Wenige qm, die guttun

Der neue Monat hat sich heute Nacht mit Blitz und Donner laut krachend in den Verlauf unseres Jahres geschoben. Willkommen August!

Wir haben neunzehn Grad am frühen trüben, regnerischen Morgen. Ich staune. Denn nach den letzten heißen Tagen fühlt sich der laue Tagesstart fast kühl an.

Es ist ein Morgen, der mir Ruhe und Frieden schenkt. Möge der gesamte August so sein.

Genau jetzt entscheide ich mich, mich so zu verhalten, wie es die drei Affen tun. Nichts sehen, nichts hören, Klappe halten. Ich verweigere heute am Morgen die Realität über meinem Tellerrand. Den ganzen Trödel „da draußen“ will ich in diesem Augenblick nicht in mein Leben lassen.

Seit einem Jahr wohnen wir hier im wunderschönen Erzgebirge. Jeden Tag bin ich unendlich dankbar, hier sein zu dürfen.

So sah es vor einem Jahr noch aus. Das durch den Umzug erzeugte Chaos brachte mich wahrlich zur Verzweiflung. Ich erinnere mich daran, dass mir alles nicht schnell genug ging.

Wir verbrachten unsere Mahlzeiten und die freien Minuten auf der Terrasse. Zum Glück war es Sommer. 

Irgendwann im Spätherbst normalisierte sich unser Leben.

Und heute, wenn ich am zeitigen Morgen auf die Terrasse trete und unsere Stück für Stück frisch angelegte kleine grüne Oase betrachte, weitet sich mein Herz.

An warmen Sommertagen schnappe ich mir die Kannen und gehe zur nahen Wasserstelle, um natürliches Wasser für die Pflanzen zu schöpfen. Früh am Morgen ist noch alles still. Ich genieße diese Zeit wahrlich.

Mit dem Smartphone habe ich ein paar Bilder für Euch gemacht:

Die Wasseroase für alle Bewohner unserer Wohnanlage.

Salbei im Hochbeet. Pfefferminze im Topf. Die Annemone haben wir mit der Wohnung übernommen. Sie ist wunderschön.

Im Hochbeet: Majoran, Pflücksalat, Rote Beete, Rucola, Kräuter

Schwarze Johannisbeere. Unsere Komposter im Hochbeet. Die Konstruktionen klappen viel besser, als wir dachten.

Am Flieder befestigten wir zur Freude der verschiedensten Vögel die Futterstelle. Im Hintergrund seht ihr die bereits genannte Wasserstelle. Gegenüber machten wir den Hang urbar. Unter dem Apfelbaum, der hoffentlich im kommenden Jahr die ersten Früchte tragen wird, platzierten wir eine Vogeltränke.

Ein paar wenige Samen des wilden Knoblauchs, der mit umgezogen ist … Ein Umzugshelfer holte diese aus seiner Hosentasche. Er habe den einfach abgezupft, bevor die Reise von Baden-Württember nach Sachsen ging, sagte er. An dieser Stelle ist es mir ein Bedürfnis, nach einem Jahr nochmals mein herzlichstes Dankeschön an alle so fleißigen hilfreichen Hände zu richten. Ohne Euch hätten wir das niemals auf diese Weise bewältigen können. – Das letzte Bild sind Löwenmäulchen.

Dieses Silber mit leuchtendem Gelb gab uns meine Schwester.  Greiskraut oder auch Silberblatt genannt. Und Lavendel, das ich so sehr liebe, pflanzten wir zwischen die Steine der Hangbefestigung.

Kulturbrombeeren, Heuchera und die bepflanzten Randsteine mit Lavendel. Ich freue mich schon, wenn diese im kommenden Jahr schöne Kissen entwickelt haben werden.

Noch ein paar Bilder vom Hang gegenüber unserer Terrasse.

Der komfortable Ein- und Ausgang unseres Seniorkaters Flo. Eine Johannisbeere und die Walderdbeeren entdeckten wir bereits im vergangenen Jahr. Wie schön, dass sie auch in diesem wiedergekommen sind.

Unsee beiden Hochbeete und das Zuhause für die Gartenstühle und Werkzeug.

Diese Rose war das erste Blühende, als wir damals im Mai hierher fuhren, um den Mietvertrag zu vollenden und die Wohnung zu übernehmen. Wir hüten und verwöhnen das zarte Geschöpf. Der Topf mit der Sukkulente durfte im Umzugswagen hierher reisen. Und unser alter Geldbaum steht in der Sommerfrische. Möge er sich erholen. Denn er nahm uns den Umzug ein bissle übel.

… ein letzter Blick am frühen Morgen, bevor die ☀️ um die Ecke kommt. Ich werde mir jetzt einen ☕️ bereiten.

Das sollte ein Foto werden. Es wurde versehentlich ein Sekunden-Video …

Heute nahm ich Euch auf eine Bilderreise in unsere nur wenige Quadratmeter goße grüne Oase mit. Ich bin davon überzeugt, dass es nicht viel braucht, sich einen solchen kleinen Platz zu schaffen, der uns guttut. Mag es der Balkon, die Terrasse oder ein Fensterbrett sein.

Bis zum nächsten Mal.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Durch die Linse geschaut

Eigentlich wollte ich nur die Vögel füttern und ein paar Schritte gehen, um meinen Kreislauf ein wenig in Fahrt zu bringen. Die Sonne scheint prächtig, es ist zwölf Grad warm. Ein fantastischer Tag. Von mir aus kann der Winter so bleiben, denke ich. Streife durch den Garten und genieße die intensive Wärme auf meinem Gesicht.

Mich begeistert das Händchen der Natur. Wer glaubt, dass der Zauber der Flora mit der Laubfärbung im Herbst beendet sei, lasse sich mit den folgenden Schnappschüssen eines besseren belehren.

… und schon ist der kleine Rundgang beendet. Es tat mir gut, die kurze Zeit an der frischen Luft zu verbringen. Es war nicht lange, aber ausreichend. Denn meine Konstitution ist noch immer sehr angegriffen …

Wie habt Ihr den ersten Tag des Jahres 2023 verbracht? Schreibt es doch einfach ins Kommentarfeld.

Ich verabschiede mich und wünsche Euch noch einen fantastischen Sonntag, den ersten im neuen Jahr.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

12 von 12 – Monat November

Es ist einfach unglaublich. Machte ich nicht erst kürzlich Bilder für „12 von 12“ – Monat Oktober? Ich muss gestehen, dass ich erst daran dachte, als ich an meinen Schreibtisch ging und den Kalender öffnete. Ohhhhhaaaa, es ist also wieder soweit.

Die Fotolinsen an meinem Smartphone gründlich poliert und auf geht’s in meinen ganz normalen Tag, den zwölften November 2022.

Heute begleitete mich Bobby. Er ist der jüngste der drei Jungs, ein Maine Coon und macht seiner Rasse alle Ehre – eine sanftmütige Hund-Katze.

Das ist kein Tannenzweig oder gar bereits Weihnachtsdeko.

Es ist Rosmarin. Die Zweige sind so schön kräftig, so dass ich sie trocknen will. Ich las gerade ein paar Artikel im Netz über die besten Möglichkeiten, Rosmarin zu trocknen.

Es wird immer wieder die Methode empfohlen, einen Backofen bei etwa vierzig Grad, vier Stunden mit geöffneter Tür zu verwenden. Nun, aus ökonomischer Sicht ist das für mich nicht der Weg, ein paar Zweiglein auf diese Weise unbedingt schnell zu trocknen.

Also tue ich es so, wie immer: Bändchen drum, aufhängen und geduldig zwei, drei Wochen warten, bis es trocken ist. In einen Behälter geben und dunkel aufbewahren. Die Nadeln am Zweig lassen. Das Aroma hält dann besser.

Es ist spät. Ich höre auf Spotify noch eine meiner Lieblingslisten „Lady Jazz“. Diese Songs werden mich auch gleich im Bad begleiten.

Mit diesem für diese Saison letzten Rosenzweig aus dem Garten verabschiede ich mich vom 12. November 2022. Wünsche Euch eine gute und erholsame Nacht.

Wir werden uns noch einmal zu einem Zwölften in diesem Jahr treffen. Ich freue mich darauf 🙂

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

12 von 12 – Monat Juni

DER Bloggertag seit vielen, vielen Jahren. Der zwölfte eines jeden Monats, wieder habe ich zwölf Bilder, unkompliziert am gestrigen Sonntag für Euch in diesem Beitrag festgehalten …

Meine „Morgenseiten“ 😊 Es tut gut, vor Beginn des Tages auf drei Seiten die Gedanken fließen zu lassen, ohne nachzudenken, ohne die Feder abzusetzen, einfach schreiben, schreiben, schreiben.
Zwei 🙈  Stunden Tochter-Mutter-Telefongespräch. Für einen Moment scheinen fünfhundert Kilometer gar nicht mehr so weit.
Wie kann nur ein derart hart strapazierter Gebrauchsgegenstand aus Kunststoff, Plaste, Plastik oder was das auch immer ist, hergestellt werden?! Schon lange saß ich nicht so schnell auf dem Boden 😅 Mein neuer Stuhl soll in zwei oder drei Tagen geliefert werden.
… auch Bobby-Kätz liebt die kleine Oase 😺
Geschwister, OK, Halbgeschwister. Benny und Bobby. Sie sind Maine Coon, fantastische, sanftmütige und liebenswürdige Riesen-Kätz 😻😻

Ein wunderschöner lauer Sonntagabend. Die Sonne verlässt im tiefen Orange den Tag hinter den Bergen. Mit einer Rotweinschorle verabschiede ich den warmen Sonntag, den zwölften.

Bald ist der zwölfte Juli und dann gibt es wieder 12 von 12.

Für heute verabschiede ich mich. Habt eine fantastische Zeit.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.