Was war die schwerste Entscheidung, die Du je treffen musstest? Warum?
Ehrlich: Ich kann es nicht sagen. Weißt Du, welche Entscheidung Dir besonders schwerfiel?
In der Regel bin ich ein Schnellentscheider. Das hat etwas Gutes, kann aber auch tüchtig nach hinten losgehen. Ich kenne beide Seiten. Nur wenn ich Geld für mich selbst ausgeben will, prüfe ich ziemlich lange, bis ich mich entschließen kann und ich es endlich tatsächlich tue.
An eine Entscheidung, die mir sehr, sehr schwerfiel, kann ich mich noch gut erinnern. Wenn ich aus heutiger Sicht darüber nachdenke und ich meine bisherigen Lebenserfahrungen einbeziehe, bin ich mir nicht sicher, ob ich damals genauso entschieden hätte.
Erst vor ein paar Monaten fielen mir Tonbänder in die Hände, die ich damals auf meinen vielen Autofahrten mit Hilfe eines Diktiergerätes besprochen hatte. Auf diesen Bändern dokumentierte ich meine damalige Zerrissenheit. Als ich mir die Bänder anhörte, war es wie ein Zeitsprung. Ich spürte meine verzwackte Situation von einst hautnah.
Bereue ich meine damalige Entscheidung? Nein, auf keinen Fall. Zumal ich kein Mensch bin, der in der Vergangenheit lebt. Es ergibt für mich keinen Sinn, sich lange daran aufzuhalten und das Gehirn mit einem „hätte, könnte, wenn“ zu quälen.
Jedoch glaube ich daran, dass alles, was man tut, ganz gleich was es auch immer ist, einen Sinn ergibt und unser weiteres Leben bestimmt.
Und so kam es, dass viele meiner Entscheidungen, die guten wie auch die miesen, mein Leben nachhaltig bereichern.

Im Nachhinein bin ich dankbar für all die Resultate meiner Entscheidungen.
Denn das Leben ist das Ergebnis eben dieser Entscheigungen, die wir täglich treffen.
Habt einen phantastischen Tag.
Herzlich, Eure Petra Kolossa.