Der Deutschen liebstes Kind – das Auto

Was ist Dein absolutes Lieblingsauto?

Diese Frage las ich gerade und habe kurz über mich selbst nachgedacht. Das ist ein nimmersattes Thema, an dem sich die Geister, insbesondere die autoliebenden Deutschen, wohl immer streiten werden. Oder, wie siehst Du das? 

Meine Lieblingsautos, die ich gefahren bin, kamen von Peugeot. Ich mag den Stil, die Ausstattung, die intuitive Bedienung. Jedes einzelne (205, 206, 2008) habe ich geliebt. Peugeot ist aus meiner Sicht ein optimales Frauenauto.

Mein absolutes Lieblingsauto jedoch ist der Peugeot 308 cc Cabrio-Coupe. Leider war dieses Modell das letzte, das Peugeot in der cc-Reihe bis 2015 produzierte. Ich hatte nie einen, schwärmte aber immer davon. Inzwischen würde ich mich aus rein praktischen Gründen gegen ein solches Fahrzeug entscheiden. Ich fürchte, die B-Note beim Ein- und Aussteigen würde nicht gut ausfallen.

Mein anderes absolutes Lieblingsauto war und ist eines aus der BMW X-Reihe. Der BMW X7 ist ein wahnsinnig schönes Fahrzeug, bei dem ich wirklich ins Schwärmen komme. Ich mag kompakte, kraftvolle Autos. Es wird sicher das Blut aller Umweltheiligen in Wallung bringen und ein riesiges Unverständnis mir gegenüber verursachen. Jedoch besteht keine Gefahr, dass ich eine böse Umweltsünderin in einem verhassten, vielleicht auch noch dieselbetriebenen, SUV werde. Bei diesem horrenden Preis kann ich mir nur die Nase am Schaufenster plattdrücken.

Und nein, wenn wir uns zum Beispiel die Lieferketten, die Produktionsbedingungen, die tatsächliche Herkunft und Art und Weise des Stroms in Deutschland, sowie die perspektivische Entsorgung anschauen, können wir nicht leugnen, dass die Umweltbilanz alles andere als im grünen Bereich liegt. Ein Elektroauto steht für mich absolut nicht zur Disposition. Es ist Augenwischerei.

Und bevor es einen großen Aufschrei gibt: Ich fahre inzwischen einen klitzekleinen Opel adam 😉

Ich musste eine Weile auf meinem Smartphone nach einem Bild von dem kleinen Kerlchen suchen. Das Bild entstand Mitten in der Nacht auf einem Parkplatz.

Auch wenn ich für große Autos schwärme, heißt es nicht, dass ich eins haben muss. Ein Pkw soll seinen Zweck erfüllen und der ist bei jedem von uns anders und wandelt sich im Laufe der Zeit. Als wir noch Modenschauen und andere Veranstaltungen durchführten, brauchten wir ein großes Auto. Die Vorteile eines SUV, in dem Fall eines Mercedes ML 270, weiß ich zu schätzen. Auch kenne ich die hohen Haltungskosten eines solchen Autos und die vielen Zipperleins, wenn es älter wird. Ich fahre inzwischen sehr viel weniger. Auch mein Aufgabenspektrum hat sich geändert. Also ist ein großes Auto nicht notwendig, um nicht unsinnig zu sagen. Wenn einmal größere Dinge transportiert werden müssen, wird sich dafür eine Lösung finden.

Jetzt bin ich neugierig. Was ist Dein absolutes Lieblingsauto und welches fährst Du tatsächlich? Schreibe es doch einfach in die Kommentare.

Einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag wünscht Euch,

Eure Petra Kolossa.

Einfach nur „Auto“

Im Hintergrund grummelt das nahende Gewitter und die ersten großen Tropfen verdampfen auf dem ausgetrockneten Boden. Ich mag den typischen Geruch, wenn der ersehnte Regen nach einigen Tagen Hitze und Trockenheit dieses Duftgemisch erzeugt. Die Nacht wird erfrischend sein und der kommende Tag wahrscheinlich schwül und warm.

Ich sinniere über den vergangenen Tag. Sehe mich über das aufgeheizte Gelände der ADAC-Werkstatt sausen. Immer wieder zwischen dem Meisterbüro und meinem am letzten Ende dieses Hofes, schon fast im Grünen, abgestellten Autos. Der Gutachter hat einen wirtschaftlichen Totalschaden festgestellt. Es fiel mir nicht leicht, loszulassen. Dieses Auto hat mich acht Jahre fast tägleich begleitet. Zweihundertfünfzigtausend gefahrene Kilometer sind kein Pappenstiel. Mein Auto war mein Büro auf Rädern, der Ort, an dem so viele Gedanken spazieren gingen, wo sich Ideen entspannen, ich so manchen Entschluss fasste. Ich verbrachte unendlich viel Zeit in diesem Peugeot.

Meine Autos haben nie irgendwelche Spitznamen. Sie sind einfach nur „Auto“. Das erste war ein schwerer Rover. Bis heute kann ich nicht verstehen, wie dieser Opel Kadett, der von rechts aus der Nebenstraße mit ganzer Wucht auf die Beifahrerseite krachte, es komplett verzogen hat und zum Totalschaden machte.

Als ich eines Tages nach einem Termin zu dem damaligen Skoda ging, hörte ich durch die spaltbreit heruntergelassenen Autoscheiben meinen Hund aus voller Lunge bellen. Es klang nicht gut. Ein Zettel unter dem Scheibenwischer erklärte mir, dass der Absender schuld für den eingedrückten Kotflügel einräumte. Später erfuhr ich, es war ein Opel.

Mein Peugeot 206 war wie meine Handtasche und die fahrende Hundehütte für Gino, meinen Hund, der mich elf Jahre begleitete. Damals rammte ein steinalter Opel mit zwei Auszubildenden auf dem Firmengelände die rechte Seite meines Autos. Es wurde repariert. Einen Tag später, nachdem ich mein Auto aus der Werkstatt zurück erhielt, schaffte es ein Opel Vectra nicht, rechtzeitig zu bremsen und traf mich in der Tiefgarage mit voller Wucht auf der Fahrerseite. Als der Kontrolleur der Versicherung am selben Tag die Reparatur begutachten wollte, musste ich ihn darauf hinweisen, dass es sich um den Schaden auf der rechten Seite handelt.

Sämtliche Unfälle verursachten Opelfahrer. Ich stellte für mich fest, dass das sehr spezielle Autofahrer sind. Und ich beschloss, niemals einen Opel zu fahren.

Meinen jetzigen Unfall erledigte ich mit mir selbst, also ganz allein und leider sehr gründlich.

Und das Verrückte ist: Heute fuhr ich einen Opel zur Probe. Und was soll ich sagen? Ich mag ihn. Die Chancen für diesen „adam“ stehen ziemlich gut. Tja, man sollte niemals nie sagen 😉

So schicke ich euch liebe Grüße in Euren Morgen. Habt einen fantastischen Tag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.