Neuer Name

Wenn du deinen Namen ändern müsstest, wie würde dein neuer Name lauten?

Zum Glück muss ich das nicht tun. Aber rein hypothetisch, wenn ich es müsste, würde ich einen Namen wählen, der sich gut und flüssig schreiben lässt und kurz ist.  Als Vornamen würde ich Sina wählen. Ich mag den Namen und er verbindet positive Gedanken an eine sympathische Frau, die ich einst vor fünfzig Jahren kennenlernte. Ich schrieb über sie bereits hier in meinem Blog. Meine erste Katze nannte ich nach ihr. Der Name Sina schreibt sich gut in einem Zug.

Da dieser Vorname zwei Silben hat, sollte der Nachname nur eine Silbe haben, wie zum Beispiel Mann oder Mai. Mai wäre ungünstig, denke ich, da dadurch beim Unterschreiben ein zweiter i-Punkt fällig ist. Das macht den Schriftzug während des Schreibens ruppig. Am Ende nur einen i-Punkt statt zwei zu setzen, wirkt schöner. Damit wird die Unterschrift mit einem Punkt beendet.

Man könnte das „i“ durch ein „y“ersetzen, also May. Das ist wahrscheinlich auch nicht gut, da der Stift nach dem „a“ abgesetzt werden muss. Also wenn schon ein neuer Name, dann muss der auch praktisch sein. Selbst ein „Meier“ ist unpraktisch, da dieser Name immer nach einer Erklärung verlangt, so einfach er auch klingen mag, ob Meier mit ei, ai oder ay.

Auf keinen Fall darf in dem Namen ein „t“ sein. Dieser Buchstabe soll negativ behaftet sein. Darüber erfuhr ich von einer ehemaligen Arbeitskollegin vor vielen Jahren. Seitdem achte ich darauf. Auch, wenn ich nirgendwo eine Begründung dafür fand. Aber besser ist besser  Deshalb haben meine Kinder in ihren Vornamen kein „t“.

Also: Zügig schreibbar, eine Silbe, selbsterklärend

Ich denke „Mann“ ist ein guter Nachname, der diesen Ansprüchen gerecht wird. Immerhin gab es eine Literatenfamilie, die diesen Namen trug.

Ich entscheide mich in dem Fall für den Namen „Sina Mann“.

Hier habe ich diesen Schriftzug gleich einmal ausprobiert. Und ich muss feststellen, er schreibt sich wirklich gleichmäßig und zügig.

Ich schrieb diese Worte ohne abzusetzen flink hintereinanderweg. Das funktioniert perfekt. Bei meiner Namenswahl war eher eine pragmatische, als eine emotionale Entscheidung primär.

Namensänderungen scheinen heutzutage kein Problem zu sein, wie ich hörte. Jährlich könne man sich entscheiden, welches Geschlecht man glaubt zu sein und dieses dann einfach mal amtlich ändern lassen. Und in gleichem Zuge kann der Name angepasst beziehungsweise geändert werden.

Ich denke jedoch, man legt mit seinem Namen ein Stück seiner eigenen Identität ab und schlüpft in eine andere, neue Rolle. Die vergangenen Zeiten lassen sich nur nicht so einfach ausradieren, denke ich. Das wird ganz bestimmt eine mächtige psychische Belastung für die menschliche Seele sein. Aber das ist ein anderes Thema, das ich heute nicht vertiefen möche.

Wie ist es bei Dir? Welchen Namen würdest Du wählen, wenn Du Dich für einen neuen entscheiden müsstest?

Zum Glück muss ich meinen Namen nicht ändern. Auch wenn sich dieser nicht so besonders gut schreibt und außerdem auch noch ein „t“ enthalten ist. Möge er so bleiben, wie er ist. Schließlich schleppe ich den schon eine lange Zeit mit mir herum.

Somit wie immer:

Habt einen fantastischen Tag ☀️                              

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Ein Gedanke zu “Neuer Name

  1. Liebe Petra,

    eine interessante Frage. Aber selbst hypothetisch würde ich meinen Namen nicht ändern,da er meine Identität ist. Es gibt Namen die ich schön finde, wie z.B. Emma, aber selbst in der Theorie kann ich mir nicht vorstellen so zu heißen.

    Vielleicht liegt es auch daran, dass ich lange mit meiner eigenen Identität gehandert habe. Irgendwann wollte ich dazu auch mal einen Blogbeitrag schreiben. Wenn die Themen wie z.B. Geschlechtsangleichung schon vor 30 Jahren medial so ausgebreitet gewesen wären wie heute, hätten meine Eltern und ich früher ganz andere Themen gehabt😉

    Ich wollte immer ein Junge sein. Hab mich als Frau nie wohl gefühlt. Ich fand es schrecklich. Und wenn ich mir vorstelle Geschlechtsangleichungen wären damal schon ein so großes Thema gewesen, hätte ich vermutlich darüber nachgedacht und mich auch ein Stück weit beeinflussen lassen.
    Heute bin ich froh eine Frau zu sein. Ich bin gerne Anja. Und vielleicht kann ich mir deshalb nicht mal in der Theorie vorstellen anders zu heißen.

    Liebe Grüße
    Anja

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