Kleine Ausstellung in der Galerie „Anker“

Unsere Künstlergruppe „seeArt“ betreibt im Gasthaus „Anker“ eine kleine Galerie, die wir in vierteljährlichem Abstand mit Werken unserer Künstler und Künstlerinnen bestücken. Bislang konnten die Gäste Wolfgang Hirschberger in der kleinen Ausstellung bestaunen. Heiko Holdenried und ich haben ihn abgelöst. Heiko malt auf großen Formaten, so um die zwei Meter. Somit sind seine Werke vor allen Dingen im Foyer zu bestauen. Im Lokal hängte ich einige meiner kleinformatigen Bilder, also um etwa ein Meter und einige wenige noch kleiner. Darunter sind drei Bilder, die ich noch nie in der Öffentlichkeit zeigte. Da unsere Werke gut harmonieren, hinterlässt diese Miniausstellung einen sympathischen Gesamteindruck.

Hier nun nur ein paar wenige Fotos. Der Raum war sehr dunkel und die Aufnahmen unscharf. Die meisten davon habe ich löschen müssen. Dennoch war die Atmosphäre eine besondere, in der wir die Bilder hängten. Die Stühle waren hochgestellt, die Reinigungskraft schaffte Ordnung für den Gastronomiebetrieb in ein paar Stunden …

Unterwegs mit meinem kleinen Körbchen. Gefüllt mit den notwendigen Utensilien, die immer so gebraucht werden könnten beim Hängen in anderen Räumen und die sich meistens nicht in den mitgebrachten Arbeitskoffern befinden 😉

Gerade denke ich an meine Ausstellung im Jahr 2019 in diesen Räumen und ich erinnere mich, dass ich damals zu einem Erlebnis einen Blog schrieb. Den habe ich für Euch hier verlinkt.

Aber nun genug für heute. Einen erholsamen Sonntag wünscht Euch,

Eure Petra Kolossa.

Haptik

Eigentlich wollte ich ja nur mal ganz schnell für zwei, drei Stunden vier Bilder ausleihen. Die hängen unter anderem zur Zeit in der Galerie im Gasthaus Anker in Ravensburg. Diese vier Werke hatten noch kein Foto-Shooting. Und heute ergab sich die Möglichkeit. So musste ich die Gelegenheit beim Schopfe packen.

Ich eilte also in die Galerie, klemmte mir die vier Bilder unter den Arm und stürzte im Foyer an einer Gruppe von Menschen vorbei, die diskutierend vor meinen Assemblagen standen. Im Vorbeigehen hörte ich: „Das ist sie! Doch, doch, das muss sie sein!“

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Ich drehte mich um und musste Grienen. Ein Mann stand vor vor der Assemblage „Vivaldi II“. Er strich mit seinen Fingern über die Drumsticks und befühlte diese selbstvergessen.
Mir ist sehr oft aufgefallen, dass die Betrachter dieser Werke, ganz gleich welchen Alters, immer wieder die Teile der verwendeten Musikinstrumente berühren und anfassen müssen. Kurz überlegte ich, ein Schildchen mit den Worten „Bitte nicht anfassen“ anzubringen. Aber letztendlich ist es eine wunderbare Botschaft, die meine Bilder übertragen. Es verbindet die Kunst mit den Menschen.

Ich wurde gebeten, die Bilder zu erklären. Ich tat es gern. Es ist selten in unserem Ländle, dasss Menschen so unbekümmert auf uns Künstler zugehen und mehr wissen wollen. Diese kleine spontane Führung durch die Galerie bereitete mir Vergnügen.
Als ich mich verabschiedete sprach mich der Mann, der immer noch fasziniert das Bild mit den Drumsticks bestaunte, an:
„Sie wissen nicht, wer diese Sticks gespielt hat?“
Ich lächle: „Doch, ich weiß es.“
Er strahlt mich an: „Können sie es mir sagen?“
„Ja, naklar.“
Ferri Warnucz von SoulCake aus Bonn.“ … Er strahlte und notierte sich den Namen.

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Vivaldi II, 2016, 120 cm x 80 cm, Assemblage, gespachtelt, Petra Kolossa

Als ich diese vier Assemblagen fertigte, schrieb ich dazu bereits in diesem im Blog. Hier findet Ihr die Texte dazu und auch hier.

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Von Herzen wünsche ich mir diese Nähe, die ich erleben durfte. Es bestätigt uns Künstlern den Sinn unseres Tuns, unseres Schaffens.

Jetzt wird es aber Zeit! Ich muss weiter …

Einen guten Start in die neue Augustwoche wünscht Euch, Eure Petra Kolossa.