Sei Spezialist

Nenne ein Thema oder einen Sachverhalt, bei dem du deine Meinung geändert hast.

Tun wir das nicht ständig? Wir haben eine Meinung zu irgendeinem Thema. Dann recherchieren wir zum Beispiel, machen uns schlau und denken: Jo, so könnte es auch sein. Wir überdenken unsere Meinung und legen eine andere Richtung ein.

Dennoch möchte ich ein einziges Thema auswählen. Es is sozusagen eine Lebenserfahrungen aus meinem eigenen Geschäftsleben.

Vor über zwanzig Jahren ließ ich mich anstecken von dem Gedanken, man müsse in der Selbständigkeit breit aufgestellt sein. Mein Partner und ich beherrschen viele Dinge und wir hatten unendlich viele Ideen. Wir ließen uns schnell begeistern und wollten damit die ganze Welt umarmen und mitreißen.

Wir waren aktiv vom Morgen bis in die Nacht. Es machte unglaublich Spaß, zu entwerfen, zu kreieren, zu produzieren, zu arrangieren, zu organisieren und so weiter und so fort. Wir fuhren unendlich viele Kilometer und waren voller Zuversicht, mit unseren sprichwörtlich hundert verschiedenen Geschäftsfeldern erfolgreich werden zu können. Wir waren voller Überzeugung, genau das Richtige zu tun.

Wir waren es nicht! Ein paar Jahre später zogen wir die Reißleine.

Meine Erfahrung: Konzentriere Dich auf ein oder zwei Dinge, die Du gern tust und die Du besonders gut kannst. Werde Spezialist auf diesen ein oder zwei Feldern. Alles andere kannst Du in Deiner Freizeit tun und als Dein liebgewonnenes Hobby betreiben.

Hier habe ich meine Meinung absolut geändert. Auch wenn es manches Mal unglaublich schwer fällt, loszulassen, weil man doch so viel Leidenschaft und Arbeit hineingetragen hat. Reite kein totes Pferd!

Wo hast Du schon einmal Deine Meinung geändert? Lass es mich wissen und schreibe es einfach ins Kommentarfeld 😊

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Nur noch zwei Sonntage

Countdown: 21 Tage

Heute ist ein strahlend sonniger Sommer-Sonntag. Das Thermometer zeigt mir sechsunddreißig Grad draußen und kühle sechsundzwanzig Grad in der Wohnung an. Solange die Luftfeuchtigkeit gering bleibt, vertrage ich eine ganze Menge dieser Wärme; natürlich im Schatten und mit ausreichend Wasser zum trinken. Aber heute ist es selbst mir zu viel.

Ich nippe an meinem Wasserglas und beobachte die vielen verschiedenen Schmetterlinge, Taubenschwänzchen, Bienen und weitere Insekten, die den Buddleja umtanzen und genüsslich am Blütennektar naschen. Ich erinnere mich, in den letzten Tagen einen Beitrag zum Sommerflieder gelesen zu haben. Mir war nie bewusst, dass das eine eingeschleppte Pflanze ist und sich unkontrolliert breitmacht und heimische Pflanzen verdrängen soll. Die Blütendolden sollen sogar die Insekten betrunken machen. Ich habe den Beitrag für Dich herausgesucht und verlinke den hier, damit Du Dir selbst ein Bild machen kannst. Dennoch mag ich den Sommerflieder.

Während ich so sinniere, schießt mir durch meinen Kopf: Nur noch weitere zwei Sonntage werde ich hier in dieser Wohnung, an diesem Ort sein. Den Sonntag darauf wird das Umzugsauto unser geladenes physisches Hab und Gut an unserem neuen Zuhause, fünfhundert Kilometer weiter, wieder ausspucken.

Es schlägt mit etwas mulmig auf den Solarplexus. So sehr ich mich auf das Neue freue, so wird mir auch bewusst, wie endgültig die Situation ist. Es gibt keinen Puffer, nur diesen Termin und noch eine riesengroße Menge kleine und größere Dinge, die nur durch uns selbst zu bewältigen sind.

Auch wenn es ein unglaublich gutes und beruhigendes Gefühl ist, zu wissen, dass uns viele liebe Menschen zur Seite stehen und uns mit Herz und Stärke unterstüzen, so liegt es dennoch allein in unserer Hand, den Umzug so gut, wie nur möglich vorzubereiten.

Inzwischen sieht es hier ziemlich chaotisch aus. Ausgeräumte Regale, Umzugskisten und zum Einpacken beiseite Gestelltes. Meine kreative Arbeit habe ich für ein paar Wochen in den Ruhemodus verbannt. Bis mein Arbeitsplatz im neuen Ambiente wieder eingerichtet ist, wird es Kopfkino, Skizzen, Notizen und diesen Blog geben 😀

Nächste Woche beginnt der Juli und für uns der Abschied von wunderbaren fünfzehn Jahren hier im südlichsten Süden Deutschland und der Neubeginn in eine neue Lebensphase.

Ich werde Euch mitnehmen in dieses Abenteuer und lade Dich herzlich ein, mich auf diesem Weg zu begleiten.

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Freiheit: Ein Gefühl oder eine Illusion?

Was bedeutet Freiheit für dich?

Die heutige Frage ist wirklich schwer zu beantworten. Tja, was bedeutet Freiheit für mich? Was bedeutet Freiheit für Dich? Kannst Du es sofort beantworten?

Welcher Satz fällt uns allen sofort ein, wenn wir eine solche Frage hören? Natürlich der von Rosa Luxemburg: „Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden.“ Dieser Satz wurde x-mal auseinandergenommen, zerlegt und ganze Abhandlungen wurden darüber geschrieben.

Und das Verrückte ist: Sie hatte recht.

Freiheit lässt sich nicht unabhängig der jeweils zum aktuellen Zeitpunkt dieser Überlegung existierenden Gesellschaft und der Politik betrachten. Denn Freiheit kann man wohl nur dann erlangen, wenn man bereit ist, eben diese vollumfänglich anzuerkennen und zu seiner eigenen zu machen. Das ist aus meiner Sicht eine Illussion.

Was ist Freiheit für mich? Ich sehe täglich die Milane am Himmel kreisen und ich rede mir immer ein, wie glücklich sie ihre Schwingen ausbreiten und in der Luftströmung gleiten und laut ihre Schreie in die Welt rufen. Stundenlang kann ich ihnen zuschauen und denke dabei: „Wie frei sie sind.“

Ein anderes Beispiel, das sicher nicht populär ist: Ich denke, wenn ein Mensch bereit ist, den kompletten Druck, dem er täglich von außen unterworfen ist, zu ignorieren, also für sich als nicht existent erklärt, kann dieser seine eigene Freiheit erlangen. Ein solcher Mensch wird dann ganz sicher irgendwann als krank und nicht zurechnungsfähig erklärt und man wird ihm früher oder später seine gewählte Freiheit zwangsweise nehmen.

Mein Urteil: Es gibt keine wahre persönliche Freiheit. Für mich ist Freiheit ein Gefühl, eine Empfindung. Jeder von uns hat eine andere Schmerzgrenze. Wir sind so frei, wie wir uns fühlen. Und dieses Freiheitsgefühl kann ich nur erlangen, wenn ich einen Deal mit der aktuellen gesellschaftspolitischen Situation eingehe, mich also mit dieser engagiere, oder eben unterwerfe.

Das einfachste Beispiel sind Briefe der Behörden und Ämter, die in unseren Briefkästen stecken. Wenn wir diese öffnen lesen wir: „Sie sind verpflichtet …“, „Sie haben bis …“, „Wir erwarten von Ihnen …“ und so weiter und so fort. Wie ich diese Pamphlete hasse!

Aaaaaber ein anderes und schönes Thema: Denn

heute ist Muttertag. Ich schicke an dieser Stelle allen fantastischen Müttern dieser Welt herzliche Grüße. Vor zwei Jahren schrieb ich einen Beitrag, den ich gern hier verlinke.

Der in diesem Beitrag genannte Song meiner lieben Tochter, den sie für ihre Tochter schrieb, ist heute als Album erschienen und auf allen Plattformen, auf denen man Musik streamen kann, zu haben. Ich bin wahnsinnig stolz auf sie. Schaut einfach nach „JANISA“.

Diese gelben Rosen sind ein heutiger Schnappschuss, den ich auf unserer Terrasse machte. Sie teilen sich den Platz mit dem Blauregen, der leider erst etwas später blüht. Es wäre wirklich ein tolles Farbenspiel.

Habt einen wunderbaren Sonntag.
Bis zum nächsten Mal,
herzlich, Eure Petra Kolossa.

Karriere im Ruhestand: Pläne und Träume neu denken

Täglicher Schreibanreiz
Wie sieht dein Karriereplan aus?

Mein erster Gedanke zu diesem Thema: Geht mich nix an. Schließlich bin ich im Ruhestand.

Ein paar Minuten später revidiere ich mich selbst. „Karriere“ bedeutet: erfolgreicher Aufstieg im Beruf . Wiederum leitet sich das Wort „Beruf“ von Berufung ab. Wir meinen zu glauben, dass Karriere selbstverständlich ausschließlich im offiziellen Berufsleben erfolgen müsse. Ich denke, dass das so nicht ganz richtig ist.

Ergibt ein Plan für die eigene Karriere im Ruhestand Sinn? Eher nicht. Denn reife Menschen wissen in der Regel, was sie wollen und planen nicht mehr weit in die Zukunft. Sie streben ein Tun im hier und heute an. Im Wissen ihres fortgeschrittenen Alters und der Endlichkeit des Lebens, geschieht es sehr bewusst und tief aus dem Inneren. Dennoch schwirren Pläne und Wünsche des eigenen Tuns im Kopf herum.

Es gibt übrigens etliche Beispiele von Persönlichkeiten, die erst im hohen Alter den Durchbruch in ihrem beruflichen Schaffen erlebten. Wie zum Beispiel Toni Morrison, Laura Ingalls Wilder, Anna Mary Robertson Moses, Colonel Harland Sanders

Natürlich leben in mir noch Pläne, auch wenn es keine Karrierepläne sind. Zum einen lauern in meiner „Schublade“ noch ein paar Buchprojekte darauf, endgültig in Angriff genommen, beziehungsweise beendet zu werden. Zum anderen geistern ziemlich genaue Vorstellungen für weitere knallbunte und lebensbejahende Werke in meinem Kopf. Insgesamt betrachtet, ist das eine ganze Menge kreativen Schaffens. Das Großartige im Ruhestand ist, dass ich darf und nicht muss. Es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl.

Im Augenblick nahm ich mir eine Auszeit, um Kraft zu sammeln und vor allen Dingen unseren Wohnortwechsel gut und so stressfrei wie möglich zu realisieren. Im September werde ich mich erfrischt und gut betankt mit neuen Eindrücken ans kreative Schaffen machen. Ich freue mich schon heute darauf.

Dieses Bild ist heute vor fünf Jahren entstanden. Das war sieben Wochen nach dem C-Lockdown, denke ich gerade. Eine Zeit, die nicht nur mich bis heute nachhaltig geprägt hat.

Fotos und Notiz-Kalender sind wunderbare und geschichtsträchtige Lebensbegleiter.
Die erste Umzugskiste, die ich bepackte und bereits beiseite stellte, ist befüllt mit meinen Kalendern aus den Jahren von 1994 bis 2024 😉

Habt einen wunderbaren Tag.

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Zukunftsvision: Wo siehst du dich in 10 Jahren?

Täglicher Schreibanreiz
Wo siehst du dich in zehn Jahren?

Hoffentlich in einem wieder auf die Füße gestellten Deutschland.

Das war mein erster Gedanke. Natürlich weiß ich, dass sich die Frage nicht auf einen geographischen oder territorialen Punkt bezieht. Diese Frage ist einem klassischen visionären Entwicklungsplan entnommen. Wo sehen Sie sich in einem, in fünf und in zehn Jahren.

An sich wollte ich die heutige blöde Frage ignorieren. Denn sie ist rein rhetorisch. Oder glaubst Du, dass es einen Personalleiter beim Bewerbungsgespräch, einen Seminarleiter, oder neudeutsch: Coach, interessiert, wo Du Dich in zehn Jahren siehst? Interessant für diese Leute ist es natürlich, zu beobachten, wie Du Dich beim Beantworten verhältst, wie zielorientiert Du denken kannst und ob Du überhaupt in der Lage bist, eine Vision für einen Zeitpunkt in zehn Jahren zu entwickeln. In dem Sinne ist also der Weg zum Ziel das Ziel.

Ich bin in der komfortablen Situation, auch in zehn Jahren meinen Ruhestand genießen zu dürfen, hoffentlich. Ich denke schon lange nicht mehr in diesen visionären Zieletappen. Vor vielen Jahren wurde mir bewusst, dass mich das Jagen nach irgendwelchen visionären weit entfernten Zielen nicht erfüllt. Mein großer Planradius dreht sich im Jahresrhythmus; mein kleiner spielt in Tageseinheiten.

Ich sehe mich auch in zehn Jahren meinen Blog schreiben. Der wäre dann einundzwanzig Jahre alt. Frage an WordPress: Werdet Ihr uns ebenso in zehn Jahren begleiten? 😉

Wie würdest Du die heutige Frage beantworten? Schreibe es einfach in die Kommentare.

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

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Petitesse – Randnotiz – 2025-01-26

Der deutsche Schuld-Kult ist unerträglich.

Die vergangenen Tage lassen mich fassungslos zurück.

Ein zweijähriger Junge, der mit seiner Kindergartengruppe in einem Park spazieren ging, wird von einem Migranten beziehungsweise Asylanten abgestochen. Gleiches Schicksal erleidet der Mann, der helfend eingriff. Zwei tote Menschen, wie schon so viele zuvor, am helllichten Tage niedergemetzelt. Hinzu kommen Verletzte und schwer Verletzte.

Statt einer echten Anteilnahme bzw. einem Gedenken anläßlich dieser grausamen Morde rufen die Politiker aus diesem Anlass, wie auch bei allen anderen, zu einer „Demonstration gegen rechts“ auf. Kann mir bitte einer diesen Zusammenhang erklären? Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wäre es stattdessen nicht an der Zeit endlich Lösungen zu finden und tatsächlich aktiv Maßnahmen für den Schutz der Menschen gegen diese unkontrollierte Einwanderung in unserem Land zu sorgen? Nein, natürlich nicht. Stattdessen machen die Politiker(Sternchen)innen der Restampel lachend Smilies von ihrer Teilnahme an diesen Demos und betreiben Wahlkampf. Unglaublich!

Ich bin sauer und ich muss mich sehr zusammenreißen, um nicht das zu tippen, was eigentlich wirklich zu sagen ist. Mein Bademantel ist zwanzig Jahre alt und mir inzwischen zu knapp geworden. Außerdem bin ich kurz nach sechs Uhr am Morgen noch nicht wirklich fit 😉

… bis zum nächsten Mal, Eure Petra Kolossa.

Modefotos im Schnee: Ein Rückblick

Einer meiner Vorsätze für dieses Jahr ist, jeden Tag die Bilder in meiner Foto-Galerie aufzuräumen, die ich über die letzten Jahre genau jeweils an diesem aktuellen Tag gemacht habe. Ich meine damit vor allen Dingen, die Bilder zu löschen, die es aus meiner Sicht nicht wert sind, aufbewahrt zu werden.

Gestern fielen mir unter anderem die Bilder in die Hände, die ich Anfang Januar des Jahres 2011 in Doberlug-Kirchhain machte. Seit dem sind vierzehn Jahre ins Land geganen. Meine Enkelin war damals gerade dreizehn Jahre alt und ein wunderbar natürliches Model für unsere neue „Kätz-Kollektion“.

Die Idee, im Schnee Modefotos zu machen, ließ sie nicht mehr los. So schmiedeten wir einen Plan und gingen das Ganze an.

Sie genoss das Toben im Schnee vor der Kamera. Aber ich hatte unendlich Angst, sie könnte sich erkälten und warf ihr zwischen den einzelnen Aufnahmen immer wieder den auf der Heizung angewärmten kuscheligen Bademantel über.

Die Entwicklung des Designs, das Digitalisieren, Plotten und Drucken machten wir alles selbst. Damals verwendeten wir vor allen Dingen den Flockdruck.

Diese Shirts tragen das beliebte Motiv „Nasch-Kätz“. Es ist eine Einstrichzeichnung.

Auf dem langärmeligen Bolero seht Ihr das Motiv „Schmetter-Kätzling“. Das Muster in dem Schmetterling beinhaltet etliche kleine Kätz (Katzen).

Das aparte Shirt verzierten wir mit dem Design „Luna-Kätz“.

Und so sah es zwischen jedem Foto aus 😀 Shirt im warmen Haus wechseln. Schnell Fotos schießen. In den warmen Bademantel einkuscheln. Zurück ins Haus, aufwärmen und umziehen … Ich denke, das war die schnellste Foto-Strecke, die ich je machte.

Den Betrieb meiner Firma „Vona Bisz“ stellte ich inzwischen ein. Ein paar einzelne von uns gefertigte Produkte sind noch vorhanden. Während ich diesen Artel schreibe, habe ich die Idee, ein paar Fotos davon zu machen und Euch diese Dinge in meinem Monatsangebot zum klitzekleinen Preis, nämlich den Versandkosten plus „gib, was Du magst“, zur Verfügung zu stellen. Schau einfach ab dem 09. Januar immer mal wieder dort vorbei. Wenn Du an diesem oder jenem interessiert bist, nimm bitte einfach mit mir Kontakt auf.

Für heute genug. Bis zum nächsten Mal

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Adventsgrüße und Musik für Dich

Mit diesem fantastischen Video von JANISA sende ich Euch liebe Grüße in Euren vierten Advent. Mögen Euch die Klänge bis in die Weihnachtstage bgeleiten und Euch Leichtigkeit und Vorfreude auf diese wunderschöne und besinnliche Zeit zum Jahresende bescheren.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

JANISA, das sind Isabel Kolossa und Jànos Warnusz. Ich bin unendlich stolz auf meine Tochter.

PS: JANISA freut sich riesig über ein Like auf Youtube 😉

Nur wenige Sekunden

Was ist der erste Eindruck, den du Menschen vermitteln möchtest?

Dieses Thema ist ein „Evergreen“. Einige Jahre lang hielt ich unter anderem Vorträge zum Thema Persönlichkeit und Image. Ich möchte heute dazu nicht weit ausholen.

Fakt ist, dass jeder von uns nur wenige Sekunden hat, seinen eigenen ersten Eindruck dem Gegenüber zu vermitteln. Der andere bildet sich innerhalb von etwa sieben Sekunden sein Urteil über Dich. Und das Verrückte ist: Dieser erste Eindruck bleibt nachhaltig in den Köpfen der Menschen. Natürlich kannst Du diesen später korrigieren, jedoch diese Erinnerung nicht löschen. Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Aber darum geht es heute nicht.

Ich weiß, dass viele von uns glauben, das sei oberflächlich. Schließlich könnte in diesem Menschen ein völlig anderer Kern stecken, als das, was wir im ersten Moment wahrnehmen. Das mag sein. Nur gibt es tatsächlich Situationen im Leben, wo wir keine Chance erhalten, dem anderen zu erklären, wer wir außerhalb unserer präsentierten, oftmals zur Schau getragenen, äußeren Schale sind.

Unsere Erscheinung, unser Aussehen, unsere Gestik und Mimik, unser Geruch und noch einige Dinge mehr, sind der erste Eindruck, den wir hinterlassen. Es ist das erste Signal, das wir dem anderen, unserem Gegenüber senden. Uns umgibt eine diverse Aura, die wir selbst (als Sender) nur aus subjektiver Sicht wahrnehmen können. Für den anderen (als Empfänger) sind die ersten Sekunden, mit denen wir auf ihn wirken, real und objektiv.

Zurück zur obigen Frage: Ich kann keine allgemeingültige Antwort auf den ersten Eindruck, den ich „den Menschen“ vermitteln möchte, geben. Ist es doch immer situationsbedingt. Und das ist ganz sicher nicht nur bei mir so. Es macht einen großen Unterschied, ob ich zum Beispiel auf Menschen in einer Behörde oder in einem Supermarkt, im Berufsleben oder unter Freunden einen ersten Eindruck hinterlassen möchte.

Will ich als vertrauenswürdige, erfahrene, stilsichere, energiegeladene Geschäftspartnerin ernstgenommen oder als ein ausgeglichener, würdevoller, lebenserfahrener Ruhe- und Kraftpol für Freunde und die Familie wahrgenommen werden?

Ich legte bis vor ein paar Jahren großen Wert darauf, situationsbedingt „zu wirken“. Inzwischen habe ich mich gefunden und bin in einem Alter, das es mir ermöglicht, einfach nur so zu sein, wie ich bin und sein möchte. Das trage ich  natürlich auch mit meinem Stil, mit meiner Gestik und Mimik und so weiter nach außen und hinterlasse mit jeder Begegnung auch in den ersten Sekunden den berühmten „ersten Eindruck“.

Den Menschen im allgemeinen möchte ich einen selbstbewussten, etwas distanzierten, seriösen, klugen, lebenserfahrenen und stilsicheren ersten Eindruck vermitteln. Das ist das, was sie von mir wahrnehmen sollen. Den meisten Leuten von ihnen werde ich wahrscheinlich nie wieder begegnen. Wenn doch, denn es heißt ja, man träfe sich immer zwei mal im Leben, so wird man sich an diese ersten Sekunden von damals erinnern. Alles Weitere entscheiden dann ganz andere Aspekte. Dazu vielleicht einmal zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Wie ist es bei Dir? Welchen Eindruck möchtest Du bei den Menschen in den ersten Sekunden hinterlassen?

Ich bin wirklich sehr neugierig.

Ein schönes Wochenende wünscht Euch,

Eure Petra Kolossa.

Petitesse – Randnotiz – 2024-08-05

Dieses fast vergessene Wort „Petitesse“ schlich sich neulich in mein Ohr, als ich den Worten eines renomierten deutschen Rechtsanwaltes lauschte, als er ein Interview gab.

Ist das nicht ein tolles Wort? Dem Französischen entnommen, war dieses Wort sicher irgendwann einmal total schick. Leider konnte ich nicht herausfinden, zu welcher Zeit das tatsächlich benutzt wurde. Heute ist der Gebrauch „Petitesse“ eine Rarität.

Ich möchte der „Petitesse“ in meinem Blog zu etwas mehr Beachtung verhelfen. So habe ich heute eine entsprechende Kategorie angelegt. Hier werde ich also Nebensächlichkeiten, Kleinigkeiten, Unwichtigkeiten – also Randnotizen für Euch schreiben.

Nun, vielleicht sind die Dinge gar nicht so unwichtig, wie wir manches Mal glauben 😉

+ ++ Eure Petra Kolossa. +++