Wenn du eine Million Euro zu verschenken hättest, wem würdest du sie geben?
Die heutige Frage von WordPress suggeriert uns, dass wir rein hypothetisch einen riesigen Sack Geld mit uns herumschleppen und wir ganz flockig locker mal eine Million Euro zu verschenken hätten. Das ist ein netter Gedanke. Also geben wir uns doch ein paar Minütchen dieser Illussion hin.
Diesen großen Batzen Euronen würde ich keinesfalls an eine dieser hintertriebenen NGO geben, genauso wenig an geschäftsorientierten Spendensammelunternehmungen oder gar an von Korruption zerfressenen verarmte Länder, oder …
Stopp! Die Frage ist doch genau anders herum.
Hätte ich ein derart prächtig gefülltes Konto, wäre meine Familie und die Menschen, die mir am Herzen liegen und wichtig sind, abgesichert.
Die eine Million, die ich zu verschenken hätte, würde ich der Gemeinde geben, in der ich lebe.
Seit wenigen Monaten wohne ich in einem liebevoll gepflegten Ort im schönen Erzgebirge. Wenn ich diese eine Million Euro der Gemeinde schenke, wäre es eine Gabe an alle rund siebentausend Einwohner. Unsere Gemeinde könnte das Geld zum Beispiel für Projekte verwenden, die derzeit nicht finanzierbar sind. Letztendlich bringt es einen Mehrwert für alle Menschen, die hier beheimatet sind.
Ich denke, dass es immer mehr Regionen, vor allem im städtischen Raum, gibt, in denen die Menschen entwurzelt sind. Sie haben das Warum verloren und sie wissen inzwischen nicht mehr, weshalb sie sich in unserem Land heimisch und geerdet fühlen dürfen und wofür sie sich engagieren sollen. Sie ließen sich Vielfalt und allgemeinen Globalismus einflößen, wie auch die Scham und ein über etliche Generationen getragenen und kultuvierten Schuldkomplex, Deutscher zu sein.
Deshalb würde ich solch eine fette Million Euro im eigenen, unserem, Land belassen, um dieses etwas besser, schöner, lebens- und liebenswerter zu machen.
Schnipps mit dem Finger. Aufwachen! Die Minütchen der Träumerei sind vorbei! Es war eine Illussion. Denn leider habe ich die Moneten nicht.
Wem würdest Du die Million Euro geben, wenn Du eine solche Menge zu verschenken hättest?
Welche Lektion hättest du gerne früher im Leben gelernt?
Das ist eine gute Frage, die uns Bloggern gestellt wird. Ganz sicher hat jeder von uns im Laufe seines Lebens bereits einmal gedacht: „Hätte ich das doch viel früher gelernt!“
Also ich tat das sehr, sehr oft.
Die obige Frage bezieht sich nur auf eine Lektion. Auch wenn ich so einige Lektionen in meinem Leben gern früher gelernt hätte, will ich mich also nur einer widmen. Ich gehe ganz weit zurück, nämlich in meine Kindheit.
Das, was wir in unseren frühen Kinderjahren lernten, prägt sich tief in unserem Unterbewusstsein ein. Später tragen wir das uns Beigebrachte plus einiger eigener Erfahrungen an unsere Kinder weiter. Diese tun das später ebenso, wiederum mit ihren selbst gewonnenen Erkenntnissen ergänzt. Irgendwann, einige Generationen später, wird das, was ich einst lernte, aufgepolstert mit den Eigenerfahrungen der jeweiligen Generationen, neutralisiert sein.
Heute möchte ich über eine Lektion sprechen, die ich unbedingt viel, viel füher hätte lernen wollen. Es ist aus meiner Sicht so wichtig, dass ich das dringend an die heutigen Eltern weitergeben möchte. Zeitgemäß wäre es, wenn dieses Thema tiefgreifend in Form der Wissensvermittlung in den Schulen Einzug halten würde. Das ist eine Basis für das gesamte Leben.
Was ich nie in meinem Elternhaus lernte, war der Umgang mit dem Geld. Es war ein Tabu. Auf Fragen zu diesem Thema wurde pikiert und empört reagiert. Wir Mädchen hatten nie ein Taschengeld. Wir lernten nie die Bedeutung des Geldes kennen, zum Beispiel das vorhandene Geld einzuteilen. Wir lernten nie, einen gewissen Betrag nur für uns allein zur Verfügung zu haben, dieses auszugeben oder zu sparen. Wir lernten nie selbstverantwortlich mit einer bestimmten Menge Geld umzugehen, ohne Rechenschaft dafür ablegen zu müssen.
Benötigten wir für die Schule zum Beispiel ein neues Schreibheft, bekamen wir genau das Geld abgezählt, was es kostete. Ich glaube, es waren damals zehn oder zwanzig Pfennige. Damit gingen wir zum Schreibwarengeschäft und kauften es.
Wenn wir zum Beispiel ein Brot einkaufen sollten, lag ein Häuflein Münzen genau abgezählt, auf dem Schrank in der Küche. Es waren einundachtzig Pfennigen für das bevorzugte Malfabrot, oder die siebenundsiebzig Pfennige für einen Liter Milch. Ich kann mich noch daran ereinnern, wie ich dieses Häufchen Kleingeld fest in meiner Hand umklammerte, um keinen Pfennig zu verlieren. Wie peinlich wäre es gewesen, an der Kasse nicht ausreichend Geld zu haben, um den Einkauf zu bezahlen.
In den Sommerferien fuhren wir regelmäßig in ein Ferienlager. Wir alle bekamen von den Eltern ein Taschengeld mit. Die meisten hatten zwischen zwanzig und dreißig Mark, für jede Woche also etwa zehn Mark, dabei. Wir, meine Schwester und ich, erhielten von unseren Eltern zehn Mark für diese Zeit . Die anderen Kinder kauften sich auf Ausflügen hübsche Sachen, die sie mochten und an denen sie Spaß hatten und sich erfreuten. Ich konnte damit nichts anfangen, weil ich mir nicht getraute, das Geld für mich selbst auszugeben, schließlich tat ich es noch nie. Wieder zu Hause angekommen, nahmen meine Eltern das Geld zurück.
Zu meinem Geburtstag bekam ich von meinen Großeltern immer ein kleines Päckchen geschickt. Dort war meistens ein Buch, eine Näharbeit meiner Oma sowie eine Karte mit zehn oder zwanzig Mark enthalten. Ich habe bis heute keine Ahnung, was mit dem kleinen Geldbetrag geschah, denn unsere Eltern sprachen niemals mit uns darüber. Diese kleine Beigabe war praktisch nicht vorhanden. Damals machte ich mir nie einen Gedanken darüber. Denn Geld war für mich etwas Abstraktes, etwas Erwachsenes, das uns Kinder nichts anging.
Ich wusste nicht, in welcher Höhe ich Geldgeschenke als Vierzehnjährige zu meiner Jugendweihe erhielt. Meine Klassenkameraden unterhielten sich darüber, erzählten von ihren Plänen, was sie damit machen werdern und fragten auch mich. Ich wusste es tatsächlich nicht. Später stellten mir meine Eltern ein Fahrrad hin, das sie kauften. Das geschenkte Geld verwendeten sie dafür, wie sie sagten. Das Rad war grün und robust. Ich mochte damals kein Grün. Es war ein Fahrrad, das ich mir nicht selbst aussuchen durfte. Meine Eltern fragten nie nach meinen Vorstellungen. Sie entschieden allein und kauften es. Es war damals so in einem patriarchisch angelehnten Haushalt. Ich wuchs so auf und kannte es damals noch nicht anders.
Das sind nur einige wenige banale Situationen aus meiner Kindheit, die mir spontan zum Thema Geld einfallen.
Etwas später, als ich zwischen achtzehn und neunzehn Jahre alt war, zog ich in eine eigene Wohnung. Verloren stand ich vor einer für mich riesigen Herausforderung. Ich wusste nicht, wie das mit der Mietzahlung ist, dass man für Strom Geld bezahlen muss und welche Kosten noch auf mich zukommen können. Als Berufsanfängerin hatte ich sehr wenig Geld, eigentlich zu wenig, um davon einen eigenen Haushalt zu bewirtschaften. Ich musste mir also selbst beibringen, wie ich mein Leben finanzieren (können) muss.
Das Thema Geld zieht sich dominant durch unser gesamtes Leben. So lästig es zu sein scheint, so lebensbestimmend ist es. Das Geld entscheidet letztendlich über Sein oder Nichtsein. Deshalb gehört diese Lektion allgemeinbildend zu den wichtigsten, die wir lernen sollten, zunächst spielerisch, später praxisnah.
Ich komme noch aus einer Zeit, in der die Eltern ein Büchlein über Bienen, Blümchen und Bestäubung hinlegten und das Aufklärung nannten.
Über Geld spricht man nicht. Geld hat man. Das waren die verstaubten Ansichten von einst. Ich will das mal so entschuldigend für diese Generation stehen lassen 😉
Welche Lektion hättest Du gern früher gelernt? Schreibe es einfach in das Kommentarfeld. Ich bin ganz neugierig.
Heute ist ein herrlich sonniger, lauwarmer aber stürmischer Septembertag. Gerade musste ich meinen vom Wind davongetragenen Wäscheständer auf der Terrasse retten …
Wenn du eine Erfindung rückgängig machen könntest, welche wäre das?
Welcher Gedanke kommt Dir so ganz spontan in den Sinn? Welche Erfindung würdest Du rückgängig machen, wenn Du es könntest?
Mein erster Gedanke war, alles, was an kriegerischen Waffen erfunden wurde, würde ich sofort rückgängig machen. Denn diese Dinge haben nur Elend und Leid über uns Menschen gebracht.
Als ich etwas tiefer nachdenke, wird mir bewusst, dass es nicht die Waffen und der ganze militärische Kram sind. Es ist etwas ganz anderes, das ich sofort rückgängig machen würde.
Ich fragte mich, warum es dieses Kriegsgerät überhaupt gibt und wem es nutzt. Solange es unnachgibige Glaubenskriege gibt, territoriale Machtkämpfe und Besitzansprüche, die Gier nach natürlichen Rohstoffen, eine ideologische Besessenheit, das Erheben einzelner über andere, wird es kriegerische Waffen geben.
Es ist also nicht die Erfindung der kriegerischen Waffen, die ich sofort rückgängig machen würde. Es ist das Geld. Das Geld mit seinem Zinseszins.
Mit der Erfindung des Geldes kam das größte Übel über die Menschheit. Alles in unserem Leben wird über das Geld gesteuert. „Haste nix, biste nix. Haste was, biste was.“
Mit dem Geld kam der Neid, die Gier, die Macht, die Ausbeutung, Erpressung und so viele üble Dinge. Mit der Militärtechnik, dem Militärgerät wird unendlich viel Geld „gemacht“.
Durch den Zinseszins ist die gesamte Welt so hoch verschuldet, dass eine Rückzahlung niemals möglich sein wird. Über die Folgen, wie einen „Crash“ oder ein totales „black out“ möchte ich nicht nachdenken. Auch läuft mir die Gänsehaut, wenn ich an eine „Agenda 2030“ des WEF & Co. „Ihr werdet nichts besitzen und glückglich sein.“, denke, eine digitale Währung oder ähnliches.
Kurz und gut: Es ist die Erfindung des Geldes, das ich sofort rückgängig machen würde.
Ach ja, wenn ich es doch nur könnte. 😇
Was wäre Dein Favorit? Welche Erfindung würdest Du zurückpfeifen?
Eine Frage, die ich ganz klar mit „keinen“ beantworte. Es gibt keinen Beruf, den ich bewundere oder vor dem ich ganz besonders hoch meinen Hut ziehe.
Wir leben in einem Netzwerk von Berufen, in denen jeder in Abhängigkeit eines anderen steht. Alles in allem ergibt eine diverse Berufs-Synergie.
Für mich ist viel wichtiger zu wissen, wie und mit welcher Intension der jeweilige Beruf von dem, der ihn ausübt gelebt wird. Was tut dieser Berufsinhaber, um genau diesen Beruf mit Kompetenz, Empathie, Kraft und all dem, was dazugehört, zu füllen? Ist er bereit für seinen Beruf Einschnitte in seinem Leben hinzunehmen? Wie zum Beispiel Künstler, ganz gleich, ob Musiker, Schauspieler, bildende Künstler, die neben ihrer gelebten Kunst zu großen Teilen noch zusätzlich jobbлen, um sich finanziell über Wasser zu halten?
Ich achte die wahren Wissenschaftler, die sich ihrem Fachgebiet verschrieben haben, ehrlich arbeiten und politischen Ideologien trotzen.
Der gesamte medizinische Bereich, gleich ob es die Mitarbeiter im Labor, die Pflegekräfte oder Ärzte sind, verdienen meine Achtung. Schon deshalb, weil sie trotz der wirtschaftlichen Widrigkeiten den Menschen in ihrer gesundheitlichen Not helfend die Hand reichen. Ich verachte die Halbgötter in weiß, denen der Stand ihres Bankkontos näher ist, als der kranke Mensch.
Die Berufe im gesamten Dienstleistungssektor verdienen nicht nur meine Achtung. Ganz gleich, ob Servicepersonal in der Gastronomie, die Reinigungskräfte oder die Mitarbeiter in der Abfallwirtschaft. Nicht auszudenken, sie würden morgen allesamt ihre Arbeit hinschmeißen.
Es gibt unendlich viele Beispiele.
Was wäre, wenn jeder Beruf gleich bezahlt würde? Würde es dann immer noch diese Vielfalt der Berufe geben? Würde der Arzt dann immer noch Arzt sein? Oder würde er dann auf sein Studium verzichten und zum Beispiel in der Gastronomie als Kellner arbeiten?
Wahrscheinlich nicht. Denn im Wort Beruf steckt auch das Wort Berufung. Und ich denke, dass jeder von uns den Beruf ausüben würde, für den er sich berufen fühlt. Wahrscheinlich fühlt es sich merkwürdig an, die Leistung, die wir in einem Beruf erbringen, nicht über das Geld zu definieren. Schließlich leben wir doch in einer Leistungsgesellschaft. Oder?
Was wäre, wenn wir diese „Leistungsgesellschaft“ von einer ganz anderen Seite betrachten. Jeder von uns tut das, was er am besten kann und liebt. Jeder von uns fühlt sich berufen, in seinem Beruf als Rädchen im großen Getriebe der Gesellschaft sein bestes zu geben. Eben das, was er großartig kann. Die Zeit in der sich einer im Studium oder einer Ausbildung befindet würde mit dem geichen Entgeld eines Berufstätigen entlohnt. Kein Neid, keine Gier. Der Fokus würde auf das Tun und nicht auf das Geld gerichtet sein. Unvorstellbar, welche Kraft in uns Menschen liegen würde.
*** Schnitt ***
Zurück in die Realität. Geld bestimmt das Sein eines jeden von uns. „Haste nix, biste nix.“ Wird uns finanziell nicht von anbeginn unter die Arme gegriffen, zum Beispiel durch ein gut situiertes Elternhaus oder über Jahre hinweg gereichte Erbschaften, sind wir gezwungen, irgendwie selbst über die Runden zu kommen. Dem einen gelingt es mehr, dem anderen weniger. Der eine definiert sich über den Status seines gut bezahlten Berufes, der andere glaubt illussiorisch an seine Berufung …
Bewundern? Nein, ich bewundere tatsächlich keinen Beruf. Aus meiner Sicht verdient jeder Beruf die gleiche Achtung, Anerkennung und Aufmerksamkeit.
Also geben wir doch einfach das Beste in dem, was wir besondes gut können und lieben.