Petitesse – Randnotiz – 2025-12-23

Debanking

Das Radio wird bei uns zu Hause zur Unterhaltung erst zum Frühstück eingeschaltet. Meine ersten Morgennachrichten höre ich davor digital über Podcasts oder auf Youtube.

Diese Formate werden nicht von den Geldern gefüttert, die jeder von uns an die Öffentlich Rechtlichen abzutreten hat. Sie sind auf Spenden oder Abonnements angewiesen, um ihre journalistische Arbeit tun zu können.

So, wie wir es seit vielen, vielen Jahren von den privaten Sendern im Fernsehen oder Radio kennen. Wo uns die Werbebeiträge nonstop um die Ohren gehauen werden. Aber das ist eben deren Finanzierungsmöglichkeit. Bei so manchem Podcast oder Youtube-Kanal gibt es inzwischen ebensolche gewerblichen Sponsoren, die ihre Produkte anpreisen und für die gebuchte Sendezeit ihren Obolus abdrücken.

Worauf will ich hinaus? Neulich schaute ich eine Morgensendung auf Youtube. Ein Sender, der ebendort, als Podcast oder auf vielen Frequenzen im digitalen Radio, auf DAB, zu finden ist. Schaut man es auf Youtube, läuft ein livechat, den ich manches Mal flüchtig überfliege.

Es wurde in der Sendung für ein Jahres-Abonnement geworben. Im Chat las ich, dass jemand gern ein Abo abschließen würde, aber Angst hat, dass ihm bei dieser Abbuchung, wo zu erkennen ist, von wem der Betrag einggzogen wird beziehungsweise an wen der Betrag gezahlt wird, die Bank seines Vertrauens sein Konto löschen könnte. Eine ähnliche Bemerkung las ich vor ein paar Wochen.

Schon damals dachte ich: „Oha, so weit gehen die Gedanken der Menschen.“ Aber dieses Mal horchte ich auf. Denn eigentlich sind solche Überlegungen und Äußerungen völlig absurd, könnte man glauben. Leider ist dem nicht so.

Debanking ist eine realativ neue ideologisch geformte Methode, Menschen in riesige Probleme zu bringen und unter Druck zu setzen. Ich möchte es ganz simpel ausdrücken. Man möge doch bitteschön das eigene politische Weltbild korrigieren und das derzeit einzig Wahre unserer derzeitigen Zweckkoalition verinnerlichen und vor allen Dingen nach außen leben. Alles andere ist böse und pfui.

Es gibt nicht einmal eine deutsche Übersetzung für den Begriff „debanking“. Denn Kontolöschung ist nicht die richtige Bezeichnung dafür.

Ich habe dazu im Web recherchiert. Letztendlich fasste die KI all das zusammen, was es im weltweiten Netz finden konnte. Da es nicht möglich ist, dazu einen Link zu setzen, machte ich schnell einen Screenshot und füge das hier in meinem Beitrag ein. 

                     

Der Ordnung halber will ich erwähnen, dass ich über Chrome / Google am 20.12.2025 recherchierte. 

Ich denke gerade darüber nach, was es für uns bedeutet, kein Bankkonto zu besitzen. In einer Zeit, in der das Bargeld weitestgehend abgeschafft werden soll und jeder Fussel digital mittels einer künstlichen Intelligenz nach Schlagworten geprüft und nachweisbar über das Bankkonto laufen wird. Man ist ohne einem Bankkonto bloßgestellt, finanziell, sozial und wirtschaftlich erledigt. Und das Ganze unabhängig davon, welchen Beruf, welche Stellung, wieviel Geld man verdient und besitzt, wie man lebt und so weiter. Unglaublich!

2 Gedanken zu “Petitesse – Randnotiz – 2025-12-23

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