Eule oder Lerche?

Bist Du eher ein Tag- oder ein Nachtmensch?

Wie ist es bei Dir? Bist Du eher eine Lerche oder doch eine Eule?

Im Laufe meines Lebens habe ich an mir beobachten können, dass es sich entsprechend der Lebensumstände ändert.

Derzeit bin ich eher ein Frühaufsteher. Ich stehe etwa sechs Uhr auf. Was aber nicht heißt, dass ich sofort aktiv durch den Morgen hopse und meine ungezügelte Energie versprühen muss. Nein, ich brauche etwa zwei Stunden, bis ich willig und mobil bin, wirklich meinen Tag zu starten. Der beginnt also gegen acht Uhr. Bis dahin habe ich die „Kätz“ versorgt, mich frisch und zurecht gemacht, Kaffee getrunken, etwas geschrieben, gelesen und den Morgen-Podcast gehört. Diese Zeit am Morgen ist mir heilig. Dann kann der Tag beginnen.

Das Verrückte ist jedoch, dass ich am Abend selten vor Mitternacht schlafen gehen. Meine Schlafdauer liegt bei sechs Stunden. Ich weiß, es soll ungesund sein. Aber ich schlafe äußerst selten länger, ganz gleich, wann ich zu Bett gehe. Würde ich, wie es gesund sein soll, 22 Uhr schlafen gehen, bin ich sechs Stunden später wach und kann nicht wieder einschlafen und stehe auf. Ich habe mir angewöhnt, schlafen zu gehen, wenn ich müde bin. Das Wachwerden besorgt dann meine innere Uhr.

Tja, nun die Frage: Was bin ich, ein Tag- oder ein Nachtmensch? Ich denke, es liegt in einem Zwitterbereich. Sowohl, als auch.

Ich denke, dass sich dieses Lerche- oder Eulesein entsprechend dem Handlungsbedarf, der von uns erwartet wird, verändert.

Ein Beispiel: Als meine Kinder klein waren, also in den Kindergarten und die Schule gingen, war ich sehr zeitig am Morgen darauf ausgerichtet, den Kleinen so viel Ruhe wie nur möglich zu geben, um sie nicht zu sehr vor ihrem Tag zu stressen. Es tat mir immer unendlich leid, sie so zeitig aus dem Schlaf zu reißen, damit sie um sieben Uhr in der Schule sein können. Eigentlich waren sie um diese Zeit überhaupt noch nicht bereit dazu. Dann ging ich selbst zur Arbeit, um am zeitigen Abend wieder zu Hause zu sein, wo sich das Familienleben abspielte. Waren die Kinder im Bett, erledigte ich noch so einige Handgriffe im Haushalt. Erst danach hatte ich ein wenig Zeit für mich selbst. Das Aufstehen um halb fünf am Morgen war ganz sicher nicht mein Wunsch. Es war ein Ergeben in die Situation. Ich glaube, damals wusste ich überhaupt nicht, ob ich ein Tag- oder Nachtmensch bin.

Zwischendurch hatte ich eine Phase, in der ich glaubte, ein Nachtmensch zu sein. Ich arbeitete nachts und stand ziemlich spät auf. Ich passte mich meinem Partner an, der definitiv ein Spätaufsteher ist. Diese Phase dauerte nicht lange an. Das  entsprach nicht meinem Naturell. Ich fühlte mich nach diesem späten Aufstehen gerädert und unausgeglichen. Ich denke, das ist ein wichtiger Punkt in der Partnerschaft. Bereit zu sein, den natürlichen Lebensrhythmus des anderern zu akzeptieren. Ein Anpassen oder gar den anderen verändern und verbiegen zu wollen, sind kontraproduktiv.

Als ich heute am zeitigen Morgen wartete, bis mein Kaffee fertig war, machte ich dieses Bild in der Küche. 

Im Hintergrund ein Stück der Reihe mit Nussknackern aus dem Erzgebirge, die immer in der Adventszeit aus ihren Kisten dürfen, rechts die Blümchenuhr aus den 1970ern oder 80ern und ich lümmel auf einem meiner upcycelten Hocker. Alles schöne alte Dinge 😉

Habt einen fantastischen Tag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

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