Petitesse – Randnotiz – 2024-11-16

Eine tolle Idee unseres grünen Ampellichtes:  Um die Frauen und Mädchen besser in den öffentlichen Verkehrsmitteln vor Grabschereien und sexuellen Übergriffen sowie Messerstechereien zu schützen, schlagen sie vor, abgetrennte Abteile und Waggons für die weiblichen Fahrgäste bereitzustellen.

Man traut es sich kaum auszusprechen, aber wie und wer soll denn nun feststellen, welches Wesen nach neuem „Ampel-Sprech“ eine Frau oder ein Mädchen ist? Es kann ziemlich teuer werden, wenn man versehentlich einen Mann als einen sochen bezeichnet, der seit ein paar Wochen etwas ganz anderes ausprobiert, oder eben umgekehrt. Die äußeren Merkmale sind ja völlig egal.

In gleichem Atemzug kommt aus Berlin die großartige Idee, wiederholt auffällige Messerstecher mit einem Führerscheinentzug zu bestrafen und diese in den öffentlichen Personennahverkehr zu verbannen. Richtig gut. Das wird die Straftäter, sorry, ich meine, die mit den festgestellten Delikten, ganz sicher so richtig beeindrucken. Und begeistert werden insbesondere die sein, die auf die Öffentlichen angewiesen sind.

Wie lange wollen unsere Berufspolitiker noch mit solchen sinnigen Ideen und Vorschlägen ihre Arbeitszeit verbrennen? Wann fangen sie endlich an, Maßnahmen zu ergreifen, die tatsächlich eine Wirkung für unser Land hinterlassen?

Das nur so am Rande.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Petitesse – Randnotiz – 2024-09-07

Heute staunte ich Bauklötzchen. Glaubte ich doch zunächst an fake news. Das sollte sich nach einer klitzekleinen Recherche jedoch als Tatsache bestätigen. Unglaublich!

Das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) hat doch tatsächlich auf einhundertfünfzig Seiten einen Entwurf vorgelegt, der die grandiose Idee verkörpert, die Wahlbeteiligung aus der Bundestagswahl 2021 bei der Berechnung der Verteilung von Krankenkassenbeiträgen und Steuergeldern zugrundezulegen.

Das bedeutet, je geringer die Wahlbeteiligung vor drei Jahren in einem Kreis war, desto weniger Gelder gibt es 2025 aus dem sogenannten „Gesundheitsfonds“. In den fließen übrigens Krankenkassenbeiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie Bundesmittel, die den Krankenkassen zugewiesen werden.

Hier ein offizieller Mitschnitt des MDR.

Bisher wurde dabei ein Risikostrukturausgleich bedacht, für zum Beispiel Krankenversicherungen, die viele ältere Versicherte haben, um nicht finanziell benachteiligt zu werden. Perspektivisch soll, so die Idee des BAS, die Wahlbeteiligung 2021 dafür herangezogen werden.

Nun frage ich mich: Was hat die Wahlbeteiligung mit den Krankenversicherten zu tun?

Haben die Menschen in Deutschland das Recht, zu wählen oder sind sie verpflichtet, an der Bundestagswahl teilzunehmen?

Mein Instinkt sagt mir, dass damit ein sozialer Druck in der Bevölkerung ausgeübt werden soll, um eine hohe Wahlbeteiligung 2025 zu erzielen. Denn wenn dann einer nicht wählen geht, ist er ein unsozialer Mensch, der mitverantwortlich dafür ist, dass die Krankenkassenleistungen nicht gezahlt werden können. Betroffen sind dann vor allem (wieder) die Alten und länger Erkrankte. Wer will dafür geächtet werden?

Woher kennen wir das? Richtig. Aus Zeiten der DDR. Dort wurden die Leute von Wahlhelfern, die bis Mittag am Wahltag noch nicht wählen waren an der Wohnungstür erinnert. Wer bis zum späten Nachmittag noch nicht seine Stimme abgab, wurde nachdrücklich zur Wahl begleitet. Wer sich dennoch sträubte, wurde „registriert“. … Die passenden Meldestellen dafür haben wir bereits heute. Der Schritt zum social-credit-system ist nur noch ein kleiner.

Letztendlich soll das Ganze am 30.09.2024 entschieden werden.

Heute sehr nachdenklich, Eure Petra Kolossa.