„Bollos“ – schnelle Weihnachtskekse

Ich versprach Euch ein weiteres schnelles und unkompliziertes Rezept aus der Weihnachtsbäckerei. Mein eigenes Repertoire hält sich in Grenzen, deshalb bat ich mein Netzwerk um Unterstützung.

Heute testete ich die „Bollos“ – ein Rezept, das mir Heide aus Schriesheim (Rregion Rhein-Neckar) schickte. Vor fünfunddreißig Jahren entdeckte sie dieses in einer Beilage der „Hörzu“ „und seitdem gehört das zum festen Bestandteil für’s weihnachtliche Hüftgold“ (Zitat Heide)

(diese Fotos sandte mir Heide)

Was wird benötigt?

  • 250 g gemahlende Mandeln
  • 250 g Zucker
  • 250 g Mehl
  • 250 g Buttter
  • 6 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL gemahlender Zimt
  • ca. 80 geschälte Mandeln
  • Orangenmarmelade (Ich verwendete Sanddornmarmelade.)
  • Backzeit: 20 Minuten
  • Temperatur: 150 Grad (vorgeheizt) Umluft

In eine Rührschüssel gab ich die gemahlenen Mandeln und Zucker. Verrührte alles mit einem Löffel, gab das Mehl dazu, die Eigelb und die Butter. Streute die Prise Salz und das Zimt darüber. Heide lässt alles praktisch in einer Küchenmaschine verkneten. Nun, solch ein Dings hat sich in meinem Haushalt noch nicht verirrt. Also knetete ich die Masse mit meinen Händen kräftig durch. Dabei blitzte der Gedanke „Backpulver!“ auf. Irgendwie stand das nicht bei den Zutaten. Aber ohne Backpulver 🤔 Hmm, falsch kann man da nix machen, dachte ich und gab einfach noch welches dazu 🙈 Den fertigen Teig wickelte ich in Folie und ließ ihn eine viertel Stunde ruhen. Auf zwei Backbleche legte ich Backpapier, heizte den Backofen auf 150 Grad Umluft vor. Aus dem Teig formte ich knapp achtzig Kugeln, die Bollos. Legte sie in größerem Abstand auf die Bleche. Heide sagte mir, dass diese Bollos etwas breit laufen beim Backen. Zum Schluss drückte ich eine Mandel auf jede Kugel und schob die Bleche für zwanzig Minuten in den Backofen.

Mein Blick eilte voller Sorge immer wieder zum Backofen. Ich durfte beobachten, wie die Bollos von Minute zu Minuten zu breiten, flachen Flundern mutierten. Hmm, das Backpulver!!! Es war keine gute Idee. 😅 Also bitte, lasst das weg.

Inzwischen erhitzte ich die Sanddornmarmelade in einem kleinen Topf. Damit bestrich ich nach dem Backen die Bollos.

Wow! Die Kekse sind total lecker! Es ist ein köstlicher Winterkeks. Dieses gehaltvolle Gebäck passt zum Tee oder Kaffee wunderbar in die kalte Jahreszeit.

Und alles in allem ging es sehr schnell. Für die Zubereitung brauchte ich dreißig Minuten, fünfzehn Minuten für das Ruhen des Teiges und zwanzig Minuten für das Backen. Die Bedingung „einfach und schnell“ wurde erfüllt.

Euch wünsche ich viel Spaß beim Ausprobieren dieses Rezeptes. Und wie immer, freue ich mich sehr über Euer Feedback. Schreibt mir einfach unten im Kommentarfeld.

Das nächste Rezept erhielt ich von Karola. Lasst Euch überraschen!

Genießt den dritten Advent und seid herzlich gegrüßt von Eurer

Petra Kolossa.

Oma Ralfs Quarkstollen

Ihr wisst ja, ich koche sehr gern, aber es muss schnell gehen.  Backen ist so eine Sache. Ich bin da nicht besonders geübt, wahrscheinlich, weil ich es nicht oft genug tue. Und irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass Backen ein unendlicher Aufwand ist.  Nun, vor einer Woche fragte ich auf meiner Facebook-Seite meine Freunde nach einfachen und schnellen Rezepten für die Weihnachtsbäckerei. Einige wollte ich auswählen, selbst ausprobieren und Euch hier davon berichten.

Als erstes Rezept entschied ich mich für „Oma Ralfs Quarkstollen“. Dirk aus dem fernen Norden, aus Neumünster, schickte mir eine Zutatenliste. Er erzählte mir, dass er diesen Stollen seit vierzig Jahren so backe und dieser immer gelinge. Also machte ich mich gestern Abend an den Test.

Ich gab zunächst in eine Rührschüssel:

  • 500 g Mehl (1 Pfund)
  • 150 g Zucker
  • 250 g Quark
  • 2 Eier (M)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Tütchen Vanillezucker
  • 6 Tropfen Bittermandelaroma
  • eine Prise Salz
  • 150 g Butter (statt der Margarine)

Mit einem Rührgerät verarbeitete ich diese Masse, bis es ein guter Teig wurde. Ich bnutzte zunächst die Rührstäbe, stellte aber fest, dass die Knethaken dafür besser geeignet sind. Also lieber gleich die Knethaken benutzen.

Dann gab ich die anderen Zutaten zum Teig.

  • 150 g Rosinen
  • 100 g gehackte Mandeln

Das knetete ich kräftig durch, gab dem ganzen eine Form, wickelte es in eine Folie und ließ den Teig für zwanzig Minuten ruhen. Den Backofen heizte ich auf 180 Grad Umluft, legte den geformten Teig auf ein Backblech, schob ihn auf die mittelste Schiene und ließ es sechszig Minuten backen. Als der Stollen ausgekühlt war, bestäubte ich diesen mit etwas Puderzucker.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Stollen schmeckt wirklich lecker. Es lässt sich fix vorbereiten und ist vollkommen unkompliziert umzusetzen. Für die Zubereitung habe ich zwanzig Minuten benötigt, plus zwanzig Minuten Teig ruhen und sechszig Minuten Backzeit.

Nun muss ich jedoch als gebürtige Dresdnerin, die mit dem Dresdner Stollen groß geworden ist, sagen, dass ich dieses Gebäck eher als Quark-Rosinen-Kuchen bezeichnen würde. Ganz sicher lässt sich dieses Rezept nach den eigenen Vorstellungen zum Beispiel mit Zitronat, Orangenat, Wallnüssen, vielleicht sogar mit Apfelstücken und vielen anderen Dingen modifizieren. Ohne Abstriche: Das Grundrezept ist einfach köstlich!

Probiert es einfach mal aus. Ich bin sehr neugierig über Eure Berichte. Schreibt mir einfach unten in das Kommentarfeld. Ich freue mich riesig auf Feedback. Und ich freue mich auch, wenn Ihr mir Eure sehr schnellen und einfachen Backrezepte verratet.

In der nächsten Woche probiere ich ein Keks-Rezept von Heide aus. Ihr dürft gespannt sein.

Bei uns hier im südlichsten Süden Deutschlands hat es soeben wieder begonnen zu schneien. – Wie passend!

Ich schicke Euch einen lieben Nikolausgruß. Macht es Euch gemütlich und genießt den zweiten Advent.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.