Vor ein paar Tagen legte ich bei einem Einkauf eine Schachtel mit Schokoladentäfelchen in den Wagen. Nicht irgendeine, mich reizte die Verpackung. Die Täfelchen sind mit Bildern der einstigen Künstlergruppe „Blauer Reiter“ umhüllt. „Welch eine schöne Idee!“, dachte ich. Ich mag die Werke von Wassily Kandinsky, Franz Marc und denen der Gruppe zugeneigten Künstler sehr, insbesondere die von Robert Delaunay. Als junge Frau hatte ich Kunstdrucke von ihnen in meiner Wohnung hängen.
Ich wollte diese Täfelchen symbolisch an meine Tochter schicken, um ihre Zeit im Kunststudium damit sinnbildlich zu versüßen.
Die Box, in der die Täfelchen enthalten sind, ist ziemlich hoch. Ich fand keinen geeigneten Karton, um das für die Post zu verpacken. So hatte ich die Idee, das Volumen zu reduzieren. Ich öffnete die Umverpackung und entnahm die Täfelchen, um diese in ein Säckchen zu geben.
Doch was für eine Überraschung: Schokolade mit lebenden Proteinen. Unglaublich! Der unappetitliche Anblick ließ mich schaudern. Mit spitzen Fingern stopfte ich alles in eine Tüte, schnürte fest zu und brachte das ganz schnell in den Müll.
Eine gute Stunde später holte ich das noch einmal aus dem Container und öffnete die Tüte, um dieses Bild zu machen.


Wie, wann und wo das lebende Krabbelzeugs da hineinkam, weiß ich natürlich nicht. Hoffentlich betrifft das nur diese eine Schachtel. Denn eine zweite verschenkten wir erst vor wenigen Tagen.
Ich mag mir nicht vorstellen, wenn nicht ich, sondern meine Tochter diese Box geöffnet hätte. Sie ist solchem Getier gegenüber mehrfach empfindlicher, als ich.
Nur gut, dass es keinen passenden Karton in unserem Haushalt gab. Ihr seht, alles hat seinen Grund und ergibt Sinn.
Für mich selbst ergibt die Situation einen weiteren Sinn. Vor drei Wochen entschied ich mich, auf Süßkram zu verzichten. Ich bemerkte in der letzten Zeit immer häufiger, dass ich nach dem Naschen müde und schlapp wurde. Und das Verrückte ist, ich aß das Zuckerzeug zu gern und glaubt eine Sucht danach entwickelt zu haben. Aber, ich vermisse es überhaupt nicht. Nun, und dieser Anblick der „bewohnten“ Schokolade macht es mir besonders leicht, auf dieses Zeugs zu verzichten.
Hast auch Du eine ähnliche Situation erlebt? Lasse es uns wissen. Schreibe es doch einfach ins Kommentarfeld. Wir sind ganz neugierig 😀
Habt einen fantastischen Tag.
Herzlich, Eure Petra Kolossa.