12 von 12 – Monat Dezember 2023

Der letzte Zwölfte in diesem Monat. Es ist kurz nach sechs Uhr am Morgen. Stockdunkel. Ich gucke noch ziemlich müde aus der Wäsche und denke daran, dass ich um acht Uhr total fit für meinen Job sein muss. Nein, ich bin kein Morgenmuffel, überhaupt nicht. Aber ich brauche früh meine zwei Stunden für mich, in denen ich mich in aller Ruhe in meinen Tag schwingen kann. Und dafür stehe ich gern früher auf.

Es ist also der Zwölfte. Ihr wisst schon: Heute gibt es zwölf Bilder aus meinem ganz normalen und unspektakulären Alltag, an einem gewöhnlichen Dienstag im Dezember des Jahres 2023.

Ich stecke meine Nase nach draußen. Mich empfängt eine ungewöhnlich milde, fast schwüle Luft. Auch der letzte Krümel Schnee hat seinen Aggregatzustand in flüssig getauscht. Leider, ich  mochte die verschneite Landschaft. Ein Schnappschuss aus der Tür im Bild eins.

früh um sechs, morgens vor dem Haus

Die Kätz sind inzwischen satt und zufrieden zu ihren Tages-Schlafplätze spaziert und ich sitze gefrühstückt und fit genug an meinem Arbeittsplatz. Der Morgennebel liegt über dem Ländle und es ist noch immer nicht taghell. Bild zwei für Euch.

Die kleine fünfminütige Bildschirmpause nutze ich, um meine Füße zu vertreten. Das reicht für einen kleinen Spaziergang ins Wohnzimmer, um dem alten blühenden Geldbaum etwas Wasser zu geben. Bild drei für Euch:

blühender Geldbaum, Pfennigbaum, Pennybaum

Die von Holger vor vielen Jahren handgefertigten Schwippbögen fnden Jahr für Jahr immer den gleichen Platz in der Weihnachtszeit. Einst mit Kerzen bestückt, wurden sie inzwischen katzensicher mit Akku-Kerzen umfunktioniert.

Während eines Kurzurlaubs 2005 oder 2006 etdeckten wir im erzigebirgischen Seiffen für uns einen ganz besonderen Stil der Figurenholzkunst. Mich begeisterte der Schalk, der sich hinter den Holzkunstwerken verbarg. Und vor allen Dingen bewunderte ich den Mut, so herrlich moderne Formen konsequent umzusetzen und zu vermarkten. Denn nichts ist so traditionsbewusst wie die erzgebirgische Holzkunst. Pyramiden und Figuren, die vor fünfzig, sechszig und mehr Jahren gefertigt wurden, werden in den Familienbetrieben bis heute in alter Tradition hergestellt.

Die Figuren von Björn Köhler sind einmalig. Seine Innovation, der Glaube an seine Arbeit und sein Können gaben ihm recht.

Inzwischen haben sich eine ganze Menge dieser kleinen drolligen Kerle angesammelt. Nicht nur die Weihnachtsmänner und lustigerweise auch Weihnachtsfrauen, gesellten sich drei Katzen dazu, eine mit einer Weihnachtsmütze. Hier also das Bild vier für Euch:

Björn Köhler Weihnachtsfiguren, moderne erzgebirgische Holzkunst

Katzen sind bemerkenswerte Tiere. Ich bewundere ihr Geschick, sich zu bewegen. So groß die Kerlchen auch sind, sie balancieren an der Weihnachtsdeko vorbei, ohne etwas herunterzureißen.

Auf dem Bild fünf fordert Flo seine Aufmerksamkeit.

Die Mittagspause ist immer so schnell vorbei. Also ein schnelles Essen gezaubert. Ein paar Champignons, Knoblauch, Lauch, Kräuter, Geflügelwürstchen, etwas Pasta und Nudeln. Fertig. Bild sechs:

Nudeln / Pasta mit Champignons, Würstchen und Parmesan

Noch drei Stunden unter Kopfhörern. Wer in der kühlenn Jahreszeit morgens mit der Arbeit beginnt, fängt im Dunkeln an und hört wiederum im Dunkeln auf. Das ist, was ich an einer „normalen“ Arbeitszeit nicht mag. Lieber habe ich einen hellen Vormittag und arbeite in den sehr schnell dunkel werdenden Nachmittag bis zum Abend hinein.

Bildschirmpause am Nachmittag: Ich machte ein paar Fotos von meiner neuen Kreation für die hompART-Serie. Der Grundstein ist gelegt. Nun kommt noch Farbe ins Spiel. Bild sieben für Euch:

Als ich die Fotos von meinem Smartphone hole, musste ich lächeln, denn mir liefen die Bilder über den Weg, als ich am Wochenende mein homepART .23. fotografierte. Leider ist mir dabei ein Missgeschick geschehen, das doch tatsächlich in einem Foto festgehalten wurde. Im Augenblick ist dieses Tablett in einem Zwischenstopp zur Restaurierung. Hier für Euch Bild acht:

Ich denke, dafür ist man nie zu alt 😀 Bild neun:

Adventskalender, Türchen öffnen, Weihnachtszeit, Adventszeit

Sternenkopf-Engel – Diese sind so schön, dass sie das ganze Jahr bleiben dürfen und niemals in einer Weihnachtsdekokiste auf dem Boden verschwinden. Bild zehn für Euch.

Überall in der Wohnung finden sich solche weihnachtlichen Details. Diese kleinen Bäumchen kaufte ich auf einer Weihnachtsausstellung im Atelier von Evelyn Hörmann. Damals war sie noch Mitglied in unserer Künstlergruppe. Sie entschloss sich, eigene Wege zu gehen und fand ihre Heimat vor allen Dingen in ihren Kunstkursen, die sie für Interessierte anbietet. Hier Bild elf für Euch:

Weihnachtsdeko, Tannenbäume, Weihnachtsbäume, von Evelyn Hörmann

Bild zwölf  ist auch heute wieder ein Experiment,eine Spielerei. Mein Glas Rotwein steht auf der Tastatur meines Tablets. Ich fotografierte die Spiegelung, beschnitt es und legte drei Filter nacheinander darüber.

Das war also mein letzter Zwölfte im Jahr 2023. Wie sah Dein zwölfter Dezember aus? Genauso banal wie meiner?

Jeder Tag ist irgendwie besonders. Es sind die klitzekleinen Dinge, die ihn unvergessen machen. Zum Beispiel bekam ich heute eine Sendung meines Arbeitgebers zum Jahresende. Welch eine wunderbare Geste. Meine Tochter schickte mir eine Kleinigkeit, um meine nach einem Infekt ausgefransten Lippen zu beruhigen. Ich freue mich riesig über diese liebevolle Geste. Ich durfte an selbstgebqackenen Keksen kosten. Ohhh, wie ich diese Kokosmakronen liebe …

Wir sehen uns zum nächsten Zwölften im Januar?

Bis dahin alles Liebe. Habt eine wunderbare Nacht, eine fantastische Adventszeit …

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

… schon der erste Advent

Bei minus vier Grad der erste Raureif.  Am frühen Sonntagmorgen lärmte der Winterdienst die steile Straße hinauf. Rhythmisch blinkte die gelbe Rundumleuchte durch das Schlafzimmerfenster und qualifizierte sich zu meinem visuellen Wecker.

Kurz denke ich über das Wort Rauhreif nach. Korrigiere es zu Raureif. Es gibt Wörter, bei denen ich die 1996 vollzogene Rechtschreibereform nicht nachvollziehen kann. Dazu zählt dieses Wort. Weshalb nur wurde das „h“ entfernt? Wenn man sich die Mühe macht und sich einmal die Synonyme des Wortes „rauh“ anschaut, kann man es nicht verstehen. Zumal bei dem Wort „Rauhnächte“ das „h“ nicht gemaust wurde. Zum Glück. Aber hier spreche ich nur über ein simples „h“, das einfach mal so verschwindet. Im Vergleich mit dem, was heute mit unserer deutschen Sprache herumgekorkst wird, ist das nur Pillepalle.

Als ich gestern im Supermarkt einen Strauß Tulpen in den Wagen legte, musste ich lächeln. Die meisten Leute trugen Tannenzweige und Adventsgestecke davon. Ich liebe Tulpen und mag sie besonders gern in der kalten Jahreszeit. Und mir fällt in diesem Augenblick auf, dass ich doch vor nicht allzulanger Zeit derartige Tulpenbilder mit Euch teilte. Die Zeit rennt uns davon. Alles ist schneller und irgendwie zeitiger. Selbst der erste Advent hat es eilig. Aus meiner naiven Sicht gehört der Advent in den Dezember. So, wie der März in den Frühling gehört 😀

Mit dem Geburtstag meiner Schwester Anfang Dezember verband ich als Kind immer die Adventszeit und das baldige Weihnachten. Und mit meinem Geburtstag Anfang März war der Winter irgendwie zu Ende.

Meine Schwester und meine Eltern sind im Sternzeichen Schütze geboren, Es ist schon immer so, dass ich mich vor allem mit Menschen aus diesem Feuerzeichen umgebe. Glaubt man den Weissagungen, ist das für Wasserzeichen, wie mir, total kontraproduktiv. Nun, man sagt, alles im Leben habe seinen Sinn und es wäre ja auch zu öde, wenn es immer glatt und einfach liefe.

So ist das auch mit dem Advent. Es geht völlig geordnet. Der erste Advent ist immer der nächste Sonntag nach dem 26. November. Das Gefühl, alles sei irgendwie zeitiger und schneller, ist also ein ganz subjektives.

Durch die Wohnung zieht der Duft von echt erzgebirgischen Räucherkerzchen. Die Adventszeit ist eingeläutet. Die gemütliche, heimelige, etwas ruhigere, besinnliche Zeit.

Das Bild ist ein Experiment mit meinem neuen Smartphone. Über das Bild legte ich einen „Nostalgie“-Filter. Irgendwie passt das in meinen Tag. Ich fühle mich ein wenig so.

Wie verbringt Ihr Euren ersten Advent? Ich werde mein aktuelles Bild zu ende bringen. Unser Ausstellungstermin rückt immer näher. Hast Du Dir den Termin vorgemerkt? Hier findest Du die Flyer mit den Details.

Ansonsten wird es, so hoffe ich, ein ganz ruhiger Tag.

Euch allen wünsche ich einen schönen und erholsamen ersten Adventssonntag.

Seid herzlich gegrüßt von Eurer Petra Kolossa.

PS: Folgst Du meinem Blog bereits via Email? Nein? Du kannst es ganz einfach mit den Buttons auf dieser Seite tun. Trage Deine Email-Adresse ein und bestätige die Anmeldung in Deinem Email-Postfach. Dann wirst Du immer über neue Beiträge auf meinem Blog informiert 😉