Es ist nicht viel, nichts Dramatisches. Einfach nur ein vertrauter Ort, der mich auffängt, der mir Wärme und meinen Seelenfrieden gibt. Ein Raum der mir Geborgenheit und Sicherheit schenkt. Ein Ort, der meinem Harmoniebedürfnis entspricht. Ein Ort, an dem ich sein kann, wer ich bin, an dem ich mein Leben leben darf, mit Fürsorge, Wertschätzung und Liebe.
Seit meiner Jugend habe ich ein Bild vor meinen Augen. Es sind weit geöffnete Fenster, vor denen hauchdünne bodenlange schneeweiße Stores angebracht sind. Ein leichter Wind verfängt sich in diesen und hinterlässt eine warme Briese Rosen- und Lavendelduft im Raum. Ich sitze an einem großen weißen Sekretär und schreibe in einem Heft.
Ich habe keine Ahnung, woher ich diese Vision habe. Und ich weiß nicht, warum ich die so lange mit mir herumtrage und nie in die Realität umgesetzt habe. Denn diese Momentaufnahme, wenn ich an sie denke, gibt mir ein Gefühl des Friedens.
Die heutige Frage an uns Blogger ist eine gute, die mich kurz innehalten ließ. Meine Antwort ist spontan und so schrieb ich sie auf.
Worüber machst du dir im Hinblick auf die Zukunft am meisten Sorgen?
Über die heutige Frage an uns Blogger muss ich ein wenig lächeln, weil sie der deutschen Mentalität entgegenkommt. Wir Deutschen machen uns über jeden und alles Sorgen. Uns umgibt eher eine schwermütige, sorgengetränkte, schuldkomplexgeschwängerte Energie. Kommt einer mit Hopsala und Trallala einher, fragen sich die Leute, ob der wohl keine Sorgen hätte und was er wohl genommen haben könnte.
Ich mache mir keine Sorgen im Hinblick auf die Zukunft. Sorgen mache ich mir eher im Jetzt. Und das sogar ziemlich große. Wenn wir das Jetzt in den Griff bekommen, die Menschen endlich wach werden, aufhören sich einlullen zu lassen, dann brauchen wir uns keine Sorgen um die Zukunft machen. Dann sollten wir uns auf das, was kommt, offenen Herzens freuen.
Habt einen herrlich schönen, gut gelaunten Sommertag 😎☀️
Wahrscheinlich bin ich altmodisch, ein wenig vintage. Ich denke, dass ein großartiger Lehrer einfach nur Lehrer in ganz klassischem Sinn ist. Er vermittelt kompetent, interessant, stimulierend und einfühlsam Wissen, dabei fördert er die Stärken jedes einzelnen Schülers und potentiell schwächere stärkt er behutsam. Ein großartiger Lehrer weiß mit Lob und Tadel umzugehen, ist lebensbejahrend und lacht auch gern mit seinen Schülern. Ein guter Lehrer liebt seinen Beruf, er liebt Kinder und ist maßgeblich an der Entwicklung dieser über einige Jahre, meist ein Jahrzehnt, beteiligt. Ein solcher Lehrer lebt die Wertschätzung und den Respekt und wird von seinen Schülern gewertschätzt, respektiert und geliebt.
Ein großartiger Lehrer handelt gesellschaftspolitisch neutral, wertet nicht und nimmt keinen ideologischen Einfluss auf die noch formbaren Seelen. Er lehrt den Kindern selbst zu denken und den anderen zu achten und zu respektieren. Ein wirklicher Lehrer arbeitet mit den Eltern eng zusammen und schafft es, eine gesunde Brücke zwischen Elternhaus und Schule zu bauen. Denn die Schule ist der Ort, an dem die Schüler das Elementare aus Wissenschaft und Technik gelehrt bekommen, wobei Sport, Wettkampf und Körperertüchtigung dabei nicht zu unterschätzen sind. Jedoch das Elternhaus ist in der Regel der Ort, an dem sie das mitnehmen, was ihre Eltern und Großeltern vorleben. Ein großartiger Lehrer weiß das zu wertschätzen und wird nie überheblich oder gar ablehnend, sich dem entgegenstellen.
Ich könnte noch unendlich viele Dinge notieren. Nur wäre das Wasser in die Elbe, den Rhein, die Donau oder sonstiges davonziehendes Gewässer, getragen.
Wir alle kennen den realen aktuellen Zustand in den Schulen. Die meisten von uns, wie auch ich, vom Hörensagen, aus Berichten, Reportagen und so weiter. Denn ich bin kein Lehrer oder eine sonstige pädagogische Hilfskraft, ein nichtlehrender Schulbegleiter für einzelne Kinder oder einer der, aus meiner Sicht wahnsinnig mutigen, Quereinsteiger.
Dennoch können wir uns mit gesundem Menschenverstand ein Bild über die Szenarien an den Schulen machen. Beginnend mit den fehlenden Sprachkompetenzen, über fehlende Kompatibilität der kulturellen sozialen Prägungen bis zur Überforderung des pädagogischen Personals und der ideologietriebenen Indoktrination.
Für heute will ich es belassen. Erwähnen möchte ich dennoch, dass diese Frage von WordPress gestellt wurde. WordPress ist international. Die Übersetzung versteht den deutschen Gender-Gaga nicht. Ich bin dem ganz dankbar und antwortete eben altmodisch.
Neudeutsch wären die Wörter also zu tauschen gegen Lehrende, Lernende, Schulbegleitende, Quereinsteigende … 😉
Viel habe ich heute nicht mit den Umzugskisten jongliert. Da kamen Johannisbeeren dazwischen, die verarbeitet werden mussten und etwas zu viel Wärme ☀️
Welche Kleidungsstücke, die du heute trägst, sind die ältesten?
Das älteste Stück, das ich heute an mir trage, ist definitiv mein Gürtel. Das gute Stück kaufte ich damals, das war im Jahr 1994, für mein Studio. Ich hatte ein Geschäft für Farb-, Persönlichkeits- und Stilberatung. Dort bot ich entsprechende Accessoires an, die dem jeweiligen Farbchema und Persönlichkeitsstil meiner Klienten entsprachen.
Als ich das Studio schloss, blieb eben dieser Gürtel übrig. Ich behielt ihn und trug diesen immer gern. Inzwischen ist er in die Jahre gekommen, nämlich genau einunddreißig. Er ist gelebt und wirklich sehr benutzt. Dennoch trage ich ihn, wenn auch nur in meinem privaten Umfeld.
Als ich die heutige Frage von WordPress las, musste ich lächeln, weil sie mich an diese Zeit von damals, die mich sehr prägte, erinnert.
Das zweitälteste Kleidungssück, das ich heute trage, ist mein Top unter dem Kleid. Nun, es ist natürlich keine dreißig Jahre alt, dennoch für ein solches eigentlich zu alt. Ich glaube, irgendwo zwischen acht bis zehn Jahren. Ich weiß, dass es das nächste sein wird, das meinen Kleiderschrank verlassen und Platz für ein neues machen wird.
Ich stehe bei meiner Bekleidung immer zwischen Baum und Borke. Auf der einen Seite empfinde ich neue, modische Dinge total schön. Auf der anderen fällt es mir wirklich schwer, Bekleidung, die noch brauchbar und in Ordnung ist, dem Recycling zu überlassen. Mein Blick auf Materielles hat sich im Laufe der Jahre etwas geändert. Habe ich einst Dinge gern gegen aktuellere und modischere Dinge ausgetauscht, fällt mir das nun inzwischen ziemlich schwer. Ich hoffe sehr, dass das keine Anzeichen sind, die meines fortgeschrittenen Alters geschuldet sind. Wenn ja, muss ich dringend gegensteuern und entsprechende Maßnamen ergreifen 😉
Auf diesem Bild seht Ihr das „corpus delicti“, den Gürtel.
Wie ist es bei Dir, welches Bekleidungsstück, das Du heute getragen hast, ist das älteste?
Mein erster Gedanke zu diesem Thema: Geht mich nix an. Schließlich bin ich im Ruhestand.
Ein paar Minuten später revidiere ich mich selbst. „Karriere“ bedeutet: erfolgreicher Aufstieg im Beruf . Wiederum leitet sich das Wort „Beruf“ von Berufung ab. Wir meinen zu glauben, dass Karriere selbstverständlich ausschließlich im offiziellen Berufsleben erfolgen müsse. Ich denke, dass das so nicht ganz richtig ist.
Ergibt ein Plan für die eigene Karriere im Ruhestand Sinn? Eher nicht. Denn reife Menschen wissen in der Regel, was sie wollen und planen nicht mehr weit in die Zukunft. Sie streben ein Tun im hier und heute an. Im Wissen ihres fortgeschrittenen Alters und der Endlichkeit des Lebens, geschieht es sehr bewusst und tief aus dem Inneren. Dennoch schwirren Pläne und Wünsche des eigenen Tuns im Kopf herum.
Natürlich leben in mir noch Pläne, auch wenn es keine Karrierepläne sind. Zum einen lauern in meiner „Schublade“ noch ein paar Buchprojekte darauf, endgültig in Angriff genommen, beziehungsweise beendet zu werden. Zum anderen geistern ziemlich genaue Vorstellungen für weitere knallbunte und lebensbejahende Werke in meinem Kopf. Insgesamt betrachtet, ist das eine ganze Menge kreativen Schaffens. Das Großartige im Ruhestand ist, dass ich darf und nicht muss. Es ist ein unglaublich befreiendes Gefühl.
Im Augenblick nahm ich mir eine Auszeit, um Kraft zu sammeln und vor allen Dingen unseren Wohnortwechsel gut und so stressfrei wie möglich zu realisieren. Im September werde ich mich erfrischt und gut betankt mit neuen Eindrücken ans kreative Schaffen machen. Ich freue mich schon heute darauf.
Dieses Bild ist heute vor fünf Jahren entstanden. Das war sieben Wochen nach dem C-Lockdown, denke ich gerade. Eine Zeit, die nicht nur mich bis heute nachhaltig geprägt hat.
Fotos und Notiz-Kalender sind wunderbare und geschichtsträchtige Lebensbegleiter. Die erste Umzugskiste, die ich bepackte und bereits beiseite stellte, ist befüllt mit meinen Kalendern aus den Jahren von 1994 bis 2024 😉
Ganz ehrlich, ein Markenfetischist bin ich in nur bei wenigen Dingen.
(Vorab möchte ich zu meiner Sicherheit erwähnen, dass ich in diesem Beitrag ausschließlich auf die heutige Frage von WordPress antworte. Die im folgenden genannten Markennamen sind keine Werbung meinerseits und haben keinen kommerziellen Hintergrund. Auch werde ich keine Links zu den Marken setzen.)
Wie groß muss eine Marke sein, damit es als „Marke“ anerkannt wird? Ich weiß von ganz kleinen und sogar klitzekleinen Marken, wie zum Beispiel unsere eigene Marke „Kätz“ 😉
Ich gehe davon aus, dass wir hier von großen namhaften Marken sprechen.
So will ich mit Künstlerfarben beginnen. Denn da halte ich tatsächlich an den gleichen Marken fest. Auch, wenn ich immer wieder neue oder avisierte verbesserte Produkte teste. Leider können die meistens bei intensiver und längerer Anwendung nicht punkten. Zuletzt kaufte ich eine größere Farbauswahl einer neuen beziehungsweise verbesserten Marke, weil die Farben preiswerter sind und ich als gut bewerten möchte. Diese werden nicht in Tuben, sondern in Beuteln, die auszuquetschen sind, ausgeliefert. Leider stellte sich im Nachhinein heraus, dass die Qualität der Farben von geöffneten, also benutzten Farbbeuteln, nach einigen Wochen sehr leidet. Ich verwende solche inzwischen wenig, nur dann, wenn ich weiß, dass ich den Beutel wirklich schnell verbrauchen kann.
Es gibt in jeder Branche gute Alternativen und nicht jede Marke hält das, was sie verspricht. Man muss nur für sich selbst entscheiden, wobei man bereit ist, Abstriche zu machen.
Meine Lieblingsmarken im Künstlerbedarf mit denen ich seit vielen Jahren arbeite sind „Lascaux“, „Golden“, „Windsor & Newten“ und Schmincke.
Und hier kommt eine weitere Marke, die ich sehr mag.
Ich liebe schöne Gegenstände im allgemeinen täglichen Gebrauch. Gegenstände, die man gern in die Hand nimmt, weil ihre Oberfläche und ihre Form sich unglaublich gut anfühlen. Ich mag temporäre, moderne und frische Dinge, die den Alltag lebendig machen und das Zuhause optisch erhellen und erfreuen. Und ich bin überzeugt, dass es der Seele gut tut, ab und an im engsten Umfeld kleine, liebevolle Veränderungen vorzunehmen.
Für mich ist es quälend, über viele, viele Jahre genau die gleichen Dinge, immer an den gleichen Stellen im täglich identischen Ritual anzutreffen. Ich weiß, dass es wiederum Menschen gibt, die verrückt werden, wenn sich etwas in der Wohnung verändert, selbst wenn es nur ein auf dem Tisch beiseite gestellter Kerzenhalter ist, der gegen einen anderen getauscht wurde. Teilen sich solch verschiedene Charaktere eine Wohnung, ist es ein Kunststück, einen Kompromiss zu finden. Ein Wasserzeichen und ein Feuerzeichen unter einen Hut zu bekommen, ist wirklich schwierig. Ich spreche aus Erfahrung 😀
Ich schlage den Bogen zur Marke „Villeroy & Boch“. Ein Unternehmen, das sich 1748 gründete, unglaublich viele Hochs und Tiefs bewältigte und bis heute am Markt ist. Es bewahrte Historisches und ging, wenn auch oftmals getrieben und gebeugt von wirtschaftspolitischen Turbulenzen, neue Wege. Hier habe ich für Dich die Historie dieses Unternehmens verlinkt.
Selbst liebe ich von Villeroy & Boch insbesondere die neutralen leicht durchscheinenden Bone-China-Porzellane mit ihrer samtigen Oberfläche, die sich wunderbar zum Beispiel mit anderen farbigen Accessoires kombinieren lassen. Erst vor wenigen Tagen las ich im Newsletter dieses Unternehmens von deren neuer Porzellan-Serie „Fleur“, die in frischen pudrigen Tönen gehalten ist und sich gut mit neutralen weißen Designs kombinieren lässt.
Wenn von Lieblingsmarken gesprochen wird, ist wahrscheinlich der erste Gedanke an Mode und Co. Nun, damit kann ich leider nicht dienen. Denn ich kenne keine einzige Marke, die für große kurvige Frauen Kleidung produziert, die wirklich passt. Meine Garderobe wurde fast komplett von „no-name-Herstellern“ gefertigt.
Hältst Du an Marken fest? Welche sind es?
Die neue Woche startete heute kalt und mit Dauerregen. Man sagt: Ist der Mai kühl und nass, füllt es dem Bauern Scheun und Fass.
Es ist ein Tag, der mich immer mit Ruhe empfängt. Der erste Tag eines jeden Jahres beinhaltet eine besondere Atmosphäre.
Die dumpfe Unordnung der vergangenen Silvesternacht überlagert den Morgen. Die kalte Luft ist noch immer von den abgeschossenen Feuerwerkskörer geschwängert, mit denen der letzte Tag des vergangenen Jahres verabschiedet und das soeben noch begossene neue Jahr begrüßt wurde.
Die Menschen schlafen aus, stehen spät verkatert mit irrwitzigen Vorsätzen im Kopf für das neue Jahr auf. Nach einem herzhaften Frühstück versuchen sie mit einem Neujahrspaziergang in der Realität anzukommen.
Ich selbst stehe als schmunzelnder Beobachter daneben. Den Rest in der Flasche Sekt vom Anstoßen auf das neue Jahr werde ich in den nächsen Tagen leeren. Es ist Tradition, mit Sekt auf etwas Besonderes anzustoßen und das neu beginnende Jahr gehört definitiv dazu. Ich mag das Ritual und lebe es. Auch, wenn ich eigentlich keinen Sekt mag.
Ich mag den ersten Januar, weil er ein Tag im Reset ist. Es ist ein ruhiger Tag in dem nur das Notwendigste aktiv ist. Es ist ein Tag, an dem wir unsere Lungen tief mit frischer Januarluft füllen, unseren Geist erfrischen und ein lebendiges „Yeah“ in uns spüren. Ein Tag, an dem unser tief vergrabenes Unterbewusstsein uns einen Tritt in den Hitern gibt und uns daran erinnert, was in uns steckt. Und wir sind bereit, es anzustreben und anzugehen. Dieses Mal ganz bestimmt!
An einem ersten Januar zieht es mich gern zum Wasser. Ein Gewässer im Januar ist besonders. Es ist ruhig, tief, dunkel und voller Kraft. Stehe ich am Rande eines solchen, spüre ich die unglaubliche Energie, die es zu verschenken bereit ist und ich nehme es dankbar an.
Was ist Dein liebster Feiertag?
Dieses Bild entstand in Friedrichshafen am Bodensee. Ich suchte es aus meiner Fotogalerie für Euch heraus. Es widerspiegelt die soeben von mir beschriebene Stimmung.
Ja, na klar, war ich schon einmal campen. Ich denke, dass das jeder von uns irgendwann einmal in seinem Leben gemacht hat.
Ob man das gern tat oder eher weniger gern, ist eine andere Frage. Campen lernte ich in meinem Elternhaus in den 1970ern kennen. Für die damalige Zeit war es sogar ziemlich komfortabel. Denn meine Eltern besaßen einen „Klappfix“. In nur wenigen Minuten und minimalem Zeitaufwand war ein solches Zelt aufgeschlagen.
Dennoch: Ich habe dieses Camping nie gemocht. Der erste Trip mit dem neu erworbenen mobilen Zelt führte meine Eltern für eine Probenacht an den Lausitzer Silbersee. Diese Nacht, die nun über fünfzig Jahre zurückliegt, werde ich nie vergessen. Noch nie zuvor habe ich so sehr gefroren, wie in dieser Nacht. Mein ganzer Körper hörte nicht auf zu zittern. Ich presste meinen Kiefer so fest aufeinander, dass ich noch tagelang diese Verkrampfungen spürte. In den frühen Morgenstunden schlich ich mich aus dem Zelt und hüpfte mich im Freien etwas wärmer.
Eine zweite Reise mit dem Zelt auf Rädern und uns zwei Mädchen im Gepäck, brachte mich nach Bulgarien. Der Weg führte über die damaligen sozialistischen Nachbarländer CSSR, VR Ungarn, VR Rumänien und schließlich in die VR Bulgarien ans Schwarze Meer. Damals war ich siebzehn Jahre alt und es sollte der letzte Urlaub mit meinen Eltern sein. Auf der Route bis zum Ziel konnte ich etliche unterschiedliche Kulturen und Lebensweisen beobachten, was mich wirklich faszinierte. Jedoch das Zelten beziehungsweise Campen schaffte es nicht, mein Herz zu erobern.
Das Schlafen auf einem harten Brett, das meine bereits damals nicht ganz intakte Wirbelsäule quälte, die spartanischen sanitären Gemeinschaftsanlagen mit ihren primitiven und unangenehm riechenden Toiletten, zu denen man über einige Wege gelangt, die nach ein paar Tagen Regenzeit müffelnden Klamotten, die nie wieder richtig trocken wurden, die kleinen Insekten, die ich später sogar zu Hause noch in den Taschen fanden, die geringe Intimsphäre auf den Stellplätzen, um nur einiges zu nennen, störte mich wirklich.
Ich weiß, viele Menschen lieben es, zu campen und glauben, sich auf diese Weise der Natur näher verbunden. Sicherlich sind die Bedingungen heute komfortabler, als 1975. Jedoch kann ich es nicht aus eigener Erfahrung beurteilen, da ich seit dem Jahr 1975 nie wieder in ein Zelt gekrochen bin oder es mit campen versuchte.
Denn ganz ehrlich: Ich liebe eine Dusche ganz für mich allein, ein sauberes WC, ein gutes Bett und die Chance, die Tür hinter mir zuziehen zu können, um einfach nur für mich sein zu dürfen, wenn ich es brauche. Ich mag es, frisch gemacht, mit geputzten Zähnen, einem kleinen Make up und mit gekämmten Haaren am Morgen unter die Menschen treten zu dürfen. Und ja, das alles ist mir im Urlaub genauso wichtig, wie auch sonst jeden Tag.
Wie ist es bei Dir? Magst Du das Campen?
Bevor ich mich für ein paar Stunden an meinem PC vergrabe, holte ich noch fix ein paar Blätter frische Pfefferminze aus unserem Garten, um diese in den Wasserkrug zu geben. Es ergibt ein herrlich erfrischendes Aroma. Hast Du das schon einmal ausprobiert?
Es sind zwei konträre Situationen, an denen ich mich produktiv fühle.
Es mag verrückt klingen, aber die eine ist Stress, Zeit- und Termindruck. Ich hörte von anderen, dass sie unter solchen Umständen die Nerven verlieren und nichts zustande bringen würden. Bei mir tritt ein völlig anderer Zustand ein. Ich bin unter solchen Bedingungen hochkonzentriert, ganz klar und äußerst produktiv. Mein Ehrgeiz treibt mich, gute Ergebnisse pünktlich zum Termin, oder wie man heute sagt: zur deadline, abzuliefern. Bisher ist mir das immer gut gelungen und mich erstaunt es, jedes Mal erneut, zu welchen Leistungen das menschliche Hirn fähig ist.
Gestehen muss ich jedoch, dass ich bei Dingen, die ich nicht gern erledigen mag, unter Prokrastination leide. Leider. Im Laufe der Jahre lernte ich mit dem immer wieder daraus resultierenden Termindruck umzugehen. Dann, wenn wieder eine solche Situation entstand und ich diese trotz allem Druck meisterte, versprach ich mir ganz leise, perspektivisch sofort oder zeitiger die Sache zu erledigen. Denn jedes Mal bin ich nach einer solchen Terminerledigung fix und fertig, ausgelaugt, erschöpf, müde aber zufrieden mit dem Ergebnis. Und dennoch kann ich mich beim nächsten Mal nicht überwinden und ich handele wieder genau so. Das ist total irre. Der Spruch: „Wenn nur noch zehn Minuten Zeit sind, braucht es nur noch zehn Minuten.“, scheint seine Berechtigung zu haben.
Die zweite Situation, in der ich besonders produktiv bin ist die, die ich gern als DIE Produktivste benennen würde. In den letzten Monaten habe ich es vernachlässigt. Aber es wird wieder. Da bin ich sehr zuversichtilich.
Es ist die Zeit am frühen Morgen, wenn noch alles ganz still und ruhig ist. Es ist die Zeit, in der sich die Nacht in den Tag wandelt. Ich liebe dieses Morgengrauen. Ein frischer Kaffee, ein freier Kopf und ein unbeschwertes Herz lassen mich in mein Thema versinken. Es ist eine sehr produktive und intensive Zeit.
Wann fühlst Du Dich am produktivsten? Schreibe es uns doch einfach ins Kommentarfeld.
Heute war ein schöner, sonniger und warmer Tag mit Temperaturen mit etwas über zwanzig Grad.
Es war ein guter und auch ein besonderer Tag. In meinem Leben wird es in den kommenden drei Monaten größere Veränderungen geben, die wir heute nun definitiv besiegelt haben. Nach fast fünfzehn Jahren werden wir wieder in unsere Heimat zurückkehren.
Heute will ich nicht weiter darauf eingehen. Denn in den kommenden Blogbeiträgen werde ich ganz sicher immer wieder darauf zurückkommen.
Hoffentlich in einem wieder auf die Füße gestellten Deutschland.
Das war mein erster Gedanke. Natürlich weiß ich, dass sich die Frage nicht auf einen geographischen oder territorialen Punkt bezieht. Diese Frage ist einem klassischen visionären Entwicklungsplan entnommen. Wo sehen Sie sich in einem, in fünf und in zehn Jahren.
An sich wollte ich die heutige blöde Frage ignorieren. Denn sie ist rein rhetorisch. Oder glaubst Du, dass es einen Personalleiter beim Bewerbungsgespräch, einen Seminarleiter, oder neudeutsch: Coach, interessiert, wo Du Dich in zehn Jahren siehst? Interessant für diese Leute ist es natürlich, zu beobachten, wie Du Dich beim Beantworten verhältst, wie zielorientiert Du denken kannst und ob Du überhaupt in der Lage bist, eine Vision für einen Zeitpunkt in zehn Jahren zu entwickeln. In dem Sinne ist also der Weg zum Ziel das Ziel.
Ich bin in der komfortablen Situation, auch in zehn Jahren meinen Ruhestand genießen zu dürfen, hoffentlich. Ich denke schon lange nicht mehr in diesen visionären Zieletappen. Vor vielen Jahren wurde mir bewusst, dass mich das Jagen nach irgendwelchen visionären weit entfernten Zielen nicht erfüllt. Mein großer Planradius dreht sich im Jahresrhythmus; mein kleiner spielt in Tageseinheiten.
Ich sehe mich auch in zehn Jahren meinen Blog schreiben. Der wäre dann einundzwanzig Jahre alt. Frage an WordPress: Werdet Ihr uns ebenso in zehn Jahren begleiten? 😉
Wie würdest Du die heutige Frage beantworten? Schreibe es einfach in die Kommentare.