Vom Moorhuhn und so

Spielst Du täglich? Wie wichtig ist Dir diese Spielzeit?

Hand aufs Herz. Tust Du es?

Hingegen der Meinung vieler, vor allem älterer Leute, können online-Spiele sogar recht positiven Einfluss auf die Wahrnehmung, räumliche Vorstellungskraft, Aufmerksamkeit und auch auf die kognitiven Herausforderungen haben. Das Ganze sollte natürlich nicht länger als eine Stunde am Tag betrieben werden. Ich denke, dass solche Spiele, die in Teams gespielt werden, ganz gleich, ob in einem Raum oder virtuell über das Netz an verschiedenen Orten verbunden, den Mannschaftsgeist stärken können.

Ich selbst spielte in meinem ganzen Leben nur zwei digitale Spiele. Das eine war auf meinem ersten Mobiltelefon, ein türkisgrüner Klopper von 1994, ein Energy plus, vorinstalliert. Es hieß „Snake“. Nach einigen Tagen war ich dem müde und hörte auf, diese kleinen Kästchen aneinanderzureihen, um die Schlange in einer bestimmten Zeit zu verlängern. Das war vor dreißig Jahren.

Im Jahr 2000 kaufte ich meinen ersten Laptop. Er lief mit einem Betriebssystem „Millenium“. Bei diesem System gab es nur Hass oder Liebe. Ich habe es geliebt. Wahrscheinlich, weil ich mit diesem System in die Welt des Internets eintauchte und ich bis dahin nichts anderes kannte.

In dem gleichen Jahr kam das „Moorhuhn“. Ich liebte diese witzgen Viecher. Das Spiel war lustig und ich hatte meine Freude dabei und meinen Spaß, mich mit anderen zu messen. Es gab auch online Listen. Der Ehrgeiz packte mich. Ich wollte immer besser werden und verbrachte sicher mindestens vier Wochen lang immer wieder Zeit am Rechner, der damals noch über ein Modem lief. Es war die Zeit, als Boris Becker die legendäre Werbung  für AOL mit dem Satz „Ich bin drin!“, machte.

Ich beobachtete an mir: Wenn ich ein paar Minuten Zeit hatte, wollte ich spielen. Und das machte mich sehr, sehr nachdenklich. Ich starrte während dieser Zeit in den Bildschirm mit der Maus in der Hand und jagte Moorhühner. Und das war’s! Ich fragte mich, wie bescheuert ich bin und hörte von jetzt auf jetzt damit auf, meine Zeit totzuschlagen.

Das war das letzte Spiel, das ich am PC jemals gespielt habe.

Was ich in längeren Abständen immer wieder gern spiele, sind klassische Strategie- oder Logikspiele. Wie Karo, Schach oder Abalone. Natürlich macht es auch in größerer Runde Spaß, nur zum Vergnügen zu spielen, wie Rummikub oder, was ich erst vor wenigen Tagen kennenlernte Skyjo.

Ravensburg liegt nur zwanzig Minuten Autofahrt von unserem Wohnort entfernt und ist Deutschlands bekannteste Spielestadt. Vor allen Dingen sind es wohl die Ravensburger Puzzels. Puzzeln ist allerdings etwas, das mich in tiefste Langeweile drängt. Und dennoch kann man einige Puzzels mit meinen Designs bekommen 😉 Zum Beispiel hier.

Das Spielen hat unendlich viele Facetten. In den Bildern eine Homage an die Spielestadt Ravensburg. Ein upcycling, Spielefiguren, künstlerisch abstrakt, modern und einem kleinen Augenzwinkern umgesetzt von Willy Holger Wager.

Wie stehst Du zum Spielen? Ich bin ganz neugierig. Schreibe es einfach in das Kommentarfeld.

Habt eine gute Zeit.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

4 Gedanken zu “Vom Moorhuhn und so

  1. Das Moorhuhn haben wir, meine Kinder und ich, geliebt. Aber irgendwann verlor es seinen Reiz.
    Was ich allerdings häufig spiele ist Mahjong. Allerdings selten mehr als ein oder zwei Runden, eher mal so zwischendurch.
    Weihnachten, wenn meine Kinder bei mir übernachten bringen die immer einige Spiele mit, auf die ich mich jedesmal freue weil das tatsächlich sehr unterhaltsame Spiele sind die ich vorher nicht kannte. Hitster hieß eines davon letztes Weihnachten und dann war da noch ein lustiges Würfelspiel.
    Ach ja, einmal im Monat treffe ich mich mit zwei Nachbarinnen und wir spielen zusammen Skippo. Das geht reihum jede ist abwechseln Gastgeberin.
    Ich finde die gemeinsamen Spiele sind ein guter Grund zum Zusammensein. Heutzutage ist es doch immer seltener, dass sich Menschen zum Spielen zusammen finden.
    Das ist übrigens etwas, das mir bei meinem Sohn und der Schwiegertochter gefällt. Sie besitzen eine Unmenge an Spielen und es gibt feste Termine und auch spontane Zusammenkünfte mit Freunden zum gemeinsamen Spielen.

    • Das stimmt. Es ist mir auch aufgefallen, dass es für junge Menschen wieder wichtig geworden ist, gemeinsam zu spielen. Und das nicht nur in der Familie. Man trifft sich unter Freunden und verbringt auf diese Weise einen unterhaltsamen Nachmittag oder Abend. Das finde ich wunderbar.
      Inzwischen gibt es unglaublich viele Spiele. Mir fällt es äußerst schwer, eine gute Auswahl für mich selbst oder auch zum Verschenken zu treffen.
      Wenn ich in einem solchen großen Markt für Spielzeuge stehe, verliere ich den Überblick. Es ist tatsächlich eine absolute Reizüberflutung.
      Liebe Britta, vielen Dank für Deinen Beitrag. Habe einen wunderschönen Freitag.

  2. Ich habe noch nie gerne gespielt. Am Handy oder Computer schon gar nicht. Obwohl ich es immer mal wieder versuche. Ich genieße lieber das Leben und schreibe es für andere auf

    • Ich kann Dich gut verstehen. Auch kenne ich Menschen, die mit dem Gedanken des Spielens nicht viel anfangen können. Wenn Spielen nicht zur Routine und zur Flucht aus dem Alltag wird, oder gar zu einer Sucht, so kann Spielen ein Hirntraining, eine Abwechslung aus dem Alltag und auch eine unterhaltsame Zeit zwischen Menschen sein.
      Vielen Dank für Deine Zeilen, Reiner. Habe einen schönen Tag. Herzlich, Petra.

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