Zip-Kätz

Zwei von meinen dreizehn gemalten „Kätz“ gehen Ende September auf Reise. Sie werden in Basel, in der Schweiz zu sehen sein. Das soll heute der Anlass sein, etwas mehr zu diesen beiden Bildern zu erzählen.

Das erste Zip-Kätz aus dem Jahr 2008 war eine Einstrichzeichnung. Denn die allerersten gezeichneten Kätz waren allesamt Einstrichzeichnungen. Damals dachte ich, es sei etwas Besonderes. Aber ich verlor recht schnell den Reiz daran. Naschkätz, Kätz, Luna-Kätz, Zebra-Kätz, Zip-Kätz, Chor-Kätz … in all denen liegt der Ursprung in einer Einstrichzeichnung.
2008 zeichnete ich dieses Zip-Kätz und es reihte sich in die Modekollektion zum Druck ein.
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Auf meinem PC fand ich dieses Bild aus dem Jahr 2008. Es ist eines, von denen, die für den damaligen Online-Katalog gemacht wurden.

Hier könnt Ihr den einen Strich ganz gut verfolgen. Natürlich, die sechs Barthaare, die alle Kätz haben, gehören nicht in den Strich. 😉

Damals beobachtete ich eine junge Liebe, die durch Klammern zu ersticken drohte. Der Gedanke, den beiden ein Stück Luft mit Hilfe eines Reißverschlusses zu verschaffen, inspirierte mich zu dieser Zeichnung. Dieser Zip kann einfach ein Stück geöffnet werden und  jeder erhält somit Platz seine eigene Individualität zu entwickeln, jedoch ohne zu trennen,

2015 griff ich das Zip-Kätz wieder auf. Basis war diese Einstrichzeichnung. Aber ich brachte das Thema mit einem zweiten Bild zu Ende und gab den beiden den Raum zur Entfaltung.

Zip-Kätz„, 2015, Acryl auf Leinwand, 70 x 50 cm und „Zip-Kätz free„, 2015, Acryl auf Leinwand, 70 x 50 cm – Petra Kolossa.

Übrigens für alle Kätz-Liebhaber: Es gibt auch im Jahr 2020 die gesamte Werkgruppe in einem Jahreskalender. Der Verlag bietet die verschiedensten Größen und Varianten an. Ihr bekommt ihn überall wo es Bücher gibt. Ich freue mich sehr, Euch mit meinen leuchtenden Bildern Monat für Monat das Jahr zu versüßen.

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Möge Euer Tag einen solchen Reißverschluss haben.
Zipt einfach ein Stück wenn Euch der Platz zu eng wird.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

 

 

Fertig …

… naja, so  ziemlich.

Das dritte Bild aus dem Quartett „Vivaldi“ fehlte noch; der Herbst. Es ist dieses mit der Gitarre, das uns schon ein wenig Kopfzerbrechen machte. Jetzt liegt es in der Werkstatt und bekommt den Gitarrenhals, die Saiten und einen schicken Rahmen verpasst.

Auch von dieser Assemblage hier einen kleinen Ausschnitt für Euch:

Somit sind die Bilder so gut wie reisefertig für unsere Ausstellung in Karlsruhe.

Hier ein Link zu den Details – wann, was, wo …

Wir sehen uns?  Wir freuen uns alle auf Euren Besuch.

Ach ja, Ihr dürft allen von unserem Kunst-Event erzählen. Also fleißig teilen  🙂

Einen sonnigen Tag wünscht Euch, Eure Petra Kolossa.

 

 

… ein Schulterblick

zu den ersten Kunsttagen in Karlsruhe-Durlach im Juni.

Zur Zeit bin ich fleißig dabei die nächste Ausstellung vom 09. bis 11. September 2016 an gleicher Adresse vorzubereiten. Folgende Impressionen der letzten Ausstellung will ich Euch nicht vorenthalten.

Und hier die Akteure dieser Ausstellung. Wir fünf sind unter anderen bei der nächsten wieder dabei.

(c)_Klaus Eppele_Kunsttage-7

v.l.n.r.: Natalija Priester, Petra Kolossa, Wilfried Temp, Monika Henkel, Diana Rastetter
Foto: Klaus Eppele

Die kommende Ausstellung mit zehn Künstlerinnen und Künstlern steht unter dem Thema „Kunst durch Musik“. Dazu gibt es mehr im nächsten Beitrag …

Herzlich, Eure Petra.

 

 

 

 

 

 

 

Dagegen! – Dafür!

„… eh Leute, wo bleibt eure gesellschaftskritische Haltung? Früher haben Künstler wenigstens noch Stellung genommen und Position bezogen. Heute wird jedes Stück Kunst, vom Blümchen bis zum Hündchen im Internet gepostet und gezeigt, aber keine Haltung. Habt ihr keine mehr? Ihr guckt wohl alle weg? Oder habt ihr nichts zu sagen? Wo bleibt ihr? …“ So, oder so ähnlich las ich es neulich in einem Forum.

Was passierte? Künstler sind feinfühlige,  kritisch beobachtende Menschen und  haben sehr wohl was zu sagen und schwups, zauberten sie ihre  Arbeiten hervor und veröffentlichten diese.  Überwiegend mit dem Fingerzeig „dagegen!“. Gegen Krieg, gegen Missbrauch, gegen Umweltverschmutzung, gegen Fremdenhass, gegen …

Sie kennen Uli Steins Pinguin, der mit zerknirschtem Schnabel und hängenden Flügeln, sein Transparent „Dagegen!“ schleppt?
Auch ganz sicher ist Ihnen seine lachende,  frisch und verschmitzt schauende Maus mit dem Schild „Dafür!“ bekannt.

So fühlte ich, als ich die Kommentare las und die Bilder dazu betrachtete. Mir kam in diesem Moment nur eins in den Sinn: FARBE und DAFÜR!

Frische Farben für Leben, für Kraft, für Energie, für Freundschaft, für Liebe, für Akzeptanz, für Toleranz, für Sinnhaftigkeit, für Frieden, für uns, für dich, für mich,  … Kräfte bündeln DAFÜR …

So entstand mein Bild.

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„Energien bündeln“, Petra Kolossa, 2016, 50 x 50 x 2 cm, mixed media (Aquarell / Fineliner) auf Leinwand

Das Pendant „Energien freigeben“ ist in Arbeit.

Eine gute energiegeladene Woche wüncht, Ihre Petra Kolossa.

 

 

 

 

05. Dezember 2015 – Kunst-Event

Die erste Serie – Assemblagen „zerlesen I bis IV“ im Rahmen meines Projektes „Quadro“ wird am kommenden Samstag in der ARKADIA in Lehrte (Region Hannover) zu sehen sein.  Ich freue mich sehr, mit vielen weiteren interessanten Künstlerinnen und Künstlern dabei sein zu dürfen. Und: Wir alle freuen uns riesig auf Ihren Besuch. Kompetente Mitarbeiter von Fairkunst sind vor Ort und für Sie da. Unsere Kunstwerke dürfen bestaunt und auch erworben werden.

Also:
Samstag, 05. Dezember 2015, 09:00 bis 18:00 Uhr in
31275 Lehrte, Am Alten Friedhof 5

Ein erlebnisreiches Kunst-Event wünscht,
Ihre Petra Kolossa.

 

Quadro – zerlesen IV / IV

Das Letzte der vier komplettiert die erste „Quadro“-Serie.
Die vierte, für mich emotionalste Assemblage dieses Quartetts.

Als ich meine Materialsammlung sichtete, stieß ich auf diese Widmung:
„Meinem Weiberl zur Erinnerung an die 1. Kriegsweihnachten mit unserem Sonnenschein Heidi. Lauenberg, den 24. Dezember 1943“.

Nur sechs Wochen vor Weihnachten 2015, bewegten mich dies Worte sehr und es stand für mich fest, dass das über siebzig Jahre alte Papier seinen Platz auf meiner Assemblage finden soll.

IMG_0963_quadro-IV-IVLauenberg. Wo liegt eigentlich Lauenberg? Ich recherchierte im Internet nach diesem Ort und las mich fest. Ein kleiner Ort zwischen Hannover und Göttingen, nahe Einbeck, heute gehörig zu Dassel.
Auf der Website des kleinen Dorfes gibt es einen Button „Erinnerungen“. Ich ließ mich gedanklich in die Jahre des zweiten Weltkrieges tragen. Auch wenn ich schon viele Berichte aus dieser erschütternden Zeit hörte und las, gehen mir solche immer sehr nahe. Vor meinem Auge sehe ich einen jungen Mann zu Weihnachten im mageren Kriegsjahr 1943, der seiner Frau ein Büchlein mit Liebesgeschichten und Liebesgedichten schenkt. Wahrscheinlich nicht ahnend, was der nächste Tag seiner kleinen Tochter, seiner Frau –  seinem Weiberl – und ihm bringen wird …

November 2015. Tausende Gedanken jagten durch meinen Kopf, als mir vor zwei Tagen aus dem Sender nachts die Worte Bombenanschlag, Paris, über hundert Tote, Fußball-Freundschaftsspiel, Detonationen, an mehreren Orten gleichzeitig … entgegen schlugen.  Freitag, der 13. November 2015. Ich ging ins Netz und kämpfte mich durch die ständig hinzukommenden Informationen.

Es ist so nah – gleich nebenan. Es könnte vor der eigenen Haustür geschehen sein, verdammt greifbar, sinnlos, so unberechenbar, fanatisch und roh! Hier wird auf brutalste Weise geschockt und Millionen fallen in Starre und Angst. Nein! Das darf es nicht sein! Dafür sollen die Menschen in Paris nicht ihr Leben gelassen haben! Keine Angst, kein Duckmäusertum, keine Schockstarre. Kein Wiederholen der Kriegsweihnachten!

Meine Oma,  die in den Achtzigern verstarb, sagte zu mir als junges Mädchen: (So ungefähr) „Ich erlebte die Revolution, die Weimarer Republik , den ersten Weltkrieg, den zweiten Weltkrieg, wurde aus meiner Heimat vertrieben, sollte verstehen warum das nun kleine Deutschland noch immer zu groß war und zwei daraus gemacht wurden und verstehe jetzt nicht mehr alles. Aber eines sage ich Dir: Ich wünsche den jungen Leuten keinen Krieg. Das ist das Unmenschlichste, was geschehen kann. Aber es wird keine Generation verschont bleiben.“ Doch, Oma! Ich baue auf die Intelligenz der Menschen, darauf, dass Gier, Hass, Macht, Überheblichkeit und Glaubensverblendung in Schranken gehalten werden. Welchen Sinn soll es ergeben, das mit dem Arsch einzureißen, was wir mit den Händen aufgebaut haben?  Es darf keinen Krieg geben! Es wird keinen Krieg geben. Klingt naiv? Nein!

Ich wünsche einen friedlichen Wochenstart.

 IMG_0964_quadro-IV-IV IMG_0961_quadro-IV-IV

Quadro – zerlesen III / IV

Bevor ich mich an das vierte und letzte der „Quadro – zerlesen“ mache, noch für Sie ein paar Bilder des dritten:

IMG_0947_zerlesen-III-IV IMG_0950_zerlesen-III-IV IMG_0938_zerlesen-I-bis-III-IVEs ist für mich eine spannende Herausforderung, das Thema auf dieser recht kleinen Fläche von 50 x 50 cm umzusetzen.

Dieses Bild zu fotografieren war gar nicht so einfach, da es mit jedem Lichteinfall anders wirkte. Die Aufnahmen machte ich ohne jeglichem Aufwand. Einfach aus der Hand, nur mit Licht durch das Fenster meines Ateliers.

Im Augenblick strahlt die Novembersonne tief und warm auf meinen Schreibtisch. Ich blinzel gegen die Sonne und entscheide mich ganz abrupt, meine Nase in den herrlichen Herbst-Spätnachmittag zu stecken.

Bis zum nächsten Mal:

Sonnige Grüße

Quadros

Zu allem Überfluss drängten sich in meine letzte Woche auch noch Kohle-Compretten. Die lösten ihren Pakt zeitgleich mit dem wichtigen Papierkrams des letzten Quartals.

Nun bin ich beides los! Das eine prinzipiell, das andere temporär.

So stürze ich mich jetzt auf meine geplante Serie „Quadros“ – Assemblagen.
Vier Quadrate, sollen zu einem Ensemble gefügt werden. Jedes bildet für sich eine geschlossene Einheit. Es soll völlig egal sein, ob und wie eins, zwei, drei oder vier der Bilder gehängt werden.
Ich entschied mich für je 50 x 50 cm.

Für die ersten „Quadros“ griff ich das Thema meiner Werkgruppe „zerlesen“ auf.

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← Materialsammlung

Also: Auf geht’s!

Einen guten Wochenstart wünscht, Ihre Petra Kolossa.

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PS:
Das erste „zerlesen“ entstand übrigens im Jahr 2011.

„zerlesen 01“, 2011
Petra Kolossa

100 x 50 cm
Assemblage
(verkauft)

Diese Assemblage können Sie als hochwertigen Kunstdruck hier erwerben.

Schauen Sie doch einfach mal vorbei.

Umbrella-Kätz

Geburtstag meiner Umbrella-Kätz war Mitte September 2008. Es ist also schon eine ganze Weile her, als ich diese zeichnete. Wie immer mit dem Hintergrund, die Zeichnungen zu digitalisieren. So fanden auch diese beiden Motive den Weg auf die Shirts und andere diverse Bekleidungsteile.

Diese Aufnahmen entstanden im Oktober 2008 während eines Foto-Shootings für unseren (damaligen) Produktkatalog in den alten Gemäuern der „Louise“, einst eine Brikettfabrik in Domsdorf – heute ein Technisches Denkmal.

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Nun nahm ich mir die „alten“ Zeichnungen wieder vor. Es bereitet mir immer wieder riesiges Vergnügen, die Grundideen aufzugreifen und mit kraftvollen Farben völlig neue Bilder erstrahlen zu lassen.

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Umbrella-Kätz I, 2015
Petra Kolossa
70 x 50 cm
Acryl auf Leinwand

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Umbrella-Kätz II, 2015
Petra Kolossa
70 x 50 cm
Acryl auf Leinwand

Beide Bilder sind inzwischen auf dem Weg nach Palermo. In der Villa Castelnuovo werden sie das erste Mal vom 15. bis 18. Oktober öffentlich zu sehen sein.

Und: Jipiiiiie! Ich freue mich darauf. Denn wir werden hautnah dabei sein und uns ein paar Tage Auszeit in Palermo gönnen. Flug und Hotel sind schon gebucht.

Einen „umbrella-freien“ Herbststart wünscht, Ihre Petra Kolossa.