Achtung und Wertschätzung zolle ich denen, die über einen langen Zeitraum ihren Zielen und Idealen folgen, die nicht ihrem reinen privatem Interesse, sondern dem von vielen anderen Menschen dienen. Ich bewundere, wie diese intelligenten Menschen permanenten Anfeindungen, Verleumdungen, Diskreditierungen, Ausgrenzungen, Lügen, Vorhaltungen, Hinterhalten, Beschimpfungen und Drohungen ertragen. Es scheint so, als würde das an ihnen abprallen. Welch eine Stärke muss in diesen Menschen ruhen! Ich würde daran zerbrechen.
Mich treiben bereits Dumm-Dreistigkeit, ideologiegetriebene Verbohrtheit, eingebildetes Gutmenschentum und noch so manches mehr in den sprichwörtlichen Wahnsinn. Das sind Menschen, die keinen Millimeter an sich heranlassen und nicht bereit sind, ihrem Gegenüber zuzuhören oder gar den Versuch unternehmen, verstehen zu wollen. Menschen, die mit vorgefestigtem Starrsinn klugscheißend (sorry) und sich selbst zu wichtig nehmend durchs Leben schreiten oder eben trampeln.
Ich kann mit solchen Leuten nicht umgehen und „mache zu“, weil das für mich die blanken Energieräuber sind. Vor einiger Zeit noch ließ ich mich auch auf solche Menschen ein. Nach derartigen Erlebnissen war ich ausgesaugt, müde und kaputt und blieb verständnislos zurück.
Ein gutes Beispiel sind die Talkrunden des öffentlich rechtlichen Fernsehens. Da sitzen angenommen vier ausgesuchte geladene Gäste plus des Moderators oder der Moderatorin. Das Thema des Abends lautet wie immer: „Drei plus Gastgeber gegen einen“. Diese Sendungen laufen immer gleich ab. Das hinterlässt einen faden Beigeschmack und müsste doch den letzten Zuschauer auf seinem kuscheligen Sessel ein dickes Fragezeichen auf die Stirn malen. Die gewollte manipulative Meinungsmache ist zu offensich.

Ich bewundere tatsächlich die von mir zu Beginn beschriebenen starken Menschen und ihre Resilienz.
Was bewunderst Du an anderen? Schreibe es doch einfach ins Kommentarfeld, wie Du die heutige WordPressfrage beantworten würdest.
Herzlich, Eure Petra Kolossa.
Ein sehr inspirierender Beitrag – besonders der Gedanke, dass wahre Stärke oft in leisen Momenten und kleinen Entscheidungen sichtbar wird, spricht mich sehr an. In meiner Arbeit mit Menschen, die ihre Resilienz stärken möchten, erlebe ich immer wieder, wie wichtig es ist, Bewunderung nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst zu entwickeln. Wer Interesse hat, tiefer in das Thema Resilienz einzutauchen, findet hier weitere Impulse: https://www.susannevolkert.de/resilienztraining/ Danke für diesen wertvollen Artikel!
https://kunstderkunsttherapie.com/gemeinschaft-schafft-logbuch/ sieht aus, wie #daskleineRoteBuch
Das finde ich auch und auch deine Seite verstehe ich. Wahrscheinlich beherbergt sich einfach ein Unterschied in diesen Menschen zu Menschen wie dir. Die Sensibilität, vielleicht auch die Wachstumsstärke von klein auf und der längere Prozess. Mit prallen diese Dinge nicht ab, denn ich bin zu sensibel und feinfühlig. Auch ist mein Gerechtigkeitssinn zu ausgeprägt. Nicht im Weltenschmerz, sondern in der Moral. Ich will nicht jeden retten, habe ich auch selbst getan, aber die Wörter Respekt, Wertschätzung, Loyalität nur buchstabieren zu können geht mir derart nah, dass ich mich komplett zurück gezogen habe. So habe ich meine Ruhe und kann wachsen. Klar fehlt was, doch für welchen Preis und irgendwann wird man süchtig nach dem alleine Sein.
Grüessli Ranjan
Ja, die von dir beschriebenen Menschen sind wirklich zu bewundern. Nicht nur die, die bewusst in diesen Talkrunden den Prügelknaben oder -Frau abgeben, auch diejenigen, die offen ihre Meinung äußern, obwohl sie dafür angefeindet oder ausgegrenzt werden.
Aber es gibt in meinem Umfeld auch andere Menschen, die ich bewundere. Beispielsweise junge Menschen aus bildungsfernen Familien, die es aus eigener Kraft schaffen ein Studium zu absolvieren. Oder, die wenn sie mit dem eingeschlagenen Weg nicht glücklich geworden sind, das zu erkennen und etwas völlig neues anzufangen.
Ich bewundere auch alleinerziehende Frauen, denn auch wenn ich selbst durch persönliche Umstände alleinerziehend war, möchte ich in der heutigen Zeit mit keiner Einzigen tauschen. Die Bedingungen sind in den letzten 30 Jahren kontinuierlich schlechter geworden um einen bescheidenen Lebensstandard zu erwirtschaften und gleichzeitig ein oder mehrere Kinder großzuziehen und ihnen eine adäquate Ausbildung zu ermöglichen.
Und solange wir das als gegeben hinnehmen wird sich das auch so schnell nicht ändern.
Das stimmt, liebe Britta. Es gibt unendlich viele Beispiele, die unsere Achtung und Bewunderung verdienen.
Auch meine Tochter war alleinerziehend und ich bin wahnsinnig stolz auf sie und meine Enkelin. Ich bewundere die Kraft und Stärke, die Mütter entwickeln können, um ihr Leben zu meistern.
Vielen Dank für Deine interessanten Zeilen. Habe einen fantastischen Tag. Herzlich, Petra.