, um mich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Die erste Linie war das Zeichen des Symbols der  Unendlichkeit. Das wiederholte ich stoisch einige Male. Alles andere entstand einfach intuitiv. Am darauffolgenden Morgen sah ich mir das Ganze an und stellte es auf die Staffelei, um auch dieser Kritzelei Farbe einzuhauchen.

Übrigens fand das Zeichen der Unendlichkeit bereits einmal hier in diesem Bild, das ich 2017 malte, Platz. Damals, als ich das malte, hatte ich eine ziemlich schwierige Phase. (Sehnsucht II, Acryl auf Leinwand, 100 x 70 cm)

Für Dich hier die komplette Serie zum heutigen Zeitpunkt:

Phone-ART I, II und III – jeweils Acryl auf Leinwand 30 x 30 cm.

Es wird ganz sicher ein nächstes Bild zum Thema „Phone-ART“ geben. Und ich bin selbst gespannt, welche Farbenauswahl ich dann treffen werde. Spannend auch: Welcher Farbton wird der dominante sein?

Wenn Du an einem der hier im Blogbeitrag gezeigten Bilder interessiert bist, freue ich mich riesig. So nimm doch einfach Kontakt mit mir auf.

Auf zum nächsten 😊

Bis bald,

Eure Petra Kolossa.

Trio – Duo – Trio

Im Frühjahr malte ich ein Set zu den Tageszeiten. „Morgen-Kaffee“, „Nachmittags-Tee“ und „Abend-Wein“. Das letzte Bild verließ im Juni das Set.

Unbedingt wollte ich es wieder auffüllen. Als Duo war es nicht schlecht, aber im Trio finde ich es schöner. Und so entstand im Oktober „Sommernachts-Wein“ und auf der rechten Seite noch einmal „Abend-Wein“ (nicht mehr in meinem Besitz) im Vergleich.

Diesem Bild gab ich eine Portion Unbeschwertheit, Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Unbekümmertheit. Es erinnert an die südliche Mentalität, die wir etwas schwermütigen Deutschen oftmals bewundern, diese gern hätten, jedoch es uns selten gelingt, das tatsächlich auszuleben.

Wie immer: Du bist an einem der Bilder, oder an dem Set, interessiert? So freue ich mich, wenn Du bitte einfach über dieses Kontaktformular Deine Anfrage an mich stellst.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Die Bilder sind jeweils 40 x 40 cm groß, Acryl auf Leinwand

Neues von „homepART“ .27.

Es wird Zeit, Euch wieder einmal in mein Atelier mitzunehmen. In meinem letzten Beitrag erzählte ich Euch von den Herzen, die ich in meine „homepART“-Serie aufnehmen werde. Es ging dabei um das erste Herz von vieren, das ich bemalte. Hier ist der Link zu diesem Beitrag. War das Thema bei diesem Objekt, sein Herz zu öffnen, griff ich dieses Mal das Thema, mit dem Herzen zu sehen auf.

Du findest auf diesem Herz zwei Augen. Das eine ist geöffnet, das andere geschlossen. In dem geöffneten ist der Wimpernschlag nach oben gerichtet. Das Auge entdeckt im Blick die bunte Welt. Bei dem geschlossenen Auge malte ich die Wimpern nach unten. Das bunte Leben spielt sich in der Traumwelt über dem geschlossenen Auge ab.

Ich denke: Sieh mit Deinem Herzen!

Das ist mein Hintergrund zu dieser Arbeit. Jedoch wie immer: Jeder sieht ein Kunstwerk mit seinen Augen, seinem persönlichen Blick. Vielleicht entdeckst Du etwas ganz anderes darin, das Dich berührt.

Die Werke in meiner „homepART“-Serie sind zum Anfassen und Benutzen 🙂

Hier die beiden Herzen vereint auf einem Bild:

Auch hier verarbeitete ich die Farbenreste auf einer aufbewahrten Kartonagen-Box. Es ist ein Upcycling, ein abstraktes Miniatur-Kunstwerk auf nur 8,5 x 8,5 cm Fläche.

Es sind die gleichen Farben, die ich für das Herz verwendet habe. Beeindruckend ist auch für mich immer wieder, zu sehen, dass aus ein paar Tropfen Farbe unendlich viele Kreationen möglich sind.

Und hier beide Boxen, die ich jeweils mit den Farbenresten der entsprechenden Herzen bemalte.

Das Bild habe ich soeben auf meinem Smartphone herausgekramt. Das Arbeiten mit meinem Kätz-Kollegen Flo ist immer eine klitzekleine Herausforderung 😃😻

So habt einen fantastischen Tag 🍂🍁

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Wenn Du an einem meiner Kunstwerke interessiert bist, freut mich das sehr. Nimm dann bitte einfach mit mir Kontakt auf.

Kleinigkeiten, die das Leben runden

Eigentlich bin ich gerade dabei, unseren Haushalt abzuspecken, auszusortieren, zu verschlanken, mich zu trennen von Dingen, die man mit sich herumträgt, die aber keinen wirklichen Mehrwert in der jetzigen und wahrscheinlich auch in der perspektivischen Lebenssituation haben werden. 

Und das fällt mir wahrscheinlich deshalb ziemlich schwer, weil ich ein Mensch bin, der nicht häufig neue Dinge kauft und sich mit unendlich vielem umgibt. Meine Sachen haben eine ewig lange Haltbarkeit und sind in der Regel zweckbestimmt, werden also benutzt. Und wenn einmal etwas entzwei geht und nicht mehr reparabel ist, ertappe ich mich dabei, wie ich mich dafür fast entschuldige und die Situation rechtfertige, dass dieser Gegenstand nun hinüber ist. Dennoch hat sich im Laufe der vielen Jahre so einiges angesammelt.

Ausgerechnet in dieser Situation läuft mir doch diese alte Teekanne über den Weg. Die Form dieser Keramik nahm mich sofort gefangen und ich konnte einfach nicht widerstehen. Sie erinnerte mich an das Bild „Nachmittagss-Tee“, das ich im Frühjahr malte.

Ich nahm das vernachlässigte Teil also mit. Sie erhielt von mir und letztendlich durch die Spülmaschine eine gründliche Reinigung.

Heute nun durfte das knuffige Teil Foto-Model sein.

Und hier seht Ihr, welch ein tolles Pendant diese urige Teekanne zu meinem Bild ist.

Kennst Du solche Situationen, bei denen man einfach seinen eigenen Vorsätzen untreu wird?

Erzähle uns doch davon. Schreibe es einfach in das Kommentarfeld. Wir sind schon ganz gespannt.

Habt einen wunderbaren Tag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

„Nachmittags-Tee“, 40 x 40 cm, Acryl auf Leinwand

Du bist an dem Bild interessiert? So nimm bitte einfach mit mir Kontakt auf.

Waldsee im Nachtgeflüster

Die vergangene verregnete Nacht hatte sich merklich abgekühlt und beschert uns nach den letzten warmen Tagen nur dreizehn Grad am Morgen. Wenn man den Prognosen glaubt, sollen es heute maximal sechszehn werden. Ein ziemlicher Temperatursturz.

Die Herbstastern im kleinen Garten vor dem Haus stehen kurz vor dem Aufblühen. Man sagt, wenn diese blühen, sei der Sommer gegangen.

Die Woche startete ich mit einem Post für die Instagramseite unseres Familienkunstprojektes „ARTverwandt“. Als ich die Bilder dafür heraussuchte, ließ ich mich von der herbstlichen Stimmung leiten.

Dieses abstrakte Bild entstand in einer schlaflosen Nacht. Es passiert nicht oft. Meistens schlafe ich gut. Aber wenn, dann muss ich aufstehen. Nichts ist schlimmer, als sich im Bett von einer auf die andere Seite zu walzen, Schäfchen zu zählen und auf den Schlaf zu lauern. Ich kuschele mich dann in warme Socken, ziehe eine bequeme Jacke an und gehe in meinen Arbeitsraum.

Hier ist „Nachtgeflüster“.

Heute möchte diese Arbeit in „Waldsee“ umbenennen. Beim Betrachten dieser Bilder musste ich an eine Zeit, die ich im Elbe-Elster-Land verbrachte, denken. In den dortigen Wäldern findet man oft solche kleinen Seen, die sich aus dem geschlossenen Tagebau entwickelten. Fast unbemerkt liegen sie ruhig in den Hängen der Wälder, die sich in der glatten Oberfläche des Wassers spiegeln. Wir verbrachten oft unsere Zeit an diesen ruhigen Orten.

Im Sommer schützen die Bäume vor starker Sonne und im Herbst scheint sie golden in allen warmen Farbnuancen durch das Laub des Waldes. Es ist unglaublich schön, diese Momente aufzufangen und zu genießen. Diese Plätze leben in Harmonie mit der fast unberührten Natur. Wer sich dort zum Verweilen niederlässt, wird Geräusche und Gerüche wahrnehmen, die wir im Laufe unseres meist umtriebsamen Lebens verlernten bewusst in uns aufzunehmen.

Diese Bilder sind eine herbstliche Reflexion, eine Erinnerung, die wahrscheinlich aus meinem Unterbewusstsein in dieser Nacht auf meine Leinwand projiziert wurde.

Auch diese Fotos aus meinem digitalen Archiv sind eine Erinnerung. Denn das Bild ist nicht mehr in meinem Besitz.

Du hast einen Instagram-Account? Super! Ich lade Dich herzlich ein, unsere ARTverwandt-Seite zu besuchen, zu abonnieren, zu liken, kommentieren und  ❤️  Wir wollen unseren Followern Freude mit unseren Aktivitäten bringen und wir freuen uns, wenn unsere Seite Aufwind mit Deiner Unterstützung bekommt 😀

Habt einen guten Start in die neue Woche 🍂🍁

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Neues von „homepART“

In meinen Petitessen notiere ich spontan einen Gedanken, der mir im Augenblick auf der Seele brennt, mich nachdenklich stimmt oder auch einfach nur Dinge, die ich erwähnenswert halte. Meistens sind sie kurz formuliert. Es sind eben Randnotizen 😉

Heute wird es aber Zeit, wieder einmal etwas über mein kreatives Schaffen zu erzählen.

Als ich im April mit dem Auto unteregs war, entdeckte ich diese Holzherzen. Die sympathische Form der Schalen begeisterte mich. Ich konnte nicht widerstehen und packte an diesem Ramschstand gleich die letzten vier Stück ein. Ich wusste, dass ich daraus eines Tages etwas Schönes machen werden.

Und nun war es soweit. Ich nahm mir eines dieses Herzen, einen Stift und begann damit, ein paar Striche zu zeichnen. Nun, und dann entwickelte sich alles von selbst 😉 Beim Malen stellte ich mir vor, wie sich das Herz öffnet und wunderbare Dinge nach außen treten können.

Für den äußeren Bereich wählte ich größere, kantige Elemente. Hinter dem geöffneten Reißverschluss kommen kleine, weiche, runde zum Vorschein. Den Hintergrund dämpfte ich etwas, um die Sensibilität zu verstärken. Mein Gedanke dazu: Öffnen wir die äußere Schale legen wir unsere innere Herzensseite frei.

Das ist mein ganz persönlicher Hintergrund für diese Arbeit. Natürlich ist es ganz allein Dir selbst überlassen, was Du empfindest, wenn Du das Herz betrachtest. Es ist wie bei jedem anderen Kunstwerk. Das eine ist Dein Gefühl, spricht es Dich an? Welches Gefühl hinterlässt es in Dir? Magst Du es, oder magst Du es nicht? Aus meiner Erfahrung gibt es so gut wie nichts dazuwischen.

Hier nun das neue Stück Nummer 26 in meiner „homepART“-Serie:

Es blieben ein paar Farbenreste übrig, die ich im Anschluss auf einer einst aufbewahrten kleinen Kartonagen-Box verarbeitete. Dieses Upcycling ist ein Miniaturkunstwerk auf nur 4,5 x 4×5 cm.

Du bist an einem meiner Unikate interessiert? Das freut mich sehr. So nimm bitte einfach Kontakt mit auf.

Für heute soll es genug sein.

Habt eine gute Zeit ☀️🌻

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Regenbogenbrücke

Es ist immer ein herzzerreißender Augenblick, wenn ein geliebtes Tier gehen muss, wir von ihm Abschied nehmen müssen.

Umsomehr mag ich die Metapher der Regenbogenbrücke. Die Vorstellung eines imaginären farbigen Weges über die die Seelen unsere Tiere in eine andere Welt gehen.

Als unser geliebter Benny vor ein paar Wochen diesen Weg ging, hat es uns sehr getroffen. Und ich brauchte einige Zeit, loszulassen.

In mir keimte der Gedanke, die Regenbogenbrücke bildlich darzustellen. So entwickelte ich das fünfzehnte Bild, das ich im Rahmen meiner Kätz-Serie malte. Es ist sehr aufwendig und ich vergrub mich in die Arbeit. 

Jede einzelne Blüte fasste ich bis zu zehnmal an, den Untergrund der einzelnen Flächen viermal. Ich vertiefte mich in diese Arbeit und ließ Benny in den Farben der Regenbogenbrücke verschmelzen. Die Blüten auf dem Körper malte ich etwas größer und gab diesen mit ein wenig Weiß Nebulöses, sich Auflösendes. Die Enden der Barthaare ziert ein klitzekleiner goldener Punkt, den der Betrachter wahrscheinlich nur bei genauem Hinsehen im Originalbild erkennen wird. Die Blüten im Lilaviolett erinnern an einen Sternenhimmel. Ich unterbrach diesen mit einem Akzent in Türkis. Ein Farbton, der im gesamten Bild nicht vorhanden ist, um an das Vage, hoffnungsvolle Unbekannte zu erinnern, eine Vision.

„Regenbogenbrücke“

… und noch ein paar Eindrücke von der Staffelei. Bis zum Wochenende wird es durchgetrocknet sein und einen Rahmen bekommen.

Ich erwähnte noch nicht die Details: Kätz-Serie,  „Regenbogenbrücke“ 70 x 50 cm, Acryl auf Leinwand

Dieses Bild ist für Benny und für alle Seelen der Fauna, die diesen Weg nehmen mussten.

Du bist an meinem aktuellen, diesem Bild „Regenbogenbrücke“, interessiert? So lass es mich wissen und nimm bitte einfach mit mir Kontakt auf.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.