Relativ ist relativ, auch die Zeit

Zeit ist ein relativer Begriff, für mich nicht greifbar. Das eine dauert eine Ewigkeit, das andere geschieht im Fluge. Wobei ersteres nur wenige Tage messbare Zeit beanspruchte und das andere fünf Jahre, zum Beispiel. Zeit ist für mich eine schwammige Maßeinheit. Zumindest auf rein mentaler Ebene betrachtet. Also ohne Uhr und Kalender.

Solch eine Zeitdifferenz wurde mir vor wenigen Tagen wieder bewusst. Auslöser waren diese Bilder:

Vor vier Jahren zur gleichen Zeit nahm ich diese Bilder auf. Es war nur ein Spaß, den ich auf Facebook unter dem Titel „So geht Haare trocknen“ teilte.

Es sind nur vier Kalenderjahre. Jedoch fühle ich es so, als seien es wenigstens doppelt so viele. Diese Leichtigkeit, die damals noch in mir wohnte scheint sich eine Krake geholt zu haben. Eine mit x-vielen Armen, die mich wahnsinnig belastet. Ich wünsche an manchen Tagen, mein Verstand würde das, was um uns geschieht, einfach mit Hopsalla und Trallala und naivem Glauben an die „Macher“ aufnehmen. Dann wäre alles gut.

Nein. Das wäre es nicht und es ist nicht die Lösung und schon gar nicht ist es der Weg. Unsere Welt erlebt derzeit so etwas wie einen Zeitwandel, eine neue Episode in unserer Geschichte. Die Frage ist nur: Was wollen wir?

Ich brauchte etwas Zeit für mich selbst. Etwas Abstand zu Social Media und so einigen Dingen; eine Neuorientierung und Klarheit, die mir wieder Kraft gibt. Die Leichtigkeit von vor vier Jahren wird in dieser Form nicht zrückkehren. Da ist zu viel geschehen in den letzten Jahren. Es wird jedoch eine andere sein.

Wie fühlst Du die letzten Jahre? Was hat es mit Dir gemacht? Schreibe es doch einfach unten im Kommentarfeld.

Ich schicke sommerheiße Junigrüße in Eure Woche ☀️

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Ein Zeitmesser der besonderen Art mit meinem Motiv des Bildes „Energien bündeln. Klicke einfach hier.

12 von 12 – Mai 2022

In einer Sache sind wir uns wahrscheinlich alle einig. Es ist, wie es ist. Wir jagen in der Zeit. Oder wie die meisten es wohl sagen: Die Zeit verfliegt, sie fließt durch die Finger.

Was ist eigentlich Zeit? Eine Maßeinheit, eine physikalische Größe, ein philosophisches Irgendetwas. Für mich ist sie nicht greifbar. Diese „Zeit“ sitzt mir so manches Mal als ein kleiner bissiger Quälgeist auf den Schultern. Zeit kann antreiben. Sie kann jedoch auch hemmen, fast lähmen.

Ich denke an Dalis Uhren und weiß, dass wahrscheinlich die meisten Menschen ähnliche Gedanken in sich tragen. Weshalb sinniere ich so? Es ist wieder der Zwölfte eines Monats. Mein Kalender erinnert mich an den Bloggertag. Hatte ich nicht erst vor wenigen Tagen meine zwölf Bilder für den Monat Mai gebloggt?

Es sei, wie es ist. Hier also mein ganz normalter Tag am zwölften im Monat Mai:

Raus aus den Federn! – Auch wenn ich mich heute gern noch ein paar Minuten einkuscheln möchte.
Ich mag diese entspannenden Minuten am Morgen bei einer Tasse Kaffee. Ein paar Minuten gefesselt im Trocknungsprozess des Nagellacks. Eine Zeit in der ich nix, garnix anfassen kann 😄
Schnell noch die Gemüsesuppe vorbereiten, bevor ich das Haus verlasse.
Bevor ich wieder ins Auto stieg, fiel dieses Arrangement der Natur auf.  Ich konnte nicht widerstehen und hielt es in meinem Phone fest.
Hmmm 😋🍓🍓🍓

Das leidige Thema der Kaffee-Kapseln … Ich weiß das. Dennoch mag ich den Geschmack dieser besonders gern. Auf der Seite eines Gartenfachmarktes las ich, dass Kaffeesatz die Schnecken im Garten verjagen würde. Also pule ich diese Dinger aus und hoffe sehr, dass es die Weichtierchen aus den Hochbeeten verjagen wird. Ach, übrigens erfuhr ich von Permanent-Kapseln für meine Lieblingskaffeemaschine. Ich werde mich um diese aus Edelstahl produzierten bemühen und sie dann selbst mit frisch gemahlenem Kaffee befüllen. So wird die „gelbe Tonne“ etwas weniger Plastik zu fressen bekommen 😉

Tulpen begeistern mich. Ich weiß noch nicht, was ich mit diesen getrockneten Blüten anfangen werde. Noch ist es nur eine Laune. Mal schauen, was daraus wird.
Screenshot bei Wikipedia – Im letzten April erzählte ich von der Filmserie „In aller Freundschaft“. Diese sah ich mir als kleines Abendprogramm im Zeitraffer an. Es ist erstaunlich, wie sich das politisch-gesellschaftliche Narrativ über die letzten Jahre auch in einer solchen simplen Serie widerspigelt. Es wurde mir sehr bewusst, wie selbstverständlich in den wenigen Minuten einer Serie Woche für Woche, Stück für Stück nicht nur die Geschichte erzählt wird, sondern auch die Ziele der jeweils agierenden Politik gepflanzt werden. – Nun, jetzt habe ich mir eine andere alte Serie als Abendprogramm gewählt. Diese läuft seit 2005, „Sturm der Liebe„. Eine lange Zeit und ein spannender Zeitraffer für mich. Ich bin gespannt. – Sicher bin ich mir nicht, ob ich es überhaupt schaffen werde, diese vielen Teile komprimiert zu schauen. Es wird vorerst die letzte Serie sein, die ich verfolgen werde. Ihr werdet bestimmt lachen. Aber für mich ist es manches Mal eine anstrengende Bespaßungszeit und ich schalte es ab.

Nach dem Ausräumen meines Autos bei Wolfgang Hirschberger. Dreißig Grad, pure Sonne, der erste heiße Tag in diesem Jahr. Ich bin etwas müde, etwas erschöpft.

Der zwölfte Mai 2022 ist Geschichte.

Im Juni gibt es wieder einen zwölften. Genießt die Zeit!

Herzlich, Eure Petra Kolossa.