Es ist Sonntag, am Morgen, kurz nach sechs Uhr. Es ist ziemlich frisch und es regnet. Die Wetterprognose verweist auf sechszehn Grad heute zur Mittagszeit. Ziemlich holprig, denke ich. Waren es doch gestern noch heiße zweiunddreißig Grad. Und ich denke, dass nicht nur mir diese Kapriolen zu schaffen machen.
Die Nacht war kurz. Recherchen und zu viele Informationen, die noch in der Nacht eingingen, hielten mich ab, zur vernünftigen Zeit schlafen zu gehen. Dennoch holte mich auch heute meine innere Uhr gegen sechs Uhr aus dem Bett.
Ich mag die Zeit am Morgen, wenn noch alles ganz ruhig ist. Wir haben Ende August. Die Tage sind wieder etwas kürzer. Somit beginnt auch der Tag etwas später. Das ist die Zeit, die ich besonders gern mag; das Hineingleiten von der Nacht in den Tag.
Lange Strecken, die mit dem Auto zu bewältigen sind, beginne ich gern sehr zeitig am Morgen, so zwischen drei und vier Uhr. Ich liebe es, in den Sonnenaufgang „hineinzufahren“. Es ist wirklich ein erhebendes Gefühl. Außerdem sind die Straßen um diese Zeit noch ziemlich frei und man kommt relativ zügig voran.
Inzwischen mag ich tatsächlich den Morgen am liebsten. Das war aber nicht immer so. Es änderte sich erst in den letzten zehn oder fünfzehn Jahren. Bis dahin war es definitiv der Abend, nämlich der Feierabend.
Das Bild machte ich heute am Morgen auf unserem Balkon. Selbst der Hahn aus der Nachbarschaft schlief noch den Schlaf der Krakeler 🐓
Welche Tageszeit magst Du? Schreibe es doch einfach in die Kommentre.
Herzlich, Eure Petra Kolossa.
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Passend zum heutigen Beitrag für Euch mein Bild „Morgen-Kaffee“. Denn ein guter Kaffee gehört natürlich an jedem Morgen dazu ☕️
40 x 40 cm, Acryl auf Leinwand, 2024
Das Bild gehört zu einer Serie, ist aber natürlich auch einzeln erhältlich.
Du bist an dem Bild interessiert? So nimm bitte einfach Kontakt mit mir auf.
Zum Glück gehöre ich zu den Menschen, die einfach einschlafen, wenn sie in ihr kuscheliges Bett fallen. Augen zu und ab geht es ins Traumland. Wie schrecklich muss es sein, dies nicht zu können. Nun, ich gehöre aber zu denen, die dann schlafen gehen, wenn sie dazu bereit sind. Mir ist es vollkommen gleich, ob das abends um zehn oder irgendwann nach Mitternacht ist. Es mag sein, dass das nicht so toll ist. Eine regelmäßige Zubettgehzeit sei wichtig, weil dieses und jenes und überhaupt … Das ist mir egal. Weshalb soll ich meine Zeit damit verbringen, mich ab zweiundzwanzig Uhr zum Beispiel, stundenlang im Bett hin- und herumzuwalzen, nicht einschlafen zu können und schlimmstenfalls Schlaftabletten zu nehmen, nur weil irgendwelche Experten meinen, dass das eine optimale Zeit sei, schlafen zu gehen?
Mein Körper will nach ungefähr sechs Stunden aus der Waagerechten, ganz gleich, wann ich schlafen gehe. Einen Wecker stelle ich mir nur dann, wenn ein äußerst wichtiger Termin ansteht und ich absolut kein Risiko eingehen möchte, ausgerechnet an diesem Tag länger schlafen zu wollen. Denn das passiert in sehr großen Abständen.
Und es gibt die Nächte, in denen ich aus irgendeinem Grund aus dem Schlaf genommen werde. Dann geschieht genau das, weshalb ich die gut verstehen kann, die ins Bett gehen und nicht einschlafen können. Denn ich kann es dann nämlich auch nicht mehr. Wenn mein Hirn einmal seinen Job begonnen hat, ist es vorbei mit der Nachtruhe. So, wie heute gegen vier Uhr am Morgen. Und so sitze ich seit 05:11 Uhr an einem Sonntag an der Tastatur und tippe diesen Blogbeitrag.
Es ist noch stockdunkel. Mein Kaffee duftet aus meiner heute weißen Tasse. Neben den farbigen Tassen, zu denen es immer eine emotionale Brücke gibt, liebe ich mein weißes Bone China. Ich mag diese besondere Oberfläche. Samtig, etwas dünner, fast ein wenig durchscheinend.
Ich wählte die Playlist „Coffee + Chill“ auf Spotify. Wie schön, fast fünf Stunden wird mich diese Musik durch den Morgen begleiten, denke ich.
Die Kätz finden es absolut klasse, dass die Zweibeinerin bereits auf den Beinen ist. So versorgte ich zunächst Bobby, der mit seinem langen nassen Fell vom Herumstreunen in den Obstwiesen heimkam. Als ich mich wieder zum Schreiben hinsetzte, verließ Flo seinen Schlafplatz im Kratzbaum, um sich mit einem superzeitigen Frühstück verwöhnen zu lassen. Als ich wieder ins Atelier gehen wollte, schaute Benny neugierig um die Ecke … So sind jetzt alle drei Jungs satt, gebürstet, gekuschelt und bereit für ihren Vormittagsschlaf.
Man sagt den Katzen vollkommene Eigenständigkeit und keine wirklich dauerhaft enge Bindung zum Menschen nach. Das kann ich so nicht komplett bestätigen. Eines jedoch schon: Wird eine Katze vom Menschen verlassen, wird sie sich kümmern und ein neues Zuhause suchen. Ganz gleich, wie es einmal aussehen wird. Mag sie es nicht, zieht sie weiter. Ein Hund hingegen, wird dauerhaft seinem verloren gegangenen Zweibeiner nachtrauern und an dessen Ort verbleiben, wenn man ihn ließe.
Hattest Du schon einmal das Gefühl, ein totes Pferd zu reiten? Ich kenne das Gefühl. Damals sattelte ich ab. Das war nicht schön, aber ich musste es nur für mich allein tun.
Seit etwa drei Jahren reite ich ein totes Pferd. Müsste ich die Entscheidung nur für mich allein treffen, wäre ich bereits abgestiegen. Aber so strampele ich für die zehn Nasen weiter, weiter, weiter. Zum Jahresende werde ich das für und wider auf die Waagschale legen müssen, ob es sich lohnen wird, ein paar Energiepillen zu verteilen, oder ob ein Gnadenschuss die bessere Alternative sein wird. Zu diesem Thema las ich hier einen interessanten Beitrag, der zum einen frisch und witzig geschrieben ist, parallel dennoch zum Nachdenken anregt.
Inzwischen ist die Sonne aufgegangen. Vom Balkon aus machte ich diese Aufnahme. Im Hintergrund sieht man die schneebedeckten Alpen.Ich mag es, wenn sich der Nebel aus den Hängen löst. Die Sonne hat die Rester des zeitigen Morgens weggeleckt. – Was zeigt uns der Himmel, Geoengineering?
Nun habe ich Euch einfach auf ein Sonntagmorgen-Schwätzchen mitgenommen.
Wir hier im Süden werden heute einen fantastisch warmen und sonnigen Oktobersonntag haben.
Ich freue mich jetzt auf das Sonntagsbrötchen mit leckerem Meißner Honig 😉
Herzlich grüßt Euch, Eure Petra Kolossa.
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Coffee to go – Eine der dämlichsten Angewohnheiten, die ich mir vor ein paar Jahren an Land gezogen habe.
Ich mag einen guten Kaffee zu jeder Tages- oder Nachtzeit. Und für mein permanentes auf Achse sein war diese Erfindung damals ein verlockendes Angebot und wurde bald für mich zur Selbstverständlichkeit. Ich genieße es, auf langen Fahrten nach meinem Kaffee zu greifen und an diesem Becher zu nippen.
Seit drei, vier Jahren benutze ich eigene Coffee-to-go-Becher. Also wieder verwendbare, um den schnell produzierten Müll zu vermeiden. Nur noch selten kaufe ich unterwegs einen solchen Kaffee im Wegwerfbecher. Nämlich dann, wenn ich etwas müde bin, gern einen Kaffee trinken möchte, aber mein eigener Becher zu Hause im Schrank steht. Und so war es neulich.
Ich bezahlte meine Tankfüllung und kaufte noch einen Coffee to go. Als ich den Becher in die Hand nahm, fühlte ich eine raue dicke Oberfläche. Hmm, denke ich. Appetitlich fühlt sich dieses Material nicht an. Nichtsdestotrotz nehme ich meinen Kaffee mit ins Auto. Er ist noch zu heiß, um ihn zu trinken. Also fahre ich erst einmal weiter.
Es ist spät. Es ist dunkel. Es regnet. Die kilometerlange Kutscherei durch die Baustelle ist ermüdend. Ahhhhh! Mein Kaffee! Ich freue mich, diesen jetzt zu trinken. Ich lange nach dem Becher. Nehme diesen an meine Lippen und … Binnen eines Augenblicks war der gesamte Inhalt auf meinem Kleid. Ich wusste bis dahin nicht, wieviel Flüssigkeit zweihundert Milliliter sein können. Denn ich fühlte, wie sich die warme Nässe auf dem Autositz in meine Leggins saugte. Verdammt! Ich brauche einen Parkplatz!
Nach dem dritten Anlauf fand ich einen, der nicht bis zum letzten Zentimeter mit zur Nachtruhe abgestellten LKW besetzt war. Endich! Es ist ein elendes Gefühl, in einer lauwarmen Kaffee-Feuchtigkeit zu sitzen.
Ich besah mir nun diesen Pappbecher und sah das Problem. In diesem Fall kann ich nur sagen: Öko hin und Öko her. Es gibt einfach Dinge, die nicht zusammenpassen. In diesem Fall Coffee to go und Pappbecher. Wenn der Kaffee nicht sofort ausgetrunken wird, weicht der Boden durch. Das Dilemma: Als ich den Becher nahm, um zu trinken, löste sich die eingepresste Pappe.
Werde ich perspektivisch auf diesen Kaffeegenuss unterwegs verzichten? Jein. Ja, ich werde keine Pappbecher mehr mit ins Auto schleppen, sondern mir vor Ort die Zeit nehmen und meinen Kaffee aus einer Tasse in Ruhe trinken. Nein, mein eigener Becher ist perfekt für unterwegs. Ich kann den zu Hause füllen oder unterwegs füllen lassen.
Welche Erfahrungen habt Ihr mit Eurem Coffee to go gemacht?
Mit diesem Für und Wider seid herzlich gegrüßt von Eurer Petra Kolossa.
Dein Becher Coffee to go in einem meiner Designs. Klicke einfach auf das Bild.