Heiligabend. Das erste Weihnachten, das ich in unserem neuen Zuhause begehen darf. Und es fühlt sich unglaublich gut an, nach zwanzig Jahren wieder in Sachsen zu leben.
Ich weiß, dass es viele Menschen nicht verstehen können, dass es mich aus der schönen Bodensee-Region nach Hause gezogen hat. Meistens sind es jedoch die, die selbst nie ihr Zuhause für einen längeren Zeitraum, zum Beispiel berufsbedingt, verlassen haben. Sie bewerten und urteilen und nennen es Schwäche.
Ich nenne es Heimweh. Es ist ein unsichtbares Band, das uns mit dem Ort unseres Ursprungs verbindet und erdet.
Viel zu viele von uns sind entwurzelt und wissen nicht mehr, wohin sie eigentlich gehören, wozu sich ihr Engagement, ihr Einsatz, noch lohnen soll. Sie kennen und fühlen keinen Unterschied zwischen Staat und Heimatland und schweben zerrissen im Irgendwo.
Es ist also das erste Weihnachten wieder Zuhause seit 2005 💛
Kennst Du dieses warme, glückliche Gefühl, nach einer langen Zeit zurück nach Hause gekommen zu sein? Schreibe es mir bitte einfach in die Kommentare. Das wäre wirklich schön.
Aber nun wird es Zeit: Ich wünsche Dir ein wunderbares, ruhiges und besinnliches Weihnachten im Kreise Deiner Lieben. Genieße diese besonderen Tage zum Jahresende.
Im Übrigen: Es soll ein wenig Schnee geben und verdammt kalt werden. Vielleicht gibt es nachlanger Zeit eine weiße Weihnacht.
Herzlich,
Eure Petra Kolossa. 💖✨️🎄
PS: Der farbige Weihnachtsgruß ist die erste Zeichnung, die ich nach unserem Umzug im Juli anfertigte. Es wurde wirklich Zeit, dass ich wieder zu den Farben griff.
Es ist immer noch stürmisch, regnerisch, düster, im Augenblick sieben Grad. Ein ungemütlicher Tag, dieser 24. Dezember 2023. Als ich vor etwa einer Woche in die Wetter-App schaute, wurden für den heutigen Tag minus zwei Grad und Schneefall angezeigt. Ich dachte mir: „Wow, nach vielen Jahren eine weiße Weihnacht. Wie schön!“ Aber das änderte sich nach zwei Tagen. Da wurde mir gesagt, dass zum Jahreswechsel dieses genannte Winterwetter zu erwarten sei. Soeben kontrollierte ich das und ich darf Euch die präzise Wetterinformation übermitteln: Dieses kalte Wetter mit Minusgraden wird nun ab dem dritten Januar angekündigt. Um festzustellen, wie das Wetter heute ist, brauche ich nur vor die Haustür zu gehen, um das mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit diagnostizieren zu können. Ich sollte diese wetter.com-App von meinem Smartphone verbannen. Hast Du eine, die wenigstens zehn Tage vorab ziemlich realitätsnah Auskunft gibt? Wäre schön, wenn Du es einfach in die Kommentare schreibst. Besten Dank dafür.
Gestern fuhr ich an einem Supermarkt in Ravensburg vorbei. Der Parkplatz war leer, und das an einem Vormittag des 23. Dezember! Ich bog kurzentschlossen rechts ab, parkte und marschierte in den Markt um noch ein paar wenige Dinge für die kommenden Tage einzukaufen.
Im Foyer standen Eimer mit Blumensträußen. Mein Herz schlug höher, als ich ein paar Tulpensträuße entdeckte. Ich liebe Tulpen. So nahm ich zwei Sträuße, einen für mich und einen für meine liebe ältere Nachbarin Agnes und legte sie in den Einkaufswagen. Ich weiß, dass sie sich sehr darüber freuen wird. Es sind die ersten Tulpen in dieser Saison und so gar nicht weihnachtlich 😉
In ein paar Stunden ist Heiligabend. Traditionell werde ich Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen zubereiten. Ich denke, dass ist wohl in Deutschland das typischste Essen am Heiligabend. In meiner Kindheit gab es immer „Weißsauer“. Das bereiteten beide meiner Großeltern zu. Es ist ein traditionelles Gericht aus Ostpreußen. Je weiter man sich aus dem Norden entfernt, desto weniger Menschen kennen diese leckere Speise. Es ist ganz einfach zuzubereiten. Wenn Du es einmal ausprobieren möchtest: Am Vortag des 24. Dezembers gib in einen Topf Geflügelklein, ganz gleich, ob von der Ente oder vom Hühnchen. Dazu kommt Wurzelwerk, ein Lorbeerblatt, ein paar Pimentkörner, etwas Salz, Pfeffer, ein Schuss Sauer (Brotdrunk oder Essig), etwas Süße (ganz gleich, ob Zucker oder eine Alternative). Das Ganze mit Wasser knapp bedecken, aufkochen und etwa zwanzig Minuten unter wenig Hitze köcheln lassen. Abschmecken. Dann alles in eine Glasschüssel geben und erkalten lassen. Das Weißsauer geliert. Es ist in der Glasschüssel hübsch anzuschauen. Es lohnt sich also, das Gemüse „schön“ zu schneiden, die Karotten zum Beispiel als Sternchen. Meine Großmütter ließen es draußen am Fenster oder im Keller erkalten. Heute wird man es sicher in den Kühlschrank stellen. Es wird also kalt gegessen. Dazu wird Brot, ein Weißwein oder kühles Bier gereicht. – Welches traditionelle Essen wird bei Dir zu Heiligabend gegessen?
Jetzt stimmen wir uns so langsam auf das Weihnachtsfest ein. Im Vorfeld hatte ich für neue Weihnachtskarten ein Motiv entworfen. Holger hat mich dabei untertützt und es in die digitale Endfassung für die Druckerei gebracht. Diese hat termingerecht die Karten gefertigt und dem DHL pünktlich übergeben. Nur dieser brauchte für einhundertsiebzig Kilometer eine Woche. Somit liegen die Weihnachtskarten für das kommende Jahr bereits überpünktlich bereit und ich beschrieb bis zum 20. Dezember die „Weihnachts-Kätz“ aus den vergangenen Jahren ein weiteres Mal.
Draußen rüttelt der Sturm, der Regen peitscht an die Fenster. Der Kamin wird am Abend für gemütliche Weihnachtsstimmung sorgen.
Ich wünsche Euch allen schöne, besinnliche, gemütliche, erholsame und entspannte Weihnachtstage. Lasst Euch nicht stressen. Genießt die freien Tage ganz nach Eurem Sinn.
Seit vielen, vielen Jahren begleitet mich diese Pyramide aus dem Erzgebirge in der Weihnachtszeit und soll in diesem ungewöhnlichen Jahr meine Weihnachtsgrüße sinnbildlich zu Euch weitertragen.
Ich wünsche Euch angenehme, ruhige, entspannte, gemütliche, besinnliche, liebevolle und friedliche Weihnachtstage im kleinen Kreise Eurer Lieben.
Genießt die Zeit, passt auf Euch auf und bleibt gesund.