Salbei an Girasole

Als ich gestern im Kräutergarten Liebstöckel für die Suppe abschnitt, kam mir der besondere und intensive Duft des Salbei in die Nase. Das feuchte und warme Wetter der letzten Tage hat ihm einen kräftigen Schub gegeben. Die Pflanzen sind gewaltig gewachsen und haben sich breit gemacht. Und schon hatte ich die Idee für das Mittagessen am kommenden Tag.

Da ich vermute, dass Salbei nicht zu den oft in der Küche verwendeten Kräutern gehört, möchte ich dieses superschnell zubereitete Gericht mit Euch teilen. Bis es auf dem Tisch steht, braucht Ihr etwa eine halbe Stunde Zeit. Ihr wisst inzwischen, dass ich eine gute, frische, schnelle und praktische Küche bevorzuge.

Also, was braucht Ihr dazu?

  • einen Strauß Salbei
  • eine Packung Girasole (ich wählte Mozzarella/Tomate)
  • 2 TL Gemüsebrühe
  • 2 TL Olivenöl
  • bunten Pfeffer (Mischung)
  • Steinsalz
  • Chilli
  • ein paar Snacktomaten

Und so wird es gemacht:

Einen Topf mit ausreichend Wasser füllen. Die Gemüsebrühe dazu geben. Girasole entsprechend der Empfehlung auf der Verpackung zubereiten. Ich entnehme sie einzeln der Tüte und gebe sie vorsichtig in das kochende Wasser. So kleben sie nicht zusammen oder gehen nicht kaputt. Hitze ausschalten. Dann ungefähr zwei bis drei Minuten ziehen lassen. Wenn die Girasole an der Wasseroberfläche schwimmen, sind sie fertig.

Den Salbei gründlich waschen und trockentupfen. Die Blätter abzupfen. In eine beschichtete Pfanne das Olivenöl geben. Die Pfanne erhitzen. Den Salbei dazugeben. Mit einem Holzlöffel vorsichtig immer wieder wenden. Solange brutzeln, bis der Salbei cross ist. Letztendlich sind es Salbei-Chips. – Schmecken übrigens auch super lecker als Nasch-Snack.

Mit einer Schaumkelle die Girasole aus dem Topf nehmen und in eine Schale gleiten lassen. Mit dem bunten Pfeffer, Salz und Chilli würzen. Ich habe ein paar trockene Chillischoten klein gestoßen und diese mit zum Salz in eine Mühle getan. Ich liebe diese Würzmischung. 

Ebenso eine Prise von dieser Salzmischung und dem bunten Pfeffer über den crossen Salbei geben. Alles in der Pfanne vorsichtig mischen und über die Girasole verteilen. Ich mag den Kontrast der Farben. Aus diesem Grund gab ich noch ein paar Tomatenstücke dazu.

Alles in allem braucht Ihr nur dreißig Minuten bis der leckere Schmaus auf dem Tisch steht.

Lasst es Euch schmecken!

Natürlich bin ich neugierig, und möchte gern von Euren Experimenten erfahren. Schreibt einfach in das Kommentarfeld.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Heute schon überlegt?

Es gibt Fragen, die im allgemeinen belächelt werden, die sich aber ganz bestimmt jeder von uns schon einmal gestellt hat. Und geben wir es ruhig zu: Sie sind absolut nicht von der Hand zu weisen.

  • Was ziehe ich heute an?
  • Was koche ich heute?

Nun, die erst Frage ignorieren wir für heute 😉

Ich stand vor dem geöffneten Kühlschrank und scannte den Bestand. Hm, was mache ich aus dem, was da ist?

Ein paar Karotten, Lauchzwiebeln, Porree. Kartoffeln sind noch im  Keller. … ein paar Geflügelwürstchen sind auch noch vorrätig.

OK. Sieht ganz nach einem Süppchen aus. Also los gehts!

Voilà 😊 Schon fertig. Ihr benötigt mit allem Drum und Dran vierzig Minuten für das leckere Gemüse-Süppchen.

Oben alles in (hoffenlich) selbsterklärenden Bildern. Nun noch ein paar Worte dazu.

Ich habe für Euch die Zutaten abgewogen. Aber bei diesem Süppchen könnt Ihr ganz frei handeln. Also: Was verwendete ich?

  • 600 g Kartoffeln
  • 400 g Karotten
  • 100 g Lauch
  • 2 Lauchzwiebeln
  • 4 Stück Wiener Geflügelwürstchen
  • 1 TL Öl (ganz nach Wahl)
  • 2 TL (oder mehr) Kräuter der Saison
  • 1 EL Gemüsebrühe
  • 1 Briese Pfeffer
  • Salz nach Geschmack

Gemüse putzen, gründlich waschen, Karotten und Kartoffeln in Würfel schneiden; Lauch und Lauchzwiebeln in Ringe.

Alles in einen Topf geben. Einen Esslöffel Gemüsebrühe darüber streuen. Mit Wasser abdecken. (Wirklich nur so viel, dass das Gemüse mit Wasser bedeckt ist.) Wärme zugeben, bis es kocht. Dann Temperatur herunterdrehen, oder bei guten Töpfen komplett ausschalten. Auf keinen Fall das Gemüse minutenlang blubbernd zerkochen. Das Wasser kann nicht wärmer als einhundert Grad werden 😉 Lasst das Gemüse einfach in Ruhe mit geschlossenem Deckel 20 Minuten garen.

In den zwanzig Minuten habt Ihr Zeit, ein paar Kräuter frisch zu ernten oder aus Eurem Vorrat zu nehmen. Diese zu hacken und beiseite zu stellen. In dem kleinen Clip oben erwähne ich Pimpinelle, Majoran und Petersilie. Ich kann mir vorstellen, dass dieser oder jener von Euch nicht jedes der Kräuter kennt. Deshalb habe ich die Kräuternamen mit Links hinterlegt. Klickt einfach auf die entsprechenden Wörter und Ihr könnt Euch schlau machen.

Als nächstes die Wiener Würstchen in Scheiben schneiden und in etwas Öl anbraten. Für Euch, die vegetarisch bevorzugen ist eine Handvoll grob gehackte Mandeln eine gute Alternative. Kurz angebruzelt, bringen sie ein sehr gutes Aroma in die Suppe.

Nach zwanzig Minuten sollte das Gemüse gegart und weich sein. Mit einem Kartoffelstampfer die Suppe grob pürieren. Die Würstchen bzw. die Mandeln dazu geben und unterheben. Alles fünf Minuten mit geschlossenem Deckel ziehen lassen. Vor dem Servieren die Kräuter frisch auf die Suppe geben.

… und ein Schälchen Suppe für meine Lieblingsnachbarin Agnes 😊

Nun wünsche ich viel Spaß beim Ausprobieren.

Ihr wisst schon: Ich freue mich, von Euch zu hören. Schreibt einfach unten ins Kommentarfeld.Habt eine gute Zeit. Ich genieße jetzt meinen Kaffee.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Den Kaffeebecher in meinem Design „Caligari IV – Chemnitz“ bekommt Ihr hier, in meinem Shop.

Von Pesto und so …

Allium ursinum – welch ein runder Klang! Es reizte mich, diese beiden Wörter laut zu lesen, als sie mir unter die Augen kamen. Ich konnte nicht widerstehen.

Dieses Allium ursinum hat Verwandte, die Ihr alle kennt: Schnittlauch, Zwiebel, Knoblauch. Richtig. Es is die große Lauchfamilie. Ihr wisst Bescheid. Ich spreche vom Bärlauch. Ich liebe dieses Waldgemüse, das gerade jetzt zu dieser Zeit austreibt und unsere Speisenvielfalt pikant verfeinert.

Immer wieder höre ich den Aufschrei, wie gefährlich es sei, Bärlauch im Wald zu ernten und man aus diesem Grunde darauf lieber verzichte, als sich zu vergiften.

Zum einen sei es die Herbstzeitlose, die dem Bärlauch so ähnlich sei. Der Bärlauch treibt im zeitigen Frühjahr. Die Herbstzeitlose im Sommer bis in den Herbst hinein.

Und da ist das Maiglöckchen. Das ist auf den ersten Blick nicht immer deutlich zu erkennen. Auch wenn Maiglöckchen erst im April austreiben, liegt es sehr nahe am Bärlauch. Ich prüfe es am Geruch. Das Maiglöckchen ist fast geruchlos. Der Bärlauch hingegen riecht und schmeckt stark nach Knoblauch, wenn man an den Stilenden oder an einem etwas eingerissenen Blatt schnuppert. Außerdem wächst der Bärlauch aus einer Zwiebel und das Maiglöckchen aus einem langen quer wachsenden Wurzelgeflecht. Es ist wirklich gut zu unterscheiden. Aber hier könnt Ihr Euch noch ganz genau darüber informieren.

Wenn der Bärlauch zu blühen beginnt, solltet Ihr ihn nicht mehr ernten. Der frische intensive Geschmack hat sich verloren und außerdem beginnt zu dieser Zeit das Maiglöckchen zu treiben. Etwas teuflisch, da es im Wald meistens nicht blüht.

Wer die Möglichkeit hat: Der Bärlauch wächst genauso gut im Garten. Dieses Bild habe ich vor zehn Minuten in der kleinen grünen Oase an unserem Mehrfamilienhaus gemacht.

Warum widme ich heute dem Bärlauch meinen Blog? Die meisten von uns sind derzeit gezwungen, runterzufahren, etwas zur Ruhe zu kommen. Nun, wenn auch der Grund schmerzlich ist, scheint es so, als würde uns ein Spiegel vorgehalten.

Lasst uns mehr mit der Natur leben. Hört auf, nur das zu konsumieren, das fix und fertig aus der Tüte, Büchse oder dem Glas kommt. Legt beim Kochen selbst Hand an. Ich weiß, viele tun es bereits, andere jedoch nicht.

Ich selbst bereite seit eh und je fast alles selbst zu. Bei mir muss es in der Küche unkomliziert und schnell gehen, da ich tatsächlich wenig Zeit habe. Nun, ich bezeichne mich als routinierte, kreative Schnell-Köchin, die aus Nichts irgendwie immer noch ein akzeptables Gericht auf den Tisch bringen kann.

Ihr habt es gelesen. Keine Ausreden bitte wegen keine Zeit, oder dauert zu lange, oder zu kompliziert, oder zu teuer … 😉

Ich lade Euch unter der Kategorie „Kreativ-Küche“ auf saisonale, schnelle und simple Dinge aus meiner Küche ein. Heute soll es ein Gericht mit Bärlauch sein.

Für dieses Rezept habe ich 20 Minuten benötigt, bis es auf dem Tisch stand.

Spaghetti mit Bärlauchpesto

Was braucht Ihr dazu? (Für zwei Personen)

  • Spaghetti (pro Person 60 bis 70 g – trocken)
  • 200 g frischen Bärlauch
  • 50 g Pinienkerne
  • 50 g frisch geriebener Parmesan
  • 200 ml Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • eine Prise geriebener Chilli
  • 2 EL magere Schinkenwürfel
  • eine handvoll Tomaten

◇ Oben die Beschreibung in Bildern. Die Fotos machte ich abends. Die Qualität der Bilder ist vielleicht nicht super optimal. Dennoch … Also: Den Bärlauch schön grüdlich waschen. Dann grob etwas hacken und in eine Schüssel geben. Die Pinienkerne und das Olivenöl dazu geben. Zwei Esslöffel vom Parmesan zur Seite stellen. Den Parmesan zu den anderen Zutaten geben. Salz und Chili darüber streuen. Jetzt das Wasser zum Kochen bringen. Ich gebe statt Salz einen Esslöffel Gemüsebrühe dazu. Die Spaghetti (Ich verwende ausschließlich Hartweizen-Spaghetti.) in das kochende Wasser geben und nach Anweisung kochen. Meistens sind es neun Minuten. Jetzt mit dem Pürierstab den Bärlauch mit allen Zutaen verarbeiten. Die Tomaten in Stücke schneiden und beiseite stellen.

◇ Die Spaghetti abgießen. Einen Tropfen Öl in den Topf geben. Kurz verrühren. Auf zwei Teller verteilen. Das Pesto darüber geben. Die Tomaten, jeweils einen Esslöffel Schinkenwürfel, einen Esslöffel Parmesan über das Pesto streuen. – Das alles hat nur zwanzig Minuten gedauert.

Probiert es einfach mal aus.

Ich freue mich über Euer Feedback. – Ihr könnt es gern unten im Kommentarfeld hinterlassen.

Guten Appetit wünscht

Eure Petra Kolossa.