Phone-ART III: Unendlichkeit und Emotionen auf Leinwand

Der heutige Novembertag ist wieder ein solcher, der nicht hell werden möchte. Es ist windig, hin und wieder regnet es und der Himmel ist dunkelgrau. Immerhin zeigt das Termometer neun Grad. Es fühlt sich jedoch viel kälter an.

Es ist kurz nach fünfzehn Uhr und es ist immer noch oder schon wieder, dunkel. Ich entscheide mich, das Licht einzuschalten und hoffe, damit etwas wacher zu werden.

Um etwas Sinnvolles zu tun, beginne ich, mein Atelier aufzuräumen. Kennst Du das, wenn die Müdigkeit in Trägheit übergeht? Ich beginne dann meistens irgendetwas zu tun, um kein schlechtes Gewissen wegen meiner Faulheit zu bekommen. Meistens sind es Handgriffe von links nach rechts oder umgekehrt.

Mein Blick fällt auf mein aktuelles Bild „Phone-ART III“. Es steht auf der Staffelei und ist nun durchgetrocknet. Ich mache ein Foto davon und nehme es herunter, um einer neuen Leinwand Platz zu machen.

Phone-ART III, Acryl auf Leinwand, 30 x 30 cm

Als ich das Foto machte, musste ich ein wenig lächeln. Las ich doch erst vor drei oder vier Wochen von „Doodle Art“. Hast Du schon einmal etwas davon gehört? Neugierig ging ich der Sache auf die Spur und fragte Google, was Doodles seien.

Folgendes konnte ich lesen:

„Definition der Kritzelkunst: Diese Zeichnungen, die manchmal eine bestimmte gegenständliche Bedeutung haben, manchmal aber auch nur zufällige Linien oder Formen sind, entstehen in der Regel beiläufig, oft während der Künstler mit seinen Gedanken ganz woanders ist.“ (Zitat Google)

Die Bilder meiner Phone-ART-Serie, die ich 2023 begann, entstanden durch Kritzeleien. Das erste war ein Telefonat mit meiner Schwester. Über Emotionen während eines Gespräches mit anderen Menschen und das Umsetzen dieser Gefühle durch den Stift auf die Leinwand schrieb ich bereits in diesem Beitrag. Auch das zweite Bild entstand auf diese Weise.

Das dritte, also das aktuelle Bild aus dieser Serie zeichnete ich zum späten Abend, um mich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen. Die erste Linie war das Zeichen des Symbols der  Unendlichkeit. Das wiederholte ich stoisch einige Male. Alles andere entstand einfach intuitiv. Am darauffolgenden Morgen sah ich mir das Ganze an und stellte es auf die Staffelei, um auch dieser Kritzelei Farbe einzuhauchen.

Übrigens fand das Zeichen der Unendlichkeit bereits einmal hier in diesem Bild, das ich 2017 malte, Platz. Damals, als ich das malte, hatte ich eine ziemlich schwierige Phase. (Sehnsucht II, Acryl auf Leinwand, 100 x 70 cm)

Für Dich hier die komplette Serie zum heutigen Zeitpunkt:

Phone-ART I, II und III – jeweils Acryl auf Leinwand 30 x 30 cm.

Es wird ganz sicher ein nächstes Bild zum Thema „Phone-ART“ geben. Und ich bin selbst gespannt, welche Farbenauswahl ich dann treffen werde. Spannend auch: Welcher Farbton wird der dominante sein?

Wenn Du an einem der hier im Blogbeitrag gezeigten Bilder interessiert bist, freue ich mich riesig. So nimm doch einfach Kontakt mit mir auf.

Auf zum nächsten 😊

Bis bald,

Eure Petra Kolossa.

Trio – Duo – Trio

Im Frühjahr malte ich ein Set zu den Tageszeiten. „Morgen-Kaffee“, „Nachmittags-Tee“ und „Abend-Wein“. Das letzte Bild verließ im Juni das Set.

Unbedingt wollte ich es wieder auffüllen. Als Duo war es nicht schlecht, aber im Trio finde ich es schöner. Und so entstand im Oktober „Sommernachts-Wein“ und auf der rechten Seite noch einmal „Abend-Wein“ (nicht mehr in meinem Besitz) im Vergleich.

Diesem Bild gab ich eine Portion Unbeschwertheit, Leichtigkeit, Fröhlichkeit und Unbekümmertheit. Es erinnert an die südliche Mentalität, die wir etwas schwermütigen Deutschen oftmals bewundern, diese gern hätten, jedoch es uns selten gelingt, das tatsächlich auszuleben.

Wie immer: Du bist an einem der Bilder, oder an dem Set, interessiert? So freue ich mich, wenn Du bitte einfach über dieses Kontaktformular Deine Anfrage an mich stellst.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Die Bilder sind jeweils 40 x 40 cm groß, Acryl auf Leinwand

Neues von „homepART“

In meinen Petitessen notiere ich spontan einen Gedanken, der mir im Augenblick auf der Seele brennt, mich nachdenklich stimmt oder auch einfach nur Dinge, die ich erwähnenswert halte. Meistens sind sie kurz formuliert. Es sind eben Randnotizen 😉

Heute wird es aber Zeit, wieder einmal etwas über mein kreatives Schaffen zu erzählen.

Als ich im April mit dem Auto unteregs war, entdeckte ich diese Holzherzen. Die sympathische Form der Schalen begeisterte mich. Ich konnte nicht widerstehen und packte an diesem Ramschstand gleich die letzten vier Stück ein. Ich wusste, dass ich daraus eines Tages etwas Schönes machen werden.

Und nun war es soweit. Ich nahm mir eines dieses Herzen, einen Stift und begann damit, ein paar Striche zu zeichnen. Nun, und dann entwickelte sich alles von selbst 😉 Beim Malen stellte ich mir vor, wie sich das Herz öffnet und wunderbare Dinge nach außen treten können.

Für den äußeren Bereich wählte ich größere, kantige Elemente. Hinter dem geöffneten Reißverschluss kommen kleine, weiche, runde zum Vorschein. Den Hintergrund dämpfte ich etwas, um die Sensibilität zu verstärken. Mein Gedanke dazu: Öffnen wir die äußere Schale legen wir unsere innere Herzensseite frei.

Das ist mein ganz persönlicher Hintergrund für diese Arbeit. Natürlich ist es ganz allein Dir selbst überlassen, was Du empfindest, wenn Du das Herz betrachtest. Es ist wie bei jedem anderen Kunstwerk. Das eine ist Dein Gefühl, spricht es Dich an? Welches Gefühl hinterlässt es in Dir? Magst Du es, oder magst Du es nicht? Aus meiner Erfahrung gibt es so gut wie nichts dazuwischen.

Hier nun das neue Stück Nummer 26 in meiner „homepART“-Serie:

Es blieben ein paar Farbenreste übrig, die ich im Anschluss auf einer einst aufbewahrten kleinen Kartonagen-Box verarbeitete. Dieses Upcycling ist ein Miniaturkunstwerk auf nur 4,5 x 4×5 cm.

Du bist an einem meiner Unikate interessiert? Das freut mich sehr. So nimm bitte einfach Kontakt mit auf.

Für heute soll es genug sein.

Habt eine gute Zeit ☀️🌻

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Regenbogenbrücke

Es ist immer ein herzzerreißender Augenblick, wenn ein geliebtes Tier gehen muss, wir von ihm Abschied nehmen müssen.

Umsomehr mag ich die Metapher der Regenbogenbrücke. Die Vorstellung eines imaginären farbigen Weges über die die Seelen unsere Tiere in eine andere Welt gehen.

Als unser geliebter Benny vor ein paar Wochen diesen Weg ging, hat es uns sehr getroffen. Und ich brauchte einige Zeit, loszulassen.

In mir keimte der Gedanke, die Regenbogenbrücke bildlich darzustellen. So entwickelte ich das fünfzehnte Bild, das ich im Rahmen meiner Kätz-Serie malte. Es ist sehr aufwendig und ich vergrub mich in die Arbeit. 

Jede einzelne Blüte fasste ich bis zu zehnmal an, den Untergrund der einzelnen Flächen viermal. Ich vertiefte mich in diese Arbeit und ließ Benny in den Farben der Regenbogenbrücke verschmelzen. Die Blüten auf dem Körper malte ich etwas größer und gab diesen mit ein wenig Weiß Nebulöses, sich Auflösendes. Die Enden der Barthaare ziert ein klitzekleiner goldener Punkt, den der Betrachter wahrscheinlich nur bei genauem Hinsehen im Originalbild erkennen wird. Die Blüten im Lilaviolett erinnern an einen Sternenhimmel. Ich unterbrach diesen mit einem Akzent in Türkis. Ein Farbton, der im gesamten Bild nicht vorhanden ist, um an das Vage, hoffnungsvolle Unbekannte zu erinnern, eine Vision.

„Regenbogenbrücke“

… und noch ein paar Eindrücke von der Staffelei. Bis zum Wochenende wird es durchgetrocknet sein und einen Rahmen bekommen.

Ich erwähnte noch nicht die Details: Kätz-Serie,  „Regenbogenbrücke“ 70 x 50 cm, Acryl auf Leinwand

Dieses Bild ist für Benny und für alle Seelen der Fauna, die diesen Weg nehmen mussten.

Du bist an meinem aktuellen, diesem Bild „Regenbogenbrücke“, interessiert? So lass es mich wissen und nimm bitte einfach mit mir Kontakt auf.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

homepART .25.

Meine Stammleser kennen meine Serie „homepART“ – Kunst zum Anfassen und Benutzen. Ich gebe mit diesen Kunstwerken alten, ausrangierten Dingen ein neues Leben. Wir sprechen also von enem Upcycling.

So ganz langsam schaffe ich in meinem Arbeitsraum Ordnung und sortiere viele Dinge aus, die ich nicht mehr brauche. Unter anderem fielen auch Holzablageschalen meiner Aufräumwut zum Opfer. Diese passten noch nie optimal in mein Regal. Es störte mich immer, dass ein paar Zentimeter aus dem Regalfach herausragten, weil sie etwas zu groß waren. Aber sie waren nun einmal da und so blieben sie eben. Es sind insgesamt fünf Stück. Als ich mir diese Dinger genauer anschaute, stellte ich fest, dass sie sehr stabil sind. Und so kam mir Gedanke, daraus Holztabletts zu gestalten.

Das erste ist nun fertig gestellt. Wie immer habe ich ein paar Fotos während meines Fertigungsprozesses für Euch gemacht.

Im ersten Bild seht Ihr diese Holzablageschale, im zweiten das Muster, das ich zeichnete und im dritten Bild meine Farbauswahl für den Grundton des Tabletts.

… der weitere Werdegang.

… mit meinem Assistenten Kätz Flo 😉

Noch habe ich das Tablett nicht in meinem Online-Shop eingestellt. Wenn Du interessiert bist, schicke mir gern eine Anfrage.

Euch allen wünsche ich einen fantastischen Sonntag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

So oder so

Eigentlich sollte es ja eine Glückwunschkarte zum Geburtstag meiner Schwester werden. Ich wollte stilistische Lollis in frischen kraftvollen Farben malen.

Lollis sind eine Brücke in unsere zeitige Kindheit. Wir bekamen diese leuchtend bunten Zuckerkunstwerke von den tschechischen Freunden unserer Eltern geschenkt, wenn diese uns besuchten.

Hielt man diese Lutscher gegen die Sonne, leuchteten sie wie Butzenglasfenster. Wir liebten sie.

Neulich entdeckte ich bei einem Einkauf ähnliche in einem Supermarkt. Ich musste daran denken und nahm sie mit, um diese wiederum als Mitbringsel an Kinder zu verschenken.

Meine Schwester ist lebensfroh und liebt frische Farben, wie auch ich. Also nahm ich mir ein Stück Papier und begann, die Karte zu gestalten. Ich entschied mich für einen Materialmix aus wasserlöslichen Pigmenten, Acryl und Finliner auf Papier.

Nicht ohne Grund betone ich das. Denn, als ich mittendrin war, kam Kater Flo patschnass von draußen durch die Katzenklappe nach Hause. Freudig sprang er mit seinen durchnässten Pfoten auf meinen Schreibtisch und half mir dabei, die Farbpigmente auf dem Kunstwerk anzulösen und auf dem Papier breitzutrampeln.

Zwei Alternativen: Zerreißen und entsorgen, oder aus dem Verpfuschten etwas anderes machen. Ich entschied mich für die zweite.

Und so entstand eine Kooperationsarbeit zwischen Kätz Flo und mir 😉

Ich habe fix einen kleinen Clip für Euch zusammengestellt:

In den nächsten Tagen werde ich noch ein Passepartout mit einem passenden Rahmen heraussuchen. Eigentlich müsste ich noch eine Pfote von Flo darauf drücken 😉

Wie auch immer. So oder so, macht das Beste aus dem, was auch gerade schieflaufen mag.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Ich möchte es nicht versäumen und lade Dich herzlich zu einem Spaziergang in meinen Shop ein.