Einfach nur zuhören

Welche Podcasts hörst du?

Ich höre eine ganze Menge. Und Du?

Schon als junges Mädchen hörte ich unglaublich gern Hörspiele. meine damalige Lieblingsserie hieß „Neumann 2 x klingeln“. Es ist wie beim Lesen. Die Phantasie der eigenen Vorstellung entwickelt neben der Akustik die Geschichte.

Podcasts sind zwar keine Hörspiele, dennoch haben sie eine diverse Ähnlichkeit. Nämlich nur das gesprochene Wort. Auch wenn es inzwischen Video-Podcasts gibt. Ich persönlich bevorzuge die Audio-Variante, die meine Bildschirmzeit drastisch reduziert. Über Podcasts schrieb ich bereits öfter. Solche zu hören ist für mich eine überaus praktische Sache. Meistens tue ich es nebenher, zum Beispiel bei der Haus- oder Küchenarbeit, aber auch im Badezimmer.

Morgens, wenn ich meinen Kaffee bereite, schalte ich den ersten ein, um mir einen Überblick über die Weltnachrichten zu verschaffen. Mit meiner Tasse Kaffee nehme ich mein Smartphone mit ins Badezimmer. Während ich mich zurecht mache, höre ich dann weitere.

Welche Podcasts höre ich?

  • Die Köpfe der Genies
  • Der myMonk-Podcast
  • Kolja & Kettner – Frei Schnauze
  • Tichys Einblick
  • Weltwoche daily
  • Cicero Podcast
  • Kontrafunk
  • Apollo News
  • NIUS

Und noch einige mehr, die ich aber nur sporadisch oder in größeren Abständen höre, wie zum Beispiel zum Thema Kunst, Kultur und Literatur. Ab und an höre ich zum Beispiel die „Federwelt“. Der Podcast ist leider nicht so gut gemacht. Der Inhalt ist dennoch interessant. Die „Federwelt“ hatte ich einst abonniert. Seit dem man diese nur noch online lesen kann, verzichte ich darauf. Zeitungen oder Zeitschriften online zu lesen, mag ich nicht. Ich versuchte es sehr oft. Aber es ist nicht meins. Mit einer physischen Ausgabe gehe ich ganz anders um.

Einen Moment überlegte ich: Soll ich meine favorisierten Podcasts tatsächlich in meinem Blog nennen? Denn mir ist bewusst, dass aus persönlichen Interessen diverse oberflächliche und auch voreingenommene Schlussfolgerungen gezogen werden können. Es ist immer die Betrachtungsweise eines Jeden.

Auch wenn ich mir bei dem heute etwas grauen und kühlen Morgen statt eines Kaffees einen frischen Tee brühte, lade ich Dich in meinen eigenen Podcast, nämlich das „Hör-Café“ ein und wünsche Dir viel Spaß bei den vielen zeitlosen Folgen.

Mein Podcast hostete und betrieb ich einst bei Anchor, das inzwischen zu Spotify gehört. Im letzten Jahr gab es unendlich viele Änderungen.

Nicht nur, dass ich „JANISA“ bat, bis zum Jahresende für das „Hör-Café“ die begleitende Musik zu akualisieren, so muss ich mich in völlig neue technische Gegebenheiten einarbeiten. In solchen Momenten könnte ich ganz laut rufen: „Es war doch alles einmal soooo einfach!“ 🙏 Warum nur muss sich immerzu etwas verändern und aus meiner Sicht verkomplizieren.

Das also wird eine neue Herausforderung für mich sein, meinen Podcast bis zum Jahresende zu beatmen und 2026 mit neuen Folgen füttern zu können.

Das heutige Blogger-WordPress-Thema war für mich Anlass, wieder einmal bei Spotify Creator vorbeizuschauen. Natürlich in der Hoffnung, dass alles wieder so selbsterklärend einfach sei, wie bis vor einem Jahr. Nö, es ist ein Graus! Aber ich gebe mich nicht geschlagen und werden mich durchbeißen 💪 versprochen.

Habt einen wunderbaren Tag. Und vielleicht konnte ich Euer Interesse wecken, auch einmal bei Podcastern vorbeizuschauen.

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Lieblingsfächer?

Was war dein Lieblingsfach in der Schule?

… irgendwie hatte ich kein Fach, das ich so definieren würde. Meine Interessen haben sich im Laufe der Schulzeit verändert und auch die Lehrer.

Ich bin fest davon überzeugt, dass ein Großteil des Mögens einzelner Unterrichtsfächer mit der Fähigkeit des Fachlehrers im Zusammenhang stehen.

Ein Beispiel aus meiner Schulzeit: In der siebenten Klasse kam das Fach Chemie hinzu. Herr König war ein toller Lehrer. Ich hatte Spaß an diesem Fach. Leider ging er von der Schule und eine Lehrerin übernahm den Unterricht. Sie verstand es nicht, uns Schüler abzuholen. Sie beleidigte uns, wenn einer etwas falsch machte. Zum Beispiel: „Du bist so dämlich. Aus dir kann maximal eine Köchin werden.“ Oder: „Hast du einen dummen Sohn, schicke ihn zu Robotron. Ist er etwas dümmer, die Reichsbahn nimmt ihn immer.“ Ich hatte für dieses Fach keinen Bock mehr, und ich denke, so ging es den meisten von uns. Nun, das zeigte sich natürlich auch in den Noten. Denn wir kapierten nicht, was sie uns eigentlich beibringen wollte.

Ich mochte Biologie. Unsere Bio-Lehrerin bekam in den sechs Jahren, in denen dieses Fach unterrichtet wurde, drei Kinder. Die Ersatzlehrer bis hin zum Direktor selbst, gaben sich die Klinke in die Hand und sie versuchten, uns den Stoff bestmöglich zu vermitteln. Das war alles andere als optimal. Dennoch fand ich die Inhalte interessant.

Deutsch-Literatur war ein spannendes Fach. Ich mochte es wirklich. Jedoch verstand ich es nicht, aus der alten Literatur, zum Beispiel Lessings Ringparabel, den Zusammenhang und die Lehren in die heutige Zeit zu setzen. Wenn ich von „heutiger Zeit“ spreche, meine ich die Zeit zwischen 1969 und 1974. Während ich das hier tippe, wird mir klar, dass ich schon immer Probleme mit einer ideologischen Erwartungshaltung hatte. Das war mir natürlich damals noch nicht bewusst. Welche Lehren, welchen Zusammhang sollen bitte die Erkenntnisse aus der Ringparabel in eine sozialisitsche Gesellschaftsform ergeben, in der so gut wie keine Religion gelebt und schon gar nicht unterstützt wurde? Nun gut, das war sogar mein mündliches Prüfungsthema. Ich konnte mich nicht sinnig artikulieren und ging mit einer drei dort raus.

Mathematik mochte ich erst, als es anschaulich wurde, zum Beispiel mit Sinus und Cosinus. Und als das Fach Physik in der sechsten Klasse hinzu kam, fand ich es tatsächlich spannend. So ergab alles für mich Sinn. Bis heute ist es so, dass ich neues Wissen erst verstanden und verdaut haben muss, bevor es von mir die Erlaubnis erhält, sich in meinem Hirn einzunisten.

Ich denke, dass die meisten von uns ein Lieblingsfach an der Schule hatten. Welches war Deins?

Erst Ende September besuchte ich seit über vierzig Jahren gemeinsam mit meiner Schwester unsere damalige Schule. Sie war einst bereits schön, aber jetzt ist sie ein richtiges Schmuckstück. Eine wirklich tolle Schule.

Dschinnis Job

Wenn dir ein Flaschengeist drei Wünsche erfüllen würde, was würdest du dir wünschen?

Hach, ich mag dieses Geschöpf aus Tausendundeiner Nacht. Ich möchte gern in der Romantik schwelgen. Denn bereits die heutigen Sechsjährigen würden sich als erstes wünschen, dass der Geist perspektivisch ihnen jeden Wunsch erfüllen möge.

Aber so ist die heutige Frage nicht zu verstehen. Dumm ist, dass es ja nicht nur einen Flaschengeist gibt. Somit schließen sich global umfassende Wünsche aus, wie zum Beispiel die Glaubenskriege zu beenden. Stelle Dir vor, jemand aus einem völlig anderen Kulturkreis wünscht sich, nur sein Glaube möge die Welt bekehren. Das wäre schon ziemlich verzwackt, wenn die Dschinns auch noch anfangen, sich gegenseitig zu beharken.

Oder ich wünsche mir ein ideologiebefreites Bildungssystem. Und ein anderer kommt daher und denkt sich. „Cool. Dschinni mach, dass in den Bildungseinrichtungen die Köpfe der Kinder nach der Ideologie unserer ‚Brummkreiselpartei‘ ausgerichtet werden.“

Ihr seht, mit dem Wünschen ist das so’n Ding. Nicht einmal das sollte man unüberlegt tun.

Es ist schon blöd, dass man einst nicht ein einziges solches mythologisches Geschöpf, das seinem „Herren“ dient, schuf, sondern etliche. Das hat man sich nicht gut überlegt.

Jedoch sei es den Geschichtenerzählern um Zwölfhundert herum, etwas davor und etwas danach, verziehen. Sie sahen die Welt noch aus ganz anderen Augen.

So behalte ich es mir vor, meine eigenen Wünsche nicht an Dritte weiterzuleiten. Wer weiß, was der Nächste sich wünscht? … und schon liegen zwei Flaschengeister im Zoff. Denn jeder hat seinen Job zu tun und muss den Willen seines Herren durchsetzen.

Kommt Euch das irgendwie bekannt vor? 😉

Bis zum nächsten Mal.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Von gemauster Stunde und nix Sport oder so

Was ist deine Lieblingsform der körperlichen Betätigung?

Ach herrje, was ist das für eine Frage zum Sonntag?

Kater Flo holte mich zu seiner gewohnten Zeit laut miauend aus dem Bett. Er sabotierte einfach die zurückgegebene Stunde aus der Sommerzeit und mauste mir diese einfach.

Ich weiß aus den vielen Jahren, die wir mit Katzen leben, dass es wieder einige Zeit dauern wird, bis er minutenweise an die aktuelle Zeitregelung angepasst sein wird. Katzen lieben Routinen. Ihre innere Uhr ist ziemlich präzise.

Es wäre interessant zu wissen, wie man dieses Problem in der Landwirtschaft umschifft. Ich werde dazu später recherchieren. Oder weißt Du es? Dann schreibe es doch bitte einfach ins Kommentarfeld.

Aber zurück zum Thema: Ich bin also heute halb sechs Uhr aufgestanden und habe mich, nachdem ich den Rest Schläfrigkeit im Bad ließ, durch das morgendliche Aktuelle aus der großen weiten Welt gekämpft. Letztendlich machte ich Stopp auf WordPress und schaute, was es an Interessantem zu lesen gibt und das war eine ganze Menge. Dabei las ich das heutige Schreibthema von WordPress für uns Blogger. Mir saß das Grinsen wirklich im Gesicht.

Eine „Lieblingsform der körperlichen Betätigung“. Ganz ehrlich: Das habe ich nicht. Ich lege Wert darauf, dass ich mich täglich bewege, die Treppen steige und auf eine ausreichende Menge an Schritten komme. Meine Uhr habe ich so eingestellt, dass sie mich stündlich daran erinnert, wenn ich die von mir festgelegte Schrittzahl noch nicht erreicht habe, das nun endlich zu tun. Meine körperliche Betätigung sind Hausarbeit genauso, wie der Weg zum Bäcker oder auch das Sitzen auf dem Sofa. Denn das Aufstehen aus niedriger Höhe ist für meine in die Jahre gekommenen Gelenke im wahrsten Sinne des Wortes oftmals eine „körperliche Betätgung“. Jedoch ist das alles sicher keine „Lieblingsform“ dieser 😅

Wie sieht es aus? Hast Du eine Lieblingsform, Dich körperich zu betätigen?

Schreibe es doch einfach ins Kommentarfeld.

Habt einen wunderbaren Tag, Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Ein ziemlich großer Batzen

Wenn du eine Million Euro zu verschenken hättest, wem würdest du sie geben?

Die heutige Frage von WordPress suggeriert uns, dass wir rein hypothetisch einen riesigen Sack Geld mit uns herumschleppen und wir ganz flockig locker mal eine Million Euro zu verschenken hätten. Das ist ein netter Gedanke. Also geben wir uns doch ein paar Minütchen dieser Illussion hin.

Diesen großen Batzen Euronen würde ich keinesfalls an eine dieser hintertriebenen NGO geben, genauso wenig an geschäftsorientierten Spendensammelunternehmungen oder gar an von Korruption zerfressenen verarmte Länder, oder …

Stopp! Die Frage ist doch genau anders herum.

Hätte ich ein derart prächtig gefülltes Konto, wäre meine Familie und die Menschen, die mir am Herzen liegen und wichtig sind, abgesichert.

Die eine Million, die ich zu verschenken hätte, würde ich der Gemeinde geben, in der ich lebe.

Seit wenigen Monaten wohne ich in einem liebevoll gepflegten Ort im schönen Erzgebirge. Wenn ich diese eine Million Euro der Gemeinde schenke, wäre es eine Gabe an alle rund siebentausend Einwohner. Unsere Gemeinde könnte das Geld zum Beispiel für Projekte verwenden, die derzeit nicht finanzierbar sind. Letztendlich bringt es einen Mehrwert für alle Menschen, die hier beheimatet sind.

Ich denke, dass es immer mehr Regionen, vor allem im städtischen Raum, gibt, in denen die Menschen entwurzelt sind. Sie haben das Warum verloren und sie wissen inzwischen nicht mehr, weshalb sie sich in unserem Land heimisch und geerdet fühlen dürfen und wofür sie sich engagieren sollen. Sie ließen sich Vielfalt und allgemeinen Globalismus einflößen, wie auch die Scham und ein über etliche Generationen getragenen und kultuvierten Schuldkomplex, Deutscher zu sein.

Deshalb würde ich solch eine fette Million Euro im eigenen, unserem, Land belassen, um dieses etwas besser, schöner, lebens- und liebenswerter zu machen.

Schnipps mit dem Finger. Aufwachen! Die Minütchen der Träumerei sind vorbei! Es war eine Illussion. Denn leider habe ich die Moneten nicht.

Wem würdest Du die Million Euro geben, wenn Du eine solche Menge zu verschenken hättest?

Schreibe es einfach in das Kommentarfeld.

Bis zum nächsten Mal, Eure Petra Kolossa.

Nur das …

Was würdest du tun, wenn du all deine Besitztümer verlieren würdest?

… aufstehen. Krönchen richten. Weiter!

Und Du? Was würdest Du tun?

Habt einen wunderbaren Sonntag.

herzlich, Eure Petra Kolossa 👑

Stimmungskiller

Erzähle uns von einer Zeit, in der du dich fehl am Platz gefühlt hast.

Bei mir sind es die Situationen, in denen sich Menschen bündeln und unglaublich laut sind.

Es scheint dann so, dass jeder den anderen übertönen müsse. Jeder dieser Runde ist besser gelaunt als der andere. Jeder lacht intensiver als der andere. Jeder ist offener als der andere. Jeder begrüßt den Neuankömmling herzlicher als der andere.

Und wenn dann die ersten Glas Bier, Wein und sonstiges gekippt wurden, beginnen die weiblichen Wesen dieser Runden die männlichen kreischend zu übertönen. Wie peinlich, denke ich.

Unterhaltungen, sofern diese bei dem Lärm überhaupt möglich sind, sind laute sich gegenseitig hingeworfene oberflächliche Satz- und Wortkonstrukte, auf die man versucht so geistreich wie nur möglich im ping-pong zu reagieren und viele Lacher,  abzuholen. Sie reden um zu reden.

Dieser Lärm verschwimmt in mir nach einiger Zeit zu einer mächtigen dumpfen Geräuschkulisse, in der ich nur noch hantierende Figuren mit ihrer Mimik und Gestik beobachten kann. Je lauter es wird, desto stiller werde ich.

Werde ich dann angesprochen, kommt meine Konzentration zurück. Der Lärm prallt glasklar in mein Hirn. Ich anworte. Man versteht mich nicht. Der mich anspricht beugt sich zu mir, um zu hören, was ich sage. Die ersten beobachten die Situation und werden leiser, was dann wie eine Verhaltensstudie wirkt. Denn die anderen tuen es auch und im Raum wird es still.

Ich fühle mich dann wie ein Stimmungskiller und völlig fehl am Platz.

Derartige Einladungen nehme ich in der Regel nicht mehr an. Auch wenn sie noch so lieb gemeint sind. Es tut mir nicht gut und diesen Einfach-mal-Spaß-haben-Runden auch nicht.

Wie ist es bei Dir, hast Du Dich schon einmal fehl am Platz gefühlt?

Schreibe es einfach ins Kommentarfeld.

Bis zum nächsten Mal,

herzlich Eure Petra Kolossa.

Zurück zum Faustkeil?

Dein Leben ohne Computer: Wie würde es aussehen?

Musstest Du über die heutige Frage auch lächeln? Wie würde Dein Leben ohne Deinem Computer aussehen?

Die Frage könnte ich ganz einfach abbügeln und sagen: Kein Problem, so nehme ich eben Tablet, Smartphone, Notebook und so weiter. Ich gehe davon aus, dass diese Frage auch derlei Dinge einschließen soll.

Das Verrückte ist, dass ich noch nie einen klassischen Computer besaß. Also solch ein Ding, das aus mehreren Teilen besteht, wie  Bildschirm, Tastatur, dem eigentlichen Rechner, der meistens unter dem Schreibtisch steht. Meine Computer waren und sind immer Laptops oder Notebooks.

Meinen ersten Laptop kaufte ich im Jahr 2000. Ich habe ihn geliebt und jahrelang mit mir herumgeschleppt.

Denken wir an Computer, wird wohl sofort die Brücke zum Digitalen, also zum Internet geschagen. Wir vergessen oft, dass diese Dinger perfekte „Schreibmaschinen“ mit einem riesigen Speicher sind. Und das wäre schon blöd, hätte ich auch das nicht mehr.

Ich komme aus der Generation, die auf mechanischen Schreibmaschinen herumhackte. Die komplette Entwicklung bis hin zum heutigen Computer durfte ich miterleben. Welch ein Privileg!

Wie sähe mein Leben ohne Computer aus? Hm, wahrscheinlich so, wie vor dem Jahr 2000. Ich ginge wieder in die Bibliotheken, um Recherchen zu betreiben. Würde meine Bücherschränke mit gedruckten Lexika und anderen Nachschlagewerken füllen. Die gesammelten Zeitungen und Zeitschriften würden sich irgendwo stapeln. Ich würde die Auskunft mit dem Telefon anrufen, um Fahrpläne zu erhalten. Im Auto säße ich mit Straßenkarten, die ich immerzu umknicken muss und oftmals würde ich die Scheibe herunterlassen, um Leute auf der Straße nach einem detaillierten Weg zu fragen.

Ich würde wieder Kohle- und Durchschlagpapier benötigen, um meine getippten Seiten wenigstens drei- oder viermal vervielfätigt zu wissen. Mein Schreiben und Arbeiten an schriftlichen Dingen wäre wieder konzentrierter. Wer noch niemals mit einer Schreibmaschine schrieb, weiß nicht, wie umständlich es ist, einen Fehler zu korrigieren. Heute ist es völlig egal. Es wird sich vertippt und korrigiert, was das Zeug hält.

Fix mal eine Zahlenreihe markiert oder eine Formel in die Exelleiste geschrieben und zack, schon steht das Ergebnis da. Das würde mir wirklich fehlen. Nun gut, zurück zum Rechenschieber ist vielleicht nicht notwendig, den Taschenrechner gibt es ja auch noch.

Das sollen nur wenige Beispiele sein. Unser Leben ohne Computer und dem dazugehörigen Internet wäre bewegter und aktiver, weil nicht alles sofort bequem erreichbar ist. Dennoch wäre es entschleunigt. Wir Menschen wären nicht zu einer elektronischen Nummer verkommen, weniger gläsern, bis in alle Details kontrollierbar und weniger angreifbar.

Manches Mal frage ich mich, ob das Nachdenken über dieses Thema wirklich so abstrakt ist. Was wäre, wenn unsere digitale vernetzte Welt plötzlich nicht mehr wäre?

…  mein Blog würde mir wirklich fehlen. Der Kontakt zu den vielen Menschen, die ich ohne meinem Computer und ohne dem Internet nie hätte.

Ich danke Euch, dass Ihr mich begleitet.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Money, Money

Welche Lektion hättest du gerne früher im Leben gelernt?

Das ist eine gute Frage, die uns Bloggern gestellt wird. Ganz sicher hat jeder von uns im Laufe seines Lebens bereits einmal gedacht: „Hätte ich das doch viel früher gelernt!“

Also ich tat das sehr, sehr oft.

Die obige Frage bezieht sich nur auf eine Lektion. Auch wenn ich so einige Lektionen in meinem Leben gern früher gelernt hätte, will ich mich also nur einer widmen. Ich gehe ganz weit zurück, nämlich in meine Kindheit.

Das, was wir in unseren frühen Kinderjahren lernten, prägt sich tief in unserem Unterbewusstsein ein. Später tragen wir das uns Beigebrachte plus einiger eigener Erfahrungen an unsere Kinder weiter. Diese tun das später ebenso, wiederum mit ihren selbst gewonnenen Erkenntnissen ergänzt. Irgendwann, einige Generationen später, wird das, was ich einst lernte, aufgepolstert mit den Eigenerfahrungen der jeweiligen Generationen, neutralisiert sein.

Heute möchte ich über eine Lektion sprechen, die ich unbedingt viel, viel füher hätte lernen wollen. Es ist aus meiner Sicht so wichtig, dass ich das dringend an die heutigen Eltern weitergeben möchte. Zeitgemäß wäre es, wenn dieses Thema tiefgreifend in Form der Wissensvermittlung in den Schulen Einzug halten würde. Das ist eine Basis für das gesamte Leben.

Was ich nie in meinem Elternhaus lernte, war der Umgang mit dem Geld. Es war ein Tabu. Auf Fragen zu diesem Thema wurde pikiert und empört reagiert. Wir Mädchen hatten nie ein Taschengeld. Wir lernten nie die Bedeutung des Geldes kennen, zum Beispiel das vorhandene Geld einzuteilen. Wir lernten nie, einen gewissen Betrag nur für uns allein zur Verfügung zu haben, dieses auszugeben oder zu sparen. Wir lernten nie selbstverantwortlich mit einer bestimmten Menge Geld umzugehen, ohne Rechenschaft dafür ablegen zu müssen.

Benötigten wir für die Schule zum Beispiel ein neues Schreibheft, bekamen wir genau das Geld abgezählt, was es kostete. Ich glaube, es waren damals zehn oder zwanzig Pfennige. Damit gingen wir zum Schreibwarengeschäft und kauften es.

Wenn wir zum Beispiel ein Brot einkaufen sollten, lag ein Häuflein Münzen genau abgezählt, auf dem Schrank in der Küche. Es waren einundachtzig Pfennigen für das bevorzugte Malfabrot, oder die siebenundsiebzig Pfennige für einen Liter Milch. Ich kann mich noch daran ereinnern, wie ich dieses Häufchen Kleingeld fest in meiner Hand umklammerte, um keinen Pfennig zu verlieren. Wie peinlich wäre es gewesen, an der Kasse nicht ausreichend Geld zu haben, um den Einkauf zu bezahlen.

In den Sommerferien fuhren wir regelmäßig in ein Ferienlager. Wir alle bekamen von den Eltern ein Taschengeld mit. Die meisten hatten zwischen zwanzig und dreißig Mark, für jede Woche also etwa zehn Mark, dabei. Wir, meine Schwester und ich, erhielten von unseren Eltern zehn Mark für diese Zeit . Die anderen Kinder kauften sich auf Ausflügen hübsche Sachen, die sie mochten und an denen sie Spaß hatten und sich erfreuten. Ich konnte damit nichts anfangen, weil ich mir nicht getraute, das Geld für mich selbst auszugeben, schließlich tat ich es noch nie. Wieder zu Hause angekommen, nahmen meine Eltern das Geld zurück.

Zu meinem Geburtstag bekam ich von meinen Großeltern immer ein kleines Päckchen geschickt. Dort war meistens ein Buch, eine Näharbeit meiner Oma sowie eine Karte mit zehn oder zwanzig Mark enthalten. Ich habe bis heute keine Ahnung, was mit dem kleinen Geldbetrag geschah, denn unsere Eltern sprachen niemals mit uns darüber. Diese kleine Beigabe war praktisch nicht vorhanden. Damals machte ich mir nie einen Gedanken darüber. Denn Geld war für mich etwas Abstraktes, etwas Erwachsenes, das uns Kinder nichts anging.

Ich wusste nicht, in welcher Höhe ich Geldgeschenke als Vierzehnjährige zu meiner Jugendweihe erhielt. Meine Klassenkameraden unterhielten sich darüber, erzählten von ihren Plänen, was sie damit machen werdern und fragten auch mich. Ich wusste es tatsächlich nicht. Später stellten mir meine Eltern ein Fahrrad hin, das sie kauften. Das geschenkte Geld verwendeten sie dafür, wie sie sagten. Das Rad war grün und robust. Ich mochte damals kein Grün. Es war ein Fahrrad, das ich mir nicht selbst aussuchen durfte. Meine Eltern fragten nie nach meinen Vorstellungen. Sie entschieden allein und kauften es. Es war damals so in einem patriarchisch angelehnten Haushalt. Ich wuchs so auf und kannte es damals noch nicht anders.

Das sind nur einige wenige banale Situationen aus meiner Kindheit, die mir spontan zum Thema Geld einfallen.

Etwas später, als ich zwischen achtzehn und neunzehn Jahre alt war, zog ich in eine eigene Wohnung. Verloren stand ich vor einer für mich riesigen Herausforderung. Ich wusste nicht, wie das mit der Mietzahlung ist, dass man für Strom Geld bezahlen muss und welche Kosten noch auf mich zukommen können. Als Berufsanfängerin hatte ich sehr wenig Geld, eigentlich zu wenig, um davon einen eigenen Haushalt zu bewirtschaften. Ich musste mir also selbst beibringen, wie ich mein Leben finanzieren (können) muss.

Das Thema Geld zieht sich dominant durch unser gesamtes Leben. So lästig es zu sein scheint, so lebensbestimmend ist es. Das Geld entscheidet letztendlich über Sein oder Nichtsein. Deshalb gehört diese Lektion allgemeinbildend zu den wichtigsten, die wir lernen sollten, zunächst spielerisch, später praxisnah.

Ich komme noch aus einer Zeit, in der die Eltern ein Büchlein über Bienen, Blümchen und Bestäubung hinlegten und das Aufklärung nannten.

Über Geld spricht man nicht. Geld hat man. Das waren die verstaubten Ansichten von einst. Ich will das mal so entschuldigend für diese Generation stehen lassen 😉

Welche Lektion hättest Du gern früher gelernt? Schreibe es einfach in das Kommentarfeld. Ich bin ganz neugierig.

                

Heute ist ein herrlich sonniger, lauwarmer aber stürmischer Septembertag. Gerade musste ich meinen vom Wind davongetragenen Wäscheständer auf der Terrasse retten …

Habt einen wunderbaren Spätsommertag.

Bis zum nächsten Mal, Eure Petra Kolossa.

Ein Ort an dem ich ich bin

Was verschafft dir ein Gefühl des Friedens?

Es ist nicht viel, nichts Dramatisches. Einfach nur ein vertrauter Ort, der mich auffängt, der mir Wärme und meinen Seelenfrieden gibt. Ein Raum der mir Geborgenheit und Sicherheit schenkt. Ein Ort, der meinem Harmoniebedürfnis entspricht. Ein Ort, an dem ich sein kann, wer ich bin, an dem ich mein Leben leben darf, mit Fürsorge, Wertschätzung und Liebe.

Seit meiner Jugend habe ich ein Bild vor meinen Augen. Es sind weit geöffnete Fenster, vor denen hauchdünne bodenlange schneeweiße Stores angebracht sind. Ein leichter Wind verfängt sich in diesen und hinterlässt eine warme Briese Rosen- und Lavendelduft im Raum. Ich sitze an einem großen weißen Sekretär und schreibe in einem Heft.

Ich habe keine Ahnung, woher ich diese Vision habe. Und ich weiß nicht, warum ich die so lange mit mir herumtrage und nie in die Realität umgesetzt habe. Denn diese Momentaufnahme, wenn ich an sie denke, gibt mir ein Gefühl des Friedens.

Die heutige Frage an uns Blogger ist eine gute, die mich kurz innehalten ließ. Meine Antwort ist spontan und so schrieb ich sie auf.

Was verschafft Dir ein Gefühl des Friedens?

Schreibe es doch einfach ins Kommentarfeld 😊

Bis zum nächsten Mal,

herzlich, Eure Petra Kolossa.