Es ist immer noch stürmisch, regnerisch, düster, im Augenblick sieben Grad. Ein ungemütlicher Tag, dieser 24. Dezember 2023. Als ich vor etwa einer Woche in die Wetter-App schaute, wurden für den heutigen Tag minus zwei Grad und Schneefall angezeigt. Ich dachte mir: „Wow, nach vielen Jahren eine weiße Weihnacht. Wie schön!“ Aber das änderte sich nach zwei Tagen. Da wurde mir gesagt, dass zum Jahreswechsel dieses genannte Winterwetter zu erwarten sei. Soeben kontrollierte ich das und ich darf Euch die präzise Wetterinformation übermitteln: Dieses kalte Wetter mit Minusgraden wird nun ab dem dritten Januar angekündigt. Um festzustellen, wie das Wetter heute ist, brauche ich nur vor die Haustür zu gehen, um das mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit diagnostizieren zu können. Ich sollte diese wetter.com-App von meinem Smartphone verbannen. Hast Du eine, die wenigstens zehn Tage vorab ziemlich realitätsnah Auskunft gibt? Wäre schön, wenn Du es einfach in die Kommentare schreibst. Besten Dank dafür.
Gestern fuhr ich an einem Supermarkt in Ravensburg vorbei. Der Parkplatz war leer, und das an einem Vormittag des 23. Dezember! Ich bog kurzentschlossen rechts ab, parkte und marschierte in den Markt um noch ein paar wenige Dinge für die kommenden Tage einzukaufen.

Im Foyer standen Eimer mit Blumensträußen. Mein Herz schlug höher, als ich ein paar Tulpensträuße entdeckte. Ich liebe Tulpen. So nahm ich zwei Sträuße, einen für mich und einen für meine liebe ältere Nachbarin Agnes und legte sie in den Einkaufswagen. Ich weiß, dass sie sich sehr darüber freuen wird. Es sind die ersten Tulpen in dieser Saison und so gar nicht weihnachtlich 😉
In ein paar Stunden ist Heiligabend. Traditionell werde ich Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen zubereiten. Ich denke, dass ist wohl in Deutschland das typischste Essen am Heiligabend. In meiner Kindheit gab es immer „Weißsauer“. Das bereiteten beide meiner Großeltern zu. Es ist ein traditionelles Gericht aus Ostpreußen. Je weiter man sich aus dem Norden entfernt, desto weniger Menschen kennen diese leckere Speise. Es ist ganz einfach zuzubereiten. Wenn Du es einmal ausprobieren möchtest: Am Vortag des 24. Dezembers gib in einen Topf Geflügelklein, ganz gleich, ob von der Ente oder vom Hühnchen. Dazu kommt Wurzelwerk, ein Lorbeerblatt, ein paar Pimentkörner, etwas Salz, Pfeffer, ein Schuss Sauer (Brotdrunk oder Essig), etwas Süße (ganz gleich, ob Zucker oder eine Alternative). Das Ganze mit Wasser knapp bedecken, aufkochen und etwa zwanzig Minuten unter wenig Hitze köcheln lassen. Abschmecken. Dann alles in eine Glasschüssel geben und erkalten lassen. Das Weißsauer geliert. Es ist in der Glasschüssel hübsch anzuschauen. Es lohnt sich also, das Gemüse „schön“ zu schneiden, die Karotten zum Beispiel als Sternchen. Meine Großmütter ließen es draußen am Fenster oder im Keller erkalten. Heute wird man es sicher in den Kühlschrank stellen. Es wird also kalt gegessen. Dazu wird Brot, ein Weißwein oder kühles Bier gereicht. – Welches traditionelle Essen wird bei Dir zu Heiligabend gegessen?
Jetzt stimmen wir uns so langsam auf das Weihnachtsfest ein. Im Vorfeld hatte ich für neue Weihnachtskarten ein Motiv entworfen. Holger hat mich dabei untertützt und es in die digitale Endfassung für die Druckerei gebracht. Diese hat termingerecht die Karten gefertigt und dem DHL pünktlich übergeben. Nur dieser brauchte für einhundertsiebzig Kilometer eine Woche. Somit liegen die Weihnachtskarten für das kommende Jahr bereits überpünktlich bereit und ich beschrieb bis zum 20. Dezember die „Weihnachts-Kätz“ aus den vergangenen Jahren ein weiteres Mal.



Draußen rüttelt der Sturm, der Regen peitscht an die Fenster. Der Kamin wird am Abend für gemütliche Weihnachtsstimmung sorgen.
Ich wünsche Euch allen schöne, besinnliche, gemütliche, erholsame und entspannte Weihnachtstage. Lasst Euch nicht stressen. Genießt die freien Tage ganz nach Eurem Sinn.
🎄✨💫💖
Herzlich, Eure Petra Kolossa.