An alle fantastischen Mütter dieser Welt

… alles Liebe zum Muttertag.

Meine Tochter schrieb für ihre Tochter diesen tief ins Herz gehenden Song. Als ich die endgültige Fassung hörte, wollte mich die Gänsehaut nicht verlassen. Ein Text der alles sagt, was wir Mütter im Inneren tragen und fühlen.

Deshalb möchte ich heute nicht viele Worte verlieren und stattdessen meine Isabel mit ihrer Combo janisa-music sprechen lassen. Lehnt Euch zurück und genießt diesen musikalischen Leckerbissen.

janisa-music

Ich möchte noch erwähnen, dass dieses Video zu „Dein Herz“ unter ganz besonderen Umständen entstand. Geschuldet der momentan geforderderten Distanz in der Corona-Zeit sind besondere Ideen gefragt, um ein solches Zusammenspiel, wie in diesem Clip, überhaupt zu ermöglichen. – Auch das ist ein Zeitzeugnis 2020.

Ich bin wahnsinnig stolz auf mein Kind. Eine Mama, die mit ihrem Herzen immer bei ihr weilt.

Einen fantastischen Mutterag, einen schönen Sonntag

wünscht Euch von Herzen,

Eure Petra Kolossa.

💕☀️

Youcef Louaar – Künstler

Vor ein paar Monaten sah ich einen Videoclip, der mich emotional sehr berührte. Ein Atelier, die Hand des Künstlers, Kunstwerke, Geräusche der Bewegung, Berührung, Schritte. Mehr nicht.

Die Künstlerhand streicht liebevoll über die erschaffenen Werke, nimmt sie auf, lässt sie mit einer fast resignierten Bewegung zurückfallen. Unendlich viele Werke chaotisch über viele Jahre angehäuft, irgendwie abgelegt. Erschaffen für den Augenblick.

Die Schritte klopfen bedächtig durch den Raum. Ein Atelier, das nie eine ordnende Hand berührte. Die Materialien immer griffbereit und nur für den Künstler selbst in seiner perfekten Ordnung.

Die Künstlerhand greift in die Kreiden, tastet die erschaffenen Werke, Studien und Skizzen. Verwischt etwas Pastell, öffnet Pappen, alte Kalender, Schachteln … Fast jedes erdenkliche Material dient als Malgrund.

Dieses Video hinterließ bei mir ein bittersüßes Gefühl. Zum einen der Drang des Künstlers, immer wieder Neues erschaffen zu müssen. Zum anderen eine Resignation. Um den Film zu sehen, klickt bitte einfach hier.

Der 47jährige Algerische Künstler Youcef Louaar erhielt nach einem vierjährigen Studium an dem renommierten Institut of Art Constantine 1998 sein Diplom.

Bis Ende 2019 arbeitete er als Kunstlehrer und hatte sein Atelier, in dem unendlich viele seiner Werke entstanden, an dieser Schule.

Gestern, in Vorbereitung dieses Blogs,  interviewte ich Youcef. Wir lernten uns vor gut zwei Jahren kennen. Die Kunst führte uns zusammen und wir hatten seit dem viele interessante Gespräche. Ich erzählte ihm im Herbst, dass mich dieses Video emotional bewegt hat und dass ich gern einen Blog über ihn schreiben wolle. Er stimmte sofort zu. Aber es sollten noch einige Monate ins Land gehen.

Nun spielt uns die weltweite Corona-Isolation Zeit in die Arme. Youcef sitzt in Algier in seiner Wohnung fest und ich hier im Süden Deutschlands. Und so verabredeten wir uns gestern zu einem Gespräch.

Youcef ist Künstler mit Herzblut. Er ist und lebt Kunst. Er erschafft permanent Kunstwerke, bevorzugt Stilleben, Portraits und Landschaft.

2019 absolvierte er ein einjähriges Zusatzstudium, um eine Arbeit im Zentrum für Berufliche Bildung aufzunehmen. Wie in der ganzen Welt, können Künstler in der Regel nicht von ihrer Kunst leben. Somit gab er sein Atelier in der Schule auf, arbeitet an verantwortlichen Aufgaben in der Bildung und macht seine Kunst im Atelier seines engsten Lebensraumes, zu Hause.

Von seinen Freunden wird er oftmals als Professore, benannt. Mit einem unterhielt ich mich einst kurz, als es um die Ausstellung einer Gruppe sehr engagierter Künstler und Künstlerinnen in Algerien ging. Es war die „Art Plastique“ im Dezember 2019. Dieser Freund sagte mir, das Youcef unwahrscheinlich engagiert ist, ein guter Organisator mit Weitblick, bescheiden und einem goldenen Herz.

Youcef erzählte mir, dass er schon immer malt, bereits als kleiner Junge. Seit er denken kann, ist malen und Kunst sein Lebensthema. Ob Kreide, Öl, Acryl oder Pastell … vollkommen egal. Er habe alles ausprobiert und switcht zwischen den Medien.

Zuletzt fragte ich ihn, welchen Traum er habe. Er sagte mir, dass er bis zum Lebensende malen werde. „Ich kümmere mich nicht um Geld. Ich interessiere mich mehr für Kunst, als für Geld. Es ist nur leider notwendig.“

Seine großen Träume sind:

  • Ausstellungen in Europa
  • ein großes Fresko zu malen
  • Gemälde mit verschiedenen Medien erstellen
  • städische Kunststraßen
  • Kalligraphische Projekte

Euch gefällt seine Kunst und Ihr wollt mehr über ihn erfahren? Scheut Euch nicht, mit ihm Kontakt aufzunehmen.

Diese Zeichnung links hat er für mich gefertigt. Heute soll sie hier statt eines Fotos ihren Platz finden.

Ich freue mich sehr, dass ich Euch heute einen lieben Kollegen vorstellen durfte.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Ein Clown! Wie lustig!

Wie gebannt starre ich das Bild dieses Clowns an. Für mich ein vollkommenes Abbild eines solchen, geschlüpft in eine Rolle, in eine (seine) Sehnsucht geflüchtet.

Schon als Kind sah ich in einem Clown meistens einen traurigen Menschen. Keine Maske verhalf, die innere Zerrissenheit, Nöte und Ängste zu verstecken. Solch ein Clown wirkte auf mich arm, das Kostüm meistens alt und das Gesicht mit einem Ausdruck, der mich zum Lächeln zwang, um ihm einen Gefallen zu tun. Solch ein Clown stimmte mich eher traurig, als lustig.

Aber, sind wir nicht alle irgendwie Clown? Selbstdarsteller und Kreative beim Erschaffen von Identitäten in unseren Arenen und auf unseren Bühnen?
Wer bist Du? Wer bin ich?

„Clown“ – Tusche, Aquarell, Salz auf Aquarellpapier – 36 x 48 cm – verkäuflich
Gemälde von Sabine Grötzbach

Ich bedanke mich herzlich bei der großartigen Künstlerin Sabine Grötzbach. Sie erlaubte mir ohne Zögern, dieses Blog zu schreiben und sandte mir die obigen Bilder für diesen Zweck.
Das Gemälde ist verkäuflich. Bei Interesse nehmt bitte einfach Kontakt mit Sabine auf.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.