Neues von Kunstmix

Meine Zeit war in den letzten Tagen viel zu eng getaktet. Ich fand einfach keine Zeit, einen Blogbeitrag zu schreiben. Die Vorbereitung auf die aktuelle Ausstellung knabberte hemmungslos am vierundzwanzig-Stunden-Tag.

Seit heute Mittag bin ich allein in den Räumen der Ausstellung „Kunstmix“ unseres Familienkunstprojektes ARTverwandt und ich werde versuchen, nebenbei ein paar Zeilen für Euch zu schreiben.

Inzwischen sind einige Stunden vergangen und es ist bereits Spätnachmittag. Interessierte Besucher hinderten mich daran, mich an meinem Beitrag festzubeißen. Und ich kann darüber überhaupt nicht böse sein. Denn es freut mich unendlich, dass unsere Kunstschau eine so gute Resonanz findet.

Glaubten wir doch am Samstag, dass die Vernissage und das JANISA-Konzert im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt. Hier in Eriskirch am Bodensee hatten wir nämlich extremes Hochwasser. Die kleinen Flüsse traten über ihre Ufer und überschwemmten tüchtig die Region. Straßen waren gesperrt, zum Teil wurden die Leute in den Nebenorten aus ihren Häusern evakuiert. Erst am Vormittag des ersten Junis erhielten wir grünes Licht für die Eröffnung am Abend für „Kunstmix“. Wir waren sehr erleichtert, obwohl wir nicht wussten, ob und wieviele Leute sich bei diesem starken Dauerregen sowie gesperrten Straßen und Brücken auf die Strümpfe machen werden, um unserer Vernissage beizuwohnen. Und es kamen so viele! Es ist für uns eine unglaubliche Wertschätzung.

Die „Schwäbische Zeitung“ schrieb über uns.

Ich bin wirklich stolz auf unsere vielseitige Familie, auf unsere künstlerische Verbundenheit, auf das, was wir hier auf die Beine gestellt haben. Das alles trotz der großen räumlichen Entfernungen von einigen hundert Kilometern. Das setzt großes gegenseitiges Vertrauen voraus.

Hier eine Aufnahme von uns im Rahmen unserer Kunstmix-Ausstellung extra für Euch.

Rolf Spiegelberg, Kerstin Spiegelberg, Willy Holger Wagner, Petra Kolossa, Isabel Kolossa, Maria Kolossa, Janos Warnusz  (v.l.n.r.)

Heute am Mittag machte ich ein paar wenige Fotos, um Euch einen kleinen Eindruck zu geben. Später, wenn wir die Ausstellung beendet haben,  werde ich noch einmal abbschließend auf Kunstmix mit Details zurückkommen.

Die Räume sind einfach wunderschön. Sie hinterlassen eine beflügelnde Leichtigkeit und jedes Werk kann für sich wirken. Diesen Ort umschließt eine ganz besondere Atmosphäre, die Ruhe gibt und der Seele gut tut.

Jetzt hast Du Appetit auf Kunstmix? Super! Genau das war meine Absicht 😀

So verabschiede ich mich heute aus Eriskirch am Bodensee.

Herzlich, Eure Petra Kolossa

Wir sind bis zum 09. Juni 2024 für Euch hier vor Ort. Wer in der Nähe ist, schaut einfach vorbei.

🕘 Montag bis Freitag 12 – 19 Uhr und Samstag / Sonntag 11 – 17 Uhr.

📍Alte Schule, Kirchplatz 3, Eriskirch

Zwei Tage sind keine Zeit

Das Wochenende ist schon wieder rum, sozusagen durch die Finger geglitten. Entweder werde ich langsamer, oder ich bürde mir zu viel auf, oder aber jemand hat die Stunden klammheimlich verkürzt. Irgend so etwas muss es sein. Ganz bestimmt 😉

Blicke ich zurück, waren die zwei Tage gut gefüllt. Zum einen mit dem letzten Treffen unserer freien Künstlergruppe „seeArt“ vor der nächsten Ausstellung. Ich bezeichne unsere Veranstaltung als Kunstschau. Denn es ist viel mehr als eine reine Ausstellung.

Seht selbst:

Und so schaut’s aus, wenn ich mich in das sogleich folgende Künstlertreffen hineingedacht, mich konzentriert vorbereitet habe, gleich ins Auto steige und zum Treffen fahre.

Im Nachhinein sind so etliche Dinge zu erledigen. Nur noch zwanzig Tage! Dann muss alles stehen und rundlaufen. So gab ich den halben Sonntag dafür hin. Eine solche Veranstaltung ist immer ein immenser Aufwand. Aber eine dankbare Sache, wenn diese von den Menschen angenommen wird.

Noch ein wenig Hausarbeit, ausbaumeln und ein dickes Dankeschön an Holger, der die erst kürzlich von mir fertiggemalten Barhocker sicher zusammengeschraubt hat.

Hier lasse ich mich in unserem kleinen Garten am Haus von der Sonne kitzeln.

Jetzt zwinkert mir der Mond zu und ermahnt mich, den Schreibtisch gegen das Bett zu tauschen 😉

Startet gut in die neue Juniwoche.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Sonntagsschwätzchen

Ein trüber, dunkler Tag, acht Grad. Der starke Wind peitscht den Regen gegen das Fenster. Ich mache mir einen starken Kaffee und entscheide mich für „Lovingly“, by Bruce Willis.  Dieses Duftgemisch, das meiner Tasse Kaffee entweicht und dem femininen Parfum, das mich umgibt, stimmt mich mit diesem müden Tag versöhnlich. Ich stelle die Tasse Kaffee auf meinen Schreibtisch und ärgere mich eine klitzekleine Sekunde über die nächtlichen, inzwischen getrockneten, sandigen Pfotenabdrücke der Kätz auf meinem Arbeitsplatz. Letztendlich muss ich lächeln. Denn auch das ist das Leben mit den zwölf Pfötchen.

Neulich erzählte ich Euch von meinen Karma-Kärtchen. Die Schachtel liegt auf meinem Schreibtisch. Und diese Karte habe ich soeben für uns gezogen:

„Höre nie auf, zu entdecken“.

So ganz spontan gefragt: Was hast Du heute entdeckt?

Ich entdeckte heute an mir, dass mir die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit überhaupt nichts ausmachte. Hingegen umgekehrt tat ich mich ein paar Tage mit der Umstellung schwer. Und wenn ich etwas tiefer nachdenke, ist das eigentlich schon immer so gewesen. Woran mag das nur liegen?

Wenn es nach mir ginge, könnte es einfach Sommerzeit bleiben. Auch, wenn die sogenannte Winterzeit die eigentlich „richtige Zeit“ ist.

Vor fünf Jahren hat die EU eine Umfrage gestartet, um herauszufinden, was die Menschen wollen. Vierundachtzig! Prozent der Europäer wollen keine Zeitumstellung. Aber mit derart unwichtigen Dingen hat sich die EU zuletzt 2019 befasst und seitdem ruht wegen Uneinigkeit der ganze Kram. Diesen interessanten Beitrag der „Tagesschau“ vom heutigen Tag fand ich beim Stöbern zu diesem Thema im Netz. Schaut einfach mal rein.

Ein unsägliches Thema ist das ideologisch, politisch gefärbte und oktroyierte Verwursteln unserer deutschen Sprache. Ich spreche vom Gendern, das die Mehrheit der Deutschen, nämlich über siebzig Prozent, ablehnen. Ich bin Mitglied im „selfpublischer-Verband“. Vier mal im Jahr erhalte ich eine Fachzeitschrift. Als ich die vierte im letzten Jahr versuchte zu lesen und mir auch in dieser immer wieder die Konzentration auf den Inhalt des Textes genommen wurde, weil ich über die dämlichen Doppelpünktchen, Sternchen und neu kreierten Wortschöpfungen stolperte, dachte ich darüber nach, diese mir sonst so lieb gewordene Zeitschrift zu ignorieren und mich davon zu trennen.

Vor einigen Tagen erhielt ich die aktuelle Ausgabe für dieses Jahr. Ein Thema war ChatGPT. Erst kürzlich hörte ich dazu einen Podcast. Es ist ein sehr interessantes Feld und spannend zu hören, welche Ausmaße KI, also künstliche Intelligenz, nehmen kann und gehen wird. Aber zurück zur Fachzeitschrift und diesem Beitrag dazu.

Der Artikel wurde via ChatGPT geschrieben, also der überwiegende Teil davon. Was die ganze Sache sympathisch macht? ChatGPT kann nicht gendern. Im Text gibt es eben nur Buchhändler, Bibliothekare, Autoren, Leser …

Witzig ist nur, dass vor der Überschrift die Autoren wie folgt benannt wurden:

„Autor*in: ChatGPT und Sandra Uschtrin“

Ein sehr interessantes Interview mit der Sprachwissenschaftlerin Katerina Stathi las ich kürzlich zum Thema „Sprache hat nicht die Funktion Gerechtigkeit abzubilden“. Ich habe den Text für Euch verlinkt.

Ganz sicher werde ich immer wieder das Gender-Thema frequentieren, zumindest, bis dieser Unsinn ein Ende gefunden hat. Hoffentlich bald.

Diese abstrakte Assemblage, die in kleinem Stück im Hintergrund zu sehen ist, entstand im Jahr 2019. Ich fertigte sie für eine kleine Ausstellung in einer Marina am Bodensee.

Im Juni / Juli diesen Jahres werde ich mit unserer Künstlergruppe „seeArt“ in Eriskirch ausstellen. Bei unserem letzten Künstlertreffen änderten wir ganz spontan den eigentlichen Titel der Ausstellung in „See(h)weisen“. Im Augenblick bin ich dabei, ein Konzept für ein paar neue Werke explizit für diese Ausstellung zu enwickeln. Wenn es einmal durch den Kopf ist, ist der „Rest“ dann nur noch mit Fleiß zu bewältigen 😉

So werde ich mich heute mit ganz banalen Dingen beschäftigen. Damit mein Kopf genügend Freiraum hat, seine Arbeit zu tun. Denn bis Ende nächste Woche muss das Thema verdaut sein, damit ich mich an die praktische Umsetzung machen kann.

Das Bild schickte mir vor wenigen Tagen ein lieber Freund. Das trifft tatsächlich den Nagel auf den Kopf.

Jetzt erst einmal ein Käffchen für Euch und für mich 😀

Einen schönen Sonntag wünscht Euch,

Eure Petra Kolossa.