Mini-Ausstellung bei Euronics Hagen

Bevor auch die letzten vier „Kätz“ endgültig auf die Reise gehen, um  wohlbehütet die Kätz-Serie  in einer  Privatsamlung zu komplettieren, zeigen sie sich ein letztes Mal.

Das Kunstschaufenster im Elektrofachcenter Hagen ist ein würdiger Rahmen. Immerhin ist es das erste Kunstschaufenster, das die Künstlergruppe „seeArt“ vor fünf Jahren eröffnete.

Zu sehen sind aus meiner dreizehnteiligen Werkgruppe „Zip-Kätz“, „Zip-Kätz free“, „Lady-Kätz“ und „Gentleman-Kätz“.

Außerdem wählte ich zwei abstrakte Bilder aus. Ich malte sie in einer sehr emotionalen Phase im Jahr 2017. Bilder, die sicher zum Nachdenken einladen.

Auch wenn die „Kätz“-Bilder bereits ihre Liebhaber gefunden haben, so stehen meine ausgestellten abstrakten Bilder zum Verkauf. Du bist interessiert? Nimm einfach Kontakt mit mir auf. Oder auch gern online in meinem Shop. Dort findest Du unter anderem auch eine genaue Beschreibung zu diesen Bildern. Hier die direkten Links zu „Sehnsucht I“ und „Sehnsucht II“.

Meine Bilder sind noch bis Ende Juli 2022 im Elektrofachcenter Hagen / Euronics Hagen auf der Zußdorfer Straße 7, in 88271 Wilhelmsdorf im Kunstschaufenster „seeArt“ zu sehen.

Wer in der Nähe ist, schaut doch einfach vorbei 😊

Eine gute Zeit wünscht,

Eure Petra Kolossa.

Tränen des Laurentius

Ein Abend mit Agnes ist immer etwas ganz Besonderes. Sie ist eine der charmantesten und fürsorglichsten Gastgeberinnen, die ich kenne. Begegnungen mit ihr hinterlassen immer nachhaltig Spuren, ihre authentischen Erzählungen aus der Vergangenheit, von ihrer Familie, von dem Leben aus einer völlig anderen Perspektive, als die, in der ich groß geworden bin. Die heute Sechsundachtzigjährige weiß viel zu erzählen. Wenn wir uns verabschieden, gehe ich immer mit einem warmen Gefühl im Herzen.

Die vergangene Nacht war sternenklar. Wir saßen auf dem Balkon, quatschten, tranken einen leckeren Hagnauer Spätburgunder und genossen die laue Mainacht. Holger glaubte eine Sternschnuppe gesehen zu haben und Agnes erwähnte beiläufig: „Eine Träne des Laurentius.“

Ich hörte zum ersten Mal davon. Am Morgen, als ich wach wurde, musste ich an diese Situation denken. Ich dachte an die dunkle Nacht, die Sterne, die Schnuppe, an das „schnell einen Wunsch äußern“, an das ganze romantische Drumherum. Vor meinen Augen entstand ein Bild, das ich zu gern malen möchte.

Später recherchierte ich zu diesem mir bisher unbekannten Laurentius. Hier hinter diesem Link könnt Ihr selbst die Geschichte zu ihm lesen. Ich weiß, dass ich die Sternschnuppen, insbesondere in der Zeit vom 10. bis 14. August, ab nun mit dem Hintergrundwissen dieses heiligen Laurentius mit ganz anderen Augen sehen werde.

Als Laurentius hingerichtet wurde, fielen unendlich viele Sternschnuppen vom Himmel, so sagt man. Die Laurentius-Tränen.

Wir wünschen uns etwas, wenn wir eine Sternschnuppe sehen. Man sagt, es gehe in Erfüllung. Woher kommt das? Ich konnte nichts Glaubhaftes bei meiner Recherche finden.

Es ist ein schöner romantischer Brauch und irgendwie schließt es den Kreis zu dem Guten, was Laurentius vor x-vielen Jahren tat.

Mal schauen, wie ich das Thema in Farbe umsetzen kann. Ich bin wirklich selbst neugierig.

Habt einen wunderbaren Maitag ☀️

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Nachtaufnahme (Titelbild): Willy Holger Wagner

12 von 12 – Mai 2022

In einer Sache sind wir uns wahrscheinlich alle einig. Es ist, wie es ist. Wir jagen in der Zeit. Oder wie die meisten es wohl sagen: Die Zeit verfliegt, sie fließt durch die Finger.

Was ist eigentlich Zeit? Eine Maßeinheit, eine physikalische Größe, ein philosophisches Irgendetwas. Für mich ist sie nicht greifbar. Diese „Zeit“ sitzt mir so manches Mal als ein kleiner bissiger Quälgeist auf den Schultern. Zeit kann antreiben. Sie kann jedoch auch hemmen, fast lähmen.

Ich denke an Dalis Uhren und weiß, dass wahrscheinlich die meisten Menschen ähnliche Gedanken in sich tragen. Weshalb sinniere ich so? Es ist wieder der Zwölfte eines Monats. Mein Kalender erinnert mich an den Bloggertag. Hatte ich nicht erst vor wenigen Tagen meine zwölf Bilder für den Monat Mai gebloggt?

Es sei, wie es ist. Hier also mein ganz normalter Tag am zwölften im Monat Mai:

Raus aus den Federn! – Auch wenn ich mich heute gern noch ein paar Minuten einkuscheln möchte.
Ich mag diese entspannenden Minuten am Morgen bei einer Tasse Kaffee. Ein paar Minuten gefesselt im Trocknungsprozess des Nagellacks. Eine Zeit in der ich nix, garnix anfassen kann 😄
Schnell noch die Gemüsesuppe vorbereiten, bevor ich das Haus verlasse.
Bevor ich wieder ins Auto stieg, fiel dieses Arrangement der Natur auf.  Ich konnte nicht widerstehen und hielt es in meinem Phone fest.
Hmmm 😋🍓🍓🍓

Das leidige Thema der Kaffee-Kapseln … Ich weiß das. Dennoch mag ich den Geschmack dieser besonders gern. Auf der Seite eines Gartenfachmarktes las ich, dass Kaffeesatz die Schnecken im Garten verjagen würde. Also pule ich diese Dinger aus und hoffe sehr, dass es die Weichtierchen aus den Hochbeeten verjagen wird. Ach, übrigens erfuhr ich von Permanent-Kapseln für meine Lieblingskaffeemaschine. Ich werde mich um diese aus Edelstahl produzierten bemühen und sie dann selbst mit frisch gemahlenem Kaffee befüllen. So wird die „gelbe Tonne“ etwas weniger Plastik zu fressen bekommen 😉

Tulpen begeistern mich. Ich weiß noch nicht, was ich mit diesen getrockneten Blüten anfangen werde. Noch ist es nur eine Laune. Mal schauen, was daraus wird.
Screenshot bei Wikipedia – Im letzten April erzählte ich von der Filmserie „In aller Freundschaft“. Diese sah ich mir als kleines Abendprogramm im Zeitraffer an. Es ist erstaunlich, wie sich das politisch-gesellschaftliche Narrativ über die letzten Jahre auch in einer solchen simplen Serie widerspigelt. Es wurde mir sehr bewusst, wie selbstverständlich in den wenigen Minuten einer Serie Woche für Woche, Stück für Stück nicht nur die Geschichte erzählt wird, sondern auch die Ziele der jeweils agierenden Politik gepflanzt werden. – Nun, jetzt habe ich mir eine andere alte Serie als Abendprogramm gewählt. Diese läuft seit 2005, „Sturm der Liebe„. Eine lange Zeit und ein spannender Zeitraffer für mich. Ich bin gespannt. – Sicher bin ich mir nicht, ob ich es überhaupt schaffen werde, diese vielen Teile komprimiert zu schauen. Es wird vorerst die letzte Serie sein, die ich verfolgen werde. Ihr werdet bestimmt lachen. Aber für mich ist es manches Mal eine anstrengende Bespaßungszeit und ich schalte es ab.

Nach dem Ausräumen meines Autos bei Wolfgang Hirschberger. Dreißig Grad, pure Sonne, der erste heiße Tag in diesem Jahr. Ich bin etwas müde, etwas erschöpft.

Der zwölfte Mai 2022 ist Geschichte.

Im Juni gibt es wieder einen zwölften. Genießt die Zeit!

Herzlich, Eure Petra Kolossa.