Kleinigkeiten, die das Leben runden

Eigentlich bin ich gerade dabei, unseren Haushalt abzuspecken, auszusortieren, zu verschlanken, mich zu trennen von Dingen, die man mit sich herumträgt, die aber keinen wirklichen Mehrwert in der jetzigen und wahrscheinlich auch in der perspektivischen Lebenssituation haben werden. 

Und das fällt mir wahrscheinlich deshalb ziemlich schwer, weil ich ein Mensch bin, der nicht häufig neue Dinge kauft und sich mit unendlich vielem umgibt. Meine Sachen haben eine ewig lange Haltbarkeit und sind in der Regel zweckbestimmt, werden also benutzt. Und wenn einmal etwas entzwei geht und nicht mehr reparabel ist, ertappe ich mich dabei, wie ich mich dafür fast entschuldige und die Situation rechtfertige, dass dieser Gegenstand nun hinüber ist. Dennoch hat sich im Laufe der vielen Jahre so einiges angesammelt.

Ausgerechnet in dieser Situation läuft mir doch diese alte Teekanne über den Weg. Die Form dieser Keramik nahm mich sofort gefangen und ich konnte einfach nicht widerstehen. Sie erinnerte mich an das Bild „Nachmittagss-Tee“, das ich im Frühjahr malte.

Ich nahm das vernachlässigte Teil also mit. Sie erhielt von mir und letztendlich durch die Spülmaschine eine gründliche Reinigung.

Heute nun durfte das knuffige Teil Foto-Model sein.

Und hier seht Ihr, welch ein tolles Pendant diese urige Teekanne zu meinem Bild ist.

Kennst Du solche Situationen, bei denen man einfach seinen eigenen Vorsätzen untreu wird?

Erzähle uns doch davon. Schreibe es einfach in das Kommentarfeld. Wir sind schon ganz gespannt.

Habt einen wunderbaren Tag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

„Nachmittags-Tee“, 40 x 40 cm, Acryl auf Leinwand

Du bist an dem Bild interessiert? So nimm bitte einfach mit mir Kontakt auf.

Waldsee im Nachtgeflüster

Die vergangene verregnete Nacht hatte sich merklich abgekühlt und beschert uns nach den letzten warmen Tagen nur dreizehn Grad am Morgen. Wenn man den Prognosen glaubt, sollen es heute maximal sechszehn werden. Ein ziemlicher Temperatursturz.

Die Herbstastern im kleinen Garten vor dem Haus stehen kurz vor dem Aufblühen. Man sagt, wenn diese blühen, sei der Sommer gegangen.

Die Woche startete ich mit einem Post für die Instagramseite unseres Familienkunstprojektes „ARTverwandt“. Als ich die Bilder dafür heraussuchte, ließ ich mich von der herbstlichen Stimmung leiten.

Dieses abstrakte Bild entstand in einer schlaflosen Nacht. Es passiert nicht oft. Meistens schlafe ich gut. Aber wenn, dann muss ich aufstehen. Nichts ist schlimmer, als sich im Bett von einer auf die andere Seite zu walzen, Schäfchen zu zählen und auf den Schlaf zu lauern. Ich kuschele mich dann in warme Socken, ziehe eine bequeme Jacke an und gehe in meinen Arbeitsraum.

Hier ist „Nachtgeflüster“.

Heute möchte diese Arbeit in „Waldsee“ umbenennen. Beim Betrachten dieser Bilder musste ich an eine Zeit, die ich im Elbe-Elster-Land verbrachte, denken. In den dortigen Wäldern findet man oft solche kleinen Seen, die sich aus dem geschlossenen Tagebau entwickelten. Fast unbemerkt liegen sie ruhig in den Hängen der Wälder, die sich in der glatten Oberfläche des Wassers spiegeln. Wir verbrachten oft unsere Zeit an diesen ruhigen Orten.

Im Sommer schützen die Bäume vor starker Sonne und im Herbst scheint sie golden in allen warmen Farbnuancen durch das Laub des Waldes. Es ist unglaublich schön, diese Momente aufzufangen und zu genießen. Diese Plätze leben in Harmonie mit der fast unberührten Natur. Wer sich dort zum Verweilen niederlässt, wird Geräusche und Gerüche wahrnehmen, die wir im Laufe unseres meist umtriebsamen Lebens verlernten bewusst in uns aufzunehmen.

Diese Bilder sind eine herbstliche Reflexion, eine Erinnerung, die wahrscheinlich aus meinem Unterbewusstsein in dieser Nacht auf meine Leinwand projiziert wurde.

Auch diese Fotos aus meinem digitalen Archiv sind eine Erinnerung. Denn das Bild ist nicht mehr in meinem Besitz.

Du hast einen Instagram-Account? Super! Ich lade Dich herzlich ein, unsere ARTverwandt-Seite zu besuchen, zu abonnieren, zu liken, kommentieren und  ❤️  Wir wollen unseren Followern Freude mit unseren Aktivitäten bringen und wir freuen uns, wenn unsere Seite Aufwind mit Deiner Unterstützung bekommt 😀

Habt einen guten Start in die neue Woche 🍂🍁

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Neues von „homepART“

In meinen Petitessen notiere ich spontan einen Gedanken, der mir im Augenblick auf der Seele brennt, mich nachdenklich stimmt oder auch einfach nur Dinge, die ich erwähnenswert halte. Meistens sind sie kurz formuliert. Es sind eben Randnotizen 😉

Heute wird es aber Zeit, wieder einmal etwas über mein kreatives Schaffen zu erzählen.

Als ich im April mit dem Auto unteregs war, entdeckte ich diese Holzherzen. Die sympathische Form der Schalen begeisterte mich. Ich konnte nicht widerstehen und packte an diesem Ramschstand gleich die letzten vier Stück ein. Ich wusste, dass ich daraus eines Tages etwas Schönes machen werden.

Und nun war es soweit. Ich nahm mir eines dieses Herzen, einen Stift und begann damit, ein paar Striche zu zeichnen. Nun, und dann entwickelte sich alles von selbst 😉 Beim Malen stellte ich mir vor, wie sich das Herz öffnet und wunderbare Dinge nach außen treten können.

Für den äußeren Bereich wählte ich größere, kantige Elemente. Hinter dem geöffneten Reißverschluss kommen kleine, weiche, runde zum Vorschein. Den Hintergrund dämpfte ich etwas, um die Sensibilität zu verstärken. Mein Gedanke dazu: Öffnen wir die äußere Schale legen wir unsere innere Herzensseite frei.

Das ist mein ganz persönlicher Hintergrund für diese Arbeit. Natürlich ist es ganz allein Dir selbst überlassen, was Du empfindest, wenn Du das Herz betrachtest. Es ist wie bei jedem anderen Kunstwerk. Das eine ist Dein Gefühl, spricht es Dich an? Welches Gefühl hinterlässt es in Dir? Magst Du es, oder magst Du es nicht? Aus meiner Erfahrung gibt es so gut wie nichts dazuwischen.

Hier nun das neue Stück Nummer 26 in meiner „homepART“-Serie:

Es blieben ein paar Farbenreste übrig, die ich im Anschluss auf einer einst aufbewahrten kleinen Kartonagen-Box verarbeitete. Dieses Upcycling ist ein Miniaturkunstwerk auf nur 4,5 x 4×5 cm.

Du bist an einem meiner Unikate interessiert? Das freut mich sehr. So nimm bitte einfach Kontakt mit auf.

Für heute soll es genug sein.

Habt eine gute Zeit ☀️🌻

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Regenbogenbrücke

Es ist immer ein herzzerreißender Augenblick, wenn ein geliebtes Tier gehen muss, wir von ihm Abschied nehmen müssen.

Umsomehr mag ich die Metapher der Regenbogenbrücke. Die Vorstellung eines imaginären farbigen Weges über die die Seelen unsere Tiere in eine andere Welt gehen.

Als unser geliebter Benny vor ein paar Wochen diesen Weg ging, hat es uns sehr getroffen. Und ich brauchte einige Zeit, loszulassen.

In mir keimte der Gedanke, die Regenbogenbrücke bildlich darzustellen. So entwickelte ich das fünfzehnte Bild, das ich im Rahmen meiner Kätz-Serie malte. Es ist sehr aufwendig und ich vergrub mich in die Arbeit. 

Jede einzelne Blüte fasste ich bis zu zehnmal an, den Untergrund der einzelnen Flächen viermal. Ich vertiefte mich in diese Arbeit und ließ Benny in den Farben der Regenbogenbrücke verschmelzen. Die Blüten auf dem Körper malte ich etwas größer und gab diesen mit ein wenig Weiß Nebulöses, sich Auflösendes. Die Enden der Barthaare ziert ein klitzekleiner goldener Punkt, den der Betrachter wahrscheinlich nur bei genauem Hinsehen im Originalbild erkennen wird. Die Blüten im Lilaviolett erinnern an einen Sternenhimmel. Ich unterbrach diesen mit einem Akzent in Türkis. Ein Farbton, der im gesamten Bild nicht vorhanden ist, um an das Vage, hoffnungsvolle Unbekannte zu erinnern, eine Vision.

„Regenbogenbrücke“

… und noch ein paar Eindrücke von der Staffelei. Bis zum Wochenende wird es durchgetrocknet sein und einen Rahmen bekommen.

Ich erwähnte noch nicht die Details: Kätz-Serie,  „Regenbogenbrücke“ 70 x 50 cm, Acryl auf Leinwand

Dieses Bild ist für Benny und für alle Seelen der Fauna, die diesen Weg nehmen mussten.

Du bist an meinem aktuellen, diesem Bild „Regenbogenbrücke“, interessiert? So lass es mich wissen und nimm bitte einfach mit mir Kontakt auf.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

homepART .25.

Meine Stammleser kennen meine Serie „homepART“ – Kunst zum Anfassen und Benutzen. Ich gebe mit diesen Kunstwerken alten, ausrangierten Dingen ein neues Leben. Wir sprechen also von enem Upcycling.

So ganz langsam schaffe ich in meinem Arbeitsraum Ordnung und sortiere viele Dinge aus, die ich nicht mehr brauche. Unter anderem fielen auch Holzablageschalen meiner Aufräumwut zum Opfer. Diese passten noch nie optimal in mein Regal. Es störte mich immer, dass ein paar Zentimeter aus dem Regalfach herausragten, weil sie etwas zu groß waren. Aber sie waren nun einmal da und so blieben sie eben. Es sind insgesamt fünf Stück. Als ich mir diese Dinger genauer anschaute, stellte ich fest, dass sie sehr stabil sind. Und so kam mir Gedanke, daraus Holztabletts zu gestalten.

Das erste ist nun fertig gestellt. Wie immer habe ich ein paar Fotos während meines Fertigungsprozesses für Euch gemacht.

Im ersten Bild seht Ihr diese Holzablageschale, im zweiten das Muster, das ich zeichnete und im dritten Bild meine Farbauswahl für den Grundton des Tabletts.

… der weitere Werdegang.

… mit meinem Assistenten Kätz Flo 😉

Noch habe ich das Tablett nicht in meinem Online-Shop eingestellt. Wenn Du interessiert bist, schicke mir gern eine Anfrage.

Euch allen wünsche ich einen fantastischen Sonntag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

… was so unter einen kleinen Magneten passt

Kennst Du das? Ist es bei Dir ähnlich? Neben meinem Schreibtisch hängt seit über zehn Jahren eine Magnettafel. An diese pinne ich Dinge, die mir Freude bereiteten, Bilder, Erinnerungen und sonstiges, das ich nicht einfach beiseite legen möchte. Manches Mal sind sogar wichtige Informationen oder Erinnerungen dabei. Und dann hängt es, hängt es und hängt es. Das Auge hat sich daran gewöhnt. Es ist irgendwie da und gehört einfach dazu. Wenn ich zum Beispiel die Mindestmaße für eine Päckchensendung benötige, erinnere ich mich daran und muss ich nicht im Netz nachsehen. Ein Blick an diese Magnettafel genügt. Denn ich weiß, dass ich dort einen kleinen Klebezettel befestigt habe. 

Kurz und gut, das Ding ist eigentlich ein Sammelbecken für kleine liebenswerte Dinge, die unter einen Magneten passen. Heute suchte ich nach einen Platz für zwei Bilder, die ich irgendwie bis zur nächsten Verwendung zwischenparken wollte. Dafür musste die Magnettafel vorübergehend den Platz freimachen. 

Ich musste lächeln, als mir bewusst wurde, dass der Kassenbon aus dem Dezember 2019, den ich damals bemalte, noch immer unter dem Magneten haftet. Die damals beschlossene Kassenbonpflicht, also die, wo jeder Kunde einen Kassenbon für jeglichen Einkauf in die Hand gedrückt bekam, ganz gleich, ob er den wollte oder nicht, inspirierte mich dazu. Aus Spaß probierte ich, diesen langen Bon mit Acrylfarbe zu versehen. Das Material eignete sich hervorragend als Malgrund. Jetzt, nach fast fünf Jahren leuchten die Farben noch immer. Diese Bons scheinen unverwüstlich. Kein Wunder, dass die Entsorgung über den Restmüll erfolgen sollte.

Was mache ich jetzt mit diesem Ding? Ich nahm ihn ab und legte den beiseite. Da lag der Bon nun auf den frisch mit Gesso versehenen Teilen für meine homepART-Serie.

Vielleicht nehme ich ein paar Elemente davon auf und werde diese auf dem Tablet verewigen. Ich bin selbst gespannt, was ich damit anstellen werde. Merkwürdig ist nur, weshalb ich diesen Zettel nicht einfach zerknülle und in den Müll gebe … 😀

… ich höre lieber auf, weiter darüber nachzudenken.

Wer weiß, wohin mich meine Gedanken sonst noch tragen.

Kennst Du solche Gedankenspiralen, wenn eins zum anderen kommt?

Habt eine schöne Zeit.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

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Kamminke

Es weckt mich ein gleichmäßiger Landregen. Wie beruhigend, denke ich. Mir wird bewusst, dass heute Samstag ist und ich bin nicht bereit, mich zu disziplinieren. Die letzten Wochen waren herausfordernd, spannend, inspirierend schön und auch erfolgreich. Dennoch haben sie mich gefordert und ich fühle mich erschöpft.

Kater Flo lockt mich in die Küche. Er verlangt nach seinem Frühstück. Ich nutze die Gelegenheit und bereite in gleichem Zuge meinen Morgenkaffee.

Das herrlich duftende Getränk nehme ich mit in mein Atelier. Öffne weit die Balkontür und lasse die frische Kühle des Morgens herein. Es regnet noch immer gleichmäßig. Die Pflanzen wirken stark in dem nass glänzendem satten Grün.

Ich muss lächeln. Denn neulich legte ich in die Blumentöpfe ein begonnenes Kunstwerk, das ich 2005, also vor fast zwanzig Jahren, fertigte. Das alte Glas glänzt genauso, wie damals, als ich es aus dem Wasser fischte.

Ich mache davon ein paar Fotos und werde Euch etwas zu diesem halbfertigen Kunstobjekt erzählen.

Also, darum geht es:

Ich liebe die Ostsee. Sie liegt mir näher am Herzen, als Mittelmeer, Pazifik oder die Nordsee, die kommt und geht. Die Ostsee ist klar, kühl, sanft und rauh. Ich liebe den Geruch und das Geräusch, wenn sich die Wellen brechen, ich mag die kreischenden Möwen und die frechen Komorane. Ich mag die Einheimischen, die nicht viel babeln; die mit wenigen Worten viel sagen können. Kurz und gut: Bin ich an der Ostsee, fühle ich mich aufgefangen.

Im Oktober 2005 machten wir einen Trip entlang der Ostsee. Unter anderem verschlug es uns auf die Insel Usedom. Bis dahin kannte ich einige Orte und Seebäder der Insel, jedoch verschlug es mich noch nie bis in den letzten Zipfel von Usedem, also bis zur heutigen Grenze nach Polen. Mich begeisterten die kleinen grünen idyllischen Orte, die wir zum großen Teil zu Fuß erkundeten.

Wir besichtigten den kleinen Flugplatz in Heringsdorf und nahmen von dort den Weg nach Kamminke. Uns empfing mitten im goldenen Oktober ein unglaublich schönes kleines Fischerdorf, das sich mir nachhaltig ins Herz gelegt hat. Wir liefen an der Steilküste entlang und entdeckten alte zerfallene Offiziershäuser. Inzwischen sollen dort moderne Gebäude stehen. Das kann ich gut verstehen. Denn von dieser Höhe gibt es einen fantastischen Blick über das Stettiner Haff.

Noch immer, fünfzig Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, gibt es Details, die an die Kriegszeit erinnern. Wir liefen über Straßen und Wege, die nach wie vor mit alten Rollbahnen für Flugzeuge belegt waren. An vielen Grundstücken wurden immer wieder ähnliche Metallplatten, aus denen einst Teile für irgendeine Massenproduktion (wir nehmen an für Kriegsgerät) herausgestanzt wurden, als Zaunersatz benutzt.

Aus den Erzählungen von damals wissen wir, dass noch im März 1945 ein schlimmer amerikanischer Bombenangriff auf das nahe gelegene Swinemünde (heute Polen) erfolgte. Unendlich viele vertriebene Menschen aus Ostpreußen waren auf dem Weg ins Innere Deutschlands. Es sollen dabei über dreiundzwanzigtausend Menschen ums Leben gekommen sein und in der größten Kriegsgräberstätte Deutschlands, dem Golm, beigesetzt worden sein.

Während unserer Ortserkundung entlang der Steilküste fanden wir alte Flugzeugteile. Mich berührte es sehr, diese Relikte von vor fünf Jahrzehnten in den Händen zu halten.

Eines nahm ich mit.

Wir kamen zum  kleinen Hafen, vernaschten einen Fischsnack und bummelten weiter über den Strand am Stettiner Haff. (Da ich bis vor ein paar Jahren immer wieder über den Unterschied Haff und Bodden gestolpert bin, habe ich für Euch diesen Link gesetzt. Vielleicht ergeht es Euch ebenso.)

Tja, und was macht man so, wenn man am Strand entlang bummelt? Man bückt sich hier und da und sammelt die schönsten Dinge in seine Jackentasche, die einem vor die Füße geraten. Und so hatte ich in der einen Jackentasche die schönsen geschliffenen Glasstücke und in der anderen feine von Wasser und Sand gerundete Porzellanstückchen, die ich nach Hause trug.

Es war Oktober, die Tage wurden kürzer und wir machten uns auf den Weg zurück zum Auto.

Ich beschloss, bald zurückzukehren, um zu erkunden, was es mit diesen ausgestanzten Metallplatten auf sich hat. Bis heute ist es nicht dazu gekommen. Leider.

Wieder zu Hause angekommen, packte ich ein paar Tage später meine kleinen Schätze aus. Ich nahm einen Silberdraht und verband die Glasstücke, die Sand und Wasser in einigen Jahren zu kleinen Handschmeichlern schliff und verband das Ganze mit dem gefundenen Metallstück aus Kriegszeiten.

Im kommenden Jahr wird es siebzig Jahre her sein, dass der furchtbare zweite Weltkrieg beendet wurde. Und heute scharren die Möchtegerne der politischen Diplomatie wieder mit den Hufen. Das Traurige am Ganzen: Deutschland mit seiner Chamäleon-Ampel schreitet laut voraus.

Ich hatte damals keine Lösung, wie es final aussehen sollte. Legte es beiseite und ließ es irgendwann in einer Kiste verschwinden. Erst in den letzten Wochen begann ich damit, aus- und aufzuräumen und mich von Unnötigem zu trennen. Dabei entdeckte ich dieses Teil und erinnerte mich an daran, wie es dazu kam. Trennen wollte ich mich nicht davon und legte es nach draußen auf den Balkon in die kleine Natur. Erst der Regen, der das Objekt zum Strahlen brachte, motivierte mich, es zu Ende zu bringen.

Inzwischen habe ich einige Zeit darüber nachdenken können und glaube, eine Lösung gefunden zu haben.

Zu gegebener Zeit werde ich hier darüber berichten ☺️

Für heute aber genug. Habt einen wunderbaren Tag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Triptychon im Tageslauf

Meine dreiteilige Bilderserie habe ich abgeschlossen. Es sind kleine quadratische Bilder, nur vierzig mal vierzig Zentimeter. Wie immer malte ich mit hochwertigen Acrylfarben auf Leinwand. Sie gehören nicht zwingend zusammen. Natürlich kann jedes auch einzeln gehängt werden.

Im „Morgen-Kaffee“ dominieren die Blautöne. Es erinnert an Morgennebel oder den Dunst der nach einer vergangenen Nacht über den Feldern sitzt. Der Tag ist am Erwachen, die ersten Sonnenstrahlen, ein kräftiger Kaffee und der verlockende unwiderstehliche Duft, der der Kanne entströhmt nehmen die letzte Müdigkeit mit. Grafische Elemente verdeutlichen den in unseren Köpfen am Morgen noch strukturierten Tag. Ein Plan, eine to-do-Liste, die wir uns versprechen, entsprechend umzusetzen.

Im „Nachmittags-Tee“ lösen sich die Strukturen. Die Elemente sind weich und fröhlich. Der überwiegende Teil des Tages ist bewältigt. Wir genießen den duftigen, frischen Tee, der uns Leichtigkeit und Wohlbehagen gibt. Wir reflektieren das Geschaffene und unsere Gedanken schweifen bereits in den Feierabend.

Im „Abend-Wein“ sind die Elemente ruhig, die Farben ausgewogen. Der Tag liegt hinter uns. Wir sind zur Ruhe gekommen und genehmigen uns ein Glas Wein bei guter Musik, einem Buch oder einer interessanten Illustrierten.

Ich entschied mich für ein kleines Format, da mir bewusst ist, dass unsere Wohnungen für großformatige Bilder selten den Platz hergeben. Nichts wünsche ich mir mehr, als dass meine Kunst dort zu Hause ist, wo Menschen leben, die meine farbintensiven Bilder, also meinen knallbunten Stil 😉 lieben.

Vom ersten bis neunten Juni werden diese drei Bilder das erste Mal in Eriskirch, Kirchplatz 3, auf der Ausstellung „Kunstmix“ von ARTverwandt zu sehen sein. Hier schrieb ich bereits davon.

Am 01. Juni 2024, um 18 Uhr ist die Vernissage, die von der Band JANISA begleitet wird und anschließend gibt JANISA ein Konzert in den Räumlichkeiten unserer Ausstellung.

Ich freue mich riesig, wenn wir Dich an diesem Abend begrüßen dürfen.

Es ist ziemlich kühl, nur zwölf Grad. Ich wagte einen Blick in die Wetterprognose. Es soll wärmer und sonniger werden. Inzwischen sind Wettervorhersagen wie der Blick in eine Glaskugel oder ein Interview mit dem Wetterfrosch. Eigentlich wertlos. Dennoch tun wir das immer wieder 😀

Genug für heute! Einen schönen Tag wünscht Euch, Eure Petra Kolossa.

So oder so

Eigentlich sollte es ja eine Glückwunschkarte zum Geburtstag meiner Schwester werden. Ich wollte stilistische Lollis in frischen kraftvollen Farben malen.

Lollis sind eine Brücke in unsere zeitige Kindheit. Wir bekamen diese leuchtend bunten Zuckerkunstwerke von den tschechischen Freunden unserer Eltern geschenkt, wenn diese uns besuchten.

Hielt man diese Lutscher gegen die Sonne, leuchteten sie wie Butzenglasfenster. Wir liebten sie.

Neulich entdeckte ich bei einem Einkauf ähnliche in einem Supermarkt. Ich musste daran denken und nahm sie mit, um diese wiederum als Mitbringsel an Kinder zu verschenken.

Meine Schwester ist lebensfroh und liebt frische Farben, wie auch ich. Also nahm ich mir ein Stück Papier und begann, die Karte zu gestalten. Ich entschied mich für einen Materialmix aus wasserlöslichen Pigmenten, Acryl und Finliner auf Papier.

Nicht ohne Grund betone ich das. Denn, als ich mittendrin war, kam Kater Flo patschnass von draußen durch die Katzenklappe nach Hause. Freudig sprang er mit seinen durchnässten Pfoten auf meinen Schreibtisch und half mir dabei, die Farbpigmente auf dem Kunstwerk anzulösen und auf dem Papier breitzutrampeln.

Zwei Alternativen: Zerreißen und entsorgen, oder aus dem Verpfuschten etwas anderes machen. Ich entschied mich für die zweite.

Und so entstand eine Kooperationsarbeit zwischen Kätz Flo und mir 😉

Ich habe fix einen kleinen Clip für Euch zusammengestellt:

In den nächsten Tagen werde ich noch ein Passepartout mit einem passenden Rahmen heraussuchen. Eigentlich müsste ich noch eine Pfote von Flo darauf drücken 😉

Wie auch immer. So oder so, macht das Beste aus dem, was auch gerade schieflaufen mag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Ich möchte es nicht versäumen und lade Dich herzlich zu einem Spaziergang in meinen Shop ein.

Ursprung des Geschehens

Ein paar Wochen haderte ich, der Einladung des Schweizer „Artbox.Projectes“ für die „Art Basel Miami Beach 2023“ vom 08. bis zum 10. Dezember dieses Jahres, zu folgen.

Am Wochenende reichte ich zwei Bilder ein, die ich im Jahr 2018 malte. Es sind zwei aus meiner Werkgruppe „Caligari“, die ich nach einem Besuch in Miami und Fort Lauderdale auf Leinwand brachte.

Ich mag den Gedanken, dass diese Bilder an den Ursprung des Geschehens reisen, eine schöne Intension.

Heute bekam ich die Zusage mit diesen Dokumenten.

Und das sind die Bilder, 100 x 70 cm, Acryl auf Leinwand. Die meisten von meinen Lesern werden diese Bilder aus den vergangenen Jahren kennen.

Über das weitere Prozedere werde ich Euch berichten. Ich bin wirklich gespannt, wohin mich dieses Projekt führen wird.

Habt einen guten Wochenstart.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.