Gefangen im System

Es ist sehr spät geworden. Ich sitze im Auto und habe noch etwa fünfzig Kilometer zu fahren. Meine Gedanken sind noch bei meinem letzten Gespräch, das ich bis soeben hatte. Meine Erinnerung treibt mich einige Jahrzehnte zurück, rund vierzig Jahre. Es versetzt mich auch in eine andere Gesellschaftsform. Ich denke an meine Rolle als Mutter zweier Kinder, als Frau, als Ehefrau eines nebenbei studierenden Mannes, als emanzipierte Vollzeit berufstätige Frau. Ich denke daran, wie ich täglich fünf Uhr am Morgen aufgestanden bin, meine Kinder sechs Uhr langsam, behutsam und mühevoll aufweckte. Es tat mir in der Seele weh. Wir frühstückten und verließen sieben Uhr das Haus. Ich gab sie im Kindergarten ab. Fuhr dann über eine Stunde mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, um sie am Abend siebzehn Uhr nach einem harten und konzentrierten Arbeitstag, der Fahrt stehend in der überfüllen Bahn und dem mit Menschen vollgestopften Bus wieder abzuholen.

Wir trollten nach Hause. Und mein Tag wechselte die Aufgaben. Für die Kinder ein wenig Zeit am Abend finden, gemeinsam Abendessen, Sandmännchen schauen, die Kinder ins Bett bringen. Dann begann der nächste Teil meines Tages. Hausarbeit, Aufräumen, den nächsten Morgen und den komenden Arbeitstag vorbereiten.  Es war ganz normal, dass wir Mütter voll arbeiteten. Die Gesellschaft brauchte auch uns Frauen. Das lernten bereits die Kinder im Kindergarten. Mitternacht kam ich dann zur Ruhe. Die Wochenenden und die achtzehn Tage Jahresurlaub gehörten prinzipiell der Familie. Fand ich Zeit für mich? Irgendwie zwischendurch immer mal ein paar Minuten. Dennoch habe ich nie etwas vermisst. Es war für mich normal. Ich bin in diese Welt hineingeboren worden. Ich kannte nichts anderes. Die Gesellschaft hat meine Gedankenwelt und mein Leben geformt. Ich lebte es so, wie es von mir erwartet wurde, ohne es zu hinterfragen. Hätte man mich damals gefragt, ob ich denke, eine wertvolle Rolle in der Gesellschaft innezuhaben, hätte ich sicher geantwortet: Ja, naklar. Ich gebe meine Leistung und meine Kraft im Beruf und leiste einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Hätte man mich gefragt, ob ich denke, dass ich ausreichend Zeit für mich finde, hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass ich im Augenblick nicht mehr brauche. Es sei so in Ordnung, wie es ist.

Ich erinnere mich an Gespräche, die ich erst vor wenigen Monaten mit jungen Frauen hatte. Es war ein Sprung ins Jetzt, in die aktuell geltende Gesesellschaftsordnung. Ich sprach mit jungen Müttern eines oder zweier Kinder, in dreijähriger Erziehungszeit, oder die sich entschieden Hausfrau zu sein. Mütter, die nie Zeit haben, die sich ständig überfordert fühlen mit den vielen anfallenden Aufgaben mit den Kindern und dem Haushalt. Frauen, die zu wenig Zeit für sich selbst finden und sich gestresst fühlen. Fragte ich sie, ob sie denken eine wertvolle Rolle in der Gesellschaft inne zu haben, antworteten sie sehr verwundert: Was für eine Rolle in der Gesellschaft? Ich bin zu Hause, was soll ich da für eine Rolle haben? Fragte ich sie, wie es mit der work life balance aussehe, mussten sie lachen. „Sie haben keine Ahnung! Ich habe Kinder. Da bleibt kaum Zeit.“

Heute stellte ich diese Frage auch. Der Dolmetscher übersetzte die Worte der Frau aus dem Arabischen. Ich tauchte also wieder in eine andere Gesellschaftsform. „Ja natürlich habe ich eine sehr große Rolle in der Gesellschaft. Ich bin Hausfrau. Fünf Kinder habe ich großgezogen. Alle haben sie ein Abitur mit einem Durchschnitt von 1,4 bis 1,6. Es ist meine Leistung, dass sie werden konnten, was sie sind. Ich kümmere mich um die Eltern meines Mannes und um meine Eltern. Ich kümmere mich um das Obst um das Gemüse und die Kräuter in dem kleinen Garten. Ich sorge für einen ziemlich perfekten Haushalt. Ich kümmere mich darum, dass mein Mann, am Abend in ein ruhiges und erholsames Zuhause kommt. Denn meine Aufgabe ist hier. Seine Aufgabe ist dort, in der Firma.“ Ich fragte, ob sie ausreichend Zeit für sich habe. Sie sagte: „Ich weiß, was sie damit meinen. Aber so kann ich das nicht beantworten. Mein Blick auf die Dinge ist anders. Ich koche zum Beispiel. Das mache ich wahnsinnig gern. Es ist keine Belastung für mich. Es ist meine Aufgabe, aber es ist auch meine Freizeit. Es tut mir gut. Das Gleiche gilt für meinen kleinen Garten und viele andere Dinge auch. Das kann ich so nicht beantworten.“

Ich fahre routiniert die mir bekannte Strecke. Es ist dunkel und die Straßen sind frei. Ich denke darüber nach, inwieweit wir Einfluss auf unsere Rolle in der Gesellschaft haben. Denn wir alle werden in ein Gesellschaftssystem hineingeboren, in dem wir zu dieser Zeit leben.  Von klein an wird es uns vorgelebt. Wir wachsen in diese Situation hinein. Es ist für uns so gegeben, wie es ist und es scheint für uns so in Ordnung. Wir kennen nichts anderes. Erst viel später, wenn wir selbst reifer werden, beginnen wir viele Dinge zu hinterfragen. Wir haben im Laufe der Jahre über den Tellerrand geschaut. Dank der uns inzwischen zur Verfügung stehenden digitalen Verknüpfung ist es noch leichter Einblicke zu gewinnen und Informationen zu erhalten. Ich würde zum Beispiel aus heutiger Sicht meine Kinder nicht mehr so zeitig in die Hände anderer geben. Ich vermisse es sehr, die ersten Jahre der Entwicklung meiner Kinder nicht überwiegend selbst beeinflusst zu haben.

Ich bin wirklich fasziniert, welche Unterschiede in den verschiedenen Gesellschaftssystemen und in diesem Fall auch zwischen den Kulturen liegen. Im letzteren Beispiel der Familie aus dem arabischen Raum wird es so sehr deutlich. Diese Frau hat in der Famiele ihre komplette Erfüllung gefunden. Wahrscheinlich ist sie von beginn an so aufgewachsen. Ihre Rolle als Frau auf diese Art auszufüllen. Und wahrscheinlich wird es der überwiegende Teil der dort lebenden Frauen so tun. Wir sehen es aus unerer Sicht anders und denken dabei an Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung, Gleichstellung und so weiter.  Und wir neigen dazu, unsere Ansichten auf diese Menschen zu spiegeln und glauben, sie müssten es doch verstehen und ebenso tun. Nur ist es auch genauso umgekehrt. Sie können nicht verstehen, dass wir unsere alten Menschen wegsperren in Heime und uns nicht selbst um sie kümmern. Sie können nicht verstehen, dass die Alten denken, sie würden den Jungen zur Last fallen.  Sie können nicht verstehen, warum wir unsere Kinder nicht selbst erziehen und in Kindergärten stecken. Sie können nicht verstehen, dass wir so viele wichtige Dinge, die einfach Liebe und Hingabe erfordern, in externe Hände geben.

Sieht diese Frau, die übrigens mit ihrer Familie erst seit anderthalb Jahren in Deutschland lebt, ihre Rolle in der Gesellschaft als sehr wichtig, negieren viele der deutschen Frauen ihre Rolle in der gleichen Position und degradieren sich selbst zur „nur Hausfrau“. Sieht sich die eine in ihrer Rolle erfüllt und glücklich, sehen sich die anderen gestresst, teilweise überfordert.

Mir fällt es wirklich schwer, den einen wie den anderen die jeweilige gesellschaftliche Norm eins zu eins überzustülpen.  Denn hinter diesen Handlungen stehen viele Jahrzehnte gewachsene Kultur. Und ich bin mir nicht sicher, ob unsere entwickelten Normen immer genau das absolute non plus ultra sind.

Heute ein wenig nachdenklich,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

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Vom Fischen und so

„Fischen ist entspannend. Es wird Dir gefallen“, sagt Ulf. „Du kommst völlig runter. Lauschst rein in die Natur. Nimmst alles ganz genau wahr, das kleinste Geräusch, jedes Knirschen. Wenn du die Ohren spitzt, hörst du die Schnecken trampeln.“ Ulf lacht und hält mir einen fetten Regenwurm entgegen. „Das ist nicht dein Ernst! Du erwartest, dass ich dieses arme Würstchen auf den brutalen Haken pieke?“ Ein Grinsen macht sich in seinem Gesicht breit, so ein ‚verstehe schon‘. Routiniert schiebt er den Haken durch den Wurm, reicht mir die Angel und deutet mir mit einer Handbewegung, mich hinzusetzen und die Klappe zu halten. Ich füge mich.

So hocke ich auf solch einem minimalistischen Angler-Dreibein. Die kühle Feuchtigkeit des frühen Morgens kriecht durch das Leinen. Mich fröstelt. Mein Hinterteil wird allmählich kalt und gefühllos. Es ist gruselig still. Der Kanal liegt ruhig, dunkel und schwer in seinem Bett. Wir sitzen im Schilf, halten die Ruten und glotzen ins Wasser. Es riecht erdig und moderig.

„Ist das nicht herrlich!“, höre ich Ulf flüstern. „Dieser Morgen, so unberührt, die weichen Nebelschwaden gleichen den Waldfeen“, schwärmt er. Unweigerlich zieht es mir die Augenbrauen hoch. Ich werfe einen kurzen Seitenblick auf ihn. Er sitzt breitbeinig, zufrieden und entspannt.

Oh Mist, denke ich. Meine Angel scheint sich verhakt zu haben. Ich zerre daran herum und versuche, diese aus dem Nass zu bekommen. „Hör auf damit! Da hat einer gebissen!“, weist mich Ulf zurecht. „Und was soll ich jetzt machen? Die Rute hängt fest!“ „Anfängerglück!“, brummt Ulf. „Das ist mir doch egal!“, fauche ich zurück. „Gib her!“ Ulf reißt mir die Rute aus der Hand und holt den zappelnden Fisch aus dem Wasser. „Hier! Hast einen Barsch erwischt. Mache ihn ab. Der ist zu klein. Den werfen wir wieder ins Wasser.“ Oh nein! ich kann es kaum ertragen. Der Widerhaken hat sich durch die Unterlippe geschoben und diese verletzt. Wie soll ich den Haken herausziehen, ohne das Mäulchen zu zerreißen?

„Na komm! Mach hin!“, drängelt Ulf. „Ich kann nicht!“, sage ich. Ulf starrt mich an. Offensichtlich bemüht, die Contenance zu wahren. Ich halte ihm die Angel hin. Er nimmt sie wortlos ab, zieht den Haken aus dem Maul. Wirft mit seiner Rechten den Fisch ins Wasser, ohne seinen bohrenden Blick von mir zu nehmen.

„Hast du schon einmal Walfängern bei ihrer Arbeit zugeschaut?“, frage ich Ulf. „Nein, jedoch sah ich eine Doku. Walfang, ein umstrittenes Thema. Es scheint nicht kontrollierbar. Warum fragst du?“ Ich suche nach Worten. Sicher ist es albern, Wale mit einem kleinen Barsch zu vergleichen, wie einen Liebhaberangler mit einem Walfänger, ein kleines von einem Widerhaken zerfetztes Barschmäulchen mit einem brutal von Harpunen gequälten und dann in Stücke zerlegten großen Wal, wie einen Walfänger, der mit seiner Hände Arbeit den Unterhalt seiner Familie erwirtschaftet, mit einem Hobbyfischer. Mit einer schnellen Handbewegung wische ich meine Gedanken samt Ulfs Frage beiseite.

Ich schaue ihn an und frage: „Warum musst du Fische angeln, die unweigerlich verletzt werden, wenn du sie doch nicht essen wirst? Du magst die Natur am Morgen. Genieße sie einfach ohne deinen Angelhaken!“

Ulf guckt mich verständnislos an. Schüttelt den Kopf und meint: „Komm, lass uns einpacken. Das wird nix mit uns.“

Ich denke so darüber nach und stelle für mich fest, dass ich keine Frau kenne, die angelt oder fischt. Woran mag das wohl liegen 🤔

Überall dort, wo Angeln ins Wasser geworfen werden, stehen nur Männger aufgereiht am Ufer… Ich werde dieser Sache irgendwann einmal auf den Grund gehen. Oder kannst Du mir eine Antwort darauf geben? Schreibe es einfach unten in das Kommentarfeld. Ich bin ganz neugierig.

… und wenn Du meinen Blog noch nicht abonniert hast, auf der rechten Seite findest Du einen Button, mit dem Du es ganz einfach mit Deiner Emailadresse tun kannst.

Aber nun genug!

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Ihren Mann stehen

Ich gestehe, ich bin Vollweib. Ich liebe es Frau zu sein. Und niemals kam mir in den Sinn, irgendwelche männlichen Stärken mein Eigen nennen zu müssen.

Die Natur gab dem männlichen Körper andere physische Komponenten, als dem weiblichen. Und wenn ich das auf das Simpelste herunterbreche, ergibt sich eine gewisse Logik. Das Leben ist auf Wachstum ausgerichtet. Zwei Neutronen begegnen sich höflich, jedoch wird es keine Anziehung geben. Die Natur hat wohlbedacht zwei Pole geschaffen.

Morgen ist der achte März. Es ist der Internationale Frauentag. Dieses Datum motivierte mich für das heutige Blog. Ihr habt keine Ahnung, wie sehr mich das Thema „Frau“ regelmäßig aufregt und ich mich dabei so sehr machtlos fühle.

Nur mit einem Kopfschütteln und innerer Ablehnung stehe ich den Feministinnen und ihren Aktionen gegenüber.

Ich lese, sehe und höre von Beschneidungen, Vergewaltigungen, Gruppenmissbräuchen, Unterdrückungen, Prügel und Schlägen. Frauen werden klein und minderwertig gemacht. Der Urinstinkt der körperlichen Überlegenheit über das Schwächere scheint nicht auszusterben, wenn auch zum Glück flächenweise zu verkümmern. Ich mag diesen Missbrauch an Frauen unter dem Deckmäntelchen einer anderen „Kultur“ nicht akzeptieren wollen.

Nun lebe ich in Deutschland, einem kleinen, doch wirtschaftlich recht starken Land. Und ich bin tatsächlich froh, dass es so ist. Ich bin seelig, in die Kultur des Europäischen Kontinentes hineingeboren zu sein.

Mir ist bewusst, dass auch Deutschland und Europa nicht makellos sind. Hier werden zum Beispiel per Beschluss und Gesetz Frauenquoten in der Besetzung von Funktionen in Geschäftsetagen erzwungen. Es wird als Erfolg im Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen betrachtet und Druck gemacht. Und ich muss lächeln. Druck erzeugt immer Gegendruck. Und mir wirft es die Frage auf, ob eine von einer Frau quotengerecht besetzte Führungsposition, zum Beispiel im Vorstand, eine wirkliche Akzeptanz erfährt. Oder muss diese Frau insbesondere nun beweisen, dass sie „sogar“ als Frau das Handwerk beherrscht? Ich weiß es nicht.

Erst seit dem Jahr, in dem ich geboren wurde, gibt es ein Gesetz zur Gleichbehandlung von Frau und Mann. Bis dahin musste die „kleine dumme“ Frau bei ihrem Mann zum Beispiel die Erlaubnis einholen, arbeiten gehen zu dürfen. Das ist heute unvorstellbar.

Ich bin also mit dem Thema Frau und Emanzipation aufgewachsen. Es begleitet mich ein Leben lang.

Meine Wiege stand in Dresden. Ich wurde in einem Staat erwachsen, in dem das Thema Gleichberechtigung nie wirklich angezweifelt wurde. Nach dem Krieg mussten alle mit anpacken, um dieses zerrüttete Land aufzubauen. Da war es vollkommen gleichgültig, ob Mann oder Frau.

Jedoch war es, wie mit allen Dingen, die historisch gewachsen sind und von Generation zu Generation übertragen werden. Mann erinnerte sich schon daran, dass es vor einigen Jahren noch ganz anders war. Dass die Frau sich um Haus, Kind und Mann kümmerte.

Nun war es ganz anders. Die häuslichen Arbeiten wurden weitestgehend geteilt. Die Verantwortung lag auf beiden Schultern. Ich kannte nichts anderes. Es war völlig normal. Mann und Frau gingen ihrem Job nach. Frau wie auch Mann machten berufliche Karriere. Die Kinder wurden von beiden gleichermaßen betreut und aufgezogen.

Der Internationale Frauentag wurde staatlich verordnet in großem Maße mit Veranstaltungen, Blumen und Ehrungen zelebriert. Es war fast peinlich. Es motivierte die Männer, das alles mit einem Augenzwinkern zu betrachten. Ich kann sie verstehen. Zumal in dieser Gesellschaftsordnung die Gleichberechtigung der Frau nicht in Frage gestellt wurde. Das Thema stand so nicht in dem nach dem zweiten Weltkrieg neu gegeründeten Staat.

Diesen „Frauentag“ lehnte ich bald ab. Es war mir unangenehm für etwas auf Händen getragen zu werden, das aus meiner Sicht ein Selbstverständnis war.

Es war normal, dass ich höflich und mit Respekt behandelt wurde im Privatleben, wie auch im Berufsleben. Ich hatte die gleichen Chancen, das zu werden, was mir möglich war. Es interessierte keinen, ob ich eine Frau oder ein Mann bin. Mir wurde die Tür aufgehalten, in den Mantel geholfen, der Stuhl zurecht gerückt, schwere Taschen abgenommen … Ich wurde als Frau wahrgenommen und nicht als Neutrum oder gar weiblicher Mann. Es war ein Nehmen und Geben.

Heute, drei Jahrzehnte weiter, sehe ich das Thema aus einem völlig anderen Blickwinkel. Die Welt hat sich geöffnet. Das Internet hat eine unwahrscheinliche Bewegung und Globalisierung ermöglicht. Informationen aus fernen und nahen Ländern, wie auch dem eigenen, können nicht mehr einfach unter den Teppich gekehrt werden.

Zum Internationalen Frauentag umarme ich symbolisch alle Frauen unseres Globus.

Alle Frauen, die sich behaupten müssen, die Leid ertragen müssen, die kämpfen müssen, alle Frauen, die etwas in ihrem Leben erreicht, alle Frauen, die sich für ein akzeptables, besseres, selbstbestimmtes Leben aller Frauen einsetzen – alle Frauen, die mit Herz und Verstand Frau sind.

Von ganzem Herzen, Eure Petra Kolossa.

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