von schwarz-weiß zu knall-bunt – „Caligari“

Ein bisschen Regen, ein bisschen kühl, ein bisschen Sonne, ein bisschen von allem. Also ein perfekter Tag, Euch zum Wochenende ein bisschen mehr zum Lesen zu schenken.

Deshalb nehme ich heute mit in mein Atelier.  Ich arbeite im Augenblick am vierten Bild aus meiner Werkgruppe „Caligari“. Und da zwei aus dieser Serie Ende September nach Basel in eine Ausstellung gehen,  war das der Auslöser für mich, Euch heute hinter die Kulissen mitzunehmen … auf geht’s!

Der Gedankenblitz zu meinen „Caligari“ kam mit dem deutschen Psychothriller aus dem Jahr 1920. Ein Stummfilm: „Das Cabinet des Dr. Caligari“
Gezeigt wurde dieser, ich glaube es war 2007, in der „Brikettfabrik Louise“.
In diesem technischen Museum wurden damals in einer Veranstaltungsreihe historische Filme auf alten Geräten abgespult.
Tja, und unter anderem gerade dieser Film. Die handgemalten Bühnenbilder haben es mir angetan. Die waren nicht akkurat, und nicht immer in der Perspektive stimmig. Die Linien waren zum Teil flüchtig und krumm. Ich muss gestehen, dass ich zum Teil vergaß, auf die Handlung zu achten, weil mich der Hintergruund viel mehr interessierte.

Ein paar Monate später zeichnete ich die ersten „Caligari“. Es waren Bleistiftzeichnungen.
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Zu diesem Zeitpunkt produzierten wir mit „Vona Bisz“ bereits eine Serie „Kätz“ im Textildruck. „Caligari“ sollte folgen. Die Zeichnungen wurden also in Vektorgrafiken gewandelt, geplottet, entgittert und auf Textilien gedruckt.

(2008, Foto-Schooting in dem Technischen Museum „Brikettfabrik Louise“ in Domsdorf, Elbe-Elster – Fotos: Willy Holger Wagner)

Inzwischen habe ich das Fertigen derartiger Textilien aufgegeben. Aber diese Motive, die Idee der schiefen Städtelandschaften ist in meinem Kopf geblieben.

Zehn Jahre später, 2018 malte ich das erste farbige „Caligari“.
Ein Aufenthalt in Florida war der Auslöser. Es waren die modern bebauten Städte Miami und Fort Lauderdale sowie die Reflektion der Farben, die vor meinen Augen viel klarer und reiner erschienen als hier in Deutschland. Als ich mir auf dem kleinen Bildschirm meines Smartphones die aus dem Moment festgehaltenen Bilder in komprimierter Form ansah, war mir klar: Daraus muss ein Bild entstehen.
Für jede der genannten Städte malte ich eins. Jeweils versanken viele Eindrücke und Elemente in den Bildern.

Caligari II und Caligari I, 2018, 100 x 70 cm, Acryl auf Leinwand, Petra Kolossa

Im gleichen Jahr kam im Herbst das dritte „Caligari“ hinzu. Es ist eine Homage an die Stadt Ravensburg. Das Bild war zum ersten Mal zur Ravensburger Kunstnacht zu sehen.
Auch in diesem Bild sind viele Elemente verankert. Die Spielestadt Ravensburg mit den Würfelpunkten, Spielefiguren und Puzzleteilen, wie der legendäre „Mehlsack„, dem ich die Starre extrem nahm, das Wahrzeichen der Stadt, einer der größten Wirtschaftsunternehmen ist mit einer Spritze symbolisiert, die alte Innenstadt mit der Bachstraße, das Grün der Region …

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Caligari III, 2018, 100 x 70 cm, Acryl auf Leinwand, Petra Kolossa

Auch „Caligari“ IV beinhaltet die Elemente einer Stadt. Ich möchte heute noch nicht verraten, welche es ist. Nur soviel: Es ist eine Stadt in Deutschland.
Über die Entwicklung des Bildes werdet Ihr hier im Blog erfahren. Zunächst gibt es nur die ersten Striche in einer Skizze.

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So, jetzt habe ich mir einen Kaffee verdient.

Euch allen wünsche ich ein fantastisch-buntes Wochenende.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

 

 

Ein paar Minuten

Noch ist es zeitiger Morgen. Die Straßen entlang des Sees sind stark frequentiert. Touristen, die es von hier nach da treibt, Berufskraftfahrer, die im vorgeschriebenen Tempolimit gefangen, ihren Zeitplan zu realisieren haben und auch ich, die pünktlich zum Termin sein will.

Gemütlich geht es im Schritttempo die Bundesstraße entlang. Ich lehne mich in meinen Sitz und lasse meinen Blick über den See schweifen. Ein paar Segelboote am zeitigen Morgen, Seevögel, ein ruhiges Wasser, die Sonne, die sich durch diesige Wolken kämpft – sonst nichts.

Diese friedliche Stimmung nimmt von mir Besitz. Ich schaue auf die Uhr. Gut, fast zwanzig Minuten Zeitpuffer. Spontan nehme ich die nächste Gelegenheit und fahre auf den Parkplatz in Birnau. Der sonst gewohnte Anblick von aufgereihten Touristen oberhalb des Sees, die ihre Smartphones in die Höhe halten, fehlt mir. Der gesamte Platz gehört an diesem Morgen mir ganz allein.

Ich genieße den Anblick des fantastischen Bodensees.

Er liegt ganz ruhig eingekuschelt von den Alpen und dreier Länder vor mir.

Ich muss lächeln. Denn nun greife ich nach meinem Smartphone und entscheide mich für eine Panoramaaufnahme. Mich drängt es, Euch teilhaben zu lassen.

Im Vordergrund stehen stolz die Rebstöcke, die bald wieder für einen der köstlichen Bodenseeweine sorgen werden … Aber dazu vielleicht zu einem späteren Zeitpunt.

Aus dem südlichsten Süden

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Badezimmergenießer

… „Kein Mensch braucht eine solche Ewigkeit, wie du! Du vertrödelst einen Haufen Zeit!  Ich frage mich, wie lange du im Bad brauchst! Was machst du dort so lange?…“, nörgelt und nervt er. Sie dreht die Augen nach oben, brabbelt irgend etwas und wendet sich von ihm ab.

Neulich:
„Ich liebe meine Zeit im Bad. Weißt Du, ich brauche immer eine Stunde. Das Bad ist für mich ein heiliger und wichtiger Raum …“ , schwärmt mein Vater, als er mir seine neue Wohnung präsentiert.

Ich muss grinsen. Jetzt weiß ich, woher ich das habe 😉

Das Badezimmer ist auch für mich viel mehr, als nur der Ort für Hygiene und Styling. Es ist ein Platz des Abtauchens, meinen Gedanken freien Lauf lassen können. Zeit, die nur mir ganz allein gehört.
Und für alle Badezimmergenießer: Ein klares Nein! Es gibt keinen Grund, sich dafür rechtfertigen zu müssen.

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Genießt auch Ihr Eure Zeit im Bad?

Einen frischen Tag wünscht Euch
Eure Petra Kolossa.

Glas ist Glas

Oh wow! Ist das ein geniales Anwesen, denke ich. Eingekuschelt in einem beeindruckend angelegtem parkähnlichem Grundstück überrascht mich das Glashaus. Die riesigen Scheiben werden von wenig naturbelassenem Holz gehalten.
Ein jeder kann Einblick nehmen in das Innenleben dieses Gebäudes. Das ist von den Bewohnern so gewollt, denke ich. Kurz verharre ich und lasse das Interieur auf mich wirken. Menschen, die etwas erreicht haben, es genießen und sich gern bewundern lassen.

Ich klingele an der Tür und trete ein Stück zurück. Im Haus höre ich, und ich sehe es, wie der Bewohner die Treppe herunter kommt, um zur Tür zu gehen. Ich muss mir ein breites Grienen unterdrücken. Er steckt den Kopf durch den Türspalt und begrüßt mich. Sein Blick erfasst mein Namensschild an der Lederjacke. Er strahlt mich an. Alles klar, sagt er. Sie haben Post geschickt. Warten sie kurz. Ich muss mir nur schnell eine Hose anziehen. Dann können wir reden.

Als wenn ich das nicht schon längst gesehen hätte!

Herzlich, Eure Petra.

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Foto: Astrid Gast, Oy-Mittelberg

 

Die Sache mit dem Hut und dem Shopping

Es ist ein weiteres Jahr durchs Land gezogen. Und Ihr ahnt es: Ich habe noch immer keinen Hut.

Nicht dass Ihr glaubt, mein Interesse an solch einer edlen Kopfbedeckung habe sich im Nirwana verloren. Nein, nein! Das ist nicht der Fall. Fakt ist, dass ich mir nach wie vor selbst im Wege stehe.

Tatsächlich sehe ich meine Größe von knapp 180 cm als echte Herausforderung.
Selbst ohne einer Kopfbedeckung komme ich als recht auffällige Person daher. Hier im Süden unseres Landes scheinen die Menschen kleiner zu sein, als im Norden.  Als ich vor einigen Jahren den Weihnachtsmarkt in Oldenburg besuchte, fühlte ich mich wirklich aufgehoben. Irgendwie schaute ich die meisten von unten oder auf Augenhöhe an. Hier werde ich in den meisten Fällen von unten angesehen, oder aus meiner Sicht: Ich schaue auf die Menschen herab. Aber okay, das ist eine andere Geschichte. Fakt ist nur, dass ich mit einem Hut noch größer sein werde.

Und da sind wir schon beim nächsten Punkt. Ich werde größer erscheinen und noch auffälliger. Heh! Will ich das? Auf jeden Fall nicht immerzu.

Am 06. Mai 2018 wurde wieder die Deutsche Hutkönigin in Lindenberg gekürt.

_MG_1768Vanessa Höss, Deutsche Hutkönigin 2018 / 2019 – Foto: Willy Holger Wagner

Ja, na klar, ich war dort. Es ist einfach faszinierend, dieses Spektakel zu erleben. Lindenberg lebt zu dieser Zeit „Hut“. Bis heute werden Hüte in zwei traditionsreichen Fabriken produziert. Ein Geschäft, das der Mode völlig unterworfen ist. Ich denke, dass es kein Modeaccessoires gibt, das ein derartiges auf und ab erlebt, wie der Hut. Jedoch an den Tagen, an denen ihre Königin gewählt wird, scheint es, als sei der Hut das absolute Muss.

Fotos: Willy Holger Wagner

Alle Kandidatinnen, die sich zur Wahl stellten, waren aus meiner Sicht betrachtet, kleine Frauen. Ich stand auf dem Marktplatz unter Hunderten anderer Menschen und verfolgte die Veranstaltung. … Ich brauche nicht weiter erzählen, Ihr ahnt es schon. Richtig, ich wurde oft gebeten, an den Rand zu treten, damit auch andere einen guten Blick zur Bühne haben. … Grummel

Meine Freundin sagte neulich, ich solle es mal mit einer Kappe versuchen. Solch ein Teilchen sei total schick und edel und mache nicht größer. Sie habe das kürzlich bei „Hutshopping“ gesehen und gleich an mich gedacht. Eine Kappe? Und da kam mir gleich in den Sinn, dass ich solch eine vor ein paar Jahren günstig kaufte, um zu probieren, wie mir ein derartiges Teil steht. Diese war etwas groß und rutschte mir vom Kopf. Ich kramte die wieder raus und bekam gleich noch eine zweite Variante in die Hände. Na, was sagt Ihr dazu?

(selfie)

Es ist doch mal ein Anfang!
Jetzt habe ich riesengroße Lust und werde mich durch den Hutshop kämpfen und mir eine Auswahl kommen lassen. Das ist für mich der richtige Weg, in aller Ruhe vor dem Spiegel zu testen, herauszufinden, was genau mein Ding ist. Hach, wie schön zu wissen, wo ich dann vielleicht meine Hüte herbekomme.

Wie ist es bei Euch? Habt Ihr Eure Favoriten?

Also, ich muss jetzt …

Herzlich, Eure Petra.

 

 

 

 

 

… es passte alles

Künstler zwischen Ravensburg und Bodensee

Gestern hatten wir unsere Vernissage mit 13 Künstler/innen unserer Künstlergruppe.

Es war eine gelungene Veranstaltung in einem erfrischend jungen und modernen Umfeld.

Wir schicken auf diesem Wege nochmals ein dickes Dankeschön an den Bürgermeister des Deggenhausertal, Herrn Fabian Meschenmoser und seinem Team, insbesondere seiner Sekretärin, Frau Leberer und den Mitarbeitern des Bauhofes, die uns unendlich viel Arbeit und Last beim Aufbau der Stellwände abnahmen.

Unsere Ausstellung ist noch bis zum 15. Juni 2018 zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.

Am 27. April 2018, von 17:00 bis 20:00 Uhr sind wir „Künstler vor Ort“.

Ein Treff, an dem Ihr uns Löcher in den Bauch fragen dürft. Wir freuen uns auf Euch.

Und hier noch ein paar Impressionen von gestern Abend …

Die einführenden Worte von Fabian Meschenmoser, die Laudatio vorgetragen von Marion Vischer und die Worte für die fx-Künstlergruppe Ravensburg bis Bodensee von Petra Kolossa

Musikalisch wurde unsere Veranstaltung…

Ursprünglichen Post anzeigen 46 weitere Wörter

Jetzt Schweiß von der Stirn wischen …

Künstler zwischen Ravensburg und Bodensee

… die Ausstellung „steht“!

Heute
Freitag, den 13. April 2018
19:00 Uhr

Wir freuen uns, Dich und Dich und Dich und … auf unserer Vernissage begrüßen zu können

Rathaus Deggenhausertal
Rathausplatz 1 (Schulstaße)
88693 Wittenhofen

Hier ein kurzer Clip. Dieser wurde am Mittwoch nach dem Aufbau aufgenommen.

Und hier ein paar Impressionen:

Wir freuen uns, dass Wolf-Dieter Guip (Journalist) uns bei dieser Ausstellung begleitet.
Im Hintergrund Markus Meyer und rechts Petra Kolossa, die auf den Bildern fehlt, weil sie immer vergisst, ein Selfie zu machen. Hier nun eins aus dem Atelier.

Bei unserer Ausstellung zum Thema „Harmonie“ sind dabei:
Buttafly (Vanessa Brünsing), Claudia Bode, Kati Sparberg, Galyna Schäfer, Peter Hutschenreuter, Theresia Hillebrand, Walter Steenblock, Evelin Kraus-Bitzenhofer, Greta Floor, Willy Holger Wagner, Markus Meyer, Daniela Eneidi Pahle (Gastausstellerin aus Tirol), Klaus Stromeyer und Petra Kolossa.

Text, Video, Bilder: Petra Kolossa

Schaut auch auf unserer Webseite vorbei.

Und: Ihr findet uns auf

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06. April 2018 – Treffen Sie „Künstler vor Ort“

Zum ersten Mal lud ich unter dem Thema „Künstler vor Ort“ in Bad Waldsee während meiner Ausstellung „Inspiriert“ zum Jahresanfang ein.
Mich begeisterte, wie viele Besucher sich für das, was hinter meinen Kunstwerken steht, interessierten,  wie aufmerksam meinen Worten gefolgt wurde und die unendlich vielen Fragen, die ich beantworten durfte.

Diese fantastische Erfahrung nahm ich mit in unsere fx-Künstlergruppe Ravensburg bis Bodensee.  Treffen Sie „Künstler vor Ort“ soll während unserer Ausstellungen ein fester Bestandteil werden.

Somit trefft Ihr mich und meine Künstlerkollegen das nächste Mal am

06. April 2018, 17:00 bis 20:00 Uhr

in der Bodensee-Galerie Salem
Gewerbepark
In Oberwiesen 16
88682 Salem

Dort stellen wir bis zum 19. Juni 2018 unter dem Thema „Frühling“ aus.

… und Ihr dürft mir Löcher in den Bauch fragen zu meinen zwei neuen Bildern aus der Werkgruppe „Caligari“.

Für Euch ein kleiner Clip, den ich am Vortag zur Vernissage machte:

Ausstellende Künstler/innen:
Claudia Bode, Theresia Hillebrand, Galyna Schäfer, Peter Hutschenreuter, Walter Steenblock, Greta Floor, Kati Sparberg, Buttafly, Petra Kolossa

Und hier der offizielle Flyer für diese Ausstellung

Sehen wir uns am kommenden Freitag zu „Künstler vor Ort“? Super!

Herzlich, Eure Petra Kolossa.