… und sonst so?

Einen herzlichen Gruß zu Euch allen. Ich weiß, dass ich meine lieben Leser etwas länger warten ließ. Aber es hat sich im Hintergrund so Einiges getan und Ihr dürft Euch auf viel Lesevergnügen freuen.

Zum einen ist mein aktuelles Buch „Blog.Geschichten“ seit dem letzten Wochenende im Verlag und wartet darauf, in den Druck zu gehen. Es wird in physischer, wie auch in digitaler Form zu haben sein. Hach ja. Ich freue mich, dass es nun endlich fertig ist.

Und es wäre nicht so toll geworden, hätte ich nicht die riesengroße Unterstützung von meinen Erstlesern bekommen. Dieses facettenreiche Team, das ich an meiner Seite hatte, ist unschlagbar. Wirklich. Ich war begeistert zu erleben, wie ich aus den verschiedenen Sichtweisen und Emotionen betrachtet, den Texten den letzten Schliff geben konnte.

Auf diesem Wege lasst Euch herzlich drücken: Isabel Kolossa, Petra Nickel, Evelyn Störk, Willy Holger Wagner, Dirk „Tilo“ Schrader. – Und für die Buchcovergestaltung: Willy Holger Wagner.

Das Buchcover noch in der Entwicklung

Für das Cover dieser Buch-Serie – jaaaa, es wird eine Buchreihe – wählte ich Bildausschnitte aus meinen Kunstwerken der Werkgruppe „zerlesen“. Die einzelnen Geschichten in diesem Buch ergeben ein zusammengesetztes Ganzes und somit eine Symbiose zu diesen Werken.

Was gibt es noch zu erzählen? Ich entwarf fünf neue Designs in meinem Shop. Darüber erzähle ich Euch in den nächsten Tagen. Ihr könnt Euch freuen. Es sind wirklich stylische Produkte entstanden.

Aber schauen wir nicht so weit in die Zukunft.

Was gibt es morgen? Ich möchte Euch nicht auf die Folter spannen.

Mit Alfons Müller, Ihr konntet bereits zwei Beiträge von ihm lesen, schrieb ich eine Ping-Pong-Geschichte. Das heißt, ich schrieb den Beginn der Story, Alfons den Mittelteil und ich wiederum das Ende. Hach, das hat richtig Spaß gemacht. Also seid gespannt. Morgen zum Freitagabend dürft Ihr hier den ersten Teil zu „Alma“ lesen, am Samstag den zweiten und am Sonntag das Ende der Geschichte.

Und wir freuen uns natürlich schon heute riesig auf Euer Feedback. Also lasst uns Eure Gedanken hier im Kommentarfeld wissen.

Euch allen einen wunderbaren Donnerstag. Und denen, die heute Feiertag haben, einen schönen freien Tag.

Wir sehen uns morgen 🤗

Herzlich,

Eure Petra Klossa.

Nuels Geständnisse: Wie ich über einen Herzschmerz hinwegkam und mich in 10 Schritten neu erstellte

Diesen Beitrag habe ich für Euch aus dem Englisch ins Deutsch übersetzt. Viel Spaß beim Lesen. Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Foto: Astrid Gast

Liebe ist nichts für mich. Oder vielleicht sollte ich sagen, dass Beziehungen nichts für mich sind.

Wirklich, ich glaube nicht, dass jeder für Beziehungen geeignet ist. Das letzte Mal, als ich über Liebe sprach, ging es um meinen gescheiterten Beziehungsversuch. Ich verliebte mich jedoch schließlich, hatte aber mein Herz gebrochen. Und heute werde ich über meine Herzschmerz-Erfahrung sprechen.

Und hier ist meine Geschichte:

Marjorie (Name geändert) und ich waren seit zwei Jahren zusammen. Die Leute sagen: „Sei mit jemandem zusammen, der dich ergänzt“, aber ich glaube nicht an diese Philosophie. Ich denke, die Leute sollten mit jemandem zusammen sein, der einzigartig ist. Wenn Du beispielsweise eine sehr emotionale Person bist, solltest Du mit jemandem zusammen sein, der auch sehr emotional ist. Andernfalls fühlst Du Dich in der Beziehung betrogen. Wenn Du nerdig bist, entscheide Dich nicht nur für Schönheit. Gehe mit jemanden, der Wissen liebt, sonst werdet Ihr beide gelangweilt von widersprüchlichen (Diskussions-) Interessen sein.

Jetzt zurück zur Geschichte:

Marjorie war wie ich. Hinzu kam, dass sie sehr ansprechende körperliche Merkmale, ein Lächeln und eine Stimme hatte, die sogar Joseph Stalins Herz zum Schmelzen gebracht hätte. Was mich dazu brachte, sie umso mehr zu lieben. Ich sah meine ideale Frau in ihr. Wir hatten bereits vor, zu heiraten, bis dies geschah.

An einem schönen Samstagmorgen haben wir zusammen gekocht. Eigentlich kochte sie, während ich hinter ihr stand, sie an den Hüften hielt und all ihre Gesichtszüge mit meinen Händen erkundete. Als Mann mit schlechten kulinarischen Fähigkeiten war das die beste körperliche Unterstützung, die ich ihr geben konnte. Und ich weiß, dass du das auch genoss.

An diesem Abend machten wir einen Spaziergang entlang der ruhigen und dunklen Straße. Ich fühlte mich wie im Paradies: Es gab keinen Ort, an dem ich lieber gewesen wäre. Als wir zurückkamen, sahen wir uns ‚The Great Gatsby‘ an, bevor wir ins Bett gingen. Als ich im Nachhinein zurückblickte, wurde mir klar, warum sie diesen Film ausgewählt hatte. Die Nacht war heiß. Unsere Chemie von den Charts angeheizt. Alles war einfach perfekt, bis zwei Tage später … Bam!

Sie schrieb: „Ich kann das nicht mehr.“ Ich rief sie unzählige Male an und alles, was ich bekam, war die sexy automatisierte Stimme des Anrufbeantworters. Ich war verwirrt und fragte mich immer wieder: „Was ist passiert? Was habe ich falsch gemacht? Habe ich etwas Verrücktes gesagt? Ich fand alles perfekt. Was, Was, Was? Das „Was“ schien nicht zu enden und die Antworten kamen nicht.

Ich sprach mit ein paar ihrer Freunde und sie sagten mir, sie sei aus der Stadt gezogen, und mir wurde die Realität klar. Ich sagte: ‚Oh mein Gott. Warum hat sie es mir nicht gesagt? ‚ Ich war körperlich, geistig und emotional ausgelaugt. Ich habe eine Weile gebraucht, um über sie hinwegzukommen, aber ich bin wieder glücklich und möchte mitteilen, wie ich mein gebrochenes Herz geheilt und mein Leben wieder normalisiert habe, wenn nicht sogar noch besser. Nummer 7 ist sehr wichtig.

Ich weinte

Das erste was ich tat war weinen. Ich weiß, dass Du sagen wirst: „Aber das ist impulsiv.“ Ja, das stimmt, aber viele Menschen versuchen, diese Gefühlsausbrüche zu unterdrücken. Weinen Männer? Ich weiß es nicht. Aber ich habe meine Augen ausgeweint und es hat mir gut getan. Darin fand ich große Erleichterung. Hier ist, was Weinen für Dich tut. Es hilft Dir, Deine Emotionen zu regulieren, sich zu beruhigen und Stress abzubauen.

Die Wissenschaft hat bewiesen, dass das Vergießen emotionaler Tränen Oxytocin (Liebeshormon) und Endorphine (Glückshormon) freisetzt. Diese helfen Dir, emotionale Schmerzen zu reduzieren. Also, wenn Du Dich schrecklich verletzt fühlst, gieße Dein Herz in Tränen aus, so wie ich es tat. Halte sie nicht zurück.

Ich drückte meine Gefühle aus

Ich war von allem müde. Das Leben wurde geschmacklos. Und als ich Frauen sah, sagte ich: „Grrr!“ Du kennst diese Art von Emotion, die Frauen dazu bringt, zu sagen: „Alle Männer sind gleich“, als hätten sie jeden Mann auf dem Planeten gedatet. Das gleiche habe ich auch gefühlt.

Es gab Zeiten, in denen ich schrie, schimpfte, Dinge herumwarf (ohne etwas zu zerbrechen) und ohne Grund wütend wurde. Männer sind auch emotionale Wesen, also wundern Sie sich nicht. Für manche Menschen kann es intensiver sein, und wenn Du den Drang dazu hast, fühle Dich bitte frei. Dieser Ausdruck von Emotionen ist gut für Deine geistige Gesundheit. Es befreit Dein Herz von emotionaler Belastung.

Wenn Du Deine Gefühle ausdrückst, kannst Du etwas Dampf ablassen, Dich ein wenig beruhigen und Stress abbauen: Du hast bereits Probleme, Dich mit der Realität Deiner zusammengebrochenen Beziehung auseinanderzusetzen, und möchtest nicht, dass Dein ganzes Leben damit zusammenbricht. Also stopfe Dich nicht damit voll. Setze einfach den Regen in Brand, wie es Adele getan hat.

Und fürs Protokoll: Nicht alle Männer sind gleich. Du kannst mich ausprobieren. *zwinker.

Ich habe mit einem Vertrauen gesprochen

Egal, ob Du wegen einer gescheiterten Beziehung trauerst, oder Dich wegen etwas anderem verletzt fühlst, Du brauchst einen Vertrauten, mit dem Du sprechen kannst. Jeder braucht jemanden, mit dem er sprechen kann: jemanden, mit dem Du Dich wohl fühlst, und vor allem jemanden, der Dir nur zuhört. In meinem Fall sprach ich mit meinem Freund, er war nicht der beste Zuhörer, aber er war gut dafür, meinen Mumpitz zu hören.

Kommunikation ist der Schlüssel in den frühen Phasen nach der Trennung. Sei nicht nur wütend und enttäuscht und sperre dich ein. Wenn Du mit einem Freund, einer Familie oder einem Berater über die Schmerzen sprichst, die Du durchmachst, kannst Du Dein schmerzendes Herz befreien und Deine Schultern entlasten.

Ich habe ein neues Hobby

Mit meiner Ex-Freundin zusammen zu sein, war mein Lieblingshobby. Und mein zweiter Favorit war das Chatten mit ihr. Du siehst, ich war von ihr umgeben, auch wenn sie nicht da war. Als sie ging, brauchte ich einen Ersatz (eigentlich zwei). Lesen und Schreiben spielten eine Rolle bei der Heilung meines verletzten Herzens und bei der Überwindung von Depressionen.

Warst du ein Bücherwurm oder liebst du das Malen? Hast Du gerne gesurft, Filme geschaut oder bist Du gern gereist? Hast Du das für deinen Ex geopfert? Jetzt ist wahrscheinlich die Zeit, zu Deiner alten Liebe zurückzukehren. Du kannst sie durch etwas ersetzen, das Du gerne getan hast. Wenn Du immer daran gedacht hast, etwas Neues auszuprobieren, nutze diese Gelegenheit.

Stürze Dich nicht in eine neue Beziehung

Es könnte verlockend sein, sich sofort mit einer anderen Person zu treffen, von der Sie sich angezogen fühlen: Sozusagen wieder mit jemandem zusammen zu sein, um eine schlechte Trennung zu überwinden. Nein! Es ist zu früh. Du brauchst eine Auszeit. Du wirst bald feststellen, dass Du das tust, um zu Deinem Ex zurückzukehren, und Du wirst Dich dabei schrecklich fühlen.

Ich habe relativ schnell versucht, mich mit ein paar anderen Damen zu treffen, aber es stellte sich heraus, dass ich mich selbs immer mehr verletzt habe. Der Sex war langweilig. Die Dates erinnerten mich nur an meine Ex. Ich wusste, dass ich noch nicht bereit war für eine neue Beziehung.

Lass diese Phase vergehen. Denke nach und Du wirst es merken, ob Du einen neuen Herzensbrecher brauchst, damit Du Dich besser fühlen wirst

Lesen Sie: Nuel’s Geständnisse: Liebe auf den ersten Blick Mythos entlarvt.

Beginne ein neues Projekt

Wenn Du sagst, dass Liebe blind mach, bedeutet dies nicht nur, dass Du die nicht so guten Eigenschaften Deines Liebhabers nicht bemerkt hast, sondern manchmal auch, dass Du manche wertschöpfende Aktivitäten und Gelegenheiten nicht genutzt hast, die für Dich von großem Nutzen sein könnten. Starte ein neues Projekt. Kaufe einen neuen Kurs. Erwirb eine neue Fähigkeit. Lerne etwas Neues oder arbeite ehrenamtlich. Wie gesagt, ich fing an zu schreiben.

Viele Menschen haben Herzschmerz erlebt und basierend auf ihren Erfahrungen großartige Romane, Lieder oder Gedichte geschrieben. Nutze Deine einstige Romantik-Erfahrung oder Deine aktuellen Verletzungsgefühle. Ich persönlich denke, Adele hat einige wirklich herzzerreißende Trennungen durchgemacht, und die kraftvollen und emotionalen Songs, die wir von ihr genießen, sind ihre Erfahrungen.

Denke über Deine jüngsten Erfahrungen nach

Während ich gezwungen wurde zu sagen, dass meine Ex tief im Inneren eine blöde Kuh war, weiß ich, dass sie keine schreckliche Person war. Vielleicht war ich das Problem. Niemand möchte Verantwortung für eine gescheiterte Beziehung übernehmen, aber brutal ehrlich zu sich selbst zu sein, kann Dir viel Gutes tun.

Schau nach innen und denke nach. Manchmal hilft es, sich selbst mit den Augen anderer zu betrachten. Versuche, die Perspektive anderer Menschen auf Dein Verhalten zu lenken. Vielleicht hat Dein Ex es satt, sich mit Deinen Exzessen abzufinden: Das heißt nicht, dass Du eine schreckliche Person bist. Du musst nur einige notwendige Änderungen vornehmen. Versuche, einige toxische Verhaltensweisen zu regulieren.

Während es Verhaltensweisen gibt, die in unsere DNAs eingeprägt sind, gibt es einige, an denen wir arbeiten können. Sie sind vielleicht hitzig, stolz, ein Perfektionist oder zu anhänglich oder fordernd. Dies ist die Zeit, um die beste Version von Dir zu erstellen. Das Lernen, diese einzudämmen, könnte der Silberstreifen des Herzschmerzes sein.

Gehe nicht über die gescheiterte Beziehung hinweg. Erstelle stattdessen ein neues Du, auf das Du stolz sein wirst.

Nimm Dir Zeit für alles

Vielleicht ist ein Urlaub oder eine Veränderung der Umgebung das, was Du brauchst, um wieder gesund zu werden. Wenn Du Dich an einem Ort ohne Ablenkungen befindest, kannst Du Dich auf Dein Leben und Dein nächste Vorgehen konzentrieren.

Neue Gesichter zu sehen und sich mit einer neuen Aura zu umgeben, ist auch für Deinen Geist gesund. Wenn Du Dir keinen Urlaub leisten kannst, kann das Entspannen im Park oder an einem Ort, an dem Du in engem Kontakt mit der Natur stehst, Deinen Geist von diesen deprimierenden Gedanken und Emotionen entgiften.

Verbringe mehr Zeit mit Freunden

Dein Herz ist gebrochen. Du hasst jedes andere Mitglied des anderen Geschlechts und Du möchtest Dich nur noch schmollend oder betäubend ins Bett verkriechen. Aber wird das helfen? Das glaube ich nicht.

Allein zu sein ist gut, aber je mehr Zeit Du alleine verbringst, desto länger wird es dauern, Dich von dieser früheren verletzenden Erfahrung zu lösen. Es ist Zeit weiterzugehen. Mit Freunden abzuhängen. Denke an Verabredungen und Kurzurlaube mit Deinen Freunden, zögere nicht. Mit Freunden zu trinken ist besser, als einsam betrunken zu sein.

Stelle neue Verbindungen her

Sozialisieren. Treten Sie Facebook-Gruppen bei: Damit meine ich keine Herzschmerzgruppen. Ich meine Gruppen mit Themen Deiner neuen Interessen. Persönlich mag ich WhatsApp-Gruppen nicht, aber sie könnten gut für Dich sein, da Du möglicherweise Updates zu Themen erhältst, die Dich interessieren.

Und wenn Du nicht auf LinkedIn bist, solltest Du dort ein Konto einrichten. Du kannst Dich dort mit Fachleuten in Verbindung setzen, die mehr über Deine neuen Fähigkeiten, Dein neues Projekt oder Dein neues Interesse wissen. Dort zu sein könnte auch ein Sprungbrett für einen neuen Job oder eine neue Geschäftsmöglichkeit sein.

Und verbinden Sie sich mit mir auf LinkedIn. Ich würde mich freuen, Sie kennenzulernen.

Abschließend:

Dein Fall ist möglicherweise keine Beziehung. Es könnte die eine oder andere Form der Enttäuschung sein oder Du könntest mit Depressionen kämpfen. Das Anwenden aller oder einiger dieser Punkte kann Deinen Heilungs- und Genesungsprozess erleichtern. Ich rate Dir auch, heute mit jemandem zu sprechen.

Vielleicht finden Sie auch meinen Artikel über das Auffinden Ihres Zwecks aufschlussreich

Erzähle von Deiner Geschichte, wie Du nach einer herzzerreißenden Situation oder Depression weitergegangen bist. Wir würden gerne lernen. Lasse mich auch Deine Einwände und Vorschläge im Kommentarbereich wissen.

Und vergiss nicht, Dich anzumelden, damit Du keinen unserer kommenden Beiträge verpasst. Wir haben tolle Beiträge für Dich. Sei auf der Hut.

Yours Nuelzy-pen

Nuel’s Confessions: How I Got Over A Heartbreak And Recreated Myself In 10 Steps

Foto: Astrid Gast –

Love is not for me. Or maybe I should say relationships are not for me.

Really, I don’t think everyone is cut out for relationships. The last time I talked about love, it was about my failed relationship attempt. However, I finally fell in love but had my heart broken. And today, I’m going to talk about my heartbreak experience.

Here’s my story;

Marjorie (not real name) and I had been dating for 2 years. People say, „Be with someone that complements you,“ but I don’t believe in that philosophy. I think people should be with someone that’s one of their kind. For example, if you’re a very emotional person, be with someone that’s also very emotional else you’ll feel cheated in the relationship. If you’re nerdy, don’t just go for beauty. Go for someone who loves knowledge, else both of you will bet bored with conflicting (discussion) interests.

Now, back to the story.

Marjorie was my kind. Added to that, she had very appealing physical features and a smile and voice that can melt even Joseph Stalin’s heart: which made me love her all the more. I saw my ideal wife in her. We were already planning to get married until this happened. Read on.

On a beautiful Saturday morning, we cooked together. Actually, she cooked while I stood behind her, holding her by the hips and exploring all her features with my hands. As a guy with poor culinary skills, that was the best physical support I could give her. And I know you do that, too.

That evening, we took a walk along the quiet and dark street. I felt like I was in paradise: there was no place I’d have rather been. When we got back, we watched ‚The Great Gatsby‘ before going to bed. When I look back in hindsight, I realised why she picked that movie. The night was steamy. Our chemistry, off the charts and everything was just perfect, until two days later… Bam!

She texted saying, ‚I can’t do this anymore.‘ I called her umpteen times and all I got was the sexy automated voice of the answering machine. I was puzzled and kept quizzing myself, ‚What happened? What did I do wrong? Did I say anything crazy? I thought everything was perfect. What What What? The ‚whats‘ didn’t seem to end and the answers were not forthcoming.

I spoke with a couple of her friends and they told me she moved out of town, and reality dawned on me. I was like, ‚Oh my God. Why didn’t she tell me?‘ I was drained physically, mentally, and emotionally. It took me a while to get over her but I’m happy again and I’d like to share how I healed my broken heart and got my life back to normal, if not even better. Number 7 is very important.

I cried

The first thing I did was cry. I know you’ll say, ‚But that’s impulsive.‘ Yeah, that’s true but many people try to suppress that bust of emotion. Do men cry? I don’t know. But I sure wept my eyes out, and it did me some good. I found great relief in that. Now, here’s what crying does for you. It helps you regulate your emotions, calm down and, reduces distress.

Science has proven that shedding emotional tears releases oxytocin ‚love hormone‘ and endorphins ‚happiness hormone‘. These will help you reduce emotional pains. So if you’re feeling terribly hurt? Pour your heart out in tears as I did. Don’t hold them back.

I expressed my emotions

I was tired of everything. Life became tasteless. And when I saw women, I went like, „Grrr!“ You know that kind of emotion that drives women to say, „All men are the same,“ like they’ve dated every man on the planet. I felt that too.

There were times I screamed, ranted, threw things around (without breaking anything) and got angry for no reason. Men are emotional beings too, so don’t be surprised. For some people, it can be more intense, and if you feel like doing any of these, please feel free. Those bust of emotions is good for your sanity. It releases some emotional load from your heart.

Expressing your emotions helps you left off some steam, calm down a bit and relieve you of some stress: you’re already struggling with coming to terms with the reality of your crashed relationship, you don’t want your entire life crashing with it. So don’t bottle things up. Just ’set fire to the rain‘ like Adele did.

And for the record, all men are not the same. You can try me out. *winks.

I talked to a confidant

Whether you’re grieving about a failed relationship or hurting about something else, you need a confidant to talk to. Everyone needs someone to talk to: someone to make you feel comfortable and most importantly, someone to just listen to you rant. In my case, I spoke with my friend, he wasn’t the best listener but he was good for listening to my balderdash.

Communication is key in the early post-breakup stages. Don’t just get angry and disappointed and lock yourself up. Talking to a friend or family or counsellor about the pains you’re going through can help take some pains off your aching heart and some burden off your shoulders.

I got a new hobby

Being with my ex-lover was my favourite hobby. And my second favourite was chatting with her. So you see, I was surrounded by her even when she wasn’t there. As she left, I needed a replacement (actually, two). Reading and writing played a role in healing my wounded heart and coming out of depression.

Were you a bookworm or you loved painting? Did you love surfing, watching movies, or travelling? Did you sacrifice those for your ex? Now is probably the time to get back to your old love. You can replace them with something you loved doing and if there’s something new you’ve always thought of trying out, exploit this opportunity.

Don’t hurry into another relationship

It could be tempting to immediately meet up with another person you feel attracted to: like getting under someone to get over a bad breakup. Don’t! It’s too early. You need some time off. You’ll soon find you’re doing that to get back at your ex and you’ll feel terrible about it.

I tried hooking up with a few other ladies almost immediately but it turned out I kept hurting myself the more. The sex were bland. The dates only reminded me of my ex. I knew I wasn’t ready for a new relationship.

Let this phase pass. Think things through and you’ll determine if you need a new heartthrob to make you feel better.

Read: Nuel’s Confessions: Love At First Sight Myth Debunked.

Begin a new project

When they say love is blind, it doesn’t only mean it blinds you from noticing the not-so-good qualities of your lover, it sometimes also blinds you from other value-adding activities and opportuniti4es that can be of great profit to you. Begin a new project. Buy a new course. Acquire a new skill. Learn something new or be a volunteer. Like I said, I began writing.

Many people have experienced heartbreaks and went on to write great novels, songs, or poems based on their experiences. Put your erstwhile romance experience or your current hurt feelings to good use. I personally think Adele has gone through some real heart-shattering breakups, and the powerful and emotional songs we enjoy from her are her experiences.

Reflect on your recent experience

While I was pushed to say my ex-lover was an asshole, deep down, I know she wasn’t a terrible person. Maybe I was the problem. Nobody wants to take responsibility for a failed relationship but being brutally honest with yourself can do you a lot of good.

Look inwards and reflect. Sometimes, it helps to look at yourself with the eyes of others. Try to see other people’s perspective of your behavior. Maybe your ex-lover probably got tired of putting up with your excesses: that’s not to say you’re a terrible person. You just need to make some necessary changes. Try to regulate some toxic behaviors.

While there are behaviors that are imprinted in our DNAs, there are some we can work on. You might be hot-tempered, proud, a perfectionist, or too clingy or demanding. This is the time to create the best version of you. Learning to curb these could be the silver lining of the heartbreak.

Don’t kick yourself over the failed relationship. Instead, recreate a you that you’ll be prorud of.

Take some time off everything

Maybe a vacation or change of environment is what you need to gain sanity again. Being in a place void of distractions can help you focus on your life and your next course of action.

Seeing new faces and surrounding yourself with a new aura is also healthy for your mind. If you can’t afford a vacation, maybe chilling in the park or somewhere you’ll be in close contact with nature can detoxify your mind of those depressing thoughts and emotions.

Spend more time with friends

You’re heartbroken. You hate every other member of the opposite sex and just want to cringe in bed sulking or boozing yourself to stupor. But will that help? I don’t think so.

Being alone is good but the more lone-time you spend, the longer it’ll take to detach from that previous hurtful experience. It’s time to move on. Hang out with friends. Reconsider those hookups and getaways with your friends you’ve been procrastinating. Having booze with your friends is better than solitary booze.

Make new connections

Socialize. Join Facebook groups: and by this, I don’t mean heartbreak groups. I mean groups with themes of your new interests. Personally, I dislike WhatsApp groups, but they might be good for you as you might get updates on issues that interest you.

And if you’re not on LinkedIn, you should consider setting up an account there. You could connect with professionals there that know more about your new skill, project, or interest. Being there could also be a stepping stone to a new job or business opportunity.

And connect with me on LinkedIn. I’d be glad to meet you.

In conclusion

Your case might not be a relationship. It might be one form of disappointment or another or you could be battling with depression. Applying all or some of these can facilitate your healing and recovery process. I also advise you to talk to someone today.

You might also find my post on finding your purpose insightful.

Share your story of how you moved on after a heartbreaking situation or depression. We’d love to learn. Also, let me know your objections and suggestions in the comment section.

And don’t forget to subscribe so you don’t miss any of our upcoming posts. We’ve got amazing posts coming your way. Be on the lookout.

Yours Nuelzy-pen

An alle fantastischen Mütter dieser Welt

… alles Liebe zum Muttertag.

Meine Tochter schrieb für ihre Tochter diesen tief ins Herz gehenden Song. Als ich die endgültige Fassung hörte, wollte mich die Gänsehaut nicht verlassen. Ein Text der alles sagt, was wir Mütter im Inneren tragen und fühlen.

Deshalb möchte ich heute nicht viele Worte verlieren und stattdessen meine Isabel mit ihrer Combo janisa-music sprechen lassen. Lehnt Euch zurück und genießt diesen musikalischen Leckerbissen.

janisa-music

Ich möchte noch erwähnen, dass dieses Video zu „Dein Herz“ unter ganz besonderen Umständen entstand. Geschuldet der momentan geforderderten Distanz in der Corona-Zeit sind besondere Ideen gefragt, um ein solches Zusammenspiel, wie in diesem Clip, überhaupt zu ermöglichen. – Auch das ist ein Zeitzeugnis 2020.

Ich bin wahnsinnig stolz auf mein Kind. Eine Mama, die mit ihrem Herzen immer bei ihr weilt.

Einen fantastischen Mutterag, einen schönen Sonntag

wünscht Euch von Herzen,

Eure Petra Kolossa.

💕☀️

Der kleine Freund und der große Nebel

Heute habe ich eine Kurzgeschichte. Man möge mir verzeihen, wenn sie sich etwas kindlich naiv lesen sollte, doch ich denke, dass eine kindlich naive Sichtweise bisweilen ein guter Lösungsansatz für so manches Problem wäre. Aber vielleicht bin ich ja auch nur ein hoffnungsloser Romantiker und ein Träumer. 

Es war ein Tag wie jeder andere, als ich diese außergewöhnliche Begegnung mit meinem kleinen Freund hatte. Ein Tag, an dem ich wieder mal erkennen musste, dass sich besondere Ereignisse, sowohl positiv als auch negativ, nur selten mit großem Getöse ankündigen. 

Ich machte einfach, wie so oft, einen Spaziergang durch die freie Natur, als ich beschloss, unter einer freistehenden Tanne am Rand eines großen Feldes etwas Schatten zu suchen. Direkt am Stamm dieses Baumes türmte sich ein stattlicher Ameisenhaufen auf. Weil ich gerade nichts besseres zu tun hatte, schaute ich dem Gewusel der Ameisen zu. Ich ging in die Hocke und inspizierte den Ameisenhaufen etwas genauer. Ein ziemliches Chaos schien das zu sein, wie die Ameisen kreuz und quer über den Haufen rannten. 

In Gedanken versuchte ich, kleiner zu werden, mich auf die Größe der Ameisen zu reduzieren, um einen besseren Einblick zu haben. Schön, dass die Gedanken wirklich frei sind, Gedanken können alles und sie dürfen alles. So wurde ich mit der Zeit so klein, dass die Eingänge in diese Burg wie Höhlen vor mir lagen und die Ameisensoldaten, die davor Wache hielten, schon bedrohlich auf mich wirkten. 

Plötzlich kam eine Ameise auf mich zu, die kein Soldat zu sein schien. Erstaunlicherweise wurde ich freundlich von ihr begrüßt: „Na, sieh mal einer an“, sagte sie, „ein Mensch. Solchen Besuch hatten wir hier seit ewiger Zeit nicht mehr.“ „Wie?“, fragte ich, „hattet ihr überhaupt schon mal Besuch von einem Menschen?“ „Ja, sicher, die Alten sagen, früher wäre das öfter vorgekommen, aber meistens waren es Kinder. Heutzutage jedoch interessiert sich offensichtlich kein Mensch mehr für Ameisen.“ „Tja , leider“, bemerkte ich nur knapp. „Soll ich dir unsere Stadt zeigen?“, fragte mein kleiner Freund. „Gerne“, erwiderte ich , „ aber darf ich denn da rein?“ „Du selbst hast gesagt, dass ein Gedanke alles darf“, meinte mein kleiner Freund und erinnerte mich somit daran, dass meine Expedition „nur“ eine Astralreise war.

Ich folgte meinem Freund also durch dieses Höhlensystem in den Ameisenhaufen. Beeindruckend war das, was ich sah. Überall wuselten Ameisen, die kaum Notiz von uns nahmen. Viel zu beschäftigt waren sie und ihr Gewusel wirkte jetzt nicht mehr so chaotisch auf mich, wie noch vor wenigen Minuten, als ich noch übergroß in meinem Körper vor dem Ameisenhaufen stand. Jetzt sah mir das alles bis ins kleinste Detail durchorganisiert aus , überall wurde gebaut und hunderte Ameisen schafften dürre Tannennadeln, zerkleinerte Blätter und Gräser, Erdkrümel und andere Materialien zu den Baustellen. An vielen Stellen wurden Gänge repariert, Gerüste aus Blättern und Nadeln wurden mit Erdkrümeln „ausgemauert“, so dass stabile Wände entstanden. Die Baukunst der kleinen Kerlchen war wahrlich bewundernswert. Immer tiefer folgte ich meinen kleinen Freund in den Ameisenstaat, manchmal ging es ziemlich steil nach unten, wir mussten bereits weit unter der Erdoberfläche sein. Mein Freund war ein exzellenter Fremdenführer, er zeigte mir stark belebte Hauptwege, kleinere, ruhige Seitenwege, Brutkammern, Vorratslager und Arbeiterstuben. Ich war fasziniert von der Vielfalt, die diese riesige Ameisenstadt zu bieten hatte.

Wie wir immer so weiter gingen, kamen wir an eine Art Schacht, es war ein Gang, der fast senkrecht nach unten führte. „Pass auf“ , sagte mein Freund, „jetzt zeige ich dir das Herz unseres Staats.“ Ich folgte ihm, ewig weit schien es nach unten zu gehen. Ich hatte keine Ahnung, wie weit wir mittlerweile unter der Erdoberfläche waren, aber irgendwie dachte ich an Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde.“ Dann plötzlich ging der Gang wieder waagerecht und endete in einer großen Halle. Dort war unglaublicher Betrieb, Ameisen kamen mit allerlei Nahrungsmitteln, andere transportierten Abfälle ab, wieder andere trugen Eier zu den Brutkammern. Auf der gegenüber liegenden Seite dieser Halle war ein großes Tor und davor standen etliche Wachsoldaten , denen man ansah, dass sie wenig Spaß verstanden. „Hinter diesem Tor residiert unsere Königin“ , erklärte mir mein kleiner Freund, „wir können leider nicht da rein, nur wenige von uns haben das Privileg, die Gemächer der Königin zu betreten“. Mein Freund flüsterte die Worte fast. Ich merkte, dass dies auch für ihn ein sakraler Moment war. Wahrscheinlich war auch er, genau wie ich, zum allerersten Mal hier unten. Wir sahen zu, dass wir wieder nach oben kamen, denn irgendwie fühlten wir uns beide wie Eindringlinge.

Auf dem Rückweg war mein Entdeckergeist geweckt, fast schon ausgelassen rannte ich überall herum und schaute mir alles an. Als ich in einen schmalen Seitenweg abbog und diesem folgte, lief mein Freund hinter mir her und rief mir irgendwas nach, was ich in meiner neugierigen Erregung überhörte. Der Seitenweg mündete wieder in einen größeren Gang und da sah ich auf einmal eine bizarre Szene. Der Gang war lang und breit und ziemlich gerade, so dass ich eine weite Strecke überschauen konnte. Und soweit mein Auge reichte, sah ich Ameisen, die ihre Kameraden trugen. Endlos schien diese schaurige Prozession zu sein und es war unschwer zu erkennen, dass die getragenen Ameisen tot waren. Mein Freund stand inzwischen hinter mir. „Ich wollte nicht, dass du das siehst“ , sagte er und ich war überzeugt, wenn Ameisen weinen könnten, hätte er Tränen in den Augen gehabt. „Eigentlich wollte ich dir die schönen Seiten unseres Lebens zeigen, nicht, wie die Toten abtransportiert werden, sprach er weiter und es tat mir weh, in diese großen, traurigen Augen zu sehen, die zu keiner Träne fähig waren. „Was, bei allen Göttern, ist hier passiert, ich meine, es sind so viele?“

„Kommst du mit mir, eine Blattlausmilch trinken?“ , fragte er mich und ich merkte, dass ihm im Moment das Wichtigste war, so schnell wie möglich von diesem Ort weg zu kommen. „Blattlausmilch?“ , fragte ich etwas irritiert, aber ich folgte ihm durch einige Seitengänge, bis wir nach einer gefühlten Ewigkeit ein paar schlichte Kammern erreichten. Mein Freund betrat eine von diesen und bat mich herein. „Das ist meine Stube , ich bin ein Vorarbeiter, darum habe ich eine Eigene“, erklärte er mir nicht ohne Stolz. Die Stube war einfach eingerichtet, es gab einen Tisch, vier Stühle und ein Bett, alles aus Tannennadeln gefertigt. Wir setzen uns und mein Freund schenkte uns beiden eine milchige Flüssigkeit, die sogar sehr gut schmeckte, in zwei Trinkschalen ein.

Illustration: Theresia Hillebrand

Er sah wohl meinen fragenden Blick, deswegen begann er gleich zu erzählen: „Du musst wissen, früher war unsere Stadt noch viel größer und prächtiger als heute – bis der große Nebel kam.“ „Welcher große Nebel?“, fragte ich verwirrt. „Der große Nebel ist eine Naturkatastrophe, die wir bisher noch nicht kannten, obwohl die Alten sagen, das hätte es auch früher schon gegeben. Weißt du, Naturkatastrophen sind bei uns gar nicht so selten. Immer wieder wird unsere Stadt überschwemmt, das Ausmaß der Zerstörung ist jedes Mal groß und viele von uns ertrinken. Es kommt vor, dass ein Sturm riesige Schäden im oberirdischen Bereich anrichtet. Die Alten sagen, einmal hätte unsere Stadt sogar gebrannt, was beinahe die Vernichtung des ganzen Staates zur Folge gehabt hätte. Wir Ameisen haben kein langes Leben wie Menschen und wenn viele von uns sterben ist das weitaus bedeutungsloser als wenn ein einziger Mensch stirbt. “Er machte eine Pause, vielleicht, weil er wissen wollte, ob ich ihm zustimme. Ich fragte mich, wo eigentlich geschrieben steht, dass mein Leben mehr wert ist als Seines und wer wohl berechtigt ist, solche Gesetze in Stein zu meißeln. „Naturkatastrophen sind also nichts Besonderes“, erzählte er weiter, „aber dieser große Nebel war anders als alles, was wir bis dato erlebt hatten.

Angefangen hat es mit einem Erdbeben. Dann ohrenbetäubender Lärm und schließlich kam aus heiterem Himmel dieser Nebel. Alle, die an der Oberfläche waren, sind inzwischen tot. Ich war zum Glück hier unten, ich bin ein Bauarbeiter, ich gehöre nicht zu den Transporttrupps. Darum bin ich auch sehr selten an der Oberfläche. “Gebannt lauschte ich den Erzählungen meines kleinen Freundes. Ich unterbrach ihn mit keinem Wort. Das lag auch daran, dass ich plötzlich ein Brummen in meinem Kopf hören konnte. Irgend etwas störte meine Konzentration. Mein Freund erzählte weiter, während das Brummen in meinem Kopf immer lauter wurde: „Es ist schon eine Weile her, dass der große Nebel kam, aber das Sterben hat immer noch nicht aufgehört. Jeden Tag gibt es neue Tote, wir schaffen ihre Leichen an die Oberfläche. Das war die Prozession, die du gesehen hast und die eigentlich nicht für deine Augen bestimmt war.“ „Tja, vielleicht war es ja gut so, vielleicht kann ich euch ja helfen“, entgegnete ich, obwohl ich keine Ahnung hatte, wie ich das anstellen sollte. „Oh, das wäre natürlich toll“ , freute sich mein kleiner Freund, „bestimmt kannst du das. Ihr Menschen seid stark und schlau, man sagt, ihr wärt die schlauste Spezies des Planeten.“ „Dazu muss ich aber erst rauskriegen, wo dieser große Nebel herkommt und worum es sich handelt. Ich muss jetzt leider zurück in meinen Körper, es zieht mich zurück.“ „Schade“ , rief mein Freund mir nach während es in meinem Kopf immer lauter rumorte, „lebe wohl mein Freund und versuche, uns zu helfen.

“Mit einem gefühlten Ruck war ich plötzlich wieder in meinen Körper. Lebe wohl, sagte er, nicht auf wiedersehen. Ich wusste, dass ich meinen kleinen Freund nie wieder sehen werde und er wusste das auch. Etwas traurig sah ich hinunter auf den Ameisenhaufen, sah nur noch chaotisches Gewusel, so wie vorhin auch. Wie lange war ich da drin, bei meinem kleinen Freund? War ich überhaupt dort? Immer noch war dieses Brummen in meinem Kopf, doch jetzt, da ich wieder in meinen Körper war, konnte ich die Ursache dafür erkennen. 

Auf dem großen Feld neben mir fuhr in einiger Entfernung ein Traktor. Er hatte eine Spritze angehängt, aus deren langen Auslegerarmen eine unangenehm stechend riechende Flüssigkeit auf das Feld gesprüht wurde. Noch einmal sah ich hinunter auf den Ameisenhaufen. Ich schaffte es nicht, mich noch einmal klein zu machen. Ich konnte auch meinen Freund unter den anderen Ameisen nicht mehr entdecken. Vielleicht wollte ich ihn auch gar nicht mehr in die Augen sehen. Deshalb murmelte ich die Worte vor mich hin, die ich ihm sagen wollte:

„Ich weiß jetzt, woher der große Nebel kommt. Ich muss dir leider sagen, dass meine Artgenossen ihn verursachen. Er ist weit gefährlicher, als ihr glaubt. Es macht mich traurig, mein kleiner Freund, dir sagen zu müssen, dass wohl auch dein Leben bald zu Ende sein wird. Der große Nebel ist überall, ja, sogar in dem Essen, das ihr eurer Königin bringt. Vermutlich ist euer ganzer Staat dem Untergang geweiht. Es wird dich wenig trösten, wenn ich dir sage, dass der große Nebel über kurz oder lang auch die vernichten wird, die ihn erzeugen. Die wissen das sogar selber und produzieren ihn trotzdem. Es ist nicht zu fassen, wie dumm die schlauste Spezies des Planeten ist. Du hast mich gefragt, ob ich euch helfen kann, ob ich den großen Nebel besiegen könnte. Nun, ich weiß es nicht. Die Armee derer, die ihn verursachen, ist gewaltig und mächtig. Es wird nicht leicht für mich sein, eine Streitmacht aufzustellen, die ihrer ebenbürtig ist. Aber ich werde es versuchen. Ich werde gegen den großen Nebel kämpfen, an jedem einzelnen Tag, an dem ich lebe, ich werde niemals damit aufhören, ich werde mich um keinen Preis geschlagen geben. Das schwöre ich dir, mein kleiner Freund – so wahr mir Gott helfe!“

Immer noch drehte der Traktor seine Runden über das Feld und lud seine tödliche Fracht ab. Und in der trügerischen Idylle der untergehenden Sonne entfernte ich mich langsam von dem todgeweihten Ort, an dem ich vor wenigen Augenblicken eines der größten Abenteuer meines Lebens erlebte. Wenn es denn überhaupt real war.

Herzliche Grüße, Euer Alfons

Dem Pfad der Sonne folgen

Ich möchte euch heute eine Geschichte erzählen. Eine ganz alltägliche, kleine Geschichte, die eigentlich keine große Aufmerksamkeit wert ist.

Bei dem tollen Wetter heute machte ich eine kleine Tour durch die Natur. Ich beschloss, dem Pfad der Sonne zu folgen, ich ging einfach immer in ihre Richtung.
So lief ich über Wiesen und weite Felder, mit meinen Hunden, denen ich ihre Wildheit ließ. Die ich nicht zu Menschen erzogen hatte. Die mich zu einem Wolf erzogen haben.

Ich durchquerte Obstanlagen und Hopfengärten immer in Richtung der Sonne und erreichte schließlich einen Wald. Entlang der Wege begegneten mir gestresste Menschen, die mit roten Gesichtern und Skistöcken durch den Wald hetzten. Es sah ein bisschen so aus, als wären sie auf der Flucht vor ihren Uhren, die sie am Handgelenk trugen und die sie zu jagen schienen.

Doch dann schien die Sonne durch hohe Tannen und wies mir den Weg in den dichten Wald. Hier gab es keine Menschen und keine Hektik mehr. Es ging nur noch darum, leise zu sein und zuzuhören.

Foto: Willy Holger Wagner

Zahllose Schmetterlinge flogen zwischen den Bäumen umher, als der Wald wieder lichter wurde. Ich glaubte, ihre Flügelschläge zu hören und sie setzten sich fast auf meine Nase. Das Zwitschern der Vögel war Musik in meinen Ohren, von irgendwoher lachte mich ein Grünspecht aus (der Ruf des Grünspechts klingt ein bisschen wie lautes Lachen ), wahrscheinlich, weil ich nicht fliegen kann. Ich fand sogar ein vierblättriges Kleeblatt und nahm es nicht mit. Es reicht, dass ich es gesehen habe, denn es ist allein der Glaube, der uns dem Glück zugänglich macht.

Auf einmal schien ich die Aura der Bäume zu sehen und ich konnte die Sphären, die unsere sichtbare Welt umgeben, zumindest erahnen. Der ewige Kreis von Werden und Vergehen war hier normal und alltäglich und hatte nichts von dem Schrecken, den die Menschen ihm anhaften. So ging ich weiter meinen Weg, immer geleitet von der Sonne. Als ich den endlos scheinenden Wald durchquert hatte, bot sich mir ein atemberaubender Blick über das weite Argental, den Bodensee und dahinter die Alpenkette.

Wieder über Wiesen und Felder machte ich mich auf den Heimweg und war tief in Gedanken versunken.
Wie anfangs erwähnt, eine alltägliche Geschichte, ein Waldspaziergang, weiter nichts.
Und doch war mir klar, dass das, was ich heute erlebt habe, dem größten Teil der Menschheit verborgen bleibt. Wie sonst ließe sich der respektlose Umgang mit der Natur erklären?

Ich dachte darüber nach, wie es mit der Erde weiter gehen sollte. Ist es erstrebenswert, in einer Welt zu leben, in der man sich sogar nach der schmerzhaften Erfahrung eines Bienenstichs sehnt, weil diese einem zeigt, dass irgendwo noch ein bisschen Leben ist?
Weil sie einem zeigt, dass man selbst noch lebt? Sollen unsere Kinder nicht mehr wissen, wie schön Schmetterlinge sind oder wie der Gesang von Vögeln klingt?

Wir müssen auf die Erde aufpassen, denn dann passt sie auch auf uns auf und lässt uns leben.
Und wenn wir dabei auch nicht an künftige Generationen denken, so weiß keiner von uns, woher er einst kam und wohin er einmal geht.
Wer garantiert uns denn, dass wir die Erde nicht mehr brauchen, wenn wir dereinst in ihrem Schosse ruhn?

Herzliche Grüße, Euer Alfons

Alfons Müller – schreibt auf petra-kolossa.com

Ich freue mich sehr, Euch heute Alfons Müller vorstellen zu dürfen. Alfons wird als Autor auf meinem Blog für Euch schreiben. Und ich bin mir sicher, Ihr werdet seine Texte lieben.

Kurz vor Ostern entdeckte ich ein Gedankenspiel, das er niederschrieb. Es war textlich sehr stark und berührte mich emotional tief. Inzwischen kenne ich einige andere Texte von Alfons. Ich bot ihm an, auf meinem Blog als Autor tätig zu werden.

In der kommenden Zeit wird sich Alfons Müller bei Euch selbst vorstellen und Ihr werdet ihn besser kennenlernen. Dennoch ein paar Worte im Vorfeld:

Bald, im Monat Mai, wird der gelernte Maschinenschlosser 55 Jahre alt sein. Er lebt mit seiner Frau und ihren Hunden am Bodensee in Tettnang.

Wie er mir erzählte, habe er schon immer geschrieben. Dennoch war der endgültige Auslöser, sich ernsthaft der Schreiberei zu widmen, die Herztransplantation seiner Frau im Jahr 2011. Diese Zeit habe sein Leben pregnant gesprägt.

Sein Genres sind vor allem Kurzgeschichten und Gedichte. Außerdem arbeitet er an zwei Romanprojekten.

Das soll für heute genügen.

Mir bleibt jetzt nur, Alfons viel Freude und Erfolg beim bloggen zu wünschen.

Und Euch, meinen lieben Lesern, ein großes Lesevergnügen mit seinen facettenreichen Texten.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Hinter die Kulissen geschaut

Jetzt wird es aber Zeit für ein neues Blog. Ich habe Euch ein paar Tage vernachlässigt. Ganze acht 😉 Nun, es waren so viele kleine Dinge, die mich gefangen hielten. Ich will Euch nicht auf die Folter spannen.

Also, was hat sich hinter den Kulissen abgespielt?

Ein Experiment mit knallbunten Farben brachte mir eine große positive Resonanz, so dass ich ein neues Projekt in Angriff nahm.

Ich brauchte einen passenden Namen für dieses Projekt. Meine beliebteste Methode, eine gute Lösung für irgend etwas „Kompliziertes“ zu finden, ist ein Brainstorming mit meiner lieben Tochter Isabel in über fünfhundert Kilometer entfernt via WhatsApp. So heute am Morgen die Frage nach einem guten Namen. Und wir haben einen geeigneten gefunden, der auch international standhalten kann.

Unter dem Titel „homepART“ werde ich sukzessive neue Werke erschaffen. Es sind Unikate für das Zuhause, für das Interieur überhaupt. Einen Online-Shop für diese Produkte und meine originalen Kunstwerke richte ich derzeit ein. Wenn ich diesen fertig habe, werde ich Euch zur virtuellen Einweihungsfeier einladen.

Was gab es noch? Ich sprach in den letzten Tagen mit jedem einzelnen Mitglied meiner Künstlergruppe „seeArt“ und ich fragte sie unter anderem, was sie derzeit tun. Von jedem schrieb ich kleine Beiträge für Instagram und Facebook. Es ist uns wichtig, auch in dieser für uns alle schwierigen Situation aktiv zu sein.

Neulich stolperte ich über einen Beitrag meines Kollegen Alfons Müller, der übrigens auch Mitglied unserer Künstlergruppe seeArt ist. Dieser Text hatte mich so beeindruckt, dass ich ihn einlud, hier in meinem Blog als Gastautor zu schreiben. Seinen ersten Beitrag bereiten wir derzeit vor. In den nächsten Tagen werde ich Euch Alfons hier vorstellen. Ihr dürft also gespannt sein.

Ein anderes Projekt ist eine Buchlesung, die ich gemeinsam mit Klaus Stromeyer und Alfons Müller vorbereite. Das planen wir ab dem Herbst. Und wir hoffen, dass sich die Welt bis dahin wieder in einem gesunden Rhythmus bewegt.

Weiterhin arbeite ich intensiv an einem Buchprojekt. Nun, eigentlich sind es insgesamt drei. Aber eines ist derzeit in meinem Fokus und ich will es zeitnah beenden.

Und so gibt es noch dieses und jenes. Aber für heute soll es reichen.

Ich werde mir jetzt einen leckeren Kaffee zubereiten und wünsche Euch einen fantastischen Tag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

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Tissue-Papier … nützlich oder Unfug?

Gedankenverloren zupfe ich ein Blatt von der Rolle. Wische mir die Finger ab und streiche ein paar Krümel vom Küchentisch damit zusammen.

Eine Geste, die seit vielen, vielen Jahren in Fleisch und Blut übergegangen ist: Der Griff zum Küchenpapier.

Verschüttete Flüssigeit, Kleckereien beim Kochen, Flecke auf dem Fußboden, fettige Hände, Obst nach dem Waschen trocken tupfen …

Küchenpapierrollen sind in meinem Haushalt das Erste-Hilfe-Produkt an sich. Nicht wegzudenken. Oder doch?

Vor ein paar Wochen war ich zum Essen bei einer Freundin eingeladen. Beim Decken des Tisches kleckerte etwas daneben. Ich fragte nach Küchenpapier.

„So etwas haben wir nicht mehr.“, sagte sie mir und ergänzt: „Wir wollen dazu beitragen, die Müllberge zu verringern.“

„Ok, kein Problem, aber gib mir bitte schnell irgend etwas, womit ich diese Soße vom Tisch wischen kann.“ Sie dreht sich x-mal im Kreis und überlegt. Dann reicht sie mir einen Küchenschwamm. Ich nehme den mit zwei Fingern und tupfe die Soße vom Tisch. „Hast du noch etwas zum trocken wischen, bitte?“ Sie überlegt und gibt mir ein Geschirrtuch.

Mit dem Schwamm gehe ich zum Spülbecken und wasche den mit etwas Spülmittel so lange unter fließendem Wasser aus, bis sich kein Schaum mehr ausdrücken lässt. Ich lege ihn beiseite. „Das Geschirrtuch kannst du bitte gleich hierher legen. Ich gebe es dann in die Waschmaschine. Es so zu verwenden ist blöd. Es wird auf den Gläsern schmieren und Spuren hinterlassen.“, sagt sie und holt aus ihrem Schrank ein frisches Tuch.

An diese Begebenheit muss ich gerade denken, als ich die Schokolade für ihre Tochter beiseite räume und ich mich an den Brief erinnere, den ich für sie noch schreiben möchte. Ich gebe das benutzte Papier in den Müll.

Die Radieschen, die ich vom Supermarkt mitbrachte, sind sehr sandig und müssen gespült werden. Ich zupfe ein Küchentuch und reibe sie damit endgültig sauber und trocken.

Kater Flo kommt mit seinen erdigen Pfoten aus dem Garten durch das Küchenfester gesprungen und tappst über den Küchentisch. Ich zupfe ein Küchentuch, feuchte es an und wische den Tisch sauber.

Es ist Fakt. Alle diese Papiertücher landeten im Müll.

Ich recherchierte natürlich im Netz nach Alternativen, bevor ich Euch meine Gedanken zu diesem Thema niederschreibe. Und es gibt die tollsten Ratschläge und Alternativen, sich von den Papierrollen, Tempos & Co., Feuchttücher und Papierservietten zu verabschieden.

Und was soll ich Euch sagen. Es sind genau die Dinge, mit denen ich aufgewachsen bin. Meine Großeltern taten das, wie auch meine Eltern. Und nun fragt Ihr sicherlich, warum ich das nicht auch so tue.

Zunächst die Alternativen, die im Inernet genauso zu finden sind, wie in meiner Erinnerung vor vielen Jahren.

  • Küchenlappen aus Stoff
  • Naturschwämme
  • Geschirrtücher
  • Tücher aus alten Bettlaken selbst nähen
  • Lappen aus alten Handtüchern selbst nähen
  • für sehr schmutzige Dinge alte T-Shirts zerschneiden
  • Stoffservietten
  • Stofftaschentücher
  • Waschlappen statt Feuchttücher

Ich kann mich noch sehr genau daran erinnern, wie über dem Wasserhahn am Spülbecken ein Lappen hing. Meistens aus alten Baumwolltextilien gerissen, um noch diesen Zweck zu erfüllen. Das Ding hatte einen merkwürdigen Geruch und es kostete mich einige Überwindung, das anzufassen. Es wurde für alles, was in der Küche mit Geschirr, Spüle, Tisch und so weiter zu tun hatte, benutzt.

Es gab einen weiteren derartigen Lappen. der war im Knick des Abflusses der Spüle deponiert. Der war dann für die „groben“ Dinge zuständig. Der war meistens steif, wenn er trocken war …

Ich will das nicht weiter ausschmücken. So war es damals. Es mag zu dieser Zeit in Ordnung gewesen sein. Inzwischen sind viele Jahre ins Land gegangen und so manche Einstellung hat sich geändert.

Seit ich meinen eigenen Haushalt habe, gibt es bei mir keinen Lappen, der irgendwo herum hängt. Ich mag das einfach nicht. Natürlich habe auch ich Küchenlappen aus Mikrofasaer. Aber diese sind dezent nicht sichtbar deponiert.

Aber kommen wir zum Thema zurück. Warum möchte ich mich nicht absolut von den Küchenpapierrollen, die es übrigens bereits seit 1922 gibt 😉 verabschieden?

Wenn ich einen Lappen verwende, wasche ich den unter fließendem Wasser aus. Meine Hände ertragen keine hohen Temperaturen, um diverse Bakterien und Keime auszuwaschen. Somit hänge ich den benutzen und ausgewaschenen Lappen zum trocknen beiseite, um den später in die Waschmaschine zu geben. Würde ich also an einem ganz normalen Tag die Küchenrolle gegen solch einen Lappen tauschen, gäbe es einen täglichen Lappenberg. Stoffteile mit einer Menge Wasser und Spülmittel gewaschen und ein weiteres Mal eine gute Stunde in der Waschmaschine.

Tja, was, wenn es diese Küchenrollen nicht gäbe?

Ich hätte wahrscheinlich einen großen Korb mit derartigen Stoffteilen. Bei jedem Malheur würde ich, wie bei einer Papierrolle, nach einem solchen Läppchen greifen, auswaschen, trocknen, in die Waschmaschine geben, trocknen, wieder verwenden.

Wie wäre es mit den „Tempos“? Möchte ich diese gegen das gute alte Stofftaschentuch tauschen? Grrrrr, nein, wirklich nicht gern. Einmal benutzen, Waschmaschine, trocknen, bügeln, benutzen …

Letztendlich: Gäbe es diese hygienischen Hilfsmittl nicht, würde ich mich der Situation beugen müssen und zurück zum Faustkeil greifen.

Nun möchte ich es nicht bewerten, welcher Kreislauf der Bessere ist. Der mit dem vielen Wasserpanschen oder der Weg über die Entsorgung.

Ich lasse das einfach im Raum stehen und freue mich auf Eure Meinung zu diesem Thema.

Aus dem sonnigen Süden grüßt Euch herzlich

Eure Petra Kolossa.

P.S. Die interessante Geschichte zum Papiertuch an sich, findet Ihr hier unter diesem Link. Klickt es einfach an.

Zu eitel?

Verdammt! Ist heute Mittwoch oder Donnerstag? Ich quäle kurz mein Gehirn und konzentriere mich. Mittwoch! Es ist Mittwoch, bestätige ich mir erleichtert, das ohne einen Blick auf mein Smartphone herausgefunden zu haben.

Diese Corona-Isolation macht mich langsam verrückt. Es ist ziemlich alles aus dem Gleichgewicht geraten. Global bis ins kleinste Zimmer jedes Einzelnen von uns.

Ich trabe ins Bad, um mein Make up aufzulegen. Schaue in den Spiegel und denke: Mein Gott, warum tust du das? Für wen? Machst du dir nicht selbst etwas vor? Wen interessiert das, ob Make up oder nicht? Das ist doch eh nur Clownerie, Eine Maske, hinter der die Blässe und Müdigkeit versteckt wird.

Ein breites Grinsen legt sich in mein Gesicht. Ich weiß genau, dass ich das für mich selbst tue. Meine Eitelkeit lässt es nicht anders zu. Selbst der Müllcontainer vor dem Haus sah mich noch nie ohne.

Mir ist jedoch auch bewusst, dass das bei vielen Menschen zweitrangig ist und ich wiederum belächelt werde. Ich toleriere das. Ohne Frage. Auch wenn mit einem klitzekleinen Zähneknirschen.

Für mich ist das eine entsetzliche Nachlässigeit. Und ich kann das kleine Hochziehen meiner Augenbraue nicht verhindern, wenn sich mir die Vorstellung auftut, zu Hause als Schlumpf durch die Wohnung zu springen. Schlampige Klamotten, die Haare am Hinterkopf von der Nacht platt gelegen und schlecht frisiert, unrasierte Männer, umwabert vom undefinierbaren Duft des nächtlichen Bettes …

Und tatsächlich gibt es Leute, die man in diesem Erscheinungsbild am Vormittag beim Bäcker oder im Supermarkt antrifft. Eine absolute Respektlosigkeit in meinen Augen.

Manch einer wird mir jetzt Arroganz und zu viel Stolz vorwerfen. Das mag sein.

Nur was spiegeln diese Leute wider? Sie sind es sich selbst nicht wert, schön und gepflegt zu sein. Und sie sagen den anderen Menschen, denen sie begegnen, dass diese ihnen komplett egal sind. – Kurz: Es ist ihnen wurscht.

Zu meinem Job gehört es, viel zu telefonieren. Glaubt mir, ich bin wesentlich erfolgreicher, wenn ich weiß, dass ich einfach gut aussehe, wenn ich mit meinen Gesprächspartnern kommuniziere. Derjenige am anderen Ende der „Strippe“ kann hören, wie Du aussiehst 😉 Es mag paradox klingen. Wer von Euch diese Erfahrung noch nicht machte, probiert es einfach aus!

Ich bin etwas provokativ. Ich weiß das. Dennoch will ich das heute einfach mal so im Raum stehen lassen. Mich interessiert nämlich, wie Ihr dazu steht.

Was meint Ihr? Ist es lohnenswert in dieser momentanen Situation Zeit und Mühe zu investieren und sich zurecht zu machen? Oder meint Ihr, eine bequeme Jogginhose ohne viel Pipapó tuen es auch?

Ganz in Erwartung auf Eure Meinungen,

herzlich, Eure Petra Kolossa.