Rückwärts gedacht

Was würdest du deinem 20-jährigen Ich gern sagen?

Aus meiner heutigen Sicht, fast fünfzig Jahre später, würde ich mein damaliges Ich einfach nur in die Arme nehmen und ihm sagen, wie tapfer und großartig es die (damalige) Situation bewältigt. Ich würde ihm Kraft, Mut und unendlich viel Liebe zusprechen.

Und ich würde ihm sagen: Vertraue auf das Leben. Es wird Dich führen. Wenn es nicht rund läuft, hat es seinen Grund. Du wirst daraus lernen und Deinen gewählten Weg korrigieren. Habe keine Angst. Es werden Menschen in Dein Leben treten, die Dich lieben, die Dir die Hand reichen. Du wirst lernen, Menschen wieder vertrauen zu können, auch wenn es dafür keinen Garanten gibt. Gib Dir Zeit. Lerne, Dich selbst zu mögen. Du bist wunderbar und in Deinem Wesen einzigartig, wie jeder Mensch dieses Globusses, in unserer Matrix.

Ich lebe nicht in der Vergangenheit. Sie hängt uns nur allen unveränderbar an. Ob wir wollen oder nicht. All das von gestern ist heute kalter Kaffee.

All das, was ich heute mit meiner Lebenserfahrung in die Vergangenheit meinem imaginären 20jährigen Ich hineininterpretiere, erzeugt in mir nach so langer Zeit fast etwas Selbstmitleid. Ich betrachte mich von außen und sehe eine junge, sensible, introvertierte, eingeschüchterte Frau, die sich intuitiv aus einem starren, kühlen, lieblosen Lebensraum in ihren eigenen begann zu befreien.

Hast Du einmal in Dein 20jähriges Ich hineingehorcht? Was würdest Du ihm heute sagen wollen?

Mit dieser heute schwierigen Frage an uns Blogger verabschiede ich mich.

Habt einen wunderbaren Tag. Der Sommer kommt nach den erfrischenden Tagen zurück ☀️

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

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