Bist du patriotisch? Was bedeutet es für dich, patriotisch zu sein?
Das ist eine Frage, die sicher keiner gern beantworten möchte. Patriotismus, patriotisch, Patriot sind Worte, die in der heutigen Zeit alles andere als populär sind. Wieviel Spielraum liegt zwischen Patriotismus, Nationalismus und Chauvinismus?
Da gibt es unseren Wirtschaftsminister und Vizekanzler, der noch nie etwas mit Vaterlandsliebe anzufangen wusste und gar einen Bogen zum Chauvinismus schlägt und noch so viele andere Äußerungen unserer aktuellen Politiker, die Patriotismus in die rechte Ecke drücken und mit dem Nationalismus gleichsetzen.
Nur, dem ist nicht so. Patriotisch heißt und bedeutet einfach nur einheimisch und vaterlandsliebend und findet sich auf der emotionalen Schiene wider.
Ja, ich bin patriotisch und sehr stark mit meiner Heimatstadt verbunden, genauso, wie ich in meinem Heimatland verwurzelt bin. Ich war es schon immer. Und ganz ehrlich, ich bin froh, dass ich die Chance bekam, dieses Gefühl des Patriotismus ohne ein Schamgefühl für irgend etwas entwickeln zu dürfen. Patriotisch zu sein ist viel mehr, als nur ein Gefühl.
Heute einzugestehen, patriotisch zu sein, scheint einer Sünde gleich. Patriotismus ist nicht messbar, sondern eine Auslegungsfrage und den jeweiligen aktuell existierenden gesellschaftlichen Normen unterworfen. Im Augenblick liegt die Messlatte sehr flach. Vaterlandsliebe scheint ein Verrat am Vaterland zu sein und nationalistisch, gar chauvinistisch. Ich kenne kein anderes Land, als Deutschland, in dem die Menschen derart entwurzelt sind, in dem sich die Leute schämen, ihre Flagge zu hissen, die Nationalhymne zu singen, offen für die Belange des eigenen Landes zu sprechen und dafür auch noch einzustehen. Es scheint ein Frevel, patriotisch zu sein.


Es ist Mitte Februar. Die ersten Schneeglöckchen und Winterlinge kämpfen sich durch das Abgelebte. Es sind die Vorboten für eine bald erwachende neue, frische, lebendige Zeit.
Habt einen schönen Tag. Herzlich, Eure Petra Kolossa.