Petitesse – Randnotiz – 2025-10-05

Akku-Staubsauger ./. herkömmlichen Staubsauger

Das Staubsaugen war für mich immer eine Sache, die schnell nebenbei ganz fix erledigt wurde. Strippe in die Steckdose, Staubsauger eingeschaltet und ab ging es. Der Staub kam gefiltert in einem Beutel an. War dieser voll, zog man einen kleinen Verschluss über die Öffnung und entnahm den prall gefüllten Sack praktisch staubfrei, um ihn zu entsorgen.

Seit fast einem Jahr besitze ich einen Akku-Staubsauger. Das Staubsaugen ist nun zu einer reinen meditativen Tätigkeit geworden.

Verstand ich zuvor nicht, warum dieser nicht ordentlich und sauber saugt, weiß ich inzwischen, dass man ganz, wirklich ganz langsam saugen muss. Die Bewegungen gleichen einem in Zeitlupe aufgenommenen Film. Die rotierende Bürste braucht einfach länger Zeit, den Schmutz einzusammeln. Der volle Akku reicht somit vielleicht für eine tierfreie Wohnung mit etwa achtzig Quadratmeter. Ich komme mit einem voll geladenen Sauger etwa fünfzig bis sechszig Quadratmeter. Dann muss das gute Stück wieder an die Ladestation. Der „Kätz“ und meine langen Haare sind schon eine kleine Herausforderung für die Staubsauger.

Dieser Akkustaubsauger ist selbstverständlich ohne Beutel. Der Staub, die Krümel und so weiter werden in einem Kunststoffbehälter gesammelt, der zu entleeren ist. Ein in diesem Behälter integrierter Filter kümmert sich um den Feinsaub. Ich habe x-verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, um den Staub, der nach dem Öffnen und und Entleeren entsteht, zu vermeiden. Es gelingt mir nicht wirklich. Inzwischen lege ich ein feuchtes Küchentuch um den Behälter, damit sich der Staub dort hinein verfängt. So entnehme ich dann den Filter, kippe den Behälter aus, zupfe vom Filter die Haare und alle Dinge, die sich darum gelegt haben und klopfe vorsichtig, sehr vorsichtig, den Filter unter dem feuchten Tuch in den Mülleimer aus. Dann wische ich das verstaubte Teil mit dem feuchten Küchentuch aus und bastele alles wieder zusammen.

Bevor das moderne und so zeitgemäße Gerät wieder an der Ladestation naschen darf, ist seine letzte Aktion, den Staub vom Reinigen aufzusaugen. Und die letzte Aufgabe des feuchten Tuches ist es, den restlichen Staub vom Reinigen wegzuwischen, bevor es für die Wäsche beiseite gelegt wird.

Fazit: Ob der Akku-Staubsauger letztendlich weniger Strom verbraucht, kann ich nicht beurteilen. Er hängt eben oft in der Station und lädt. Er ist kleiner. Das finde ich wirklich gut. Und gut ist auch, dass ich nirgendwo ein Kabel hinterherschleppen muss, das ich in fast jedem Raum in eine andere Steckdose stöpseln muss.

Praktisch ist die abknickbare Stange, womit man unter fast jeden Schrank kommt und die besondere rotierende Bürste, die Teppiche super reinigt und die Fasern wieder aufstellt, was die Bürste meines ursprünglichen Staubsaugers nicht macht.

Nicht so toll ist die Reinigung des Fußbodens mit dem Akku-Staubsauger. Es dauert einfach lange. Krümel, wie zum Beispiel vom Katzenstreu, werden nicht immer gut eingesammelt. Das funktioniert mit dem herrkömmlichen Sauger wesentlich besser.

Noch ein Beispiel: Beim Bohren von Löchern in der Wand, hält man den Staubsauger neben die Bohraktion, damit der dabei entstehende Staub sofort eingesaugt wird. Das taten wir kurzzeitig mit dem Akkusauger. Der Dauer-Filter war danach völlig verstopft. Nur unter großen Mühen und viel Ausdauer konnte ich diesen retten. Dafür ist er absolut nicht geeignet!

Das Reinigen des vielgelobten beutellosen Staubfangbehälters ist eine staubige und aufwendige Angelegenheit. Aus meiner Sicht ist es wesentlich hygienischer und viel sauberer, einen Staubbeutel zu verwenden. Leider gibt es keine für dieses Gerät.

Erwähnen möchte ich noch, dass unsere Staubsauger beide Markengeräte sind.

Beide Geräte sind dennoch nicht das non plus ultra. Inzwischen entschied ich mich für den Akku-Sauger. Im Ruhestand kann man sich etwas mehr Zeit auch für das Staubsaugen in der Wohnung und den Trödel beim Reinigen leisten 😅

Wie ist es bei Dir? Konntest Du ähnliche Erfahrungen sammeln?

Ich bin gespannt.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.