Einmeterfünfzig!

„Ahh, unsere Begegnungsstühle!“, denke ich und schaue mir die Fotos auf meinem Smartphone an, die ich nach dem Aufbau unserer letzten Ausstellung im Rathaus Deggenhausertal machte. Eine Idee, einst geboren von der Schweizer Künstlerin Stefanie Seiler-Saste. In unserer Künstlergruppe „seeArt“ griffen wir den Grundgedanken auf. Wir Künstler/innen haben alle einen oder mehrere solcher Begegnunsstühle gefertigt. In jeder Ausstellung, bei jeder Aktion, wo wir sind, sind auch unsere Begegnungsstühle dabei. Künstlerisch gestaltete Stühle laden ein, sich niederzulassen, sich zu setzen, sich kennenzulernen, zu kommunizieren, zu lachen, sich näher, einfach ins Gespräch zu kommen …

Auf unseren Ausstellungen wurden die Stühle gerne belegt. Die Menschen rückten zusammen, ruhten sich auf diesen aus, diskutierten und genossen die Zeit.

Nun, bei unserer aktuellen Ausstellung, die wir Mitte Oktober sang- und klanglos ohne Besucher und ohne Vernissage eröffneten, stehen nur drei dieser Stühle und ein Tisch. Für mehr war nicht Platz. Der Abstand zwischen den Stühlen von mindestens 1,50 Metern musste eingehalten werden. So die momentane „Covid19-Vorschrift“.

Ein Paradoxon. Die Begegnungsstühle mutierten zu Distanzstühlen. – Sagten wir noch vor dem März dieses Jahres: „Kommen Sie näher. Setzen Sie sich zu uns!“ Denken heute die meisten Menschen: „Halten Sie Abstand! Kommen Sie mir nicht zu nah!“

Es ist mir klar, dass auf diesen Stühlen keiner Platz nehmen und schon gar nicht mit einer anderen Person mit der Maske im Gesicht laut über diesen Abstand auf der Chefetage sich eine Unterhaltung zuwerfen wird.

Unsere nun bereits dritte Ausstellung in dem Rathaus ist eine reine Sympathie-Kunstschau. Ich war etliche Male dort in den letzten Tagen und sah mir die Situation vor Ort an. Ich traf einen einzigen Touristen, der eine Radfahrerkarte wünschte. Die Gänge sind leer. Die Menschen vermeiden Wege, die aus ihrer Sicht nicht sein müssen. Viele Dinge lassen sich online oder auch am Telefon erledigen. Nun, und der Bürgermeister scheint ebenso zwischen den Stühlen zu stehen. Kann er im Gemeindeblatt oder der Webseite des Rathauses die Bewohner dazu aufrufen, ihre Wohnung zu verlassen und sich auf die Strümpfe zum Rathaus zu machen? Es scheint, er kann es nicht. Ein Weg zum Rathaus muss einen triftigen Grund haben, die eigenen vier Wände zu verlassen. 

Und eine Kunstausstellung ist es wahrscheinlich für die meisten Menschen nicht, das Rathaus aufzusuchen. Und so sind unsere einstigen Begegnunsstühle reine Dekoration, wie auch die Werke unserer Künstler, die noch bis Anfang Januar 2021 dort zu bestaunen sind. Nach dem Aufbau unserer Ausstellung machte ich ein kleines Video. Ihr findet es auf meinem YouTube-Kanal. Hier ist der —->>> Link zu dem Video. Klickt es einfach an. Wenn Ihr meinen Kanal besuchen wollt,  findet Ihr diesen unter www.youtube.com/petrakolossa.

Wer in der Nähe des Deggenhausertals ist, packt Eure Maske ein, schaut einfach mal auf der Rathausstraße 1, in Wittenhofen im Rathaus vorbei. (Tippt in die Navigation Schulstraße 1 ein.) Schaut aber bitte zuvor hier in die Öffnungszeiten.

Mein Wesen kämpft gegen diese aufgesetzte Distanz. Wenn ich in größeren Abständen den Weg zum Supermarkt unternehme, bemerke ich jedes mal ein gesteigertes Distanzverhalten. Die derzeitige Corona-Situation verändert die Menschen.

Man sagt: Alles, was ich dreißig Tage immer wieder tue, höre, sage, lebe … verfestigt sich im Unterbewusstsein. Kurz gesagt, es brennt sich in unsere Festplatte ein. Nun, und wenn das Ganze zur Sicherheit noch ein paar Monate länger trainiert wird, ist es schwierig, mal eben so einen Sprung in das Einst zu tun. Es wird nicht mehr so sein, wie es einmal war! Und ich bin so verdammt froh, vor zwanzig Jahren den Stecker des Fernsehgerätes gezogen zu haben …

Passt auf Euch auf!

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

o. T. – ohne Titel

Ihr schaltet das Radio ein.

Nichts. Keine Musik. Kein gesprochenes Wort. Kein Text. Nichts.

Ihr kauf Euch eine Zeitschrift. Nichts. Weiße Blätter. Keine Fotografie, keine Beiträge. Nichts.

Ihr geht in den Supermarkt. Stille. Keine Hintergrundmusik. Nichts.

Ihr seid im Auto unterwegs und schaltet gewohnheitsgemäß Euer Radio ein. Nichts. Stille. Keine Musik, keine Worte. Nichts.

Ihr greift nach einem Buch. Nichts. Leere Seiten …

Ihr schaltet Euer Fernsehgerät ein. Nichts. Keine Filme, keine Konzerte, keine Serien … Nichts.

Ihr weicht zu Netflix, Spotify & Co. … aus. Nichts lässt sich streamen …

Keine Galerien, keine Bilder, keine Skulpturen … kein Theater, kein Kino, keine Bücher, keine Konzerte, keine Zeitschriften, kein TV … Nichts …

Ohne Kunst und Kultur wird es still!

Als systemunrelevant werden Kunst und Kultur beiseite geschoben, als Normalität hingenommen. Weil sie eh schon immer viel gaben und wenig nahmen, schickt man diese nun auf den erniedrigenden Weg zum Sozialamt. Diese Menschen haben keinerlei Schuld an diesen politischen Entscheidungen des lockdowns! Diese Künstler/innen und Kulturschaffenden sind meistens Freiberufler oder zum Teil unter Zeitarbeitsverträgen. Hier gibt es kein Kurzarbeitergeld. Die Hilfe vom Staat gewährt ihnen keine soziale Absicherung. Sie können von dieser Hilfe Betriebsausgaben bezahlen, also Geschäftsräume, betriebliche Kredite usw., aber kein Brötchen beim Bäcker. Sie werden auf Nachfragen zum Sozialamt geschickt. Dort müssen sie sich „nackt machen“, um Hilfe zu bekommen.

Werden Kurzarbeitergelder abhängig von der finanziellen Situation des Arbeitnehmers gezahlt? Nein. Sicher nicht. Künstler und Kulturschaffende werden ins soziale Aus geschoben. Und das ohne ihr eigenes Verschulden. Diese Branche hat Hygienekonzepte vom Feinsten erstellt und in die Umsetzung investiert … Es gibt keinerlei Nachweise, dass von dort irgendwelche gesundheitsschädlichen Übertragungen geschehen sind. Ich will es hier nicht weiter ausführen. Ihr werdet all die Dinge selbst bereits verfolgt, gelesen, gehört oder gesehen haben.

Heute bekam ich einen Aufruf der Münchener Philharmoniker, des Sinfonieorchester des Bayrischen Rundfunks, der Bayrischen Staatsoper … und vielen anderen mehr für eine Aktion geschickt

für den Montag, den 02. November 2020, 20:00 Uhr.

„Wir haben folgende Aktion geplant.
Leite es gerne an jeden Kulturschaffenden weiter. Je mehr mitmachen, desto lauter wird die Stille.

Ohne Kunst wirds still.

Um unserem Unmut über den Umgang mit Kunst und Kultur Ausdruck zu verleihen, werden wir am Montag, den 02.11.2020 um 20 Uhr Videos, Livestreams und Beiträge unter dem Hashtag #SangUndKlanglos auf allen verfügbaren Medien veröffentlichen, die individuell dargestellt Stille zeigen. Von den großen Kulturinstitutionen bis zum einzelnen Künstler sind alle herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

„Alarmstufe Rot“ wird uns dabei unterstützen.

„Wir, die Münchner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bayrische Staatsoper und viele andere Orchester werden beispielsweise zum Konzert auftreten, aber nichts spielen. Und nach ca. 20 Minuten Stille wieder abtreten.
Seid gerne kreativ. Ob Livestream aus dem Proberaum, Wohnzimmer… oder nur ein Stillleben (Notenständer, Staffelei, Ballettschuhe…..).“

Alle die in der Kunst und Kultur involvierten Menschen und Sympathisanten rufe ich hiermit auf: Seid dabei, zeigt laut Eure Stille. Nehmt es nicht einfach als gegeben hin und glaubt nicht, es sei nutzlos und ergebe keinen Sinn.  Jeder Tropfen höhlt den Stein!

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Mit den Ohren sehen

Ich höre, wie sich mein Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung eine Zigarette anzündet, den Qualm entspannt ausatmet. Und ich weiß, er ist nun bereit, mir zuzuhören. Ich kann das Interview führen und meine Konzentration auf den Inhalt des Gespräches lenken.

Ich höre, wie in dem Raum hin- und hergegangen wird. Wie Gegenstände geräumt werden, wie Wasser in ein Gefäß gelassen wird. In meine Ohren bohrt sich das Geräusch einer Kaffeemaschine. Ich muss ein weiteres Mal eine Frage wiederholen. Meiner Gesprächspartnerin ist das unangenehm und sie will das Interview beenden. Es kostet mich viel Empathie, ruhige Worte und Geduld. Ich höre, wie sie sich setzt und ich kann fühlen, wie sie an ihrem Kaffee nippt und sich entspannt. Nun kann ich beginnen, ernsthaft zu arbeiten.

In meine Ohren bohren sich schmerzhaft die Geräusche eines Kochprozesses. Der Kochtopf knallt auf den Herd, das Wasser kocht, in der Pfanne wird gerührt, das Fett spritzt mit kurzen, hellen, harten und scharfen Klängen, der Löffel wird laut beiseite gelegt. Zwischendurch bekommt „Alexa“ immer wieder ihre Befehle. Meine Gesprächsteilnehmerin möchte mit mir sprechen. Für sie ist diese Multitasting-Situation völlig normal. Mich kostet es unendlich große Kraft, diese Unmengen an lauten Nebengeräuschen mit den wichtigen Inhalten des Gespräches in meinem Kopf zu verarbeiten.

Gestern traf ich auf eine junge Frau. Sie nahm mich mit in die Straßenbahn. Wir stiegen drei mal um und wir kamen gemeinsam in der Universität an. Da die Durchsagen der Straßenbahnlautsprecher auch durch meine Kopfhörer drangen, weiß ich, dass sie in meiner Geburtsstadt unterwegs war und ich wusste genau, an welcher Haltestelle sie die Bahn wechselte. In der Uni waren gefühlt tausend Menschen und mein Kopf schien zu platzen. Meine Gesprächspartnerin war eine Chinesin. Ich sprach sehr langsam und akzentuiert. Sie verstand gut. Es war ein sehr interessantes und gutes Interview. Als ich es beendete, war ich völlig erschöpft. Mein Gehirn hatte die gesamte Zeit zu selektieren, die inhaltlichen Aspekte von den Nebengeräuschen in den Straßenbahen. Von den dortigen Gesprächen der anderen Menschen, die Durchsagen aus den Lautsprechern, den Windgeräuschen auf der Straße, den vorbeifahrenden Autos und so weiter und so weiter. In der Universität hallte mir eine Lärmkulisse in die Ohren, die mich fast zum Abbruch des Gespräches brachte, weil ich kaum noch die Konzentration und die Kraft dafür aufbringen konnte.

Willkommen in der neuen Welt!

Das sollen nur einige Beispiele sein. Was ich jetzt unter den Kopfhörern tue, tat ich viele Jahre lang bis Anfang März face to face, also in persönlichen Gesprächen. Ich sah meinen Gesprächspartnern in die Augen, nahm ihre Mimik und Gestik wahr. Und genauso war es auch umgekehrt. Mein Gegenüber sah mich und konnte sich seine Meinung von mir bilden. Es waren Gespräche auf Augenhöhe, Interviews, die eine Stunde Zeit oder mehr in Anspruch nahmen.

Die globale Situation unter Covid19 hat viele Dinge in unserem Leben verändert. So auch in etlichen Berufen. Die Kunst- und Kulturbranche liegt lahm. Ein Aufenthalt beim Friseur zum Beispiel ist zur Zeit eher eine praktische Angelegenheit als ein entspannendes Erlebnis. Auch in diesem Job, den ich tue, wurde eine praktikable Lösung gefunden. Wir können aus verständlichen Gründen unsere Arbeit voraussichtlich noch eine lange Zeit nicht wie gewohnt tun.

Um die Projekte und Studien nicht komplett einzustampfen, wurde nach einer Lösung gesucht. Und ich, wie auch meine Kollegen, die diese Arbeit seit vielen Jahren freiberuflich tun, sind froh, ihren Job, wenn auch in veränderter Form ausüben zu können. Nämlich am Telefon.

Ich sitze unter meinen Kopfhörern und höre in mein Gegenüber hinein. Ich höre eine Stimme, ich höre ein Atmen, ich höre das Umfeld und die Bewegung und ich sehe mit meinen Ohren einen Menschen. Ich begegne Jedem mit der gleichen Freundlichkeit. Und ich vertraue mit jedem Anruf mit gleichem Vorschussbonus.

In den letzten Wochen hatte ich sehr viele wirklich gute Gespräche. Ich traf auf fantastische Menschen und meine Arbeit erfüllte mich in diesen Momenten.

Nun, es ist aber auch eine bittere Erkenntnis: Menschen, die mir nicht ins Gesicht sehen können, die mich nicht in meiner Persönlichkeit wahrnehmen, sehen mich als Neutrum. Und ihnen wiederum ist bewusst, dass ich es ebenso nicht kann. Und es bedarf ein dickes Fell, sich die vielen entgleisten Anfeindungen abzuschütteln. Dabei spielt es keine Rolle, ob mein Gegenüber weiblich, männlich oder, oder … ist. Auch das ist eine Erfahrung, die ich lieber nicht gemacht hätte. Ein „Halt die Fresse!“ zum Beispiel schleuderte mir eine Frau genauso entgegen wie ein Mann, ebenso eine knabenhafte Stimme oder ein kindhaftes Mädchen. Von weiteren Entgleisungen will ich hier nicht berichten. – Es ist für mich schmerzhaft, bewusst wahrzunehmen, in welch einer veränderten Welt wir leben. Vielleicht gab es diese schon immer und ich habe das nie so bewusst wahrgenommen, weil ich fast nie in meinem Leben auf derartige Reaktionen von Menschen traf.

Ich bringe Verständnis für die Menschen auf, die meinen Anruf entgegennehmen. Ich weiß, dass sehr viele Leute Dank der ausführlichen Berichterstattungen unserer Medien, insbesondere der negativen Beispiele in unserem Leben, jeden Anrufer als Schuft verdammen, der nicht in ihr Raster passt. Nur ist nicht jeder Autofahrer ein Falschfahrer, jeder Handwerker automatisch ein Wohnungsdieb, jeder Polizist ein falscher … 

Ich wünsche mir nur etwas Achtung und Respekt vor dem Tun und der Arbeit des anderen. Wenn Ihr wieder einmal einen Anruf von einer Person bekommt, die Ihr noch nicht kennt: Hört ihr doch einfach nur zu. Sie wird Euch in den ersten sechzig Skunden erklären, worum es geht und Eure Fragen beantworten.

Denkt bitte einfach daran, dass die  Kommunikation im Augenblick andere Wege geht. Es lässt sich nicht umgehen.

Ich freue mich sehr über Eure Meinung. Schreibt sie einfach unten in das Kommentarfeld. Vielen lieben Dank.

Herzlich,

Eure Petra Kolossa

An alle fantastischen Mütter dieser Welt

… alles Liebe zum Muttertag.

Meine Tochter schrieb für ihre Tochter diesen tief ins Herz gehenden Song. Als ich die endgültige Fassung hörte, wollte mich die Gänsehaut nicht verlassen. Ein Text der alles sagt, was wir Mütter im Inneren tragen und fühlen.

Deshalb möchte ich heute nicht viele Worte verlieren und stattdessen meine Isabel mit ihrer Combo janisa-music sprechen lassen. Lehnt Euch zurück und genießt diesen musikalischen Leckerbissen.

janisa-music

Ich möchte noch erwähnen, dass dieses Video zu „Dein Herz“ unter ganz besonderen Umständen entstand. Geschuldet der momentan geforderderten Distanz in der Corona-Zeit sind besondere Ideen gefragt, um ein solches Zusammenspiel, wie in diesem Clip, überhaupt zu ermöglichen. – Auch das ist ein Zeitzeugnis 2020.

Ich bin wahnsinnig stolz auf mein Kind. Eine Mama, die mit ihrem Herzen immer bei ihr weilt.

Einen fantastischen Mutterag, einen schönen Sonntag

wünscht Euch von Herzen,

Eure Petra Kolossa.

💕☀️

Nur Zeit gewinnen

Nun bin ich in den Keller getrabt und habe meinen alten Brotback-Automaten hervorgekramt. Zwei Tüten von diesen Brotbackmischungen sind auch noch da.

Ich glotze das Teil an und überlege, wie das war mit den Programmen. In irgendeiner Schublade meines Gehirns ist es noch abgespeichert. Super! Ich muss also nicht die Anleitung studieren.

Alles hinein in den Behälter: Wasser, Mehl, etwas Hefe … aha, Hefe … alles gut, ist auch noch da. Ein paar Löffel Saaten. Programm wählen … Nun, es dauert ein paar Stunden. Aber möge es bitte backen.

Das Lesezeichenbändchen liegt in meinem Kalender noch genau an der Stelle, an dem ich zwangsweise mit meiner Arbeit aufhören musste. An dem Tag, an dem ich um 17 Uhr auf meinem Smartphone die E-Mail mit der Order las, sofort alle Aktivitäten zum Schutz der Klienten und zu meinem eigenen Schutz einzustellen. Es war der 16. März 2020, also vor sechs Wochen.

Seit dem durchströmen mich Gefühle aller Facetten. Ich beobachte das globale Geschehen sehr genau. Aber das soll nicht Thema des heutigen Blogs sein. Kommen wir zu diesem Brotbackautomaten zurück. Warum habe ich das Ding nach so langer Zeit wieder aktiviert? Mit diesem habe ich viele, viele Brote gebacken. Er knetete und produzierte jahrelang. So lange, bis mir dieser typische Geschmack zum Hals heraushing. Das war vor fünf oder sechs Jahren.

Ich kaufte seit dem die Brote wieder beim Bäcker. Und das war gut so. Irgendwie wurde ich nach einiger Zeit von den freundlichen Bäckereiverkäuferinnen willkommen geheißen. Man schwatzte ein paar Worte, manchmal ein paar mehr. Ich kannte bald die Geschichten, die hinter den Frauen stehen. Es war immer ein netter Weg, noch fix zum Bäcker zu gehen.

Seit ein paar Wochen sind die Bäckerstände hinter durchsichtigen Kunststoffverkleiungen abgeschirmt. Ein kleines Loch ermöglicht es, Geld entgegenzunehmen und die Tüte mit dem Backgut zu reichen. Man muss laut sprechen, damit es die jungen Frauen, die dahinter stehen verstehen können. Ich kenne sie nicht. Sie sind neu. Mechanisch nehmen sie die Bestellung aus dem abgespeckten Sortiment entgegen. Mich schauen unbeteiligte dunkle Augen an, ummantelt von angeklebten Wimpern, die ihre Augenbrauen kitzeln. Mit langen spitzen zart-rosa Fingernägeln wird die Tüte befüllt und mit flachen Fingerkuppen auf die digitale Kasse getippt. Ich bezahle, erhalte das Rückgelt, bekomme die Tüte und gehe.

Meine nächsten Brote kaufte ich im Supermarkt. Eine logische Konsequenz. Meine Aufträge und damit der größte Teil meines Einkommens sind komplett weggebrochen. Der Bäcker ist nur noch eine Ausgabestelle. Und ich bin nicht bereit, dieses wahrscheinlich bessere, aber teure Brot auf diese Weise an der Theke abzuholen. Es ist die Katze, die sich in den Schwanz beißt. Die Leute werden weniger Geld haben. Der Bäcker will auch überleben und tut ganz sicher sein Bestes dafür.

PS: Diesen fantastischen Einkaufsbeutel in einem meiner „Caligari“-Designs und drei verschiedenen Größen gibt es hier. Bitte einfach auf diesen Text klicken. (Meiner lieben Freundin Petra herzlichen Dank für das Foto.)

In der vergangenen Woche war ich wieder im Supermarkt. Es war bis dahin so, dass durch die Abstandsregelung und alle Vorsichtsmaßnahmen das Einkaufsvergnügen auf ein Minimum geschrumpft war. Aber die Kunden und das Personal machten das Beste daraus. Es gab immer noch ein nettes Gespräch, einen sympathischen Zuruf, ein Lächeln hier und da, auch wenn es meistens ein süß-saures war.

Jedoch am letzten Freitag war für mich die Atmosphäre dort erstickend. Etwa die Hälfte der Kunden und des Personals liefen mit einer ab dem darauffolgenden Montag zur Pflicht erkorenen Gesichtsmaske herum. Diese Menschen kümmerten sich ausschließlich nur um ihren Einkauf. Sie gingen schweigend durch die Gänge. Es herrschte eine ungewöhnliche Stille in dem Markt. Ich kann keine Gesichtszüge erkennen. Ich versuchte einige Augenpaare einzufangen. Aber diese schauten keinen Menschen an. Diese Figuren mit den Masken im Gesicht gingen fokussiert, um die gewünschten Produkte einzusammeln und diese in ihre heiligen vier Wände zu transportieren.

Das Brot ist aufgebraucht. Gestern entnahm ich bereits welches dem Gefrierschrank. Ich müsste heute gehen. Aber ich kann nicht. Mir gruselt vor dieser Situation. Alle Menschen im Supermarkt werden so herumlaufen. Und auch ich. Es ist wie ein schlechter Science-Fiction-Film, der vor meinen Augen abspult.

Ich weiß, in den nächsten ein oder zwei Tagen werde ich mir solch ein Stoff ins Gesicht ziehen und wie alle anderen auch, meine im Haushalt fehlenden Dinge einsammeln. Mein heutiges Tun ist nur, etwas Zeit zu gewinnen.

Eine andere Option: Online einkaufen. – Aber das ist ein anderes Thema.

Der Duft von frisch gebackenem Brot zieht bereits durch die Wohnung. In etwa zwei Stunden wird mein Brot fertig sein …

Euch wünsche ich einen schönen Dienstag und bin ganz neugierig zu lesen, wie Ihr emotional mit der momentanen Situation umgeht. Schreibt es einfach unten in das Kommentarfeld.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Reißleine ziehen

Wie immer sind außergewöhnliche politische Situationen Spielfeld für die spitzen Zungen der Satire. Und selbstverständlich gibt es auch kein Abtauchen für Corona.

So las ich folgendes:

„Sage mal, wie lange bist du schon zu Hause?“, fragt sie ihre Freundin. „Seit 4,5 Kilogramm.“, antwortet sie.

Mir lag das Grinsen im Gesicht. Es ist tatsächlich so. Wir bewegen uns zur Zeit viel zu wenig. Ich weiß nicht, wie es Euch ergeht. Aber meine Motivation, irgendwelche alternativen Übungen auf dem Fußboden, dem bereitgestellten Stuhl, oder an der Wand zu machen, neigt sich gegen Null. Mir fehlt dieser gesunde tägliche Stress tatsächlich.

Und ich kann es nicht leugnen. Als ich heute auf die Waage stieg … Boah! Der kritische Punkt ist erreicht. 🙈  Ich muss die Reißleine ziehen. Jetzt und sofort!

Somit beschloss ich, einen Obsttag einzulegen. Nicht irgendwann, sondern heute.

Auf diese Weise sende ich meinem Geist und Körper ein Signal, dass der Hase ab jetzt anders herum läuft.

Heute Morgen stimmte ich mich darauf ein.  Ich bin mir ganz sicher, das können wir Frauen besonders gut. Ihr wisst, was ich meine?

Richtig: Extrem lange Zeit im Bad mit allem Drum und Dran. Selbstverwöhnprogramm vom Feinsten. Hach, das war so schön …

Werbung in eigener Sache:

Diese fantastische Badematte in einem meiner Designs findet Ihr in meinem Shop. Klickt dazu bitte einfach hier:

Nun bin ich wirklich neugierig. Schreibt mir doch einfach, wie es Euch derzeit ergeht. Was tut Ihr, um fit zu bleiben? Habt auch Ihr derartige „Diskussionen“ mit Eurer Waage? Oder vielleicht steigt Ihr dort gar nicht erst drauf? …

Aber für heute nun genug! Herzlich-sonnige Grüße in Euren Frühlingstag schickt

Eure Petra Kolossa.

PS: Und wer es von Euch noch nicht getan hat: Abonniert einfach meinen Blog. So verpasst Ihr keinen Beitrag.

Knallbunt

In meinem letzten Blog schrieb ich davon, wie sehr es mich in die Farben zog und ich den Drang hatte etwas Knallbuntes zu gestalen.

Die momentane globale Situation mit all ihren Einschränkungen und den daraus resultierenden diversen Maßnahmen ließen in mir diesen Ruf nach Lebendigkeit, nach all dem Positiven, das unserem Geist, unserem Herz, unserer Seele gut tuen, aufflammen.

Diesen Gedanken nahm ich mit in unsere Künstlergruppe seeArt. Auf unseren Seiten auf Instagram und Facebook werden wir Die Werke, die in diesem Zusammenhang entstehen,vorstellen. Künstler waren in jeder krisengeschüttelten Zeit eine positive, aufrüttelnde und energiegebende Kraft.

Mögen kraftvolle Farben dazu beitragen, Mut und Kraft für unsere Zukunft – für uns Menschen auf der ganzen Welt zu geben.

Von Herzen,

Eure Petra Kolossa.

Schrei nach Knallbunt

Ostern 2020 – Die Sonne strahlt. Die Natur steht in voller Pracht. Ich habe lange geschlafen. Mein Lieblingssender gibt alles, seine Hörer bei guter Laune zu halten. Ich werde die Morgen-News wahrnehmen. Und bald wird mir alles auf den Keks gehen und ich schalte wieder auf eine meiner Playlisten.

Ostermontag 2020 – Draußen ist alles ruhig. Keine Osterspaziergänger, keine lachenden Kinder, keine Wandergruppen, keine Radfahrer, keine Gläubigen auf dem Weg in die nahe Kirche. – Der Verkehrsfunk meldet: Keine Staus und wünscht eine gute Fahrt. Ich muss grinsen und denke: Wer soll da draußen wohl solch einen Stau verursachen? Es ist alles so verrückt.

Ursache und Wirkung. Ganz nüchtern betrachtet nur eine Dialektik. Das Wesen Mensch hat das Privileg zu denken, zum Glück. Und er darf das, was ihn frequentiert hinterfragen. Und er darf auf die Nuancen zwischen den ihm als absolut und wahr suggerierten Dingen aus den vielfältigsten Informationswegen feinfühlig achten. Schaut genau hin, seid wachsam.

Ostermontag 2020 – ein strahlender sonniger Feiertag. Ich wische die nächtlichen Spuren der sandigen Pfoten meiner „Kätz“ vom Scheibtisch, schaue auf meine Staffelei, die Farben und Pinsel. In mir kommt ein Schrei nach Knallbunt auf. Ganz gleich, was es sein wird. Ich muss in die Farben greifen. Bunt ist gut und positiv für unseren Geist, für unser Herz, für uns als Wesen Mensch.

Ich stürze mich ins Knallbunt. Wie wird Euer Tag heute sein? Erzählt mir von Eurem Osterfeiertag 🌱🌷☀️

Herzlich, Eure Petra Kolossa

Häusliche Gewalt: Was kann getan werden, um diese Bedrohung zu stoppen?

Diesen interessanten Beitrag habe ich für Euch in die deutsche Sprache übersetzt. Nuel spricht hier ein sehr sensibles Thema an und wünscht sich, mit Euch ins Gespräch zu kommen.
Herzlich, Eure Petra Kolossa.

A crying lady sitting on the floor close to a white bed.
Image source: Unsplash

Vor ein paar Tagen schrieb ich über die Faktoren, die die Verbreitung des Coronavirus in Afrika fördern können, und erhielt viele positive persönliche Kommentare, einschließlich einer reizvollen Diskussion zu diesem Thema. Ich denke, ich werde noch ein paar Blogs über soziale Missstände in der Gesellschaft schreiben.

Heute werden wir ein sehr heikles Thema diskutieren – geschlechtsspezifische Gewalt mit häuslicher Gewalt als Fallstudie. Ich nenne es „das stille Thema“. Still, weil die Leute entweder hassen oder Angst haben, darüber zu reden. Deshalb möchte ich hiermit versuchen, ein Forum aufzubauen, in dem die Leute ihre Stimmen abgeben und die Aufmerksamkeit des Themas erhöhen können.

Um sicherzustellen, dass wir uns versthen, häusliche Gewalt ist der physische, sexuelle, verbale und psychische Missbrauch von Ehepartnern, Kindern, Dienstmädchen und älteren Menschen Zuhause.

Warum taucht dieses Thema jetzt auf, wo wir unsere Energie in die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie investieren sollen?

In der Regel war es so, dass die Eltern erschöpft von der Arbeit zurückkehren. Es gab wenig Zeit und Energie, um Zeit mit der Familie zu verbringen. Aber jetzt, aufgrund des Coronavirus, werden Familien plötzlich auf engstem Raum zusammengedrückt.

Ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung ist von Ausgangssperren oder Bewegungseinschränkungen betroffen. Die Leute arbeiten jetzt von zu Hause aus, und dies soll eine erstaunliche Gelegenheit für Familien sein, mehr Zeit miteinander zu verbringen – ich meine kreative und ermutigende gemeinsame Aktivitäten, Gespräche, Lesen und dergleichen.

Es wird jedoch Missverständnisse und Auseinandersetzungen geben, Kinder werden sich auch schlecht benehmen, die Gemüter werden erhitzt und einige Leute könnten animalisch werden und ihre Fäuste benutzen. Schlimmer ist, dass es keine Fluchtwege gibt. Das Vereinigte Königreich hat seit der Durchsetzung der Sperrregeln bereits einen Anstieg der Anrufe wegen häuslicher Gewalt um 25% gemeldet.

Reden wir über Zahlen

Um die Schwere dieses gesellschaftlichen Problems festzustellen, werfen wir einen Blick auf einige frühere Daten.

Im Jahr 2017 wurden 50.000 Femizide mit häuslicher Gewalt in Verbindung gebracht, wobei Afrika einen großen Anteil einnahm. In diesem Jahr wurden in Amerika 1.527 Frauen getötet: fast 70% der gesamten Morde. Auf Brasilien entfallen rund 40% der Morde in Mittel- und Lateinamerika.

In Deutschland wurden 2018 122 Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet, 114.000 Frauen wurden Opfer häuslicher Gewalt.

In Afrika wurden viele Säurebäder gemeldet. In Nigeria gibt es Fälle, in denen Männer ihre Frauen verprügeln, weil sie nicht gekocht haben, und wenn die Frau den Fall der Polizei meldet, werden die Frauen beschuldigt, ihre Ehepflichten nicht erfüllt zu haben, und dann wird der Fall unter den Teppich gekehrt.

Das ist nicht alles…

2018 wurden in Südafrika rund 2.700 Frauen und 1.000 Kinder getötet und täglich mindestens 100 Vergewaltigungen gemeldet. In Nigeria wurde laut dieser Studie jede vierte Frau Opfer häuslicher Gewalt.

In all diesen Fällen sind einige der größten Opfer die kleinsten: die Kinder. Während vielen Ländern effiziente Daten fehlen, sind 275 Millionen Kinder häuslicher Gewalt ausgesetzt, berichtet die UNO.
Einige dieser Kinder werden von ihren (Stief-) Eltern oder Erziehungsberechtigten schwer gefoltert, wie im Fall Turpin, wo 13 Kinder jahrelang von ihren Eltern eingesperrt und gefoltert wurden. Einige von ihnen müssen mit dem Schrecken leben, zu sehen oder zu hören, wie ein Elternteil zusammengeschlagen wird. Einige führen dazu, dass sie in Drogen und Alkohol Trost finden, andere wachsen auf, um ihre Partner zu dominieren und damit den Kreislauf häuslicher Gewalt fortzusetzen.

In einer 30-Länder-Studie haben sich laut UN Women mindestens 200 Millionen Frauen und Mädchen im Alter von 15 bis 49 Jahren einer weiblichen Genitalverstümmelung unterzogen, und etwa 15 Millionen jugendliche Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren haben weltweit erzwungenen Sex erlebt.
Es könnte Sie auch interessieren zu wissen, dass die häusliche Gewalt von Männern zunimmt und auch sie jeden Schutz brauchen. Dies ist jedoch keine Diskussion für heute.

Das Argument

A woman with the text, "Love Shouldn't Hurt," written with black ink on her back.
Liebe sollte nicht schaden

Ich könnte weiter und weiter machen, aber die meisten von Ihnen wissen, was in der Gesellschaft los ist.
Während die Welt gegen die Coronavirus-Krise, den globalen Wirtschaftsabschwung und die Rezession kämpft und täglich Tausende Menschen begraben werden, möchten wir nicht mehr Leben verlieren oder Menschen aufgrund von Morden und häuslichem Missbrauch traumatisieren.
Welche Maßnahmen können angewendet werden, um diese von Menschen verursachte Katastrophe zu lindern oder auszurotten?

Bitte, ich möchte Ihre Gedanken und Vorschläge im Kommentarbereich erhalten. Und vergessen Sie nicht, dieses Thema zu teilen, da viele Leute dies lesen müssen.

Vielen Dank fürs Lesen und bitte abonnieren Sie diesen Blog, damit Sie keines unserer bevorstehenden Themen und Diskussionen verpassen.

Nuelzy-pen Berichterstattung.

Domestic Violence: What Can Be Done To Stop This Menace?

A crying lady sitting on the floor close to a white bed.
Image source: Unsplash

A couple of days ago, I wrote about the factors that can facilitate the spread of the coronavirus in Africa and I got lots of positive personal comments including a delightful discussion on the topic. So, I think I’ll write a couple of more blogs about social ills in society.

Today, we’ll discuss a very sensitive topic – Gender violence with domestic violence as a case study. I call it ‚the silent topic‘. Silent because people either hate or are scared of talking about it. So I want to hereby try and build a forum where people can give their voices and increase the speech-volume of the topic.

To ensure we’re all on the same page, domestic violence is the physical, sexual, verbal and psychological abuse of spouses, children, maids and the elderly at home.

Why’s this topic coming up now that we’re supposed to be invested in battling the coronavirus pandemic?

Usually, the norm was, parent(s) return from work, exhausted. There are little time and energy to spend quality time with the family. But now, because of the coronavirus, families are suddenly squeezed in a confined space.

About half the world’s population is under lockdown and in other places, there are curfews and restrictions of movement. People work from home now, and this is supposed to be an amazing opportunity for families to spend more time together – I mean creative and encouraging joint activities, having conversations, reading and the likes.

However, there will be misunderstandings and altercations, kids will also misbehave, tempers will flare and some people might become beastly and use their fists. What’s worse is that, there are no escape routes. The UK has already reported a 25% increase in domestic abuse calls since the enforcement of the lockdown rules.

Let’s Talk Numbers

To ascertain the severity of this societal problem, let’s take a look at some previous data.

In 2017, 50,000 femicides were linked to domestic violence with Africa taking up a large chunk. That year, 1,527 women were killed in America: almost 70% of the total homicide. And Brazil accounts for around 40% of the homicides in Central and Latin America.

In Germany, 122 women were killed by their partners or ex-partners in 2018 with 114,000 women being victims of domestic violence.

In Africa, many acid baths have been reported. In Nigeria, there are cases where men beat up their wives for not cooking and when the woman reports the case to the police, the women get blamed for not carrying out her matrimonial duties and then the case is swept under the carpet.

That’s not all…

Around 2,700 women and 1,000 children were killed in South Africa in 2018 and at least 100 rapes were reported daily and in Nigeria, every fourth woman has been a victim of domestic violence according to this study.

In all these, some of the biggest victims are the smallest: the children. While many countries lack efficient data, 275 million children are exposed to domestic violence, the UN reports.
Some of these kids are severely tortured by their (step)-parents or guardians like in the Turpin case where 13 children were locked up and tortured for years by their parents. Some of them have to live with the horror of watching or hearing a parent being beaten up. Some result to finding solace in drugs and alcohol and some grow up to exert dominance on their partners thereby continuing the cycle of domestic violence.

And in a 30-country study, at least 200 million women and girls aged 15 – 49 have undergone female genital mutilation according to UN Women, and about 15 million teen girls aged 15 – 19 have experienced forced sex globally.
It may also interest you to know that male domestic violence is on the increase and everyone needs protection. However, that’s not a discussion for today.

The Argument

A woman with the text, "Love Shouldn't Hurt," written with black ink on her back.
Love shouldn’t hurt

I could go on and on but most of you know what’s going on in the society.
As the world battles the coronavirus crisis, global economic downturn and recession, and people are being buried in their thousands daily, we wouldn’t want to lose more lives or have people become traumatised due to homicides and domestic abuses.
What policies can be employed to alleviate or eradicate this ‚man-made‘ disaster?

Please, I’ll like to get your thoughts and suggestions in the comment section. And don’t forget to share this topic as lots of people need to read this.

Thanks for reading and please subscribe so you don’t miss any of our upcoming topics and discussions.

Nuelzy-pen reporting.