Was bedeutet Freiheit für dich?
Die heutige Frage ist wirklich schwer zu beantworten. Tja, was bedeutet Freiheit für mich? Was bedeutet Freiheit für Dich? Kannst Du es sofort beantworten?
Welcher Satz fällt uns allen sofort ein, wenn wir eine solche Frage hören? Natürlich der von Rosa Luxemburg: „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“ Dieser Satz wurde x-mal auseinandergenommen, zerlegt und ganze Abhandlungen wurden darüber geschrieben.
Und das Verrückte ist: Sie hatte recht.
Freiheit lässt sich nicht unabhängig der jeweils zum aktuellen Zeitpunkt dieser Überlegung existierenden Gesellschaft und der Politik betrachten. Denn Freiheit kann man wohl nur dann erlangen, wenn man bereit ist, eben diese vollumfänglich anzuerkennen und zu seiner eigenen zu machen. Das ist aus meiner Sicht eine Illussion.
Was ist Freiheit für mich? Ich sehe täglich die Milane am Himmel kreisen und ich rede mir immer ein, wie glücklich sie ihre Schwingen ausbreiten und in der Luftströmung gleiten und laut ihre Schreie in die Welt rufen. Stundenlang kann ich ihnen zuschauen und denke dabei: „Wie frei sie sind.“
Ein anderes Beispiel, das sicher nicht populär ist: Ich denke, wenn ein Mensch bereit ist, den kompletten Druck, dem er täglich von außen unterworfen ist, zu ignorieren, also für sich als nicht existent erklärt, kann dieser seine eigene Freiheit erlangen. Ein solcher Mensch wird dann ganz sicher irgendwann als krank und nicht zurechnungsfähig erklärt und man wird ihm früher oder später seine gewählte Freiheit zwangsweise nehmen.
Mein Urteil: Es gibt keine wahre persönliche Freiheit. Für mich ist Freiheit ein Gefühl, eine Empfindung. Jeder von uns hat eine andere Schmerzgrenze. Wir sind so frei, wie wir uns fühlen. Und dieses Freiheitsgefühl kann ich nur erlangen, wenn ich einen Deal mit der aktuellen gesellschaftspolitischen Situation eingehe, mich also mit dieser engagiere, oder eben unterwerfe.
Das einfachste Beispiel sind Briefe der Behörden und Ämter, die in unseren Briefkästen stecken. Wenn wir diese öffnen lesen wir: „Sie sind verpflichtet …“, „Sie haben bis …“, „Wir erwarten von Ihnen …“ und so weiter und so fort. Wie ich diese Pamphlete hasse!
Aaaaaber ein anderes und schönes Thema: Denn

heute ist Muttertag. Ich schicke an dieser Stelle allen fantastischen Müttern dieser Welt herzliche Grüße. Vor zwei Jahren schrieb ich einen Beitrag, den ich gern hier verlinke.
Der in diesem Beitrag genannte Song meiner lieben Tochter, den sie für ihre Tochter schrieb, ist heute als Album erschienen und auf allen Plattformen, auf denen man Musik streamen kann, zu haben. Ich bin wahnsinnig stolz auf sie. Schaut einfach nach „JANISA“.
Diese gelben Rosen sind ein heutiger Schnappschuss, den ich auf unserer Terrasse machte. Sie teilen sich den Platz mit dem Blauregen, der leider erst etwas später blüht. Es wäre wirklich ein tolles Farbenspiel.
Habt einen wunderbaren Sonntag.
Bis zum nächsten Mal,
herzlich, Eure Petra Kolossa.