Petitesse – Randnotiz – 2025-02-02

Hast Du in den letzten Tagen das deutsche Politdrama verfolgt? Ich tat es mir an. Auch hatte ich intensiv den Wahlkampf in Thüringen, Sachsen und zum Teil in Brandenburg verfolgt. Aber das ist ein anderes Thema.

Heute spreche ich nur von unserem Bundestag und dem dortigen Geschehen in der vergangenen Woche.

Ich kann nur sagen, dass es mir schwerfällt, die richtigenWorte für dieses Theater zu finden. Ich bin entsetzt! Weniger entsetzt mich das Ergebnis. Damit habe ich gerechnet. Die Rolle des Kanzlers passt nicht zu Friedrich Merz. Die Jacke ist ihm zu groß. Er ist viel zu eitel und zu fischig. Wenn ich ihn bei seinen selbstgefälligen Reden, meistens in der Ich-Form, beobachte, sehe ich in seinen Bewegungen und seiner Körpersprache immer den Lehrer Lämpel von Wilhelm Busch gespiegelt. Er mag einen super guten Job bei den Banken und in sonstigen riesigen Firmenkonstrukten tun. Jedoch ist er mit seinem Wesen in der Politik, wo es um Menschen und nicht um Gewinnmaximalisierung geht, deplatziert.

Mich machten insgesamt die aggressiven, keifenden, drohenden, am Thema vorbeifabulierenden Reden und Wortmeldungen der von den Deutschen in den Bundestag gewählten Politiker Angst. Von den lauthalsen Zwischenrufen ganz abgesehen. Es ging um den Selbsterhalt der Parteien. Es schwangen „Hass und Hetze“. Es wurde für „unsere Demokratie“ und gegen die Demokratie debattiert. Das Thema der Migrationskrise, welches der Ausgangspunkt war, schien nur störende Nebensache zu sein. Es ging um den Erhalt der Brandmauer und gegen die Opposition, die AFD. Es war ein verdammt peinlicher Kindergarten, der ganz sicher weltweit auch so wahrgenommen wurde.

In mir macht sich ein Fremdschämen breit. Aber es ist viel mehr. Die ganze Situation ist surreal. Wie konnten wir das zulassen, dass diese Menschen drei Jahre, zum Teil sogar länger, unser Land regieren?!

An eine Konstellation schwarz-grün möchte ich nicht denken, oder schwarz-rot, oder schwarz-rot-grün … Es ist vollkommen wurscht. Die sogenannte Brandmauer zur Opposition, welch ein Schwachsinn!, verbietet den so sehr demokratischen Parteien eine demokratische Lösung. Das ist ein Paradoxon. Wir werden lange auf eine regierungsfähige Situation warten müssen. Ich denke, bald ruft man uns ein weiteres Mal an die Wahlurnen.

Der Fraktionssprecher der SPD stand grau wie Rumpelstilzchen und sprach von der Hölle und derart düsterem Zeug. Ich glotzte ungläubig auf die Übertragung.

Hast Du die Rede der Linken gehört? Sie rief zum Aufstand auf die Barrikaden. Wie kann es sein, dass die linksextreme Antifa  (zum Teil von Steuergeldern und Linker bezahlt) als organisierter Mob auf kriminelle und zerstörende Art ideologiegetrieben, brüllend durch die Straßen zieht, in Gebäude einbricht, randaliert und auf andere Menschen losgeht, unsere Polizei missachtet und lächerlich macht?

Der Polizei scheinen dabei, anders als zur C-Zeit, wo Wasserwerfer und rohe Gewalt zum Einsatz kamen, zum Beispiel bei alten Leuten, die ihre Maske nicht korrekt trugen, Schweigemärschen oder bei Menschen, die allein auf dem Skihang waren, die Hände gebunden zu sein.

Wenn Du Dir selbst eine Meinung bilden willst, schaue Dir die unkommentierten öffentlichen Liveübertragungen aus dem Bundestag an und gib Dich nicht von im Nachhinein zielorientierten Zusammenschnitten mit vorgefertigten Meinungen und Argumentationen aus dem Fernsehen zufrieden.

Ich verfolgte alles mit meinen Kopfhörern inklusive der vierstündigen Unterbrechung, wobei keiner zuvor wusste, wie lange die tatsächlich dauern würde. Wenn Du Dich zuerst eigenständig direkt informierst und dann die kommentierten Zusammenfassungen im TV vergleichst, wirst Du Dich oftmals wundern und Dich fragen, ob diese Journalisten auf einer anderen Veranstaltung gewesen sind.

Ich kann nur sagen: Es ist nicht fünf vor zwölf. Es ist bereits fünf nach zwölf! Und das fühlt sich verdammt mulmig an. Oft höre ich: „Deutschland hat fertig.“ Ich bin trotzig und sage: Nein! Hat es nicht. Es liegt an uns allen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

… bis zum nächsten Mal, Eure Petra Kolossa.

Petitesse – Randnotiz – 2024-12-19

In fünf Tagen ist Weihnachten. Die Zeit zwischen dem letzten und diesem verging so unglaublich schnell, dass es mir fast surreal erscheint. Hoffentlich wird die kommende Zeitspanne an Geschwindigkeit verlieren und uns wieder etwas mehr erden.

In fünf Tagen ist Weihnachten. Unsere degenerierten Weihnachtsmärkte dürfen endlich schließen. Ich wünsche mir von Herzen, dass diese im kommenden Jahr wieder solche sein dürfen, eben einfach Weihnachtsmärkte. Gemütlich, mit Weihnachtsmusik, tollen Düften, strahlenden Kinderaugen, Treffs mit Freunden und Verwandten und voller Vorfreude auf die ruhigen und besinnlichen Weihnachtsfeiertage.

Keine Poller, keine Taschen- und Körperkontrollen nach Messern durch die beauftragten Polizisten zum Beispiel bei älteren deutschen Frauen und bratwurstessenden deutschen reifen Paaren. Also genau der Zielgruppe, die in den Innenstädten Messerangriffe planen und begehen könnte, weswegen diese Messerverbote eingeführt wurden. Keine Poller, keinen Zwang, keine „aluabakti“ (auf deutsch: Allah ist groß. Allah ist größer. Allah ist am größten.) rufenden Demonstrantenzüge durch die aufgebauten Marktstände auf unseren Weihnachts-, Christkindl- oder Striezelmärkten. Welch eine Missachtung unserer Gastfreundschaft!

In fünf Tagen ist Weihnachten. Die Adventszeit ist eine Zeit, in der wir etwas milder gestimmt sind. Wir haben Träume und Wünsche. Wir verzeihen und wir vergeben. Ich kann viele Dinge verzeihen, auch solche, die bewusst unbewusst getan wurden, also von Menschen, die es nicht besser können, weil ihr Wesen eben so ist.

Was ich nicht verzeihen kann ist das, was derzeit in unserem Land geschieht. Das, was aus unserem hohen Haus in Berlin machtbesoffen nach unten durchregiert wird.

Am 23. Februar 2025 ist die Neuwahl unserer Bundesregierung. Ich denke, noch nie war eine Wahl so wichtig, wie diese. Möge auch das Jahr 2025 friedlich bleiben 💙

In fünf Tagen ist Weihnachten. Traditionsgemäß darf sich jeder etwas wünschen. Ich hoffe so sehr, dass es uns gelingen wird, eine Weitsicht zu entwickeln, um den Spalt, der unser Land durchzieht, zu kitten.

Herzlich, Eure Petra Kolossa

Petitesse – Randnotiz – 2024-12-11

Präsidentschaftswahlen in Rumänien

Hast Du die Wahlen in Rumänien verfolgt? Ich tat es nur am Rande. Eine kleine Notiz machte mich hellwach. Genau das, was dort geschah, kann ich mir eins zu eins in Deutschland vorstellen. Zumal das in dieser Weise bereits vor vier Jahren im kleineren stattfand. Nämlich, als die damalige Bundeskanzlerin die in Thüringen stattgefundene Landtagswahl mit einem Anruf aus Südafrika, wo sie sich zu diesem Zeitpunkt aufhielt, rückgängig machte.

Unter dem Motto: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf!“ Durch unser Land ging nur eine kleine Verwunderung, aber eine mächtige unisono geschaltete mediale Debatte, dass doch mit Hilfe von schlimmen, schlimmen Nazis, ein Ministerpräsident gewählt wurde, der nicht gewählt werden sollte. Die Bevölkerung in Thüringen wurde also schon vor vier Jahren vorgeführt. Ähnliches geschieht derzeit wieder in diesem Bundesland Thüringen.

Aber zurück nach Rumänien. Ehrlich gesagt, musste ich fast lachen. Die Wahl des rumänischen Präsidenten wurde vom rumänischen Verfassungsgericht ungültig gemacht. Und jetzt kommt’s: Wegen russischer Trolle und Tiktok-Manipulation der in Rumänien lebenden Menschen. Die Wählerinnen und Wähler seien beeinflusst worden. Sie wurden also für beeinflussbar und unmündig erklärt. Das Problem war, dass der parteilose „rechtsextreme“ Calin Georgescu überraschend vorn lag. Er sei der einzige gewesen, der von dem „aggressiven russischen hybriden Angriff“ (Zitat: ARD-Tagesschau) profitiert habe. So wurde der ganze Akt also fix gecancelt. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

In Rumänien gibt es also einen Wahl-Hick-Hack wie in Italien, Frankreich, Österreich und so weiter.

Und genau das könnte auf ähnliche Weise in Deutschland geschehen. Zumindest kann ich mir das vorstellen. Unsere derzeitigen Politiker kleben an ihrer Macht und werden die nicht freiwillig hergeben.

Keiner muss sich wundern, wenn die Menschen den Gang zur Wahlurne für sinnlos erachten und der derzeitigen Demokratie abschwören. Denn letztendlich hat der Souverän, der Wähler, den kleinsten Einfluss auf das politische Geschehen. Der Wille des Volkes ist sekundär und wird mit Tricksereien, Rechenspielchen und Manipulationen so hingebogen, dass alles irgenwie im Sinne der Akteure passt.

Was meinst Du? Ist solch ein Szenario wie in Rumänien in Deutschland denkbar?

Ich vertrete absolut die direkte Demokratie. Mir ist es wichtig die Deutschen bei brisanten Themen des eigenen Landes mit ins Boot zu holen und entscheiden zu lassen. Schon deshalb ist der Gang am Wahltag 2025 wichtig. Schaut Euch die Wahlprogramme aller Parteien genau an.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Petitisse – Randnotiz – 2024-12-07

Kraft ihrer Wassersuppe

In den letzten Tagen zwang ich mich um Zurückhaltung in meinen Texten. Ich weiß nicht, wie es Dir ergeht, wenn Du Dein Ohr nach außen richtest und Dir diese ganze gebündelte Arroganz der Macht Innehabenden auf Dich einstürzt. Mich macht es fassungslos einerseits und andererseits macht sich eine Hilfslosigkeit, ein Ausgeliefertsein, ein Angewidertsein breit.

Ich kann diese dummdreisten machtbesessenen Spiele von rot, grün, schwarz, gelb und tiefrot in unserem höchsten Haus, dem Bundestag nicht ertragen. 

„Arroganz ist das Selbstbewusstsein des Minderwertigkeitskomplexes.“ Ein Spruch, den ich im großen weltweiten Internetz aufschnappte. Dieser widerspiegelt all das, was sich vor unser aller Augen in unserem Land abspielt.

Das Irrste, was sich in den nächsten Wochen entscheiden könnte und mit dem wir weitere vier Jahre klarzukommen haben, wäre eine schwarz-grüne Regierung. Eine Bündelung von inkompetenter, autoritärer Arroganz und Machtbesessenheit.

Es gibt zwei Autoritäten. Die eine ist die, die wir uns erarbeiten durch Können, Wissen und Handeln. Die andere ist die, die uns Kraft unserer übertragenen Macht-Funktion in die Hände gelegt, also vertrauensvoll geschenkt wurde. Diese Macht ist leider für viele Menschen, die diese innehaben einige Kleidernummern zu groß. Sie handeln, agieren und wursteln Kraft ihrer autoritären Wassersuppe.

In diesem Augenblick sehe ich den einst abgewatschten und heutigen Kanzlerkandidaten der CDU trotzig mit dem Füßchen aufstampfen und in das Mikrofon rufen: „Ich will das so!“

Er wollte es so, dass der Bundestag arbeitsunfähig ist. Howgh, der großer Zampano hat gesprochen. Und es geschah so. Boah, nicht zu fassen!

Vielleicht gibt es Neuwahlen im März, vielleicht auch nicht. Wenn ja, möge jeder von uns sehr genau für sich prüfen, was er tut, wie er entscheidet. Die Verantwortung liegt in unserer aller Hände.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Petitesse – Randnotiz – 2024-11-20

Mein morgendlicher Aufreger war eine Email meiner Autoversicherung mit dem neuen Beitragssatz ab dem ersten Januar für das Jahr 2025.

Satte fünfundzwanzig Prozent wurden aufgeschlagen. Ich hatte keinen Unfall oder nahm irgendeine Leistung in Anspruch. Zunächst dachte ich an einen Schreibfehler oder eine Verwechselung.

Dann recherchierete ich fix und las, dass das Thema bereits heiße Wellen im Netz schlug und sich diverse Experten zu Wort meldeten.

Es gehe um gestiegene Materialkosten, Werkstattkosten, Lohnkosten und so weiter und so fort.

Hier eine schlüssige Erklärung der Allianz, die übrigens nicht meine Versicherung ist:

„Kfz-Versicherer zahlen also für Produkte und Services, die sich um ein Vielfaches der allgemeinen Inflationsrate verteuert haben. Weil die Versicherungsunternehmen ihre Beiträge in den letzten Jahren nicht an die Realkosten angepasst haben, geben sie für Versicherungsleistungen deutlich mehr aus als sie einnehmen.
Deswegen müssen sie jetzt nachziehen und die Beiträge anpassen – ansonsten arbeiten sie unwirtschaftlich. “ (Zitat)

Beglückte Dich Deine Autoversicherung auch mit einer solchen Beitragserhöhung?

Ich denke, das kommende Jahr wird für uns alle eine kleine Herausforderung 😉

Beste Grüße aus dem kühlen und nassen Süden unseres Landes.

Eure Petra Kolossa.

Petitesse- Randnotiz – 2024-11-18

Als ich gestern in der Nacht diese völlig irre Meldung im Netz las, wollte ich es nicht glauben und dachte mir: Abwarten und morgen in Ruhe recherchieren.

Recherchieren brauchte ich nicht, denn heute am Morgen war genau das DIE Meldung.

Joe Biden, sicher eher sein Einflüsterer, hat der Ukraine genehmigt, Russland mit Langstreckenwaffen anzugreifen. Dieser Typ nutzt doch tatsächlich noch wenige Wochen vor seinem endgültigen politischen Tod die Hebel seiner Macht, um einen dritten Weltkrieg vom Zaune zu brechen.

Und was tun unsere amtierenden Politiker? Die Grünen jubeln, wie auch die FDP und die Christdemokraten.  Sie frohlocken! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Unglaublich! Ich kann es nicht nachvollziehen.

Unser Bundeskanzler verweigert nach wie vor das Liefern von Taurus an die Ukraine. Das rechne ich ihm hoch an, auch wenn mich seine sonstige Politik alles andere als glücklich macht. Ich hoffe sehr, er hält an dem Nein fest.

Die SPD wünscht sich ihren Boris Pistorius als Kanzlerkandidat und wollen ihn gegen Olaf Scholz austauschen. Der hatte sich ja bisher ziemlich geziert. Heute gab er in den Öffentlich Rechtlichen ein sinngemäßes „Naja, wenn man mich so lieb bittet, werde ich nicht ablehnen können …“.

Ob Boris Pistorius an dem Nein, also gegen ein Liefern der Taurus, festhalten würde? Ich bin mir da nicht so sicher.

Ich wünsche mir innigst, dass die Herren Putin, Trump und Orban mit all den für den Frieden einstehenden Kräften dieser Welt in der Lage sein werden, den drohenden Weltkrieg zu unterbinden.

Immer und immer wieder: Überlegt Euch ganz genau, wem Ihr bei Wahlen Eure Stimmen geben werdet.

Ein „Habe ich immer schon so gewählt“ oder „Ich bin dieser Partei treu.“, funktioniert im Augenblick nicht! Länder können nur im Frieden wachsen. Das ist das Elementarste, das ist das, was vor allem anderen steht. Welche Parteien stehen in unserem Land für Frieden und lehnen jegliche kriegerische Eingriffe in andere Länder ab? Recherchiert bitte unbedingt unvoreingenommen selbst und lasst Euch nicht einreden, was Ihr denken sollt.

Heute etwas fassungslos.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Petitesse – Randnotiz – 2024-11-16

Eine tolle Idee unseres grünen Ampellichtes:  Um die Frauen und Mädchen besser in den öffentlichen Verkehrsmitteln vor Grabschereien und sexuellen Übergriffen sowie Messerstechereien zu schützen, schlagen sie vor, abgetrennte Abteile und Waggons für die weiblichen Fahrgäste bereitzustellen.

Man traut es sich kaum auszusprechen, aber wie und wer soll denn nun feststellen, welches Wesen nach neuem „Ampel-Sprech“ eine Frau oder ein Mädchen ist? Es kann ziemlich teuer werden, wenn man versehentlich einen Mann als einen sochen bezeichnet, der seit ein paar Wochen etwas ganz anderes ausprobiert, oder eben umgekehrt. Die äußeren Merkmale sind ja völlig egal.

In gleichem Atemzug kommt aus Berlin die großartige Idee, wiederholt auffällige Messerstecher mit einem Führerscheinentzug zu bestrafen und diese in den öffentlichen Personennahverkehr zu verbannen. Richtig gut. Das wird die Straftäter, sorry, ich meine, die mit den festgestellten Delikten, ganz sicher so richtig beeindrucken. Und begeistert werden insbesondere die sein, die auf die Öffentlichen angewiesen sind.

Wie lange wollen unsere Berufspolitiker noch mit solchen sinnigen Ideen und Vorschlägen ihre Arbeitszeit verbrennen? Wann fangen sie endlich an, Maßnahmen zu ergreifen, die tatsächlich eine Wirkung für unser Land hinterlassen?

Das nur so am Rande.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Petitesse – Randnotiz – 2024-11-13

Mich regen Filme oder Gechichten, die von intriganten Spannungsbögen getragen werden mehr auf, als irgendwelche Kriminalstorys. Wenn in den Handlungen hinterlistig intrigiert wird und diese Intriganten dadurch auch noch für sich Erfolge herausschlagen, macht mich das völlig fassungslos.

Letztendlich: Willkommen in der Wirklichkeit, im Hier und Jetzt, im besten Deutschland aller Zeiten.

Wir alle haben das Ampel-Desaster verfolgt. Ich denke, die meisten von uns verspürten im ersten Augenblick so etwas wie eine Erleichterung, als wir von dem Aus hörten. Könnte dieses Chaos doch endlich ein Ende finden.

Auch ich dachte: „Endlich!“

Nur wenige Stunden später, als ich die Statements der Involvierten hörte, relativierte sich meine Gedankenwelt. Herr Scholz hofft auf ein „weiter so“, Herr Habeck kürt sich von einem fiktiven Küchentisch aus mit einer naiven Rede zum Kanzlerkandidaten. Herr Lindner zieht den Schwanz ein. Und da gibt es einen, der sich in seiner überheblichen und verlogenen Eitelkeit bereits als Kanzler sieht. Friedrich Merz.

Jeder dieser Politiker sieht ausschließlich sein eigenes Ego und seine Partei. Erst dann, viel, viel später kommt Deutschland.

Herr Merz ist aus meiner Sicht nicht unbedingt ein Sympathieträger. Nun gut, das ist mein subjektives Gefühl. Darf aber erwähnt werden. Er steht außerdem für eine unsägliche Politik. Friedrich Merz will keinen Frieden. Er droht, wenn er an der Macht sei, würde er Russland ein 24-Stündiges Ultimatum stellen. Wenn darauf nicht eingegangen würde, veranlasse er den Krieg in das tiefe Innere Russlands. Mir lief die Gänsehaut, als ich das aus seinem Munde hörte.

Er will ein Prozent vom Lohn für die Aufbauhilfe der Ukraine. Die übrigens gerade jetzt, in dieser Zeit, ein Luxus-Ski-Gebiet für 1,5 Milliarden US Dollar baut, das 2028 fertig sein soll. Immerhin mit 25 Hotels, die 5500 Zimmer beinhalten, einer 2,8 Kilometer langen Gondelbahn und der längsten Skipiste des Landes. Hier der Link. Da stehen in meinem Gesicht so einige Fragezeichen. Und Herr Merz will weitere Milliarden aus Deutschland in dieses Land pumpen.

Was will Herr Merz noch so? Rente mit 70, Abschaffen der Rente nach 45 Jahren Arbeit, also mit 63. Lastenausgleich. Es sind zu viele Ersparnisse bei den Deutschen. Er denkt über eine Koalition mit den Grünen nach. Erhöhung der CO-2-Steuer und er will an der E-Mobilität festhalten, also nix Verbrenner, und so weiter.

Mit Friedrich Merz holen wir uns Krieg ins Land.

Hach, und da ist ja noch Boris Pistorius, der beliebteste Politiker Deutschlands. Seine Parteigenossen hätten gern ihn statt Olaf Scholz als Kanzler, aber dieser ziert sich noch. Mal schauen, wie lange.

Und nicht zu vergessen: Kanzlerkandidatin Alice Weidel. Sie ist eine sehr kluge und eloquente Persönlichkeit, die ganz genau weiß, was sie für Deutschland will.

Die Minderheitsparteien, also die Verliererparteien haben heute einen weiteren Verbotsantrag für die AfD, der zweitstärksten Partei in Deutschland gestellt. Das ist eine Ohrfeige für die Menschen in unserem Land, die an die Demokratie glauben und ihre Stimme und ihr Vertrauen in die Hände dieser Politiker legen. Ich hoffe sehr, dass eine Entscheidung nach dem Recht und Gesetz getroffen wird. Was soll ein Bundestag ohne Opposition? Dann brauchen wir auch nicht zu wählen. Denn ohne einer starken Opposition verbleibt nur die vereinigte Partei „weiter so“. Wollen wir das wirklich?

Die vorgezogenen Wahlen sollen bereits am 23. Februar 2025 sein. Das steht jedoch noch im Konjunktiv. Denn die Vertrauensfrage wurde noch nicht gestellt. Und bis dahin kann noch so viel geschehen.

So weit und furchtbar …

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Petitesse – Randnotiz – 2024-10-30

Heute am Nachmittag im Supermarkt:

An der Kasse sage ich, dass ich gern etwas Bargeld mitnehmen möchte.

Die junge Frau, etwa Mitte zwanzig:

„Wieviel soll’s sein?“

„Dreihundert Euro.“,sage ich.

„Das geht nicht. Das ist zu viel.“

„Dann geben Sie mir bitte zweihundert.“

„Das ist zu viel!“, erwiedert sie.

„So nehme ich eben wenigstens einhundert mit“, gebe ich leicht genervt zurück.

„Zwischen zwanzig und fünfzig. Mehr kann ich nicht geben.“

„Warum das denn? Es war doch bisher immer möglich.“

„Bargeld braucht man doch heutzutage kaum noch.“, und sie wirft noch belehrend hinterher: „Auch Ältere sollten sich mal langsam daran gewöhnen.“

In mir wuchs ein doppelter Groll. Zum einen, dass ich daran erinnert wurde, zu den „Älteren“ zu gehören, auch wenn es stimmen mag, und zum anderen, stieß sie mich auf das leidliche Thema „Bargeld“.

Erst neulich wurde ich in der Bestätigung einer Hotelreservierung explizit darauf hingewiesen, dass eine Bezahlung der Rechnung ausschließlich mit der Karte beim Check-In möglich sei. Es war nicht nur erwünscht, es bestand einfach nur diese eine Möglichkeit. Es war eine Buchungsbedingung.

Wir nähern uns immer weiter dem Ideal des „gläsernen Menschen“. Dabei habe ich das Gefühl, dass es die überwiegende Mehrheit der Menschen gern so hätte. Es ist ihnen egal, weil es bequem ist.

Wie oft habe ich beobachtet, dass die Leute zum Beispiel beim Bäcker ihren Einkauf in Höhe von etwas über einen Euro digital bezahlen. Sie halten ihr Smartphone an das Lesegerät und gehen. Immer wieder frage ich mich, was von diesem etwas über einen Euro am Ende übrig bleibt, wenn die Gebühren für das Lesegerät und die Kosten für die Geldübertragung bezahlt wurden.

Ich bin kein Geldexperte. Jedoch trieb mich mein Gefühl in der letzten Zeit, so viele Dinge wie möglich, bar zu bezahlen.

Wenn ich nur an eine Kurzreise von zwei oder drei Tagen denke.

Es wird die Navigation im Auto eingeschaltet. Wir tanken mit der Karte. wir bezahlen das Hotel mit der Karte. Wir kaufen ein. In jedem Geschäft wird die Karte gezückt. Wir bezahlen das Restaurant mit der Karte.

Alles geschieht digital. Alles ist nachvollziehbar. Wohin wir fuhren, wo wir anhielten, wo wir tankten, was wir tankten. Welche Geschäfte suchten wir auf, welches Niveau haben diese, was kauften wir? Welche Gastronomie nutzten wir, was aßen wir? Und so weiter und so weiter. Daraus können Nutzerprofile erstellt werden. Wenn es schlimm kommt, können aus solchen Daten Screenings erstellt werden. So etwas, wie wir es von der deutschen Schufa kennen. Zum Beispiel, kann erhoben werden, was sich diese Person leisten kann, wo sie ihr Geld lässt. Kauft sie zum Beispiel bei Bonprix oder bei LiebesKind?

Eine potentielle Zahlungsfähigkeit ließe sich zum Beispiel daraus herleiten. Bereits heute hat es einen Einfluss auf die Bonität, ob ich im Westen oder im  Osten Deutschlands lebe, ob ich in einer „Platte“ in einem multikulturellen Stadtbezirk lebe oder in einer privat gemieteten oder besser, in in einem eigenen Haus oder einer eigenen Wohnung in einem angesagten Viertel.

Das sind nur einige klitzekleie Beispiele. Ich will mich heute nicht weiter dazu auslassen. Eigentlich wollte ich Dich nur anstupsen, darüber nachzudenken, dass Bargeld uns eine diverse Freiheit gibt. Wenn wir unser Handeln komplett in die digitale Welt abgeben, ist der Weg zur Bevormundung jedes Einzelnen von uns nicht weit.

Deshalb: Zahle, soweit es Dir möglich ist, bar.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Petitesse – Randnotiz – 2024-10-26

Über eines der niederen Tugenden, die, so glaube ich, insbesondere den Deutschen zu eigen sein scheint, kann ich mich entsetzlich aufregen. Ich will es nicht. Es geschieht einfach. So lasse ich mich doch immer wieder von den Ergüssen der bunten Ampel-Zweckgemeinschaft aus Berlin provozieren.

Schon einige Male schrieb ich zu diesem Thema. Im Juli 2021 erstmals, als sich der Trend abzeichnete und sich sukzessive vor unseren Augen entfaltete.

Wovon ich spreche?  Mir fallen da so einige Wörter spontan ein. Zum Beispiel: verpetzen, anschwärzen, verraten, anprangern, verpfeifen, melden, diskreditieren … Ich nenne es einfach denunzieren.

Habt Ihr einmal versucht, den Begriff  „Trusted Flagger“ zu übersetzen? Schon der Begriff regt mich auf. Die Deutschen werden nach ihren Meinungen (von einer genehmigten multikulturellen Truppe) im Netz durchschnüffelt. Wer sich nicht ideologiekonform verhält, wird angezeigt, gemeldet und die Beiträge werden gelöscht. Und weil die deutsche Sprache wahrscheinich zu klar und eindeutig ist, werden der ganzen Sache Anglizismen aufgesetzt.

Ich kann keine wortwörtliche Übersetzung im Kontext dieser beiden Wörter finden. Nur eine allgemeine Beschreibungen für Trusted Flagger in deutschen Worten, wie hier. Dort und in einigen weiteren Beispielen wird es mit „Vertrauenswürdiger Hinweisgeber“ umschrieben.

Man könnte es auch einfach auf den Punkt bringen, auch wenn es nicht ganz so nett klingt und so bezeichnen: Vertrauenswürdiger Denunziant oder Denunziant des Vertrauens.

Ganz gleich wie: Bleibt Euch treu!

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

PS: Ergänzen möchte ich, dass auch ich definitiv gegen sämtliche Gewalt verherrlichenden Dinge im World Wide Web bin und grenze mich gegen Kriegstreiberei, Aufrufen zu Gewalt, sexuellen Missbrauch, Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in jeglicher Form – auch für politische Propaganda!, Betrügereien und so weiter ab.

Wem derartige Dinge über den Weg laufen, hat bereits seit langer Zeit die Möglichkeit, darauf hinzuweisen.

Die oben genannten Trusted Flagger haben jedoch die Aufgabe, Meinungen zu bewerten und die Verfolgung zu veranlassen. Das wiederspricht jeglicher demokratischer Kultur. Denn: Wer legt fest, welche und wessen Meinung richtig oder falsch ist? Gibt es richtige oder falsche Meinungen?