Tag- und Nachtrhythmus

Wenn du deinem Haustier etwas beibringen könntest, was wäre das?

Als ich heute am frühen Morgen die Frage an uns Blogger las, musste ich etwas schmunzeln. Denn, wenn ich könnte, würde ich tatsächlich unserem Kater Flo etwas beibringen wollen.

Jede Nacht ist für uns eine Herausforderung, ausreichend Schlaf zu tanken. Je älter das Kerlchen wird, desto energischer macht er sich lautstark bemerkbar.

Am Tag erholt sich der fast achtzehnjährige Vierbeiner von seiner vollbrachten Nachtschicht, nämlich dem Bewachen seines Reviers und den in seinem Reich lebenden Zweibeinern.

Flo hat eine laute, knarrende, intensive Stimme, die einem typischen  „Miau“ weit entfernt ist. Er ist äußerst kommunikativ und weiß somit auch verbal seine Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt zu rücken.

Tief in der Nacht werden wir aus dem Schlaf gerissen, weil Flo uns eindrucksvoll Bescheid gibt, dass er nun durch die Katzenklappe nach Hause gekommen sei. Er verkündet uns, wenn er sein Katzenklo benutzt hat, seinen Fressplatz aufsucht, oder dort ein besonderer Schmaus fehlt. Er teilt uns mit, dass er jetzt an seinem Wasserplatz geschlappert hat, er an der Terrassentür nach draußen schaut und so weiter und so fort. Besonderen Spaß hat er dabei, sich mitten in den Raum zu stellen und seine eigene Stimme in der Stille der Nacht hallend wie in einem Dom wahrzunehmen.

Wenn seine innere Uhr auf cirka halb sechs Uhr rückt, wird es für ihn Zeit, laut argumentierend über die Zweibeiner zu trampeln und ihnen die Ohren zu beschallen. Denn schließlich stehe eine Schichtübergabe an. Flo bereitet sich auf seinen wohlverdienten Tagschlaf vor.

Gern würde ich ihm beibringen, als ein leise schnurrendes Samtpfötchen durch die Nacht zu schleichen 😺 Das wäre wirklich großartig.

Tja, seine Natur ist, wie sie ist. Wir lieben das Katerchen auch mit seinem immer lauter werdenden krächzendem Miau 😻

Jetzt bin ich neugierig. Was würdest Du Deinem Haustier gern beibringen?

Schreibe es einfach ins Kommentarfeld.

Habt einen wunderschönen sonnig-kalten Wintertag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Nachtgeflüster

Du kennst es sicher: Du nimmst Dir eine Sache und beginnst Dich damit zu beschäftigen. Mit dem Tun kommst Du immer mehr ins Handeln. Es lässt Dich nicht mehr los. Du musst unbedingt weiter und weiter und weiter.

In der vergangenen Nacht hatte ich wieder solche Stunden. Meistens sind es Situationen, in denen ich mich an einem Text festgefressen hatte und nicht mehr loslassen konnte. Seltener geschieht das mit einer Malerei. Denn ich weiß, dass das Lichtverhälnis der Nacht ein Gaukler ist. Nun, dennoch musste ich es tun. Es war ein Drang. Erst als ich beschloss, die Arbeit als fertig zu sehen, war ich bereit, mich nach zwei Uhr unter die Dusche zu stellen.

Heute Morgen sah ich mir das an, was ich in der Nacht fabrizierte. Ich musste lächeln. Ich drehte diese abstrakte Arbeit in alle Richtungen. Es ist erstaunlich, dass von jeder Seite eine komplett andere Wirkung ausgeht. Ich kann mich noch nicht entscheiden, welche Seite ich als die „Richtige“ festlegen werde.

Das ist die Ausgangsposition. So habe ich es gemalt.
… das „andere“ Querformat

Ich erwähnte noch nicht, dass ich hierbei Acryl und Ölwachskreide verwendete und auf einem alten Bucheinband in Leinenbindung malte.

Für welche Blickrichtung auf das Bild würdest Du Dich entscheiden?

Ich bin ganz neugierig. Schreibe es doch einfach in das Kommentarfeld.

Hier im Süden strahlt die Sonne in den kalten Wintersonntag und kitzelt meinen Schreibtisch.

So schicke ich Euch sonnige Grüße.

Herzlich grüßt, Eure Petra Kolossa.