Wenn du deinem Haustier etwas beibringen könntest, was wäre das?
Als ich heute am frühen Morgen die Frage an uns Blogger las, musste ich etwas schmunzeln. Denn, wenn ich könnte, würde ich tatsächlich unserem Kater Flo etwas beibringen wollen.
Jede Nacht ist für uns eine Herausforderung, ausreichend Schlaf zu tanken. Je älter das Kerlchen wird, desto energischer macht er sich lautstark bemerkbar.
Am Tag erholt sich der fast achtzehnjährige Vierbeiner von seiner vollbrachten Nachtschicht, nämlich dem Bewachen seines Reviers und den in seinem Reich lebenden Zweibeinern.
Flo hat eine laute, knarrende, intensive Stimme, die einem typischen „Miau“ weit entfernt ist. Er ist äußerst kommunikativ und weiß somit auch verbal seine Aufmerksamkeit in den Mittelpunkt zu rücken.
Tief in der Nacht werden wir aus dem Schlaf gerissen, weil Flo uns eindrucksvoll Bescheid gibt, dass er nun durch die Katzenklappe nach Hause gekommen sei. Er verkündet uns, wenn er sein Katzenklo benutzt hat, seinen Fressplatz aufsucht, oder dort ein besonderer Schmaus fehlt. Er teilt uns mit, dass er jetzt an seinem Wasserplatz geschlappert hat, er an der Terrassentür nach draußen schaut und so weiter und so fort. Besonderen Spaß hat er dabei, sich mitten in den Raum zu stellen und seine eigene Stimme in der Stille der Nacht hallend wie in einem Dom wahrzunehmen.
Wenn seine innere Uhr auf cirka halb sechs Uhr rückt, wird es für ihn Zeit, laut argumentierend über die Zweibeiner zu trampeln und ihnen die Ohren zu beschallen. Denn schließlich stehe eine Schichtübergabe an. Flo bereitet sich auf seinen wohlverdienten Tagschlaf vor.
Gern würde ich ihm beibringen, als ein leise schnurrendes Samtpfötchen durch die Nacht zu schleichen 😺 Das wäre wirklich großartig.
Tja, seine Natur ist, wie sie ist. Wir lieben das Katerchen auch mit seinem immer lauter werdenden krächzendem Miau 😻
Jetzt bin ich neugierig. Was würdest Du Deinem Haustier gern beibringen?
Auf meinem Lesegerät befinden sich so einige Bücher, die ich noch nicht gelesen habe. Ich lese gern Bücher, die sich aus meiner Sicht in greifbarer Zeit bewegen. Gegenwartsliteratur oder Romane, die Themen, die nicht viel weiter als zweihundert Jahre zurückliegen, aufgreifen.
Als ich vor zwei Tagen in einer Firma anrief, wurde ich in eine Warteschleife gelegt. Es lief ein paar Sekunden eine angenehme Backgroundmusik. Dann begann eine warme männliche Stimme zu sprechen:
„Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland.
Artikel 1. Die würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Please hold the line.“ … wieder ein paar Sekunden Musik.
„Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland:
Arikel 2. (1) Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Please hold the line.“ … wieder ein paar Sekunden Musik.
„Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland:
Artikel 5. Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
Please hold the line.“
Danach begann die Ansage erneut. Ich wollte nicht länger warten und beschloss, die Rechtsanwalts-, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerkanzlei zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal anzurufen.
Noch niemals erlebte ich eine derartige Warteschleife. Ich spitzte die Ohren und beschloss, das Büchlein mit dem Grundgesetz wieder einmal gründlich zu lesen. Denn bereits diese drei von der Kanzlei ausgewählten Punkte stimmten mich sehr nachdenklich.
Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen nahmen mir die Luft. Worte und Reden, die aus den Reihen der Zweckampel kamen, widern mich an. In billiger Fäkalsprache erniedrigte Deutschlands Spitzenkandidatin für die Wahl des Europaparlamentes 2024 die Menschen, nämlich diese vielen Wahlberechtigte, die sich nicht für die bunte hilflos blinkende Lichtorgel entscheiden würden, wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl. Diese am Mikrofon arrogante und selbstvergessene Person stammt aus einer Partei, die 88,5 Prozent der Wählerschaft im Jahr 2021 ablehnten und nicht haben wollten. Ihre damals 11,5 Prozent der Ja-Stimmen waren die mit Honig beschmierte Kröte, die man gern schluckte, um das rechnerische Zahlenspiel einer machtbesessenen Regierung zu ermöglichen. Zwei Jahre später, müsste diese Partei mit gerade noch vier Prozent Zustimmung aus der Bevölkerung ihr Köfferchen packen. Die FDP hat ausgedient. Welch ein Wort! Hätte sie es doch jemals getan, dem Volk gedient.
Der Bundeskanzler ruft die Menschen in Deutschland zu Demonstrationen gegen die eigenen Bundesregierung auf. Er marschiert mit seiner Ampel vorweg gegen die demokratisch gewählte Opposition, die am Erstarken ist und all die, die sich vorsichtig gegen den offensichtlichen Wahn erheben. Alles, das nicht links ist, ist eben rechts. Grautöne gibt es nicht mehr. Bei der letzten Bundestagswahl war die „Kanzlerpartei“ die stärkste Partei mit 25,7 Prozent. Das reichte zwar nicht zum alleinigen regieren, aber immerhin. Heute steht die SPD bei schwachen 14 Prozent.
Wer mit dem ideologiebesessenen Machtrausch der Grünen Partei, die ihren Einzug in die Zweckampel mit 14,8 Prozent Ja-Stimmen der Wähler, ein doch eher jämmerliches Ergebnis mitbrachte, nicht einverstanden ist, ist rechts. Ich will das noch etwas verdeutlichen: 85,2 Prozent der Wähler lehnten diese Grüne Partei ab! Aber wie schon beschrieben, der Zweck heiligt die Mittel. An Selbstüberschätzung nicht zu überbieten, walzen diese nun in ihrem Machtrausch durch die Lande und über Landesgrenzen und reißen nieder, was nur niederzureißen geht. Heute würde diese Partei noch auf 13 Prozent Zustimmung kommen.
Offensichtliche Tricksereien, Machtspielchen, Machtmissbrauch, Manipulationen, Lügen, leere Versprechungen, Ignoranz und Inkompetenz – unsere moralisierende und ideologiegetriebene Regierung fordert Demokratie ein, ist jedoch nicht in der Lage, diese selbst zu leben.
Die Wörter Demokratie und demokratisch werden am Tag x-fach durch die Sender getrieben. Sind sich die Politiker und deren Handlanger tatsächlich bewusst, was Demokratie ist?
Als ich vor drei Tagen hörte, dass ein Bedrohungsszenario zum Anlass genommen werden soll, um das Grundgesetz zu ändern, hinterließ das in mir einen faden Beigeschmack.
Wir sollten nie vergessen, dass die Politiker in unserer Regierung in unserem Auftrag und von uns bezahlt für uns arbeiten. – Holzauge sei wachsam 😉
Wenn du eine Erfindung rückgängig machen könntest, welche wäre das?
Welcher Gedanke kommt Dir so ganz spontan in den Sinn? Welche Erfindung würdest Du rückgängig machen, wenn Du es könntest?
Mein erster Gedanke war, alles, was an kriegerischen Waffen erfunden wurde, würde ich sofort rückgängig machen. Denn diese Dinge haben nur Elend und Leid über uns Menschen gebracht.
Als ich etwas tiefer nachdenke, wird mir bewusst, dass es nicht die Waffen und der ganze militärische Kram sind. Es ist etwas ganz anderes, das ich sofort rückgängig machen würde.
Ich fragte mich, warum es dieses Kriegsgerät überhaupt gibt und wem es nutzt. Solange es unnachgibige Glaubenskriege gibt, territoriale Machtkämpfe und Besitzansprüche, die Gier nach natürlichen Rohstoffen, eine ideologische Besessenheit, das Erheben einzelner über andere, wird es kriegerische Waffen geben.
Es ist also nicht die Erfindung der kriegerischen Waffen, die ich sofort rückgängig machen würde. Es ist das Geld. Das Geld mit seinem Zinseszins.
Mit der Erfindung des Geldes kam das größte Übel über die Menschheit. Alles in unserem Leben wird über das Geld gesteuert. „Haste nix, biste nix. Haste was, biste was.“
Mit dem Geld kam der Neid, die Gier, die Macht, die Ausbeutung, Erpressung und so viele üble Dinge. Mit der Militärtechnik, dem Militärgerät wird unendlich viel Geld „gemacht“.
Durch den Zinseszins ist die gesamte Welt so hoch verschuldet, dass eine Rückzahlung niemals möglich sein wird. Über die Folgen, wie einen „Crash“ oder ein totales „black out“ möchte ich nicht nachdenken. Auch läuft mir die Gänsehaut, wenn ich an eine „Agenda 2030“ des WEF & Co. „Ihr werdet nichts besitzen und glückglich sein.“, denke, eine digitale Währung oder ähnliches.
Kurz und gut: Es ist die Erfindung des Geldes, das ich sofort rückgängig machen würde.
Ach ja, wenn ich es doch nur könnte. 😇
Was wäre Dein Favorit? Welche Erfindung würdest Du zurückpfeifen?
Ich mag unendlich viele Tiere. Es mag verrückt klingen, aber irgendwie mag ich sie insgesamt. Nur müssen Sechs- oder Achtbeiner nun nicht gerade in der Wohnung herumkrabbeln oder flattern. Mit ein paar netten Worten befördere ich sie an die frische Luft in ihren natürlichen Lebensraum.
Ihr werdet mich für verrückt halten. Als ich vor einigen Jahren beobachtete, wie sich eine Nacktschnecke im Sommer über einen trockenen und heißen Betonweg quälte, holte ich einen Becher Wasser und erleichterte ihren Weg. Ich weiß, dass viele Menschen diese Weichtiere verdammen und was sie mit diesen Tieren tun. Ich kann es nicht. Natürlich ärgert es mich auch, wenn sie im Garten plündern. Aber es ist ihr Naturell.
Ich habe das Gefühl, dass bei den Leuten, die auf rabiatem Vernichtungskurs sind, sich die Nacktschnecken absprechen und trotzig in noch größeren Heerschaften gekrochen kommen 😉
Aber zurück zum Thema. Denn natürlich, habe ich ein Tier, das ich besonders mag. Es sind die katzenhaften Wesen. Ganz gleich, ob Raubkatzen, Wildkatzen oder Hauskatzen. Mich fasziniert ihre geschmeidige, hochkonzentrierte Beweglichkeit, ihr Stolz und ihre Intelligenz, ihre Ruhe, Wachsamkeit, Kraft, ihre Fürsorge für ihr Rudel, auch wenn sie oft als Einzelgänger wahrgenommen werden.
Bei Katzen kann ich ins Schwärmen geraten. Und wie kann es anders sein, bereichern natürlich Katzen unseren Haushalt. In der Regel sind es zwei, aber irgendwie drängelt sich immer ein drittes Kätz dazu. Benny und Bobby sind zwei schwarze Maine Coon und Halbgeschwister. Flo ist, ein Nordischer Wildkater, wir nahmen ihr vor ein paar Jahren bei uns auf.
Mein Herz für Katzen spiegelt sich auch in meiner Kunst wider. So schuf ich eine Werkgruppe „Kätz“, die ich mit dreizehn Bildern abschloss.
Seit etlichen Jahren produziert der Calvendo Verlag einen Kunstkalender mit mit meinen Kätz.
Hier und überall, wo es Bücher gibt, kannst Du meinen Kalender in verschiedenen Größen und Ausfertigungen kaufen. Vielleicht wird er auch bald Dein Zuhause bereichern.
Waren diese Katzen alle schwarz, so entschied ich mich in der zweiten Werkgruppe „Glücks-Kätz“, für farbige, knallbunte Katzen.
Das ist das erste aus der Glücks-Kätz-Serie. Hier in meinem Blog schrieb ich bereits über dieses Bild.
Es wird Zeit, dass ich ein zweites in Anriff nehme. Denn erst heute rief mich eine Galeristin an und bat mich, wieder bei ihr auszustellen. Damals war es unter anderem meine komplette Kätz-Gruppe. Sie konnte sich noch sehr gut daran erinnern denn Sie fragte danach. Ich sagte ihr, dass ich vielleicht zwei neue mitbringen werde.
Welchen Snack würdest du jetzt gerade gerne naschen?
Etwas, das ich zehn Jahre nicht genascht habe. Zuletzt im Dezember 2013, als ich nach Dresden zum dreißigsten Geburtstag meiner Nichte eingeladen war. Da gab es dieses Leckerchen an einem Kuchenbuffet. Noch heute erinnere ich mich daran, wie sehr mein Gelüst mit meinem Verstand im Disput stand, ob ich mir diesen Schmaus gönnen soll, oder lieber nicht. Ich tat es. Und ich habe es nicht bereut.
Hast Du schon einmal am „kalten Hund“ geknabbert? Dieser Kekskuchen mit unendlich viel Schokolade und so viel Fett schlägt, so denke ich, jede Kalorienbombe. Aber ich mag ihn. Er ist sooo lecker.
Leider habe ich keinen und ich werde ganz bestimmt auch keinen backen. Denn ich weiß, wenn ich das tun würde wäre er nicht lange von Bestand 🙈
… aber jetzt gerade, würde ich tatsächlich ein Stückchen davon gern naschen.
Ich habe lange gesucht und letztendlich in der Cloud dieses Bild vom Dezember 2013 gefunden.
Wie ist es bei Dir? Klopft der Süßappetit auch bei Dir ab und zu an die Tür?
Ich denke, man sollte da nicht zu streng mit sich sein. Denn gerade dann wird er immer mächtiger 😉
Schreiben hilft, den Süßhunger zu vertreiben. Das bemerke ich soeben. Ich glaube, das sollte ich beibehalten.
Gibt es einen Gegenstand, zu dem Du als Jugendlicher eine unglaubliche Bindung hattest? Was ist daraus geworden?
Ich denke, dass uns zu jeder Lebensphase ein Gegenstand begleitet, der uns unglaublich wichtig ist, so etwas wie ein Seelenschmeichler.
Von klein an schleppte ich meinen Affen Bimbo mit mir herum. Das mit Holzwolle gestopfte Wesen mit seinen braunen Glaskulleraugen durfte niemals fehlen. Irgendwann war er dermaßen abgeknuddelt, dass meine Omi dem Kerlchen die Filznase stopfte und hier und da diverse lebenserhaltende Reparaturen vornahm. Als ich etwas älter wurde häkelte ich ihm natürlich auch modische Accessoires. Teeny und Kuscheläffchen passte nicht mehr so gut zusammen. Also durfte er zwar in meinem Bett schlafen, war aber für die Welt da draußen zu uncool.
Was später aus ihm wurde weiß ich leider nicht. Er ist seit meinem zeitigen Fortzug aus dem Elternhaus im Nirwana verschwunden. Heute fragte ich meine Schwester, ober er vielleicht bei ihr geblieben ist und ob sie ein paar Fotos für meinen heutigen Blog machen könne.
Das Äffchen ist nicht bei ihr, aber sie hat einen ähnlichen, nur etwas heller und mit einer spitzeren Nase. Sie holte den extra aus dem Verborgenen, um ein paar Fotos dieses über sechszig Jahre alten Kerlchens für Euch zu machen und schickte mir diese. Vielen lieben Dank, Schwesterlein 🫶
Aus heutiger Sicht war es ein kleiner Zeitsprung vom Kind zum Jugendlichen. Ich liebte meine Gitarre.
Zu meinem sechszehnten Geburtstag bekam ich sie von meinen Eltern geschenkt. Eine Konzertgitarre, zwölf Zentimeter hoher Körper, mit weichen Saiten. Sie hatte einen warmen Klang. Diese war immer dabei, wo es nur ging. Mein Vater legte mir damals ein Büchlein mit Gitarrengriffen auf den Tisch und brachte eine Stimmgabel mit. Alles weitere war mein Bier. Und das war nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich konnte die Gitarre nicht stimmen. Das bekam ich allein nicht hin. Somit konnte ich auch nicht die Grifftabelle ausprobieren. Ich wusste nicht, wie und wo ich anfangen sollte. Eine Freundin nahm mich mit in eine Songgruppe. Dort lernte ich von den anderen, wie das geht. Learning by doing im wahrsten Sinne des Wortes. Später spielte ich in einer anderen Gruppe und lernte wiederum von anderen Neues. Letztendlich war das, was ich konnte ausreichend für das, was ich tat, jedoch aus heutiger Sicht entsprach es eher der Qualität einer Begleitung am Lagerfeuer.
Wie ging es weiter mit dem Gegenstand, mit dem ich so sehr verbunden war?
Meine Gitarre kam mit auf Reisen, begleitete mich bei allen möglichen Treffen. Immer dort, wo ein paar Töne erklingen, zieht es Menschen an und es schafft eine ganz besondere Stimmung, eine unvergessliche Atmosphäre. Ein zwei Stunden, die man gemeinsam verbringt, es genießt und glücklich ist, um zufrieden auseinanderzugehen.
Vier Jahre später sah ich mein so sehr lieb gewordenes Stück das letzte Mal. Ein vermeintlicher Freund hinterließ meine Gitarre bei seiner jüngeren Schwester als Pfand für seine Schulden bei ihr. Sie ließ ihm einige Zeit, um seine Schulden zu begleich. Er tat es nicht. Sie verkaufte meine Gitarre …
Danach spielte ich nur noch sehr selten, nämlich dann, wenn ich eine Klampfe in die Hände bekam. Inzwischen behaupte ich, dass ich fast nie in die Saiten greife, weil ich es nicht mehr beherrsche. Es ist eine sympathische Erinnerung an die Zeit zwischen Jugendlichesein und dem Frauwerden.
Das Bild hier habe ich soeben fix für Euch gemacht. Ja, na klar, ich habe eine Gitarre, die über einen ganz besonderen Weg zu mir fand. Irgendwann werde ich Euch davon erzählen 😉
Welcher Gegenstand war es bei Dir? Schreibe es einfach in das Kommentarfeld.
Hast Du eine? Oder fühlst Du Dich beauftragt, eine, vielleicht auch Deine eigene Mission zu erfüllen?
Ich kann mir gut vorstellen, dass solche Missionare im Bildungsbereich oder in den Religionen zu finden sind. Ich meine Menschen, die sich zur Aufgabe machten, Wissen nachhaltig zu vermitteln oder eben in Glaubensfragen zu missionieren.
Nein, ich fühle mich nicht berufen, einer Mission zu folgen.
Sicher bist auch Du bereits Menschen begegnet, die Dir missionarisch ihre eigenen Erkenntnisse versuchen gebetsmühlenartig einzutrichtern. Damals, vor etlichen Jahren, regte mich das furchtbar auf. Ich diskutierte und versuchte meinen Standpunkt zu erläutern und hoffte auf einen sinnvollen Dialog. Das fruchtete natürlich nicht. Denn meistens liegt einer Mission eine Ideologie oder eine Vision zugrunde. Und wenn Dein Gegenüber davon felsenfest üerzeugt ist, wirst Du Deine Energie verschwenden. Denn die Missionare leben meistens mit einem Tunnelblick. Inzwischen muss ich in solchen Situationen lächeln und stehe irgendwie darüber.
Insbesondere findet man solche Leute im Bereich des Lifestyles, der Lebenseinstellung, wie Esoterik, Lebensstil überhaupt und insbesondere die Erährung. Auffällig sind die Menschen, die für sich seit einiger Zeit die vegetarische oder vegane Ernährung entdeckt haben oder auch die, die verbissen einer ökologischen Linie folgen. Ich behaupte, dass sie einfach nur stolz und zufrieden mit ihrer Lebensentscheidung sind, besonders Gutes für ihren Körper und ihre Seele zu tun, wie auch einen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft und die Welt überhaupt, leisten. Das drängt sie, diese großartige eigene Erfahrung auch anderen Menschen schenken zu müssen. Sicher bemerken es die meisten nicht, dass sie einer Mission folgen.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ Keiner kann den anderen verändern oder gar missionieren, nur wir selbst können uns ändern, wenn wir es wollen und zulassen.
Du könntest ein sehr langes Leben führen. Wie stehst Du dazu?
Zu viele ältere Menschen höre ich sagen: Bloß nicht! Bevor ich gebrechlich und vergesslich werde, will ich gehen.
Ob das tatsächlich so gemeint ist, wie es gesagt wird? Ich kann es mir nicht vorstellen. Wenn Menschen in diesem Zustand einmal sein werden, erst dann wird wahrscheinlich der Wunsch des „Gehendürfen“ aufkommen. Bis dahin wollen wir doch alle weiter atmen und den Puls der Zeit fühlen.
Oder denkst Du anders darüber?
Ich selbst wünsche mir ein langes Leben. „Träume nicht Dein Leben! Lebe Deinen Traum!“ Das habe ich bisher nicht geschafft und ich möchte es zu gern erleben, wie es sich anfühlt, meinen Traum in meiner Wunschwelt zu leben, ein Rädchen davon sein zu dürfen. Also will ich noch so einige Jährchen dabei sein.
Meine Mutter durfte nur zweiunddreißig Jahre auf diesem Planeten weilen, bis das Lymphcarcinom ihren Lebenswillen brach. Symbolisch möchte ich etwas von dem, was sie viel zu zeitig verlor für sie leben.
Jedoch nach der statistischen Lebenserwartung nach Geburtsjahr in Deutschland, habe ich nur noch sechs Jahre zu leben. Das ist nicht besonders viel. Meine Lebensplanung sieht tatsächlich etwas anders aus. Ich will Euch nämlich noch wenigstens dreißig Jahe auf den Keks gehen 😀
Alter Pinsel, reifer Wein. vergehende Tulpen und meine immer älter werdende Hand.
Wenn Du eine Autobahnwerbetafel hättest, was würde darauf stehen?
Ich bin jährlich unendlich viele Kilometer gefahren. Es waren zwischen dreißig- und vierzigtausend. Das Verkehrsaufkommen stieg von Jahr zu Jahr. Und potentiell dazu die Baustellen, Straßensperren und Umleitungen.
In gleichem Maß wuchs der Schilderwald am Straßenrand. Anzeigen von Tempolimits, Hinweisen der nahenden Baustellen, Schilder zum einordnen, Schilder geänderter Ausfahrten, Schilder nur für LKW, Schilder nur für PKW, Schilder für potentielle Staus, Schilder bei Stau, Tempolimits zu bestimmten Uhrzeiten oder bei Regen und so weiter und so fort. Hinweise zu Raststätten, Tankstellen, Autohöfen.
Hinzu kommen die Informationen der an der Autobahn liegenden Städte, wie Messen, Veranstaltungen, Hinweise zu Museen, Parkleitsystemen in der Stadt, Weinstadt, Stadt der Türme, Stadt der …
Es werden Autobahnkirchen, Bikermessen und ähnliche kirchlichen Wichtigkeiten angezeigt.
Dann wuchsen mit der Zeit die sinnigen Hinweise der Deutschen Verkehrssicherheit (!) in überdimensional großen Schildern und Schriften, wie „Hände weg vom Telefon!“, „Tempo runter!“ und so weiter. Spannend waren dann riesengroße Bilddarstellungen, wo man genauer hinschauen musste, um zu erkennen, dass zum Beispiel ein Fahrer mit Telefon, Snack, und Kaffee in der Hand versuchte, das Fahrzeug zu steuern mit dem Hinweis „Wer fährt?“.
Und genau das ist es, was mir dabei immer durch den Kopf geht. Was soll der ganze Mist?
Ich behaupte, eine sehr gute, erfahrene und routinierte Autofahrerin zu sein. Hinzu kommt, dass ich ein visueller Typ bin. Ich nehme mein Umfeld sehr genau wahr. Es gelingt mir nicht, flüchtig über ein Bild oder eine Schrift hinwegzusehen. Wenn meine Augen es beim Vorüberfahren nicht schaffen, einen Text am Straßenrand im zügigen, fließendem Verkehr bei zum Beispiel einhundertdreißig Stundenkilometern wahrzunehmen, denke ich noch eine zeitlang darüber nach, was da gerade zu lesen war. In dieser Zeit rasen die nächsten Schilder und Bilder an mir vorbei. Mir ist das Selektieren der massenhaften Straßenrandbeschriftungen, insbesondere an den Autobahnen, ein Graus. Es ist oftmals eine Reizüberflutung.
Ich meine, dass die Konzentration auf das Autofahren, insbesondere auf Autobahnen, die höchste Priorität hat. Die Schilder müssen ausschließlich auf das Handeln im Straßenverkehr fokussiert sein. Verkehrsschilder, Gefahrenhinweise wie Staus und Baustellen, nahende Tank- und Raststätten und fertig.
Deshalb: Schluss mit dieser Straßenrandwerbung! Ganz gleich, wofür.
Wenn ich eine solche Autobahnwerbetafel hätte und das Ding tatsächlich beschriften müsste, würde ich es einfach bemalen und der Silhoutte der Umgebung anpassen und visuell in der Landschaft verschmelzen lassen, ganz ohne Auffälligkeiten.
Ich wohne in einer Region, in der man noch ganz normal mit dem Auto unterwegs sein kann. Keine überfüllten Straßen, keine Schilderwälder. Hier: Horgenzell in der blauen Stunde am 03.01.2024
Ich habe meine ganzen Schnappschüsse auf meinem Mobilphone durchforstet. Ich konnte kein Bild mit Verkehrszeichen finden, das ich gemacht habe. Denn mich stören diese immer. Deshalb vermeide ich das oder fotografiere so, dass ich sie später beim Bearbeiten wegschneiden kann.
Hast Du schon einmal über diese Schilderwälder nachgedacht? Was meinst Du dazu? Wie würde Deine Autobahnwerbetafel aussehen?
Verbringst Du mehr Zeit über die Vergangenheit oder über die Zukunft nachzudenken? Und warum?
Das ist ein spannendes Thema. Kenne ich doch Leute, die permanent in der Vergangenheit leben, in der doch alles viel besser war, als das, was jetzt so ist. Auch kenne ich Menschen, die unglaublich nachtragend sind. Sie können nicht vergessen und verzeihen, was ihnen in der Vergangenheit einmal angetan wurde, oder was einst geschehen ist. Meistens sind das solche, die ihre Energie damit verschwenden, sich täglich über alles und nichts zu echauffieren. An die Zukunft mögen sie nicht denken, denn da wird ja alles noch viel schlimmer sein, als es heute schon ist.
Ich kenne auch Menschen, die die Vergangenheit komplett ignorieren und im Hopsala und Trallala leben. Unter dem Motto „Das Leben ist so schön! Ihr müsst nur richtig hingucken.“ Sie leben absolut in ihrer Jetzt-Blase, genießen entspannt den Augenblick und lassen keine schlechten Schwingungen an sich heran. Denn das würde ihre Illusionen zerstören. An morgen denken sie nicht. Wer weiß, was da schon ist?
Und ich selbst? Ich denke eher über die Zukunft nach. Jedoch ignoriere ich die Vergangenheit nicht. Je älter ich werde, desto öfter ziehe ich Schlussfolgerungen aus der vergangen Zeit. Konnte ich mir damals nicht immer erklären, weshalb sich bestimmte Dinge so entwickelten, erschließen sie sich mir jetzt umso deutlicher. Eine diverse Lebenserfahrung beleuchtet die Geschehnisse von einer unverklärten Seite.
Unser Leben ist endlich. Leider. Keiner von uns weiß, wie lange wir auf dieser Erde sein dürfen. Deshalb, so abgedroschen es klingen mag: Nehmen wir jeden Tag und machen das Beste aus ihm. Hin und wieder an die Zukunft zu denken und ab und an in der Vergangenheit zu wühlen ist sinnvoll und auch wertvoll.
Das, was geschehen ist, können wir nicht verändern. Es ist bereits Geschichte. Das, was einmal sein wird, können wir noch nicht ändern. Wir wissen nicht, was in der Zunkunft einmal sein wird. Wir können nur jetzt, in diesem Augenblick Veränderungen in unserem Leben vornehmen und damit den Grundstein für die Zukunft legen. Und das macht die Sache doch spannend. Oder?
Die Protagonistin in der Geschichte „Engin“ meines Buches „Frag einfach!“ machte sich zu diesem Thema bereits ihre Gedanken. Wenn Du magst: Hier und überall dort, wo es Bücher gibt, kannst Du es bekommen. Viel Spaß beim Lesen 🙂
Auf dem Bild siehst Du mein Exemplar, das bereits für einige Buchlesungen herhalten musste.
Wo sind Deine Gedanken? Eher in der Zukunft, oder eher in der Vergangenheit? Schreibe es einfach in das Kommentarfeld.
Habt einen schönen Tag.
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