Nur Zeit gewinnen

Nun bin ich in den Keller getrabt und habe meinen alten Brotback-Automaten hervorgekramt. Zwei Tüten von diesen Brotbackmischungen sind auch noch da.

Ich glotze das Teil an und überlege, wie das war mit den Programmen. In irgendeiner Schublade meines Gehirns ist es noch abgespeichert. Super! Ich muss also nicht die Anleitung studieren.

Alles hinein in den Behälter: Wasser, Mehl, etwas Hefe … aha, Hefe … alles gut, ist auch noch da. Ein paar Löffel Saaten. Programm wählen … Nun, es dauert ein paar Stunden. Aber möge es bitte backen.

Das Lesezeichenbändchen liegt in meinem Kalender noch genau an der Stelle, an dem ich zwangsweise mit meiner Arbeit aufhören musste. An dem Tag, an dem ich um 17 Uhr auf meinem Smartphone die E-Mail mit der Order las, sofort alle Aktivitäten zum Schutz der Klienten und zu meinem eigenen Schutz einzustellen. Es war der 16. März 2020, also vor sechs Wochen.

Seit dem durchströmen mich Gefühle aller Facetten. Ich beobachte das globale Geschehen sehr genau. Aber das soll nicht Thema des heutigen Blogs sein. Kommen wir zu diesem Brotbackautomaten zurück. Warum habe ich das Ding nach so langer Zeit wieder aktiviert? Mit diesem habe ich viele, viele Brote gebacken. Er knetete und produzierte jahrelang. So lange, bis mir dieser typische Geschmack zum Hals heraushing. Das war vor fünf oder sechs Jahren.

Ich kaufte seit dem die Brote wieder beim Bäcker. Und das war gut so. Irgendwie wurde ich nach einiger Zeit von den freundlichen Bäckereiverkäuferinnen willkommen geheißen. Man schwatzte ein paar Worte, manchmal ein paar mehr. Ich kannte bald die Geschichten, die hinter den Frauen stehen. Es war immer ein netter Weg, noch fix zum Bäcker zu gehen.

Seit ein paar Wochen sind die Bäckerstände hinter durchsichtigen Kunststoffverkleiungen abgeschirmt. Ein kleines Loch ermöglicht es, Geld entgegenzunehmen und die Tüte mit dem Backgut zu reichen. Man muss laut sprechen, damit es die jungen Frauen, die dahinter stehen verstehen können. Ich kenne sie nicht. Sie sind neu. Mechanisch nehmen sie die Bestellung aus dem abgespeckten Sortiment entgegen. Mich schauen unbeteiligte dunkle Augen an, ummantelt von angeklebten Wimpern, die ihre Augenbrauen kitzeln. Mit langen spitzen zart-rosa Fingernägeln wird die Tüte befüllt und mit flachen Fingerkuppen auf die digitale Kasse getippt. Ich bezahle, erhalte das Rückgelt, bekomme die Tüte und gehe.

Meine nächsten Brote kaufte ich im Supermarkt. Eine logische Konsequenz. Meine Aufträge und damit der größte Teil meines Einkommens sind komplett weggebrochen. Der Bäcker ist nur noch eine Ausgabestelle. Und ich bin nicht bereit, dieses wahrscheinlich bessere, aber teure Brot auf diese Weise an der Theke abzuholen. Es ist die Katze, die sich in den Schwanz beißt. Die Leute werden weniger Geld haben. Der Bäcker will auch überleben und tut ganz sicher sein Bestes dafür.

PS: Diesen fantastischen Einkaufsbeutel in einem meiner „Caligari“-Designs und drei verschiedenen Größen gibt es hier. Bitte einfach auf diesen Text klicken. (Meiner lieben Freundin Petra herzlichen Dank für das Foto.)

In der vergangenen Woche war ich wieder im Supermarkt. Es war bis dahin so, dass durch die Abstandsregelung und alle Vorsichtsmaßnahmen das Einkaufsvergnügen auf ein Minimum geschrumpft war. Aber die Kunden und das Personal machten das Beste daraus. Es gab immer noch ein nettes Gespräch, einen sympathischen Zuruf, ein Lächeln hier und da, auch wenn es meistens ein süß-saures war.

Jedoch am letzten Freitag war für mich die Atmosphäre dort erstickend. Etwa die Hälfte der Kunden und des Personals liefen mit einer ab dem darauffolgenden Montag zur Pflicht erkorenen Gesichtsmaske herum. Diese Menschen kümmerten sich ausschließlich nur um ihren Einkauf. Sie gingen schweigend durch die Gänge. Es herrschte eine ungewöhnliche Stille in dem Markt. Ich kann keine Gesichtszüge erkennen. Ich versuchte einige Augenpaare einzufangen. Aber diese schauten keinen Menschen an. Diese Figuren mit den Masken im Gesicht gingen fokussiert, um die gewünschten Produkte einzusammeln und diese in ihre heiligen vier Wände zu transportieren.

Das Brot ist aufgebraucht. Gestern entnahm ich bereits welches dem Gefrierschrank. Ich müsste heute gehen. Aber ich kann nicht. Mir gruselt vor dieser Situation. Alle Menschen im Supermarkt werden so herumlaufen. Und auch ich. Es ist wie ein schlechter Science-Fiction-Film, der vor meinen Augen abspult.

Ich weiß, in den nächsten ein oder zwei Tagen werde ich mir solch ein Stoff ins Gesicht ziehen und wie alle anderen auch, meine im Haushalt fehlenden Dinge einsammeln. Mein heutiges Tun ist nur, etwas Zeit zu gewinnen.

Eine andere Option: Online einkaufen. – Aber das ist ein anderes Thema.

Der Duft von frisch gebackenem Brot zieht bereits durch die Wohnung. In etwa zwei Stunden wird mein Brot fertig sein …

Euch wünsche ich einen schönen Dienstag und bin ganz neugierig zu lesen, wie Ihr emotional mit der momentanen Situation umgeht. Schreibt es einfach unten in das Kommentarfeld.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

Reißleine ziehen

Wie immer sind außergewöhnliche politische Situationen Spielfeld für die spitzen Zungen der Satire. Und selbstverständlich gibt es auch kein Abtauchen für Corona.

So las ich folgendes:

„Sage mal, wie lange bist du schon zu Hause?“, fragt sie ihre Freundin. „Seit 4,5 Kilogramm.“, antwortet sie.

Mir lag das Grinsen im Gesicht. Es ist tatsächlich so. Wir bewegen uns zur Zeit viel zu wenig. Ich weiß nicht, wie es Euch ergeht. Aber meine Motivation, irgendwelche alternativen Übungen auf dem Fußboden, dem bereitgestellten Stuhl, oder an der Wand zu machen, neigt sich gegen Null. Mir fehlt dieser gesunde tägliche Stress tatsächlich.

Und ich kann es nicht leugnen. Als ich heute auf die Waage stieg … Boah! Der kritische Punkt ist erreicht. 🙈  Ich muss die Reißleine ziehen. Jetzt und sofort!

Somit beschloss ich, einen Obsttag einzulegen. Nicht irgendwann, sondern heute.

Auf diese Weise sende ich meinem Geist und Körper ein Signal, dass der Hase ab jetzt anders herum läuft.

Heute Morgen stimmte ich mich darauf ein.  Ich bin mir ganz sicher, das können wir Frauen besonders gut. Ihr wisst, was ich meine?

Richtig: Extrem lange Zeit im Bad mit allem Drum und Dran. Selbstverwöhnprogramm vom Feinsten. Hach, das war so schön …

Werbung in eigener Sache:

Diese fantastische Badematte in einem meiner Designs findet Ihr in meinem Shop. Klickt dazu bitte einfach hier:

Nun bin ich wirklich neugierig. Schreibt mir doch einfach, wie es Euch derzeit ergeht. Was tut Ihr, um fit zu bleiben? Habt auch Ihr derartige „Diskussionen“ mit Eurer Waage? Oder vielleicht steigt Ihr dort gar nicht erst drauf? …

Aber für heute nun genug! Herzlich-sonnige Grüße in Euren Frühlingstag schickt

Eure Petra Kolossa.

PS: Und wer es von Euch noch nicht getan hat: Abonniert einfach meinen Blog. So verpasst Ihr keinen Beitrag.

Knallbunt

In meinem letzten Blog schrieb ich davon, wie sehr es mich in die Farben zog und ich den Drang hatte etwas Knallbuntes zu gestalen.

Die momentane globale Situation mit all ihren Einschränkungen und den daraus resultierenden diversen Maßnahmen ließen in mir diesen Ruf nach Lebendigkeit, nach all dem Positiven, das unserem Geist, unserem Herz, unserer Seele gut tuen, aufflammen.

Diesen Gedanken nahm ich mit in unsere Künstlergruppe seeArt. Auf unseren Seiten auf Instagram und Facebook werden wir Die Werke, die in diesem Zusammenhang entstehen,vorstellen. Künstler waren in jeder krisengeschüttelten Zeit eine positive, aufrüttelnde und energiegebende Kraft.

Mögen kraftvolle Farben dazu beitragen, Mut und Kraft für unsere Zukunft – für uns Menschen auf der ganzen Welt zu geben.

Von Herzen,

Eure Petra Kolossa.

Schrei nach Knallbunt

Ostern 2020 – Die Sonne strahlt. Die Natur steht in voller Pracht. Ich habe lange geschlafen. Mein Lieblingssender gibt alles, seine Hörer bei guter Laune zu halten. Ich werde die Morgen-News wahrnehmen. Und bald wird mir alles auf den Keks gehen und ich schalte wieder auf eine meiner Playlisten.

Ostermontag 2020 – Draußen ist alles ruhig. Keine Osterspaziergänger, keine lachenden Kinder, keine Wandergruppen, keine Radfahrer, keine Gläubigen auf dem Weg in die nahe Kirche. – Der Verkehrsfunk meldet: Keine Staus und wünscht eine gute Fahrt. Ich muss grinsen und denke: Wer soll da draußen wohl solch einen Stau verursachen? Es ist alles so verrückt.

Ursache und Wirkung. Ganz nüchtern betrachtet nur eine Dialektik. Das Wesen Mensch hat das Privileg zu denken, zum Glück. Und er darf das, was ihn frequentiert hinterfragen. Und er darf auf die Nuancen zwischen den ihm als absolut und wahr suggerierten Dingen aus den vielfältigsten Informationswegen feinfühlig achten. Schaut genau hin, seid wachsam.

Ostermontag 2020 – ein strahlender sonniger Feiertag. Ich wische die nächtlichen Spuren der sandigen Pfoten meiner „Kätz“ vom Scheibtisch, schaue auf meine Staffelei, die Farben und Pinsel. In mir kommt ein Schrei nach Knallbunt auf. Ganz gleich, was es sein wird. Ich muss in die Farben greifen. Bunt ist gut und positiv für unseren Geist, für unser Herz, für uns als Wesen Mensch.

Ich stürze mich ins Knallbunt. Wie wird Euer Tag heute sein? Erzählt mir von Eurem Osterfeiertag 🌱🌷☀️

Herzlich, Eure Petra Kolossa

Häusliche Gewalt: Was kann getan werden, um diese Bedrohung zu stoppen?

Diesen interessanten Beitrag habe ich für Euch in die deutsche Sprache übersetzt. Nuel spricht hier ein sehr sensibles Thema an und wünscht sich, mit Euch ins Gespräch zu kommen.
Herzlich, Eure Petra Kolossa.

A crying lady sitting on the floor close to a white bed.
Image source: Unsplash

Vor ein paar Tagen schrieb ich über die Faktoren, die die Verbreitung des Coronavirus in Afrika fördern können, und erhielt viele positive persönliche Kommentare, einschließlich einer reizvollen Diskussion zu diesem Thema. Ich denke, ich werde noch ein paar Blogs über soziale Missstände in der Gesellschaft schreiben.

Heute werden wir ein sehr heikles Thema diskutieren – geschlechtsspezifische Gewalt mit häuslicher Gewalt als Fallstudie. Ich nenne es „das stille Thema“. Still, weil die Leute entweder hassen oder Angst haben, darüber zu reden. Deshalb möchte ich hiermit versuchen, ein Forum aufzubauen, in dem die Leute ihre Stimmen abgeben und die Aufmerksamkeit des Themas erhöhen können.

Um sicherzustellen, dass wir uns versthen, häusliche Gewalt ist der physische, sexuelle, verbale und psychische Missbrauch von Ehepartnern, Kindern, Dienstmädchen und älteren Menschen Zuhause.

Warum taucht dieses Thema jetzt auf, wo wir unsere Energie in die Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie investieren sollen?

In der Regel war es so, dass die Eltern erschöpft von der Arbeit zurückkehren. Es gab wenig Zeit und Energie, um Zeit mit der Familie zu verbringen. Aber jetzt, aufgrund des Coronavirus, werden Familien plötzlich auf engstem Raum zusammengedrückt.

Ungefähr die Hälfte der Weltbevölkerung ist von Ausgangssperren oder Bewegungseinschränkungen betroffen. Die Leute arbeiten jetzt von zu Hause aus, und dies soll eine erstaunliche Gelegenheit für Familien sein, mehr Zeit miteinander zu verbringen – ich meine kreative und ermutigende gemeinsame Aktivitäten, Gespräche, Lesen und dergleichen.

Es wird jedoch Missverständnisse und Auseinandersetzungen geben, Kinder werden sich auch schlecht benehmen, die Gemüter werden erhitzt und einige Leute könnten animalisch werden und ihre Fäuste benutzen. Schlimmer ist, dass es keine Fluchtwege gibt. Das Vereinigte Königreich hat seit der Durchsetzung der Sperrregeln bereits einen Anstieg der Anrufe wegen häuslicher Gewalt um 25% gemeldet.

Reden wir über Zahlen

Um die Schwere dieses gesellschaftlichen Problems festzustellen, werfen wir einen Blick auf einige frühere Daten.

Im Jahr 2017 wurden 50.000 Femizide mit häuslicher Gewalt in Verbindung gebracht, wobei Afrika einen großen Anteil einnahm. In diesem Jahr wurden in Amerika 1.527 Frauen getötet: fast 70% der gesamten Morde. Auf Brasilien entfallen rund 40% der Morde in Mittel- und Lateinamerika.

In Deutschland wurden 2018 122 Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet, 114.000 Frauen wurden Opfer häuslicher Gewalt.

In Afrika wurden viele Säurebäder gemeldet. In Nigeria gibt es Fälle, in denen Männer ihre Frauen verprügeln, weil sie nicht gekocht haben, und wenn die Frau den Fall der Polizei meldet, werden die Frauen beschuldigt, ihre Ehepflichten nicht erfüllt zu haben, und dann wird der Fall unter den Teppich gekehrt.

Das ist nicht alles…

2018 wurden in Südafrika rund 2.700 Frauen und 1.000 Kinder getötet und täglich mindestens 100 Vergewaltigungen gemeldet. In Nigeria wurde laut dieser Studie jede vierte Frau Opfer häuslicher Gewalt.

In all diesen Fällen sind einige der größten Opfer die kleinsten: die Kinder. Während vielen Ländern effiziente Daten fehlen, sind 275 Millionen Kinder häuslicher Gewalt ausgesetzt, berichtet die UNO.
Einige dieser Kinder werden von ihren (Stief-) Eltern oder Erziehungsberechtigten schwer gefoltert, wie im Fall Turpin, wo 13 Kinder jahrelang von ihren Eltern eingesperrt und gefoltert wurden. Einige von ihnen müssen mit dem Schrecken leben, zu sehen oder zu hören, wie ein Elternteil zusammengeschlagen wird. Einige führen dazu, dass sie in Drogen und Alkohol Trost finden, andere wachsen auf, um ihre Partner zu dominieren und damit den Kreislauf häuslicher Gewalt fortzusetzen.

In einer 30-Länder-Studie haben sich laut UN Women mindestens 200 Millionen Frauen und Mädchen im Alter von 15 bis 49 Jahren einer weiblichen Genitalverstümmelung unterzogen, und etwa 15 Millionen jugendliche Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren haben weltweit erzwungenen Sex erlebt.
Es könnte Sie auch interessieren zu wissen, dass die häusliche Gewalt von Männern zunimmt und auch sie jeden Schutz brauchen. Dies ist jedoch keine Diskussion für heute.

Das Argument

A woman with the text, "Love Shouldn't Hurt," written with black ink on her back.
Liebe sollte nicht schaden

Ich könnte weiter und weiter machen, aber die meisten von Ihnen wissen, was in der Gesellschaft los ist.
Während die Welt gegen die Coronavirus-Krise, den globalen Wirtschaftsabschwung und die Rezession kämpft und täglich Tausende Menschen begraben werden, möchten wir nicht mehr Leben verlieren oder Menschen aufgrund von Morden und häuslichem Missbrauch traumatisieren.
Welche Maßnahmen können angewendet werden, um diese von Menschen verursachte Katastrophe zu lindern oder auszurotten?

Bitte, ich möchte Ihre Gedanken und Vorschläge im Kommentarbereich erhalten. Und vergessen Sie nicht, dieses Thema zu teilen, da viele Leute dies lesen müssen.

Vielen Dank fürs Lesen und bitte abonnieren Sie diesen Blog, damit Sie keines unserer bevorstehenden Themen und Diskussionen verpassen.

Nuelzy-pen Berichterstattung.

Domestic Violence: What Can Be Done To Stop This Menace?

A crying lady sitting on the floor close to a white bed.
Image source: Unsplash

A couple of days ago, I wrote about the factors that can facilitate the spread of the coronavirus in Africa and I got lots of positive personal comments including a delightful discussion on the topic. So, I think I’ll write a couple of more blogs about social ills in society.

Today, we’ll discuss a very sensitive topic – Gender violence with domestic violence as a case study. I call it ‚the silent topic‘. Silent because people either hate or are scared of talking about it. So I want to hereby try and build a forum where people can give their voices and increase the speech-volume of the topic.

To ensure we’re all on the same page, domestic violence is the physical, sexual, verbal and psychological abuse of spouses, children, maids and the elderly at home.

Why’s this topic coming up now that we’re supposed to be invested in battling the coronavirus pandemic?

Usually, the norm was, parent(s) return from work, exhausted. There are little time and energy to spend quality time with the family. But now, because of the coronavirus, families are suddenly squeezed in a confined space.

About half the world’s population is under lockdown and in other places, there are curfews and restrictions of movement. People work from home now, and this is supposed to be an amazing opportunity for families to spend more time together – I mean creative and encouraging joint activities, having conversations, reading and the likes.

However, there will be misunderstandings and altercations, kids will also misbehave, tempers will flare and some people might become beastly and use their fists. What’s worse is that, there are no escape routes. The UK has already reported a 25% increase in domestic abuse calls since the enforcement of the lockdown rules.

Let’s Talk Numbers

To ascertain the severity of this societal problem, let’s take a look at some previous data.

In 2017, 50,000 femicides were linked to domestic violence with Africa taking up a large chunk. That year, 1,527 women were killed in America: almost 70% of the total homicide. And Brazil accounts for around 40% of the homicides in Central and Latin America.

In Germany, 122 women were killed by their partners or ex-partners in 2018 with 114,000 women being victims of domestic violence.

In Africa, many acid baths have been reported. In Nigeria, there are cases where men beat up their wives for not cooking and when the woman reports the case to the police, the women get blamed for not carrying out her matrimonial duties and then the case is swept under the carpet.

That’s not all…

Around 2,700 women and 1,000 children were killed in South Africa in 2018 and at least 100 rapes were reported daily and in Nigeria, every fourth woman has been a victim of domestic violence according to this study.

In all these, some of the biggest victims are the smallest: the children. While many countries lack efficient data, 275 million children are exposed to domestic violence, the UN reports.
Some of these kids are severely tortured by their (step)-parents or guardians like in the Turpin case where 13 children were locked up and tortured for years by their parents. Some of them have to live with the horror of watching or hearing a parent being beaten up. Some result to finding solace in drugs and alcohol and some grow up to exert dominance on their partners thereby continuing the cycle of domestic violence.

And in a 30-country study, at least 200 million women and girls aged 15 – 49 have undergone female genital mutilation according to UN Women, and about 15 million teen girls aged 15 – 19 have experienced forced sex globally.
It may also interest you to know that male domestic violence is on the increase and everyone needs protection. However, that’s not a discussion for today.

The Argument

A woman with the text, "Love Shouldn't Hurt," written with black ink on her back.
Love shouldn’t hurt

I could go on and on but most of you know what’s going on in the society.
As the world battles the coronavirus crisis, global economic downturn and recession, and people are being buried in their thousands daily, we wouldn’t want to lose more lives or have people become traumatised due to homicides and domestic abuses.
What policies can be employed to alleviate or eradicate this ‚man-made‘ disaster?

Please, I’ll like to get your thoughts and suggestions in the comment section. And don’t forget to share this topic as lots of people need to read this.

Thanks for reading and please subscribe so you don’t miss any of our upcoming topics and discussions.

Nuelzy-pen reporting.

Die uneingeschränkte Realität: Afrika und die Corona-Apokalypse

Für Euch habe ich diesen interessanten Text von Nuel Iyere in die deutsche Sprache übersetzt. – Ein aufschlussreicher Blick über den Tellerrand.

Herzlich, Eure Petra Kolossa.

A map showing the distribution of coronavirus virus in Africa and the world

„Boris Johnson wurde positiv auf den Covid-19 getestet.“

„Prince Charles wurde positiv auf das Coronavirus getestet.“

„Italiens Zahl der Todesopfer übersteigt 12.000.“

Schauer laufen mir durch die Adern, als ich sehe, wie der Nachrichtensender diese Schlagzeilen ausstrahlt. „Wenn diese Menschen und Nationen so stark betroffen sein können, gibt es keine Hoffnung für mich. Ich kann aufgeben“, sage ich mir.

Nun, ich bin Nigerianer und wohne in der siebtgrößten Nation der Welt. Nigeria ist auch Afrikas größte Volkswirtschaft und überhaupt der Riese Afrikas, so nennen wir uns. Ich habe das erwähnt, damit Du, mein Leser, weißt, dass wir nicht nur in der Region südlich der Sahara, sondern in ganz Afrika ein wichtiger Akteur sind.

Aber zurück zur Coronavirus-Pandemie: Es war ein turbulenter dreimonatiger Kampf von Beginn des Ausbruchs in Wuhan bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich das Epizentrum nach Italien verlagert hat. Obwohl Afrika nicht schwer getroffen wurde. Südafrika ist mit über 1300 Infektionsfällen die am stärksten betroffene Nation Afrikas. Nigeria hat über 170 gemeldete Infektionsfälle. Dennoch könnte Afrika beim Durchbrechen der Übertragungskette mit einem Gordischen Knoten konfrontiert werden und dies wäre das nächste Epizentrum in nicht allzu ferner Zeit.

Und hier ist der Grund:

Hoher Analphabetismus

Ein Drittel der afrikanischen Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren hat keine Schule besucht, und die derzeitige Einschulungsquote im Tertiärbereich in ganz Afrika liegt laut UNESCO-Statistiken bei etwas mehr als 12%. Und es gibt große Unterschiede in der Verteilung zwischen den am besten ausgebildeten und den am schlechtesten ausgebildeten Ländern: In Ägypten sind 33% im Tertiärbereich eingeschrieben und in Niger nur 2%.

Letzte Nacht, als ich CNN mit meinen Nachbarn sah, war ich erstaunt, wie dieses Paar zu Schlussfolgerungen kam. Der Nachrichtensprecher hätte sagen können: „Über 900.000 Menschen …“ und dann den Satz „… sind an dem Coronavirus gestorben“ vervollständigen. Sie würden sich nicht die Mühe machen, die Informationen genau zu hören und zu hinterfragen. Es war für mich schrecklich zu sehen, wie Menschen einfache Informationen missverstehen. Diese Nachbarn von mir füllten auch meine Ohren mit vielen unbegründeten Informationen, die auf Hörensagen beruhten.

Nun gibt es ein allgemeines Sprichwort: Wenn Sie etwas vor einem Schwarzen verstecken wollen, schreiben Sie es in ein Buch. Für Afrikaner bedeutet dies, dass wir nicht daran interessiert sind, Informationen für uns selbst zu lesen und zu überprüfen. Wir bevorzugen Mundpropaganda auch aus den nicht vertrauenswürdigsten Quellen.

Ich kenne viele Stadtbewohner, die das „Coronavirus“ nicht richtig aussprechen können. Und Du wirst auch überrascht sein zu erfahren, dass einige ländliche Gemeinden die Covid-19 nicht kennen. Das Bewusstsein an solchen Orten ist schlecht und diese Menschen sind sehr anfällig für die Pandemie.

Hunger und hohe Armut

Laut Weltbank leben 41% der Afrikaner unter der Armutsgrenze von 1,90 USD pro Tag und über eine halbe Milliarde Menschen unter 3 USD pro Tag.

Afrika ist ein Kontinent mit einem hohen Anteil an ungelernten und angelernten Arbeitskräften. Die Menschen bevorzugen es, einen Beruf zu erlernen oder berufliche Fähigkeiten zu erwerben, um unabhängig von den gescheiterten Regierungen zu sein. Viele Menschen wachen täglich auf und wissen nicht, was sie essen sollen, nicht weil es schwierig ist, aus ihren überschüssigen Lebensmitteln eine Auswahl zu treffen, sondern weil es kein Essen gibt. Diese Menschen müssen täglich rausgehen, um täglich Brot für sich und ihre Familien zu bekommen

Im Falle einer Ausgangs-Sperre können sich diese Personen nicht an die Sperrregeln halten, zumal es den meisten afrikanischen Regierungen schwer fällt, sie mit irgendeiner Form eines Konjunkturpakets zu unterstützen.

Während sich viele Menschen in Industrieländern über Langeweile beklagen, beklagen sich die meisten Afrikaner darüber, wie sie sich drei Tage lang, nicht einmal eine Woche lang, mit Lebensmitteln eindecken können. Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich zu ernähren, wollen ihr Geld nicht für Desinfektionsmittel ausgeben. Ich muss noch hinzufügen, dass das Immunsystem von symptomatischen, unterernährten Patienten Schwierigkeiten haben wird, das Virus zu besiegen.

Wenn in Afrika nicht die richtigen Maßnahmen ergriffen werden, könnte die Hungerepidemie mehr Menschen töten als die Coronavirus-Pandemie.

Korrupte und ineffiziente Führung

Die Leute sagen, Afrika sei arm, aber ich bin anderer Meinung. Insbesondere Nigeria ist sehr reich. Wir sind ölunabhängig, das Land ist so fruchtbar, dass, wenn du einen Saatkorn auf dem Boden fallen lässt, fast jedes innerhalb von drei Tagen keimt. Die Arbeitskräfte sind massiv, da die Bevölkerung größtenteils jung ist und wir eine robuste Wirtschaft haben. Welchen anderen Reichtum können wir uns wünschen?

Viele afrikanische Nationen haben das Zeug, als Industrienation bezeichnet zu werden, aber die Gier ihrer Führung gefährdet das Leben der Afrikaner. Soziale Ungerechtigkeit ist an der Tagesordnung und wir sind Lichtjahre hinter dem Erreichen einer etwas egalitären Gesellschaft zurück. Während sich die politischen Führer fett füttern, die neuesten noblen Autos fahren und ihre Kinder ins Ausland schicken, um die beste Ausbildung zu erhalten, fällt es dem einfachen Mann und den Steuerzahlern schwer, ihre Kinder zu ernähren und sich eine Grundbildung zu leisten.

Die Regierung scheint nur die falsche Politik zu machen; eine solche, die ihren Taschen zugute kommt und den einfachen Mann bestraft. In den meisten afrikanischen Ländern gibt es keine wirklich staatlich finanzierten Forschungsprojekte. Wir sind alle auf den weißen Mann angewiesen, um einen Impfstoff zu entwickeln.

Die Regierungen werden Sperrbestimmungen erlassen und erwarten, dass die Menschen zu Hause bleiben. Aber sie werden keinen Strom liefern, damit die Menschen digital mit ihren Angehörigen verbunden bleiben, remote arbeiten, Nachrichten sehen (und über die Covid-19-Entwicklung informiert werden) oder sogar ihre Lüfter und die Klimaanlage nutzen können, um etwas Erleichterung von der sengenden Hitze zu haben.

Es wurde auch über Fälle berichtet, in denen symptomatische Personen nicht schnell getestet wurden, obwohl die CDC darüber informiert wurde. Diese Menschen haben das Virus wahrscheinlich auf diejenigen in ihrer Nähe übertragen, und diese neuen asymptomatischen Vektoren erweitern wiederum das Ausmaß der Übertragung weiter.

Gibt es nicht genug Geld, um die Tests in Afrika voranzutreiben? Wir überlassen die Frage den Politikern.

Mangel an Informationen und Gerüchte (Fake News)

„Das Coronavirus kann die hohen tropischen Temperaturen nicht überleben. Und es kann den schwarzen Mann aufgrund der Kräuter, die wir täglich konsumieren, nicht beeinträchtigen“, sagt ein Mann in einem Salon.

„Entschuldigen Sie, Sir, aber das ist falsch“, sage ich. „Die Coronavirus-Pandemie hat Nigeria bereits erreicht. Es war gestern in den Nachrichten.“

„Das ist Schwachsinn“, antwortet er knapp, „warum benimmst du dich so, als ob du dein Land nicht kennst? Die Regierung verbreitet diese Propaganda nur, um sich einige Mittel zuzuweisen, mit denen sie ihre Kassen bereichern wird.“

Das war das Gespräch, das ich letzte Woche mit einem Mann geführt habe. Während er seinen Standpunkt hat, zeigt es auch, wie schlecht er informiert ist.

Die Frau meines Nachbarn konnte auch die anderen Bewohner meines Hauses mit einem Video überzeugen, in dem viele Leichen in eine Grube geworfen wurden. Sie behauptete, es sei in Italien passiert, aber ich habe das Video widerlegt und gesagt, es sei gefälscht und es sei wahrscheinlich vor langer Zeit passiert, nicht in dieser jetzigen Zeit.

Wenn ich einer Nation den Ehrenpreis für die Verbreitung gefälschter Nachrichten verleihen wollte, würde ich Nigeria die Auszeichnung geben. Es ist das, was wir gerne tun. Ändern und weitergeben ungenauer Informationen. Deshalb wurde unsere letzte Parlamentswahl als „WhatsApp-Wahl“ bezeichnet, weil Menschen falsche Ergebnisse und Fehlinformationen auf diese Art verbreiteten.

In Afrika gibt es so viele falsche Theorien darüber, wie sich das Coronavirus ausbreitet, welche Risikofaktoren es hat, wie es heilt und vorbeugt. Sie sehen Leute, die Masken und Handschuhe tragen, können Ihnen aber nicht genau sagen, warum sie diese tragen. In erster Linie, weil die Regierung und die lokalen Medien nicht genug tun, um die allgemeine Bevölkerung zu sensibilisieren, und die meisten Menschen ihre Informationen aus nicht überprüften und ungenauen Gerüchten erhalten.

Weitere Probleme, mit denen wir konfrontiert sind, sind die Vertuschung und Untertreibung von Infektions- und Todesfällen durch die Regierung, um in den Augen der internationalen Gemeinschaft effizient zu erscheinen.

Schlechte Gesundheitsinfrastruktur

In der Zentralafrikanischen Republik mit einer geschätzten Bevölkerung von 4,7 Millionen Menschen gibt es nur 3 Beatmungsgeräte und 100 Testkits. Im Jahr 2009 kam auf 20.000 Personen nur etwa 1 Arzt. Nigeria mit über 190 Millionen Einwohnern hat weniger als 100 Beatmungsgeräte und Südafrika etwa 6000 Beatmungsgeräte.

Der Präsident von Nigeria, der von einer wiederkehrenden Krankheit geplagt wurde, hat es sich zum Trend gemacht, immer nach Großbritannien zu fliegen, wenn er medizinische Hilfe benötigte. Afrikanische Führer. Wir haben den Fall mit dem früheren algerischen Präsidenten Abdelaziz Bouteflika gesehen. Es ist wirklich eine Schande. Leider schämen sich unsere Führer nicht und das ist die Tatsache in vielen afrikanischen Ländern. Wenn ein Land kein einziges Krankenhaus hat, das in der Lage ist, seinen Führer zu behandeln, oder wenn der Führer kein Vertrauen in die Gesundheitsinfrastruktur in seinem Land hat, dann wehe den Bürgern eines solchen Landes.

Der Hauptgrund, warum das Coronavirus noch nicht weit verbreitet ist, liegt weitgehend in der Tatsache, dass nur wenige Tests durchgeführt wurden. In Ländern mit etwa 100 Fällen könnten aufgrund der Übertragungsart in Afrika durchaus über 2000 Infektionsfälle auftreten.

Wenn Menschen in Nigeria krank werden, neigen sie dazu, in eine Drogerie zu gehen und sich selbst zu behandeln, anstatt sich an einen Gesundheitsexperten zu wenden. Der Grund dafür ist, dass es teuer ist, einen Arzt aufzusuchen, und die fast nicht existierende Krankenversicherung deckt nur einige wenige ab. Ich glaube, das ist die Tatsache in mindestens 80% der 54 afrikanischen Nationen.

Und da viele der afrikanischen Beschäftigten im Gesundheitswesen jetzt ihren Handel in Übersee betreiben, gibt es nicht genügend medizinisches Personal und persönliche Schutzausrüstung (PSA) für die verfügbaren Ärzte und Krankenschwestern an vorderster Front.
Trotz der Anzahl von Gesundheitsexperten und des technologischen Fortschritts im Gesundheitswesen in westlichen Ländern haben ihre Regierungen eine turbulente Zeit bei der Bekämpfung dieses kriegerischen Virus. Was passiert mit Afrikanern, wenn sich SARS-COV-2 verbreitet? Vielleicht noch ein schwarzer Tod.

Schlechte Hygiene

So einfach dieser Satz auch ist: „Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig“, er ist für viele afrikanische Gemeinschaften ein Luxus. Und leider haben wir in Afrika viele Fingerfoods und viele Menschen essen, ohne sich die Hände richtig zu waschen. Viele Menschen haben auch keinen Zugang zu fließendem Wasser. In meiner Stadt beziehen alle Häuser ihr Wasser aus Bohrlöchern. Und diejenigen ohne Bohrlöcher müssen es entweder von ihren Nachbarn holen oder Wasser aus entfernten kommerziellen Bohrlöchern kaufen.

Darüber hinaus leben viele Afrikaner, die in Großstädten wohnen, unter schlechten Bedingungen, die es sehr schwierig machen, sich sozial zu distanzieren. Sie könnten eine Gruppe von drei oder mehr Hausbewohnern in einem Raum haben. Und dann gibt es auch Häuser in denen nur ein Zimmer bewohnt wird, wie in Studentenwohnheimen – in Nigeria lokal „Face-me-I-face-you“ genannt. Die Bewohner (keine einzelne Familie) teilen sich alle eine Küche, eine Toilette und ein Badezimmer. An solchen Orten kann man sich nicht sozial distanzieren. Wenn eine Person infiziert wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich jeder infiziert, fast unvermeidlich.

All diese hier beschriebenen Faktoren können die Verbreitung des Covid-19 in Afrika fördern. Afrika wäre auf diesen Kampf auch nicht ausreichend vorbereitet, wenn die Coronavirus-Pandemie erst in 10 Jahren aufgetaucht wäre.

Bitte, ich möchte Eure Gedanken gerne im Kommentarbereich erfahren. Ihr könnt auch jeden Faktor hinzufügen, den ich nicht beachtet habe. Und vergesst nicht, diesen Artikel zu teilen. Viele Leute müssen das lesen.

Lest diesen Artikel, in dem ich einige unvermeidliche Folgen des Coronavirus-Ausbruchs und die Aktivitäten, die zur Abfederung der Auswirkungen eingesetzt werden könnten, ausführlich darlegte.

Vielen Dank für Deine Zeit.

Nuelzy-pen berichtet aus Nigeria

The Unfettered Reality: Africa And The Coronapocalypse

A map showing the distribution of coronavirus virus in Africa and the world

„Boris Johnson was tested positive for the Covid-19.“

„Prince Charles has been tested positive for the coronavirus.“

„Italy’s death toll tops 12,000.“

Shivers run through my veins as I watch the news channel broadcast these headlines. „If these people and nations can be affected this much, then, there’s no hope for me. I give up, already,“ I say to myself.

Now, I’m a Nigerian resident in the seventh most populous nation in the world. Nigeria is also Africa’s largest economy and the giant of Africa. So we call ourselves. I gave this piece of information so that you, my reader will know that we’re an important player not just in the Sub-Saharan region but the whole of Africa.

Now back to the coronavirus pandemic: It’s been a tumultuous 3-month fight from when the outbreak began in Wuhan till this point that the epicentre has shifted to Italy. Although, Africa hasn’t been hit hard, – with South Africa being Africa’s worst hit nation with over 1300 infection cases and Nigeria with over 170 reported infected cases – in breaking the chain of transmission, Africa might be faced with a Gordian knot and could become the next epicentre in no-distant time.

And here’s why:

High Levels of Illiteracy

One-third of African youths between the ages of about 12 and 14 are out of school and the current tertiary enrolment rate across Africa is a little over 12%, according to UNESCO statistics. And there’s a great disparity in the distribution between the most educated and the worst educated nations, with Egypt’s tertiary enrolment at 33% and Niger’s at only 2%.

Last night, while watching CNN with my neighbours, I was amazed at how the couple jumped to conclusions. The newscaster could say, „Over 900,000 people…“ and then they’ll complete the sentence „…have died from the coronavirus,“ they wouldn’t bother to hear out the information. It was sickening for me to see how people misunderstand simple information. These neighbours of mine also filled my ears with lots of unfounded info based on hearsays.

Now, there’s a common saying that if you want to hide something from a black man, put it in a book. What this means for Africans is that we’re not interested in reading and verifying information for ourselves. We prefer words of mouth even from the most untrustworthy sources.

I know lots of city-dwellers that can’t correctly pronounce the ‚coronavirus‘. And you’ll also be surprised to know that some rural communities aren’t aware of the Covid-19. Awareness in such places is poor and these people are very vulnerable to the pandemic.

Hunger and High Levels of Poverty

41% of Africans live under the poverty line of $1.90 per day and over half a billion people live under $3 a day, according to the World Bank.

Africa is a continent with high levels of unskilled and semi-skilled labour. People prefer to learn a trade or pick up vocational skills so they can be independent of the failed governments. Lots of people wake up daily not knowing what to eat, not because it’s difficult to make choices from their surplus foodstuff but because there’s no food to eat. These people have to go out daily to get daily bread for themselves and their families

In the case of a lockdown, these people will not be able to abide by the lockdown rules, especially since most African governments will find it difficult to support them with any form of a stimulus package.

While many people in developed nations are complaining of being bored as they’re under lockdown, most Africans are lamenting about how they can stock up on food for three days, not even a week. People struggling to feed won’t want to spend their money on sanitizers. Need I also add that the immune systems of symptomatic, malnourished patients will have a hard time defeating the virus.

In Africa, if the right measures are not taken, we might have the hunger epidemic killing people more than the coronavirus pandemic.

Corrupt and Inefficient Leadership

People say Africa is poor but I beg to differ. Nigeria, in particular, is very wealthy. We’re oil-dependent, the land is so fertile that if you discard almost any seed on the ground, it germinates within three days, the labour force is massive as its population is mostly youthful and we have a robust economy. What other wealth can we wish for?

Many African nations have what it takes to be called developed nations but their leadership’s greed is putting the lives of Africans at risk. Social injustice is the order of the day and we’re light years behind attaining a somewhat egalitarian society. While the political leaders are feeding fat, driving the latest posh cars and sending their children abroad to have the finest of education, the common man and taxpayers are finding it difficult to feed and afford basic education for their kids.

The government seems to be making only the wrong policies; ones that benefit their pockets and punishes the common man. In most African nations, there are no real government-funded research projects. We’re all depending on the white man to develop a vaccine.

The governments will impose lockdown regulations and expect people to stay at home but not provide electricity so people can stay digitally connected to their loved ones, work remotely, watch the news (and be updated on the Covid-19 development) or even use their fans and air-conditioning to provide some relief from the scorching heat.

There have also been reported cases of symptomatic people not being swiftly tested despite informing the CDC about it. These people have probably spread the virus to those close to them, and in turn, these new asymptomatic vectors further widen the scale of transmission.

Is there not enough money to ramp up testing in Africa? We leave the question to the politicians.

Lack of Information and Rumour Mongering (Fake News)

„The coronavirus can’t survive the high tropical temperatures. And it can’t affect the black man because of the herbs we consume daily,“ says a man in a salon.

„Excuse me sir, but that’s wrong,“ I say, „The coronavirus pandemic has already entered Nigeria. It was on the news yesterday.“

„That’s bullshit,“ he curtly replies, „why are you acting like you don’t know your country? The government is only pushing that propaganda to allocate some funds which they’ll use to enrich their coffers.“

That was the conversation I had with a man last week. While he has a point there, it also shows how poorly informed he is.

My neighbour’s wife was also able to convince the other occupants of my house with a video showing many dead bodies being thrown into a pit. She claimed it happened in Italy but I refuted the video saying it was fake and that it probably happened a long time ago, not this period.

If I’m to award a nation the honorary award of fake news spreading, I’ll give the accolade to Nigeria. It’s what we enjoy doing; modifying and giving inaccurate information.“ That’s why our last general election was tagged „WhatsApp Election“ because people engaged in spreading false results and misinformation.

In Africa, there are so many false theories of how the coronavirus spreads, its risk factors, cure, and prevention. You see people wearing masks and gloves but can’t accurately tell you why they’re wearing those. Primarily because the government and the local media are not doing enough to sensitize the general populace, and so most people get their information from unverified and inaccurate gossips.

Other problems we’re bound to face are the cover-up and under-reporting of infection and death cases by the government to appear efficient in the eyes of the international community.

Poor Health Infrastructure

In the Central African Republic with an estimated population of 4.7 million people, they have only 3 ventilators and 100 testing kits. In 2009, there was only around 1 physician for every 20,000 persons. Nigeria with over 190 million people has less than 100 ventilators and South Africa, about 6000 ventilators.

The president of Nigeria who has been plagued with a recurring ailment has made it a trend to always jet off to the UK when he needs medical attention. African leaders. We saw the case with the past Algerian president – Abdelaziz Bouteflika. It’s a shame, really. Unfortunately, our leaders have no shame and that’s the narrative in many African nations. For a country not to have a single hospital capable of treating its leader or for the leader to lack faith in the healthcare infrastructure in his country, then woe betides the citizens of such a nation.

The basic reason the coronavirus is not widespread yet lies largely on the fact that only a few tests have been carried out. In countries with about 100 cases, there could well be over 2000 infection cases due to the mode of transmission in Africa.

In Nigeria, when people fall ill, they’ll be inclined to go to a drugstore and self-medicate instead of reaching out to a health expert. The reason being that, it’s expensive to consult a physician and the almost nonexistent health insurance covers a selected few. I believe that’s the narrative in at least 80% of the 54 African nations.

And with many of the African healthcare workers now plying their trade overseas, there are not enough medical personnel and personal protective equipment (PPE) for the available doctors and nurses on the frontline.
Even with the numbers of health experts and levels of technological advancements in healthcare in western countries, their governments are having a tumultuous time combating this warlike virus. What happens to Africans when the SARS-COV-2 becomes widespread? Another Black Death, maybe.

Poor hygiene

As easy as this phrase is, ‚wash your hands regularly,‘ it’s actually a luxury for many African communities. And unfortunately in Africa, we have lots of finger foods and many people eat without washing their hands properly. A lot of people don’t also have access to running water. In my city, all the houses get their water from boreholes. And those without boreholes either have to fetch from their neighbors or buy water from distant commercial boreholes.

Furthermore, many Africans living in major cities live in squalid conditions that’ll make it very difficult to social-distance. You could have a group of three or more squatters living in one room. And then, there are also houses with only rooms like college dorms – locally called ‚Face-me-I-face-you‘ in Nigeria. The occupants (not a single family) all share one kitchen, toilet, and bathroom. You can’t distance yourself socially in such places. If one person gets infected, the likelihood of everyone getting infected is almost inevitable.

All these factors outlined here can facilitate the widespread of the Covid-19 in Africa. Africa would still not be adequately prepared for this fight had this coronavirus pandemic surfaced in 10 years from now.

Please, I’ll like to know your thoughts in the comment section. Also, feel free to add any factor I failed to touch up on. And don’t forget to share this article. Many people need to read this.

Do check out this article where I detailed some inevitable consequences of the coronavirus outbreak and the activities that could be leveraged to cushion the effects.

Thanks for your time.

Nuelzy-pen reporting from Nigeria.

Zu eitel?

Verdammt! Ist heute Mittwoch oder Donnerstag? Ich quäle kurz mein Gehirn und konzentriere mich. Mittwoch! Es ist Mittwoch, bestätige ich mir erleichtert, das ohne einen Blick auf mein Smartphone herausgefunden zu haben.

Diese Corona-Isolation macht mich langsam verrückt. Es ist ziemlich alles aus dem Gleichgewicht geraten. Global bis ins kleinste Zimmer jedes Einzelnen von uns.

Ich trabe ins Bad, um mein Make up aufzulegen. Schaue in den Spiegel und denke: Mein Gott, warum tust du das? Für wen? Machst du dir nicht selbst etwas vor? Wen interessiert das, ob Make up oder nicht? Das ist doch eh nur Clownerie, Eine Maske, hinter der die Blässe und Müdigkeit versteckt wird.

Ein breites Grinsen legt sich in mein Gesicht. Ich weiß genau, dass ich das für mich selbst tue. Meine Eitelkeit lässt es nicht anders zu. Selbst der Müllcontainer vor dem Haus sah mich noch nie ohne.

Mir ist jedoch auch bewusst, dass das bei vielen Menschen zweitrangig ist und ich wiederum belächelt werde. Ich toleriere das. Ohne Frage. Auch wenn mit einem klitzekleinen Zähneknirschen.

Für mich ist das eine entsetzliche Nachlässigeit. Und ich kann das kleine Hochziehen meiner Augenbraue nicht verhindern, wenn sich mir die Vorstellung auftut, zu Hause als Schlumpf durch die Wohnung zu springen. Schlampige Klamotten, die Haare am Hinterkopf von der Nacht platt gelegen und schlecht frisiert, unrasierte Männer, umwabert vom undefinierbaren Duft des nächtlichen Bettes …

Und tatsächlich gibt es Leute, die man in diesem Erscheinungsbild am Vormittag beim Bäcker oder im Supermarkt antrifft. Eine absolute Respektlosigkeit in meinen Augen.

Manch einer wird mir jetzt Arroganz und zu viel Stolz vorwerfen. Das mag sein.

Nur was spiegeln diese Leute wider? Sie sind es sich selbst nicht wert, schön und gepflegt zu sein. Und sie sagen den anderen Menschen, denen sie begegnen, dass diese ihnen komplett egal sind. – Kurz: Es ist ihnen wurscht.

Zu meinem Job gehört es, viel zu telefonieren. Glaubt mir, ich bin wesentlich erfolgreicher, wenn ich weiß, dass ich einfach gut aussehe, wenn ich mit meinen Gesprächspartnern kommuniziere. Derjenige am anderen Ende der „Strippe“ kann hören, wie Du aussiehst 😉 Es mag paradox klingen. Wer von Euch diese Erfahrung noch nicht machte, probiert es einfach aus!

Ich bin etwas provokativ. Ich weiß das. Dennoch will ich das heute einfach mal so im Raum stehen lassen. Mich interessiert nämlich, wie Ihr dazu steht.

Was meint Ihr? Ist es lohnenswert in dieser momentanen Situation Zeit und Mühe zu investieren und sich zurecht zu machen? Oder meint Ihr, eine bequeme Jogginhose ohne viel Pipapó tuen es auch?

Ganz in Erwartung auf Eure Meinungen,

herzlich, Eure Petra Kolossa.

Raigschmeggd

Ein Heimatgefühl oder irgend so etwas hatte ich eigentlich nie. Immer war ich dort zu Hause, wo ich gerade in diesem Augenblick war.

Geboren, um wenige Wochen später ein paar hundert Kilometer weiter aufzuwachsen. Wo aus der vermeintlichen Mami, plötzich Omi wurde …

Den wochenlang mit „Paps“ geübten Weg zur „Hasenschule“, wie er sagte, war für mich letztendlich nur Spiel. Denn die Schule sollte ich nun in meiner Geburtstadt besuchen. Fast sechs Jahre später wurde meine eigentliche Heimat zu meinem neuen Lebensort. Es war irgendwie ein Zuhause. Eine Wohnung, ein langer Schulweg, fremde Kinder, fremde Erwachsene, fremde Straßen, fremde Stadt. Eltern. Ich vermisste den Blaubeerwald, den Ferchesar See, die schmalen Radwege, die staubigen sandigen Straßen, das Reiten auf Paps Schultern, die Umarmungen, das Drücken, den liebevollen Gute-Nacht-Kuss, das Streicheln über die Wange, das Wegwischen meiner Kullertränen mit einem riesengroßen Taschentuch … ich vermisste das Spielen in dem kleinen Hof mit den Nachbarjungs, die immer diese kleinen Matchbox-Autos mitbrachten das Baden in der Zinkwanne im Waschhaus. Von jetzt auf jetzt war alles anders. Omi und Paps zogen bald in mein neues Lebensumfeld nach und ich fühlte dass sie da waren. Das war gut. Sie waren ein Stück Geborgenheit.

Seit dem sind viele Jahre vergangen und mein Leben verlief streckenweise wirklich sehr turbulent.

Die längste Zeit meines Lebens verbrachte ich letztendlich insgesamt tatsächlich in meiner Geburtsstadt. Mich zog es zwischenzeitlich immer wieder  zurück.

Nun, Ihr habt es bemerkt. Ich spreche immer von „meiner Geburtsstadt“. So oft schon habe ich über den Begriff Heimatgefühl nachgedacht.

Was ist dieses Heimatgefühl?

  • das Elternhaus?
  • die Stadt in der du geboren wurdes?
  • dein Lieblingsessen, das du immer gemocht hast?
  • ein bestimmter Geruch?
  • bestimmte Personen?
  • bestimmte Klänge?
  • Erinnerungen?
  • … und so weiter und so fort

Ich weiß es wirklich für mich nicht zu definieren. Es gibt Orte, an die es mich zieht, an denen ich mich komplett gut fühle. Und es gibt solche, wo ich mich auf der Fahrt dorthin bereits frage, warum ich mir das antue. … Aber das ist irgendwann ein anderes Blogthema.

Nun unterwerfen wir uns alle aktuell Covid-19, Corona. Uns hat es weitestgehend an die vier Wände gekoppelt. Dennoch ist das Miteinander, der Zuammenhalt Dank Mister Zuckerberg auf einem ganz anderen Niveau möglich. Und ich bin dafür unendlich dankbar. Ich traf regional, überregional und weltweit fantastische Menschen, und das nicht ausschließlich virtuell. 

Aktuell lebe ich in einem sehr kleinen Ortsteil einer Gemeinde im südlichsten Süden Deutschlands, die insgesamt 4.796 Einwohner hat. Diese Corona-Zeit hier in diesem klitzekleinen Ort lässt mich, als bekennender Großstädter, tatsächlich sehr nachdenklich werden.

Man sagt: Das Leben auf dem Dorf sei von Zusammenhalt, von einem Füreinandereinstehen, Hilfe, Sicherheit, Wohlfühlen … geprägt. Ein Dorf lebe die Gemeinschaft. Es gäbe nichts Vergleichbares. Schön und gut. Es mag sein. Ich weiß es nicht. Denn ich bin eine Raigschmeggde, eine Zugezogene, in diesem schwäbischen Dorf seit 2013. Höflich werde ich gegrüßt, wenn man mich auf der Straße sichtet. Es werden drei freundliche Sätze getauscht und gut. Alle Bemühungen um eine Dazugehörigkeit werden höflich, aber bestimmt zurückgewiesen.

Es erinnert mich an die vertriebenen Deutschen während des letzten Krieges. Ich meine die Landsleute, die von okkupiertem Kriegsgebiet fortgejagt wurden. Sie sind nicht geflüchtet. Das Land wurde besetzt, die Deutschen dort waren nicht gewollt. Sie mussten Hab und Gut hinterlassen und gehen. Bis zum letzten Tag sind es die Vertriebenen von „dort“.

Ich bin einfach nur umgezogen. Hierher in diesen kleinen sympathischen Ort mit den wenigen Häusern, den Alpen am Horizont und der Streuobstwiese vor der Tür. Über potentielle Integrationsschwierigkeiten habe ich nie nachgedacht. Ich bin Großstädter. Immer dort, wo ich lebte, wurde man freundlich aufgenommen und gehörte von dem Moment an dazu. Ganz gleich, ob es die „Platte“ mit x-vielen Wohnungen war oder ein Wohngebiet am Rande der Stadt. Dass man den Nachbarn im selben Haus nicht kenne, das kann ich nicht bestätigen. Aber ich kenne hier in diesem kleinen Dorf bis heute nur wenige Menschen mit dem Namen.

Und irgendwie wird mir das in der Zeit dieser „Isolation“ besonders bewusst, dass ich hier in meinem kleinen Zuhause daheim bin, aber nicht an diesem Ort.

Ich habe Sehnsucht nach meiner Elbe, dem „Stadtstreicher“, der Brühlschen Terrasse, der Kofi, dem breiten Sächsisch, das ich nie zu sprechen lernte. Ich sehne mich nach dem Stadtverkehr, der smarten Höflichkeit und dem goldenen Gemüt der Dresdner … ich sehne mich nach …

Oha, verdammt! Ist das Heimatgefühl?

Heute etwas nachdenklich,

Eure Petra Kolossa.