Social Media vs. Blog

Hin und wieder starte ich ein Experiment, Instagram-Facebook-Wordpress. Das heißt, ich stellle einen allgemeinen Beitrag mit einer Interaktion in Instagram und Facebook ein. Der Text ist ein paar Worte länger, als der (meinen Beobachtungen zufolge) üblich gelesen und wahrgenommen wird. Natürlich ist noch ein Bild dabei und schließt mit einer Frage ab. Die Frage stelle ich ganz bewusst am Ende des Textes. Nur, wer das tatsächlich liest, wird darauf antworten können, wenn er es will. Außerdem hat er die Möglichkeit, selbst ein Bild hochzuladen und dem Kommentar beizufügen.

Das Ganze machte ich bereits einige Male umgekehrt. Ein Beitrag aus meinem WordPress-Blog durfte auf Facebook und Instagram präsent sein 😉 Meine Erkenntnis: Das ist absolut nicht der richtige Ort für längere Beiträge. Dafür sind diese Plattformen zu flüchtig und schnelllebig.

Heute am Morgen stellte ich also nachfolgenden Beitrag auf Instagram und Facebook ein. Ich bin gespannt, wie in diesem Fall die Resonanz auf den verschiedenen Plattformen sein wird und ob sich meine Vermutung bestätigen wird. Für Facebook und Instagram zu lang; für den Blog auf WordPress zu kurz und knapp. Was glaubst Du?

Für Euch kopierte ich den knapp gehaltenen Text für meinen Blog.

Hier also der Text und das Bild:

„Mein Blick am Morgen über die Schreibtischecke. Ich muss lächeln, weil dieser Schnappschuss tatsächlich  mein Farbspektrum widerspiegelt. Im Hintergrund mein aktuelles Kätz-Bild „Regenbogenbrücke“. Ich stellte es dort ab, weil der Schattenfugenrahmen noch befestigt werden muss.
Daneben liegt die Kuscheldecke, die ich einst fertigen ließ. Es trägt den Druck eines meiner Bilder aus der Reihe „zerlesen“, das übrigens auch als Cover für mein Buch „Blog. Geschichten“ dient.
Im Vordergrund mein Tolino-Lesegerät umhüllt mit einem farbintensiven Schutzumschlag. Obenauf eine Lesebrille in passendem Smaragdgrün   …
Wie sieht Dein Blick über die Schreibtischecke aus? Und ist das, was Du siehst, typisch für Dich?“

Jaaaa, natürlich bist auch Du eingeladen, über Deine Schreibtischecke zu schauen😃 Ist das, was Du siehst, typisch für Dich?

Habt einen schönen sonnigen letzten August-Samstag ☀️🌻

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Nur Facebook?

Nichts sei oberflächlicher, als social media, allen voran Facebook, so sagt man. Vor allem die, die es selbst nie genutzt haben, aus gutem Grund natürlich, wissen das ganz genau. Facebook & Co. sei nämlich das Übelste, Verlogenste und Schlechteste, was an Kommunikation überhaupt möglich sei. Jeder könne einfach sagen, was er wolle. So ganz ungeprüft und fernab von offiziellen Medien. Unmöglich das Ganze! Ein Kessel des Bösen und der Verschwörung. Das habe man oft genug in den Nachrichten gehört und in der Zeitung gelesen …

Ich nutze Facebook seit 2009. Damals hatte ich keine Ahnung, was eines Tages aus dem Ganzen wird. Grund war, dass unsere Familie sich in viele, viele Kilometer weltweit verteilte und wir auf diese Weise ganz gut in Kontakt bleiben konnten. Inzwischen ist Facebook und social media überhaupt viel komplexer geworden, als vor über zehn Jahren, wo es doch eher um das Vernetzen weltweit ging. Mich faszinierte das. Denn schließlich hatte ich bereits als junges Mädchen Brieffreundschaften in unendlich vielen Ländern. Es machte mir Spaß, vom Leben in diesen Ländern aus erster Hand zu erfahren und nicht ausschließlich aus rundgeschliffenen journalistischen Beiträgen zum Beispiel in Illustrierten oder durch die rosarote Brille von zurückgekehrten braungebrannten Urlaubsreisenden.

Ich will die Sache nicht schönreden. Natürlich haben, wie in allen Bereichen unserer Gesellschaft, auch in den social media Kriminalität, Verbrechen, Hinterlist, Manipulation, politisches Zweckhandeln etc. Einzug gehalten. Die Unbeschwertheit von einst ist dahin und es wäre pure Naivität, würden wir wie die drei Affen dasitzen und nichts hören, sehen und sagen wollen. Heute muss jeder, der sich in social media bewegt, sehr bewusst damit umgehen, damit es mehr Lust, als Last ist. Auch ich habe in den letzten drei Jahren der sogenannten Pandemie meine Erfahrungen sammeln dürfen und habe meine Schlussfolgerungen gezogen. Gerade auf Facebook bewege ich mich inzwischen sehr vorsichtig und vermeide jegliche Äußerungen, die etwas abseits des mainstreams liegen.

Jetzt habe ich aber einen Riesenschlenker gemacht. Denn eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich auf Facebook wunderbare Menschen kennenlernen durfte und das nicht nur digital, sondern auch ganz real 🙂

So, wie Erika aus Berlin. Seit sie im Ruhestand ist, reist sie mit ihrem Mann und besucht auf ihren Routen die  Facebook-Freundschaften, die ihr am Herzen liegen.

Ich habe mich riesig gefreut, als ich die Nachricht bekam, dass sie hier am Bodensee ein paar Tage Urlaub machen und sie gern meine „knallbunte Kunst“ bestaunen wollen.

Es waren bereichernde Stunden in herzlicher und offener Atmosphäre. Unglaublich wohltuend sind unkomplizierte Menschen, die Wärme im Herzen tragen, wie Erika und Wolfgang.

Ein typisches Bild für Erika. Lebhaft, herzlich, extrovertiert, die Zunge auf dem richtigen Platz. Es war schön, dass Ihr den Abstecher hierher gemacht habt. Gute Fahrt Euch Zweien und einen guten Aufenthalt in Paris.

Ein Wunsch-Foto mit Erikas Lieblingsbild „Kätz“ in love“ aus meiner Glücks-Kätz-Serie. Ich hatte es erst vor ein paar Tagen aus der Galerie im Anker in Ravensburg abgeholt.

Möge es symbolisch Glück auf ihrer Weiterreise bringen.

… für heute soll es genug sein. Habt einen angenehmen Mittwoch 🙂

Herzlich, Eure Petra Kolossa.