Gebürstet, nicht genagelt

Sie eilt in den Laden. Orientierungslos irrt ihr Blick über die unendlich vielen Regale.

„Kann ich ihnen helfen?“, wird sie angesprochen. „Oh ja, bitte. Ich suche eine Nagelbürste.“ Die Verkäuferin wiederholt. „Eine Nagelbürste?“ „Ja. Eine Nagelbürste.“ „OK. Dann sollten wir in die Werkzeugabteilung gehen.“ Angekommen, zeigt sie der Kundin die Auslagen.

„Hier sind Drahtbürsten in verschiedenen Größen. Aber eine Nagelbürste kenne ich so nicht. Sie meinen, dass die Borsten besonders stark sind?“ Die Kundin schaut die Verkäuferin verwundert an. „Nein. Ich meine eine Bürste, mit der ich meine Fingernägel bürsten kann.“

„Oh, entschuldigen sie bitte. Ich verstand sie nicht richtig. So lassen sie uns bitte in die Haushaltwarenabeilung gehen. Dort finden sie eine reichliche Auswahl an derartigen Bürsten.“

…und ich entdecke an mir, dass ich diese Art von Bürsten ebenfalls falsch definiere. Mein Leben lang nannte ich das praktische und immer griffbereite Teil am Waschbecken Handbürste. Ich übergab das Wort Google. Tatsächlich sind es Nagelbürsten. Jedoch scheint es mehr Leute, wie mich zu geben. Denn unter Handbürste werden auch diese korrekt bezeichneten Nagelbürsten angezeigt. Zum Glück ist das Netz so sehr schlau 😉

Kommt gut fein fingernagelhandgebürstet in Euren Tag.

Herzlich, Euche Petra Kolossa.

Ka-Ka-Ka-Brot

Ich denke: Karottenbrot.

Sage zu der Verkäuferin: Kartoffelbrot

Und erhalte ein Kastenbrot.

Ich zahle und nehme dieses weiße Brot kopfschüttelnd mit.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Nicht immer klappt es mit der Macht der Gedanken.

Einen schönen Freitagabend wünscht Euch, Eure Petra Kolossa.