Frohe Weihnachten – Merry Christmas to you all

Seit vielen, vielen Jahren begleitet mich diese Pyramide aus dem Erzgebirge in der Weihnachtszeit und soll in diesem ungewöhnlichen Jahr meine Weihnachtsgrüße sinnbildlich zu Euch weitertragen.

Ich wünsche Euch angenehme, ruhige, entspannte, gemütliche, besinnliche, liebevolle und friedliche Weihnachtstage im kleinen Kreise Eurer Lieben.

Genießt die Zeit, passt auf Euch auf und bleibt gesund.

Von ganzem Herzen, Eure Petra Kolossa.

Applaus, Applaus

Stelle Dir vor: Du bist in einem Theater. Eintrittskarten brauchtest Du selbstverständlich keine kaufen. Du nimmst Deinen Platz ein. Du schaust das Stück. Es interessiert Dich. Du bist begeisterst. Das Theaterstück ist zu Ende. Der Vorhang fällt. Die Schauspieler gehen nochmals auf die Bühne und verbeugen sich. Die Zuschauer stehen schweigend auf. Sie verlassen den Saal. Sie gehen an Tischen vorbei, auf denen passend zum soeben Gesehenen Bücher, Poster, CD’s, DVD’s und so weiter zum Kauf angeboten werden. Manch einer bleibt kurz stehen und geht weiter, auch Du.

Stelle Dir vor: Du gehst zum Konzert eines Superstars. Eintrittskarten brauchst Du nicht kaufen. Du genießt das Konzert. Die Musiker geben alles. Das Konzert ist total cool. Du genießt es. Es ist zu Ende. Die Stars grüßen ihre Fans. Diese drehen sich um und gehen. Die ausgelegten Fanartikel interessieren keinen. Sie gehen daran vorbei und fahren nach Hause.

Stelle Dir vor: Du gehst zu einer Eröffnung einer Kunstausstellung. Eintritt brauchtest Du nicht bezahlen. Du genießt die Kunstwerke. Du genießt die Musik, den Sekt und die Snacks, die die Künstler für Dich gekauft haben und für Dich gern bereitstellen. Du genießt die Wärme des Raumes und die interessanten Gespräche mit den Künstlern, die von ihrer Arbeit erzählen und Dir Deinen Tag bereichern. Du ziehst Deinen Mantel über und verlässt still den Raum.

Stelle Dir vor: Du liest die Beiträge der Blogger hier im Internet. Die Texte bereichern Dein Leben, sie regen Dich zum Nachdenken an und Du findest sie absolut spannend und interessant. Du musst dafür keinen Cent bezahlen. Du kommst … und Du gehst.

Warum schreibe ich diese Zeilen? Kein Akteur kann ohne Feedback, ohne eine Resonanz seines Gegenübers leben. Es ist seine Motivation, weiter zu agieren, weiterhin seine vielen Stunden für das Schreiben zu investieren. Es ist seine Motivation, weiterhin seine kreativen Einflüsse in die Fotografie, in die Bildbearbeitung und Gestaltung zu investieren. Es ist seine Motivation, weiterhin die Jahresbeiträge für die gehosteten Seiten zu bezahen. Es ist seine Motivation für ein weiteres Handeln.

Mein Appell richtet sich an Dich: Bitte gehe nicht als stiller Leser. Dein Like, Dein Däumchen, Dein Kommentar, Deine Meinung, eine Diskussion ist das Signal, das Du an mich sendest und mir sagt, wie Du zu meinen Texten stehst. Es ist komplett egal, ob Du mich im Kommentarfeld ausbuhst und kritisierst, oder ob Du mir Dein Kompliment aussprichst. Jeder Blogger, wie auch, ich braucht ein Feedback, Deine Meinung.

Wenn Du im Beitrag, also im Blog einen Link siehst, schaue einfach rein. Du findest auf meiner Seite rechts Links zu meinen Büchern, zu meinen Kunstwerken, zu meinen Drucken. Sieh es Dir an. Dir gefällt etwas, so freue ich mich, wenn Du es erwirbst, also kaufst. Das ist meine Möglichkeit, mich selbst zu finanzieren.

Du hast die Möglichkeit, meinen Blog mit Deiner Email-Adresse zu abonnieren. Auch dazu gibt es auf der rechten Seite einen Button. So wirst Du von mir immer dann informiert, wenn es einen neuen Beitrag gibt.

Ein wenig „Applaus“ ist einfach das Brot für uns Blogger, für die Künstler. Unsere Seiten werden im World Wide Web besser wahrgenommen.

Das bedeutet: Je mehr Leser meine Seite abonnieren, je mehr Kommentare und Diskussionen und je mehr Likes ein Blog / eine Webseite hat, desto spannender ist diese für die Suchmachmaschinen wie Google & Co.

Es hilft mir, mehr Leser zu bekommen. Und diese weiteren Leser sind wiederum meine potentiellen Kunden für die Produkte, die Du hinter den Links findest.

Nun, das lag mir heute auf der Zunge und ich musste es einfach mal loswerden.

Ich freue mich auf viele weitere Blogs und danke Dir von ganzem Herzen, dass Du zu meinen Lesern gehörst.

Herzlich, Deine Petra Kolossa.

Surreal

Seit langer Zeit mache ich meine allgemeinen Einkäufe immer samstags gegen zwanzig Uhr. Geschuldet ist das aus der Zeit, als ich noch sehr viel geschäftlich unterwegs war und die Einkäufe meistens irgendwie nebenbei auf dem Heimweg erledigte. Der Supermarkt war um diese Zeit ruhig und ich konnte das ohne Stress tun. Ich mag keine flüchtigen und hastigen Einkäufe. Irgendwie ist das bis heute dabei geblieben, dass ich Samstagabend zum Einkauf fahre. Nun, einmal testete ich das zur Mittagszeit, denn schließlich bin ich seit Mitte März im „lockdown“, also im „home office“ und kann meinen Tag anders planen, dachte ich. Was soll ich dazu sagen? Diese Einkaufszeit überlasse ich gern den Müttern mit ihren kleinen herumdüsenden Kindern, den älteren Menschen, die zu zweit breit und gemütlich die Gänge belagern und den vielen Monteuren und Handwerkern, die sich mittags ihren Snack besorgen.

Gestern Abend riss mich ein Blick auf die Uhr völlig aus dem Rhythmus. Es war kurz vor halb sieben am Abend. Verdammt! Ich musste mich beeilen. Ich sprang also in meine Stiefel, schnappte den Autoschlüssel und fuhr zum Supermarkt. Denn: Um zwanzig Uhr musste ich wieder zurück sein. Unsere Regierung hier in Baden-Württemberg legte eine Ausgangssperre ab zwanzig Uhr fest und erwartet unter anderem auch damit eine Reduzierung des Covid19. Bis dahin muss ich also zurück sein, um nicht potentiell eine Strafe auferlegt zu bekommen.

Und ich muss lächeln. Als Jugendliche bekam ich regelmäßig ein paar hinter die Ohren,  wenn ich nicht punkt um zu Hause war. Nun, das vorher Erlebte war damit hinfällig und in mir als Sechszehn-, Siebzehn- und sogar noch als achtzehnjährige baute sich eine unwahrscheinliche Trotzreaktion auf. Immerzu war ich beschäftigt, nicht die Uhrzeit aus den Augen zu verlieren, da ich mit sechszehn Jahren um zwanzig Uhr zu Hause sein musste, mit siebzehn um zweiundzwanzig Uhr und so lange ich die Beine unter den Tisch meiner Eltern steckte, mit dem achtzehnten Lebensjahr um Null Uhr. So war die Kontrolle vorprogrammiert …  Einen Wohnungsschlüssel besaß ich nie. – Als ich neunzehn Jahre alt war jedoch; nämlich meinen eigenen.

Inzwischen sind fünfundvierzig Jahre ins Land gegangen und diverse Strafen regeln sich nun über Geld und immer noch die Angst. Angst, Vorschriften nicht einzuhalten, Angst, denunziert zu werden, Angst, den Ansprüchen nicht zu genügen, Angst, etwas nicht richtig zu machen, Angst, von dem wenigen Geld eine Strafe zahlen zu müssen …

Und ich frage mich: Welchen Unterschied gibt es zu damals? Die patriarchalische Erziehung, die uns Mädchen permanent ängstlich hielt und in uns Abwehr und Trotz hervorrief zu dem heutigen Handeln in den gesellschaftspolitischen Entscheidungen? In mir regt sich eine diverse Abwehr gegenüber Dingen, die mir schwammig entgegenkommen und einer diversen Logik entbehren, aber die Menschen tun es, weil sie Angst vor den Folgen haben, wenn sie den Anordnungen nicht gerecht werden. Auch ich tue es, um dem Stress der Folgen zu entgehen. Das lernte ich als Kind und Jugendliche.  Und das machen wahrscheinlich die meisten Menschen. Es ist ein Teufelskreis …

Auf dem Parkplatz schob ich meinen Chip in den Einkaufswagen, gebe die leeren Plastikflaschen in den Automaten, zupfe den Bon und schiebe den Wagen zum Eingang. Aus meiner Tasche nehme ich mein Smartphone und rufe die App „scan and go“ auf. Bevor ich die Schranke passiere, halte ich mein Telefon auf einen Code und scanne den für den Start meines Einkaufes. Mit dem Smartphone scanne ich die Barcods auf den Waren, die ich in den Einkaufswagen lege und tippe die Anzahl noch ein. Meine Einkaufsliste ist abgearbeitet. Zum Schluss scanne ich noch den Bon der zurückgegebenen Flaschen und gehe zur entsprechenden Kasse. Dort halte ich mein Smartphone an das Gerät. Mir wird der Preis angezeigt. Mit meiner Kreditkarte bezahle ich den Einkauf. Die Schranke öffnet sich und ich kann meinen Einkauf ins Auto packen.

Während der gesamten Zeit tappsten wir Kunden wie die  Zombies durch den Supermarkt. Jeder machte sein eigenes Ding. Begegnete man sich, gingen die Leute  im Bogen aus dem Weg. Die Kommunikation fand mit den Augen statt. Manches Mal gesellte sich ein kleines Nicken dazu.

Ich saß im Auto, nahm mir die feuchte Maske vom Gesicht und fühlte mich leer. Als ich das Auto anließ, schaltete sich automatisch das Radio ein. Mein Gott, was ist denn das, was ich gerade höre? Eine neue Corona-Variante könnte für den dramatischen Anstieg der Infektionen in Südengland verantwortlich sein.

Eine unendliche Geschichte bahnt sich an!

In manchen Minuten möchte ich nur noch eins: Augen zu und dieser surrealen Welt entfliehen in meine bunte Welt. Ich möchte alles abstreifen und nichts an mich heranlassen. Meine Gedanken sind bei meinen aktuellen Projektideen, die in meinem Kopf reifen und auf die Umsetzung lauern. Welch ein angenehmes Gefühl sich in mir mit dieser Ablenkung breit macht …

Heute ist bereits der vierte Advent. Wir alle werden diese Adventszeit wahrscheinlich nie vergessen, sie wird in uns Spuren hinterlassen.

Möget Ihr zur Ruhe kommen.

Habt einen angenehmen Adventssonntag.

Passt gut auf Euch auf.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

o. T. – ohne Titel

Ihr schaltet das Radio ein.

Nichts. Keine Musik. Kein gesprochenes Wort. Kein Text. Nichts.

Ihr kauf Euch eine Zeitschrift. Nichts. Weiße Blätter. Keine Fotografie, keine Beiträge. Nichts.

Ihr geht in den Supermarkt. Stille. Keine Hintergrundmusik. Nichts.

Ihr seid im Auto unterwegs und schaltet gewohnheitsgemäß Euer Radio ein. Nichts. Stille. Keine Musik, keine Worte. Nichts.

Ihr greift nach einem Buch. Nichts. Leere Seiten …

Ihr schaltet Euer Fernsehgerät ein. Nichts. Keine Filme, keine Konzerte, keine Serien … Nichts.

Ihr weicht zu Netflix, Spotify & Co. … aus. Nichts lässt sich streamen …

Keine Galerien, keine Bilder, keine Skulpturen … kein Theater, kein Kino, keine Bücher, keine Konzerte, keine Zeitschriften, kein TV … Nichts …

Ohne Kunst und Kultur wird es still!

Als systemunrelevant werden Kunst und Kultur beiseite geschoben, als Normalität hingenommen. Weil sie eh schon immer viel gaben und wenig nahmen, schickt man diese nun auf den erniedrigenden Weg zum Sozialamt. Diese Menschen haben keinerlei Schuld an diesen politischen Entscheidungen des lockdowns! Diese Künstler/innen und Kulturschaffenden sind meistens Freiberufler oder zum Teil unter Zeitarbeitsverträgen. Hier gibt es kein Kurzarbeitergeld. Die Hilfe vom Staat gewährt ihnen keine soziale Absicherung. Sie können von dieser Hilfe Betriebsausgaben bezahlen, also Geschäftsräume, betriebliche Kredite usw., aber kein Brötchen beim Bäcker. Sie werden auf Nachfragen zum Sozialamt geschickt. Dort müssen sie sich „nackt machen“, um Hilfe zu bekommen.

Werden Kurzarbeitergelder abhängig von der finanziellen Situation des Arbeitnehmers gezahlt? Nein. Sicher nicht. Künstler und Kulturschaffende werden ins soziale Aus geschoben. Und das ohne ihr eigenes Verschulden. Diese Branche hat Hygienekonzepte vom Feinsten erstellt und in die Umsetzung investiert … Es gibt keinerlei Nachweise, dass von dort irgendwelche gesundheitsschädlichen Übertragungen geschehen sind. Ich will es hier nicht weiter ausführen. Ihr werdet all die Dinge selbst bereits verfolgt, gelesen, gehört oder gesehen haben.

Heute bekam ich einen Aufruf der Münchener Philharmoniker, des Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks, der Bayrischen Staatsoper … und vielen anderen mehr für eine Aktion geschickt

für den Montag, den 02. November 2020, 20:00 Uhr.

„Wir haben folgende Aktion geplant.
Leite es gerne an jeden Kulturschaffenden weiter. Je mehr mitmachen, desto lauter wird die Stille.

Ohne Kunst wirds still.

Um unserem Unmut über den Umgang mit Kunst und Kultur Ausdruck zu verleihen, werden wir am Montag, den 02.11.2020 um 20 Uhr Videos, Livestreams und Beiträge unter dem Hashtag #SangUndKlanglos auf allen verfügbaren Medien veröffentlichen, die individuell dargestellt Stille zeigen. Von den großen Kulturinstitutionen bis zum einzelnen Künstler sind alle herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

„Alarmstufe Rot“ wird uns dabei unterstützen.

„Wir, die Münchner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bayrische Staatsoper und viele andere Orchester werden beispielsweise zum Konzert auftreten, aber nichts spielen. Und nach ca. 20 Minuten Stille wieder abtreten.
Seid gerne kreativ. Ob Livestream aus dem Proberaum, Wohnzimmer… oder nur ein Stillleben (Notenständer, Staffelei, Ballettschuhe…..).“

Alle die in der Kunst und Kultur involvierten Menschen und Sympathisanten rufe ich hiermit auf: Seid dabei, zeigt laut Eure Stille. Nehmt es nicht einfach als gegeben hin und glaubt nicht, es sei nutzlos und ergebe keinen Sinn.  Jeder Tropfen höhlt den Stein!

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Mit den Ohren sehen

Ich höre, wie sich mein Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung eine Zigarette anzündet, den Qualm entspannt ausatmet. Und ich weiß, er ist nun bereit, mir zuzuhören. Ich kann das Interview führen und meine Konzentration auf den Inhalt des Gespräches lenken.

Ich höre, wie in dem Raum hin- und hergegangen wird. Wie Gegenstände geräumt werden, wie Wasser in ein Gefäß gelassen wird. In meine Ohren bohrt sich das Geräusch einer Kaffeemaschine. Ich muss ein weiteres Mal eine Frage wiederholen. Meiner Gesprächspartnerin ist das unangenehm und sie will das Interview beenden. Es kostet mich viel Empathie, ruhige Worte und Geduld. Ich höre, wie sie sich setzt und ich kann fühlen, wie sie an ihrem Kaffee nippt und sich entspannt. Nun kann ich beginnen, ernsthaft zu arbeiten.

In meine Ohren bohren sich schmerzhaft die Geräusche eines Kochprozesses. Der Kochtopf knallt auf den Herd, das Wasser kocht, in der Pfanne wird gerührt, das Fett spritzt mit kurzen, hellen, harten und scharfen Klängen, der Löffel wird laut beiseite gelegt. Zwischendurch bekommt „Alexa“ immer wieder ihre Befehle. Meine Gesprächsteilnehmerin möchte mit mir sprechen. Für sie ist diese Multitasting-Situation völlig normal. Mich kostet es unendlich große Kraft, diese Unmengen an lauten Nebengeräuschen mit den wichtigen Inhalten des Gespräches in meinem Kopf zu verarbeiten.

Gestern traf ich auf eine junge Frau. Sie nahm mich mit in die Straßenbahn. Wir stiegen drei mal um und wir kamen gemeinsam in der Universität an. Da die Durchsagen der Straßenbahnlautsprecher auch durch meine Kopfhörer drangen, weiß ich, dass sie in meiner Geburtsstadt unterwegs war und ich wusste genau, an welcher Haltestelle sie die Bahn wechselte. In der Uni waren gefühlt tausend Menschen und mein Kopf schien zu platzen. Meine Gesprächspartnerin war eine Chinesin. Ich sprach sehr langsam und akzentuiert. Sie verstand gut. Es war ein sehr interessantes und gutes Interview. Als ich es beendete, war ich völlig erschöpft. Mein Gehirn hatte die gesamte Zeit zu selektieren, die inhaltlichen Aspekte von den Nebengeräuschen in den Straßenbahen. Von den dortigen Gesprächen der anderen Menschen, die Durchsagen aus den Lautsprechern, den Windgeräuschen auf der Straße, den vorbeifahrenden Autos und so weiter und so weiter. In der Universität hallte mir eine Lärmkulisse in die Ohren, die mich fast zum Abbruch des Gespräches brachte, weil ich kaum noch die Konzentration und die Kraft dafür aufbringen konnte.

Willkommen in der neuen Welt!

Das sollen nur einige Beispiele sein. Was ich jetzt unter den Kopfhörern tue, tat ich viele Jahre lang bis Anfang März face to face, also in persönlichen Gesprächen. Ich sah meinen Gesprächspartnern in die Augen, nahm ihre Mimik und Gestik wahr. Und genauso war es auch umgekehrt. Mein Gegenüber sah mich und konnte sich seine Meinung von mir bilden. Es waren Gespräche auf Augenhöhe, Interviews, die eine Stunde Zeit oder mehr in Anspruch nahmen.

Die globale Situation unter Covid19 hat viele Dinge in unserem Leben verändert. So auch in etlichen Berufen. Die Kunst- und Kulturbranche liegt lahm. Ein Aufenthalt beim Friseur zum Beispiel ist zur Zeit eher eine praktische Angelegenheit als ein entspannendes Erlebnis. Auch in diesem Job, den ich tue, wurde eine praktikable Lösung gefunden. Wir können aus verständlichen Gründen unsere Arbeit voraussichtlich noch eine lange Zeit nicht wie gewohnt tun.

Um die Projekte und Studien nicht komplett einzustampfen, wurde nach einer Lösung gesucht. Und ich, wie auch meine Kollegen, die diese Arbeit seit vielen Jahren freiberuflich tun, sind froh, ihren Job, wenn auch in veränderter Form ausüben zu können. Nämlich am Telefon.

Ich sitze unter meinen Kopfhörern und höre in mein Gegenüber hinein. Ich höre eine Stimme, ich höre ein Atmen, ich höre das Umfeld und die Bewegung und ich sehe mit meinen Ohren einen Menschen. Ich begegne Jedem mit der gleichen Freundlichkeit. Und ich vertraue mit jedem Anruf mit gleichem Vorschussbonus.

In den letzten Wochen hatte ich sehr viele wirklich gute Gespräche. Ich traf auf fantastische Menschen und meine Arbeit erfüllte mich in diesen Momenten.

Nun, es ist aber auch eine bittere Erkenntnis: Menschen, die mir nicht ins Gesicht sehen können, die mich nicht in meiner Persönlichkeit wahrnehmen, sehen mich als Neutrum. Und ihnen wiederum ist bewusst, dass ich es ebenso nicht kann. Und es bedarf ein dickes Fell, sich die vielen entgleisten Anfeindungen abzuschütteln. Dabei spielt es keine Rolle, ob mein Gegenüber weiblich, männlich oder, oder … ist. Auch das ist eine Erfahrung, die ich lieber nicht gemacht hätte. Ein „Halt die Fresse!“ zum Beispiel schleuderte mir eine Frau genauso entgegen wie ein Mann, ebenso eine knabenhafte Stimme oder ein kindhaftes Mädchen. Von weiteren Entgleisungen will ich hier nicht berichten. – Es ist für mich schmerzhaft, bewusst wahrzunehmen, in welch einer veränderten Welt wir leben. Vielleicht gab es diese schon immer und ich habe das nie so bewusst wahrgenommen, weil ich fast nie in meinem Leben auf derartige Reaktionen von Menschen traf.

Ich bringe Verständnis für die Menschen auf, die meinen Anruf entgegennehmen. Ich weiß, dass sehr viele Leute Dank der ausführlichen Berichterstattungen unserer Medien, insbesondere der negativen Beispiele in unserem Leben, jeden Anrufer als Schuft verdammen, der nicht in ihr Raster passt. Nur ist nicht jeder Autofahrer ein Falschfahrer, jeder Handwerker automatisch ein Wohnungsdieb, jeder Polizist ein falscher … 

Ich wünsche mir nur etwas Achtung und Respekt vor dem Tun und der Arbeit des anderen. Wenn Ihr wieder einmal einen Anruf von einer Person bekommt, die Ihr noch nicht kennt: Hört ihr doch einfach nur zu. Sie wird Euch in den ersten sechzig Skunden erklären, worum es geht und Eure Fragen beantworten.

Denkt bitte einfach daran, dass die  Kommunikation im Augenblick andere Wege geht. Es lässt sich nicht umgehen.

Ich freue mich sehr über Eure Meinung. Schreibt sie einfach unten in das Kommentarfeld. Vielen lieben Dank.

Herzlich,

Eure Petra Kolossa

G. G. Cross  – Musikerin

Wir begegnen Menschen in unserem Leben, die Spuren in uns hinterlassen, oftmals auf ungewöhnlichen Wegen. Ein solcher Mensch ist G. G. Cross. Wir trafen uns vor über einem Jahr auf ziemlich ungewöhnlichem Pfad, nämlich über einen gemeinsamen Freund, den wir beide schon längerer Zeit kannten. Nun, das ist heutzutage nichts Besonderes. Es sind die Entfernungen. Rund fünfzehntausend Kilometer Luftlinie ist eine beachtliche Strecke. Ohne der digitalen Welt wären wir uns niemals begegnet. Das ist uns bewusst.

Foto / Grafik: G. G. Cross

Die Liebe zur Kunst schweißte uns zusammen und inzwischen ist G. G. Cross eine liebe Freundin für mich. Als ich das erste Mal ihren YouTube-Kanal besuchte, stolperte ich über einen Song, der mein Herz eroberte und die Brücke zu meiner Kunst schlug. Ich entwickle zur Zeit meine „homepART“-Linie und ich stellte mir vor, wie dieser kraftvolle Song mit einer solchen starken Botschaft als Sound-Begleiter für diese Serie wäre. Der Gedanke ließ mich nicht mehr los. Ich erzählte also meiner Freundin von meiner Idee. Sie war genauso begeistert und stimmte sofort zu; ebenso meinem Wunsch, einen Blog über sie zu schreiben. Denn jeder soll vorab wissen, aus wessen Feder dieser Song stammt, der meine knallbunte homepART-Linie begleiten wird.

Nun ist es so, dass uns nach momentaner Sommerzeit eine Zeitdifferenz von acht Stunden trennen. Wenn ich also Mitternacht ins Bett gehe, sitzt sie gemütlich bei ihrem Morgenkaffee. Wenn wir uns hier in Deutschland über den herrlich warmen Sommer freuen, schaltet sie im Winter die Heizung ein. G. G. Cross lebt in Melbourne, in Australien.

Wir verabredeten uns vor ein paar Tagen für zehn Uhr am Morgen für mich und achtzehn Uhr am Abend für sie zu einem Interview.

Ich wollte natürlich wissen, seit wann sie sich bewusst mit der Musik beschäftigt und fragte sie danach:

Bereits in der High-School habe sie sich in einer Schulband engagiert. Sie schrieb eigene Texte und Melodien, die sie mit ihrem damaligen Band-Leader perfektionierte.

Später arbeitete sie allein und suchte sich andere Musiker, die ihr beim Arrangement halfen, um ihre Songs runder zu machen. „Nun, und in den letzten Jahren habe ich meine Songs allein mit einem Mixing-Mastering-Ingenieur geschrieben und produziert.“, sagte sie mir.

Alles in allem war sie meistens Sängerin, aber inzwischen tut sie beides allein. Sie beauftragt einen Profi, der letztendlich eine endgültige professionelle Mischung kreiert. Aber ihr größter Wunsch ist es, auch das allein zu bewerkstelligen. Sie begründet es damit: „Ich arbeite an einem Song. Und nur ich weiß, wie er sein soll. Ich allein bin der Star meiner Show!“ 

„Ich wusste nicht, dass ich überhaupt singen kann, geschweige denn wusste ich von der Kraft meiner Stimme. Ich bin Autodidakt.“, erzählt sie weiter. Sie war in vielen Bereichen tätig, aber vor allem auf dem Gebiet der Kundenbetreuung und sie habe auch in der Schönheitsbranche gearbeitet. „Ich bin also tatsächlich ein Allrounder.“, sagte sie und wirft ein: „Wenn du über mich schreibst, verwende bitte nur meinen Künstlernamen G. G. Cross. OK?“ – Gut, ich bin ihrem Wunsch nachgekommen und auch ihrem Wunsch, keine Bilder von ihrer Person zu benutzen.

Ich fragte sie, welche Ziele sie habe, was sie perspektivisch anstrebe. Sie liebe es zu schreiben und sie habe irgendwann ein Drehbuch geschrieben, das seit über zwanzig Jahren ruhe. Wer weiß, was daraus einmal wird.

„Ich habe eine Vision, Petra. Ich würde gern etwas Aktives tun, um zu verhindern, dass Menschen verletzt werden. Dass deren Gefühle und Emotionen missbraucht werden, wie zum Beispiel Mobbing. Ich möchte es irgendwann mit meiner Musik, Kunst und meinen kreativen Einflüssen verbinden. Ich werde gerne helfen und versuchen, etwas zu verändern, wenn ich es kann. Nun, ich muss erfolgreich sein, damit man mich hört, wenn ich meine Botschaften an andere weitergebe. Weißt du,  ich bin ein einfacher Mensch, der es liebt, anderen zu helfen, da dies eine Stärke ist, die ich in mir habe und die ich gerne weitergeben möchte, um einen positiven Effekt in ihnen auszulösen.“

Sie hält kurz inne und ich spüre, dass ihre Gedanken spazieren gehen.
„Ich war ein verträumtes Kind. Ich habe es geliebt, alles zu erkunden. Ich hatte eine wilde Fantasie und ich liebe den Ozean. Das habe ich immer getan. Das ist mein himmlisches Zuhause.“ Und sie ergänzt: „Ich bin jetzt 53 … wow, große Zahl!“ Sie lacht.

„Eine andere triviale Sache an mir. Meine Stimme möchte meistens eine schwarze Frau sein. Sie liebt Soul und Blues.“  Sie erzählt weiter:
„Ich liebe Astrologie, aber ich lese nicht mehr so viel wie früher. Ich bin ein großer Filmfan und habe über tausend Filme in meiner Sammlung. Ich liebe die neuen romantischen 80er Jahre. Ich habe „Adam und die Ameisen“ geliebt, „Duran Duran“ und eine riesige australische Band namens Psuedo Echo. Schau sie dir an. Ich bin religiös zu all ihren Gigs gegangen.“

G. G. Cross ist eine vielseitige kreative Frau. Sie schickte mir noch mit einem kleinen Lächeln ein paar Schnappschüsse einiger ihrer Kunstwerke, die an der Wand ihrer Wohnung hängen. Ich will es Euch nicht vorenthalten:

Bei mir ist es gleich Mittag und bei ihr bald Nachtruhezeit. Wir haben unendlich viel gesprochen. G. G. Cross ist in Griechenland / auf Zypern geboren und lebt seit vielen Jahren in Melbourne. Dort seit zehn Jahren nun auf Phillip Island, einer Touristenhochburg in Victoria.

G. G. Cross freut sich auf Euer Feedback.

  • Ihr erreicht sie via Email unter gg.cross.sing@gmail.com
  • Ihr junger YouTube-Kanal, auf dem sie ausgewählte Songs veröffentlicht: klickt bitte  —-> hier. Wenn es Euch gefällt, lasst ein Like dort 😊
  • Und gern abonniert G. G. Cross auf Facebook —-> hier
  • Auf Instagram ist sie neu —-> hier zu finden.

Soeben, als ich diesen Blogbeitrag beenden will, erhalte ich von G. G. Cross folgende Zeilen: „Petra, das Lied könnte dir gefallen. Ich habe mit vielen anderen im Chor teilgenommen. Es wurde gestern veröffentlicht. Ich hoffe, du magst es. Das ist von einem indigenen Mann namens Cutcha Edwards.“ Mir stand die Gänsehaut, als ich es anhörte. Klickt einfach —–> hier. Es wird Euch gefallen.

Es war mir ein Vergnügen, Euch von G. G. Cross zu erzählen. Nun, wenn Frauen, die sich gut verstehen, unterhalten nimmt das Gespräch kein Ende. Und ich halte jetzt einfach inne 😉

Zu einem etwas späteren Zeitpunkt werde ich Euch von meinem „homepART“-Projekt in Verbindung mit dem „Magic-Song“ erzählen.

Für heute soll es genug sein.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Mal fix reservieren

„Lasst uns schnell einen Tisch reservieren.“, sagt sie und ergänzt: „Es ist Sonntag und es könnte im Zschopautal bei diesem schönen Wetter schwierig werden, einen Platz zu bekommen.“

Die alte Dame greift zum klassischen Telefon und tippt die Nummer der Gaststätte in die Tastatur. Es klingelt laut. Sie hält das Gerät wie ein Mikrofon, denn es steht gewohnheitsgemäß auf „laut“.

Es meldet sich die Gaststätte und sie trägt ihre Bitte vor.

„Ja, guten Tag. Ich möchte für heute dreizehn Uhr einen Tisch für vier Personen reservieren.
„Das geht nicht. Da müssen sie lange warten. Wir sind voll.“
„Oh, na gut. Wie ist es um halb eins?“, fragt sie.
„Geht auch nicht. Ist genauso.“
„Hm, und wenn wir um zwölf kommen?“
„Ja, warten sie. Ich sehe nach. Naja, das kriegen wir irgendwie hin.“
„Ach, warten sie mal.“, unterbricht die alte Dame. „Sie sagten doch, wir müssten lange warten, wenn wir um dreizehn Uhr kommen. Wissen sie, das ist nicht schlimm. Wir haben Zeit. Wir nehmen einen Tisch um dreizehn Uhr.“
„Das geht nicht.“, kommt es prompt. „Da kann es sein, dass wir kein Essen mehr haben.“, so die Person am anderen Ende des Telefons.
„Ach so, naja, dann kommen wir eben um zwölf.“ …

Wieviel Geduld in dieser Frau steckt, denke ich.

Wie wäre meine Reaktion gewesen? Ihr ahnt es.
Ich hätte gedacht: „Verklapsen kann ich mich allein.“
Gesagt hätte ich: „Dankeschön, ich werde in einem anderen Restaurant einen Tisch für uns reservieren lassen.“
Tschüss und gut.

Es ist immer das Gleiche, was mich in solchen Situationen bewegt.

Ich sehe den Besuch in einer Gaststätte als etwas Besonderes. Meine Küche bleibt geschlossen. Ich lasse mich verwöhnen.
In einer schönen Atmosphäre kann ich von einer Karte ein Gericht auswählen, auf das ich Appetit habe. Ich werde verwöhnt von super nettem Personal im Service und der Küche, von Menschen, die ihren Job als das verstehen, was er ist. Eine Dienstleistung, die sie gern und von Herzen geben.
Ich kann meinen Körper und Geist für ein paar Stunden auftanken und es mir richtig gut gehen lassen …

Ein Mittagessen für vier Personen bringt einer Gaststätte mit durchschnittlichem Niveau einen Umsatz von ungefähr einhundertzwanzig bis einhundertfünfzig Euro.
Wie viele Stunden habe ich zuvor mit meiner Arbeitsleistung an einer anderen Stelle meine Kraft investiert, um diese Rechnung begleichen zu können?
Wenn ich also eine Gaststätte auswähle, um dort meine Zeit zu verbringen und das zuvor von mir erwirtschaftete Zahlungsmittel investiere, dann will ich es zelebrieren und mit Freude tun.

Und ich mag es nicht, wenn das Personal oder die Besitzer dem potentiellen Gast eine gewisse Gnade suggerieren, einen Platz für sie zur Verfügung zu stellen. Das ist es definitiv nicht.
Es ist ein Geben und Nehmen auf gleichem Niveau.
Ich nenne es gegenseitige Wertschätzung.

Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Gerne darfst Du im Kommentarfeld ein paar Zeilen hinterlassen.

Und falls Du es noch nicht getan hast: Du kannst ganz unkompliziert mit Deiner E-Mailadresse meinen Blog abonnieren. So werde ich Dich immer informieren, wenn es einen neuen Beitrag gibt und Du wirst keinen verpassen.

Herzlich,

Eure Petra Kolossa.

Da werden Sie geholfen

Nun ja, seit Anfang März befinde ich mich im „lockdown“.

Nachdem in vielen Bereichen langsam wieder begonnen wird, irgendwie die Wirtschaft und das Leben in eine diverse Normalität zu bringen, wurde in meinem kommunikativen Job vorerst bis zum Jahresende ein fettes Stopp gesetzt. Das bedeutet, keinerlei persönliche Kontakte zu anderen Menschen.

Umso mehr freute ich mich, als mein Auftraggeber eine Lösung offerierte, die zwar nicht das Non plus ultra ist, aber immerhin „eine Lösung“ für vorübergehend.

Ich darf das, was ich sonst im persönlichen Interview tat, am Telefon erledigen.

Mir wurden Verknüpfungen und Apps auf den PC installiert. Ich konnte mich also in einen externen Server einloggen, der über fünfhundert Kilometer entfernt steht und via SSL-Telefonie meinen Job tun.

Dachte ich. Besser: Ich hätte es tun können. Es funktionierte nicht, weil die Internetleistung hier im südlichsten Süden Deutschlands absolut schlecht ist. Meine Gesprächspartner fragten mich, ob ich vom Mars anrufen würde. Sie konnten mich nicht verstehen.

Also kontaktierte ich den größten Anbieter Deutschlands, der für Telekommunikation und Internet zuständig ist. Bei dem bin ich irgendwie schon immer Kunde und seit fünfzehn Jahren Geschäftskunde mit einer exklusiven Servicenummer.

Nachdem ich von einem zum anderen weitergeleitet wurde, ich stundenlang in Warteschleifen hing, meine Daten „abgeglichen“ wurden, ich auf Band mein Einverständnis zur Kontaktaufnahme gab, ich ergänzte, dass ich jegliche Anrufe zum Zwecke der Werbung untersage, die Dame am Telefon empört war, weil ich nur sagen sollte, dass ich damit einverstanden sei,  Angebote bekam, die jenseits vom Verstand lagen, ich mein Problem gefühlte Tausend mal erklärte, kam ich schließlich an eine Mitarbeiterin, die sich bemühte, das Problem zu klären. Eine sofortige Messung ergab, dass die Qualität so schlecht ist, wie sie nicht sein sollte. Sie wollte das nicht glauben und veranlasste eine Messung während der Nacht. Sie kontaktierte mich am nachfolgenden Tag und schickte einen Techniker. Denn das wäre so nicht in Ordnung und müsste geprüft werden.

Ich sollte eine SMS erhalten, wo mir mitgeteilt wird, wann der Techniker käme. Alles gut. Denn die Daten hatte ich erst vor ein paar Stunden verglichen und als Audioaufzeichnung bestätigt.

Vor dreizehn Jahren übernahm ich die Firma aus einer GbR. Damals gab es einen unendlich langen Schriftverkehr mit diesem Kommunikationsunternehmen. Sie bekamen das dann irgendwann hin, dass es keine GbR mehr war und ich als Inhaberin auch die Rechnung erhielt.

Eine SMS bekam ich nicht, aber mein Partner aus der damaligen GbR, die seit dreizehn Jahren nicht mehr existiert. Er informierte mich darüber.

Der Techniker stellte in etwa fünf Minuten nichts anderes fest und sagte mir, ich solle zum regionalen Anbieter wechseln, der könne das leisten. Von meinem Standort sind es knapp fünf Kilometer bis zum nächsten Verteiler. Und dieser gigantische Telekommunikations-Betrieb einer Aktiengesellschaft wolle das nicht ausbauen, weil es sich hier nicht lohne. Aber ich solle niemandem sagen, dass er das so empfohlen habe.

Gut. Ich nahm also Kontakt zu unserem regionalen Anbieter auf. Ohne Probleme ließe sich das machen. Er kümmere sich um alles und ich bekäme dann Bescheid, wann der Wechsel geschehen würde.

Zwei Wochen vergingen, als ich erfuhr, dass mein Antrag so nicht genehmigt werden kann.  Denn der große Telekommunikationskonzern teilte mit, dass ich nicht der Inhaber dieses Anschlusses sei. Ich fragte, wer es denn sei. Das dürfe er mir nicht sagen. Daraufhin sagte ich es ihm auf den Kopf zu, dass es mein damaliger Partner der GbR sei. Er bejahte es.

War ich bis dahin noch so ziemlich ruhig und geduldig, machte sich jetzt so ganz langsam etwas Ungeduld in mir breit. Nennen wir es so: Petra wurde sauer. Ich will es nicht weiter ausschmücken.

Ich griff also wieder zu dieser exklusiven Telefonnummer für Geschäftskunden und rief den Laden dort an. Die lästige Bandstimme fragte nach Kundennummer und Buchungskontonummer, will mein Anliegen wissen und erklärte mir, dass die Wartezeit ungefähr zehn Minuten dauern wird. Ich war es gewöhnt. Also hatte ich ausreichend Zeit, meine schlechte Laune zu pflegen.

Ich wurde dann wieder von einem zum nächsten verbunden. Bis ich endlich eine Dame am Telefon hatte, die mich zu verstehen schien. Ich wollte nichts weiter, als einen funktionierenden Internetanschluss. Dieser Konzern kann es nicht liefern, also muss ich kündigen und das außerordentlich und nicht erst im März kommenden Jahres, weil der Vertrag das so vorsieht. Sie sandte mir via Email ein Formular. Ich solle es ausfüllen und alles sei erledigt. Na endlich!

Dachte ich. Das Formular war sofort in meinem Posteingang. Na, geht doch! Ich öffnete es. Die Kündigungsgründe trafen alle nicht auf mich zu. Das waren alles private Gründe, Umzug, Tod und so weiter. Aaaaber es gab einen Chat-Button.

Ich tippte also in dieses Feld und erklärte mein Anliegen. Es loggte sich ein Herr oder eine Dame ein. Das konnte ich anhand des Namens nicht erkennen. Die Person schrieb, dass ich weitergeleitet werde an den Bereich für Geschäftskunden.

Gut. Ich erklärte das schriftlich noch einmal. Die großartige Idee des Mitarbeiters oder auch der Mitarbeiterin (auch in diesem Fall konnte ich es anhand des Namens nicht ausmachen) Ich solle ein PDF in dem Formular hochladen und es senden. Dann wäre alles klar und gut.

Ich suchte verzweifelt diese Möglichkeit in dem besagten Kontaktformular. Ich fand sie nicht. Sauer, sehr, sehr sauer wählte ich die Nummer für Geschäftskunden. Eine elektronische Stimme fragte wieder Kundennummer und Buchungsnummer ab. Dann fragte mich dieser Computer, ob es sich um das gleiche Problem wie bei meinem letzten Anruf handele. „Verdammt! Ja!“ schreie ich diesen Blechtrottel an. Der antwortet planmäßig höflich. Es würde zehn Minuten dauern. Ok. Mir egal. Dieses Mal habe ich keine Zeit, meine schlechte Laune zu pflegen. Es meldet sich nach wenigen Minuten eine männliche Stimme. Ich erkläre den ganzen Käse noch einmal. Meine Ungeduld kann ich nun nicht mehr verbergen. Mir reicht es definitiv. Der Typ antwortet: „Sie haben einen Geschäftsanschluss. Da sind Sonderkündigungen nicht vorgesehen. Unsere versprochene Leistung ist eine 6000er Leitung. Das halten wir ein, wenn auch knapp. Wenn ihnen das nicht reicht, ist das ihr Problem, nicht unseres. Sie werden mir doch nicht sagen wollen, dass sie wegen knapp vierzig Euro im Monat Pleite gehen. Wenn das der Fall ist, dann machen sie was falsch. Das ist lächerlich, wegen vierzig Euro im Monat. Ihren Vertrag können sie zum März kündigen, wenn sie es unbedingt wollen. Reden sie doch mit dem neuen Anbieter. Der kann ihnen ja bis dahin kostenlos einen Internetanschluss zur Verfügung stellen.“ 

Ich habe das Gefühl, gleich im Quadrat zu springen. Ich beiße meine Zähne zusammen und zische: „Sie werden mir doch nicht sagen, dass diese monströse, Aktiengesellschaft auf meine vierzig Euro angewiesen ist. Das ist ja derart lächerlich!“ Ich kann regelrecht spüren, wie er grient und sich an meiner abgesaugten Energie erfreut. „Sie können ja einen Antrag stellen. Das geht nur schriftlich. Dann wird das geprüft. Aber ich sage ihnen gleich. Das wird zu nichts führen.“

Ich denke: „Rutsch‘ mir den Buckel runter!“

Ich sage: „Sie machen für ihren Posten einen guten Job. Mister Roboter.“

Er hakt nach: „Ich bekomme keine zusätzlichen Provisionen.“

Ich denke: „Halte einfach deine Klappe!“ und lege auf.

Boah, erst einmal ein Beruhigungskäffchen. Wer von Euch das Design auf diesem Kaffeebecher erkennt, darf es unten im Kommentarfeld schreiben. Eine von den richtigen Antworten werde ich am 13.08.2020 auslosen. Denn eine klitzekleine Überraschung wartet, auf die Reise zu gehen. Und hier bekommt Ihr diese tolle Tasse.

Und ich wünsche mir sehr, mit dem regionalen Anbieter einen wirklichen Partner direkt vor der Haustür zu haben, das kein aufgeblähtes, schwerfälliges,  gigantisches und arrogantes Unternehmen ist, das an dem einzelnen kleinen Kunden kein wirkliches Interesse hat. Also dann bis hoffentlich in den nächsten vierzehn Tagen, wie versprochen, mit schnellem Internet … Herzlich, Eure Petra Kolossa.

… und sonst so?

Einen herzlichen Gruß zu Euch allen. Ich weiß, dass ich meine lieben Leser etwas länger warten ließ. Aber es hat sich im Hintergrund so Einiges getan und Ihr dürft Euch auf viel Lesevergnügen freuen.

Zum einen ist mein aktuelles Buch „Blog.Geschichten“ seit dem letzten Wochenende im Verlag und wartet darauf, in den Druck zu gehen. Es wird in physischer, wie auch in digitaler Form zu haben sein. Hach ja. Ich freue mich, dass es nun endlich fertig ist.

Und es wäre nicht so toll geworden, hätte ich nicht die riesengroße Unterstützung von meinen Erstlesern bekommen. Dieses facettenreiche Team, das ich an meiner Seite hatte, ist unschlagbar. Wirklich. Ich war begeistert zu erleben, wie ich aus den verschiedenen Sichtweisen und Emotionen betrachtet, den Texten den letzten Schliff geben konnte.

Auf diesem Wege lasst Euch herzlich drücken: Isabel Kolossa, Petra Nickel, Evelyn Störk, Willy Holger Wagner, Dirk „Tilo“ Schrader. – Und für die Buchcovergestaltung: Willy Holger Wagner.

Das Buchcover noch in der Entwicklung

Für das Cover dieser Buch-Serie – jaaaa, es wird eine Buchreihe – wählte ich Bildausschnitte aus meinen Kunstwerken der Werkgruppe „zerlesen“. Die einzelnen Geschichten in diesem Buch ergeben ein zusammengesetztes Ganzes und somit eine Symbiose zu diesen Werken.

Was gibt es noch zu erzählen? Ich entwarf fünf neue Designs in meinem Shop. Darüber erzähle ich Euch in den nächsten Tagen. Ihr könnt Euch freuen. Es sind wirklich stylische Produkte entstanden.

Aber schauen wir nicht so weit in die Zukunft.

Was gibt es morgen? Ich möchte Euch nicht auf die Folter spannen.

Mit Alfons Müller, Ihr konntet bereits zwei Beiträge von ihm lesen, schrieb ich eine Ping-Pong-Geschichte. Das heißt, ich schrieb den Beginn der Story, Alfons den Mittelteil und ich wiederum das Ende. Hach, das hat richtig Spaß gemacht. Also seid gespannt. Morgen zum Freitagabend dürft Ihr hier den ersten Teil zu „Alma“ lesen, am Samstag den zweiten und am Sonntag das Ende der Geschichte.

Und wir freuen uns natürlich schon heute riesig auf Euer Feedback. Also lasst uns Eure Gedanken hier im Kommentarfeld wissen.

Euch allen einen wunderbaren Donnerstag. Und denen, die heute Feiertag haben, einen schönen freien Tag.

Wir sehen uns morgen 🤗

Herzlich,

Eure Petra Klossa.

Nuels Geständnisse: Wie ich über einen Herzschmerz hinwegkam und mich in 10 Schritten neu erstellte

Diesen Beitrag habe ich für Euch aus dem Englisch ins Deutsch übersetzt. Viel Spaß beim Lesen. Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Foto: Astrid Gast

Liebe ist nichts für mich. Oder vielleicht sollte ich sagen, dass Beziehungen nichts für mich sind.

Wirklich, ich glaube nicht, dass jeder für Beziehungen geeignet ist. Das letzte Mal, als ich über Liebe sprach, ging es um meinen gescheiterten Beziehungsversuch. Ich verliebte mich jedoch schließlich, hatte aber mein Herz gebrochen. Und heute werde ich über meine Herzschmerz-Erfahrung sprechen.

Und hier ist meine Geschichte:

Marjorie (Name geändert) und ich waren seit zwei Jahren zusammen. Die Leute sagen: „Sei mit jemandem zusammen, der dich ergänzt“, aber ich glaube nicht an diese Philosophie. Ich denke, die Leute sollten mit jemandem zusammen sein, der einzigartig ist. Wenn Du beispielsweise eine sehr emotionale Person bist, solltest Du mit jemandem zusammen sein, der auch sehr emotional ist. Andernfalls fühlst Du Dich in der Beziehung betrogen. Wenn Du nerdig bist, entscheide Dich nicht nur für Schönheit. Gehe mit jemanden, der Wissen liebt, sonst werdet Ihr beide gelangweilt von widersprüchlichen (Diskussions-) Interessen sein.

Jetzt zurück zur Geschichte:

Marjorie war wie ich. Hinzu kam, dass sie sehr ansprechende körperliche Merkmale, ein Lächeln und eine Stimme hatte, die sogar Joseph Stalins Herz zum Schmelzen gebracht hätte. Was mich dazu brachte, sie umso mehr zu lieben. Ich sah meine ideale Frau in ihr. Wir hatten bereits vor, zu heiraten, bis dies geschah.

An einem schönen Samstagmorgen haben wir zusammen gekocht. Eigentlich kochte sie, während ich hinter ihr stand, sie an den Hüften hielt und all ihre Gesichtszüge mit meinen Händen erkundete. Als Mann mit schlechten kulinarischen Fähigkeiten war das die beste körperliche Unterstützung, die ich ihr geben konnte. Und ich weiß, dass du das auch genoss.

An diesem Abend machten wir einen Spaziergang entlang der ruhigen und dunklen Straße. Ich fühlte mich wie im Paradies: Es gab keinen Ort, an dem ich lieber gewesen wäre. Als wir zurückkamen, sahen wir uns ‚The Great Gatsby‘ an, bevor wir ins Bett gingen. Als ich im Nachhinein zurückblickte, wurde mir klar, warum sie diesen Film ausgewählt hatte. Die Nacht war heiß. Unsere Chemie von den Charts angeheizt. Alles war einfach perfekt, bis zwei Tage später … Bam!

Sie schrieb: „Ich kann das nicht mehr.“ Ich rief sie unzählige Male an und alles, was ich bekam, war die sexy automatisierte Stimme des Anrufbeantworters. Ich war verwirrt und fragte mich immer wieder: „Was ist passiert? Was habe ich falsch gemacht? Habe ich etwas Verrücktes gesagt? Ich fand alles perfekt. Was, Was, Was? Das „Was“ schien nicht zu enden und die Antworten kamen nicht.

Ich sprach mit ein paar ihrer Freunde und sie sagten mir, sie sei aus der Stadt gezogen, und mir wurde die Realität klar. Ich sagte: ‚Oh mein Gott. Warum hat sie es mir nicht gesagt? ‚ Ich war körperlich, geistig und emotional ausgelaugt. Ich habe eine Weile gebraucht, um über sie hinwegzukommen, aber ich bin wieder glücklich und möchte mitteilen, wie ich mein gebrochenes Herz geheilt und mein Leben wieder normalisiert habe, wenn nicht sogar noch besser. Nummer 7 ist sehr wichtig.

Ich weinte

Das erste was ich tat war weinen. Ich weiß, dass Du sagen wirst: „Aber das ist impulsiv.“ Ja, das stimmt, aber viele Menschen versuchen, diese Gefühlsausbrüche zu unterdrücken. Weinen Männer? Ich weiß es nicht. Aber ich habe meine Augen ausgeweint und es hat mir gut getan. Darin fand ich große Erleichterung. Hier ist, was Weinen für Dich tut. Es hilft Dir, Deine Emotionen zu regulieren, sich zu beruhigen und Stress abzubauen.

Die Wissenschaft hat bewiesen, dass das Vergießen emotionaler Tränen Oxytocin (Liebeshormon) und Endorphine (Glückshormon) freisetzt. Diese helfen Dir, emotionale Schmerzen zu reduzieren. Also, wenn Du Dich schrecklich verletzt fühlst, gieße Dein Herz in Tränen aus, so wie ich es tat. Halte sie nicht zurück.

Ich drückte meine Gefühle aus

Ich war von allem müde. Das Leben wurde geschmacklos. Und als ich Frauen sah, sagte ich: „Grrr!“ Du kennst diese Art von Emotion, die Frauen dazu bringt, zu sagen: „Alle Männer sind gleich“, als hätten sie jeden Mann auf dem Planeten gedatet. Das gleiche habe ich auch gefühlt.

Es gab Zeiten, in denen ich schrie, schimpfte, Dinge herumwarf (ohne etwas zu zerbrechen) und ohne Grund wütend wurde. Männer sind auch emotionale Wesen, also wundern Sie sich nicht. Für manche Menschen kann es intensiver sein, und wenn Du den Drang dazu hast, fühle Dich bitte frei. Dieser Ausdruck von Emotionen ist gut für Deine geistige Gesundheit. Es befreit Dein Herz von emotionaler Belastung.

Wenn Du Deine Gefühle ausdrückst, kannst Du etwas Dampf ablassen, Dich ein wenig beruhigen und Stress abbauen: Du hast bereits Probleme, Dich mit der Realität Deiner zusammengebrochenen Beziehung auseinanderzusetzen, und möchtest nicht, dass Dein ganzes Leben damit zusammenbricht. Also stopfe Dich nicht damit voll. Setze einfach den Regen in Brand, wie es Adele getan hat.

Und fürs Protokoll: Nicht alle Männer sind gleich. Du kannst mich ausprobieren. *zwinker.

Ich habe mit einem Vertrauen gesprochen

Egal, ob Du wegen einer gescheiterten Beziehung trauerst, oder Dich wegen etwas anderem verletzt fühlst, Du brauchst einen Vertrauten, mit dem Du sprechen kannst. Jeder braucht jemanden, mit dem er sprechen kann: jemanden, mit dem Du Dich wohl fühlst, und vor allem jemanden, der Dir nur zuhört. In meinem Fall sprach ich mit meinem Freund, er war nicht der beste Zuhörer, aber er war gut dafür, meinen Mumpitz zu hören.

Kommunikation ist der Schlüssel in den frühen Phasen nach der Trennung. Sei nicht nur wütend und enttäuscht und sperre dich ein. Wenn Du mit einem Freund, einer Familie oder einem Berater über die Schmerzen sprichst, die Du durchmachst, kannst Du Dein schmerzendes Herz befreien und Deine Schultern entlasten.

Ich habe ein neues Hobby

Mit meiner Ex-Freundin zusammen zu sein, war mein Lieblingshobby. Und mein zweiter Favorit war das Chatten mit ihr. Du siehst, ich war von ihr umgeben, auch wenn sie nicht da war. Als sie ging, brauchte ich einen Ersatz (eigentlich zwei). Lesen und Schreiben spielten eine Rolle bei der Heilung meines verletzten Herzens und bei der Überwindung von Depressionen.

Warst du ein Bücherwurm oder liebst du das Malen? Hast Du gerne gesurft, Filme geschaut oder bist Du gern gereist? Hast Du das für deinen Ex geopfert? Jetzt ist wahrscheinlich die Zeit, zu Deiner alten Liebe zurückzukehren. Du kannst sie durch etwas ersetzen, das Du gerne getan hast. Wenn Du immer daran gedacht hast, etwas Neues auszuprobieren, nutze diese Gelegenheit.

Stürze Dich nicht in eine neue Beziehung

Es könnte verlockend sein, sich sofort mit einer anderen Person zu treffen, von der Sie sich angezogen fühlen: Sozusagen wieder mit jemandem zusammen zu sein, um eine schlechte Trennung zu überwinden. Nein! Es ist zu früh. Du brauchst eine Auszeit. Du wirst bald feststellen, dass Du das tust, um zu Deinem Ex zurückzukehren, und Du wirst Dich dabei schrecklich fühlen.

Ich habe relativ schnell versucht, mich mit ein paar anderen Damen zu treffen, aber es stellte sich heraus, dass ich mich selbs immer mehr verletzt habe. Der Sex war langweilig. Die Dates erinnerten mich nur an meine Ex. Ich wusste, dass ich noch nicht bereit war für eine neue Beziehung.

Lass diese Phase vergehen. Denke nach und Du wirst es merken, ob Du einen neuen Herzensbrecher brauchst, damit Du Dich besser fühlen wirst

Lesen Sie: Nuel’s Geständnisse: Liebe auf den ersten Blick Mythos entlarvt.

Beginne ein neues Projekt

Wenn Du sagst, dass Liebe blind mach, bedeutet dies nicht nur, dass Du die nicht so guten Eigenschaften Deines Liebhabers nicht bemerkt hast, sondern manchmal auch, dass Du manche wertschöpfende Aktivitäten und Gelegenheiten nicht genutzt hast, die für Dich von großem Nutzen sein könnten. Starte ein neues Projekt. Kaufe einen neuen Kurs. Erwirb eine neue Fähigkeit. Lerne etwas Neues oder arbeite ehrenamtlich. Wie gesagt, ich fing an zu schreiben.

Viele Menschen haben Herzschmerz erlebt und basierend auf ihren Erfahrungen großartige Romane, Lieder oder Gedichte geschrieben. Nutze Deine einstige Romantik-Erfahrung oder Deine aktuellen Verletzungsgefühle. Ich persönlich denke, Adele hat einige wirklich herzzerreißende Trennungen durchgemacht, und die kraftvollen und emotionalen Songs, die wir von ihr genießen, sind ihre Erfahrungen.

Denke über Deine jüngsten Erfahrungen nach

Während ich gezwungen wurde zu sagen, dass meine Ex tief im Inneren eine blöde Kuh war, weiß ich, dass sie keine schreckliche Person war. Vielleicht war ich das Problem. Niemand möchte Verantwortung für eine gescheiterte Beziehung übernehmen, aber brutal ehrlich zu sich selbst zu sein, kann Dir viel Gutes tun.

Schau nach innen und denke nach. Manchmal hilft es, sich selbst mit den Augen anderer zu betrachten. Versuche, die Perspektive anderer Menschen auf Dein Verhalten zu lenken. Vielleicht hat Dein Ex es satt, sich mit Deinen Exzessen abzufinden: Das heißt nicht, dass Du eine schreckliche Person bist. Du musst nur einige notwendige Änderungen vornehmen. Versuche, einige toxische Verhaltensweisen zu regulieren.

Während es Verhaltensweisen gibt, die in unsere DNAs eingeprägt sind, gibt es einige, an denen wir arbeiten können. Sie sind vielleicht hitzig, stolz, ein Perfektionist oder zu anhänglich oder fordernd. Dies ist die Zeit, um die beste Version von Dir zu erstellen. Das Lernen, diese einzudämmen, könnte der Silberstreifen des Herzschmerzes sein.

Gehe nicht über die gescheiterte Beziehung hinweg. Erstelle stattdessen ein neues Du, auf das Du stolz sein wirst.

Nimm Dir Zeit für alles

Vielleicht ist ein Urlaub oder eine Veränderung der Umgebung das, was Du brauchst, um wieder gesund zu werden. Wenn Du Dich an einem Ort ohne Ablenkungen befindest, kannst Du Dich auf Dein Leben und Dein nächste Vorgehen konzentrieren.

Neue Gesichter zu sehen und sich mit einer neuen Aura zu umgeben, ist auch für Deinen Geist gesund. Wenn Du Dir keinen Urlaub leisten kannst, kann das Entspannen im Park oder an einem Ort, an dem Du in engem Kontakt mit der Natur stehst, Deinen Geist von diesen deprimierenden Gedanken und Emotionen entgiften.

Verbringe mehr Zeit mit Freunden

Dein Herz ist gebrochen. Du hasst jedes andere Mitglied des anderen Geschlechts und Du möchtest Dich nur noch schmollend oder betäubend ins Bett verkriechen. Aber wird das helfen? Das glaube ich nicht.

Allein zu sein ist gut, aber je mehr Zeit Du alleine verbringst, desto länger wird es dauern, Dich von dieser früheren verletzenden Erfahrung zu lösen. Es ist Zeit weiterzugehen. Mit Freunden abzuhängen. Denke an Verabredungen und Kurzurlaube mit Deinen Freunden, zögere nicht. Mit Freunden zu trinken ist besser, als einsam betrunken zu sein.

Stelle neue Verbindungen her

Sozialisieren. Treten Sie Facebook-Gruppen bei: Damit meine ich keine Herzschmerzgruppen. Ich meine Gruppen mit Themen Deiner neuen Interessen. Persönlich mag ich WhatsApp-Gruppen nicht, aber sie könnten gut für Dich sein, da Du möglicherweise Updates zu Themen erhältst, die Dich interessieren.

Und wenn Du nicht auf LinkedIn bist, solltest Du dort ein Konto einrichten. Du kannst Dich dort mit Fachleuten in Verbindung setzen, die mehr über Deine neuen Fähigkeiten, Dein neues Projekt oder Dein neues Interesse wissen. Dort zu sein könnte auch ein Sprungbrett für einen neuen Job oder eine neue Geschäftsmöglichkeit sein.

Und verbinden Sie sich mit mir auf LinkedIn. Ich würde mich freuen, Sie kennenzulernen.

Abschließend:

Dein Fall ist möglicherweise keine Beziehung. Es könnte die eine oder andere Form der Enttäuschung sein oder Du könntest mit Depressionen kämpfen. Das Anwenden aller oder einiger dieser Punkte kann Deinen Heilungs- und Genesungsprozess erleichtern. Ich rate Dir auch, heute mit jemandem zu sprechen.

Vielleicht finden Sie auch meinen Artikel über das Auffinden Ihres Zwecks aufschlussreich

Erzähle von Deiner Geschichte, wie Du nach einer herzzerreißenden Situation oder Depression weitergegangen bist. Wir würden gerne lernen. Lasse mich auch Deine Einwände und Vorschläge im Kommentarbereich wissen.

Und vergiss nicht, Dich anzumelden, damit Du keinen unserer kommenden Beiträge verpasst. Wir haben tolle Beiträge für Dich. Sei auf der Hut.

Yours Nuelzy-pen